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Bau, Planung, Tourismus und Wirtschaftsf. (Hochwasserereignis der Urft im Herbst 2007)

Daten

Kommune
Kall
Größe
16 kB
Erstellt
17.08.09, 13:26
Aktualisiert
17.08.09, 13:26
Bau, Planung, Tourismus und Wirtschaftsf. (Hochwasserereignis der Urft im Herbst 2007) Bau, Planung, Tourismus und Wirtschaftsf. (Hochwasserereignis der Urft im Herbst 2007)

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Gemeinde Kall Vorlagen-Nr. Sitzungstermin Der Bürgermeister 205/2007 13.12.2007 Federführung: Fachbereich III An den Planungs-, Bau- und Umweltausschuss mit der Bitte um x Fachbereichsleiter: Sachbearbeiter/in: öffentliche Sitzung Herr Schramm Beschlussfassung Mitzeichnung durch Fassung eines Empfehlungsbeschlusses an den Bgm. Kenntnisnahme FB I (bei üpl./apl. Ausgaben) Haushaltsmäßige Auswirkungen: x Vorlage berührt nicht den Haushalt. Mittel verfügbar bei HHSt. Euro über-/außerplanmäßige Ausgabe erforderlich bei HHSt. Deckung erfolgt durch Euro TOP 8 Hochwasserereignis der Urft im Herbst 2007 Beschlussvorschlag: Beschluss wird aufgrund der Beratung im Ausschuss formuliert! Sachdarstellung: Der Fraktionsvorsitzende der FDP, Herr Dr. Wolter, hat in der Sitzung des Rates am 18.11.2007 beantragt, in der Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses über die Frage zu beraten, welche Konsequenzen aus dem Hochwasserereignis gezogen werden bzw. welche besseren Vorsorgemaßnahmen getroffen werden müssen. Das Hochwasser am 27./28.09.2007 war auch in der Gemeinde Kall ein außergewöhnliches Ereignis. In der Nacht vom 27. September 2007 war auf Grund der starken, lang anhaltenden Regenereignisse die Urft nicht mehr in der Lage, das Wasser schadlos abzuleiten. Auf Grund dieser Tatsache kam es auch in der Gemeinde Kall (Ortslage Urft bis Anstois) zu starken Überschwemmungen. Die Ausdehnung der Überschwemmungen entspricht in etwa den kartierten Überschwemmungsgebieten. Fotos als Dokumentation der Ereignisse sind als Anlage beigefügt. Trotz enormen Feuerwehreinsatzes in dieser Nacht sind überwiegend gravierende Schäden an dem angrenzenden Gelände der Urft entstanden. Vorlagen-Nr. 205/2007 Seite 2 Im Wesentlichen handelte es sich hier um Überflutungen der Keller in Gebäuden. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass ein absoluter Hochwasserschutz nicht hergestellt werden kann. Ziel muss aber sein, das Schadenspotential möglichst zu verringern. Ein integrierter Hochwasserschutz besteht aus folgenden Bestandteilen: - Technischer Hochwasserschutz • Gewässerausbau • Errichtung von Deichen und Mauern, mobilen Schutzelementen • Hochwasserspeicher - Natürlicher Wasserrückhalt • im Einzugsgebiet • in Gewässer und Aue - Weitergehende Vorsorge • Flächenvorsorge • Verhaltensvorsorge • Risikovorsorge Aus Sicht der Verwaltung muss für einen sinnvollen Hochwasserschutz das gesamte Gewässer Urft mit dem Einzugsgebiet betrachtet werden. Nicht Sinn und Zweck von Hochwasserschutzmaßnahmen kann es sein, bestimmte Bereiche zu schützen (z.B. durch Deichbau) und die Unterlieger dadurch einer weiteren Belastung auszusetzen. Das wirkungsvollste Mittel, Hochwasserschäden zu vermeiden, ist die Freihaltung der Gewässerauen von Bebauung. Um das Schadenspotential in den Ortslagen zukünftig nachhaltig zu verringern, muss das Ziel sein, möglichst viele Gewässerauen vor den Ortslagen für natürliche Überflutungsflächen zu schaffen. Dabei ist die Betrachtung eines größeren Abschnittes der Urft, nämlich von der Quelle unterhalb der Dahlemer Binz bis zur Einmündung der Olef in Gemünd erforderlich. Dadurch ergibt sich eine Aufgabenstellung für die Anliegerkommunen, die zuständigen Wasserbehörden und den Wasserverband Eifel/Rur. Des Weiteren ist wichtig, eine frühzeitige Warnung der durch Hochwasser gefährdeten Kommunen und betroffenen Anlieger in den potenziellen Überschwemmungsgebieten zu erreichen, damit in Zusammenarbeit mit den Ordnungsämtern und Feuerwehren rechtzeitig Schutzmaßnahmen in die Wege geleitet werden können (Schadensbegrenzung). Hier können im Einzelfall auch Einzelmaßnahmen, die sich ggf. mit geringem Aufwand vorbereiten lassen (z.B. Dammbalkenverschlüsse an Türen, Lichtschächten oder Kellerfenstern) das Schadenspotential erheblich verringern.