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Beschlussvorlage (Antrag vom 01.12.2016 der Beratungsstelle für Frauen und Mädchen)

Daten

Kommune
Merzenich
Größe
1,4 MB
Datum
09.03.2017
Erstellt
20.02.17, 15:29
Aktualisiert
20.02.17, 15:29

Inhalt der Datei

Beratungsstelle für Frauen und Mädchen Frauen helfen Frauen e.V. Jülich I Gemeinde Merzen ich An den Bürgermeister I der Gemeinde Merzenich jAbt. Herrn Georg Gelhausen Römerstr.10 52428 Jülich 3. Dez. 2016 ° 4..1.4 •I••• Valdersweg 1 Offene Sprechzeiten: MO, DI, DO, FR 10-12 Uhr MI: 14-16 Uhr Termine ganztägig nach Vereinbarung Tel: 02461-58282 Fax: 02461-935462 infogfrauenberatungsstelle-juelich.de www.frauenberatuncisstelle-juelich.de 52399 Merzenich Sehr geehrter Herr Bürgermeister Gelhausen, 01.12.2016 Wir schreiben Sie heute mit der Bitte um Unterstützung an. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat im Zuge der Silvestervorkommnisse in Köln und Düsseldorf ein Maßnahmenpaket zum Schutz gegen sexualisierte Gewalt geschnürt und verabschiedet. Damit erkennt das Land ausdrücklich an, so wörtlich, „dass sexualisierte Gewalt ein grundsätzliches Problem der Gesellschaft darstellt". Teil dieses Pakets ist unter anderem der Stellenausbau in den Frauenberatungseinrichtungen, die schon seit Jahren mit einer Teilzeitstelle zum Thema sexualisierte Gewalt gefördert werden. Die Frauenberatungsstellen und Frauen-Notrufe in NRW können nun ab sofort eine zusätzliche Vollzeitstelle beantragen. Die Stelle ist bis Ende 2018 befristet und wird vom Land bis zu 85 Prozent finanziert. Im Kreis Düren haben wir als Trägerin der Frauenberatungsstelle und schon seit Jahren in der Landesförderung diese Stelle beantragt und nun auch bewilligt bekommen. Aus unserer Sicht ein notwendiger und angemessener Schritt, da der Bedarf nach Beratung in den letzten Jahren und gerade zurzeit unsere Kapazitäten weit übersteigt. Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt der neuen Stelle vor allem auf Prävention. Das bedeutet stärkende Arbeit mit Mädchen und Frauen in Schulen etc. Das Land sieht vor, dass die zusätzliche Fachkraft in Städten und Kreisen mit den verantwortlichen Akteuren zusammen Schutzkonzepte für Frauen und Mädchen erarbeitet. Zudem soll die neue Mitarbeiterin bei Großveranstaltungen als Ansprechpartnerin vor Ort sein. Sie wird sich also mehr als bisher in der Öffentlichkeit bewegen und öffentlichen Interessen dienen. Das Förderpapier finden Sie im Anhang, damit Sie sich einen Einblick verschaffen können. Wir möchten an Sie herantreten mit dem Anliegen, ob Sie eine Möglichkeit sehen, wie sich Ihre Gemeinde an den für uns aufzubringenden Restkosten beteiligen kann. Sowohl die Stadt Jülich, als auch der Kreis Düren haben Wege gefunden, die Beratungsstelle mit einer zusätzlichen, natürlich befristeten, Förderung zu unterstützen. Dennoch ist die zusätzliche Stelle noch nicht ganz abgesichert. Es verbleibt ein Defizit für die Beratungsstelle. Da wir die einzige vom Land geförderte Frauenberatungsstelle im Kreis sind, haben auch die Frauen Ihrer Gemeinde die Möglichkeit, sich schnell, kostenlos und unbürokratisch Hilfe zu holen, gerade wenn es um erlittene sexualisierte Gewalt geht. Gerne informieren wir Sie genauer. Wir bedanken uns schon jetzt für Ihr Interesse und verbleiben Mit freundlichen Grüßen Maria Brenner Anlagen: Schreiben MGEPA Jahresbericht 2015 Statistik 2015 Finanzierungsplan 2017 Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen MGEPA Nordrhein-Westfalen • 40190 Düsseldorf Seite 1 von 1 Nur mit elektronischer Post Aktenzeichen: 313 bei Antwort bitte angeben Frau Niewind Telefon 0211 8618-3395 Telefax 0211 8618-53395 elisabeth.niewind Förderung der Fraueninitiativen gegen sexualisierte Gewalt @mgepa,nrw.de ( Juli 2016 Sehr geehrte Damen und Herren, die Ereignisse in der Silvesternacht - vor allem in Köln - haben sexualisierte Übergriffe im öffentlichen Raum in den Fokus der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit gerückt. Als Antwort auf die Kölner Ereignisse hat die Landesregierung ein 15-Punkte-Maßnahmepaket aufgelegt. Dabei trägt die Landesregierung der Tatsache Rechnung, dass sexualisierte Gewalt ein grundsätzliches Problem in dieser Gesellschaft darstellt. Vorgesehen ist die umfassende Ausweitung der Prävention gegen sexualisierte Gewalt. Mit dem 1. Nachtragshaushalt 2016 hat der Landtag in seiner Sitzung am 20.04.2016 für die zusätzliche Förderung der Fraueninitiativen gegen sexualisierte Gewalt 3 Mio. E bereitgestellt. Die Mittel sind vorgesehen für die Aufstockung der Förderung auf 14 Fachkraftstellen bei den derzeit landesgeförderten Fraueninitiativen gegen sexualisierte Gewalt und die Förderung von neuen Fraueninitiativen in Gebieten, in denen bislang noch keine Einrichtung gefördert wird. Horionplatz 1 40213 Düsseldorf Telefon 0211 8618-50 Telefax 0211 8618-54444 poststelle@mgepa.niw.de www.mgepa.nrw.de öffentliche Verkehrsmittel: Rheinbahn Linien 704, 709 und 719 bis Haltestelle Landtag/Kniebrücke Die Fraueninitiativen gegen sexualisierte Gewalt verfügen über umfangreiche Erfahrung bei der Beratung von Frauen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben, und leisten seit Jahren auch Präventionsarbeit. Mit den zusätzlichen Kapazitäten ist die Erwartung verbunden, dass neben einer allgemeinen Aufstockung der Beratungsangebote qualitativ neue Formen der Prävention entwickelt und erprobt werden. Folgende Ansätze sind dabei prioritär: • Analyse örtlicher Gegebenheiten, Identifikation von Angsträumen, Überprüfung bestehender und Entwicklung neuer örtlicher Schutzkonzepte in Zusammenarbeit mit der Polizei und anderen, ggf. neuen Akteurinnen und Akteuren (kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, Schulen, NROs usw.) e Zusätzliche Ansprechbarkeit anlässlich von örtlichen Großereignissen, auch durch Security Points • Empowerment als präventiver Opferschutz Die Aufgabenerweiterung Veränderung der lässt sich Förderrichtlinien unter die subsumieren. vorgesehene Die neuen Förderrichtlinien sollen folgenden zusätzlichen Passus enthalten: „Einrichtungen, die eine Förderung für 1 oder 1,5 Fachkraftstellen erhalten, leisten zusätzlich verstärkte Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit, um allen Formen sexualisierter Gewalt sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum, insbesondere auch in neuen Begehungsformen, entgegenzutreten." Seite 2 von 2 Die landesgeförderten Fraueninitiativen gegen sexualisierte Gewalt können die Förderung der zusätzlichen Fachkraftstelle unmittelbar bei dem örtlich zuständigen Landschaftsverband beantragen. Es ist auch möglich, die Förderung nur für eine weitere halbe Fachkraftstelle zu beantragen. Die Neuaufnahme von Einrichtungen aus Regionen (Kreis oder kreisfreie Stadt), in denen bislang keine Fraueninitiative gegen sexualisierte Gewalt eine Landesförderung erhält, ist beim Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter zu beantragen. Die Fördervoraussetzungen richten sich nach den Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Frauenberatungsstellen. Sollten mehrere Anträge gestellt werden, ist ggf. eine Auswahlentscheidung zu treffen. Ich bitte Sie, soweit Sie weitere Einrichtungen vertreten, die Bekanntmachung der Fördermöglichkeit auch an diese Einrichtungen weiterzugeben. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag (Amme imolim-- ith Claudia Zimmermann-Schwartz WOLA Seite 3 von 3 Finanzierungsplan für 2017 Einnahmen (voraussichtliche Zuschüsse von öffentlichen Einrichtungen) Land Land Personalkostenförderung für 11/2 Stellen Hier: Familien- und Lebensberatung -FrauenberatungsstellenFörderung 11 2 / Stellen Hier: Zuschüsse zu den Personalkosten von Fraueninitiativen, die gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen tätig sind Land Sachkostenzuschuss Stadt Jülich Zuschuss zu den allgemeinen Betriebskosten Kreis Düren Zuschuss zu den allgemeinen Personal- und Sachkosten 78.900,00 Euro 70.260,00 Euro 12.000,00 Euro 8.800,00 Euro 36.030,00 Euro Gemeinden Betriebskostenzuschuss 1.700,00 Euro 207.690,00Euro Gesamt Ausgaben (voraussichtlich) Personalkosten insgesamt ca. 197.984,23 Euro Allgemeine Betriebskosten ( incl. Raumkosten) ca. 26.858,00 Euro Gesamt 224.842,23 Euro Zur Deckung des Defizits werden Spenden, Mitgliedsbeiträge und Bußgelder verwandt. Frauen helfen Frauen e.V. Jülich Beratungsstelle für Frauen und Mädchen Verteilung der Klientinnen auf die Gemeinden im Jahr 2015: Gemeinde Jülich Linnich Titz Aldenhoven Düren Niederzier Inden Nideggen Vettweiß Hürtgenwald Kreuzau Merzenich Heimbach Nörvenich Langerwehe Summe Anzahl Klientinnen 171 30 23 25 29 16 18 2 3 2 3 10 2 7 12 353 Klientinnen