Mitteilungsvorlage (LEADER Projektbogen WoMo-Naturpark)

Daten

Kommune
Hürtgenwald
Größe
1,2 MB
Datum
19.10.2017
Erstellt
09.10.17, 09:59
Aktualisiert
09.10.17, 09:59
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Projektbogen LEADER-Region EIFEL Bitte beschreiben Sie das Projekt so detailliert wie möglich. Dies erleichtert die Beratung durch das Regionalmanagement und beschleunigt die Bearbeitung durch die Lokale Aktionsgruppe. 1. Maßnahme- /Projektbezeichnung: "WoMo-Naturpark Hürtgenwald" 2. Realisierungsgebiet / Gemeinden: Gemeinde Hürtgenwald -> interkommunale Zusammenarbeit/Vernetzung angestrebt, z. B. mit den Gemeinden Simmerath und Roetgen, sowie den Stadtgebieten Heimbach und Nideggen 3. Projektträger, Ansprechpartner, Adresse, Tel., E-Mail: Gemeinde Hürtgenwald August-Scholl-Straße 5 52393 Hürtgenwald vertreten durch den Bürgermeister Tel.: 02429/309 59 Fax: 02429/309 70 E-Mail: buergermeister@huertgenwald.de 4. Kooperationspartner: Mit verbindlicher Kooperationsbekundung: Rureifel Tourismus Weitere vorgesehene Partnern: Gemeinde Simmerath und Roetgen Stadt Nideggen und Heimbach 5. Ausgangslage/Problemstellung: Derzeit gibt es viele Tagestouristen und "wilde Wohnmobilisten". Aufgrund dessen, dass derzeit kein spezifisches Angebot für Wohnmobilisten besteht, kommt es zu den sog. "wilden Wohnmobilisten". Im Wohnmobilratgeber Bordatlas sind derzeit drei öffentliche Parkplätze (ohne Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten, Stromanschluss, Gebühren pp.) angegeben, um das wilde Parken bestmöglich zu vermeiden und zu steuern. Wohnmobilisten sind ausgeprägte Individualisten. Sie suchen Ziele abseits der ausgetretenen Pfade des Massentourismus und sind finanziell weitgehend unabhängig. Sie bevorzugen innerhalb von Deutschland vor allem Kurzreisen und sind gerade deshalb für den Deutschlandtourismus ausgesprochen attraktiv. Einige Campinganlagen können die Ansprüche dieser Klientel allerdings nur zumTeil erfüllen. Zum einen stört die große Mobilität der Wohnmobilisten andere Besucher, zum anderen sind viele Plätze auf die großen und schweren Mobile nicht vorbereitet. Deshalb suchen Wohnmobilisten vermehrt nach Alternativen. Es ist daher an der Zeit für eine neue Infrastruktur, die selbstverständlich auch von Campingunternehmern geschaffen werden kann. Etliche Stellplätze, direkt vor den Schranken solcher Anlagen, zeugen davon. Heute präsentiert sich der Wohnmobiltourismus in Deutschland mit weit über 3.000 Stellplätzen vielfältiger und lebendiger denn je. Gerade deshalb bietet er für Kommunalpolitiker, Touristiker und Investoren eine große Chance, sich einer neuen Herausforderung und Entwicklung im Bereich Wohnmobiltourismus zu stellen. Der Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD) gibt die Zahl der in Deutschland zugelassenen Wohnmobile mit 440.000 an, rechnet man die ausländischen Wohnmobilisten (Incoming) dazu, dürften die insgesamt 1,35 Mio. Europa existierenden Wohnmobile relevant sein. Da mindestens jeweils zwei, oft drei und mehr Personen an Bord sind, verbringen allein in Deutschland mehr als eine Million Menschen ihre Freizeit in einem Wohnmobil. Die Studie „Reisemobiltourismus in Deutschland – eine empierische Grundlagenstudie“(promobil, Cornelius Obier, Prof. Dr. Gerd Peters,2003) hat es an den Tag gebracht: Wohnmobilisten sind überaus reise-aktiv. Über 90 Prozent verreisen zweimal und mehr pro Jahr für eine Dauer von mindestens fünf Tagen. Fast 40 % unternehmen sogar vier und mehr längere Reisen pro Jahr. Hinzu kommen bei 40 Prozent der Befragten zusätzlich zu den längeren Reisen auch noch mehr als fünf Kurzreisen im Jahr. Dabei sind die Nebensaisonzeiten besonders beliebt. Um diese Reisenden als Gäste gewinnen zu können, bedarf es wohnmobilgerechter Angebote. Destinationen, die sich dem Trend zum Wohnmobiltourismus verschließen, geht von vornherein ein Teil der potenziellen Kunden verloren. Die durchschnittlichen Ausgaben eines Wohnmobilisten liegen – zusätzlich zu den Stellplatzgebühren– bei 40 Euro pro Tag und Person (BMWi-Studie Nr. 587*). Die Forderung nach wohnmobilgerechten Angeboten zeigt in immer mehr Ländern Europas Wirkung: Seit Mitte der neunziger Jahre entwickelten sie sich erst in Frankreich und Italien, dann in Deutschland. So ist eine vielfältige Stellplatz-Szenerie mit zahlreichen Übernachtungsplätzen bei Gaststätten und Hotels, auf Weingütern,bei Freizeitparks, Museen, bei Bädern und Thermen, auf Bauernhöfen und bei Wohnmobil-Händlern, aber auch auf öffentlichen Parkplätzen und eigens eingerichteten Wohnmobilhäfen auch vor Campingplätzen entstanden. 6. Projektziele: Durch das Projekt "WoMo-Naturpark Hürtgenwald" soll auch Reisemobilisten die Möglichkeit geschaffen werden, die Geschichte und Kultur in Verbindung mit Natur der Eifel zu entdecken und die sportlichen Herausforderungen dieser Landschaft zu erleben. Auf eine umweltfreundliche Erschließung wird hierbei besonders Wert gelegt. Gleichzeitig sollen Reisemobilisten den Orten, die bisher für diese weniger erschlossen sind, weitere Wirtschaftskraft geben. Projektidee: Pro Kommune in der Region werden je - ein "Hauptstellplatz" - sowie mehreren "Nebenstellplätzen" erschaffen bzw. ausgewiesen. Es ist bei interkommunaler Zusammenarbeit denkbar, dass "Hauptstellplätze" auch regionsübergreifend verwaltet werden. Die Auswahl der Plätze erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der jeweiligen Entfernungen zueinander, sowie der Nähe zu landschaftlich, kulturell, sportlich und geschichtlich anspruchsvollen Angeboten. Kriterien eines Hauptstellplatz: - mind. 10 Stellplätze für Wohnmobile - komplette Ver- und Entsorgung - Stromversorgung - Erweiterung für sanitäre Anlagen möglich Kriterien eines Nebenstellplatzes: - mind. 05 Stellplätze für Wohnmobile - Stromversorgung Die Auswahl der Stellplätze erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der Lage: Ist der Stellplatz hinsichtlich Landschaft, Kultur oder Geschichte für Touristen attraktiv und geeignet? 7. Projektmaßnahmen und Begründung: Maßnahmen des Projekts: - Errichtung des Hauptplatzes und 5 Nebenplätzen unter Berücksichtigung der genannten Kriterien - Ausschilderung der Parkplätze als Wohnmobilparkplatz mit entsprechender Einrichtung - 1 Info-Tafel pro Parkplatz mit Hinweisen für die Reisemobilisten: > Lageplan > Wo befinden sich die nächsten Einkaufsmöglichkeiten? > angebotene Gastronomie > geschichtliche, kulturelle und landschaftliche Sehenswürdigkeiten > Wander- und Radwege > Kontakt Touristeninfos > Notrufnummern Erläuterung der Projektmaßnahmen: Bei den Eifeler Urlaubsgästen handelt es sich derzeit überwiegend um Tagesurlauber, die durch eine große Nachfrage nach authentischen Natur-, Landschafts- und Landschaftssporterlebnis geprägt sind. Dies wird aufgrund der einmaligen Lebensräume (Bundsandsteinfelsen, Heiden und Moore, Narzissentäler, Buchenurwälder, Bäche, Flüsse und Seen etc.) mit vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten in relativer Nähe gesucht. Es gilt die zunehmenden Zahl der Reisemobilisten mit diesen Erwartungen zu lenken. Nach erfolgreicher Umsetzung des Projekts wird den Besuchern die Möglichkeit geboten, in den vielfältigen, einmaligen Lebensräumen seinen/ihren Aufenthalt zu verbringen. Die abwechslungsreiche und intakte Landschaft, sowie die Vielfalt an historischen Sehenswürdigkeiten und kulturellen Angeboten macht die Eifel als Reiseziel attraktiv. So erfreut sich neben dem Wandertourismus vor allem der Radtourismus in der Region wachsender Beliebtheit. Ein regional abgestimmtes und attraktives Mountainbike-Streckennetz, sowie ein sportlich anspruchsvoller Bike-Park bei Hürtgenwald-Simonskall wurden in den vergangenen Jahren errichtet und erfreuen sich großer Beliebtheit. Gäste sollen möglichst nah an interessante Orte und Ausgangspunkte für Spaziergänge, Wanderoder Radtouren herangebracht werden. Eine kurze Anreise zu Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten stehen im Fokus, denn dies sorgt für weiteren Komfort der Gäste und dient als Entscheidungshilfe für die Auswahl der Urlaubsregion. Die Auswahl der Stellplätze in unmittelbarer Nähe zu sehenswerten Plätzen ist nicht nur für die Urlauber vorteilhaft: Auch die Umwelt in unserer Region kann durch kurze Anreisen und deutlich mehr Fortbewegungsmöglichkeiten mit und in der Natur geschont werden. Für gerade diese zuvor beschriebenen Nutzungsgruppen sind verschiedenen Wohnmobilstellplätze interessant. Derzeit existiert ein solch flexibles zu nutzende Angebot noch nicht. Lage der geplanten Stellplätze: - Hauptstellplatz: Bike-Park Vossenack Die unmittelbare Nähe zum Bike-Park ist für Radtouristen, die aufgrund der nicht vorhandenen, kostengünstigen Unterbrinugngsmöglichkeit, derzeit nicht anreisen, ideal. Für kulturbegeistere Gäste ist die Auswahl der Lage vorteilhaft, da im nahe gelegenen KlosterKultur-Keller regelmäßig interessante und abwechlungsreiche Aufführungen, Theater, Shows etc. angeboten werden, Dieser Standort bietet ein abwechslungsreiches und umfangreiches Wanderwegnetz für alle Naturfreunde und Wanderer. - Nebenplätze: Burgberg, Bergstein Infopunkt, Zerkall Parkplatz, Großhau nähe Bauhof, Kleinhau Kriegsgräberstätte, Hürtgen 8. Projektablauf/ Zeitplan (ggf. aufgeteilt in Abschnitte): Abschnitt 1 Planung Beginn: ab Projektgenehmigung (Frühjahr/Sommer 2018) Dauer: ca. 06 Monate - detaillierte Planungserstellung - erforderliche Genehmigungen einholen Abschnitt 2 Umsetzung der Baumaßnahmen Beginn: unmittelbar nach Abschnitt 1 Dauer: ca. 06 Monate - Errichtung des Hauptplatzes: - Erdbaumaßnahmen, Strom- und Wasseranschluss zur Vorbereitung - Einrichtung der Ver- und Entsorgungsstation, Stromversorgung - abschließende Arbeiten, wie z. B. Platzmarkierung, Begrünung Abschnitt 3 Marketing/Öffentlichkeitsarbeit Beginn: unmittelbar nach Abschnitt 1 Dauer: bis Sommer 2019 - Corporate Design - Erstellung von Broschüren zur Auslage - Erstellung von Infotafeln - Homepage - weitere Marketingmaßnahmen, z. B. Pressetermine, -berichte etc. Abschnitt 4 offizielle Eröffnung und Einweihung (ca. Frühjahr/Sommer 2019) 9. Kosten Kostenposition Summe (brutto) in Euro Erstellung von 6 Infotafeln inkl. Kartenmaterial à 900,00 € 5.400,00 € Erstellung von 30 Hinweisschildern à 100,00 € 3.000,00 € Kosten zur Aufstellung der Schilder und Tafeln, Beton etc. Herrichten der Nebenplätze (Stromversorgung vorbereiten und aufbauen) Stromversorung Haupt-/ Nebenplatz: 7x 1 Säule mit 4 Einheiten a 4.000,00 € 28.000,00 € Herrichten des Hauptplatzes (Erdbauarbeiten + Anschlüsse) 1000m² 83.000,00 € Automat für Parkplatzgebühren: 6x ?? € Ver- und Entsorgung Hauptplatz 7.000,00 € Werbung, CD, Internetseite mit Buchungssystem 16.900,00 € sonstige Kosten (Eröffnung etc.) 1.500,00 € Gesamtsumme 10. Finanzierung Finanzierungsanteil Summe 65 % Förderung 35 % Eigenanteil Gesamtsumme 10. Weitere ergänzende Informationen Datum: