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Allgemeine Vorlage (Anlage Gesamtkonzept)

Daten

Kommune
Kall
Größe
3,7 MB
Datum
18.11.2014
Erstellt
07.11.14, 18:08
Aktualisiert
07.11.14, 18:08

Inhalt der Datei

Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Kall – Gesamtkonzept für Betrieb und Wartung, Umsetzungsfahrplan Übersicht: 1. Bestand und Aufteilung 2. Betrieb und Wartung, technische Anforderungen 3. Energieverbrauch 4. Einsparmöglichkeiten 5. Laufende und geplante Projekte 6. Fazit und Umsetzungsfahrplan 1. Straßenbeleuchtung Gemeinde Kall, Bestand und Aufteilung Die Gemeinde Kall betreibt insgesamt 1.800 Beleuchtungspunkte. Diese sind mit unterschiedlichen Leuchtmitteln ausgestattet. Zusammenfassend sind dies Stand 01.01.2014: Natriumdampflampen (NAV) 815 (45 %) Quecksilberdampflampen (HQL) 403 (22 %) Leuchtstofflampen (LL) 369 (21 %) LED 181 (10 %) Energiesparlampen 30 (2 %) Niederdrucklampen 2 Leuchtmitteltypen: Natriumdampflampe (NAV, ca. 50-80W) Quecksilberdampflampe (HQL, ca. 80-125W) Langfeldleuchte (LL, ca. 36-58W) Lichtemittierende Dioden (LED, ca. 26-38W) 2. Betrieb und Wartung, technische Anforderungen 2.1 Energieanlagen sind so zu errichten und zu betreiben, dass die technische Sicherheit gewährleistet ist. Die Gemeinde Kall beabsichtigt, diese Betriebssicherheit durch turnusmäßige Wartungsarbeiten an der SB zu gewährleisten. Der notwendige Rhythmus sieht vor, dass die gesamte SB innerhalb von fünf Jahren gewartet wird. Dabei werden folgende Arbeiten durchgeführt: - Standsicherheitsprüfung der SB-Masten Wiederholungsprüfung aller Einschaltstellen nach DIN VDE 0100 Teil 600 bzw. DIN VDE 0105 Teil 100 Leuchtmittelwechsel nach Ablauf der Lebensdauer Umrüstung defekter oder ineffizienter Leuchten auf wirtschaftlichere Technik Reinigung, Sichtprüfung und Erprobung der Leuchten und Kabelübergangskästen 2.2 EU-Verordnung zur „Ausphasung“ von HQL-Leuchtmitteln ab 2015 Die Verordnung (EG) 245/2009 wurde von der Europäischen Kommission als Durchführungsmaßnahme der Ökodesign-Richtlinie erlassen. Sie reguliert die umweltgerechte Gestaltung von Leuchtstofflampen ohne eingebautes Vorschaltgerät, Hochdruckentladungslampen sowie Vorschaltgeräten und Leuchten, die zum Betrieb dieser Lampen genutzt werden können. Die Produkte müssen spezifische Effizienzanforderungen und teilweise auch Mindestqualitätsanforderungen erfüllen, um eine CE-Kennzeichnung zu erhalten und somit auf dem europäischen Markt in den Verkehr gebracht werden zu dürfen. 13.04.2015 Ausphasung von Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (HQL), die nicht den Mindestqualitätsanforderungen entsprechen sowie Ausphasung von „Plug-In“-NatriumdampfHochdrucklampen, die nicht den Mindestqualitätsanforderungen entsprechen 13.04.2017 Die Mindestqualitätsanforderungen werden um die Betrachtung der Lebensdauer und den Lichtstromerhalt während der Lebenszeit erweitert. Ausphasung von HalogenMetalldampflampen mit den Sockeln E27 und E40, die nicht den Mindestqualitätsanforderungen entsprechen 2.3 Stand HN/GN-Schaltung Gemäß Beschluss des Planungs-, Bau- Umweltausschusses vom 09.06.2009 wurde die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Kall flächendeckend auf eine Halbnacht-/GanznachtSchaltung umgestellt. Größtenteils im Zuge dieser überwiegenden Abschaltung von Lampen sank der Stromverbrauch von über 600.000 kWh in 2007 auf unter 400.000 kWh in 2011, also eine Ersparnis von fast 40%. Im Frühjahr 2014 wurde auf Anregung der Ortsvorsteher an einigen Punkten die Schaltung von Lampen geändert. 3. Energieverbrauch Aktuell verursacht der Betrieb der Straßenbeleuchtung pro Jahr Kosten i.H.v. ca. 70.000 € (2013). Dabei konnte der Stromverbrauch seit 2006 um gut ein Drittel reduziert werden, die absoluten Kosten sanken jedoch nur um knapp 20%. Der Preis je kWh stieg in diesem Zeitraum um fast 70%. Da auch in Zukunft von steigenden Strompreisen ausgegangen werden muss, ist es unumgänglich, den Verbrauch weiter zu senken um steigende Gesamtkosten halbwegs ausgleichen zu können. Dies führt im Übrigen auch zu einer im Rahmen der Energieleitlinie der Gemeinde angestrebten Senkung der CO2-Emissionen (bisher um -45% gegenüber 2006!). 4. Energieeinsparmöglichkeiten Zur weiteren Verbrauchssenkung sind folgende Maßnahmen möglich: 4.1 Ausweitung der HN/GN-Schaltung 4.2 Umrüsten (z.B. HQL auf LED – Einsparung i.d.R. >50%) 4.3 Vorschaltgeräte 4.4 Dimmen von LED 4.1 Eine Ausweitung der Halbnacht-/Ganznacht-Schaltung ist in geringem Umfang noch möglich, jedoch aus verschiedenen Gründen (Sicherheit, zu großer Abstand von Beleuchtungsbereichen für den Verkehr u.a.) nicht sinnvoll 4.2 Die Umrüstung von alter HQL-Beleuchtung ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll – die Energieeinsparung liegt bei über 50% - sondern aufgrund der EU-Richtlinie (s.o.) auch verstärkt notwendig. Dies wird im Wartungs- und Betriebskonzept berücksichtigt. 4.3 Der Einbau von Vorschaltgeräten, Spannungs- und Frequenzreglern oder ähnlichen technischen Geräten stellt eine weitere Möglichkeit der Reduzierung des Energieverbrauchs dar. Zu beachten ist hier zum einen, dass technisch mit zusätzlichen Geräten in die bestehende Anlage eingegriffen wird (Kosten, Aufwand, mögliche Probleme), zum anderen das insbesondere dann, wenn die Halbnachtschaltung aufgegeben wird, keine Verbrauchs- und Kosteneinsparung zu erwarten ist. 4.4 Jede installierte LED-Leuchte kann gedimmt werden. Die bereits im Betrieb befindlichen LED-Lampen werden in der GN-Schaltung zwischen 24 und 5 Uhr auf 50% der Leistung gedimmt. 5. Laufende und geplante Umrüstungsprojekte Seit 2008 erfolgte eine schrittweise Umstellung von HQL auf NAV. Seit 2012 wurden im Rahmen der BMU-Förderung insgesamt 171 Lampen auf LED umgerüstet. Mit den Umrüstungen im Rahmen der Straßenbaumaßnahme Vogtpesch/Weiherbenden wurden insgesamt 181 Lampen auf LED umgerüstet. Bereits abgeschlossen ist auch die Umrüstung in der Pfarrer-Reinartz-Straße (7 Lampen) Weitere 90 Leuchten folgen noch in Rahmen der BMU-Förderung 2014, so dass zum 31.12.2014 der Bestand an LED-Lampen auf 278 Stück steigt (15%). Das BMU-Förderprogramm ist inzwischen ausgelaufen. Im Zuge von Straßenbaumaßnahmen werden zurzeit in folgenden Bereichen LED-Leuchten montiert: - Rinnen, Sötenicher Straße, Michaelstraße und Nebenstraßen ca. 20 Stck. Geplant: - Kall, Kölner Straße Kall, Aachener und Hindenburgstraße ca. 25 Stck. ca. 25 Stck. Nach Umsetzung dieser Maßnahmen steigt die Anzahl der LED-Lampen insgesamt auf ca. 350 Stück (knapp 20%) Ergebnisse bisheriger LED-Umrüstungen: - Steinfeld, Herm.-Josef-Straße - Scheven, Klausenthalstraße -58% Stromverbrauch -54% 6. Fazit und Umsetzungsfahrplan Zusammenfassend sind folgende Ziele und Bedingungen eines Betriebs- und Wartungskonzeptes festzuhalten: 1. Die SB soll langfristig technisch sicher betrieben werden (Mast, Lampe, Leuchtmittel, Kabel etc.) 2. Es wird eine bestmögliche Ausleuchtung mit möglichst niedrigem Energieverbrauch angestrebt. 3. Die EU-Richtlinie und andere gesetzliche Vorgaben sind einzuhalten. 4. Eine turnusmäßige Wartung und Pflege der Straßenbeleuchtungsanlage ist wichtige Voraussetzung für einen langfristig sicheren, kostengünstigen und energiesparenden Betrieb. 5. Eine Wiedereinführung der flächendeckenden Ganznacht-Beleuchtung ist aus Sicht der Verwaltung teuer bzw. nur mit unverhältnismäßigem technischen Aufwand (Frequenzregelung, siehe 4.3) machbar und wird daher als nicht zielführend bewertet. Betriebs- und Wartungskonzeptes der ENE: Die Straßenbeleuchtungsanlage „SB“ der Gemeinde Kall besteht momentan aus ca. 1.800 Lichtpunkten und 43 Einschaltstellen. Um eine flächendeckende und regelmäßige Überprüfung und Wartung, sowie eine schrittweise Umrüstung auf neue Technik zu gewährleisten, wird das Gemeindegebiet in fünf Bereiche aufgeteilt. Ausgehend von der Aufteilung der 1.800 Lichtpunkte auf 5 Jahre ergibt sich ein Umfang von 360 Lichtpunkten. Jedes Jahr wird ein Bereich gemäß den Auflagen zur technischen Sicherheit und Einsparmöglichkeiten überprüft und erneuert. Im sechsten Jahr beginnt der Turnus wieder im Bereich 1. Die Bereiche sind folgendermaßen aufgeteilt und zeitlich gestaffelt: Jahr 2013/14 Bereich 1 Lampen 358 2015 2 362 2016 3 359 2017 4 361 2018 5 361 Ortslagen Sistig, Krekel, Wahlen, Gillenberg, Diefenbach, Steinfelderheistert, Urft Sötenich, Rinnen, Frohnrath, Golbach, Anstois, Kall (Triererstraße) Wallenthal, Scheven, Keldenich, Kall (Auf dem Fels, GG II, Kölner Str.) Kall (Bereiche Aachener Str, Auf dem Knoppen, Ortsmitte) Kall (Hüttenstraße und GG I, Unten im Auel) Straßen Komplette Ortslagen Komplette Ortslagen Komplette Ortslagen Energieanlagen sind so zu errichten und zu betreiben, dass die technische Sicherheit gewährleistet ist. Die Gemeinde Kall beabsichtigt, diese Betriebssicherheit durch turnusmäßige Wartungsarbeiten an der SB zu gewährleisten. Der gewünschte Rhythmus sieht vor, dass die gesamte SB innerhalb von fünf Jahren gewartet wird. Dabei werden folgende Arbeiten durchgeführt: - Standsicherheitsprüfung der SB-Masten Wiederholungsprüfung aller Einschaltstellen nach DIN VDE 0100 Teil 600 bzw. DIN VDE 0105 Teil 100 Leuchtmittelwechsel nach Ablauf der Lebensdauer Umrüstung defekter oder ineffizienter Leuchten auf wirtschaftlichere Technik Reinigung, Sichtprüfung und Erprobung der Leuchten und Kabelübergangskästen Das Angebot der ENE beinhaltet Pauschalpreise für die Durchführung der oben genannten Positionen. Vor jedem Wartungszyklus muss ein separater Auftrag erfolgen. Bei Änderung der Stundensätze oder Materialpreise erfolgt eine Anpassung der Pauschalpreise. Der Ermittlung der jährlichen Kosten liegen folgende Mengenansätze zu Grunde: Im Mittel werden pro Jahr 360 Lichtpunkte gewartet. Am 12.08.2014 ergibt sich folgende Aufteilung der Leuchtmittel, anteilig am Gesamtbestand:  NAV 45 % 162 Stück  HQL 22 % 79 Stück  Leuchtstofflampen 20 % 72 Stück  LED 11 % 40 Stück  Dulux 2% 7 Stück Folgenden Annahmen liegen zu Grunde:  Peitschenmasten absetzen 15 Stück/a  Ausasten von Leuchten 15 Stück/a  Defekten Kabelübergangskasten austauschen 15 Stück/a  HQL-Leuchten (79 Stück) werden je nach Zustand auf NAV-Technik umgerüstet oder durch eine LED-Leuchte ausgetauscht 40 Stück auf NAV 40 Stück auf LED  Standsicherheitsprüfung von Masten an allen Masten älter 20 Jahre  Elektrische Sicherheit von Einschaltstellen wird an allen 43 Stück durchgeführt 9 Stück/a Nicht in den Kosten enthalten sind festgestellten Mängeln an Masten, Kabelnetzen oder Einschaltstellen. Diese müssen separat angeboten werden. Ergänzung: Im Verlauf des ersten Wartungsturnus (2014 - 2018) werden insgesamt 5 x 80 = 400 HQLLeuchten ausgetauscht. Damit sind alle HQL-Leuchten in der Gemeinde Kall umgerüstet. Bis Ende 2018 steigt der Bestand an LED durch die turnusmäßige Umrüstung und weitere Baumaßnahmen auf ca. 500 – 550 Stück. Scheven - 110 Anstois - 21 Keldenich - 120 Golbach - 104 Sötenich - 136 Straßbüsch - 2 Rinnen - 45 Frohnrath - 17 Urft - 40 Steinfeld - 45 Steinfelderheistert - 13 Sistig - 105 Wahlen - 6 Marmagen - 54 Diefenbach - 7 Krekel - 47 Bereich Benenberg - 26 Rüth - 7 Roder - 8 Anzahl 358 362 359 361 361 Jahr 2014 2015 2016 2017 2018 119 275 361 37 67 SB Auswertung Anzahl von Leuchten je Mast Kommune Kall Kall Ergebnis Gesamtergebnis Ortsteil Anstois Benenberg Diefenbach Dottel Frohnrath Gillenberg Golbach Kall Kall Ergebnis Keldenich Krekel Rinnen Roder Rüth Scheven Sistig Sötenich Steinfeld Steinfelderheistert Strassbüsch Urft Wahlen Wallenthal Straße Aachener Straße Akazienstraße Am Hallenbad Am Hammerwerk Am Haselbusch Am Heidekopf Am Hüttengraben Am Stellwerk Am Trinkpütz Amselweg An der Schmelze Apfelpesch Auelstraße Auf dem Büchel Auf dem Fels Auf dem Knoppen Auf der Natzen Auf der Rinne Bachweg Bahnhofstraße Beerenweg Benzstraße Büchel-Eck Dachsweg Daimlerstr. Eichelhäherweg Eisenauerstraße Elsternweg Falkenweg Fasanenweg Fußweg Auf dem Büchel - Zum Ostlandkreuz Fußweg Grüner Weg - Auf dem Büchel Gemünder Str. Geranienweg Goldkuhl Grubenstraße Grüner Weg Hausacker Heidestraße Hindenburgstraße Holunderweg Hüttenstraße Hüvelspesch Im Fleschengarten Im Sträßchen Im Vogtpesch In der Laach Junkersstraße Kallbachstraße Kanalstraße Karolingerstraße Keldenicher Str. Keltenstraße Kirchenplatz Kleewiese Knipperweg Kölner Str. Kropelspfad Kruppstraße Kupferstraße Leiengarten Lilienstraße Loshardt Markscheide Messerschmittstraße Pfarrer-Reinartz-Straße Rathaus Rotkehlchenweg Schwalbenweg Siemensring Starenweg Steinbusch Stollenweg Stürzerhof Tanzbergstraße Thyssenstraße Trierer Straße Trierer Straße P&R Uferstraße Weidenstraße Weiherbenden Weißdornweg Werner Schumacher Str. Zaunkönigstraße Zinnstraße Zum Felsblick Zum Ostlandkreuz Feuerwehrgebäude Bahnhof Bahnunterführung Grillplatz auf dem Fels L 206 Ergebnis 21 26 7 19 17 6 104 45 15 12 9 3 3 16 3 4 27 3 3 22 18 14 9 14 4 8 24 6 5 1 2 12 4 29 4 12 1 3 2 11 4 13 1 9 12 3 10 8 41 2 4 7 8 5 5 4 6 8 31 18 6 3 10 17 9 4 4 1 4 16 10 16 6 5 5 3 38 4 2 1 5 10 3 13 24 4 3 7 18 7 6 1 2 4 2 16 10 4 9 859 120 47 45 8 7 97 105 136 45 13 2 40 54 23 1.801 1.801 ro gr gr bl ro gr ro grk bl bl bl bl grk bl grk bl grk bl ge grk grk ge grk bl bl ge grk bl bl grk ge bl grk grk grk grk grk grk grk grk bl ge bl grk ge bl grk bl bl ge grk grk grk ge ge grk bl bl bl bl grk bl grk ge bl bl bl grk bl bl bl ge ge grk grk grk bl grk bl bl ge bl bl ro ro grk bl grk grk ge grk bl grk grk bl grk grk ge bl ge gr ro gr gr ge gr ro gr gr ro gr gr ge Gruppe: nur Kall bl grk ge ro gr 361 361 359 362 358