Daten
Kommune
Vettweiß
Größe
28 kB
Datum
25.08.2016
Erstellt
29.08.16, 18:01
Aktualisiert
29.08.16, 18:01
Stichworte
Inhalt der Datei
Gemeinde Vettweiß
Der Bürgermeister
Vettweiß, den 29.08.2016
Beschlussauszug
aus der 9. Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses
der Gemeinde Vettweiß
am Donnerstag, dem 25.08.2016, 18:00 Uhr.
2.
Aufstellung eines integrierten Handlungskonzeptes für die Gemeinde Vettweiß
"Vettweiß 2030";
hier: Antrag der CDU-Fraktion vom 05.06.2016
(V-86/2016)
Ausschussvorsitzender Kunth erklärt die Vorlage und begrüßt Herrn Wagner von JungStadtkonzepte aus Köln.
Herr Wagner stellt sich vor und erläutert anhand einer Präsentation (Anlage 2) das
Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK). Dieses Konzept stellt sich ähnlich
wie das Integrierte Handlungskonzept (IHK) dar, hat jedoch einen anderen
Förderzugang.
Das IKEK zeigt unter anderem die relative Bevölkerungsentwicklung und die
Altersverteilung bis 2030. Herr Wagner erklärt die allgemeinen Ziele eines IKEK.
Darunter zählen beispielsweise die aktive Gestaltung des demografischen Wandels und
der Erhalt der Vielfalt und Stabilität ländlicher Strukturen. Bei der Erstellung eines
Integrierten Entwicklungskonzeptes können bis zu zehn Hauptthemen betrachtet
werden. Dazu gehören unter anderem die Infrastrukturentwicklung, Innenentwicklung,
Siedlungsflächenentwicklung, Ortsbild und Baukultur oder die Gestaltung von
Freiflächen. Schwerpunktmäßig könnten zum Beispiel drei bis fünf Themen wie Verkehr
und Energie / Klima bearbeitet werden. Er erläutert, dass die Erfolgsaussichten für eine
Förderung vergleichsweise günstig sind, da es sich um ein neues Förderprogramm
handelt und in diesem Jahr noch zwei Bewilligungsstichtage folgen. Anschließend führt
Herr Wagner die verschiedenen Schritte bei der Erstellung eines IKEK auf. Die
vorhandenen Konzepte und Planungen werden zuerst ausgewertet. Anschließend
werden die Stärken und Schwächen analysiert und ein kommunales Leitbild entwickelt.
Daraufhin werden dann Projektideen gesammelt. Zudem betont er, dass das IKEK ein
Konzept ist, welches projektorientiert ist.
Dr. Wollseifen fragt, wie die Umsetzung von Themen in einem IKEK funktioniert und ob
dies mit dem Leader-Prozess zu vergleichen ist. Herr Wagner antwortet, dass ein IKEK
breiter gefächert ist, die Kommune die Entscheidungen trifft und Hauptträger ist. Der
Leader-Prozess hat im Vergleich ein eigenes Gremium.
Frau Lövenich bittet Herrn Wagner, einige konkrete Beispiele zu nennen. Herr Wagner
antwortet, dass es bisher in der Region noch keine Beispiele gibt. Beispiele könnten
jedoch ortsbildverschönernde Maßnahmen sein. Überwiegend werden ganz neue
Projekte gefördert, die noch nicht komplett durchfinanziert sind.
Dr. Wollseifen fragt, ob nach der Aufstellung des Konzeptes weitere Schwerpunkte
hinzugefügt werden können und wie sich der zeitliche Rahmen für die Erstellung eines
IKEK darstellt. Herr Wagner antwortet, dass Fortschreibungsmöglichkeiten zulässig sind.
Eine Klärung mit der Bezirksregierung für eine Förderungsmöglichkeit bei
Fortschreibungen sagt Herr Wagner zu. Er erklärt zudem, dass die Erstellung ca. ein
Jahr in Anspruch nehmen kann. Den Antrag könnte die Verwaltung evtl. zum Stichtag im
Dezember stellen. Die Mittelbewilligung könnte im Frühjahr 2017 erfolgen. Herr Franzen
möchte wissen, ob ohne ein Konzept auch keine Fördermöglichkeiten vorhanden sind.
Herr Wagner bestätigt dieses und schlägt vor, kurzfristig eine unverbindliche
Kostenschätzung vorzulegen.
Herr Hüvelmann berichtet, dass bei Erstellung der Vorlage nicht bekannt war, dass der
Bezirksregierung bei einer Antragsabgabe drei Angebote vorzulegen sind.
Ausschussvorsitzender Kunth fügt hinzu, dass demnach noch zwei weitere Angebote
angefordert werden müssen.
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt dem Rat der Gemeinde Vettweiß
einstimmig, sich eine unverbindliche Kostenschätzung zur Erstellung eines integrierten
kommunalen Entwicklungskonzeptes von Jung- Stadtkonzepte, Venloerstr.151, 50672
Köln vorlegen zu lassen.
Beschluss der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vom 25.08.2016
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