Daten
Kommune
Kall
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Erstellt
17.08.09, 13:26
Aktualisiert
17.08.09, 13:26
Stichworte
Inhalt der Datei
Gemeinde Kall
Vorlagen-Nr.
Sitzungstermin
Der Bürgermeister
62/2005
19.05.2005
Federführung: Fachbereich III
An den
Planungs-, Bau- und Umweltausschuss
mit der Bitte um
X
FBL:
SB:
öffentliche Sitzung
Herr Schramm
Frau Keutgen
Beschlussfassung
Mitzeichnung durch
Fassung eines Empfehlungsbeschlusses
an den
Bgm.
Kenntnisnahme
FB I (bei üpl./apl.
Ausgaben)
Haushaltsmäßige Auswirkungen:
X
Vorlage berührt nicht den Haushalt.
Mittel verfügbar
bei HHSt.
Euro
über-/außerplanmäßige Ausgabe
erforderlich
bei HHSt.
Deckung erfolgt durch
Euro
TOP 4
Genehmigungsbedürftige Anlagen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz
(BImSchG)
hier: Einsatz von Sekundärbrennstoffen bei der Herstellung von Zementklinker
im Werk Sötenich und Erhöhung der Klinkerleistung der Drehofenanlage
Beschlussvorschlag:
Der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss empfiehlt dem Rat, das Einvernehmen zu dem
Vorhaben zu erklären, wenn die Fachbehörden (Staatliches Umweltamt Aachen, Bezirksregierung Köln, etc.) aus immissionschutzrechtlicher Sicht keine Bedenken haben; hierzu gehören auch mögliche Auswirkungen von Betriebsstörungen auf die Immissionssituation.
Die Gemeinde fordert von der Genehmigungsbehörde für den Fall, dass sie der geforderten
Erhöhung der Grenzwerte für Quecksilberemissionen auf 0,05 mg/m³ als Tagesmittelwert
und auf 0,1 mg/m³ als Halbstundenwert zustimmt, eine ausführliche Begründung, die eine
Schädigung der Umwelt insbesondere aber eine Gesundheitsschädigung der Anwohner
durch die erhöhten Quecksilberemissionen ausschließt. Dabei muss die schon sehr hohe
Quecksilberbelastung des Umfeldes als Folge des früheren Bleiverhüttungsbetriebes mitberücksichtigt werden.
Die Gemeinde fordert von der Genehmigungsbehörde für den Fall, dass sie der Erhöhung
des Grenzwertes für Stickoxydemissionen auf 500mg/m³ bis 2007 als Ausnahme zustimmt,
eine ausführliche Begründung, aus der hervorgeht, dass durch den erhöhten Ausstoß von
Stickoxyden eine Schädigung der Umwelt insbesondere aber eine Gesundheitsschädigung
der Anwohner ausgeschlossen ist. Dabei muss die zur Zeit schon sehr hohe Stickoxydbelastung des unmittelbaren Umfeldes durch den zivilen Flugverkehr mitberücksichtigt werden.
Vorlagen-Nr. 62/2005
Seite 2
Sachdarstellung:
In der Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschuss am 16.11.2004 - Punkt 5 der
Niederschrift zur öffentlichen Sitzung- sowie in der Sitzung des Rates der Gemeinde Kall am
17.11.2004 - Punkt 7 der Niederschrift zur öffentlichen Sitzung- wurde über den Antrag der
Fa. Lafarge Zement GmbH, Karsdorfer Zement GmbH, Werk Sötenich, zum Einsatz von
Sekundärbrennstoffen bei der Herstellung von Zementklinker im Werk Sötenich und Erhöhung der Klinkerleistung beraten.
Der Antrag wurde zurückgezogen und mit Schreiben vom 24.03.2005 neu gestellt.
Mit Verfügung vom 06.04.2005 (Eingang: 11.04.2005) wurde die Gemeinde erneut als TÖB
um Prüfung der Antragsunterlagen- bezogen auf ihre Fachbereiche - zum Verfahren nach
BimSchG bis zum 06. Mai 2005 gebeten. Die Verwaltung hat eine Fristverlängerung bis
zum Ende der Offenlagefrist (20.05.2005) beantragt.
Zur Erläuterung des neuen Antrages ist das Anschreiben zum Genehmigungsantrag, welches eine Kurzbeschreibung zur Nennung und Beschreibung des Antragsgegenstandes,
zum Anlagentyp und eine Firmendarstellung und sonstige zusammenfassende Erklärungen
enthält. Ferner sind hieraus zusammenfassend die Ausnahmeanträge nach § 19 der 17.
BimSchV und die Auswirkungen der geplanten Maßnahmen auf die Umwelt zu entnehmen.
Vertreter der Fa. Lafarge werden bei der Sitzung anwesend sein, um zu den Änderungen im
neu gestellten Antrag und um gfs. Fragen, die sich aus den beantragten Änderungswünschen ergeben zu beantworten.