Daten
Kommune
Langerwehe
Größe
1,9 MB
Datum
03.12.2015
Erstellt
27.11.15, 18:07
Aktualisiert
27.11.15, 18:07
Stichworte
Inhalt der Datei
Dipl.-Geol. Michael Eckardt
Büro für
Ingenieur- und Hydrogeologie
Boden- und Felsmechanik
Umweltgeotechnik
Dipl.-Geol. Michael Eckardt
·
Johanniterstraße 23
·
52064 Aachen
SCHLUN Real Estate GmbH & Co. KG
Lambert-Schlun-Weg 5
52538 Gangelt-Niederbusch
über
VDH Projektmanagement GmbH
Maastrichter Straße 8
Johanniterstraße 23
52064 Aachen
Telefon 0241 /402028
Telefax 0241 /402027
41812 Erkelenz
Aachen, den 14. 06. 2013
2903 - 1
Rahmenplanung Langerwehe Ost,
Teilfläche Tankstellengelände
Ergebnis der Bodenerkundung
Inhalt
1.
Aufgabenstellung
2.
Bauvorhaben
3.
Baugrunderkundung
4.
Baugrund
4. 1
Allgemeines
4. 2
Bodenschichtung
4. 3
Bodenfestigkeit
4. 4
Wasser- und Frostempfindlichkeit
4. 5
Bodenklassifizierung
5.
Grundwasser
6.
Gründung
6. 1
Gründungsboden
6. 2
Gründungsart
6. 3
Zulässige Bodenpressung
6. 4
Setzungen
7.
Hallenböden
8.
Verkehrsflächen
9.
Bauausführung
Sparkasse Aachen Konto-Nr. 10 004 620 (BLZ 390 500 00)
- 2 -
9.1
Erdarbeiten
9.2
Baugruben
9.3
Wasserhaltung
9.4
Abdichtung
9.5
Wiedereinbaufähigkeit
10.
Deponierbarkeit
11.
Bergschädensicherung
12.
weiteres vorgehen
Anlagen:
la
Lageplan
2a - 4a Schnitte durch den Untergrund
5
1.
Ergebnis der chemischen Analyse
Aufgabenstellung
Die VDH Projektmanagement GmbH stellt die Rahmenplanung Langerwehe
Ost auf. Als Grundlage für diese Planung wurde eine Baugrund
erkundung mit folgender Aufgabenstellung beauftragt:
Erkundung der Baugrund- und Grundwasserverhältnisse, Bodenklassi
fizierung nach DIN 18196 und DIN 18300, Angabe der zur Aufstellung
der statischen Berechnung erforderlichen Bodenkennwerte, Grün
dungsvorschlag mit Angabe der zulässigen Bodenpressung in Ab
hängigkeit von den Fundamentabmessungen, Hinweise für die Anlage
der Verkehrsflächen, Hinweise für die Bauausführung, Angabe der
für die hydrologische Berechnung erforderlichen Bodenkennwerte.
Für die Ausarbeitung wurde mir ein Gestaltungsplan M.: 1: 500
ferner für das Gelände der Tankstelle ein Plan mit Angabe der
Untersuchungsstellen zur Verfügung gestellt.
- 3 -
2.
Bauvorhaben
2.1
Umfang
Die Planung umfaßt folgende Bauteile: Vollsortimenter, Drogerie,
Discounter, Tankstelle, Teilehandel, Versickerungsbecken.
Dieser Bericht behandelt das Teilstück Tankstelle.
Konstruktion und Lasten
2.2
Angaben liegen zur Zeit nicht vor.
2.3
Höhen
Als Bezugshöhe wurde bauseits ein Kanaldeckel benannt (Anlage 1,
KD
3.
=
139,02 m NN). weitere Angaben liegen nicht vor.
Baugrunderkundung
Zur Erkundung der Baugrund- und Grundwasserverhältnisse wurden am
26. und 29.04.2013 an bauseits vorgegebenen Stellen ausgeführt:
7 Rammkernbohrungen nach D IN EN ISO 22475-1 (Bl - B7) ,
3 Sondierungen mit der Rammsonde DIN EN ISO 22476-2 DPH (Sl-S3)
4 Sondierungen mit der Rammsonde DIN EN ISO 22476-2 DPL (S4-S7)
ferner am 03.06.2013
1 Rammkernbohrung nach DIN EN ISO 22475-1
(B8)
Die Ansatzpunkte wurden eingemessen und mit Höhenbezug auf NN
nivelliert (Bezugshöhe s. o.) Die Ansatzpunkte finden sich auf
Anlage 1. Die Ergebnisse sind nach D IN 4023 und D IN EN ISO 22476
in Schnitten durch den Untergrund auf den Anlagen 2 bis 4 zu
sammengestellt. Im bodenmechanischen Labor wurden an ausgesuchten
Proben die Wassergehalte nach DIN 18121 bestimmt.
- 4 -
Eine Mischprobe wurde chemisch untersucht (LAGA-M20 Anlage 5) .
4.
Baugrund
4. 1
Allgemeines
Das Gelände liegt südöstlich des Braunkohletagebaus Inden und
östlich des Wehebachtales. Nach geologischen Karten stehen im
Untergrund tertiäre Sande, Tone und Braunkohlen an, die von
Terrassensedimenten und Tallehm überlagert werden. Die Bodenkarte
weist tonig-schliffige Parabraunerde in einer Mächtigkeit zwischen
0,3 m und 1,0 m aus. Nach DIN EN 1998-5 gehört Langerwehe zur
Erdbebenzone 3 sowie zur Untergrundklasse T (Baugrundklasse C-T) .
4. 2
Bodenschichtung
Schicht 1
Tallehm
Unter Mutterboden (Mu)
auf Tallehm
(Tl)
und Auffüllungen (B8)
trafen die Bohrungen
in der Kornverteilung von feinsandigem bis stark
sandigem und kiesigem Schluff. Angaben zur Mächtigkeit finden sich
in der nachfolgenden Tabelle.
Bohrung
GOK
Nr.
m NN
Mutterboden (Mu) / (A)
m u. GOK
m NN
Tallehm (Tl)
m u. GOK
m NN
Bl
138,63
0,30
138,33
0,70
137,93
B2
138,86
0,50
138,36
1,00
137,86
B3
138,85
0,40
138,45
0,60
138,25
B4
139,02
0,30
138,72
0,70
138,32
B5
138,97
0,00
138,97
0,00
138,97
B6
138,85
0,30
138,55
0,80
138,05
B7
138,70
0,40
138,30
1,50
137,20
B8
138,56
2,00
136,56
0,00
136,56
min
138,56
0,00
136,56
0,00
136,56
max
139,02
2,00
138,97
1,50
138,97
mittel
138,81
0,53
138,28
0,66
137,89
- 5 -
Die nachträglich neben der Sondierung Sl abgeteufte Bohrung B8
traf bis 2,0 m unter GOK auf angefüllte Schluffe und kiesige
Schluffe mit geringen Beimengungen an Ziegel (Bombentrichter?)
Schicht 2
Terrassensedimente
Die Terrassensedimente wurden in der Kornverteilung von schluf
figen bis stark schluf figen und sandigen bis stark sandigen Kiesen
(Ki)
erbohrt. Örtlich muß in dieser Schicht sowohl mit mächtigeren
Schlufflagen sowie groben Geröllen und Blöcken gerechnet werden.
4.3
Bodenfestigkeit
Wassergehalte
Bl
B2
B3
B4
B5
B6
B8
Tiefe
(m)
von
bis
Bodenart
Wassergehalt
Mu/A
Tl
Ki
0,0
0,3
Schluff, feinsandig, humos, kiesig
0,3
0,7
Schluff, feinsandig, kiesig
2,0
3,0
Kies, stark schluffig, sandig
3,0
4,0
Kies, stark schluffig, sandig
8,7
4,0
5,0
Kies, stark schluffig, sandig
6,4
0,0
0,5
Schluff, feinsandig, humos, kiesig
0,5
1,0
Schluff, feinsandig, kiesig
1,0
2,0
Kies, schluffig, schwach sandig
0,0
0,4
Schluff, feinsandig, humos, kiesig
0,4
0,6
Schluff, stark kiesig, feinsandig
0,6
1,0
Kies, schluffiq, sandig
0,0
0,3
Schluff, feinsandiq, humos, kiesig
0,3
0,7
Schluff, feinsandig, kiesiq
16,9
1,9
2,0
Schluff, kiesiq, feinsandiq, tonig
13,3
21,4
18,6
8,7
20,8
14,7
8,0
15,4
23,8
8,0
13,6
0,0
0,3
Schluff, feinsandig, humos, kiesiq
16,2
0,0
0,3
Schluff, feinsandiq, humos, kiesiq
22,1
0,3
0,8
Schluff, feinsandiq, kiesig
15,7
1,8
2,0
Schluff, kiesiq, feinsandig, toniq
13,8
0,0
0,4
Schluff, feinsandig, humos
20,6
0,4
1,0
Schluff, feinsandiq, kiesiq, Ziegel
19,1
1,0
2,0
Schluff, feinsandiq, kiesiq, Ziegel
17,9
2,0
2,5
Schluff, stark kiesig, feinsandig
16,4
2,5
3,0
Schluff, stark kiesig, toniq
20,1
3,0
4,0
Kies, sandig, schwach schluffig
14,2
min
13,6
13,3
6,4
max
22,1
23,8
14,2
mittel
18,6
17,0
9,0
- 6 -
Mittlere Rammwiderstände n10
Höhen m NN
DPH
von
bis
Sl
139
138
138
DPL
82
83
1, 3
0, 7
1, 3
137
6, 4
13, 3
24, 2
137
136
6, 0
18, 3
17, 4
136
135
9, 4
17, 7
20, 1
Schicht 1
S4
85
S6
S7
5, 8
4, 3
3, 5
4, 8
Tallehm
Mit natürlichen Wassergehalten zwischen 13 % und 24 %, im Mittel
17 %
(Anlage 3) ,
hatten die Schluffe überwiegend weiche bis steife
Konsistenz. Die mittleren Rammwiderstände der leichten Rammsonde
liegen zwischen n1o<Ll
=
3 und 6, die mittleren Rammwiderstände der
schweren Rammsonde zwischen n10 <Hl
=
O, 7 und 1, 3. Die Schluffe haben
damit nur geringe Festigkeit.
Als Berechnungswerte können angesetzt werden:
Raumgewicht
y
Scherfestigkeit
<p
=
1
=
19 kN/m3 , y•
27, 5°
c•
=
0 kN/m2
Steifemodul
Es
=
5 MN/m2
Tragwert
Ev2
<
20 MN/m2
Schicht 2
=
9 kN/m3 ,
(± 20 %)
Terrassensedimente
Bei Schlagzahlen der schweren Rammsonde liegen zwischen n10 {Hl
=
bis 24, abweichend davon in der Sondierung DPHl zwischen bis
nio<Hl
=
6 bis 9. Die Kiese sind mindestens mitteldicht gelagert.
Festigkeitsmindernd wirken Schlufflagen.
Als Berechnungswerte können angesetzt werden:
13
- 7 -
Raumgewicht
y
=
Scherfestigkeit
<p
=
Steifemodul, Kies
Schlufflagen
4.4
Es
=
Es
=
20 kN/m3 , Y'
35°
=
9 kN/m3 ,
;?: 40 MN/m2
;?:
9 MN/m2
Wasser - und Frostempfindlichkeit
Die Schluffe sind wegen ihrer geringen Plastizität sehr wasser
empfindlich. Sie weichen bei Wasserzutritt und/oder dynamischer
Belastung schnell unter Verlust an Festigkeit auf. Die Schluffe
und die schluffigen Kiese sind ferner sehr frostempfindlich
(Klasse F3 nach ZTV E - StB 09) .
4.5
Bodenklassifizierung
Bodenschicht
DIN 18196
DIN 18300
Gruppe
Klasse
Mutterboden
Schluffe
Terrassensedimente
Steine, Blöcke
1
TL, TM SU*
GU*, GU,
su,
4 (2)
3-5
SU*
6-7
Die Konsistenz der Schluffe kann sich nach dem Lösen durch Wasser
zufuhr ändern. Für die Bodenklassen 2 (fließende Bodenarten) ,
6 und 7 (Steine und Blöcke) sind Bedarfspositionen vorzusehen.
5.
Grundwasser
5.1
Grundwasserstand
Grundwasser wurde im April 2013 bis 5 m unter GOK (134 m NN) nicht
erbohrt. Aus Grundwassergleichenkarten kann ein Grundwasserspiegel
von ca. 130 m NN bis 125 m NN mit nördlichem Gefälle
(HGW, April
1988) und damit ein Flurabstand ;?: 10 m entnommen werden.
- 8 -
In Naßzeiten ist in dem geschichteten Baugrund mit Staunässe und
Schichtenwasser zu rechnen. Zum Zeitpunkt der Baugrunderkundung
wurde kein Schichtenwasser erbohrt.
In der Bohrung B 8 wurde am 03.06. 2013 bei 2, 05 m unter GOK
Schichtenwasser erbohrt. Der Wasserspiegel stieg in 25 Minuten auf
1, 75 m unter GOK an.
5. 2
Wasserdurchlässigkeit
Die Durchlässigkeitsbeiwerte können auf der Grundlage örtlicher
Erfahrungen wie folgt abgeschätzt werden:
Tallehm
Terrassensedimente verlehmt
6.
Gründung
6.1
Gründungsboden
kf ::;; 10-6 m/s
kf ::;; 10-4 m/s
Nimmt man die planerische Gründungstiefe ca. 1, 0 m unter GOK
(frostfrei)
an, so stehen in der Gründungssohle überwiegend
bereits schluffige Kiese an. Örtlich verbleiben bis zu 0, 5 m
gering tragfähige Schluffe unter der planerischen Gründungssohle
über den gut tragfähigen schluffigen Kiesen.
Örtliche Störungen (Schlufflagen, Bombentrichter usw.) können
nicht sicher ausgeschlossen werden.
6.2
Gründungsart
Da Angaben zu Konstruktion und Lasten derzeit nicht vorliegen,
können nur allgemeine Angaben gemacht werden, die im Zuge der
weiteren Planung zu ergänzen sind.
- 9 -
Wegen der generell nur geringen Mächtigkeit der Schluffe wird
vorgeschlagen, die Bauwerke einheitlich auf den Terrassenkiesen zu
gründen. Die Festigkeit der Kiese reicht in ungestörtem Zustand
aus, die Bauvorhaben den konstruktiven Erfordernissen entsprechend
auf Einzel- und Streifenfundamenten zu gründen.
Alle Fundamente müssen frostfrei einbinden.
Eine vollständige Einspannung von Stützenfundamenten ist in den
schluffigen Kiesen nicht möglich. Die Verdrehungen können aber
durch entsprechend dimensionierte Fundamentabmessungen auf ein
zulässiges Maß reduziert werden.
Die besonderen Regeln der DIN EN 1998 sind zu beachten.
6.3
Zulässige Bodenpressung
Fundamente, die auf den Terrassensedimenten gegründet werden,
können für eine Bodenpressung von
cr
=
300 kN/m2 vorbemessen
werden. Abminderungen können bei mächtigeren Schlufflagen er
forderlich werden. Höhere Bodenpressungen können im Bedarfsfall
nachgewiesen werden.
6.4
Setzungen
Überschläglich errechnen sich für angenommene Streifenlasten fol
gende Setzungen:
Breite
Last
DPHl
DPH2, DPH3
0,5 m
150 kN/m
1,4 cm
0,6 cm
1,0 m
300 kN/m
2,3 cm
1,1 cm
Die Setzungen können nach Vorlage der Fundamentstatik genauer
berechnet werden.
- 10 -
7.
Hallenböden
Die Art und die Festigkeitsanforderungen für den Unterbau unter
den Hallenböden sind in Abhängigkeit von den gewählten Konstruk
tionen und der Nutzung der Hallenböden festzulegen. Alternativ
können Hallenböden wie Verkehrsflächen bemessen werden (s. u. ) .
8.
Verkehrsflächen
Festlegungen für technisch und wirtschaftlich geeignete Bauweisen
von Verkehrsflächen finden sich in ZTV E-StB 09 und RStO 12, aus
denen sich die nachfolgend aufgeführten Forderungen ergeben.
8.1
Bauklasse
Die Bauklasse ist in Abhängigkeit von der Nutzung nach RStO 01
festzulegen.
Zu prüfen ist, ob wegen des spurfahrenden Verkehrs
und wegen enger Kurvenfahrten besondere Beanspruchungen nach Ab
schnitt 2.6 der RStO 12 berücksichtigt werden müssen.
8.2
Bodenschichten im Erdplanum
Der Mutterboden
(Oberboden)
ist im Bereich der Verkehrsflächen zu
entfernen. Darunter finden sich im Bereich der gesamten Trasse,
abgesehen von örtlichen Störungen, Schluffe der Schicht 1.
Da die Schluffe nur geringe Mächtigkeit haben, sollen sie voll
ständig ausgeräumt werden.
- 11 -
8.3
Planumsentwässerung
Wegen der Wasserempfindlichkeit der Schluffe ist auf eine sorg
fältige Entwässerung des Erdplanums besonderer Wert zu legen. Das
Quergefälle des bindigen Erdplanums muß bei nicht verbesserten
Böden mindestens 4 % betragen.
Alle Baustoffe der Entwässerung müssen untereinander und gegen den
anstehenden Boden filterstabil sein. Die Filterstabilität kann
durch den Einsatz von Geotextilien erreicht werden.
8.4
Frostschutzschicht
Nach RStO 01 muß bei den sehr frostempfindlichen Schluffen und
verlehmten Kiesen
(Klasse F3) unter Berücksichtigung der un
günstigen Wasserverhältnisse (Schichtenwasserführung) und der Lage
der Gradiente die Dicke des frostsicheren Gesamtaufbaus mindestens
betragen:
BklOO-BklO
70 cm
Bk3,2-Bkl,O
65 cm
Bk03
55 cm
8.5
Tragfähigkeit
Nach ZTV E-StB 09 werden ab OK Planum bis 0,5 m unter Planum ge
fordert:
bindig
Tragwert
Ev2
� 45 MN/m2
Verdichtungsgrad
Dpr
� 97 %
Luftgehalt
na
::;; 12 %
nicht bindig
� 100 %
- 12 -
Die Schluffe weisen diese Festigkeit nicht auf und können, außer
bei lang anhaltender trockener Witterung, auch nicht auf diese
Werte verdichtet werden.
Die schluffigen Kiese können bei entsprechender Witterung auf
diese Werte verdichtet werden.
9.
Bauausführung
9. 1
Erdarbeiten
Die Wasser - und Frostempfindlichkeit der Schluffe ist bei der
Disponierung der Erdarbeiten zu beachten.
Außerhalb der befestigten Flächen werden insbesondere in Naßzeiten
Baustraßen erforderlich.
In lang anhaltenden Naßzeiten kann es erforderlich werden, die
Erdarbeiten zu unterbrechen.
Der Bauablauf ist so zu planen, daß ungeschützte Flächen nicht
längere Zeit freiliegen. In Naßzeiten können rückschreitender
Bodenabtrag und Einbau vor Kopf erforderlich werden.
Für die Erdarbeiten sollte die ZTV E - StB 09 als Vertragsbestand
teil mit in die Ausschreibung aufgenommen werden. Wegen der
Wasserempfindlichkeit der Schluffe ist auf eine sorgfältige Ent
wässerung des Erdplanums sowie auf eine schadlose Ableitung des
Oberflächenwassers besonderer Wert zu legen. Hierzu ist ein hin
reichendes Quergefälle herzustellen.
Als Baustoffe für Tragschichten ist Schotter 0/56, Kies der Boden
gruppen GW/GI nach DIN 18196 oder gleichwertiges Material vorzu
sehen. Die Wahl des Materials wirkt sich auf die erforderliche
Dicke der Schichten aus.
Beim Einsatz von RCL - Material ist eine wasserrechtliche Erlaubnis
erforderlich.
Der Einbau und die Verdichtung der Tragschichten sind laufend
durch Plattendruckversuche nach DIN 1 8134 oder Dichtebestimmungen
nach DIN 1 8125, Teil 2, zu überwachen. Der Mindestumfang der
Kontrollen ergibt sich aus der ZTV E - StB.
- 13 -
9.2
Baugruben
Die Fundamentgruben können bei Tiefen bis 1,25 m nach DIN 4124
auch senkrecht angelegt werden. Die größeren Tiefen sind die Bau
grubenwände unter 45° abzuböschen. Abflachungen sind beim An
schneiden von Schichtenwasser vorzusehen.
Die Gründungssohlen sind zum Schutz vor Witterungseinflüssen so
fort mit Beton abzudecken. Aufgeweichte Schichten, gestörte Böden
und Auffüllungen sind durch Beton zu ersetzen.
Da örtliche Störungen nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden
können, ist eine Abnahme der Gründungssohlen erforderlich.
9. 3
Wasserhaltung
Für den Bedarfsfall ist zur Ableitung von Schichtenwasser in den
Fundament - und Arbeitsgruben eine offene Wasserhaltung vorzusehen.
Oberflächenwasser ist von den Baugruben fernzuhalten.
Niederschlagswasser versickert in Schluffen und stark schluffigen
Kiesen nur sehr langsam. Es ist zu fassen und abzuleiten. Das
Erdplanum ist daher überall mit einem ausreichenden Quergefälle so
anzulegen, daß Niederschlagswasser abfließen kann.
9.4
Abdichtung
Die anstehenden Böden haben einen Durchlässigkeitsbeiwert
kt
10-4 m/s. Nach DIN 18195 ist daher aufstauendes Sickerwasser
<
zu berücksichtigen. Bauteile, die in den Baugrund einbinden
(Gruben, Tanks usw.}, sind bis GOK gegen aufstauendes Sickerwasser
abzudichten und auftriebsicher auszubilden.
- 14 -
9.5
Wiedereinbaufähigkeit
Die für die Verdichtbarkeit der Schluffe maßgebenden Werte des
Proctorversuchs liegen erfahrungsgemäß in folgender Größenordnung:
Verdichtungsgrad
Dichte
Wassergehalt
100 % D�
1, 7 - 1, 9 t/m3
11 - 14 %
Die Wassergehalte der Schluffe liegen bei fast allen Proben ober
halb des optimalen Wassergehaltes.
Die Schluffe können daher nur bei trockener Witterung und nach
Abtrocknen wieder eingebaut werden. Die Einbaufähigkeit kann durch
Bodenverbesserung (z. B. mit Feinkalk)
verbessert werden. In
Naßzeiten können die Schluffe nicht wieder eingebaut werden.
Deponierbarkeit
10.
Die Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) beurteilt die Wieder
verwendbarkeit und die Deponierbarkeit nach Umweltgesichtspunkten
in den Anforderungen an die stoffliche Verwertung von minerali
schen Reststoffen/ Abfällen
(LAGA M20) .
In Abhängigkeit vom Schad
stoffgehalt werden die Reststoffe/Abfälle in Einbauklassen ein
geteilt.
Einbauklasse
Verwendung
zo
uneingeschränkter Wiedereinbau
Zl
eingeschränkter offener Einbau
Zl. 1
offener Einbau mit Nutzungseinschränkung
Zl.2
wie Zl.1 aber mit Nutzungseinschr. und Erosionsschutz
Z2
>
Z2
eingeschr. Einbau unter def. Sicherungsmaßnahmen
Einbau/Ablagerung in einer Deponie
Die erbohrten Schichten waren nach organoleptischer Prüfung unauf
fällig. untersucht wurde folgende Mischprobe nach den Kriterien
der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall LAGA:
- 15 -
Bohrung
Probe
Tiefe m ab GOK
Nr.
von
bis
Bl
0,3
0,7
B2
0,5
1,0
B3
0,4
0,6
B4
0,3
0,7
B6
0,3
0,8
Nr.
MPl
Die Ergebnisse der chemischen Analysen werden im Folgenden den
LAGA-Zuordnungswerten für Boden gegenübergestellt.
In den nachfolgenden Diagrammen ist ein Meßwert erkennbar dann
erhöht, wenn der als Säule dargestellte Meßwert den als Linie
dargestellten Schwellenwert kreuzt.
Zuordnungswerte Feststoff für Bodenmaterial (LAGA 05.11.2004)
--,.,
,_
�
!���
/; �=-fi
= •nnn�
·
m
= 1m11m•
==
•Für Werte unter der Nachweisgrenze ist die Nachweisgrenze dargestellt
- 16 -
Zuordnungswerte Eluat für Boden (LAGA 05.11.2004)
e
1000
.!:!
Ul
:l.
�
""
"'
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Gi
�
100
Gi
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J!
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10
Ul
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0,1
0.5
IZZZZ3MP1
6,3
"
"
7
„
12,5
15
20
30
20
20
„
150
12,5
15
20
30
20
20
„
150
250
10
20
25
20
„
50
50
50
„
200
1500
20
50
50
70
100
100
100
200
200
500
2000
10
7.7
o.5
1.5
7.5
9.5
0.5
1.5
7,5
9.5
-0--21.2
8,0
12
_,,_Z2
8,5
12
zo
---z1.1
10
10
10.0
10
20
250
•für Werte unter der Nachweisgrenze ist die Nachweisgrenze dargestellt
Die Analysenwerte für Feststoff und Eluat sid unauffällig
Das Material ist der Einbauklasse ZO zuzuordnen.
Die Auffüllungen aus der Bohrung BB wurden nicht untersucht.
11.
(J
Bergschädensicherung
Dieser Bericht befaßt sich nicht mit Bergschädensicherung.
Eine entsprechende Anfrage ist an die RWE Power AG, Stüttgenweg 2,
50935 Köln zu richten.
12.
weiteres vorgehen
Die Baugrunderkundung wird fortgesetzt.
Verteiler: VDH Projektmanagement GmbH 2-fach und als Datei
Herrn Klak als Datei
GEOTAIX UMWELTTECHNOLOGIE GMBH
SCHUMANSTR. 29
5214 6 WÜRSELEN
TEL.: 024 05/4685-0
FAX: 024 0 5/468 5- 10
UhlWELTTECHNOLOG!E Gf\<1BH
Chemische Untersuchung von Feststoffproben
Seite 1/3
(gern. "LAGA 20- Boden", Stand: 05.11.2004)
Auftraggeber: Dipl.-Geol. Michael Eckardt
Unsere Auftragsnummer: ECK 130036 S
Projekt: 2903- 1, Langerwehe Nordost
Probeneingang: 30.04.2013
Probenvorbereitung: Mischprobe erstellen
Labornumm er
Probenbez.
216233
Zuordnuni:iswerte
MP 1
B1 0,3-0,7/B2 0,5- 1,0/B3 0,4-0,6
B4 0,3-0,7/B6 0,3-0,8
zo
z 1.1
z1.2
Z2
1. Eluat
DIN EN 12457-4
pH-Wert
DIN 38404-C 5
7,7
6,5-9,5
6,5-9 ,5
6-12
5,5-12
Leitfähiakeit
DIN EN 27888 C 8
18
250
250
1500
2000
µS/cm
Chlorid
Sulfat
DIN EN ISO 10304-2
< 10
30
30
50
100
DIN EN ISO 10304-2
< 20
20
20
50
200
mg/I
mo/I
Cyanide, ges.
DIN 38405-D 13-1
Arsen
DIN EN ISO 11885 E 22
20
60
µq/I
µg/I
200
ua/I
< 5
5
5
10
< 10
< 7
14
14
40
1,5
12,5
40
1,5
20
80
20
Blei
DIN EN ISO 11885 E 22
Cadmium
Chrom
DIN EN ISO 11885 E 22
DIN EN ISO 11885 E 22
< 0,5
< 7
Kupfer
DIN EN ISO 11885 E 22
< 10
6
ua/1
12,5
3
25
60
20
60
100
ua/I
IJQ/I
ua/I
ua/I
Nickel
DIN EN ISO 11885 E 22
< 10
15
15
DIN EN 1483 E 12
< 0,2
< 0,5
< 0,5
20
1
70
Quecksilber
Zink
DIN EN ISO 11885 E 22
< 40
150
150
200
600
µq/I
DIN EN ISO 14402 H 37
< 10
20
20
40
100
ua/I
Z1
Z2
Phenolindex
-
zo
2. Originalsubstanz: bez. auf TS
Sand/Lehm-Schluffrron
2
Arsen
Blei
DIN EN ISO 11885 E 22
11,6
10/15/20
45
150
mq/ko
DIN EN ISO 11885 E 22
32,3
40/70/100
210
700
mq/kq
Cadmium
DIN EN ISO 11885 E 22
0,47
0,4/1/1,5
3
10
mg/kg
Chrom
Kupfer
Nickel
DIN EN ISO 11885 E 22
30/60/100
180
600
mq/ka
DIN EN ISO 11885 E 22
30,2
21,7
20140160
120
400
DIN EN ISO 11885 E 22
22,5
15/50/70
150
500
mq/kq
mg/kg
Quecksilber
DIN EN 1483 E 12
< 0,1
0,1/0,5/1
1,5
5
mq/kq
Thallium
DIN ISO 20279
< 0,4
0,4/0,7/1
2,1
7
mri/kg
Zink
DIN EN ISO 11885 E 22
104
60/150/200
450
1500
ma/kg
Cyanide, ges.
E DIN ISO 11262
-
3
10
mo/kct
TOC
DIN EN 13137
< 1
< 0,5
0,5 (1,0)/0,5 (1,0)/0,5 (1,0)
1,5
5
EOX
DIN 38414-S 17
< 0,8
1/1/1
3
10
mg/kg
KW/GC (C10- C40)
DIN EN 14039
ILAGA KW/04)
< 100
100/100/100
600
2000
mg/kg
KW/GC (Crn-C22)
DIN EN 14039
(LAGA KW/04)
< 100
100/100/100
300
1000
mg/kg
BTEX
ISO/DIS 22155
< 0,125
1/1/1
1
1
mg/kg
LHKW
ISO/DIS 22155
< 0,15
1/1/1
1
1
mo/kg
PCB (n. DIN)
DIN EN 15308
0,05/0,05/0,05
0,15
0,5
PAK (EPA)
Benzo(a)pyren
DIN ISO 18287
< 1
31313
3 (9)
30
mo/kq
mg/kg
DIN ISO 18287
< 0,03
0,310,310,3
0,9
3
mg/kg
<
0,015
%
Würselen, den 07.05.2013
Akkreditiertes Prüflaboratorium nach
DIN EN ISO/IEC 17025
Bericht 2903-1, Anlage 5
Seite 1 von 3
GEOTAIX UMWELTTECHNOLOGIE GMBH
SCHUMANSTR. 2 9
52 1 4 6 WÜRSELEN
TEL.: 02 405/ 4685 -0
FAX: 02 405 /4685 - 10
UMWHTTECHNOLOG!f GMf�H
Chemische Untersuchung von Feststoffproben
(gern. "LAGA20 - Boden", Stand: 05. 1 1 .2004)
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Untersuchungsparameter: PAK gern. EPA-Liste in der Originalsubstanz
Analysenverfahren: DIN ISO 18287
Untersuchungsergebnisse:
PAK
[mg/kg TS]
Labornummer
216233
MP 1
81 0 ,3-0 ,7/82 0 ,5 - 1,0/83 0 ,4-0,6
84 0,3-0,7/86 0,3-0 ,8
Probenbezeichnung
Einzelverbindungen
Naphthalin
<0,03
Acenaphthylen
<0 ,03
Acenaphthen
<0 ,03
Fluoren
<0 ,03
Phenanthren
<0 ,03
Anthracen
<0 ,03
Fluoranthen
<0,03
Pyren
<0 ,03
8 enzo(a)anthracen
<0 ,03
Chrysen
<0 ,03
8 enzo(b)fluoranthen*
<0,03
8 enzo(k)fluoranthen*
<0 ,03
8 enzo(a)pyren
<0 ,03
Dibenzo(a,h )anthracen
<0 ,03
8 enzo(ghi)perylen*
<0 ,03
lndeno(1,2,3-cd)pyren*
<0 ,03
Summe EPA-PAK
Summe PAK TVO-Liste*
Akkreditiertes Prüflaboratorium nach
DIN EN ISO/IEC 17025
Bericht 2903-1, Anlage 5
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GEOTAIX UMWELTTECHNOLOGIE GMBH
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52 1 46 WÜRSELEN
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FAX: 02 405/ 4685 - 10
UMWELTTECHNOLOGIE GMBH
Chemische Untersuchung von Feststoffproben
(gern. "LAGA20-Boden", Stand: 05. 1 1.2004)
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Untersuchungsparameter: Polychlorierte Biphenyle (PCB) in der Originalsubstanz
Analysenve rfah ren : DIN EN 15 308
Untersuchungsergebnisse:
[mg/kg TS]
Labornummer
216233
MP1
Probenbeze ichnung
81 0, 3-0,7/82 0,5 -1, 0/83 0,4-0,6
84 0, 3- 0, 7/86 0, 3-0,8
PCB 28
< 0, 005
PCB 5 2
< 0, 005
PCB 1 01
< 0,005
PCB 15 3
< 0,005
PCB 1 38
< 0,005
PC8 180
< 0,005
Summe PCB (DIN)
< 0,015
Akkreditiertes Prütlaboratorium nach
DIN EN ISO/IEC 17025
Bericht 2903-1, Anlage 5
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Tankstelle
r----111111T1111111111111111n1111n1
'1.'\
•
•
[�ll....
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()
.nog ITc e
h
Anbindung der
nördlichen
Flächen
-------
_____________________________________ _
ü
Maßstab:
Dipl.-Geol. Michael Eckardt
Johanniterstraße 23
Neubau einer Tankstelle
Auftrag:
Langerwehe Nord-Ost
Anlage:
Tel.: 0241-402028
Lagerplan
Datum:
52064 Aachen
1 :500
2903-1
1a
13.06.2013
Tankstelle
1
1
1
1
1
1
1
1
1
1
L ___ _
l �,
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-------
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1 E [i111::1111::1:1111::::::::::1:1
LE ---------------
--------------------- --- ---- --- ------
Anbindun9 der
1
I
23
c,
Maßstab:
Dipl.-Geol. Michael Eckardt
Johanniterstraße 23
Neubau einer Tankstelle
Auftrag:
Langerwehe Nord-Ost
Anlage:
Tel.: 0241-402028
Lagerplan
Datum:
52064 Aachen
1 :500
2903-1
1a
13.06.2013