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Mitteilungsvorlage (Anlage zur Mitteilungsvorlage 851-IX/Z-1)

Daten

Kommune
Bad Münstereifel
Größe
2,3 MB
Datum
05.09.2012
Erstellt
30.08.12, 18:12
Aktualisiert
30.08.12, 18:12

Inhalt der Datei

Wichtige Rufnummern Für den Notfall vorgesorgt Wichtige Rufnummern Vorsorge und Eigenhilfe in Notsituationen Polizei 110 Feuerwehr 112 Ärztlicher Notdienst Rettungsdienst Notfall Vergiftungen Apothekenbereitschaft Stadtwerke Im Notfall melden:  Wo ist was geschehen?  Was ist geschehen?  Wie viele Verletzte?  Welcher Art?  Warten auf Rückfragen! Im Brandfall melden:  Wo brennt es?  Was brennt?  Wie viel brennt (Umfang)?  Welche Gefahren? (Personen in Gefahr, Gasflaschen gelagert o. ä.)  Warten auf Rückfragen! Wenn möglich, weisen Sie Rettungskräfte an der Straße ein, z. B. wenn Haus­ nummern nur schlecht erkennbar sind oder sie zu einem Hinterhaus geleitet werden müssen. Die Kompetenz im Bevölkerungsschutz Impressum Herausgeber Bundesamt für Bevölkerungsschutz Für den Notfall vorgesorgt und Katastrophenhilfe (BBK) Vorsorge und Eigenhilfe in Notsituationen Postfach 1867, 53008 Bonn Telefon: 0228 – 99550 – 0 www.bbk.bund.de, info@bbk.bund.de Text & Redaktion Michael Schenk, BBK Grafische Konzeption & Gestaltung stilpunkt Design und Kommunikation, Köln  |  www.agentur-stilpunkt.de Fotografie Marcus Krueger, Berlin  |  www.marcuskrueger.com Florian Dreher, stilpunkt  |  www.agentur-stilpunkt.de Gerhard Uelpenich, BBK Markus Kauf (S. 12), EuToch (S. 14)  |  www.fotolia.com 11. Auflage, August 2009 Inhalt Für den Notfall vorgesorgt – Einleitung 4 Warum diese Broschüre? 5 Vorsorge und Eigenhilfe 6 Lebensmittel und Trinkwasser 7 Hygiene 8 Wasservorrat 9 Hausapotheke 10 Energieausfall 12 Rundfunkgerät 14 Warnungen im Internet 15 Notgepäck 16 Dokumentensicherung 18 Notruf 20 Hochwasser 22 Unwetter  26 Unwettergefahren  28 Hilfe zur Selbsthilfe 29 Brandschutz im Haus – Vorbeugender Brandschutz 30 Bevor es brennt 3 2 Rauchmelder 33 Wenn es brennt 34 Löschgeräte 35 Selbstschutz bei Gefahrstoffen – CBRN-Gefahren 36 Verhalten bei Gefahrstofffreisetzung 37 CBRN-Gefahrstoffe 38 Eigenschaften von CBRN-Gefahrstoffen 39 Checkliste 40 4 Für den Notfall vorgesorgt Einleitung 5 Warum diese Broschüre? Ist ein Notfall erst eingetreten, ist es für Vorsorgemaßnahmen zu spät. Das richtige Verhalten im Brandfall oder bei Unfällen kann nicht erst erlernt ­werden, wenn es zu einem Feuer oder einer Verletzung gekommen ist. Richtig helfen kann nur, wer sich schon vor einem Schadenereignis damit ausein­ ander gesetzt hat. Diese Broschüre möchte Ihnen hierzu Anregungen geben. Zum Beispiel, indem die Erste Hilfe erlernt und die Hinweise in dieser Broschüre berücksichtigt werden. Sie werden schnell feststellen, dass manches bekannt oder schon vorhanden ist. Oft sind nur wenig Aufwand oder Zeit erforderlich, um für sich und seine Familie eine solide Grundlage für mögliche Notfälle zu schaffen. Wenn Sie die Hinweise dieser Broschüre berücksichtigen und Ihre Kenntnisse in Erster Hilfe regelmäßig auffrischen, haben Sie ein gutes Stück „für den Notfall vorgesorgt“! Nachrichten über Unfälle und Katastrophen gehören zum täglichen Leben. Jeder kann von Großbränden, Hochwasser, Chemieunfällen, Stromausfall oder anderen plötzlich auftretenden Gefahren betroffen sein. Für eine umfassende Gefahrenabwehr steht der Bevölkerung ein umfangreiches Hilfeleistungs­system zur Seite. Während Feuerwehr und Rettungsdienst zur alltäglichen Hilfeleistung bereitstehen, unterhalten die Länder den Katastrophenschutz, um Katastrophen und Gefahren unserer technisierten Umwelt begegnen zu können. Der Bund verstärkt und ergänzt das integrierte Hilfe­leistungssystem für großflächige Gefahrenlagen und Krisen. Zusätzliche Fahrzeuge, freigestellte W ­ ehrpflichtige, Rettungshubschrauber des Zivilschutzes und das Technische Hilfswerk werden vom Bund zur Verfügung gestellt. Bund, Länder und Gemeinden arbeiten somit partnerschaftlich im Bevölkerungsschutz zusammen, um Bürgerinnen und Bür­ gern in einer Notsituation Hilfe zu leisten. Bis Hilfe eintrifft, vergeht jedoch Zeit – wertvolle Zeit, in der es vielleicht auf Minuten ankommt, die über das Leben von Menschen oder den Erhalt von Sachwerten entscheiden. Minuten, in denen jeder von uns auf seine eigenen Fähigkeiten angewiesen sein kann. Jeder muss sich fragen: Bin ich vorbereitet? Kann ich mir und anderen in Notsituationen helfen? 6 Vorsorge und Eigenhilfe Vorsorge und Eigenhilfe Alle wichtigen Verbrauchsgüter, besonders Lebensmittel, werden über ein gut funktionierendes Verteilersystem zum Einzelhandel transportiert. Das garantiert ständig frische Ware und erspart den großen und kleinen Lebensmittelhändlern die kostspielige Lagerhaltung. Aber dieses System ist auch störanfällig. Schon verschneite oder ver­eiste Straßen können kleine Ortschaften von der Lebensmittelversorgung abschneiden, Hochwasser – das hat zum Beispiel die Flutkatastrophe an der Elbe gezeigt – sogar ganze Regionen. 7 Lebensmittel und Trinkwasser Für alle Fälle sollte jeder Haushalt einen Vorrat an Lebensmitteln und Getränken für ein bis zwei Wochen anlegen. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass die Esswaren auch ohne Kühlung länger gelagert und (z. B. bei einem Stromausfall) auch kalt gegessen werden können. Bei Katastrophen, besonders aber in einem Verteidigungs­fall, muss auch mit einer Störung der Wasserversorgung oder sogar mit einer Verseuchung des Trinkwassers gerechnet werden. Der Mensch kann zwar unter Umständen drei Wochen lang ohne Nahrung, aber nur vier Tage ohne Flüssigkeit leben. Deshalb gehört zu jedem Notvorrat unbedingt eine ausreichende Menge Flüssigkeit. Zur De­ckung dieses Bedarfs eignen sich Mineralwasser, Fruchtsäfte oder sonstige länger lagerfähige Getränke. In unserer Checkliste finden Sie Tabellen, in denen der täg­ liche Bedarf eines Menschen an Nahrung und Getränken wiedergegeben ist. Bitte denken Sie hierbei auch an evtl. erforderliche Spezialkost, z. B. für Diabetiker, oder an Babynahrung. Auch zum Haushalt gehörende Tiere sollten bei der Bevor­ ratung berücksichtigt werden. Tipps für die Vorratshaltung  Nur Lebensmittel und Getränke bevorraten, die den üblichen Essge­wohn­ heiten der Familie entsprechen. Vorwiegend solche Lebensmittel, die un­ begrenzt oder längerfristig haltbar sind.  Lebensmittel möglichst kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahren. Auf luftdichte Verpackung achten.  Lebensmittel mit einer Haltbarkeit von bis zu achtzehn Monaten müssen mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen sein. Nicht gekennzeichnete, aber länger haltbare Lebensmittel mit dem Einkaufsdatum beschriften.  Nachgekaufte Vorräte nach „hinten“ stellen und die älteren Lebensmittel zuerst aufbrauchen, bevor ihr Haltbarkeitsdatum überschritten ist.  Im Hinblick auf einen möglichen Stromausfall vorzugsweise Lebensmittel bevorraten, die man auch kalt essen kann.  Gelegenheit zum Kochen vorbereiten, falls Strom oder Gas ausfallen. Der Handel bietet eine Reihe von Alternativen, wie Campinggaskocher u. ä., an. Überprüfen Sie Ihre Vorbereitung! Eine Checkliste finden Sie am Ende der Broschüre. 8 Vorsorge und Eigenhilfe 9 Hygiene Wasservorrat Wir Menschen haben uns an eine regelmäßige tägliche Hygiene Damit muss man bei Katastrophen rechnen. Gerade dann aber ist gewöhnt. Duschen, Zähneputzen, Händewaschen usw. dienen nicht ­Hygiene besonders wichtig, um den Körper vor Krankheiten zu nur dem Wohlbefinden, sondern auch der Gesundheit. Diese täglichen schützen und ihn widerstandsfähig Verrichtungen werden uns mit dem Komfort eines Badezimmers und zu halten. Auch unter erschwerten Bedingungen sollte also die Körper­ der jederzeitigen Verfügbarkeit von fließendem Kalt- und Warmwasser pflege konsequent weiter durch­ leicht gemacht. Was aber, wenn eines Tages die Energie ausfällt, geführt werden. In jeden Haushalt gehört daher ein ausreichender kein warmes Wasser mehr fließt und vielleicht das kalte Wasser nur Vorrat an Seife, Waschmittel und noch stundenweise verfügbar ist? Zahnpasta und eine rechtzeitige Bereithaltung von Wasser, gege­ benenfalls auch zur behelfs­mäßigen Spülung der Toiletten. Tipps zur Hygiene  Bei Katastrophen oder anderen lang andauernden Notfällen sollten alle größeren verfügbaren Gefäße, einschließlich Badewannen und Waschbecken, mit Wasser gefüllt werden. Mit diesem Wasser sollten Sie sparsam umgehen; bei längerer Wasserknappheit Einweggeschirr und -besteck benutzen, damit das Wasser nicht zum Spülen verwendet werden muss.  Bevorratetes Wasser kann durch Zusatz der im Campinghandel erhältlichen Entkeimungsmittel über einen längeren Zeitraum lagerfähig gemacht werden.  In Zeiten von Wassermangel bewährt sich auch eine Campingtoilette, dazu natürlich Toilettenpapier und Ersatzflüssigkeit.  Für viele Handhabungen sind Haushaltshandschuhe geeignet; sie sparen wasservergeudendes Händewaschen. Haushaltspapier hilft ebenfalls Wasser zu sparen und ist leicht zu entsorgen.  Müllbeutel dienen einer schnellen Abfallbeseitigung. Sie können auch für längere Zeit Abfälle aufnehmen, wenn z. B. der Müll nicht abgefahren wird. Überprüfen Sie Ihre Vorbereitung! Eine Checkliste finden Sie am Ende der Broschüre. 10 Vorsorge und Eigenhilfe 11 Hausapotheke Aufbewahrung Es gibt in fast jedem Haushalt eine Reihe von Medikamenten, Die Hausapotheke sollte gut sortiert in einem besonderen Schränkchen die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben. Das gleicht oft jedoch untergebracht werden; hoch auf­ gehängt, damit sie dem Zugriff von eher einer Sondermüll-Deponie als einer Hausapotheke. Die Medikamente kleinen Kindern entzogen ist. Ideal sind unter Umständen wirkungslos oder sogar gefährlich geworden. wäre eine Hausapotheke mit einem jedermann zugänglichen Verband­ Wenn nämlich das Haltbarkeitsdatum überschritten ist, kann sich eine mittelfach und einem verschließ­ flüssige Medizin zersetzen, Tabletten können zerfallen und Cremes baren Medikamententeil, wie man­ che Schränke für Badezimmer dies ranzig werden. Sie sind dann eher eine Gefahr als eine Hilfe, denn sie bereits vorsehen. Aber Achtung – das ent­wickeln unter Umständen neue, völlig unberechenbare Wirkungen. Bad ist nicht der ideale Platz. Wählen Sie für Ihre Hausapotheke einen we­ nig beheizten und trockenen Raum. Tipps zur Hausapotheke  Alles, was ein DIN-Verbandkasten (nach DIN 13164 Blatt 2) enthält, von der Mull-Kompresse über Verbandschere, Wunddesinfektionsmittel, Pflaster, Binden, bis hin zum Dreiecktuch, empfiehlt sich auch für Ihre Hausapotheke.  Ebenso Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen. Dabei ist es wichtig, alle flüssigen oder festen Medikamente mit Schachtel und zugehörender Herstellerinformation aufzuheben und auch die Ver­ ordnung des Arztes zu notieren. Zusätzlich empfehlen sich:  Erkältungsmittel  F ieberthermometer  Schmerzmittel  S plitterpinzette  Mittel gegen Durchfall  H  autdesinfektionsmittel  Mückenstich- und Sonnenbrandsalbe Es ist wichtig, das Verfallsdatum zu beachten. Bei mehr als fünf Jahren Halt­­barkeit braucht der Hersteller kein Verfallsdatum anzugeben. In solchen Fällen sollte man sich auf der Verpackung das Einkaufsdatum notieren. Überprüfen Sie Ihre Vorbereitung! Eine Checkliste finden Sie am Ende der Broschüre. 12 Vorsorge und Eigenhilfe 13 Energieausfall Auch Heizungen… Alle Bürger von Industrienationen sind heute abhängig von Selbst Heizungen sind vielfach ab­ hängig von Elektrizität, auch die unterschiedlichen Energiequellen. Hierzu gehören Strom, Gas, Ölheizung, denn der Transport des Öls vom Tank zum Brenner, Einsprit­ Öl und Fernwärme, die über Verteilernetze ins Haus geliefert werden. zung und Zündung funktionieren Wie abhängig man von dieser Versorgung ist, zeigen schon mittels Strom. Diese Funktionen können, wenn überhaupt, nur durch die Konsequenzen, die ein Stromausfall mit sich bringen kann – erhebliche und kost­spielige Um­ alle netzbetriebenen Geräte fallen aus. bauten von Hand ge­steuert werden. Hierzu gehören: Wecker, Warmwasserbereiter, Kaffeemaschine, Radio, Licht, elektrischer Herd, Telefon, Computer, Aufzüge, Geldautomaten und viele andere Dinge. Tipps zum Energievorrat Falls Öl-, Gas-, Fernwärme- oder Stromversorgung ausfallen, sollte jeder Haushalt alternative Möglichkeiten für diesen Notfall bereithalten. So lassen sich kleinere Mahlzeiten auch mit einem Spiritus- oder Trockenspirituskocher zubereiten. Auch Grill- und Holzkohle können unter Umständen hilfreich sein. Die fehlende Heizung kann in unseren Regionen über einen gewissen Zeitraum meist durch warme Kleidung ersetzt werden. Wer eine Heizmöglichkeit hat, die auch mit Kohle, Briketts oder Holz betrieben werden kann, sollte für den Not­ fall diese Brennstoffe bevorraten. Bei Ausfall des elektrischen Lichts kann man sich mit Kerzen, Taschenlampen oder Petroleumlampen behelfen. In jedem Fall müssen auch hier die Vorräte an Kerzen, Brennstoffen, Ersatzbirnen für Taschenlampen, Batterien und die Zündmittel wie Streichhölzer oder Feuerzeuge überprüft werden. Für einen Notvorrat sind Akkus weniger geeignet, da sie in geladenem Zustand den gespeicherten Strom nicht lange genug halten. Bei Stromausfall müssen sie aber vollständig geladen sein. Bedenken Sie, dass ein Energieausfall unter ungünstigen Umständen auch über mehrere Wochen anhalten kann. Der Freizeit- und Campinghandel hält eine Vielzahl von Geräten bereit, die in dieser Notsituation hilfreich sein können. Überprüfen Sie Ihre Vorbereitung! Eine Checkliste finden Sie am Ende der Broschüre. 14 Vorsorge und Eigenhilfe 15 Rundfunkgerät Warnungen im Internet Eine großflächige Katastrophe – wie z. B. Hochwasser – kann dazu Amtliche Gefahrenhinweise des Bundes erfolgen auch führen, dass Teile der Bevölkerung von der Außenwelt abgeschnitten im Internet. werden. Nur über Rundfunk, Fernsehen und andere elektronische Medien So kann eine Warnung unmittelbar können dann lebenswichtige Informationen die Hilfebedürftigen erreichen. auf der Startseite von ­www­.­t-online.­de eingestellt werden. Oft ist aber auch die Stromversorgung in Katastrophengebieten nicht mehr gewährleistet, dann fallen alle netzbetriebenen Geräte aus. Es gibt Rundfunkgeräte, die über Netzanschluss oder Batterien betrieben werden können. Damit Sie auch bei Stromausfall noch informiert werden können, ist ein solches Rundfunkgerät mit UKW- und Mittelwellenempfang besonders wichtig. Dazu gehören natürlich auch die für einen längeren Batteriebetrieb erforderlichen Reservebatterien. Tipps zum Rundfunkgerät  Sie benötigen ein Rundfunkgerät mit UKW und Mittelwelle, das auch für Batteriebetrieb geeignet ist.  Die Haltbarkeit von Batterien ist begrenzt. Herstellungs- und Haltbarkeits­ datum sind auf der Batterie oder Verpackung erkennbar. Der Fachhandel gibt auch über alternative Möglichkeiten Auskunft.  Legen Sie sich einen ausreichenden Batterievorrat an (achten Sie auf die unterschiedlichen Batteriegrößen!). Wälzen Sie den Vorrat, in dem Sie Ihren aktuellen Bedarf jeweils aus ihm decken und die entnommenen Batterien durch Neukauf ersetzen. Überprüfen Sie Ihre Vorbereitung! Eine Checkliste finden Sie am Ende der Broschüre. 16 Vorsorge und Eigenhilfe 17 Notgepäck Nicht vergessen Das Leck in einer Gasleitung, der Brand im Nachbarhaus,  oder SOS-Kapsel für Kinder mit Angaben zu deren Person eine sich abzeichnende Katastrophe oder sonstige Notfallsituation können Räumungen einzelner Gebäude oder sogar großflächigere und länger dauernde Evakuierungen erforderlich machen. In einem solchen Fall sollten Sie schnell ein Notgepäck zur Hand haben. Das  Behelfsmäßige Schutzkleidung:       Wetterschutzbekleidung, wie z. B. Seglerbekleidung (Jacke und Hose) oder langer Regenmantel mit Kapuze Strapazierfähige Schuhe mit hohem Schaft oder Gummistiefel mit möglichst dicken Sohlen Notgepäck darf nur so umfangreich sein, dass es ohne fremde Hilfe auch längere Zeit getragen werden kann. Zweckmäßigstes Transportmittel ist ein Rucksack, Ausweise, Geld, Wertsachen, gegebenenfalls Brustbeutel Benutzen Sie bei Gefahr durch radioaktive oder chemische Stoffe vorhan­ weil er dem Träger die Hände freilässt. Das Notgepäck soll die Zeit überbrücken dene behelfsmäßige Atemschutzmöglichkeiten wie z. B. Heimwerker- helfen, bis man in seine Wohnung zurückkehren kann. Mundschutz oder feuchte Tücher. Beachten Sie: Für Kleinkinder sollte ein Halsbeutel oder eine SOS-Kapsel mit Namen und Geburtstag sowie Anschrift der Eltern bereitliegen. Erhältlich ist die Kapsel bei den Sanitätsorganisationen, in Kauf- und Versandhäusern sowie in Apotheken und Drogerien. Zum Notgepäck gehören  Erste-Hilfe-Material, persönliche Medikamente  Rundfunkgerät mit UKW und Mittelwelle, auch für Batteriebetrieb, Reservebatterien  Wichtige persönliche Dokumente (wasserdicht verpackt) Näheres hierzu im Thema „Dokumentensicherung“  Verpflegung für zwei Tage in staubdichter Verpackung  Wasserflasche, Essgeschirr und -besteck, Dosenöffner  Taschenlampe mit Reservebatterien  Schlafsack oder Decke, evtl. Isoliermatte  Kleidung und Hygieneartikel Überprüfen Sie Ihre Vorbereitung! Eine Checkliste finden Sie am Ende der Broschüre. 18 Vorsorge und Eigenhilfe 19 Dokumentensicherung In jedem Haushalt sollten in einer Dokumentenmappe alle wich- Sie können Duplikate wichtiger Dokumente auch bei Freunden, tigen Dokumente (bzw. deren beglaubigte Abschriften oder Foto­kopien) Verwandten, Anwälten oder Banken hinterlegen. zusammengestellt sein. Für einen Notfall sollte ihr Aufbewahrungsort jedem Familienmitglied bekannt sein. Sind wichtige Papiere erst verloren Denken Sie daran, dass eine Reihe von Kopien gegebenenfalls beglau­ gegangen, so ist ihre Wiederbeschaffung unter Umständen schwierig oder bigt werden muss. sogar unmöglich. Eine Dokumentation Ihres Eigentums, z. B. in Form von Fotos, kann gegebenenfalls zur Vorlage bei der Versicherung hilfreich sein. In die Dokumentenmappe gehören  Familienurkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden) bzw. Stammbuch  Renten-, Pensions- und Einkommensbescheinigungen  Sparbücher, Aktien, Fahrzeugbrief etc.  Versicherungspolicen  Zahlungsbelege für Versicherungsprämien, insbesondere Rentenversicherung  Zeugnisse, Verträge, Grundbuchauszüge, Testament u. ä.  Patientenverfügung / Vollmacht Überprüfen Sie Ihre Vorbereitung! Eine Checkliste finden Sie am Ende der Broschüre. 20 Notruf 21 Notruf Die Zeit bis zum Eintreffen von Wenn Menschen verletzt worden sind, muss schnell gehandelt Rettungsdienst oder Feuerwehr werden. In den seltensten Fällen sind Rettungsdienst oder Feuerwehr muss durch selbstschutzmäßige Hilfeleistung überbrückt werden. sofort zur Stelle. Sie müssen erst über den Notruf alarmiert werden. Leisten Sie Erste Hilfe und sichern Grundlage jeder organisierten Hilfe ist daher ein funktionierendes ­ Sie die Unfallstelle ab. und bekanntes Notruf- und Alarmierungssystem. Überall in DeutschAchten Sie gegebenenfalls darauf, land ­erreichen Sie Feuerwehr oder Rettungsdienst kostenfrei über die dass Rettungskräfte eingewiesen ­Rufnummer 112 . Informieren Sie sich aber bitte auch über weitere werden, z. B. wenn eine Haus­ nummer schwer erkennbar ist. ­ortsbezogene Notfall-­Rufnummern. Richtiges Verhalten in einem Notfall 1. Sichern Sie, falls nötig, die Schadensstelle ab. 2. Leisten Sie die lebensrettenden Sofortmaßnahmen. 3. Rufen Sie über 112 oder eine der anderen Notrufnummern Hilfe herbei. 4. Zur Meldung gehören:     Wo ist es geschehen?       Was ist geschehen? Wie viele Personen sind verletzt? Welcher Art sind die Verletzungen? Warten Sie auf Rückfragen! 5. Leisten Sie Erste Hilfe bis der Rettungsdienst eintrifft. Handelt es sich um einen Unfall mit einem Gefahrgut-Transporter, so nennen Sie bitte die oberen Zahlen auf der orange­farbenen Warntafel am Fahrzeug. 33 1203 Der Notruf mittels Mobiltelefon oder öffentlichem Fernsprecher ist kostenfrei! 22 Hochwasser 23 Hochwasser Teile Deutschlands können von Hochwasser bedroht sein, wobei die klimatischen Entwicklungen eine Zunahme derartiger Ereignisse erwarten lassen. Bund, Länder und Gemeinden investieren hohe Summen in den vorbeugenden Hochwasserschutz. Aber auch der Einzelne muss durch gezielte Vorbereitungsmaßnahmen zur Schadensbegrenzung bei­ tragen. Wir möchten Ihnen hierzu einige Hinweise geben. Wichtig: Erfragen Sie bei Ihrer Kommune die für Ihre Wohnlage kritische Hochwassermarke. Als vorbereitende Maßnahmen empfehlen sich:  Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon zum Abdichten von Türen und Fenstern sowie zusätzlich Sandsäcke bevorraten.  Gefährliche Stoffe oder Chemikalien rechtzeitig auslagern.  Wertvolle Möbel oder Geräte aus gefährdeten Räumen auslagern.  Verwenden Sie wasserbeständige Baustoffe und Versiegelungen in gefährdeten Räumen.  Heizöltank gegen Aufschwimmen sichern (vertikale Rückverankerung oder Ballastierung, z. B. durch Erdabdeckung bei drohender Gefahr). Möglichst Tanks verwenden, die für den Lastfall „Wasserdruck von außen“ geeignet sind. Absperrmöglichkeiten von Leitungen vorbereiten. Die normale Versorgung mit Strom, Lebensmitteln und Trinkwasser kann be­ Unter Umständen benötigen Sie: einträchtigt oder unterbrochen werden. Dies kann auch nach Ende der  Lebensmittel- und Trinkwasservorrat unmittelbaren Gefahr durch Schädigung der Infrastruktur noch anhalten.  netzunabhängiges Radio und ausreichend Reservebatterien  netzunabhängige Notbeleuchtung  netzunabhängige Kochgelegenheit  trockene Lagerbereiche für Holz und Kohle, falls entsprechende Öfen im Notfall zur Verfügung stehen  Ersatztoilette Beachten Sie auch unsere Hinweise zu den Themen „Notgepäck“ und „Dokumentensicherung“. Zur Sicherheit berücksichtigen:  Versorgung hilfebedürftiger oder kranker Personen planen. Organisieren Sie die Möglichkeit rechtzeitiger „Evakuierung“ zu Verwandten oder Freunden außerhalb der Gefahrenzone.  Evakuierung von Tieren vorbereiten.  Im Gefahrenfall können Festnetztelefon und auch Mobilfunknetz ausfallen. Sprechen Sie daher gegebenenfalls mit Nachbarn Not- und Gefahrenzeichen ab.  Informieren Sie jedes Familienmitglied über die getroffene Gefahrenvorsorge, richtiges Verhalten und wichtige Bestandteile der privaten Vorsorge. Sprechen Sie über die „Rollenverteilung“ im Ernstfall, z. B. darüber, wer Haupt­ schalter und Absperrventile bedient und wer die Mappe mit den persönlichen Dokumenten an sich nimmt. 24 Hochwasser 25 Hochwasser Bei drohendem Hochwasser: Besondere Gefahren bei Hochwasser  Verfolgen Sie aktuelle Wettermeldungen und Hochwasserwarnungen über entstehen durch Unterspülung von Wegen, Brücken, Dämmen etc., aber auch regionale Rundfunksender und Videotexttafeln regionaler Fernsehsender. durch mitgeführtes Treibgut. Ausgelaufene Schadstoffe wie Heizöl, Reinigungs- Informieren Sie gegebenenfalls zusätzlich ihre Mitbewohner. und Pflanzenschutzmittel, aber auch Fäkalien und Unrat, sind ein gesundheit­  Überprüfen und ergänzen Sie getroffene Vorsorgemaßnahmen. liches Risiko. Trinkwasser kann verunreinigt sein.  Räumen Sie gefährdete Räume aus.  Dichten Sie gefährdete Türen und Fenster, Abflussöffnungen etc. ab. Nach dem Hochwasser  Sichern Sie Heizung und elektrische Geräte in bedrohten Räumen,  Entfernen Sie Wasserreste und Schlamm, pumpen Sie betroffene Räume erst bzw. schalten Sie diese ab, z. B. die Tiefkühltruhe im Keller. Stromschlaggefahr entsteht bereits bei Kondenswasser!  Überprüfen Sie Hausentwässerungsanlagen und Rückstauklappen im Keller.  Entfernen Sie rechtzeitig Fahrzeuge aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen.  Verständigen Sie bei Austritt von Schadstoffen die Feuerwehr. leer, wenn das Hochwasser abgeflossen und der Grundwasserspiegel ausrei­ chend gesunken ist. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Bodenwanne des Gebäudes beschädigt wird. Achten Sie auf die Informationen Ihrer Gemeinde.  Entfernen oder öffnen Sie zur Kontrolle Fußbodenbeläge und Verkleidungen.  Trocknen Sie betroffene Bereiche schnellstmöglich, um Bauschäden, Schimmelpilzbefall oder anderem Schädlingsbefall entgegen zu wirken. Heizgeräte können den Trocknungsvorgang unterstützen, sie können evtl. Zusätzlicher Hinweis zu Kraftfahrzeugen:  Befahren Sie keine überfluteten Straßen. Dringt Wasser in den Motorraum, droht erheblicher Schaden; zudem liegt die Betriebstemperatur eines Katalysators bei rund 700°C, plötzliche Abkühlung kann zum Zerspringen des Keramikkopfes führen.  Steht das Fahrzeug bis zur Ölwanne oder bis über die Räder im Wasser, keinesfalls starten, sondern abschleppen und in der Werkstatt überprüfen lassen. ausgeliehen oder gemietet werden.  Lassen Sie beschädigte Bausubstanz überprüfen (Statik).  Nehmen Sie elektrische Geräte und Anlagen erst nach Überprüfung durch den Fachmann wieder in Betrieb.  Lassen Sie Heizöltanks auf Schäden überprüfen.  Bei Freisetzung von Schadstoffen, wie z. B. Pflanzenschutzmitteln, Farben, Lacken, Reinigern oder Heizöl, verständigen Sie die Feuerwehr. Entsorgung ist gegebenenfalls über Fachfirmen erforderlich.  Benutzen Sie Ölbindemittel nur in Absprache mit der Feuerwehr. Retten Sie Leben  Menschenrettung geht über die Erhaltung von Sachwerten!  Räume, in denen gearbeitet wird, sollten Sie stets gut belüftet halten. Bei freigesetzten Schadstoffen nicht rauchen und offenes Feuer vermeiden.  Keine Rettungsversuche ohne Eigensicherung, rufen Sie Hilfe!  Entsorgen Sie verunreinigte Möbel und Lebensmittel sachgerecht.  Bringen Sie Kinder vor Eintritt der Gefahr aus dem Überschwemmungsgebiet  Obst, Gemüse oder Salat aus überschwemmten Gebieten nicht verzehren. in Sicherheit!  Betreten Sie Uferbereiche wegen der Unterspülungs- und Abbruchgefahr nicht! Dies gilt auch für das Befahren überfluteter oder teilüberfluteter  Verständigen Sie bei mit Schadstoffen (z. B. Öl), verunreinigten Gärten oder Feldern das Landratsamt oder das Amt für Landwirtschaft.  Nach dem Rückgang des Hochwassers kann es zum verstärkten Auftreten Straßen! Beachten Sie die Absperrungen und folgen Sie den Anweisungen der von Schädlingen wie z. B. Stechmücken kommen. Insektenschutzmittel Gemeinde und der Einsatzkräfte! sollten daher bevorratet sein oder kurzfristig beschafft werden.  Fahren Sie auf Hochwasser führenden Gewässern wegen der Wellenbildung und der Gefahr von Unterwasserhindernissen nicht mit einem Privatboot Über Hochwasser und andere Gefahren informiert Sie das deutsche Notfallvor­ „spazieren“! sorge-Informationssystem „deNIS“ unter www.denis.bund.de. Informieren Sie sich auch bei den zuständigen Behörden Ihrer Gemeinde und Ihrer Feuerwehr. 26 Unwetter 27 Unwetter Unwetter können so plötzlich auftreten, dass eine Vorbereitung kaum möglich ist. Oftmals kündigen sie sich jedoch an und werden über Unwettervorhersagen, z. B. online durch den Deutschen Wetterdienst auf www.dwd.de, erfasst. Informieren Sie sich gegebenenfalls rechtzeitig. Gefahr für Leib und Leben drohen bei Unwettern immer wieder durch lose Äste, Verhalten bei Gewittern  Meiden Sie aufragende Bäume, Masten, Antennen und dergleichen. Verwenden Sie keine Regenschirme. Suchen Sie Schutz in einem Gebäude oder gehen Sie mit eng zusammen stehenden Füßen, möglichst in einer Mulde, auf den Fußballen in die Hocke.  Bleiben Sie beim Autofahren im Fahrzeug und berühren Sie keine blanken Metallteile. umstürzende Bäume oder gelöste Dachpfannen. Meiden Sie dann möglichst  Halten Sie zu Überlandleitungen einen Mindestabstand von 50 Metern ein. gefährdete Bereiche, z. B. Wälder. Bei Starkregen können Straßen sehr schnell  Durch einen Blitz kann es zu Überspannungen kommen. überflutet werden, durch den Wasserdruck in der Kanalisation Kanaldeckel ange­ Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die Blitzschutzanlage Ihres Hauses. hoben und versetzt werden. Lassen Sie daher als Verkehrsteilnehmer Vorsicht Nehmen Sie empfindliche Geräte vom Netz oder verwenden Sie Überspan­ walten und rechnen Sie jederzeit mit Hindernissen. Stellen Sie fest, dass z. B. durch überflutete Keller Heizöl oder andere gefährliche Substanzen freigesetzt wurden, verständigen Sie die Feuerwehr. nungsschutz, entsprechende Geräte sind im Handel erhältlich.  Ein Blitzeinschlag kann Mauerwerk erheblich beschädigen und Risse oder Brüche verursachen. Tipps bei Unwettern Generell sollten Sie bei Unwettern griffbereit haben:  ein netzunabhängiges UKW-Radio mit ausreichenden Batterien,  netzunabhängige Lichtquellen wie Taschenlampen und Kerzen,  Notgepäck mit wichtigen Dokumenten, falls Sie Ihre Wohnung verlassen müssen. Eine Dokumentation Ihres Eigentums in Form von Fotos o. ä. sollte enthalten sein. Wird das Gebäude beschädigt, kann dies für die Versicherung sehr hilfreich sein. Wenn Sie Haus- oder Nutztiere haben, können diese durch ein Unwetter stark verängstigt werden. Versuchen Sie, beruhigend auf die Tiere einzuwirken und achten Sie darauf, dass die Tiere den schützenden Bereich nicht verlassen können. Bitte beachten Sie die Unwetterwarnungen in den Medien 28 Unwetter Unwettergefahren Hagel und Wirbelstürme 29 Hilfe zur Selbsthilfe Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sollte jeder Bürger in der Lage sein, Zusätzliche Gefahren sind Hagel oder Wirbelstürme („Windhosen“). sich selbst und anderen zu helfen. Der Notruf und die Erste Hilfe sind Grundlagen Letztere führen, durch den heftig rotierenden Schlauch des Trichters, einer Reihe von Maßnahmen, die wie die Glieder einer Kette ineinander greifen, Trümmer und Schmutzteile mit sich. um das Leben verletzter oder erkrankter Personen zu retten. Die Teilnahme an Bei Hagel und Wirbelsturm sollten Sie zusätzlich beachten: einem Lehrgang der Hilfsorganisationen ermöglicht es Ihnen, sich an einer  Schließen Sie die Roll- oder Fensterläden, Unfallstelle richtig zu verhalten und Hilfe zu leisten, bis Fachkräfte eintreffen. halten Sie sich von ungeschützten Öffnungen fern;  Suchen Sie einen tief liegenden Raum, z. B. Keller oder einen innen liegenden Leben kleine Kinder in Ihrem Haushalt, so bieten die Sanitätsorganisationen spezielle Lehrgänge zur Hilfeleistung am verletzten Kind an. Raum auf; Kraftfahrzeug, Wohnwagen und leichte Gebäude bieten mögli­ cherweise keinen ausreichenden Schutz.  Meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite wie z. B. Hallen; Eine Auffrischung älterer Kenntnisse kann niemals schaden! Die Hilfsorgani­ sationen bieten Ihnen auch in Ihrer Nähe Lehrgänge zur Ersten Hilfe an.  Bleiben Sie nicht im Freien! Suchen Sie ein festes Gebäude auf! Notfalls legen Sie sich mit dem Gesicht erdwärts und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen! Verhalten nach einem Unwetter  Kontrollieren Sie Ihr Umfeld auf Schäden, wie z. B. Wassereinbruch oder Glasbruch. Erste Hilfe lässt sich erlernen  Nehmen Sie elektrische Geräte nur in Betrieb, wenn diese nicht mit Feuchtigkeit in Berührung gekommen sind. Sie finden Ihren Ansprechpartner im Telefonbuch oder im Internet unter:  Ist jemand verletzt, leisten Sie Erste Hilfe und rufen Sie gegebenenfalls den Rettungsdienst.  Ist das Gebäude stark beschädigt, so verlassen Sie es und betreten Sie es erst wieder, wenn es von Fachleuten freigegeben wurde.  Wenn nach einem Sturm das Dach beschädigt wurde, so halten Sie sich aus dem Sturzbereich fern. Er beträgt ein Drittel der Höhe vom Boden zur Dachrinne. Verständigen Sie die Feuerwehr.  Malteser www.malteser.de  Arbeiter-Samariter-Bund www.asb.de  Johanniter-Unfall-Hilfe www.juh.de  Deutsches Rotes Kreuz www.drk.de  DLRG www.dlrg.de Lernen Sie Erste Hilfe bei den Hilfsorganisationen. 30 Brandschutz im Haus 31 Vorbeugender Brandschutz Alleine im Jahr 2004 starben durch Brände bundesweit etwa 450 Jeder Einzelne kann helfen, das Restrisiko durch Brände weiter zu Menschen, über 5 000 wurden verletzt und in privaten Haushalten gingen senken. Vorbeugend sollten bei Sachwerte von 1,3 Milliarden Euro in Flammen auf. Ursachen sind oft Um- und Erweiterungsbauten an Gebäuden – auch wenn dies Unkenntnis oder Fahrlässigkeit, wie z. B. die Anwendung von Spiritus oder durch die bauaufsichtliche Ge­ nehmigung nicht erzwungen anderen Brandbeschleunigern beim Grillen. wird – nur Materialien verwendet Die gesetzlichen Bestimmungen des vorbeugenden Brandschutzes sorgen dafür, werden, die der Entstehung und dass Gebäude in Deutschland außerordentlich feuersicher sind und ausreichende Ausdehnung von Bränden ent­ Rettungswege zur Verfügung stehen. So können die betroffenen Bewohner gegenwirken. Das Gleiche gilt auch entweder das Gebäude selbstständig verlassen oder durch Rettungsmaßnahmen für Renovierungs­arbeiten. Sie der Feuerwehr sicher erreicht werden. sollten sich hier in jedem Fall fach­ kundig beraten lassen. Brandgefahren Wenn es zu einem Brand kommt, dann sollten Sie dies möglichst frühzeitig be­ merken. Eine preiswerte und funktionssichere Möglichkeit ist der Einbau von Rauchmeldern. Hierüber erhalten Sie im nächsten Kapitel ausführliche Informationen. Bis zum Eintreffen der alarmierten Feuerwehr sollten Sie sich aber notfalls auch selbst helfen können, sofern keine Lebensgefahr besteht. Bei kleinen Entstehungsbränden können Sie u. U. durch den Einsatz eines Feuerlöschers, einer Löschdecke oder eines Wasserschlauches die Ausbreitung des Brandes verhindern. Über Notwendigkeiten und Möglichkeiten der Selbsthilfe informiert Sie gerne Ihre örtliche Feuerwehr.  Auch wo ein Feuerlöscher nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, z. B. im Auto, sollte man über seine Beschaffung nachdenken, denn der ADAC verzeichnet jedes Jahr 40 000 Autobrände.  Eine Löschdecke aus Wolle oder anderem geeigneten Material hilft, brennende Bekleidung abzulöschen.  Prägen Sie sich in Hotels, Diskotheken, Kinos etc. die Fluchtwege ein, bevor es zu einem Brand und evtl. Panik kommt. 32 Brandschutz im Haus 33 Bevor es brennt Rauchmelder Defekte an elektrischen Leitungen Gleichgültig, wo Sie sich aufhalten, Sie sollten sich stets vor einem möglichen oder Geräten, Unachtsamkeit im Brandausbruch darüber informieren ,   wie im Gefahrenfall das nächste Treppenhaus zu erreichen ist Haushalt oder im Umgang mit Feuer (Fahrstühle dürfen im Brandfall nicht benutzt werden!), können einen Brand entstehen welche vorbereitenden Maßnahmen gegebenenfalls zur Evakuierung lassen. Der sich dabei entwickelnde gehbehinderter Personen getroffen worden sind, Rauch kann Menschen im Schlaf  welche Möglichkeiten es gibt, einen Notruf abzusetzen, ersticken oder einen Fluchtweg  wo sich Feuerlöschgeräte befinden und wie sie zu bedienen sind. unbegehbar machen. Ein kleines Gerät an der Decke eines Bitte beachten Sie, dass  Flure und Treppenhäuser nicht durch Gegenstände eingeengt oder gar Zimmers oder Ganges kann Leben versperrt werden – der Fluchtweg muss ungehindert genutzt werden können; retten. Rauchmelder sind ungefähr  Türen in Rettungswegen geschlossen (aber niemals abgeschlossen) handgroße Geräte, die problem­ werden, um eine Brandausbreitung oder Verqualmung des Fluchtweges los montiert werden können und zu verhindern; akustisch alarmieren. Für Gehörlose gibt es die Möglichkeit der War­  Hydranten oder Feuerwehrzufahrten nicht blockiert sind;  die Sicherheitseinrichtungen des Hauses nicht beschädigt sind und Schäden sofort gemeldet werden; installiert werden, da Rauch nach oben steigt. In Küche oder Bad sollte auf eine  offenes Licht, wie Kerzen oder Feuer, nie unbeaufsichtigt ist; Montage verzichtet werden, da Koch- und Wasserdämpfe Fehlalarm auslösen  die elektrischen Anlagen und Einrichtungen in einwandfreiem Zustand können. Mehrere Rauchmelder können miteinander vernetzt werden, so dass im sind und nicht manipuliert werden; Wohnbereich installierte Geräte auch auf die Auslösung eines Melders im Keller­  zu Hause die wichtigsten Dokumente und Papiere griffbereit sind, bereich reagieren. falls es zu einer überraschenden „Evakuierung“ kommt Rauchmelder guter Qualität verfügen über einen Testknopf zur Kontrolle der (Hinweise hierzu finden Sie ergänzend im Thema „Dokumentensicherung“). nung durch Blitzlicht und Vibrationsgeber. Sie sollten an den höchsten Punkten Funktionsbereitschaft und zeigen die Notwendigkeit eines Batteriewechsels an. Weitere Informationen erhalten Sie im Fachhandel. Tipps zur Brandverhütung Tipps zur Installation  Im Keller: Entfernen Sie leicht brennbares oder überflüssiges Material, Rauchmelder sollten zur Warnung vor entstehenden Bränden in besonders  Auf dem Dachboden: Entrümpeln, entfernen Sie insbesondere gefährdeten Bereichen und in Fluchtwegen angebracht werden, vor allem in: brennbares Material aus den Ecken oder unter der Dachschräge,  Fluren vor Schlafräumen Stellen Sie Löschmittel bereit, z. B. Feuerlöscher, Wasserschlauch,  Kinderzimmern Löschdecke usw.,  Treppenhäusern  Lassen Sie Feuerlöscher regelmäßig prüfen und warten,  Kellern  Lernen Sie, Löschgeräte zu bedienen und vorhandene Löschmittel  richtig einzusetzen. Weitere Informationen bei Feuerwehr und Brandversicherungsanstalten. 34 Brandschutz im Haus 35 Wenn es brennt Löschgeräte Um die eigene Rettung oder die anderer Personen in einem Brandfall zu erleich­ Eine Brandschutzversicherung tern, sollten Sie Kenntnisse über das richtige selbstschutzmäßige Verhalten versichert Sie zwar gegen einen haben. Oberste Priorität hat die Sicherheit der Menschen. Wenn Sie einen Brand Brand­schaden, verhindert jedoch entdecken, so sollten Sie folgende Reihenfolge beachten: nicht den Ausbruch eines Feuers. Am 1. Entsteht das Feuer gerade, so unternehmen Sie augenblicklich erste Lösch­ Arbeitsplatz und in vielen privaten Haushalten sind Feuerlöscher vor­ versuche, um es schon „im Keim“ zu ersticken.  L öschversuche nur unternehmen, wenn keine Selbstgefährdung besteht! geschrieben. Deutlich sichtbar und  B  rennendes Fett oder andere flüssige Brennstoffe nie mit Wasser löschen! jedermann zugänglich weisen die  E lektrischen Strom vor Löschbeginn im Gefahrenbereich abschalten! rot lackierten Geräte auf diese Mög­  V  on unten nach oben und von der Seite zur Mitte hin löschen! lichkeit zur Brandbekämpfung hin.  B  etreten Sie niemals verqualmte Räume! Dort bilden sich tödliche Brand­ Größe und Inhalt der Feuerlöscher können variieren und sind abhängig gase. Schließen Sie die Tür und alarmieren Sie die Feuerwehr. von den gesetzlichen Vorschriften 2. Wenn Löschversuche nicht möglich sind: Fenster des Raumes schließen, falls dies ohne eigene Gefährdung möglich ist, ebenso die Tür des Raumes bzw. der potenziellen Brandgefahr. in dem es brennt. Hierdurch wird dem Feuer Sauerstoff entzogen. Darüber hinaus ist auch die Bedie­ nung durchaus unterschiedlich. 3. Feuerwehr rufen! 4. Personen warnen und in Sicherheit bringen (gegebenenfalls durch andere). 5. Feuerwehr erwarten und einweisen. Diese Löschgeräte sind für den Einsatz in der Entstehungsphase eines Brandes 6. Bis die Feuerwehr eintrifft, sollten Sie versuchen, die Brandausweitung zu er­ gedacht. Ihre Löschdauer ist zeitlich begrenzt. Der Fachhandel kann hierüber schweren. Tür zum Brandraum feucht halten, um Durchbrennen zu verzögern detailliert Auskunft geben. oder zu verhindern! 7. Wenn Sie das Gebäude oder die Wohnung, Etage etc. verlassen müssen, darauf Auch andere Hilfsmittel, von der Gießkanne über die Sprühflasche mit Zerstäuber achten, dass keine Person zurück bleibt. Türen zu Räumen, in denen es nicht bis zum Gartenschlauch, können in der Entstehungsphase eines Brandes effektiv brennt, sollten unverschlossen bleiben, um ggf. ein schnelles Absuchen zu un­ helfen. terstützen. Brandschutztüren und Brandabschnittstüren sind selbstverständ­ lich geschlossen. Keine Türen abschließen! Bei Räumen oder Fenstern, die nur mit Schlüssel zugänglich sind, Schlüssel für die Einsatzkräfte bereit halten. 8. Alle in Sicherheit? Außerhalb der Gefahrenzone sollten Sie feststellen, ob alle Tipps zum Löschgerät Hausbewohner in Sicherheit sind, denn bei einer vermissten Person muss die Feuerwehr immer davon ausgehen, dass sich diese eventuell im Gebäude und Informieren Sie sich vor Brandausbruch über eventuell vorhandene Löschgeräte somit in Gefahr befindet. und ihre Handhabung. Sie sollten auch bei einem Probealarm wie auf ein echtes Feuer reagieren. Wenn Sie eines Tages einen „echten“ Feueralarm für eine Probe halten Löschgeräte, die gesetzlich vorgeschrieben sind, müssen regelmäßig auf ihre Funktionsbereitschaft überprüft werden. und nicht reagieren, so kann dies Sie und die Einsatzkräfte in Gefahr bringen. Die Sicherheit von Menschen hat Vorrang vor allen Brandbekämpfungs­ maßnahmen! Weitere Informationen erhalten Sie durch Ihre Feuerwehr! Weitere Informationen bei Feuerwehr und Brandversicherungsanstalten. 36 Selbstschutz bei Gefahrstoffen 37 C B RN - Gefahren Verhalten bei Gefahrstofffreisetzung Gefahrstoffe sind entweder chemischer (C), biologischer (B) Bei Aufenthalt im Freien oder radiologischer (R) bzw. nuklearer (N) Natur. Sie begegnen uns überall: Als Ausgangsstoffe oder Zwischenprodukte in industriellen Prozessen, in Labors, in der Medizin, in der Forschung, als Brennstoff, z. B. in Atomkraftwerken, als Lagergüter, auf Verkehrswegen jeglicher Art, im Haushalt und an vielen anderen Stellen. Weil sie allgegenwärtig sind und weil schädliche Freisetzungen nicht gänzlich ausgeschlossen sind, haben die Gefahrenabwehrbehörden Vorkehrungen  Suchen Sie das nächste bewohnte Haus auf.  Bewegen Sie sich möglichst quer zur Windrichtung, atmen Sie durch einen Atemschutz, zumindest ein Taschentuch.  Wenn Sie bereits mit Gefahrstoffen in Kontakt gekommen sind, wechseln Sie beim Betreten des Hauses Oberbekleidung und Schuhe, lassen Sie diese außerhalb des Wohnbereichs zurück.  Waschen Sie sich zuerst Hände, dann Gesicht und Haare, ebenso Nase und Ohren.  Bei Freisetzung biologischer Stoffe ist eine Händedesinfektion zu empfehlen. getroffen, sie gegebenenfalls aufzuspüren, zu identifizieren und möglichst un­ schädlich zu machen. Zuständig sind in der Regel die örtlichen Feuerwehren, die über modernste technische Ausstattung hierfür verfügen. Unterwegs im Auto  Schalten Sie die Belüftung aus und schließen sie die Fenster.  Hören Sie Radio (UKW, Regionalsender) und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.  Fahren Sie zum nächsten bewohnten Gebäude. Beachten Sie nach dem Aussteigen die Hinweise zum Aufenthalt im Freien. Bei Aufenthalt im Gebäude  Bleiben Sie möglichst im Gebäude.  Nehmen Sie gefährdete Passanten vorübergehend auf.  Informieren Sie – falls erforderlich – andere Hausbewohner.  Schließen Sie Fenster und Türen.  Schalten Sie Ventilatoren und Klimaanlage aus, schließen Sie die Lüftungsschlitze, auch die an Fensterrahmen.  Suchen Sie einen Innenraum auf, möglichst ohne Außenfenster.  Bei radioaktiven Stoffen suchen Sie vorzugsweise einen Kellerraum auf.  Vermeiden Sie unnötigen Sauerstoffverbrauch, z. B. durch Kerzen.  Schalten Sie Ihr Radio (UKW, Regionalsender) oder das Fernsehgerät ein.  Beachten Sie die Durchsagen der Behörden.  Telefonieren Sie nur in Notfällen.  Benutzen Sie beim Eindringen von Gefahrstoffen vorhandene, behelfsmäßige Atemschutzmöglichkeiten, z. B. HeimwerkerMundschutz oder feuchte Tücher. 38 Selbstschutz bei Gefahrstoffen 39 C B RN - Gefahrstoffe Eigenschaften von CBRN-Gefahrstoffen Deutschlands Bürgerinnen und Bürger genießen den hohen Lebens- Chemikalien weisen ein sehr großes Spektrum an unterschiedlichen Wirkungen standard, den eine Industrienation bietet. Aber die Segnungen moderner Technik sind nicht ohne gewisse Risiken zu haben. Auch bei hohen sicherheitstechnischen Standards ist z. B. die Freisetzung gefährlicher Stoffe nicht absolut auszuschließen. Dies kann bei Produktion oder Transport geschehen, wie auch z. B. beim allzu sorglosen Umgang mit Reinigern im Haushalt. auf. Viele Stoffe sind brennbar oder gar explosiv, können ätzend wirken oder sind giftig. Manchmal haben sie auch mehrere Wirkungen gleichzeitig. In den meisten Fällen entfalten sie ihre größte Wirkung bei Aufnahme in den Körper. Dies kann über die Haut, durch Nahrungsaufnahme oder durch Einatmen gesche­ hen. Besondere Vorsicht ist bei gasförmigen Stoffen geboten. Da die meisten Gase und Dämpfe schwerer als Luft sind, können sie sich in Senken oder Keller­ räumen sammeln. Bei Chemikalienfreisetzung sind solche Örtlichkeiten deshalb zu meiden. Gefährliche Stoffe können gas- oder dampfförmig, flüssig oder fest auftreten. Ob eine Gefährdung gegeben ist, kann der Laie in der Regel nicht selbst ent­ Zu den biologischen Agenzien zählen Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten und Toxine. scheiden. Wenden Sie sich daher gegebenenfalls an die jeweilige Rettungsleit­ Sie können unter Umständen schwere Krankheiten beim Menschen auslösen. stelle (112) oder Giftnotzentrale (Telefonbuch) und achten Sie bei Ereignissen Eine Aufnahme in den Körper findet vor allem über die Lunge, den Verdauungs­ außerhalb Ihres Gebäudes auf die Durchsagen der Behörden im Radio oder durch trakt und die Haut (Wunden) statt. Bei Gefahr der Aufnahme über die Atemwege Lautsprecherfahrzeuge. sollte zumindest provisorischer Atemschutz genutzt werden, wie z. B. Heim­ werker-Mundschutz oder feuchte Tücher. Radioaktive Stoffe senden energiereiche, ionisierende Strahlung aus. Diese Strahlung schädigt lebende Zellen und kann diese abtöten oder Krebs hervor­rufen. Radioaktive Stoffe sind meistens Feststoffe. Die Aufnahme in den Körper kann durch Einatmen, Nahrungsaufnahme und über die Haut (Wunden) geschehen. Ein Teil der ionisierenden Strahlung, die Alpha-Strahlung (Teilchen­ strahlung) stellt bei Aufnahme in den Körper in Form von kleinsten Staub­partikeln ein hohes Gefahrenpotenzial dar. Hier hilft Atemschutz vor der Aufnahme in die Lunge. Die Strahlung selbst wird beim Durchdringen von Materie abge­ schwächt. In Kellerräumen ist die Abschwächung durch die darüber liegende Erdschicht und obere Stockwerke besonders groß. 40 Checkliste Checkliste Wichtig ist die Erkenntnis, dass es durch Brand, Unfall oder Katastrophe zu einer Situation kommen kann, in der man vorbereitet sein muss. Erste Hilfe und Brandbekämpfung kann man nicht mehr lernen, wenn das Ereignis schon eingetreten ist. Trinkwasservorräte lassen sich nicht mehr anlegen, wenn die öffentliche Wasserversorgung ausgefallen ist. Sorgen Sie vor! Ihre Stadt- oder Gemeindeverwaltung steht Ihnen für alle Fragen der Selbsthilfe zur Verfügung, die privaten Hilfsorganisationen bieten die Möglichkeit, sich rechtzeitig in Erster Hilfe (nach-) schulen zu lassen. Die folgende Checkliste gibt einen Überblick über Dinge, an die man für einen Notfall denken sollte. Ergänzen Sie auch die Telefonliste auf der Rückseite dieser 41 Lebensmittel und Getränke Die folgenden Empfehlungen finden Sie auf der Internetseite www.ernaehrungsvorsorge.de und entsprechen denen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin oder Rochusstraße 1, 53123 Bonn Homepage: www.bmelv.de Beispiel für einen 14 -tägigen Grundvorrat für eine Person. Dieser entspricht ca. 2 200 kcal pro Tag und deckt damit im Regelfall den Gesamtenergiebedarf ab. Ihr persönlicher Lebensmittelvorrat kann sich je nach Vorlieben oder diätetischen Bedürfnissen anders zusammensetzen. Beachten Sie bei Ihrer Planung jedoch auch, dass mit bestimmten Notfallsituationen auch ein Stromausfall verbunden sein kann. Aus diesem Grund berücksichtigt unser Beispiel nicht die Möglichkeit tiefgekühlter Vorräte. Broschüre durch die örtlich gültigen Notrufnummern, dies erspart im Bedarfsfall 2-Wochenvorrat zeitraubendes Suchen. Lebensmittelgruppe * Abtropfgewicht Menge Beispiel Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln 4,6 kg Vollkornbrot Zwieback Knäckebrot Nudeln Reis Hafer- / Getreideflocken Kartoffeln Gemüse, Hülsenfrüchte 5,6 kg Bohnen (Dose) Erbsen/Möhren (Dose) Rotkohl (Dose /Glas) Sauerkraut (Dose) Spargel (Glas) Mais (Dose) Pilze (Dose) Saure Gurken (Glas) Rote Beete Zwiebeln, frisch Obst 3, 5 kg Kirschen (Glas) 700 g* Birnen (Dose) 250 g* Aprikosen (Dose) 250 g* Mandarinen (Dose) 350 g* Ananas (Dose) 350 g* Rosinen 200 g Haselnusskerne 200 g Trockenpflaumen 250 g Obst, frisch (Äpfel, Birnen, Bananen, Zitrusfrüchte) 1 000 g 1 000 g 250 g 1 000 g 400 g 250 g 750 g 1 000 g 800 g* 900 g* 700 g* 700 g* 400 g* 400 g* 400 g* 400 g* 400 g* 500 g 42 Checkliste 43 Lebensmittel und Getränke  Getränke 1 24 Liter Fortsetzung Mineralwasser Stilles Wasser Zitronensaft Kaffee Schwarzer Tee 12 l 12 l 0,2 l 250 g 125 g 3l 700 g Milch, Milchprodukte 3,7 kg H-Milch Hartkäse Fisch, Fleisch, Eier 1,7 kg Thunfisch (Dose) 150 g* Ölsardinen (Dose) 100 g* Hering in Soße 100 g Bockwürstchen (Glas/Dose)300 g* Corned Beef (Dose) 250 g Leberwurst (Glas/Dose) 100 g Dauerwurst (z.B. Salami) 300 g 6 Eier 2 360 g Fette, Öle Sonstiges nach Belieben z. B. 1 0, 5 kg 0, 25 kg Öl (z. B. Maiskeim-, Oliven-, Sonnenblumenöl) 0,3 l Streichfett 250 g Zucker, Süßstoff, Honig, Mar­ melade, Schokolade, Jodsalz, Fertiggerichte (z. B. Ravioli, getrocknete Tortellini, Fertigsup­ pen), Kartoffeltrockenprodukte (z. B. Kartoffelbrei), Mehl, Instant­ brühe, Kakaopulver, Hartkekse, Salzstangen Bei dem vorgeschlagenen Getränkevorrat wurde über den reinen Bedarf an Trinkwasser hinaus ein Zuschlag vorgenommen, um unabhängig von der öffentlichen Trinkwasserversorgung auch über Wasser zur Zubereitung von Lebensmitteln wie z. B. Teigwaren, Reis oder Kartoffeln zu verfügen. 2 Kann auch durch Vollei, welches in einigen Lebensmittelgeschäften im Hausapotheke Was ist bereits vorhanden? Hautdesinfektionsmittel Wunddesinfektionsmittel Mittel gegen Erkältungskrankheiten Fieberthermometer Mittel gegen Durchfall Mückenstich- und Sonnenbrandsalbe Splitterpinzette Hygieneartikel Was ist bereits vorhanden? Seife (Stück), Waschmittel (kg) Zahnbürste, Zahnpasta (Stück) Müllbeutel (Stück) Campingtoilette, Ersatzbeutel (Stück) ja Rundfunkgerät mit UKW- und Mittelwellen­ empfang, für Batteriebetrieb geeignet Reservebatterien nein beschaffen Schmerzmittel Toilettenpapier (Rollen) Was ist bereits vorhanden? vorhanden Vom Arzt verordnete Medikamente Haushaltspapier (Rollen) Rundfunkgerät nein DIN-Verbandkasten Sets Einweggeschirr und Besteck (Stück) 1-Liter-Pack angeboten wird, ersetzt werden. ja Haushaltshandschuhe (Paar) Desinfektionsmittel, Schmierseife (Stück) Haushaltshandschuhe 44 Checkliste 45 Brandschutz Dokumentensicherung Was ist bereits vorbereitet? Was ist bereits vorhanden/erledigt? ja nein Keller und Dachboden entrümpeln Löschdecke (notfalls Wolldecke) Haben Sie eine Dokumentenmappe angelegt? Wassereimer Kübelspritze oder Einstellspritze Sind Dokumentenmappe oder wichtige Dokumente griffbereit? Garten- oder Autowaschschlauch Notgepäck Energieausfall Was ist bereits vorhanden? Was ist bereits vorhanden? vorhanden beschaffen Kerzen, Teelichte Behelfsmäßige Schutzkleidung Streichhölzer, Feuerzeug Wolldecke / Schlafsack Taschenlampe Unterwäsche, Strümpfe Reservebatterien Gummistiefel, derbes Schuhwerk Camping- / Spirituskocher mit Brennmaterial Dosenöffner und Taschenmesser strapazierfähige, warme Kleidung Taschenlampe Kopfbedeckung, Schutzhelm Schutzmaske / behelfsmäßiger Atemschutz Arbeitshandschuhe nein Sind von wichtigen Dokumenten Kopien vorhanden und diese ggf. beglaubigt? Behälter für Löschwasser Material zur Wundversorgung ja Sind Ihre Unterlagen zweckmäßig geordnet? Rauchmelder Essgeschirr / -besteck, Thermoskanne, Becher nein Haben Sie festgelegt, welche Dokumente unbedingt erforderlich sind? Feuerlöscher Persönliche Medikamente ja Heizgelegenheit Brennstoffe 46 Checkliste Persönliche Checkliste Informationsservice Gefahren und Schutzmöglichkeiten: Zu allen Fragen potenzieller Gefahren und Schutzmöglichkeiten wurde vom BBK das deutsche Notfallvorsorge-Informationssystem „deNIS“ eingerichtet. Es bietet im Internet unter www.denis.bund.de Informationen und Links zu den Bereichen der privaten Notfallvorsorge. „deNIS“ bietet die Zusammen­ fassung, Aufbereitung und Bereitstellung dieser Informationen, gibt Hinweise zum richtigen Verhalten und unterstützt die Suche im Internet. Unwetter und Hochwassergefahren: Aktuelle Gefährdungshinweise hält u. a. der deutsche Wetterdienst unter www.dwd.de für Sie bereit. Ernährung und Verbraucherschutz: Zu Fragen der Ernährung können Sie sich auch auf der Homepage des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmelv.de informieren. Informieren Sie sich auch im Internet unter www.denis.bund.de 47 Notizen Mit dem BBK steht Ihnen ein kompetenter Partner für die Notfallvorsorge im Bevölkerungsschutz zur Seite. Weitere Informationen hierzu und zu den anderen vielfältigen Aufgaben des BBK finden Sie auf unserer Homepage unter www.bbk.bund.de. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Provinzialstraße 93 53127 Bonn Postfach 1867, 53008 Bonn poststelle@bbk.bund.de