Daten
Kommune
Bad Münstereifel
Größe
149 kB
Datum
26.09.2017
Erstellt
14.09.17, 16:01
Aktualisiert
14.09.17, 16:01
Stichworte
Inhalt der Datei
STADT BAD MÜNSTEREIFEL
BERICHT IM RAHMEN DES
FINANZCONTROLLINGS
ZUM 30.06.2017
Stadt Bad Münstereifel
Bericht zum 30.06.2017
Inhaltsverzeichnis
1.
Vorbemerkung ............................................................................................................ 3
2.
Erträge und Aufwendungen......................................................................................... 3
2.1.
Abweichungsanalyse .................................................................................................. 4
2.2.
Erläuterungen zu den Abweichungen .......................................................................... 5
3.
Abwicklung Finanzplan ............................................................................................. 11
4.
Handlungsbedarf....................................................................................................... 12
Stand: 10.08.2017
Status: freigegeben
Seite 2 von 12
H:\20\Berichtswesen\Bericht_II_2017.doc
Stadt Bad Münstereifel
Bericht zum 30.06.2017
1.
Vorbemerkung
Als Teil des Internen Kontrollsystems (IKS) wurde im Jahr 2013 mit dem Aufbau eines
aussagekräftigen Berichtswesens begonnen, das den Entscheidungsträgern (Rat und
Verwaltungsführung) notwendige und unterstützende Informationen für operative und
strategische Entscheidungen liefern soll.
Weiter soll durch die Einrichtung eines kostenorientierten Finanzcontrollings auf Basis
des Berichtswesens die Wirtschaftlichkeit des Ressourceneinsatzes analysiert und Erfolgs- und Rationalisierungspotentiale aufgezeigt werden.
Weiter soll das Berichtswesen in Abstimmung mit Rat und Verwaltung schrittweise
durch detailliertere Betrachtungen einzelner Kostenstellen und Kostenarten ausgebaut
werden. Ein Softwaretool zur Analyse und zum interkommunalen Vergleich von Kennzahlen ist seit Mai 2014 im Einsatz. Auswertungen und Vergleiche werden in die folgenden Berichte bedarfsorientiert eingebaut.
2.
Erträge und Aufwendungen
Die Gliederung der Zeilen der nachfolgenden Abweichungsanalyse erfolgt analog zum
Muster des Gesamtergebnisplanes und der Gesamtergebnisrechnung, mit einer zusammenfassenden Übersicht des Gesamtergebnisses und nachfolgend der Erläuterung wesentlicher Abweichungen einzelner Ertrags- und Aufwandsarten.
Die Spalten im Bereich „von Januar bis Juni“ zeigen als „Plan“ die auf den Berichtszeitraum herunter gebrochenen Planwerte und als „Ist“ alle bis zum jeweiligen Berichtszeitraum vorgenommenen ergebniswirksamen Buchungen. Der Plan-/Ist-Vergleich wird
dann in absoluten und prozentualen Abweichungen vorgenommen.
Die Spalten im Bereich „Jahreswerte“ stellen das ‘Ist‘ des jeweiligen Berichtszeitraums
und die voraussichtlich noch anfallenden Buchungen bis zum Jahresende ins Verhältnis zum Jahreshaushaltsansatz. Der Plan-/Ist-Vergleich wird dann in absoluten und
prozentualen Abweichungen vorgenommen. Hieraus ist dann ein erster Überblick möglich, ob die Planung für das betreffende Jahr eintreten wird oder nicht.
Stand: 10.08.2017
Status: freigegeben
Seite 3 von 12
H:\20\Berichtswesen\Bericht_II_2017.doc
Stadt Bad Münstereifel
Bericht zum 30.06.2017
2.1. Abweichungsanalyse
Abweichungsanalyse für Ergebnisplan Juni 2017
von Januar bis Juni 2017
Ertrags- und Aufwandsarten
Plan
Steuern und ähnliche
Abgaben
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
+
Zuwendungen und allgemeine Umlagen
+
Sonstige Transfererträge
+
Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte
+
Privatrechtliche Leistungsentgelte
+
Kostenerstattungen und
Kostenumlagen
+
Sonstige ordentliche Erträge
+
Aktivierte Eigenleistungen
+/- Bestandsveränderungen
10. = Ordentliche Erträge
9.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
-
Personalaufwendungen
-
Versorgungsaufwendungen
-
Aufwendungen für Sachund Dienstleistungen
Bilanzielle Abschreibungen
-
Transferaufwendungen
-
Sonstige ordentliche Aufwendungen
=
Ordentliche Aufwendungen
=
Ergebnis der laufenden
Verwaltungstätigkeit
(= Zeilen 10 und 17)
+
Finanzerträge
18.
19.
20.
21.
22.
23.
24.
-
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen
=
=
Finanzergebnis
(=Zeilen 19 und 20)
Ordentliches Ergebnis
(Zeilen 18 und 21)
+
Außerordentliche Erträge
-
Außerordentliche Aufwendungen
=
Außerordentliches Ergebnis
(= Zeilen 23 und 24)
=
Jahresergebnis
(= Zeilen 22 und 25)
25.
26.
Stand: 10.08.2017
Status: freigegeben
abs.
Abw.
Ist
Prognose Jahreswerte
proz.
Abw.
Plan
Ist
abs.
Abw.
proz.
Abw.
9.847.834
8.025.618
-1.822.216
-19
19.695.668
21.142.497
1.446.829
7
5.801.771
3.778.594
-2.023.177
-35
11.603.542
7.697.673
-3.905.869
-34
48.750
42.422
-6.328
-13
97.500
90.881
-6.619
-7
1.626.602
1.556.003
-70.599
-4
3.253.204
3.351.523
98.319
3
177.290
235.110
57.820
33
354.581
449.332
94.751
27
164.033
170.716
6.683
4
328.066
345.309
17.243
5
488.225
322.048
-166.177
-34
976.454
886.656
-89.798
-9
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
18.154.505
14.130.511
-4.023.994
-22
36.309.015
33.963.871
-2.345.144
-6
3.344.073
2.834.225
-509.848
-15
6.688.145
6.679.242
-8.903
0
338.304
406.143
67.839
20
676.607
790.446
113.839
17
4.576.288
3.352.836
-1.223.452
-27
9.152.577
8.899.162
-253.415
-3
1.719.335
1.696.548
-22.787
-1
3.438.670
3.468.929
30.259
1
8.859.805
7.551.277
-1.308.528
-15
17.719.610
14.950.725
-2.768.885
-16
1.416.957
973.211
-443.746
-31
2.833.914
2.182.705
-651.209
-23
20.254.762
16.814.240
-3.440.522
-17
40.509.523
36.971.209
-3.538.314
-9
-2.100.257
-2.683.729
-583.472
28
-4.200.508
-3.007.338
1.193.170
-28
328.500
656.060
327.560
100
657.000
656.060
-940
0
396.421
300.380
-96.041
-24
792.841
743.290
-49.551
-6
-67.921
355.680
423.601
-624
-135.841
-87.230
48.611
-36
-2.168.178
-2.328.049
-159.871
7
-4.336.349
-3.094.568
1.241.781
-29
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
-2.168.178
-2.328.049
-159.871
7
-4.336.349
-3.094.568
1.241.781
-29
Seite 4 von 12
H:\20\Berichtswesen\Bericht_II_2017.doc
Stadt Bad Münstereifel
Bericht zum 30.06.2017
2.2. Erläuterungen zu den Abweichungen
Nachfolgend werden die größeren Abweichungen zwischen Planung und Ist erläutert.
2.2.1 Erträge
Steuern und ähnliche Abgaben
Bei den Steuern und ähnlichen Abgaben ergibt sich zur Jahresmitte noch eine Abweichung von -19% zum Haushaltsansatz. Ursächlich für diese Abweichung sind noch
nicht eingegangene Abschläge bei den Gemeindeanteilen an der Einkommen- und
Umsatzsteuer sowie zum Familienleistungsausgleich. Die Abschlagszahlungen für das
zweite Quartal werden erst zum 30.07. durch die Bezirksregierung geleistet.
In der Jahresbetrachtung werden folgende Prognosen abgegeben:
Bei den Erträgen der Grundsteuer A und B wird zum Jahresende mit Mehrerträgen von ca. 45 T€ gerechnet.
Bei der Gewerbesteuer ergeben sich mit aktuellem Stand zum 31.12.2017
durch größere Nachveranlagungen Mehrerträge von rd. 1,2 Mio. €. Diese Erträge führen jedoch auch zu höheren Aufwendungen für die Gewerbesteuerumlage und den Fond deutscher Einheit (Position „Transferaufwendungen“). Die Ertragsposition ist laufend zu beobachten.
Bei der Hundesteuer wird mit Mehrerträgen von ca. 9 T€ und bei der Zweitwohnungssteuer von rd. 15 T€ gerechnet.
Der Haushaltsansatz der Fremdenverkehrsabgabe wird zum Jahresende nach
derzeitigem Stand in etwa erfüllt.
Bei der Vergnügungssteuer ergeben sich zum Jahresende aktuell Mindererträge von ca. 20 T€.
Bei den Erträgen zum Familienlastenausgleich ergeben sich zum Jahresende
voraussichtlich Mehrerträge von rd. 17 T€.
Mit derzeitigem Stand kann bei den Gemeindeanteilen an der Umsatzsteuer mit
Mehrerträgen von 16 T€ und bei der Einkommensteuer von 132 T€ zum 31.12.
kalkuliert werden.
Stand: 10.08.2017
Status: freigegeben
Seite 5 von 12
H:\20\Berichtswesen\Bericht_II_2017.doc
Stadt Bad Münstereifel
Bericht zum 30.06.2017
Voraussichtlich ergeben sich zum Jahresende bei der Ertragsposition Steuern und
ähnliche Abgaben Mehrerträge von insgesamt rd. 1,4 Mio. €.
Zuwendungen und allgemeine Umlagen
Bei den Erträgen aus Zuwendungen und allgemeinen Umlagen ergibt sich zum Stichtag 30.06.2017 eine Ansatzunterschreitung von 35% und zum Jahresende von voraussichtlich 34% bzw. 3.905.869 €.
Im Bericht zum 1. Quartal 2017 wurden die Erträge und Aufwendungen im Asylbereich
mangels belastbarer Planungsgrundlagen noch mit dem jeweiligen kompletten Haushaltsansatz in der Hochrechnung zum 31.12. berücksichtigt.
Nunmehr können die voraussichtlich anfallenden Erträge und Aufwendungen zum Jahresende aufgrund aktueller Erkenntnisse und erhaltener Zahlungsmitteilungen der Bezirksregierung halbwegs belastbar kalkuliert werden.
Daher ergeben sich Mindererträge in einer Größenordnung von voraussichtlich rd. 4
Mio. € bei den Landeszuweisung zur Flüchtlingsbetreuung und -unterbringung (Sachkonten 414118 und 414119) aufgrund stark rückläufiger Zuweisungszahlen. Korrespondierend hierzu ergeben sich natürlich auch deutlich geringere „Transferaufwendungen“.
Mehrerträge bei den Zuweisungen und allgemeinen Umlagen ergeben sich
-
bei den Schlüsselzuweisungen von rd. 41 T€
-
durch eine Landeszuweisung zur Umsetzung von Maßnahmen der schulischen Inklusion von rd. 21 T€
-
durch eine Landeszuweisung zur Errichtung von Warnsystemen zum Schutz der
Bevölkerung von knapp 24 T€
-
durch einen einmaligen Kostenausgleich aus der Einhaltung des Tariftreue- und
Vergabegesetzes von 17 T€ sowie
-
bei den Erträgen aus der Sonderpostenauflösung von knapp 30 T€.
Stand: 10.08.2017
Status: freigegeben
Seite 6 von 12
H:\20\Berichtswesen\Bericht_II_2017.doc
Stadt Bad Münstereifel
Bericht zum 30.06.2017
Sonstige Transfererträge
Bei den sonstigen Transfererträgen ergibt sich zum Berichtszeitpunkt und voraussichtlich auch zum Jahresende ein Abweichungen von 6 T€ zur Haushaltsplanung aufgrund
nicht eingetretener Ersatzleistungsfälle durch andere Sozialleistungsträger.
Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte
Die öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelte bleiben zum Berichtszeitpunkt noch mit
-4% hinter den Ansätzen zurück. Zum Jahresende wird sich nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch eine Ansatzüberschreitung von 98 T€ bzw. +3% ergeben.
Diese resultiert aus Mehrerträgen von ca. 220 T€ bei den Benutzungsgebühren Übergangsheime (Konto 432100). Die Gestellung einer Unterkunft ist aufgrund gesetzlicher
Änderung in vielen Fällen wieder über Benutzungsgebühren abzurechnen und nicht
wie bei der Haushaltsaufstellung angedacht als Sachleistung abzuwickeln. Auch ergeben sich Mehrerträge von voraussichtlich ca. 20 T€ bei den Erlösen aus der Altpapierverwertung (Konto 432151).
Dem gegenüber ergeben sich jedoch Mindererträge von voraussichtlich ca. 80 T€ bei
den Winterwartungs- und Straßenreinigungsgebühren (Konto 432109), 15 T€ bei den
Nutzungsgebühren Friedhof (Konto 432133), ca. 20 T€ bei den Benutzungsentgelten
eifelbad (Konto 432116) und von rd. 25 T€ bei Sachkonto 432150 – KWK-Zuschuss
Blockheizkraftwerke eifelbad. Aufgrund von zum Ende 2016 erreichten 30.000 Betriebsstunden wird hier keine Förderung mehr gewährt.
Privatrechtliche Leistungsentgelte
Bei den privatrechtlichen Leistungsentgelten wird zum Jahresende mit Mehrerträgen
von knapp 95 T€ bzw. +27% gerechnet. Hauptgrund für diese Mehrerträge ist die bei
der Haushaltsplanung nicht veranschlagte Zahlung von Mieten durch das Deutsche
Rote Kreuz an die Stadt als Eigentümerin der Kindergartengebäude.
Kostenerstattungen und Umlagen
Bei den Kostenerstattungen und Umlagen ergeben sich zum Berichtszeitpunkt und
auch in der Jahresbetrachtung Mehrerträge von 4% bzw. 5% gegenüber den geplanten
Ansätzen. Ursächlich hierfür sind wie im Bericht zum 31.03. bereits ausgeführt höhere
Verwaltungskostenbeiträge der Eigenbetriebe an die Stadt.
Stand: 10.08.2017
Status: freigegeben
Seite 7 von 12
H:\20\Berichtswesen\Bericht_II_2017.doc
Stadt Bad Münstereifel
Bericht zum 30.06.2017
Sonstige ordentliche Erträge
Bei den sonstigen ordentlichen Erträgen ergibt sich zum Berichtszeitpunkt eine Ansatzunterschreitung von -34%. Ursächlich hierfür sind die Zahlungstermine der Konzessionsabgaben (Konto 451100); die Abschläge zum 2. Quartal sind erst zum 01. bzw.
15.07. fällig und somit in der Stichtagsbetrachtung zum 30.06. noch nicht berücksichtigt.
Zum Jahresende ergibt sich nach derzeitigem Stand noch eine Ansatzunterschreitung
von -7% bzw. rd. 64 T€, begründet durch Mindererträgen bei den Konzessionsabgaben
(95 T€). Mehrerträge von aktuell 31 T€ ergeben sich bei Konto 459100 – Abwicklung
von Schadensfällen. Diese führen jedoch in der Gesamtbetrachtung des Haushaltes
nicht zu einer Ergebnisverbesserung, da sich die Schadensbeseitigung aufwandsseitig
niederschlägt.
2.2.2 Aufwendungen
Personalaufwendungen
Die Personalaufwendungen bleiben zum Berichtsstichtag 15% hinter den herunter gebrochenen Jahresansätzen zurück. Zum Jahresende wird der Ansatz bei den Personalaufwendungen nach derzeitigem Kenntnisstand nicht überschritten werden. Unwägbarkeiten ergeben sich aber bekannter Weise noch im Bereich der Rückstellungen für
nicht genommenen Urlaub und geleistete Überstunden im Rahmen der Jahresabschlusserstellung, sofern diese mit höheren Beträgen als geplant zu bilden sind.
Versorgungsaufwendungen
Zum Berichtszeitpunkt und auch zum Jahresende ergeben sich bei den Versorgungsaufwendungen durch eine Erhöhung der an die Versorgungskasse zu leistenden Abschlagszahlungen nunmehr entgegen der Prognose zum 1. Quartal Mehraufwendungen. Die ausgewiesene Jahresprognose kann sich jedoch noch durch im Rahmen der
Jahresabschlussarbeiten vorzunehmende Erstattungsbuchungen und eine höhere Entnahme aus der Versorgungsrückstellung verändern.
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen
Die Position der Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen setzt sich aus rund 120
Sachkonten zusammen.
Stand: 10.08.2017
Status: freigegeben
Seite 8 von 12
H:\20\Berichtswesen\Bericht_II_2017.doc
Stadt Bad Münstereifel
Bericht zum 30.06.2017
Zum Berichtsstichtag ergeben sich noch Minderaufwendungen von rd. 1,2 Mio. €. Diese begründen sich im Wesentlichen durch die erst in den Sommerferien laufenden
Maßnahmen der baulichen Unterhaltung (Konto 521500) in den Schulen.
Größere Minderaufwendungen ergeben sich mit aktuellem Kenntnisstand zum 31.12.
bei den Konten 524100 – Reinigung (8 T€), 524108 – Deponiegebühren (41 T€),
524121 - Betriebskosten (16 T€), 524122 – Desinfektion (30 T€), 529111 – Grabbereitungen (5 T€), 529148 – ordnungsbehördlich veranlasste Bestattungen gem. § 8 BestattG (5 T€), 529154 – Sicherheitsdienst (50 T€) sowie mit kleineren Beträgen bei diversen anderen Konten im Bereich der Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen.
Die im ersten Quartalsbericht zum Jahresende prognostizierten Minderaufwendungen
von 10 T€ bei Konto 529127 – Ablieferung Gebührenanteile Meldeamt – werden sich
nach derzeitigem Stand nicht ergeben.
Zum Jahresende wird mit einer Ansatzunterschreitung von ca. 253 T€ kalkuliert.
Bilanzielle Abschreibungen
Die bilanziellen Abschreibungen unterschreiten zum Berichtszeitpunkt den Ansatz noch
um 1%, in der Betrachtung zum Jahresende ergeben sich Mehraufwendungen von voraussichtlich rd. 30T €. Diese werden jedoch in großen Teilen durch entsprechende Erträge aus der zugehörigen Sonderpostenauflösung (Position „Zuwendungen und allgemeine Umlagen“) ergebniswirksam neutralisiert.
Transferaufwendungen
Die Transferaufwendungen bleiben zum 30.06.2017 mit -17% hinter dem heruntergebrochenen Jahresansatz zurück. Ursächlich hierfür sind die Fälligkeiten bei der Gewerbesteuerumlage und der Finanzierungsbeteiligung zum Fond deutsche Einheit (erste Fälligkeit hier erst 30.04., zweite Fälligkeit 31.07.) sowie wesentlich geringere Aufwendungen für laufende Leistungen (Konto 533921), einmalige Leistungen (Konto
533922) und Krankenhilfe (Konto 533923) an asylbegehrende Ausländer als planerisch
angenommen. Grund sind deutlich geringere Zuweisungszahlen als bei der Haushaltsaufstellung angenommen.
Zum Jahresende wird bei den vorgenannten Sachkonten im Bereich Asyl mit Minderaufwendungen von über 2,2 Mio. Euro gerechnet. Korrespondierend hierzu ergeben
Stand: 10.08.2017
Status: freigegeben
Seite 9 von 12
H:\20\Berichtswesen\Bericht_II_2017.doc
Stadt Bad Münstereifel
Bericht zum 30.06.2017
sich jedoch auch Mindererträge unter der Position „Zuwendungen und allgemeine Umlagen“.
Aufgrund der verbesserten Gewerbesteuerertragslage muss bei der Gewerbesteuerumlage und bei der Finanzierungsbeteiligung zum Fond deutsche Einheit mit Mehraufwendungen zum Jahresende von ca. 150 T€ gerechnet werden.
Im Aufwandsblock Kreisumlage (Sachkonten 537400, 537500, 537600, 537610) ergeben sich zum Jahresende Minderaufwendungen von insgesamt 615.404 €.
Grund hierfür ist zum einen eine Sonderauskehrung des Landschaftsverbandes aus
der Auflösung gebildeter Rückstellungen, die vom Kreis Euskirchen an die Kommunen
weitergegeben wurde. Für Bad Münstereifel ergibt sich aus der Sonderauskehrung ein
Betrag von 368.453,91 €.
Mit Bescheiden vom 04.07.2017 wurden die Kreisumlagen 2017 endgültig festgesetzt.
Gegenüber den geplanten Haushaltsansätzen 2017 ergeben sich Minderaufwendungen von insgesamt 246.951 €
Zum 31.12.2017 wird nach derzeitigem Kenntnisstand bei den Transferaufwendungen
von einer Ansatzunterschreitung von rd. 2,7 Mio. € ausgegangen.
Sonstige ordentliche Aufwendungen
Die sonstigen ordentlichen Aufwendungen setzen sich ebenfalls aus einer Vielzahl von
Konten zusammen. Zum Berichtszeitpunkt ergibt sich eine Ansatzunterschreitung von
31% und zum Jahresende von voraussichtlich 23% bzw. 650 T€.
Die zum Jahresende nach derzeitigem Stand kalkulierten Unterschreitungen ergeben
sich wie bereits im Bericht zum 31.03. erläutert durch Minderaufwendungen bei den
Mieten (Konto 542202) für Asylbewerberunterkünfte durch deutlich geringere Unterbringungszahlen sowie erlassene Haushaltssperren für die Planung eines Parkdecks
im Bereich der Feuerwache (Konto 542950) mit 217 T€ sowie für die Inanspruchnahme
externer Beraterleistungen zur Fertigstellung des Brandschutzbedarfsplans (Konto
542914) mit 35 T€. Durch wieder anziehende Zuweisungszahlen und/oder die Aufhebung der Haushaltssperren kann sich die aktuell ausgewiesene Ansatzunterschreitung
jedoch noch verändern.
Stand: 10.08.2017
Status: freigegeben
Seite 10 von 12
H:\20\Berichtswesen\Bericht_II_2017.doc
Stadt Bad Münstereifel
Bericht zum 30.06.2017
Finanzerträge
Die Überschreitung zum Berichtsstichtag bei den Finanzerträgen erklärt sich durch die
zur Jahresmitte bereits komplett verbuchten Eigenkapitalverzinsungen der Betriebe.
Auch der Konsolidierungsbeitrag des Forstbetriebes ist zum 30.06. bereits eingegangen. In der Jahresbetrachtung ergibt sich keine Abweichung zwischen Plan und Ist.
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen
Bei den Zinsen und sonstigen Finanzaufwendungen ergibt sich keine Änderung zu der
im Bericht zum 31.03.2017 abgegebenen Prognose. Zum Jahresende wird nach wie
vor mit Minderaufwendungen von ca. 50 T€ gerechnet.
3.
Abwicklung Finanzplan
Der Finanzplan weist zum 30.06.2017 folgende Ist-Zahlen aus:
Einzahlungs- und Auszahlungsarten
Steuern und ähnliche Abgaben
Zuwendungen und allgemeine Umlagen
Sonstige Transfereinzahlungen
Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte
Privatrechtliche Leistungsentgelte
Kostenerstattungen, Kostenumlagen
Sonstige Einzahlungen
Zinsen und sonstige Finanzeinzahlungen
Einzahlungen aus lfd. Verwaltungstätigkeit
Personalauszahlungen
Versorgungsauszahlungen
Auszahlungen für Sach- und Dienstleistungen
Zinsen und sonstige Finanzauszahlungen
Transferauszahlungen
Sonstige Auszahlungen
Auszahlungen aus lfd. Verwaltungstätigkeit
CASH FLOW AUS LFD.
VERWALTUNGSTÄTIGKEIT
Investitionszuwendungen
Veräußerung Sachanlagen
Veräußerung Finanzanlagen
Beiträge und ähnliche Entgelte
Stand: 10.08.2017
Status: freigegeben
Seite 11 von 12
von Jan. bis Juni 2017
8.365.667,66
3.004.815,85
738.640,41
1.692.940,20
271.532,34
209.908,84
517.863,63
656.101,88
15.457.470,81
2.757.053,80
406.529,62
3.420.862,08
818.097,59
7.507.040,46
1.103.635,08
16.013.218,63
-555.747,82
1.444.409,67
44.390,00
0,00
7.217,11
H:\20\Berichtswesen\Bericht_II_2017.doc
Stadt Bad Münstereifel
Bericht zum 30.06.2017
Sonstige Investitionseinzahlungen
Einzahlungen aus Investitionstätigkeit
Erwerb Grundstücke und Gebäude
Baumaßnahmen
Erwerb bewegliches Anlagevermögen
Erwerb Finanzanlagen
Aktivierbare Zuwendungen
Sonstige Investitionsauszahlungen
Auszahlungen aus Investitionstätigkeit
0,00
1.496.016,78
17.733,82
179.677,72
153.533,66
0,00
0,00
0,00
350.945,20
CASH-FLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT
1.145.071,58
FINANZMITTELÜBERSCHUSS/FEHLBETRAG
Kreditaufnahme investiv
Kreditaufnahme liquid
Kredittilgung investiv
Kredittilgung liquid
589.323,76
0,00
2.400.000,00
223.934,77
2.781.140,00
CASHFLOW AUS
FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
ÄNDERUNG DES BESTANDES EIGENER
FINANZMITTEL
Anfangsbestand an Finanzmittel
LIQUIDE MITTEL Stadt
-605.074,77
-15.751,01
-19.023.126,49
-19.038.877,50
Das Liquiditätskreditvolumen beträgt zum 30.06.2017 demnach 19.038.877,50 € und
liegt damit unterhalb des in § 5 der Haushaltssatzung für 2017 genehmigten Rahmens.
4.
Handlungsbedarf
Nach derzeitigem Stand wird das Jahresdefizit 2017 geringer ausfallen als planerisch
angenommen, im Wesentlich begründet in der aktuell verbesserten Gewerbesteuerertragslage. Die Position der Gewerbesteuer ist jedoch stets kritisch zu beobachten, Ertragseinbrüche sind nicht auszuschließen.
Somit ergibt sich aktuell für das Haushaltsjahr kein weitergehender Handlungsbedarf.
Stand: 10.08.2017
Status: freigegeben
Seite 12 von 12
H:\20\Berichtswesen\Bericht_II_2017.doc