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Daten

Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Drucksache.pdf
Größe
144 kB
Erstellt
31.03.17, 05:04
Aktualisiert
28.01.18, 03:52

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Inhalt der Datei

Drucksache Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin VIII-0141 Ursprung: Antrag, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Beschlussempfehlung Ausschuss für Weiterbildung, Kultur und Städtepartnerschaften Beratungsfolge: 05.04.2017 27.04.2017 01.06.2017 28.06.2017 BVV WbKuStp WbKuStp BVV BVV/006/VIII WbKuStp/005/VIII WbKuStp/006/VIII BVV/008/VIII überwiesen vertagt mit Änderungen im Ausschuss beschlossen Betreff: Informationstafel über Sebastian Haffner auf dem Gelände des Kulturund Bildungszentrums Sebastian Haffner an der Prenzlauer Allee Abstimmungsergebnis Ausschuss 11 Ja /0 Nein /0 Enthaltungen Der Text wurde ergänzt und die finale Fassung lautet: Die BVV möge beschließen: Das Bezirksamt wird ersucht, eine Informationstafel zum Leben und Wirken Sebastian Haffners auf dem Gelände des Bildungs- und Kulturzentrums Sebastian Haffner an der Prenzlauer Allee 227/228 anzubringen bzw. aufzustellen. In den vorbereitenden Prozess sind das Museum Pankow, die Gedenktafelkommission und der Ausschuss für Weiterbildung, Kultur und Städtepartnerschaften einzubeziehen. Im Haushalt 2018/19 wird der Titel 3100 53101 mit einer Zweckbindung der Anfertigung und Aufstellung einer Informationstafel spätestens zum 20. Todestag Sebastian Haffners gezielt und auskömmlich verstärkt. Berlin, den 20.06.2017 Einreicher: Ausschuss für Weiterbildung, Kultur und Städtepartnerschaften Begründung siehe Rückseite Abstimmungsergebnis: Abstimmungsverhalten: beschlossen einstimmig mehrheitlich beschlossen mit Änderung abgelehnt zurückgezogen Ja-Stimmen Gegenstimmen Enthaltungen federführend überwiesen in den Ausschuss für mitberatend in den Ausschuss für sowie in den Ausschuss für Drs. VIII-0141 Begründung der Beschlussempfehlung: Auf den Areal des Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner (Prenzlauer Allee 227/228) soll in würdiger Form an den Namensgeber erinnert werden. Der Ausschuss sprach sich für die baldige Aufstellung einer Informationstafel aus. Da bis zum 110. Geburtstag (Dezember 2017) die Anfertigung und Aufstellung einer Informationstafel, wie ursprünglich in der Antragsbegründung angesprochen, als wenig realistisch angesehen wurde, hielt der Ausschuss eine Umsetzung bis spätestens zum 20. Todestag Sebastian Haffners als geeignete Zielvorgabe. Zum 110. Geburtstag von Sebastian Haffner ist eine Veranstaltungsreihe u.a. mit Lehrerfortbildung, Lesungen, Filmvorführungen, Vorträgen geplant. Zur Finanzierung der Informationstafel soll nach Auffassung des Ausschusses der Haushalt 2018/19 wird der Titel 3100 53101 (zu Gedenktafelkommission) mit einer Zweckbindung der Anfertigung und Aufstellung Informationstafel verstärkt werden. Der Ausschuss beschließt, den Antrag mit der Ergänzung mit 11 / 0 / 0 einstimmig. Text des Ursprungsantrages: Das Bezirksamt wird ersucht, eine Informationstafel zum Leben und Wirken Sebastian Haffners auf dem Gelände des Bildungs- und Kulturzentrums Sebastian Haffner an der Prenzlauer Allee 227/228 anzubringen bzw. aufzustellen. In den vorbereitenden Prozess sind das Museum Pankow, die Gedenktafelkommission und der Ausschuss für Weiterbildung, Kultur und Städtepartnerschaften einzubeziehen. Begründung des Ursprungsantrages: Der Kultur- und Bildungsstandort an der Prenzlauer Allee 227/228, bestehend aus Bibliothek am Wasserturm, Volkshochschule und Museum Pankow, wurde im Jahr 2007 „Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner“ benannt. Über das Schild am Eingang an der Prenzlauer Allee mit diesem Namen hinaus gibt es jedoch keine Information zur Person Sebastian Haffners sowie darüber, aus welchem Grund der Standort gerade nach ihm benannt wurde. Sebastian Haffner (1907 – 1999) war ein bedeutender Journalist und politischer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Sein Vater war Direktor der damaligen Volksschule in der Prenzlauer Allee, Sebastian Haffner wohnte in seiner Kindheit und Jugend mit seinen Eltern im Rektorenhaus auf dem Gelände der Schule, die er auch selbst besuchte. Im Jahr 1933 beendete er in Berlin sein Jurastudium. Wegen der Machtübernahme der Nationalsozialisten entschied er sich gegen eine juristische Laufbahn als Richter und begann stattdessen, journalistische Texte, vor allem im Feuilletonbereich, zu verfassen. Im Jahr 1938 folgte er seiner (in Deutschland als jüdisch geltenden) Verlobten ins Exil nach England, wo er dann für die Zeitung „The Oberserver“ arbeitete. 1954 kehrte Sebastian Haffner mit seiner Familie nach Deutschland zurück und war fortan als politischer Journalist und als Autor historischer Literatur tätig. Er schrieb für unterschiedliche Zeitungen, insbesondere die “Welt”, den “Stern” und “Konkret”. Mit Büchern wie „Preußen ohne Legende“, „Anmerkungen zu Hitler“ und „Von Bismarck zu Hitler“ sowie Beiträgen im Fernsehen wurde er einem breiten Publikum bekannt. Im Exil hatte Haffner seine Erinnerungen an die Zeit zwischen 1914 und 1933 aufgeschrieben, das Manuskript wurde unter dem Titel „Geschichte eines Deutschen“ erst nach seinem Tod im Jahr 2000 veröffentlicht. Als streitbarer Kommentator politischer Entwicklungen gehörte er lange Zeit zu den gefragtesten und zugleich umstrittensten Vertretern des politischen Journalismus in Deutschland. Am 27. Dezember 2017 jährt sich Sebastian Haffners Geburtstag zum 110.ten Mal, der Kultur- und Bildungsstandort unter seinem Namen hat 10-jährigen „Geburtstag“. Dies wäre ein passender Anlass für die Einweihung der Informationstafel.