Daten
Kommune
Berlin Pankow
Dateiname
Beschlussempfehlung Ausschuss VerOrd, 8 BVV am 28.06.2017.pdf
Größe
111 kB
Erstellt
21.06.17, 10:16
Aktualisiert
28.01.18, 03:56
Stichworte
Inhalt der Datei
Drucksache
Bezirksverordnetenversammlung
Pankow von Berlin
VIII-0176
Ursprung:
Antrag, Fraktion der CDU
Beschlussempfehlung
Ausschuss für Verkehr und Öffentliche Ordnung
Beratungsfolge:
17.05.2017
15.06.2017
28.06.2017
BVV
VerkOrd
BVV
BVV/007/VIII
VerkOrd/012/VIII
BVV/008/VIII
überwiesen
im Ausschuss abgelehnt
Betreff: Die Stadt von Pendlerströmen entlasten – P+R-Parkplätze ausbauen
Abstimmungsergebnis Ausschuss
Ja 3 / Nein 6 / Enthaltungen 0
Die BVV möge beschließen:
Dem Bezirksamt Pankow wird empfohlen, sich ggf. mit weiteren Berliner Bezirken bei
den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass in Gesprächen mit dem Land Brandenburg eine Ausweitung bzw. ein Neubau von P+R-Parkplätzen an den entsprechenden Bahnstationen im Berliner Umland erfolgt und damit private Fahrten in das Stadtgebiet durch eine Steigerung der Attraktivität der Umsteigebeziehungen reduziert werden.
Berlin, den 19.06.2017
Einreicher: Ausschuss für Verkehr und Öffentliche Ordnung
Begründung siehe Rückseite
Abstimmungsergebnis:
beschlossen
x
beschlossen mit Änderung
abgelehnt
zurückgezogen
Abstimmungsverhalten:
x
einstimmig
mehrheitlich
3
Ja-Stimmen
Gegenstimmen
Enthaltungen
federführend
überwiesen in den Ausschuss für
mitberatend in den Ausschuss für
sowie in den Ausschuss für
Drs. VIII-0176
Begründung der Beschlußempfehlung:
Die Ausschußmehrheit sprach sich aus sachlichen wie aus inhaltlichen Gründen gegen
den Antrag aus:
Sachlich ist zunächst anzumerken, daß die hier geforderten Maßnahmen ausschließlich
in die Zuständigkeit der jeweiligen Kommunen fallen, daß Land Brandenburg insofern
keine Handlungsoptionen besitzt. Hinzu kommt, daß es der Kommune Berlin nicht zukommt, anderen Kommunen Vorschriften zu machen.
Inhaltlich merkte die Ausschußmehrheit an, daß die hier empfohlene Ausweitung bzw.
der Neubau von P+R-Parkplätzen gemäß niederländischer Erfahrungen sich geradezu
kontraproduktiv auf das Gesamtverkehrsaufkommen auswirkt. In den Niederlanden
nahm nach Einführung entsprechender Maßnahmen die Nutzung des Öffentlichen Zubringerverkehrs zu den Linien des ÖPNV in die Ballungszentren ab und der MIV-Anteil
an diesem Zubringerverkehr zu.
Der Ausschuß empfiehlt daher der BVV mit 3 Ja-Stimmen gegen 6 Nein-Stimme bei
keiner Enthaltung die Ablehnung der Drucksache.
Begründung des Ursprungsantrages
Nach Erhebungen des ADAC stehen im Land Berlin rund 8000 Park+Ride-Parkplätze
zur Verfügung. Auf jeden dieser Parkplätze kommen durchschnittliche 23 Pendler aus
dem Brandenburger Umland. Nach einer vergleichbaren Studie des ACE sind sieben
Berliner P+R-Parkplätze regelmäßig zu über 100% ausgelastet. Diese Situation kann
man täglich auch in Pankow, zum Beispiel auf dem Parkplatz am S-Bahnhof Buch beobachten. Im Ergebnis wird beispielsweise im Bereich der Bucher Moorlinse und im
weiteren Umfeld des Bahnhofes "wild" geparkt.
P+R-Parkplätze in Berlin (und insbesondere entlang der Stettiner Bahn in Pankow) sind
deshalb so beliebt, weil sie zum einen in der Tarifzone B liegen und außerdem der Takt
der S-Bahnen im Berufsverkehr höher ist (bis Buch 5min, bis Bernau 10min).
Ziel der BVV Pankow ist es, den Pendlerverkehr zu reduzieren. Aus diesem Grund wurde beispielsweise die Parkraumbewirtschaftung im Ortsteil Prenzlauer Berg eingerichtet.
Dass die Senatsverwaltung keine weiteren P+R-Parkplätze plant, geht aus einer Kleinen Anfrage der Abgeordneten Katrin Vogel hervor.
Mit diesem Antrag soll dem Bezirksamt empfohlen werden, sich bei der Senatsverwaltung dafür einzusetzen, dass die bereits für das Jahr 2010 geplanten Gespräche zur
gemeinsamen Konzeption von P+R-Parkplätzen mit dem Land Brandenburg aufgenommen und im Ergebnis die Pendlerverkehre reduziert werden.