Daten
Kommune
Nettersheim
Größe
124 kB
Datum
26.09.2017
Erstellt
29.09.17, 09:08
Aktualisiert
29.09.17, 09:08
Stichworte
Inhalt der Datei
Beschluss
aus der 17. Sitzung des Rates der Gemeinde Nettersheim
(X. Legislaturperiode) am Dienstag, 26.09.2017
im Holzkompetenzzentrum in Nettersheim.
Punkt 27:
Öffentliche Sicherheit
- Vorlage 783 /X.L. -
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Kurth begründet eingangs den Anlass des Antrages
seiner Fraktion. Ziel sei es, die Verwaltung damit zu beauftragen, dringend mit der
Kreispolizeibehörde und ihrem Leiter, dem Landrat des Kreises, Gespräche zu führen,
dass derartige Personalverschiebungen zulasten einer Polizeiwache auch unter
Berücksichtigung des bekanntermaßen vorhandenen Personalmangels für das von
dieser Wache betroffene Versorgungsgebiet nicht zu vertreten seien.
Der Fraktionsvorsitzende der UNA-Fraktion bestätigt, dass seine Fraktion ein solches
Bestreben nur unterstützen könne und führt aus, dass in jedem Fall ein
entsprechender Protest erfolgen müsse.
Dies auch vor dem Hintergrund, dass alle Parteien im Land erklärt hätten, dass ihnen
die Sicherheit auch in der ländlichen Region ein großes Anliegen sei.
SPD-Fraktionsvorsitzender Mayer bringt vor, dass die Einhaltung der Wahlversprechen
der neuen CDU-Landesregierung auf eine entsprechende Personalverstärkung der
Polizei eingefordert werden müssten.
Auch Ratsmitglied Rosenbaum geht auf die besorgniserregende Versorgungssituation
des Südkreises mit rd. 80.000 Einwohnern und einer Versorgungsfläche von rd. 800
km2 mit zwischenzeitlich lediglich 4 Einsatzkräften in der Polizeiwache in Schleiden ein
und betont, dass hier dringender Handlungsbedarf bestehe.
Er führt in diesem Zusammenhang auch aus, dass die geschlossene
Ordnungspartnerschaft zwischen Gemeinde und Kreispolizei und die hiermit
verbundenen personellen wie finanziellen Aufwendungen der Gemeinde konterkariert
würden.
CDU-Fraktionsvorsitzender Kurth betont, dass seiner Fraktion durchaus die personelle
Problematik der Polizei im Land bekannt sei, die aus der entsprechenden
Personalpolitik der letzten Jahre herrühre und die in Anbetracht entsprechender
Ausbildungszeiten auch nicht so schnell behoben werden könne. Sicherlich könnten
aber die inneren Strukturen der Polizei und ihre Einsatzbereiche gegebenenfalls neu
bedacht werden und hierdurch Lösungsansätze zur Überbrückung der aktuellen
Personalnot gefunden werden.
Ratsmitglied Pospig bringt ebenfalls zum Ausdruck, dass in der Angelegenheit Druck
gemacht werden sollte, da gerade in Nordrhein-Westfalen in Anbetracht der
vorhandenen Ballungsgebiete eine entsprechende Unterversorgung im ländlichen
Raum bestehe.
Bürgermeister Pracht fasst das dargelegte gemeinsame Anliegen aller Fraktionen
zusammen und schlägt vor, dass der Gemeinderat die Verwaltung dahingehend
ermächtigen sollte, die diesbezügliche Sorge des Südkreises – gegebenenfalls auch in
Form eines gemeinsamen Vorgehens mit den anderen fünf Kommunen – gegenüber
dem Landrat als Leiter der Kreispolizeibehörde, dem Polizeibeirat als zuständigem
Gremium, in welchem 11 Kreistagsmitglieder vertreten sind und der als Bindeglied
zwischen Bevölkerung und Polizei diene und auch gegenüber dem Innenministerium
des Landes darzulegen und um Aufklärung der aktuellen Situation zu bitten.
Das Ergebnis dieser Gespräche und Verhandlungen sollte dann im Rahmen der
nächsten Sitzungsphase wieder am Ratstisch behandelt werden.
Ein
entsprechendes
Reaktionsschreiben
der
Gemeinde
auf
die
Presseberichterstattung an den Landrat sei bereits auf den Weg gebracht.
aktuelle
Beschluss:
Der
Bürgermeister
wird
beauftragt,
mit
den
zuständigen
Stellen
der
Kreispolizeibehörde und dem zuständigen Ministerium des Inneren im Land NordrheinWestfalen zwecks Aufklärung der aktuellen Situation der Polizeiwachen im Kreis
Euskirchen Kontakt aufzunehmen mit dem Ziel einer zufriedenstellenden
Versorgungssituation im gesamten Kreisgebiet.
Abstimmungsergebnis:
einstimmig ja
Niederschrift der Sitzung des Rates vom 26.09.2017
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