Daten
Kommune
Merzenich
Größe
78 kB
Datum
21.03.2013
Erstellt
27.03.13, 18:19
Aktualisiert
27.03.13, 18:19
Stichworte
Inhalt der Datei
Gemeinde Merzenich
Der Bürgermeister
Merzenich, den 22.03.2013
Abteilung: 3
Mitteilungsvorlage
Gemeinderat
Wärmeversorgung Umsiedlungsstandort Morschenich-Neu
Im Verlauf der Planungen des Umsiedlungsstandortes wurde frühzeitig ein Energiekonzept in Auftrag gegeben, in dem die unterschiedlichen Varianten der Wärmeversorgung
untersucht wurden.
Maßgabe war der Findung einer möglichst energetisch optimierten Wärmeversorgung.
Im Ergebnis war neben einer dezentralen Wärmeversorgung mittels Wärmepumpentechnik die Variante einer zentralen Wärmeversorgung über eine mit Holzpellets betriebenen
Heizzentrale, welche die einzelnen Haushalte über ein Nahwärmenetz versorgt, aus energetischen Gesichtspunkten eine optimale Variante.
Eine Abfrage hat daraufhin ergeben, dass sich rund 60 % der Morschenicher Bürgerinnen
und Bürger für eine derartige zentrale Wärmeversorgung entscheiden würden.
Im weiteren Verlauf wurde mit den SWD in intensiver und monatelanger Planungsarbeit
das Konzept einer zentralen Wärmeversorgung in einer Kombination eines mit Holzpellets
betriebenen Heizkesselsystems und einem mit Biogas betriebenen BHKW ausgearbeitet.
Letztendlich hat die Prüfung der Finanzierung des Projektes mit einer Gesamtinvestitionssumme von rd. 1.685.000 € ergeben, dass sich eine Umsetzung nur mit erheblichen Investitionen seitens der Gemeinde und SWD sowie einer Förderung von RWE Power realisieren lassen würde.
Die SWD als potentieller Betreiber der Anlage würden rund 750.000 € für die technische
Ausstattung (Heizkessel, BHKW, Biogaszuleitung) abzüglich Fördermittel des Bundes in
Höhe von rd. 300.000 € investieren.
Seitens RWE Power wurden rd. 100.000 € für die Bereitstellung des Grundstückes für die
Heizzentrale und die Ausführung der Tiefbauarbeiten für die Nahwärmeleitung in Aussicht
gestellt.
Die Gemeinde Merzenich hätte somit eine Investitionssumme von ca. 835.000 € für die
Erstellung des ca. 2,8 km langen Nahwärmenetzes über einen Abschreibezeitraum von 30
Jahren aufzubringen.
In Anbetracht der Tatsache, dass die Gemeinde nicht Verursacher der Umsiedlung ist,
erscheint eine derartige Belastung des gemeindlichen Haushaltes einhergehend mit dem
Investitionsrisiko als nicht verantwortbar.
Drucksache M6/2013
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Vor diesem Hintergrund sollte grundsätzlich von einer Realisierung des Projektes abgesehen werden. Der Bürgerbeirat wurde im Rahmen der Bürgerbeiratssitzung am 20.03.2013
den Sachverhalt informiert. Von dort wurde unmissverständlich mitgeteilt, dass seitens der
Umsiedler mehrheitlich die zentrale Wärmeversorgung bevorzugt werde.
Seitens RWE Power wurde ein Alternativkonzept zur Wärmeversorgung mit einem neuartigen Wärmepumpensystem vorgestellt, welches von dem Unternehmen gefördert würde.
Das Alternativkonzept von RWE Power wurde jedoch vom Bürgerbeirat weitestgehend
abgelehnt.
Weiterhin wurde vom Bürgerbeirat die Möglichkeit andiskutiert, dass Investitionsrisiko für
die Gemeinde durch die Einbringung einer noch festzulegenden Investitionssumme durch
die Umsiedler zu reduzieren und somit eine Realisierung des Projektes zu ermöglichen.
Daraufhin wurde vereinbart den Sachverhalt nochmals zu eingehend zu prüfen.
(Harzheim)
(Lüssem)