Daten
Kommune
Bad Münstereifel
Größe
19 kB
Datum
26.09.2017
Erstellt
14.09.17, 16:01
Aktualisiert
14.09.17, 16:01
Stichworte
Inhalt der Datei
An den
Rat der Stadt / Gemeinde Bad Münstereifel
Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian
Marktstr. 11-15
53902 Bad Münstereifel
Siegburg, 18.07.2017
Bezug:
Anlagen:
Bürgeranregung gem. §24 GO NRW: Adressweitergabe an
Bundeswehr, Widerspruch erleichtern
Sehr geehrteR BürgermeisterIn,
sehr geehrte Damen und Herren des Rates,
hiermit rege ich gem. § 24 GO NRW an:
Der Rat möge beschließen:
Jugendliche, bei denen die Weitergabe Ihrer Daten an die Bundeswehr
bevorsteht, werden ebenso wie deren Eltern angeschrieben und über die
beabsichtigte Datenweitergabe informiert. Dem Schreiben wird ein
Musterwiderspruch beigefügt.
Begründung:
Städte und Gemeinden geben der Bundeswehr die Namen und Adressen
von jungen Menschen, die demnächst volljährig werden. Diese schickt
dann an diese Adressen Werbe- und Informationsmaterial zum Dienst in
der Bundeswehr.
Übermittelt werden jeweils bis zum 31. März die Daten zu Personen mit
deutscher Staatsangehörigkeit, die im Jahr darauf volljährig werden.
Jugendliche, aber auch deren Eltern, können der Datenweitergabe durch
die Meldebehörden an die Bundeswehr widersprechen. Dies ist in § 58c
Abs. 1 S. 2 Soldatengesetz mit Verweis auf § 36 Abs. 2
Bundesmeldegesetz festgelegt.
Dort heißt es:
Eine Datenübermittlung nach § 58c Absatz 1 Satz 1 des
Soldatengesetzes ist nur zulässig, soweit die betroffene Person nicht
widersprochen hat. Die betroffene Person ist auf ihr Widerspruchsrecht bei
der Anmeldung und spätestens im Oktober eines jeden Jahres durch
ortsübliche Bekanntmachung hinzuweisen.
Demnach ist es verpflichtend, auf das Recht zum Widerspruch gegen die
Adressweitergabe durch ortsübliche Bekanntmachung hinzuweisen. Leider
wird diese Information jedoch von vielen Betroffenen nicht
wahrgenommen. Im Sinne einer bürgernahen Verwaltung ist es daher
sinnvoll, die Jugendlichen direkt anzuschreiben, sie auf ihr
Widerspruchsrecht hinzuweisen und eine entsprechende
Widerspruchsmöglichkeit als Musterwiderspruch beizufügen.
Dabei wäre es wünschenswert, das Musterschreiben so abzufassen, dass in
einem Zuge auch Widerspruch gegen andere
Datenweitergabemöglichkeiten eingelegt werden kann.
Ich wäre Ihnen mit Dank verbunden, wenn Sie mich über den Fortgang
informieren.
Mit freundlichen Grüßen