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Beschlussvorlage Stab (Anlage zu V 168/2015)

Daten

Kommune
Kreis Euskirchen
Größe
844 kB
Datum
16.12.2015
Erstellt
04.11.15, 12:02
Aktualisiert
04.11.15, 12:02

Inhalt der Datei

Lagebericht Gemäß §25 Eigenbetriebsverordnung über die Entwicklung des Berufsbildungszentrums Euskirchen BZE im Wirtschaftsjahr 2014. 1. Grundlagen des Unternehmens a) Geschäftsmodell des Unternehmens Das Berufsbildungszentrum Euskirchen BZE ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts in Form eines Zweckverbandes. Die Mitglieder des Zweckverbandes sind der Kreis Euskirchen, die Industrie- und Handelskammer Aachen und die Handwerkskammer Aachen. Der Zweckverband hat die Aufgabe, ein Berufsbildungszentrum zu betreiben und zu unterhalten sowie die persönlichen und sächlichen Voraussetzungen für einen den Anforderungen der Praxis entsprechenden Berufsbildungsbetrieb zu schaffen. Das BZE ist durch die CERTQUA mbH zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008 und hat die Träger- und Maßnahmenzulassung nach der „Akkreditierungsund Zulassungsverordnung Arbeitsförderung“ AZAV. Organe sind die Verbandsversammlung und der Verbandsvorsteher. Seit Geltung der Verbandssatzung (in der Fassung vom 12.08.2014) erledigt der Verbandsvorsteher die Betriebsleitung allein. b) Ziele und Strategien Der Zweckverband verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Ziele im Sinne des §52 der Abgabenordnung in der jeweils geltenden Fassung. Der Verband ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Das BZE führt berufsbildende, berufsfördernde und berufsbegleitende Maßnahmen folgender Art durch: - überbetriebliche Unterweisungen von Auszubildenden im Bereich der Industrie und des Handwerks - berufsvorbereitende Maßnahmen für Jugendliche und Erwachsene - Maßnahmen zur beruflichen Umschulung - Maßnahmen zur beruflichen Aus- und Fortbildung - sonstige der beruflichen Bildung dienende Maßnahmen Der überwiegende Teil der Bildungsmaßnahmen im BZE wird unter Inanspruchnahme unterschiedlicher öffentlicher Fördergelder und Zuschüsse des Landes oder der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt. Des Weiteren bewirbt sich das BZE regelmäßig an ausgewählten Ausschreibungen der Bundesagentur für Arbeit und des Jobcenters, die über das Regionale Einkaufszentrum NRW öffentlich ausgeschrieben werden. Etwa ein Fünftel der erzielten Umsatzerlöse entfallen auf die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) Industrie. Hier werden die anfallenden Kosten direkt durch die Ausbildungsbetriebe getragen und sind aus diesem Grund durch das BZE in einem gewissen Rahmen verhandelbar. Die Entgeltsätze pro Teilnehmer zur Durchführung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) Handwerk sind hingegen festgelegt und werden je nach Kurs durch unterschiedliche Förderbeträge des Bundes und des Landes aufgestockt. Seite 1 von 14 Bei allen Maßnahmen – außer der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU) Industrie – hat das BZE nur bedingt Einfluss auf die tatsächliche Teilnehmerzahl und damit auf den Umsatz der jeweiligen Maßnahme. Die Teilnehmerzahl hängt je nach Maßnahme von der Zuweisung der Arbeitsagentur oder des Jobcenters ab bzw. von der Zahl der Auszubildenden, die von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein kann. Bedingt durch die geringen Arbeitslosenzahlen sind die Zuweisungen in den letzten Jahren insbesondere bei den Umschulungen - gesunken. Ferner hat der Preisdruck bei Ausschreibungen in den letzten Jahren durch eine zunehmende Anzahl von privatwirtschaftlichen Mitbewerbern (IB, Dekra, Tertia, u.u.) stark zugenommen. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Berufsbildungszentrum Euskirchen hat im Bereich der gewerblich-technischen (überbetrieblichen) Ausbildung ein Alleinstellungsmerkmal in einigen Berufsfeldern im Kreis Euskirchen. Die privatwirtschaftlichen Mitbewerber verfügen über keine entsprechenden Werkstätten in den im Berufsbildungszentrum Euskirchen angebotenen Berufsfeldern. Das Berufsbildungszentrum Euskirchen bietet in seinen Werkstätten berufsbildende Maßnahmen in folgenden Gewerken an: - Metall - Maler und Lackierer - Holz - Kraftfahrzeugtechnik - Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik - Schweißen - Elektrik und Elektronik Je nach konjunktureller Lage schwankt in diesen Berufen die Zahl der Auszubildenden (im Handwerk sank die Anzahl der Ausbildungsverträge im Vergleich zum Vorjahr um 10%). Aufgrund der sehr guten Beschäftigungslage steigt aber der Bedarf an Fachkräften deutlich an. Insgesamt ist aufgrund des demografischen Wandels davon auszugehen, dass die Anzahl der Ausbildungsverträge im gewerblich-technischen Bereich in den kommenden Jahren weiter sinken wird. Daher werden die Erträge im Bereich der überbetrieblichen Unterweisung – insbesondere im Bereich Handwerk – in den nächsten Jahren sinken. Dem oben dargestellten Sachverhalt folgend werden zusätzlich auch Schulabsolventen für den Ausbildungsmarkt attraktiv, die mit einem eher schlechten Abschluss die Schule absolviert haben. Ferner könnte der Ausbildungsmarkt auch für Migranten und Flüchtlinge interessant werden. Wir erhoffen uns in dem Bereich einen zusätzlichen Kursbedarf für das BZE. Weiterhin werden wir auch neue Geschäftsfelder ergründen, damit die zu erwartenden Umsatzminderungen kompensiert werden können. Dies könnten zum Beispiel sein: - Eingliederungskurse für Migranten und Flüchtlinge - Berufsorientierung im Bereich Gymnasium - Berufsausbildung im Bereich „Pflegeberufe“ - Entwicklung von Seminaren (z. B. Interkulturelles Management) - Durchführung von Meisterkursen Seite 2 von 14 b) Geschäftsverlauf Das Jahr 2014 war in besonderem Maß geprägt vom Wechsel der Führungsspitze der Verbandsleitung, die in der heutigen Zusammensetzung seit Ende 2014 tätig ist. Im Berichtsjahr 2014 sind die Erträge aus dem Lehrgangsbetrieb gegenüber dem Vorjahr deutlich (+ 210,1 T€ / + 8,6 %) gestiegen. Bezeichnung Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen Überbetriebliche Ausbildung - Industrie Überbetriebliche Ausbildung - Handwerk Fortbildungsmaßnahmen Umschulung Berufsvorbereitende Bildungsangebote a) BO - Berufsorientierung b) BvB - Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme c) Jugend in Arbeit d) HandFest! e) Arbeitsgelegenheiten (AGH) f) SBG II g) Werk statt h) externe Umschüler i) Praxisk urse Sonstiges 2010 2011 2012 2013 TEUR TEUR TEUR TEUR 2014 TEUR 756,0 837,3 707,9 757,7 704,6 417,0 267,8 222,4 188,6 576,2 190,7 478,6 306,4 126,4 226,0 537,3 409,8 514,7 300,8 92,6 196,7 590,6 538,7 18,1 14,2 13,4 255,9 111,5 113,3 0,0 32,2 6,3 501,7 320,4 124,5 161,7 581,9 400,9 97,4 11,9 0,0 0,0 67,6 4,1 412,2 151,4 0,1 3,0 550,0 377,0 137,1 87,0 793,2 435,9 316,5 21,0 0,0 0,0 19,8 0,0 0,0 0,0 12,1 Umsatzerlöse 2840,2 2663,4 2403,4 2450,9 2661,0 Sonstige betriebliche Erträge 209,1 184,1 305,5 223,2 176,2 Gesamtumsatz 3049,3 2847,5 2708,9 2674,1 2837,2 Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 47 T€, sodass die Gesamterlöse insgesamt um 163,1 T€ gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen sind. Seite 3 von 14 Zur Erklärung: In der Abbildung „Lehrgangsstunden“ sind die tatsächlichen Lehrgangsstunden aufgeführt die im Berufsbildungszentrum absolviert wurden. In der Abbildung „Teilnehmerstunden“ sind die Lehrgangsstunden mit der Anzahl der Teilnehmer multipliziert. Für 2014 bedeutet dies, dass wir ca. 5000 Lehrgangsstunden weniger als im Vorjahr durchgeführt haben. Die Lehrgänge waren aber entsprechend besser besucht, so dass 16.000 Teilnehmerstunden mehr entstanden sind. c) Ertragslage Das BZE musste im Geschäftsjahr 2014 erneut einen Verlust hinnehmen. Folgende Entwicklung der Jahresüberschüsse / Fehlbeträge zeigt sich in den letzten 5 Jahren: Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 2010 2011 2012 2013 2014 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR +110,4 +79,0 -137,0 -388,4 -292,2 Der im Wirtschaftsplan 2014 prognostizierte Jahresfehlbetrag lag bei 204,6 T€. Dieser wurde nochmals um 87,6 T€ übertroffen, d.h. der Jahresfehlbetrag betrug 292,2 T€. Seite 4 von 14 Der generierte Gesamtumsatz lag um 23,2 T€ unterhalb des prognostizieren Umsatzes. Ferner liegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 54,6 T€, die Abschreibungen um 12,9 T€, die Wertberichtigung auf Forderungen um 17,5 T€, die gezahlten Zinsen und Steuern um 2,9 T€ und der Materialaufwand um 19,2 T€ über den Soll-Zahlen für 2014. Aufgrund der Personalfreistellungen – bereinigt durch Abfindungsleistungen – verringerten sich die Personalkosten entgegen dem Ansatz um 50,3 T€. Bezeichnung 2013 TEUR TEUR absolut relativ Materialverbrauch Personalaufwand a) Löhne, Gehälter, Rückstellungen ATZ b) soziale Abgaben und Aufwandungen AV Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen a) Raumk osten b) Grundstück saufwendungen c) Versicherungen, Beiträge und Abgaben d) Reparaturen und Instandhaltungen e) Fahrzeugk osten f) Werbe- und Reisk osten g) fremdes Ausbildungspersonal h) verschiedene betriebliche Kosten Sonstige Aufwendungen / Zinsen / Forderungsverluste / Verluste aus Abgang des AV 169,5 140,2 -29,3 -17,29% 1655,0 485,6 210,4 1716,7 518,1 207,7 61,7 32,5 -2,7 3,73% 6,69% -1,28% 171,6 21,1 38,0 22,3 5,5 13,3 59,2 201,4 163,8 22,3 38,4 20,0 3,7 13,5 84,2 166,6 -7,8 1,2 0,4 -2,3 -1,8 0,2 25,0 -34,8 -4,55% 5,69% 1,05% -10,31% -32,73% 1,50% 42,23% -17,28% 2014 Abweichung 2013-2014 8,6 33,4 24,8 288,37% Aufwendungen 3061,5 3128,6 67,1 2,19% sonstige Steuern 1,2 0,8 -0,4 -33,33% 3062,7 3129,4 66,7 2,18% Gesamtaufwendungen Die Auslastung war insgesamt als „gut“ zu bezeichnen. Insbesondere in der Berufsorientierung (BO) und den Berufsvorbereitenden Maßnahmen (BvB). Potential liegt sicherlich noch in den überbetrieblichen Ausbildungen Industrie (ÜLU Industrie) und den Umschulungen. Hier sind verstärkte Werbemaßnahmen auf dem Markt geplant. Auch im Jahr 2015 ist bis Ende des ersten Quartals eine gute Auslastung in allen Bereichen zu verzeichnen. Im Monat April wurden die Optionen für die Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) und im Bereich Berufsvorbereitende Maßnahmen (BvB) von den Trägern gezogen, so dass hier positive Signale für die Zukunft zu erkennen sind. d) Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität) Kapitalstruktur Das Stammkapital des Zweckverbandes beträgt 825.225,10 €. Dieses entfällt zu je gleichen Teilen auf die Verbandsmitglieder. Etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Verbandes; das gilt auch für den Fall des Ausscheidens. Seite 5 von 14 Der Vorjahresverlust in Höhe von 388,4 T€ und der Verlustvortrag aus 2012 in Höhe von 44,7 T€ wurde bereits mit der Kapitalrücklage verrechnet, die zum Stichtag vor Verlustausgleich mit 1.446,8 T€ ausgewiesen ist. Unter Berücksichtigung des für 2014 ausgewiesenen Jahresfehlbetrags ergibt sich ein Eigenkapital in Höhe von 1.979,8 T€, was einer Eigenkapitalquote von 70,2% entspricht (2012 – 2.705,1 T€ = 83,36% / 2013 – 2.272,0 = 74,19%). In den letzten 3 Jahren hat sich das Eigenkapital des BZE um ca. 730 T€ verringert. Erwirtschaftet das Berufsbildungszentrum in den nächsten Jahren vergleichbare Verluste wie in den Jahren 2012/2013 - und werden diese nicht von den Mitgliedern ausgeglichen – ist das Eigenkapital in 4 – 5 Jahren aufgezehrt. Das Fremdkapital ist insgesamt als kurz- bis mittelfristig anzusehen und aus den laufenden Erträgen zu tilgen. Unterstellt man nur die Abschreibungen als nicht zahlungswirksam abgeflossenen Aufwand, so ergibt sich bei deren Hinzurechnung zum Jahresfehlbetrag im Berichts- und Vorjahr kein positiver CashFlow, der zur Tilgung der Verbindlichkeiten und für Reinvestitionen eingesetzt werden kann. Notwendigerweise wurden daher in den letzten Jahren durch die Ausweitung der Bankkreditlinien in 2013 und 2014 Verluste des Geschäftsbetriebs finanziert. Die Rückzahlung der Bankverbindlichkeiten und eine gleichzeitige Schaffung von Reinvestitionsrücklagen setzen künftig deutlich bessere Jahresergebnisse voraus, um eine Fehlbetragsumlage durch die Mitglieder zu vermeiden. Wesentliche Verbindlichkeiten sind die Altersteilzeitrückstellung mit 147,2 T€ und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 505,5 T€. Insgesamt beläuft sich das Fremdkapital auf 834,0 T€ (VJ: 778,1 T€) Der Finanzbedarf soll durch Entgelte, die für die Durchführung von Bildungsmaßnahmen erhoben werden, unter Berücksichtigung des Kostenverursachungsprinzips gedeckt werden. Soweit die erzielten Einnahmen zur Deckung des Finanzbedarfs und eventueller Fehlbeträge nicht ausreichen, erhebt der Zweckverband von den Verbandsmitgliedern eine Umlage, von der auf den Kreis Euskirchen zwei Drittel und auf die Industrie- und Handelskammer Aachen und die Handwerkskammer Aachen jeweils ein Sechstel entfallen. Zum Abschlussstichtag weist die Bilanz des BZE eine Bilanzsumme in Höhe von 2.818,5 T€ (2013 – 3.062,5 T€ aus. Investitionen In 2014 wurden insgesamt 66,4 T€ investiert. Investitionen in die Gebäude wurden in Höhe von 2 T€ aktiviert. In die EDV wurde 29,5 T€ investiert. Für die Büro- und Werkstattausrüstung wurden insgesamt 34,9 T€ aktiviert. Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe 207,7 T€ (Vorjahr 210,4 T€) gegenüber. Für die kommenden Jahre sind wieder vermehrte Investitionen geplant, damit der Investitionsstau der vergangenen Jahre abgebaut wird und damit die Ausbildung auch weiterhin an modernen Maschinen und Geräten stattfinden kann. Denn nur so ist das Berufsbildungszentrum Euskirchen auch weiterhin für die Unternehmen in der Region als Ausbildungspartner interessant. Seite 6 von 14 Liquidität Die Liquidität des BZE ist zurzeit nicht zufriedenstellend, denn die Kreditlinie des Kontokorrentkredites musste um 200 T€ auf 700 T€ erhöht werden. Zum Bilanzstichtag war der Kontokorrentkredit zu ca. 70% ausgereizt. Laut unserer Liquiditätsplanung aus dem Wirtschaftsplan 2015 ergeben sich folgende Daten: Liquiditätsplanung 2015 Anfangsbestand Kasse/Kontokorrent 2015 Jan 15 Feb 15 Mrz 15 Apr 15 Mai 15 Jun 15 Jul 15 Aug 15 Sep 15 Okt 15 Nov 15 Dez 15 -515,0 -515,0 -651,7 -619,2 -624,1 -556,1 -537,3 -415,6 -450,8 -532,3 -568,3 -578,5 -705,9 2535,5 150,0 251,3 215,3 288,1 244,5 214,8 198,0 140,6 182,6 207,9 211,4 230,5 233,8 19,5 19,5 19,5 19,5 19,5 19,5 19,5 19,5 19,5 19,5 19,5 19,5 2769,3 169,5 270,8 234,8 307,6 264,0 234,3 217,5 160,1 202,1 227,4 230,9 250,0 betriebliche Einzahlungen aus Umsatz Dez 14 bis Nov 15 aus sonstigen Erträgen Saldo betriebliche Einzahlungen , betriebliche Auszahlungen für Materialaufwand 158,0 20,0 12,0 12,0 12,0 12,0 20,0 10,0 10,0 10,0 10,0 10,0 20,0 für Personalaufwand 2142,5 163,0 163,0 164,5 164,5 164,5 164,5 164,5 164,5 164,5 164,5 285,0 215,5 für sonstige betriebl. Aufwendungen 500,9 41,7 41,7 41,7 41,7 41,7 41,7 41,7 41,7 41,7 41,7 41,7 41,7 für Verbindlichkeiten aus 2014 75,0 75,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,9 0,0 0,1 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,2 0,4 0,0 0,1 0,0 2877,3 299,7 216,8 218,2 218,2 218,3 226,2 216,2 216,4 216,6 216,2 336,8 277,2 Einzahlungen aus Zinsen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 stg. Neutrale Einzahlungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 stg. Neutrale Auszahlungen 5,4 0,0 0,0 0,0 0,0 5,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Saldo neutrale Zahlungen -5,4 0,0 0,0 0,0 0,0 -5,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 für Steuern Saldo betriebliche Zahlungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Auszahlungen für Investitionen in das AV 258,7 5,0 20,0 20,0 20,0 20,0 35,0 35,0 23,7 20,0 20,0 20,0 20,0 Saldo Zahlungen Investitionsbereich -258,7 -5,0 -20,0 -20,0 -20,0 -20,0 -35,0 -35,0 -23,7 -20,0 -20,0 -20,0 -20,0 0,0 Einzahlungen aus Abgängen des AV 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Kapitaldienst 17,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 1,5 Saldo Zahlungen Finanzierungsbereich -17,5 -1,5 -1,5 -1,5 -1,5 -1,5 -1,5 -1,5 -1,5 -1,5 -1,5 -1,5 -1,5 Einlagen (Verbandsumlage für Ergebnis 2014) 150,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 150,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 150,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 150,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 -754,6 -651,7 -619,2 -624,1 -556,1 -537,3 -415,6 -450,8 -532,3 -568,3 -578,5 -705,9 -754,6 Darlehensaufnahmen Entnahmen Saldo Einlagen/Entnahmen Endbestand Kasse/Kontokorrent Die ersten 3 Monate in 2015 zeigen eine deutlich verbesserte Liquidität des Berufsbildungszentrums. Zum 31. März liegt der Kassenbestand/Kontokorrentkredit bei 388,7 T€. Diese Verbesserung ist bedingt durch höhere Erträge aus den Maßnahmen und noch nicht getätigte, geplante Investitionen. Seite 7 von 14 e) Vermögenslage Die Aktivseite der Bilanz ist geprägt von den langfristig gebundenen Werten in Höhe von 2.371,5 T€ (= 84,1 % der Bilanzsumme). Die ursprünglichen Anschaffungskosten von Grundstücken und Gebäuden (umfassend saniert in 1999 und 2012) mit einem Buchwert in Höhe von 1.734,4 T€ belaufen sich auf 4.808,8 T€. Die ursprünglichen Anschaffungskosten der technischen Anlagen und Maschinen, die mit einem Buchwert von 382,4 T€ ausgewiesen sind, belaufen sich auf 1.891,7 T€. Die ursprünglichen Anschaffungskosten der anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung, die mit einem Buchwert von 243,8 T€ ausgewiesen sind, belaufen sich auf 2.112,1T€. Im kurzfristigen Bereich sind als wesentliche Posten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 288,8 T€ (Vorjahr 330,7 T€) zu nennen, z.B. gegenüber der Handwerkskammer Aachen für die Durchführung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung im Handwerk. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen an die Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen in Höhe von 51 T€ (Vorjahr 98,3 T€) enthalten. f) finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren finanzielle Leistungsindikatoren Aufgrund der Gesellschaftsform und des gemeinnützigen Zwecks der Gesellschaft spielen die finanziellen Leistungsindikatoren eine sekundäre Rolle. Die Eigenkapitalrentabilität stellt sich wie folgt dar: Eigenkapitalrentabilität 2012 2013 2014 -5,1 % -16,0 % -14,7 % nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Das BZE ermittelt die Zufriedenheit seiner Kunden (Lehrgangsteilnehmer) in den unterschiedlichen Bildungsmaßnahmen jeweils nach Kursende anhand eines Fragebogens. Die gesammelten Daten werden anhand der QM-Richtlinien ausgewertet und zur Sicherung und Verbesserung der Qualität verwendet. Es zeigt sich, dass die Zufriedenheit der Lehrgangsteilnehmer jährlich steigt. Nachstehende Auswertungen belegen dies. Seite 8 von 14 3. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. 4. Prognose, Risiko- und Chancenbericht Prognose Die Gesamtentwicklung des BZE im Jahr 2014 entsprach nicht den Annahmen und Erwartungen im entsprechenden Wirtschaftsplan. Der prognostizierte Jahresfehlbetrag in Höhe von 204,6 T€ erhöhte sich um 87,6 T€ auf 292,2 T€. Das Jahr 2014 ist als Jahr der strukturellen Veränderungen des Zweckverbandes zu bezeichnen. Die Verbandsversammlung beschloss eine elementare Satzungsänderung. Ziel war es, die Struktur des Zweckverbandes dahingehend zu verändern, dass die Position des ehrenamtlichen Verbandsvorstehers und der leitenden Dienstkraft abgeschafft wird, um hierfür einen hauptamtlichen Verbandsvorsteher einzusetzen. Die Satzungsänderungen wurden beschlossen und sind am 12. August 2014 in Kraft getreten. Seite 9 von 14 Hierdurch bedingt hat Herr Heinz Gehlen als ehrenamtlicher Verbandsvorsteher zum 30. Juni 2014 sein Amt niedergelegt. Bis zur Einstellung des neuen hauptamtlichen Verbandsvorstehers wurden die Geschäfte vom stellvertretenden Verbandsvorsteher, Herrn Georg Stoffels, weitergeführt. Die Geschäftsführung oblag bis zum 30. Juni 2014 Frau Maria Breuer und vom 1. Juli 2014 bis zum 31. Oktober 2014 dem Interimsleiter Herrn Marcus Schmelzer. Seit dem 1. November 2014 leitet Herr Jochen Kupp als hauptamtlicher Verbandsvorsteher die Geschäfte des Zweckverbandes. Insgesamt ist festzustellen, dass in der Vergangenheit zu viel Personal eingestellt worden ist. Teilweise wurde Personal für in der Ausschreibung befindliche Maßnahmen eingestellt, wofür das Berufsbildungszentrum den Zuschlag später nicht erhalten hat. Daher wurden im Laufe des Jahres 2014 fünf Mitarbeiter freigestellt. Zudem wurde ein Auszubildender nach der Ausbildung nicht in ein Angestelltenverhältnis übernommen. Fehlende Arbeitsleistung (insbesondere im Bereich Berufsorientierung) konnte durch Honorarkräfte aufgefangen werden, so dass kein personeller Engpass entstanden ist. Von Dezember 2014 bis August 2015 gehen vier weitere Mitarbeiter in den Ruhestand. Teilweise wurden diese Mitarbeiter durch neue Kräfte ersetzt, teilweise wurde entsprechend umorganisiert. Hierdurch erwarten wir ein deutliches Kosteneinsparpotential – trotz Tariferhöhungen – in Höhe von ca. 93 T€ in 2015. In diesen Kosten sind bereits die Mehrkosten für die Wiedereingliederung der Buchhaltung und den damit verbundenen Personalkosten enthalten. Im Bereich der Umsatzerlöse haben wir im Wirtschaftsplan 2015 verhalten optimistische Einschätzungen getroffen. Daraus ergeben sich im Vergleich zum Jahr 2014 folgende Umsatzerwartungen: Bezeichnung Ist 2014 2015 Abweichung 2014-2015 TEUR TEUR absolut relativ Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen Überbetriebliche Ausbildung - Industrie Überbetriebliche Ausbildung - Handwerk Fortbildungsmaßnahmen Umschulung Berufsvorbereitende Bildungsangebote a) BO - Berufsorientierung b) BvB - Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme c) Jugend in Arbeit d) HandFest! e) Arbeitsgelegenheiten (AGH) f) SBG II g) Werk statt h) externe Umschüler i) Praxisk urse Sonstiges 704,6 589,1 -115,5 -16,39% 550,0 377,0 137,1 87,0 793,2 435,9 316,5 21,0 0,0 0,0 19,8 0,0 0,0 0,0 12,1 559,5 320,5 106,7 198,1 761,6 394,5 301,8 29,7 0,0 0,0 0,0 0,0 26,6 9,0 0,0 9,5 -56,5 -30,4 111,1 -43,7 -41,4 -14,7 8,7 0,0 0,0 -19,8 0,0 26,6 9,0 -12,1 1,73% -14,99% -22,17% 127,70% -5,51% -9,50% -4,64% 41,43% 0,00% 0,00% -100,00% 0,00% 0,00% 0,00% -100,00% Umsatzerlöse 2661,0 2535,5 -125,5 -4,72% Seite 10 von 14 Zu den einzelnen Maßnahmen gelten die nachstehenden Erläuterungen aus dem Wirtschaftsplan 2015. Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen Die Erträge der Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen sind seit mehreren Jahren rückläufig. Dieses Ausbildungsprogramm wird von der Agentur für Arbeit ausgeschrieben und das Jobcenter hat sich in den vergangenen Jahren zusätzlich mit 3 Teilnehmerplätzen eingekauft. 2011 bis 2013 konnte diese Maßnahme mit insgesamt 15 Teilnehmern umgesetzt werden. 2014 hat das Jobcenter diese 3 Plätze nicht mehr eingebucht, sodass die neue Maßnahme lediglich mit 12 Teilnehmern starten konnte. Überbetriebliche Ausbildung - Industrie Der demographische Wandel trifft das BZE wie viele andere Unternehmungen auch. Die Ausbildungszahlen sind aufgrund sinkender Schülerzahlen rückläufig. Ferner liegt das Hauptaugenmerk des BZE in den gewerblich-technischen Berufsfeldern. Diese Berufe sind bei den Jugendlichen nicht mehr so gefragt und es bleiben daher zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt. Den rückläufigen Lehrgangstrend konnten wir durch eine Preisanpassung kompensieren. Die vorherige Preisbasis stammt aus dem Jahre 2008. Überbetriebliche Ausbildung - Handwerk Auch im Handwerksbereich treten die gleichen Probleme wie im Bereich Industrie auf. Allerdings haben wir hier nicht die Möglichkeit in die Preispolitik aktiv einzugreifen. Wir planen hier einen Rückgang von ca. 12,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Umschulung Im Herbst 2014 ist eine neue Umschulungsmaßnahme gestartet. Nach intensiver Werbung konnten wir folgende Anmeldezahlen erreichen: - 11 Maschinen- und Anlagenführer - 1 Industriemechaniker Im Frühjahr 2015 starten neue Umschulungskurse. Wir befinden uns derzeit in der Anmeldephase, konnten aber die ersten fixen Anmeldungen bereits verbuchen. Die prognostizierten Zahlen sind verhalten optimistisch angesetzt, so dass wir hier noch ggf. Mehrerlöse erzielen können. In diesem Falle wirkt die derzeit gute Arbeitsmarktsituation negativ für uns, da sowohl Jobcenter als auch Agentur für Arbeit relativ wenig Teilnehmer entsendet. Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen Die berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen werden immer wichtiger für das BZE. Der Umsatzanteil der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen beträgt mittlerweile 30%. Unter der Bezeichnung fassen wir im weitesten Sinne unten stehende Maßnahmen und Projekte zusammen: a) BO – Berufsorientierung Die Berufsorientierung richtet sich in der Regel an Schüler der 8. und 9. Klassen. Resultierend aus der Wahrnehmung der Ausbildungsbetriebe, dass junge Auszubildende oft mit falschen Vorstellungen in eine Berufsausbildung starten und es somit zur Demotivation, schlechten Leistungen, Überforderung und Ausbildungsabbruch kommt, wurde eine Vorbereitung entwickelt, die im Programm der Berufsorientierung mündet. Hier wird eine Potentialanalyse vorgeschaltet bei der Stärken und Schwächen der Jugendlichen losgelöst vom Schulalltag beleuchtet werden. Zusätzlich werden sog. Werkstatttage angesetzt, um den zukünftigen Auszubildenden Berufsfelder näher zu bringen. Seite 11 von 14 Diese Programme tragen verschiedene Namen, sind jedoch inhaltlich sehr ähnlich: BOP (Berufsorientierungsprogramm, Startklar, KAoA (kein Abschluss ohne Anschluss)). Hier sind wir natürlich vor allem abhängig von den Schülerzahlen, denn auch hier ist der demographische Wandel sehr gut zu spüren. Neuerdings werden Teile des Programms ausgeschrieben. Wir werden uns an den Ausschreibungen beteiligen und versuchen ständig, das Programm zu verbessern und effizienter zu gestalten. b) BvB – Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen Die BvB richten sich an junge Menschen bis 25 Jahre, die aufgrund multipler sozialer Hemmnisse nicht über die nötige Ausbildungsreife verfügen. Sie werden hier unterstützt, gefördert, sozialpädagogisch begleitet und mittels geschulter Ausbilder und Anleiter auf den Ausbildungsstart vorbereitet. Die BvB laufen aktuell im zweiten Jahr im BZE und wir können bereits auf sehr gute Vermittlungserfolge blicken. Die Zielgruppe wird auch in den nächsten Jahren ähnlich stark besetzt erwartet, da es bei den ständig steigenden Anforderungen in der Berufsausbildung immer wieder junge Menschen mit Unterstützungsbedarf geben wird. c) Jugend in Arbeit Jugend in Arbeit richtet sich an junge Menschen, die durchweg eine Ausbildungsreife besitzen, diese jedoch aufgrund verschiedener Umstände nicht unter Beweis stellen konnten. Manchmal ist es lediglich durch die mangelhaften Bewerbungsunterlagen zu erklären. Jedoch lässt oft die Motivation der Teilnehmer sehr stark zu wünschen übrig. Sie erscheinen dann nicht einmal zu einem Beratungstermin. Die Zuweisung sollte von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter erfolgen. De facto weist in Euskirchen seit Jahren lediglich das Jobcenter zu. Ein Nachteil ist, dass wir hier erst eine Vergütung bekommen, wenn bestimmte Beratungsschritte abgeschlossen wurden. Erscheint der Teilnehmer z. B. nicht mehr nach dem dritten Gespräch, wurde von uns viel Zeit investiert ohne einen Ertrag zu erhalten. Das Geschäft lief im letzten Jahr im BZE stark defizitär, da die Betreuung durch Mitarbeiter mit einem hohen Lohnniveau erfolgte. Wir haben jetzt eine neue Mitarbeiterin eingestellt und hoffen auch in diesem Bereich rentabel zu arbeiten. d - g) Programme finden nach derzeitigen Planungen nicht mehr statt. h) externe Umschüler Hier haben wir einen Umschüler einer Berufsgenossenschaft aufgenommen. Dies ist losgelöst von unseren bisherigen Umschulungen. Zukünftig werden wir versuchen, verstärkt mit den BGs zu kooperieren. i) Praxiskurse Die Praxiskurse sind als Teil des Berufsorientierungsprogramms zu sehen. Wir wollen hier neue Kurse schaffen und dadurch neue Umsätze generieren. Trotz beträchtlicher prognostizierter Umsatzverluste rechnen wir mit einem deutlich besseren Jahresergebnis in Höhe von -197 T€. Folgende Komponenten sind dafür maßgeblich: - Minderung Umsatzerlöse um 125 T€ - Aktivierung von Eigenleistungen 65 T€ - Aufbau eines Sponsoring Pools 15 T€ - Auflösung von Rückstellungen 38 T€ - geringere Personalkosten 93 T€ - geringere Wertberichtigungen auf Forderungen 17 T€ - geringere sonstige betriebliche Aufwendungen 6 T€ (incl. Minderkosten für die externen Buchhaltungskosten) - höhere Zinsaufwendungen 14 T€ Seite 12 von 14 Die Jahre 2015 und 2016 betrachten wir als Übergangsjahre. Ab dem Jahr 2017 erwarten wir durch steigende Erträge und gesunkene Aufwendungen wieder Unternehmensgewinne. Erfreulich sind die ersten positiven Signale im ersten Quartal 2015. Von Seiten der Träger wurden die Optionen für die Berufsvorbereitenden Maßnahmen (BvB) und die Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE) gezogen, so dass eine Grundauslastung für das Berufsbildungszentrum auch in den nächsten Jahren gegeben ist. Ferner wurden 670 Plätze für das Programm KaoA-Bop für das 2te Halbjahr 2015 an uns vergeben (monetär ca. 50 T€ über dem Ansatz im Wirtschaftsplan). Folgende Jahresabschlüsse werden für die nächsten Jahre prognostiziert: Plan 2015 0 Plan 2016 0 Plan 2017 0 Plan 2018 0 Plan 2019 0 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR 2535,5 2611,6 2716,0 2824,7 2937,7 65,0 65,0 70,0 75,0 80,0 3. Sonst. Betr. Erträge gesamt 233,8 240,8 250,4 260,5 270,9 Erfolgsplan Gesamterträge 2834,3 2917,4 3036,5 3160,1 3288,5 4. Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 158,0 161,2 165,2 170,1 175,2 5a. Löhne und Gehälter 1657,2 1624,1 1591,6 1607,5 1655,7 5b. Sozialabgaben und Aufwendungen Alterversorgung 485,3 475,6 466,1 470,7 484,9 5. Personalaufwand 2142,5 2099,7 2057,7 2078,2 2140,6 6. Abschreibungen 206,5 210,6 215,9 222,4 229,0 7. sonstige betriebliche Aufwendungen 500,9 510,9 523,7 539,4 555,6 8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22,5 24,8 27,2 29,9 32,9 -196,1 -89,7 46,8 120,0 155,1 0,9 0,9 0,9 1,0 1,0 -197,0 -90,6 45,9 119,1 154,1 Bezeichnung 1. Umsatzerlöse 2. andere aktivierte Eigenleistungen 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 11. sonstige Steuern 12. Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) Risikobericht Die Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BZE und damit für seine zukünftige Entwicklung, sind in erster Linie in einem Rückgang der Teilnehmerzahlen zu sehen, welcher aufgrund der demografischen Entwicklung und in Folge konjunktureller Schwankungen eintreten könnte. Das BZE versucht diesen Entwicklungen durch neue Programme und Seminare entgegenzutreten. Ferner werden die Kontakte mit den Unternehmen und Teilnehmern intensiviert. So wollen wir die Unternehmen an das BZE binden. Seite 13 von 14 Die Ausschreibungsseiten der Bundesagentur für Arbeit werden regelmäßig dahingehend untersucht, welche Maßnahmen im Wettbewerb neu vergeben werden sollen. Bei der Erstellung entsprechender Angebote wird in erster Linie darauf geachtet, dass die ausgeschriebenen Platzzahlen verwirklicht werden können und die vorhandene Infrastruktur der Geforderten entspricht. Werden weniger Plätze ausgeschrieben, müssen alternative Angebote am Markt platziert werden, um vorhandene Ressourcen und Kapazitäten zu erhalten. Hierzu sind dann verstärkte Akquisitionen mit der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter oder potentiellen Kunden notwendig. Als wirkungsvolles Instrument der Risikoüberwachung dient die tägliche Kontrolle der Liquidität. Auch die Analyse der durchgeführten Maßnahmen erfolgt zeitnah. Die Mitglieder der Verbandsversammlung werden vierteljährlich über Soll-Ist-Vergleiche (anhand Vergleichsrechnungen mit dem Wirtschaftsplan) informiert. Die Kapitalstruktur ist sicherlich als Risiko für unser Berufsbildungszentrum anzusehen. Die hohen Verluste der vergangenen Jahre wurden nicht von den Mitgliedern ausgeglichen, sondern durch die Gewinnrücklagen verrechnet. Dadurch hat sich die Liquidität enorm verschlechtert. Es besteht ein Kontokorrentkredit in Höhe von 700 T€ der zum Ende des Wirtschaftsjahres zu ca. 70% ausgelastet war. Durch den relativ geringen Zinssatz für den Kontokorrentkredit (1,75%) ist der Kapitaldienst für den Kredit relativ gering. Falls sich die Zinssituation wieder ändert könnte dies weitreichende Folgen für das Berufsbildungszentrum haben. Ferner ist ein Kapitalbedarf für Reinvestitionen notwendig, damit wir das Berufsbildungszentrum auf einem technischen guten Stand halten können. Durch eingehende Erträge werden wir die Verbindlichkeiten nur sehr langsam abbauen können, daher wäre es von Vorteil wenn die Mitglieder zumindest einen Teilausgleich der Jahresfehlbeträge vornehmen würden. Chancenbericht Das BZE ist eng mit der Region verknüpft und genießt einen sehr guten Ruf über die Grenzen des Kreises Euskirchen hinaus. Engagierte und hochmotivierte Mitarbeiter sind unser größtes Kapital. Wir sind mit allen Akteuren des Bildungsgeschäftes und der Wirtschaft eng und aktiv verknüpft. Der zentrale Standort des BZE mit der sehr guten eigenen Infrastruktur ist ein wichtiger Garant für den langfristigen Erhalt – und auch die kostendeckende Arbeit - des Berufsbildungszentrums. Euskirchen, den 20. Mai 2015 Jochen Kupp - Verbandsvorsteher - Seite 14 von 14