Daten
Kommune
Vettweiß
Größe
135 kB
Datum
27.06.2017
Erstellt
30.06.17, 18:00
Aktualisiert
30.06.17, 18:00
Stichworte
Inhalt der Datei
Niederschrift
über die 18. Sitzung des Ausschusses für
Bau, Planung, Umwelt, Verkehr und Wirtschaftsförderung der Gemeinde Vettweiß
am Dienstag, dem 27.06.2017, 18:00 Uhr
im Sitzungsraum der Bürgerbegegnungsstätte Vettweiß.
Anwesend:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
Ausschussvorsitzender
Mitglied
Stellvertretendes Mitglied
Sachkundige Bürgerin
Mitglied
Sachkundiger Bürger
Sachkundiger Bürger
Mitglied
Sachkundige Bürgerin
Sachkundiger Bürger
Mitglied
Sachkundiger Bürger
Mitglied
Helmut Kemmerling
Ralf Berth
Franz-Wilhelm Erasmi
Ursula Ernst
Alfons Esser
Ingo Frühbrodt
Frank Gürth
Hermann Josef Haaß
Doris Leinweber
Christoph Nix
Wilhelm Roeb
Michael Schönen
Dr. Hans Rainer Wollseifen
Entschuldigt:
1.
2.
Mitglied
Mitglied
Arnold Fraussen
Thomas Poth
Von der Verwaltung: Bürgermeister Joachim Kunth, Dezernenten Karl-Heinz Hassel und Peter
Hüvelmann, Albert Müller
Ausschussvorsitzender Kemmerling begrüßt die Mitglieder und die zahlreich anwesenden
Bürgerinnen und Bürger, die Vertreter des Planungsbüros VDH Herren Machmuth und von der
Linden, stellt die form- und fristgerechte Einladung und die Beschlussfähigkeit des Ausschusses
für Bau, Planung, Umwelt, Verkehr und Wirtschaftsförderung fest.
Tagesordnung:
I. Öffentliche Sitzung
Punkt 1.
Niederschrift über die 17. Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt,
Verkehr und Wirtschaftsförderung vom 16.05.2017 -öffentliche Sitzung-
Gegen die Niederschrift über die 17. Sitzung des Ausschusses für Bau,
Planung, Umwelt, Verkehr und Wirtschaftsförderung vom 16.05.2017 –
öffentliche Sitzung- werden keine Einwände erhoben.
Punkt 2.
Schachtdeckensanierungsmaßnahme in der Gereonstraße in
Vettweiß
(V-70/2017)
Auf Nachfrage von stellv. Ausschussmitglied Erasmi erläutert Dezernent
Hüvelmann, dass die Schachtdeckenerneuerung im Bereich der Kreuzung
Frangenheimer Graben / Gereonstraße notwendig ist.
Der Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt, Verkehr und Wirtschaftsförderung
der Gemeinde Vettweiß nimmt den Sachverhalt zur Kenntnis.
Punkt 3.
9. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Vettweiß
"Ausweisung von Konzentrationszonen für die Windenergie"
(V-73/2017)
Herr Machmuth vom Planungsbüro VDH erläutert ausführlich die eingegangen
Anregungen und Bedenken aus der erneuten Offenlage. In überwiegender Zahl
schlägt das Büro vor, diese in das nachgelagerte Verfahren abzuschichten. Die
einzelnen Abwägungsvorschläge sind aus der als Anlage 1 beigefügten
Präsentation ersichtlich.
Ausschussvorsitzender Kemmerling fragt im Anschluss, ob die Position der
Flugsicherung im Bezug auf das Drehfunkfeuer unverändert ist bzw. ob das
Büro auf neue Erfahrung aufbauen kann. Herr Machmuth berichtet von einem
Gespräch beim Kreis, wo klargestellt wurde, dass die Stellungnahme der
Flugsicherung deutlicher formuliert wird, was nun hier auch schon erfolgt ist.
Eine Anpassung wird möglicherweise noch notwendig sein. Bestimmte Höhen
dürfen nicht überschritten werden. Möglicherweise führt die Beteiligung zu einer
Reduzierung der Anlagenmenge, es sollte aber kein grundsätzliches KOKriterium vorliegen.
Ausschussmitglied Berth fragt, ob die aus der Presse zu entnehmenden
Koalitionsvereinbarungen in NRW das Projekt berühren. Herr Machmuth führt
an, dass der Abstand zu Wohnsiedlungen auf 1.500 Meter erweitert werden
soll. Er beurteilt den Vertrag als Strategiepapier, es ist noch keine
Ermächtigungsgrundlage. Reglementierungen widersprechen der Forderung
nach weiteren Windkraftanlagen. Die vorgenannte Änderung würde fast alle
Vettweißer Flächen wegfallen lassen.
Ausschussvorsitzender Kemmerling berichtet, dass die Regelung seiner
Information nach nur für Neuausweisungen gelte.
Der Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt, Verkehr und Wirtschaftsförderung
empfiehlt dem Rat der Gemeinde Vettweiß einstimmig, sich den
Abwägungsvorschlägen zu 1. bis 31. (Stellungnahmen der Behörden und
sonstigen Träger öffentlicher Belange) sowie zu 1. bis 6. (Stellungnahmen der
Öffentlichkeit) anzuschließen und die 9. Änderung des Flächennutzungsplans
„Ausweisung von Konzentrationszonen für die Windenergie“ einschließlich der
Begründung zu beschließen. Die Verwaltung ist zu beauftragen, die
Genehmigung bei der Bezirksregierung zu beantragen.
Punkt 4.
4. vereinfachte Änderung des Bebauungsplanes Sievernich "Sv-2"
(Zur alten Schule)
(V-74/2017)
Auf Nachfrage von stellv. Ausschussmitglied Erasmi teilt Dezernent Hüvelmann
mit, dass die freiwillige Erschließungsleistung auf den damaligen
Beitragssätzen fußt.
Der Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt, Verkehr und Wirtschaftsförderung
empfiehlt dem Rat der Gemeinde Vettweiß einstimmig, die 4. vereinfachte
Änderung zu beschließen, die Baugrenze soll für das Grundstück Gemarkung
Sievernich, Flur 12, Nr. 41 erweitert und das Verfahren gem. § 13 BauGB
eingeleitet werden.
Der Eigentümer des Grundstückes Gemarkung Sievernich, Flur 12, Nr. 41
verpflichtet sich, die Erschließungskosten als freiwillige Leistung in Höhe von
7.863,56 € an die Gemeinde zu zahlen, sowie die gesamten Planungskosten zu
übernehmen. Alle Kosten werden mit Rechtskraft der Bebauungsplanänderung
fällig.
Punkt 5.
Neuaufstellung eines Bebauungsplanes in der Ortschaft Gladbach
hinter der Bebauung Michelsgraben
hier: Aufstellungsbeschluss
(V-79/2017)
Der Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt, Verkehr und Wirtschaftsförderung
empfiehlt dem Rat der Gemeinde Vettweiß einstimmig, die Neuaufstellung
eines Bebauungsplanes hinter der Bebauung Michelsgraben gem. beigefügtem
Kartenausschnitt (Anlage 2) zu beschließen und das Verfahren entsprechend
einzuleiten.
Punkt 6.
Reaktivierung der Bördebahn
(V-75/2017)
Ausschussvorsitzender Kemmerling gibt die Information aus der Presse weiter,
dass die Reaktivierung der Bördebahn Auswirkungen auf den Busverkehr hat.
Weiterhin möchte er die Aussage seitens der Fachabteilung, dass die
Reaktivierung der Bördebahn ein großer Gewinn für die Infrastruktur der
Gemeinde Vettweiß ist, erst abschließend beurteilen, wenn die Bördebahn im
Echtbetrieb täglich im Stundentakt die Haltepunkte in der Gemeinde Vettweiß
passiert.
Bürgermeister Kunth bemerkt, dass der Nahverkehrsplan im letztjährigen
Verfahren behandelt wurde. Von der Einstellung des Busverkehrs war dort nie
die Rede.
Stellv. Ausschussmitglied Erasmi stellt fest, dass von den drei betroffenen
beschrankten Bahnübergängen zwei nach wie vor funktionsfähig sind und ohne
weiteres wieder genutzt werden könnten. Die geplant Fußgängerüberquerung in
Kettenheim ist genauso fragwürdig. Zudem hat man über die Querung der
Wirtschaftswege im Bezug auf die Kosten noch gar nicht gesprochen.
Bürgermeister Kunth und Dezernent Hüvelmann berichten, dass der Stand der
Technik an den jetzigen Anlagen nicht mehr gegeben ist und die Fußgänger
eine andere Spur als die Fahrzeuge gehen sollen. Vor und hinter den
Bahnübergängen ist ein 25 Meter langer Aufstellstreifen notwendig, so dass
z.B. der Schwarze Weg auch noch betroffen ist.
Ausschussmitglied Dr. Wollseifen fragt, ob ein Gesamtkonzept vorliegt, aus
dem hervorgeht, wie Vettweiß vollständig betroffen ist, wie Feldwege
eingebunden werden und wie die Kostenperspektive ist.
Auch Ausschussmitglied Roeb geht auf die Folgen ein. Bezüglich der
Haltestelle Jakobwüllesheim sollte über eine Heranführung der Bebauung
nachgedacht werden, um den Haltepunkt näher an den Ort zu bringen und den
Weg dorthin sicherer zu machen.
Der Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt, Verkehr und Wirtschaftsförderung
empfiehlt dem Rat der Gemeinde Vettweiß einstimmig, die als Anlage 3
beigefügten Vereinbarungstexte zwischen der Gemeinde Vettweiß und der
Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH, Moltkestraße 16, 52351 Düren und
der Rurtalbahn GmbH, Kölner Landstraße 271, 52351 Düren abzuschließen.
Die für die Instandsetzung der Bahnübergänge notwendigen Haushaltsmittel in
Höhe von 777.425,00 Euro sind im Haushalt 2018 auszuweisen, wobei
544.198,00 Euro als Einnahme durch Fördermittel zu veranschlagen sind,
sodass 233.227,00 Euro aus dem Haushalt zu finanzieren sind.
Punkt 7.
Antrag der CDU Fraktion vom 18.05.2017
hier: Umgestaltung einer Teilfläche des Schulhofes am
Schulzentrum Vettweiß zu einem "Generationentreff" und
Erarbeitung eines Projektantrages für LEADER
(V-78/2017)
Ausschussvorsitzender Kemmerling erläutert den Antrag (Anlage 4). Er führt
u.a. aus, dass er sich wünschen würde, dass bevor die Planungen
entscheidungsreif sind, sie den Kindern, Jugendlichen und Anwohnern
vorgestellt wird, um wo möglich und notwendig Änderungen oder Ergänzungen
vornehmen zu können.
Bürgermeister
Kunth
berichtet
von
einem
Gespräch
mit
dem
Regionalmanagement, worin die positive Haltung zum Vorhaben bekundet
wurde.
Auf den Einwand von Ausschussmitglied Berth, warum man ein Planungsbüro
einbinden soll und die Planung nicht in der Verwaltung gemacht wird, antwortet
Bürgermeister Kunth, dass die Thematik zu komplex ist, Leistungsverzeichnisse
erstellt und sichere Angebote, auch wegen der LEADER-Förderung, eingeholt
werden müssen.
Stellv. Ausschussmitglied Küpper erachtet es als sinnvoll, vor der Beauftragung
eines Planungsbüros einen runden Tisch aufzubauen, dem auch Vertreter der
Schule und der Eltern angehören. Dezernent Hüvelmann entgegnet, dass vor
einer sinnvollen Beteiligung ein Planungspapier vorliegen sollte, weil sonst
jegliche Diskussionsgrundlage fehlt.
Ausschussvorsitzender Kemmerling ergänzt, dass bereits Diskussionen vor Ort
geführt wurden und eine Beteiligung nach Vorlage von Planungsunterlagen
erfolgen soll.
Planungskosten sind nach Aussage von Ausschussmitglied Dr. Wollseifen
förderfähige Kosten. Das Projekt soll zeitnah umgesetzt werden.
Ausschussvorsitzender Kemmerling bestätigt auf die Frage von stellv.
Ausschussmitglied Erasmi die Auflassung, dass die fußläufige Verbindung mit
in das Konzept gehört.
Der Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt, Verkehr und Wirtschaftsförderung
empfiehlt dem Rat der Gemeinde Vettweiß einstimmig, den von der
Hauptschule genutzten Schulhof nach Auslaufen der Hauptschule in einen
Generationentreff / -park für Jung und Alt umzugestalten und unter der
Trägerschaft der Gemeinde Vettweiß als Projekt der LEADER-Region Zülpicher
Börde dem zuständigen Regionalmanagement zu melden. Die Verwaltung wird
beauftragt, ein Planungsbüro mit der Erstellung eines
Umgestaltungsvorschlages zu beauftragen und die hierfür notwendigen
Haushaltsmittel bereitzustellen und im Anschluss einen entsprechenden
Förderantrag an die LEADER-Region zu stellen.
Punkt 8.
Einwohnerfragestunde
a) Ein Anlieger der Mühlengasse äußert, dass zu hören war, in der Mühlengasse
würde in Gänze ein beidseitiges Halteverbot eingerichtet. Bürgermeister Kunth
bestätigt die entsprechende Anordnung des Straßenverkehrsamtes. Die
anschließende
heftige
Diskussion
mehrerer
Einwohner
wird
von
Ausschussvorsitzen Kemmerling mit der Zusage beendet, die Verwaltung möge
die Situation erneut betrachten und mit der Straßenverkehrsbehörde und der
Polizei besprechen
.
Punkt 9.
Anfragen und Mitteilungen der Gremienmitglieder
a) Auf die Nachfrage von Ausschussvorsitzenden Kemmerling berichtet
Dezernent Hüvelmann zur Entwicklung der Neuausweisung von Bauland in
Kelz. Die Gespräche des beauftragten Büros mit den Eigentümern haben
stattgefunden. Größtenteils liegt Einverständnis mit dem Vorschlag vor. Ein
Eigentümer möchte seine Flächen nicht einbinden, was erhebliche Folgen für
die Grundstücke und deren Größen hat. Das Thema wird weiter verfolgt.
b)
Stellv.
Ausschussmitglied
Küpper
kommt
zurück
auf
die
straßenverkehrsrechtliche Anordnung für die Mühlengasse. Warum eine ganze
Straße mit Parkverbot belegt wird, wo die Probleme doch nur in den
Kurvenbereichen bestehen, erschließt sich nicht. Bei derart großen Eingriffen
sollten die gemeindlichen Gremien beteiligt werden und eine bessere
Kommunikation stattfinden. Bürgermeister Kunth stellt klar, dass die
Ortsvorsteherin eingebunden war.
c) Ausschussmitglied Dr. Wollseifen bemerkt, dass der Presseartikel zur
notwendigen Ortsumgehung Kelz wahrgenommen wurde. Er sagt die
Unterstützung der Fraktion zu.
Bürgermeister Kunth ergänzt, dass eine Verkehrszählung beantragt wurde und
er ein Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Dr. Peill terminiert hat.
d) Ausschussmitglied Haaß wurde von einem Bürger aus Froitzheim auf die
Erledigung der Ergebnisse der Ortsbegehung angesprochen. Veröffentlichungen
hierzu waren zugesagt. Zum Beispiel war von einer Sperrfläche an der
Einmündung Peter-Graßmann- / Martinusstraße die Rede. Bürgermeister Kunth
und Dezernent Hüvelmann verweisen auf die Entscheidung des
Straßenverkehrsamtes, die eine Anordnung in diesem Fall nicht für notwendig
erachten.
e) Bürgermeister Kunth informiert, dass am 17.07.2017 ein Termin mit
Straßen.NRW wegen der Kreuzung der Gemeindeverbindung VettweißGladbach mit der L264 stattfindet.
f) Bürgermeister Kunth teilt mit, dass ein Antrag der SPD-Fraktion an die
Verwaltung gerichtet wurde, eine Sperrung der Ortsdurchfahrt Gladbach für den
LKW-Verkehr zu erreichen.
g) Bürgermeister Kunth berichtet von einem Antrag der SPD-Fraktion,
Ergebnisse von Geschwindigkeitsmessungen an der OD Froitzheim mitzuteilen.
Er wird die Bitte weitergeben, neue Messungen durchzuführen.
Ende der Sitzung : 19:31 Uhr