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Mitteilungsvorlage (Burg Bad Münstereifel Projektentwürfe des Masterstudienganges der FH Köln, Fakultät Architektur, Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege)

Daten

Kommune
Bad Münstereifel
Größe
19 kB
Datum
15.06.2010
Erstellt
10.06.10, 18:09
Aktualisiert
10.06.10, 18:09
Mitteilungsvorlage (Burg Bad Münstereifel
Projektentwürfe des Masterstudienganges der FH Köln, Fakultät Architektur, Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege) Mitteilungsvorlage (Burg Bad Münstereifel
Projektentwürfe des Masterstudienganges der FH Köln, Fakultät Architektur, Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege) Mitteilungsvorlage (Burg Bad Münstereifel
Projektentwürfe des Masterstudienganges der FH Köln, Fakultät Architektur, Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege)

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Inhalt der Datei

Stadt Bad Münstereifel Bad Münstereifel, den 20.04.2010 - Der Bürgermeister Az: 60.2 Sh/Hl. Nr. der Ratsdrucksache: 173-IX/Z-1 __________________________________________________________________________ Sitzungsfolge Termin Stadtentwicklungsausschuss 15.06.2010 Zur Mitteilung in öffentlicher Sitzung: __________________________________________________________________________ Bezeichnung der Mitteilung: Burg Bad Münstereifel Projektentwürfe des Masterstudienganges der FH Köln, Fakultät Architektur, Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege __________________________________________________________________________ Berichterstatter: Herr Laqua __________________________________________________________________________ ( ) Kosten €: ( ) Die Mittel stehen haushaltsrechtlich zur Verfügung ( ja / ( ) nein / ( Nothaushalt / Übergangswirtschaft ( Anlagen sind beigefügt ( ( ) Die Mittel müssen über/außerplanmäßig bereitgestellt werden. Deckung: Folgekosten: ( ) ja ( ) nein _________________ € jährlich __________________________________________________________________________ Ausgearbeitet: Beteiligt: Mitgezeichnet: GBA 10.2 PR AL Dez _________________ Bürgermeister __________________________________________________________________________ 1. Sachverhalt: In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 23.03.2010 wurden die Entwürfe der Studentinnen und Studenten zur Erneuerung des Gesamtbildes der Burg präsentiert. Aufgabenstellung war es das Erscheinungsbild der Burg insgesamt aufzuwerten und zu verbessern. Vor allem sollte aber eine gestalterisch schöne und verträgliche Lösung im Hinblick auf den Denkmalschutz gefunden werden. Insbesondere wurde die jetzige Situation der Terrasse mit den Plastikvorhängen und Sonnenschirmen wie auch die äußere Gestaltung mit den vielen Werbeanlagen neu bewertet. In einer zweiten Runde fanden sich am 15.04.2010 Herr Hillebrand, Herr Prof. Werling von der Fachhochschule Köln, Frau Dr. Herzog vom LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Herr Bürgermeister Büttner, Herr Laqua und die zuständigen Sachbearbeiterinnen zu einer Art Preisgericht zusammen. Als Eigentümer und Investor der Burg hat Herr Hillbrand für den besten und realisierbarsten Entwurf, also den 1. Preis, eine Reise nach Südamerika ausgelobt. Für ihn ist Seite 2 von Ratsdrucksache 173-IX/Z-1 wichtig neben der Äußeren Gestaltung auch Wirtschaftlichkeit der Gastronomie zu erhalten bzw. zu steigern. Aus Sicht der Denkmalpflege sollte auf jeden Fall eine Verbesserung der bisherigen Terrasse mit den sogenannten „Plastikfolien“ erfolgen. Die Terrasse ist ein wichtiger Punkt, für die man eine neue Lösung benötigt, die aber baulich so gestaltet wird, damit sie sich in dass Gesamtbild der Burg einfügt. Die Teilnehmer des Preisgerichts beurteilten insgesamt 6 Entwürfe der Studenten und Studentinnen, die nachfolgenden näher beschrieben sind: 1. Entwurf - von Maike Lausen Bei diesem Entwurf hat sich die Verfasserin nur um den Bestand der Burg gekümmert und den Neubau weggelassen. Er umfasst aber die Neugestaltung des Burghofs und des Restaurants. Hier handelt es sich um einen Entwurf, der eigentlich „am Thema vorbei geht“, aber dennoch gute Ansätze zeigt. 2. Entwurf - von Tobias Stüsser Der Entwurf beinhaltet im Grundriss eine neue Erschließung. Der Grundriss sieht eine Spindeltreppe in Keller zu den Toiletten vor. Der Zugang erfolgt nicht über die Probierstube, sondern über den Burghof. Es ist eine Glas-Holz-Konstruktion auf der Terrasse vorgesehen. Den Terrassenraum kann man öffnen. Der Entwurfsverfasser hat auch eine detaillierte Konstruktionszeichnung mit vorgelegt. Besonders zu erwähnen ist die Beleuchtung mit den Stelen im Außenbereich. Gerade bei den Nachtaufnahmen bietet sich eine schöne Ansicht auf das historische Denkmal „Burg“. 3. Entwurf - Vanessa Wittig In diesem Entwurf ist die Brüstung der Terrasse aus Glas. Eine Beschattung der Terrasse soll mit Sonnenschirmen in einer einheitlichen Cremefarbe erfolgen. Der Schwerpunkt der Erschließung ist das Restaurant. Der Zugang soll über die Probierstube erfolgen. Der vorliegende Entwurf sieht eine sehr filigrane Konstruktion aus Glas für die Terrassenüberdachung vor, die aufgeklappt werden kann. 4. Entwurf - Katharina Steinbach In diesem Entwurf erfolgt die Erschließung ebenfalls über die Probierstube. Neu ist hier ein Konferenzraum. Dieser Entwurf hat zwei Varianten A und B zur Auswahl. Der Terrassenbereich wird richtig massiv gebaut. Die Tore, die sich im Umfeld der Burg befinden, sind aus Cortenstahl und nehmen das Motiv einer U-Form auf. Mit den Fackeln, die als Gestaltungselement beitragen, wird etwas Mittelalterliches aufgenommen. 5. Entwurf - Christiane Janssen Dieser Entwurf hat den Grundriss und die Erschließung zum Bestand geändert. Außerdem ist hier hervorzuheben, dass die Gestaltung der Terrasse nur noch eine Ebene hat, d. h. keine Brüstung und keine Treppe. Im Bereich der Terrasse wird die Verbindung zur Burg geschlossen. Die Gäste sitzen hier in sogenannten „Konchen“. Diese sind wie eine Art Schießscharte ausgebildet. 6. Entwurf - Melanie Scheller Eine ganz neue und eigene Erschließung sieht dieser Entwurf vor. Hier ist eine völlige Neuorientierung des Grundrisses. So steht hier z. B. der Tresen an einer anderen Stelle im Restaurant als bisher. Neu ist auch die großzügige Treppe im Inneren des Gebäudes. Die Terrasse wird mit einem bogenartigen Anbau und einer Metall-Glas-Konstruktion versehen. Die Glasscheiben werden wie Schuppen aneinander gereiht. Diese Konstruktion könnte man auch nur Seite 3 von Ratsdrucksache 173-IX/Z-1 mit Seilen, die als Rankbogen dienen, ausführen. Hier handelt es sich um eine völlig reduzierte Konstruktion. Nachdem die Vorstellung der Projektentwürfe und eine erste Wertungsrunde stattgefunden haben, blieben für die Schlussrunde die Entwürfe Nr. 2, Nr. 3 und Nr. 6 für die weitere Beurteilung übrig, da sie sowohl dem Denkmal Burg Rechnung tragen, als auch praktisch umsetzbar sind. Der „Siegerentwurf“ stand nach der zweiten Wertungsrunde einstimmig fest. Die Entscheidung fiel auf den Entwurf Nr. 6. Folgende Platzierungen ergaben sich: 1. Platz (Melanie Scheller), 2. Platz für den Entwurf Nr. 3 (Vanessa Wittig), 3. Platz geht an den Entwurf Nr. 2 (Tobias Stüsser). Seitens des LVR-Amt für Denkmalpflege Frau Dr. Herzog wurde angeführt, dass es sich bei Entwurf Nr. 6 sozusagen um ein Unikat handelt. Aus Sicht der Denkmalpflege beeinträchtigt dieser die Burg und Umgebung am wenigsten, Außerdem ist das für sie der charmanteste von den drei zur Auswahl stehenden Entwürfen. Dieser Entwurf „fällt aus dem Rahmen“ und wäre sozusagen einmalig – er hebt sich von den anderen ab. Herr Hillebrand ist ebenfalls mit dem Ergebnis sehr zufrieden und teilt nochmals mit, dass der erstplatzierte Preis eine Reise nach Südamerika gewinnt. Derzeit finden Gespräche zwischen ihm und der Entwurfsverfasserin statt. Hierin werden die Umsetzbarkeit des Entwurfs sowie die hieraus resultierenden Kosten abgestimmt bzw. ermittelt. Sobald Ergebnisse hierzu vorliegen, wird der Ausschuss informiert. Ein entsprechender Pressebericht erfolgt in den nächsten Tagen.