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Mitteilungsvorlage (Liste der Projektbeschreibungen)

Daten

Kommune
Langerwehe
Größe
319 kB
Datum
19.02.2015
Erstellt
06.02.15, 18:06
Aktualisiert
06.02.15, 18:06

Inhalt der Datei

Projektkurzbeschreibungen Stand 5.12.2014 Inhaltverzeichnis 1 2 Sagenwanderweg der Herrschaft Merode Wiedernutzbarmachung von vorgeschädigten Baulücken zur Bereitstellung von innerörtlichen Wohnflächen für Generationen übergreifendes Bauen 3 Lebendiger Dorfplatz, Linnich-Ederen 4 Mobile Brikettpresse für regionale Biomasse 5 Café Rurmäander 6 Symbiotische Nutzung des Drieschs als Natur-, Kultur- und Erholungsgebiet durch eine extensive landwirtschaftliche Nutzung 7 Multifunktionale Nahversorgungszentrum im Pflegeheim Christinenstift 8 Indeland zum barrierefreien Sozial- und Wirtschaftsraum entwickeln 9 Mehr- bzw. Multigenerationen- und Vereinshaus Rödingen 10 Auszug LandInForm (kein Projektblatt) 11 Agrobusiness 12 Geocache-Rundweg 1.000 Jahr Golzheim 13 Überdachung der Alten Kirche Merzenich 14 Dienstleistungsbörse für Senioren 15 Dorfauto „Carsharing“ Golzheim 16 Dorfentwicklung im Kernort der Gemeinde 17 Leitlinien für das gemeinschaftliche Leben in der Gemeinde Merzenich 18a Dorfforum & Dorf-Uni Lamersdorf 18b Lamersdorf – Markt & Mühlenteich 19 Integrative Gärten 20 Regionale Kunstausstellungen 21 Kulturhaus Merode 22 Feldlehrpfad 23 Wiedererlebbarmachung des Doppelkloster Wenau-Schwarzenbroich 24 Dorfkernerneuerung Merode 25 Aktivierung des Meroder Forst 26 Dorfauto mit Fahrer 27 Grüne Lunge - Merzenich 28 Kommunikationszentrum „Sophienland“ 29 Planung "Mehrgenerationenwohnprojekt Merzenich" 30 Onlineplattform "SeniorNet" 31 Photovoltaik Carport am Parkplatz S-Bahn Haltepunkt Merzenich 32 Solaranlage zur Unterstützung der Nahwärmeversorgung am Umsiedlungsstandort Morschenich – Neu 33 „Rheinischer Energielehrpfad" 34 Projekliste Kreis Düren (kein Projektblatt) 35 Lernort Bauernhof 36 Grüner Dorfladen 37 MundArt 38 Grüner Dorfladen 39 Pedelec (E-Bike) Mietstation 40 Zukunftslabor Bergehalde Emil Mayrisch 41 Gemeindeentwicklungsplan Masterplan Aldenhoven 42 Militärhistorischer Wanderweg 43 Dorfwerkstätten im Umsiedlungsraum 44 Erinnerungsinseln 45 Interkommunales Konzept zur Sicherung der Nahversorgung 3 3 3 3 4 4 4 4 5 5 5 5 5 6 6 6 6 6 7 7 7 7 7 8 8 8 8 8 9 9 9 9 10 10 10 10 10 10 11 11 11 11 11 12 12 12 Projektkurzbeschreibungen RRIR 2 46 Wiedernutzbarmachung von vorgeschädigten Baulücken zur Bereitstellung von innerörtlichen Wohnflächen für Generationen übergreifendes Bauen 12 47 Ausbau der zukunftsweisenden, multimodalen Verkehrsstruktur 12 48 Kulturzentrum Kommende Siersdorf (Arbeitstitel) 13 49 Alt werden in vertrauter Umgebung 13 50 Gemeinsinn bringt Fortschritt 13 51 Dörfer an der Kante 13 52 Geo-Caching zum Thema Energie(-wende) und –geschichte 14 53 Land-Post: Heimat zwischen Inde und Rur. Ein Blog. 14 54 Lebensraum für den Steinkauz 14 55 Junge Wilde – Natur erleben 14 56 Kompetenz-DEMENZ 15 57 Wächterhäuser für Künstler 15 58 Ausbau Radwegenetz in den Ortschaften St. Jöris, Kinzweiler 15 59 Unser-indeland.de; Website für Bürgerinformation im Rheinischen Revier an Inde und Rur 15 60 Opensource Ratsinformation für kleine Kommunen 16 61 EE-Kombikraftwerk Langerwehe 16 62 Energetische innovative und nachhaltige Sanierung der Bürgerhalle Linnich – Ederen 16 63 Regionale Erzeuger- und Nahversorgungsgemeinschaft „Mehrwert“ 16 64 Auf alten Wegen ins neue Land – Die Idee einer ersten touristischen Marke im indeland 17 65 Hafenzentrum BlausteinSee 17 66 Anschaffung und Einrichtung eines „Bürgerbusses“ 17 67 Sanfte touristische Erschließung der Sophienhöhe 17 68 Nachwachsende Rohstoffe für die Gewinnung von regionaler Biomasse 18 69 Aufbau, Organisation und Etablierung eines Reparatur-Cafes in Weisweiler und Dürwiß 18 70 Altes Obst trifft junges Gemüse. Anlage und Betreuung neuer und alter Streuobstwiesen rund um Eschweiler durch Jugendliche / Migranten / Asylbewerber 18 71 Soziales Miteinander neu gestalten – ein Dorfmittelpunkt für Kinzweiler 18 72 Alles außer Drinnen. Ein Kinder-Jugend-Wald-und-Umwelt-Projekt 19 73 Beleuchtung der Klosterkirche St. Jöris 19 74 Begegnungssitzecke auf der Klosterwiese in St. Jöris 19 75 Instandsetzung des St. Jöriser Klosterweihers 19 76 Herrichtung der historischen Wasserpumpen in St. Jöris 19 77 Projektidee „Initiative EEnergieland“ 20 78 Die Kirche bleibt im Dorf – Offener Altentreff, Kultur-Raum und SeniorenTagespflegeeinrichtung 20 79 Aktionsprogramm Streuobstwiese (Bausteinprojekt zu "Lebensraum Steinkauz" und "Lebensraum Bienen") 20 80 Erlebnisraum Römerstraße – Szenario 2015 plus 20 81 Bienen und Co. (Bausteinprojekt zu „Lebensraum Steinkauz“ und „Aktionsprogramm Streuobstwiese“) 21 Projektkurzbeschreibungen RRIR 1 3 Sagenwanderweg der Herrschaft Merode Das Projekt ist ein Themenwanderweg durch die Ortschaften der ehemaligen Herrschaft Merode, gelegen innerhalb der neuen Leader Region. So sollen an verschiedenen, auch historisch realen und verknüpften, Standorten entlang der ausgewählten Route Infoschilder installiert werden. Darauf sollen die überlieferten Sagen, aber auch der jeweils wahre Inhalt der Sagen wiedergegeben werden. Das ganze soll kindgerecht ausgestaltet werden. Ein Audioguide könnte das Ganze noch erlebbarer machen. Zunächst werden ca 25 ausgewählte Sagen der hiesigen Region entsprechend aufbereitet. Beispielhaft wurden bereits 5 Sagen aufbereitet und zu einem Musterweg zusammengestellt. Das Projekt entstammt der geplanten ganzheitlichen Entwicklung durch den AK Herrschaft, der dafür in 2014 einen IndelandSonderpreis zum Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ erhalten hat. 2 Wiedernutzbarmachung von vorgeschädigten Baulücken zur Bereitstellung von innerörtlichen Wohnflächen für Generationen übergreifendes Bauen Das Gebiet der Gemeinde Aldenhoven wird auf seiner gesamten Erstreckung in Nord-südlicher Streichrichtung von sog. tektonischen Störzonen durchkreuzt. In Niedermerz befindet sich eine etwa 5.000 qm große Fläche in privater Hand, die sich wegen ihrer begünstigten Lage nahe an Kindergärten, Grund- und Gesamtschule, Einkaufszentren, Autobahnauffahrten, Freizeitmöglichkeiten, Arztpraxen, Apotheken etc. und eingebunden in die Ortschaft, hervorragend eignet als Projekt für Generationen übergreifendes Bauen. Quer über das Gelände verläuft der Ausbiss des Weisweiler Sprunges, in dessen Verlauf RWE Power eine 40m breite Zone festgelegt hat, die von jeglicher Bebauung frei zu halten ist. Durchgeführt wird eine aufwendige gutachterliche Untersuchung um das betroffene Grundstück einer Bebauung zu zuführen und die klaffende Lücke nahe des Ortskerns zu schließen. Baurecht wird geschaffen durch die zeitlich parallele Aufstellung des Bebauungsplanes. 3 Lebendiger Dorfplatz, Linnich-Ederen Das Projekt möchte die Ideen die in der Dorfwerkstatt als Wunsch der Bürger geäußert wurden und in einem 3 tägigen Workshop mit Architekturstudenten erarbeitet wurden umsetzen. Projektziel ist die generationenfreundliche Gestaltung des Dorfplatzes wieder zum Wohnraum. Ziel ist es, den Platz verkehrssicherer zu machen, (2 Bushaltestellen mit großem Aufkommen an Kindern) und die Lärmemissionen in diesem Bereich durch diverse Maßnahmen zu mindern. Spiel- und Wohlfühlflächen für alle Generationen zu gestalten. Ziel ist es ca. 900 Bürgern ihren Dorfplatz als Identitätspunkt wieder zu beleben und die gelebte Dorfachse Dorfplatz-Schulweg als diese zu stärken. 4 Mobile Brikettpresse für regionale Biomasse Projektziel: Anschaffung und Betrieb einer mobilen Brikettpresse Projektmaßnahmen: Anschaffung einer Brikettpresse, Anschaffung eines Anhängers; Kombination der Brikettpresse mit einem Anhänger zu einer Einheit Ergebnisse: Erzeugung regionalen, CO2 neutralen Biomasse- Briketts aus Roh- und Abfallstoffen. Ausbau der Bioenergie, Erhöhung der Wirtschaftlichkeit von Biomasseheizungen und Holzvergasern, Reduzierung von Abfallstoffen. Ausbau des Anbaus von mehrjährigen Energiepflanzen auf Grenzstandorten. Projektkurzbeschreibungen RRIR 5 4 Café Rurmäander Das Indelandcafé Rurmäander soll eine Ergänzung bzw. Verlagerung des bestehenden Indeland-Cafés sein. Es geht darum Tourismus und Nahversorgung zu bündeln. Dazu soll ein Glas/Holz – Anbau am bestehenden DORV-Zentrum das Café aufnehmen, ergänzt um eine Fahrradstation. Öffnungszeiten sollen dann vor allem an Wochenenden dem Bedarf der Fahrradtouristen entsprechen. Infolge dieses Anbaus ans bestehende DORV-Zentrum kann der dann freiwerdende Raum des bisherigen Cafés als Begegnungsstätte und vor allem als Raum für eine Tagesbetreuung älterer Mitbürger/innen fungieren. Hier soll ein Konzept aus den Niederlanden Anwendung finden (Gemeinde Grashoek, FooDS-Projekt (EU)). Mit dem Projekt wird der Tourismus als Wirtschaftskraft genutzt, um die Nahversorgung zu stärken und die Aufenthaltsqualität der (meist) Tagestouristen gegenseitig fördernd zusammenzubringen. So werden die Bereiche Regionaler Zusammenhalt und Natur- und Kulturlandschaft direkt miteinander verbunden. 6 Symbiotische Nutzung des Drieschs als Natur-, Kultur- und Erholungsgebiet durch eine extensive landwirtschaftliche Nutzung Ziele: Erhalt der für die Region typischen Aulandschaften (Driesch) als Kulturlandschaft, Regionale Gewinnung und Vermarktung von Lebensmitteln, Nachhaltige und extensivere Bewirtschaftung des Drieschs; Neuschaffung bzw. Erhalt der biologischen Vielfalt in den Auwiesen, Symbiotische Nutzung des Drieschs als Natur-, Kultur- und Erholungsgebiet Maßnahmen: Der Barmener Driesch soll als Pappeldriesch erhalten bzw. wiederhergestellt werden, dies soll durch eine extensive Beweidung durch eine Herde schottischen Hochlandwilds erzielt werden. Dazu mü ssen die Weiden hergerichtet, eingezäunt und der Sturmbruch entfernt und durch Neuanpflanzungen von Pappeln ersetzt werden. Die Herde soll sich vermehren und die schlachtreifen Tiere in einer regionalen Vermarktung in den Metzgereien des Dorfes und im Umland als nachhaltig gewonnenes Fleisch verkauft werden. Das Vorhaben wird in vier Phasen umgesetzt 1) Machbarkeitsstudie 2) Vorbereitung der Weideflächen 3) Verträge und Aufbau der Herde 4) Pilotbetrieb. 7 Multifunktionale Nahversorgungszentrum im Pflegeheim Christinenstift Im Pflegheim Christinenstift im Ort Linnich-Gereonsweiler soll ein multifunktionales Nahversorgungszentrum einschließlich Dorfladen eingerichtet werden. Damit soll die Nahversorgung der Dorfgemeinschaft (jung und alt) und der Senioreneinrichtung Christinenstift verbessert und die Lebensqualität gesteigert werden. Ältere Mitbürger/innen sollen für das Betreiben der neuen Einrichtung aktiviert werden und die Verzahnung zwischen Wohnanlage und Dorf verbessert werden. Maßnahmen: Umbau eines vorhandenen Aufenthaltsraumes in der Senioreneinrichtung zu einem Nahversorgungszentrum/Dorfladen; Verknüpfung dieser neuen Einrichtung mit bestehenden Einrichtungen, wie Cafe, Begegnungsstätte, Versammlungsraum, zum multifunktionalen Nahersorgungszentrum; Gründung einer Seniorengenossenschaft ist parallel zur baulichen Umsetzung in Anlehnung an ein Modellprojekt der Techn. Hochschule Nürnberg geplant). 8 Indeland zum barrierefreien Sozial- und Wirtschaftsraum entwickeln Die demografische Entwicklung führt zu einer verstärkten Nachfrage nach barrierefreien Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitsräumen. Dies trifft auch und besonders für den ländlichen Raum zu. Gerade im ländlichen Räumen umfasst Barrierefreiheit weit mehr als „abgesenkte Bürgersteige oder Rampen vor öffentlichen Gebäuden“. Notwendig ist es vielmehr, Barrierefreiheit mit dem 360° Blick ohne tote Winkel zu betrachten und Barrierefreiheit als gesamtgesellschaftliche Notwendigkeit vom kleinen Kind bis zum Greis zu sehen. Im Rahmen des Projektes sollen im ersten Schritt die Barrierefreiheit in der Region Indeland analysiert und erhoben werden, anschließend sollen Chancen und Herausforderungen bewertet, Schlüsselstrategien und Erfolgsfaktoren abgeleitet und in kompakte Umsetzungsvorschläge und Lösungen für alle, an der Entwicklung der Region Beteiligten und Interessierten angeboten werden. Projektkurzbeschreibungen RRIR 9 5 Mehr- bzw. Multigenerationen- und Vereinshaus Rödingen Das aus Altbau (über 100 Jahre alt) und Neubau (ca. 40 Jahre alt) mit Turnsaal, Schulhof, Nebengebäuden und Spielplatz bestehende Schulgelände in Titz-Rödingen soll als „Ort des dörflichen Lebens“ erhalten und zum Mittelpunkt der gesamten dörflichen Gemeinschaft ausgebaut werden. Der Förderantrag erfolgt u.a. zur Anschubfinanzierung der anfänglichen Umbau- und Erweiterungskosten. Ergebnis ist ein wirtschaftlich tragfähiges Multigenerationen- und Vereinshaus in der Ortslage, dass für viele Vereine und soziale Gruppierungen „dauerhafte Heimat“ für ihre jeweiligen Aktivitäten bietet, sich zu einem Dorfmittelpunkt entwickelt, an dem sich auch das Dorf zu Feierlichkeiten und Brauchtum versammeln kann („Herz des Dorfes“). Der dörfliche Zusammenhalt und die Möglichkeit zu Gemeinschaftsveranstaltungen würden erhalten und ausgebaut werden. Die zukünftige Nutzung richtet sich an alle Bevölkerungsgruppen im Dorf und dem Umfeld. Die öffentliche Nutzung soll auch nach dem Ende der Schulnutzung erhalten werden. (Vorbild) 10 Auszug LandInForm (kein Projektblatt) Artikel zum Thema „Bees and Biodiversity – europäisch die biologische Vielfalt stärken. 11 Agrobusiness Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie soll die Nutzung von lokalen Wärmepotenzialen (natürliche und industrielle Abwärmequellen) zur Produktion von Sonderkulturen und Arzneimittelrohstoffen geprüft werden. Geeignete Flächen sollen entwickelt und mit entsprechenden Gewächshäusern bebaut werden. Abwärmequellen können industrielle Betriebe (Kraftwerke, Müllverbrennungsanlagen, Biogasanlagen, etc.), wärmeführende Infrastruktur (Fernwärmeleitungen) oder natürliche Wärmepotenziale (Grundwasser, Gewässer, Geothermie) sein. Das Projekt ist erfolgreich umgesetzt, wenn die Voraussetzung für die Errichtung eines Gewächshausparkes in einer Größenordnung von 20 – 30 ha Fläche gegeben sind. 12 Geocache-Rundweg 1.000 Jahr Golzheim Geocaching kann als moderne Schnitzeljagd bezeichnet werden. Sie findet mit GPS-Unterstützung (festgelegte/markante Punkte) im Einklang mit Natur und Nachbarschaft im öffentlichen Raum statt. In Deutschland gibt es bereits weit über 300.000 Geocaches. Im Jahre 2015 feiert der Ortsteil Golzheim sein 1.000 jähriges Bestehen. Im Rahmen dieses runden Geburtstages kann auf bestehenden Wegen rund um und durch den Ort ein sog. Multi-Cash eingerichtet werden. Durch das Ablaufen und Abfahren (Rollstuhlfahrer) von markanten Punkten kann einiges über die Geschichte des Ortes erfahren werden. Eine Anbindung an E-Bike Stationen kann ebenfalls durchgeführt werden. Projektmaßnahmen: Ermittlung von geeigneten Stationen, Sammlung von Geschichten zu den einzelnen Stationen, Erstellung eines Rundweges. 13 Überdachung der Alten Kirche Merzenich Die Entwicklung der Bergbaufolgelandschaft als Teil des Haupthandlungsfeldes Energie beinhaltet auch die Förderung und Entwicklung von Projekten der kulturellen Daseinsvorsorge. Die Alte Kirche Merzenich ist ein zentraler und exponierter Platz der Kultur für die gesamte Gemeinde. Als altes Kirchengebäude verbindet es die Kultur mit der Historie der Kirche und des Ortes. Durch eine fehlende Überdachung werden kulturelle Veranstaltungen dort mitunter witterungsbedingt stark beeinträchtigt. Hier würde eine entsprechende leichte Überbauung eine erhebliche Verbesserung des kulturellen Lebens der Gemeinde mit sich bringen. Projektkurzbeschreibungen RRIR 14 6 Dienstleistungsbörse für Senioren Untersuchungen des Kuratoriums Deutsche Altenhilfe haben 2013 deutlich gezeigt, dass auch die älteren Menschen in Merzenich möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung leben möchten. Um dieses zu gewährleisten, bedürfen die Senioren einer professionellen und unbürokratischen Unterstützung. Ein Großteil der Senioren benötigt Unterstützung im hauswirtschaftlichen Leistungen und Hilfe bei Einkäufen, kleinen Heimwerkerdiensten, Arzt- und Behördengängen und hat Bedarf bei sozialen und kulturellen Leistungen. Diese Versorgungslücke soll durch eine Vermittlungsstelle, bei der die Senioren individuelle Leistungen „einkaufen“ können, geschlossen werden. Diese Vermittlungsstelle soll mit einer Sozialfachkraft in Teilzeit, die die Senioren berät und einer Verwaltungsfachkraft in Teilzeit, die die Vermittlung organisiert und verwaltet, besetzt sein. Die Helfer und Helferinnen könnten auf Minijobbasis oder für eine Aufwandsentschädigung arbeiten. Die Senioren würden für die geleistete Arbeit einen festgelegten Stundensatz zahlen. 15 Dorfauto „Carsharing“ Golzheim Die Ortsteile Golzheim und Morschenich der Gemeinde Merzenich sind unzureichend an den ÖPNV angebunden. So sind viele Familien auf ein Zweitauto angewiesen, auch wenn damit oft nur kurze Strecken zurückgelegt werden. Die gemeinsame Nutzung eines Autos könnte viele Familien in den kleineren Ortsteilen unterstützen. Dieses könnte dazu beitragen, das Miteinander aller Generationen in den Dörfern zu sichern und den Lebensraum Dorf für die älteren Mitbürger zu erhalten. Einen besonderen Reiz hätte der Einsatz von umweltverträglicher Technik. Der Einsatz eines Elektrofahrzeuges als Dorfauto ist sinnvoll. 16 Dorfentwicklung im Kernort der Gemeinde Die Entwicklung der (kleineren) Dörfer der Gemeinde erfährt eine ausreichende Förderung durch ein entsprechendes Programm des Kreises Düren. Aber auch der Kernort Merzenich mit über 6.500 Einwohnern ist ein Dorf, welches entsprechend entwickelt werden muss. Hier sind u. a. gewerblicher- und privater Leerstand und Verödung des Ortskerns die Themen der Zukunft. Hier sind alle örtlichen Akteure (also Bürgerschaft, Vereine, Schulen, Gewerbetreibende, etc.) aufgerufen, einen entsprechenden Handlungsrahmen einschließlich Zielbildung zu entwickeln. Es ist davon auszugehen, dass die planvolle Entwicklung der größeren Dörfer bzw. Kernorte für alle teilnehmenden Städten und Gemeinden der Region interessant bzw. auch notwendig ist. 17 Leitlinien für das gemeinschaftliche Leben in der Gemeinde Merzenich Für eine planvolle Entwicklung der Gemeinde unter Berücksichtigung aller Faktoren (Generationen, Demografie, etc.) ist die Diskussion und Fixierung von Leitlinien unerlässlich. Als erster Schritt sollte eine Leitliniendiskussion mit breiter Bürgerbeteiligung ermöglicht werden. Die sich daraus ergebenden Prozesse bedürfen einer Unterstützung von außen. Es ist davon auszugehen, dass die Leitliniendiskussion für alle teilnehmenden Städten und Gemeinden der Region interessant bzw. auch notwendig ist. 18a Dorfforum & Dorf-Uni Lamersdorf Lamersdorf (1.000 Einwohner) liegt als „Halbinsel“ am Braunkohletagebau Inden. Über zwanzig Jahre, bedingt durch die Umsiedlung dreier Nachbarorte, wurde der Ort planerisch und politisch wenig beachtet und gestaltet; Landschaft, Gesellschaft und Dorf veränderten sich, die Gemeinschaft ging verloren. Mit der Dorfkonferenz (Zukunftswerkstatt) im Herbst 2013 gab es einen Neustart Bürgerschaftlichen Engagements. Als Methoden der Weiterarbeit wurden Dorfforum und Dorf-Univereinbart. Fü r die konkrete Umsetzung von Ideen (Projekten) sollen sich moderierte Dorfgespräche (Arbeitskreise) bilden. Ziel ist die Etablierung des Dorfforums, als unabhängige Kommunikationsstruktur Bü rgerschaftlichen Engagements. Zudem soll die Dorf-Uni a) als rechtlicher Trä ger des Bü rgerschaftlichen Engagements, b) zum ö rtlichen Bildungsträ ger und c) zum Knotenpunkt fü r Soziale Hilfe im Ort auf- und ausgebaut werden. Da Bü rgerschaftliches Engagement oft die „ü blichen Aktiven“ erreicht, sollen Kinder, Jugendliche und Senioren gezielt aktiviert werden. Projektkurzbeschreibungen RRIR 18b 7 Lamersdorf – Markt & Mühlenteich Ziel des Vorhabens ist es, zwei konkrete Projekte die im Rahmen der Dorfkonferenz (Zukunftswerkstatt Lamersdorf (siehe 18a) im Herbst 2013 sowie dem Kinderpartizipationsprozess im Sommer 2014 entwickelt wurden umzusetzen. 1) Marktplatz. Unter Beteiligung aller Generationen soll der Bereich „Markt“ (inklusive Kirche und Wellpappenwerk) wiederbelebt und Gebäudeleerstand entgegengewirkt werden. Die Mittel werden für die fachliche Begleitung sowie die Beteiligung der Dorfgemeinschaft genutzt. 2) Der Mü hlenteich soll wieder zugänglich gemacht und in ein Wander- und Radwegenetz indeland einbezogen werden. Fü r und mit den Kindern soll ein Wasserspielplatz gebaut werden. Die Mittel sollen für die Beteiligung der Anwohner und Kinder, für erste Planungen und für die Materialien des Wasserspielplatzes sowie erste Beobachtungs- und Ruheplätze (Senioren, Radfahrer) genutzt werden. 19 Integrative Gärten Alte aufgelassene Gärten/Brachen werden in einer Gemeinschaftsaktion von Bürgern und Flüchtlingen als Gemüse - und Blumengärten angelegt und nachhaltig ökologisch bewirtschaftet. Die Personen können sich mit den Erträgen teilweise selbst versorgen, es entstehen möglicherweise Verständnis - und Unterstützungsgemeinschaften. Es handelt sich um einen integratives Modell mit der Perspektive der nachhaltigen, friedlichen Integration von Asylanten. 20 Regionale Kunstausstellungen Ziel des Vorhabens ist Vermittlung von zeitgenössischer Kunst als Kulturgut der Region. Dazu sollen im Kunstraum Körzenig in Linnich-Közenig wechselnde Kunstaustellungen mit regionalen Künstlern durchgeführt werden. Aufgebaut werden kann auf eine jährliche Kunstaustellung im Kunstraum Körzenig für Künstler der Region inklusive Belgien u. Niederland, die regional gute Beachtung findet und pro Wochenende 120 – 160 Besucher anzieht Die Vernetzung mit Atelierhaus Aachen , Kunstverein Düren u.a. regionalen Kunstinitiativen ist gut und nachhaltig. 21 Kulturhaus Merode Ziel des Vorhabens ist die Planung des Neubaus des „Kulturhauses Merode“, um am südlichsten Punkt der Leader-Region/des Indeland ein Kunsthighlight erster Güte zu schaffen, das der gesamten Region zum Vorteil reicht. Planmäßig lehnt es sich an die kulturell-historischen Gegebenheiten an. Auf der Grenze des Schlossparks nutzt es die räumlichen Möglichkeiten und bietet, mit dem Schloß als Alleinstellungsmerkmal im Hintergrund, beste Chancen, Kultur und Tourismus zu fördern. Die folgenden konkreten Maßnahmen sollen durchgeführt werden: Machbarkeits-/Wirtschaftlichkeitsstudie, studentischer Ideenwettbewerb, Umsetzungskonzeption, Energetisches Konzept, Schallschutzkonzept. Der spätere Bau des Kulturhauses soll über Dorferneuerungsmaßnahmen mit Eigenleistung mit Unterstützung der regionalen Kooperationspartner umgesetzt werden. 22 Feldlehrpfad Das Rheinland ist landwirtschaftlich geprägt, ganz besonders die Jülicher Börde. Da heutzutage nur noch wenig Heimatkunde in den Schulen gelehrt wird und man feststellt, dass das Wissen über die heimischen Früchte stark zurückgeht, wollen wir hier ein Angebot unterbreiten. Konkretes Ziel ist die Einrichtung eines Themenwanderweges durch die Feldflur zwischen Merode – D´horn – Pier in der Gemeinde Langerwehe Mit Hilfe von Lehrtafeln sollen Informationen über die verschiedensten Feldfrüchte, die in unserer Region angebaut wurden und werden vermittelt werden. Zielgruppe sind Erwachsene und insbesondere Kinder, deswegen auch die Beteiligung der beiden Fördervereine. Dazu gehören Einheimische, aber auch Touristen, die die Gegend erkunden wollen. Projektkurzbeschreibungen RRIR 23 8 Wiedererlebbarmachung des Doppelkloster Wenau-Schwarzenbroich Das Kloster Wenau in Wenau und das Kloster Schwarzenbroich im Meroder Wald stellen eine historische Einheit dar. Während das Kloster Wenau noch in voller Pracht in Wenau steht, ist Kloster Schwarzenbroich im Wald nur noch eine bloße Ruine. An einen Wiederaufbau ist nicht zu denken. Aber die bestehenden Ruinen sollen insoweit von Grün befreit und wiederaufgemauert werden, bis eine Bedachung möglich ist, ähnlich wie z.B. in Derichsweiler mit der alten Kirche geschehen ist. Darunter ist auch nicht der ganze Teil des Klosters gemeint, sondern die Kirche des Kloster, die noch am stärksten erhalten ist. Außerdem könnte die Außenmauer wieder hergerichtet werden. Ziel ist eine Erlebbarmachung des alten Klosters in den Grundzügen. Dadurch soll der endgültige Verfall verhindert werden. Das kulturhistorische Denkmal Kloster Schwarzenbroich soll erhalten werden, da die Kreuzherren in vielen Bereichen der Orte der Umgegend tätig waren und ihre Spuren hinterlassen haben. Geplant ist weiterhin den Verbindungsweg zwischen Merode-Schwarzenbroich-Wenau wiederherzustellen. Das Projekt ist Teil der Entwicklung des Erholungsgebiets Herrschaft Merode. 24 Dorfkernerneuerung Merode Im Rahmen des Projekts soll der Dorfkern von Merode, also der Raum rund um den Handorn, erneuert werden. Ziel soll sein, den historischen Ortskern von Merode zu erneuern und als solchen sichtbar und zugänglich zu machen. Profitieren werden zunächst einmal die Einwohner des Ortes, die Vereine, aber auch alle Gäste von Veranstaltungen. Als Kreuzungspunkt verschiedener offizieller Wander- und Radwege werden auch Touristen durch Ruhemöglichkeiten davon profitieren. Geplante Maßnahmen: u.a. Straßengestaltung und –führung verbessern, Pflastern; Beleuchtung einrichten und verbessern nach historischem Vorbild, inkl. moderner LED-Technik. 25 Aktivierung des Meroder Forst Ziel ist die Aktivierung des bisher touristisch ungenutzten Meroder Waldes in der Gemeinde Langerwehe. Dazu sollen verschiedenen Angeboten wie z.B. TrimmDich Pfad, Bikepark, Notruftafeln, Friedwald, Wanderwege, Rastplätze, Aussichtspunkte/-türme, Infos an historisch bedeutsamen Punkten, Jakobspilgerweg, Münsterstraße als alter Pilgerweg nach Kornelimünster etc. unter Einbezug bestehender Restaurationen in den Ortschaften und im Wald erstellt werden. Zielgruppen sind Touristen, Wanderer, Einheimische, Erholungssuchende etc. Das Projekt ist Teil der Gesamtentwicklung der Gemeinde Langerwehe im Bereich Naherholung/Tourismus/Umwelt. 26 Dorfauto mit Fahrer Inden Frenz ist ein ländliches Dorf mit circa 700 Einwohnern. Der ÖPNV bedient den Ort schlecht. Insbesondere für die nichtmobile Bevölkerung ist dies ein großes Problem. Dies betrifft eine Bevölkerungsschicht, die sowieso immer benachteiligt ist und zu kurz kommt. Damit sich diese Mitbewohner in Frenz am öffentlichen Leben besser beteiligen können – Einkaufen, Kultur, Medizinische Versorgung aber auch Freizeitgestaltung -, möchten wir im Dorf ein gemeinsames Auto mit Fahrer anbieten. Der Fahrer wird aus der Dorfgemeinschaft gestellt. Wir kümmern uns aktiv um die notwendige Ausbildung. Projektmaßnahmen: Anschaffung eines Elektromobils, Installation einer Elektrotankstelle, Schulung der Fahrer, Organisation 27 Grüne Lunge - Merzenich Merzenich verliert durch den Tagebau den Bürgewald. Die Bemühungen um einen „Ersatz“ für Merzenicher Bürgerinnen und Bürger muss mit ins Zentrum der zukünftigen Planungen für Merzenich rücken. Die bisherigen Überlegungen zur „Grünen Lunge“ in Merzenich können im Rahmen des LEADER Projektes aufgegriffen und zielführend in Angriff genommen werden. Passende Flächen befinden sich entlang des Ellebaches in Merzenich, von Girbelsrath startend bis zur S-Bahnstation Merzenich. Geplant sind ein Ankauf von zumeist landwirtschaftlichen Flächen und Aufforstung dieser Flächen vom Erholungsgebiet in Girbelsrath bis zur S-Bahnhaltestelle Merzenich sowie teilweise Anlegung von Radund Wanderwegen entlang des Ellebachs. Projektkurzbeschreibungen RRIR 28 9 Kommunikationszentrum „Sophienland“ Geplant ist auf dem Gemeindegebiet Merzenich ein Kommunikationszentrum „Sophienland“ zu errichten. Seit Jahren – auch Jahrzehnten- ist zu beobachten, wie die Bürgerinnen und Bürger rund um die Tagebauten in der Region informiert und „mitgenommen“ werden. Aktuelle Beispiele sind die Errichtung des Indemanns und die Bemühungen der Gemeinde Niederzier um die Sophienhöhe, aber auch zahlreiche weitere bundesweite Projekte. In Merzenich geschieht noch nichts dergleichen. Die Gemeinde Merzenich ist durch die Auswirkungen des Tagebaus Hambach (verlegte Autobahn, Kohlebahn, Umsiedlung Morschenich, Verlust von 1/3 der Gemeindefläche) massiv betroffen. Die genauen Folgen und notwendigen Maßnahmen für Merzenich sind der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt, die Folgelandschaft auf dem Gemeindegebiet und darüber hinaus vollkommen unklar. Daher braucht die Gemeinde Merzenich ein Zentrum der Kommunikation und auch ein Zentrum für die spätere Nutzung der Tagebaufolgelandschaft. Im ersten Schritt, bzw. im Rahmen des LEADER Projektes sollen Pläne zur Errichtung des Kommunikationszentrums „Sophienland“ erstellt werden. 29 Planung "Mehrgenerationenwohnprojekt Merzenich" Gemäß des "Wohnungsbaupolitisches Gesamtkonzept für die Gemeinde Merzenich" und der Empfehlungen des Kuratorium Deutsche Altershilfe in seinem Gutachten „Begleitung der Gemeinde Merzenich bei der Kommunalen Altenhilfeplanung“ ist es notwendig und sinnvoll im Zentralort Merzenich ein Mehrgenerationenwohnprojekt umzusetzen. Ziel der Projektplanung ist es das Mehrgenerationenwohnprojekt nach den für Merzenich notwendigen Rahmenbedingungen zu konzipieren. Maßnahmen: Zusammen mit allen Beteiligten (Gemeinde, Grundstückseigentümer, Investoren, Planer, Gutachter, sonstige Experten, betroffene Bürgerinnen und Bürger) soll das Projekt geplant werden. Wirtschaftliche Nachhaltigkeit: Das Mehrgenerationenwohnprojekt ist über die Mieteinnahmen nachhaltig gesichert. Ergebnisse: Im Rahmen des demographischen Wandels ist es wichtig das Zusammenleben von Jung und Alt zu fördern. So ist eine gegenseitige Unterstützung der Generationen gegeben. 30 Onlineplattform "SeniorNet" Ziel des Projektes "SeniorNet" ist es, die Senioren von heute und morgen in die Lage zu versetzen über das Internet an Informationen zu gelangen und Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Im Fokus steht die regionale/ lokale interaktive Aufbereitung der Zielgruppeninformationen mit und für die Seniorengeneration. Hierzu ist der Aufbau einer Online-Plattform notwendig, die auf der Basis zu definierender Kriterien Positionen, Aufgaben und Handlungsperspektiven in der Seniorenpolitik allgemein, aber auch Fragen zur Verkehrs- und Infrastrukturpolitik/Städteplanung, Gesundheit, Sicherheit, politische Mitbestimmung und Teilhabe sowie Kultur und Bildung sammelt und veröffentlicht. Das Projekt kann nach der erfolgreichen Implementierung durch Beiträge von Dienstleistungsunternehmen, Geschäften und weiteren Profiteuren sowie der Gemeinde Merzenich finanziert werden. Als Ergebnis ist die Verbesserung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Senioren und Menschen mit Handicaps zu erwarten. Das Projekt wird den ortsbezogenen Austausch der Senioren nachhaltig verbessern und Tendenzen der Vereinsamung von Senioren entgegenwirken. 31 Photovoltaik Carport am Parkplatz S-Bahn Haltepunkt Merzenich Der Parkplatz zum S-Bahnhof Merzenich liegt nur ca. 100m von der Anschlussstelle der neuen Autobahn A4 entfernt. Dieser Parkplatz wird nicht nur von Pendlern in Richtung Köln und Aachen aus Merzenich, sondern auch aus den umliegenden Kommunen Düren, Niederzier, Nörvenich und Vettweiß genutzt, um nur einige Beispiele zu nennen. Über die L264 liegt der Parkplatz genau in der Mitte zwischen der Achse Jülich und Euskirchen. Um zukunftsweisend für Bahn Pendler eine Anreise mit Elektromobilen zu fördern, sollten auf dem Parkplatz Photovoltaik Carports zum Anschluss von E-Mobilen erstellt werden. Es sollten in der ersten Ausbaustufe die hier beantragt wird, 20 Fahrzeuge anzuschließen sein. Größe: 2mal ca. 30,00 m x 6,00 m. Ziele: Förderung der Anreise mit Elektromobilen. Aufladung dieser Mobile (Zweiräder wie Vierräder) mit Sonnenenergie. Projektkurzbeschreibungen RRIR 32 10 Solaranlage zur Unterstützung der Nahwärmeversorgung am Umsiedlungsstandort Morschenich – Neu Der Ort Morschenich muss aufgrund des Tagebau Hambach umgesiedelt werden. Am Umsiedlungsstandort hat man sich zu einer dezentralen Nah Wärme Versorgung durch eine Pellet Heizung entschieden. Um diese Heizungsform durch Sonnenenergie zu unterstützen, wäre ein sinnvolles Projekt diese Anlage durch eine Solaranlage zu unterstützen. Ziele: Unterstützung der Heizleistung durch Sonnenenergie. Reduzierung der Verbrennung von Holzpellets. Maßnahme: Bau einer Solar Anlage zur Wasser Erwärmung. 33 „Rheinischer Energielehrpfad" Schaffung eines ca.40 km langen Energielehrpfads in der Region unter Einbindung verschiedener mit dem Thema Energie beschäftigten lnstitutionen. Aktuell sind 10 Stationen und Themen in Linnich, Jülich und Aldenhoven geplant die einen Überblick über frühere Energieformen über die heutige Nutzung von Braunkohle zu neuen, regenerativen Energien ("Mit welchen Energieformen ist die Region groß geworden"?) geben. Darüber hinaus sind weitere konkrete Maßnahmen zur Energiegewinnung und einsparung geplant (Planung und Errichtung einer Wasserkraftanlage auf dem Gelände des Glasmalereimuseums, Errichtung eines Kleinwasserkraftwerkes inklusive Fischtreppe am Rurdorfer Wehr in Linnich durch einen privaten lnvestor). 34 Projekliste Kreis Düren (kein Projektblatt) 35 Lernort Bauernhof Als Lernort Bauernhof soll ein derzeit leerstehender Bauernhof mit Gelände im Ort Linnich Ortsteil Körrenzig entwickelt werden. Geplant ist, diesen als Lernort für Kindergärten, Schulen und Initiativen herzurichten und mit kleinem Tierbestand und Garten zu hegen und zu pflegen. Auf dem Bauernhof können Menschen mit Behinderung oder Migrationshintergrund als Mitarbeiter beschäftigt werden. Alte Menschen aus dem Ort können u. U. Kenntnisse über Tierpflege u. Gartenpflege, Gemüseanbau weiter vermitteln. Zu den geplanten Maßnahmen gehören die Anmieten oder der Kauf eines geeigneten Hofes, Einrichtung des Lernortes, Tiergehege/Weiden, Garten anlegen, Personen finden, die den Hof verantwortungsvoll leiten und Mitarbeiter finden. 36 Grüner Dorfladen Im Dorf Linnich - Körrenzig gibt es außer einem Bäcker keinen Laden, viele ältere Menschen haben aber kein Auto, um im Nachbarort in den Supermarkt zu fahren. Ziel des Vorhabens ist ein Lebensmittelladen mit regionalen, selbst erzeugten Lebensmitteln als Ergänzung zu Supermärkten der Region. Dazu bildet die Dorfgemeinschaft eine Genossenschaft, die in einem lehrstehenden Haus zentral im Dorf einen Laden mietet, in dem Gemüse und Obst aus den Gärten des Dorfes und der nächsten Umgebung angeboten und verkauft wird. Die Verkaufstage werden von den Eigentümern angeboten und entweder selbst oder durch eine/n Verkäufer/in gewährleistet. Die Anteilseigner des Ladens dürfen eine bestimmte Menge Nahrungsmittel kostenlos nutzen für den Eigenbedarf. Die Dorfbewohner haben eine Versorgungsmöglichkeit im Laden vor Ort. Außerdem kann der Laden ein Gesprächspunkt und Treffpunkt werden. Das Projekt trägt zur Sicherung der Versorgung der Dorfgemeinschaft mit frischen, regional erzeugten Produkten, Nutzung der alten Bauerngärten, Nutzung/Umnutzung von Leerstand sowie zur Sicherung der Funktionen des Dorfes bei. 37 MundArt Um den Kontakt unter den Bürgen zu stärken und zu erneuern soll in Linnich und/oder Körrenzig die Sperrung einer Strasse im Ort für einen Sonntag stattfinden. Alle Bürger stellen Biertische und Bänke oder Gartenmöbel in einer langen Tafel auf, jeder bringt Speisen und Getränke, Geschirr u. Tischschmuck mit, möglicherweise macht jemand Musik. Gemeinsames Essen und Trinken an einem Sommersonntag zur Pflege der Gemeinschaft über alle soz. Schichten und Generationen hinweg und als Gegenmaßnahme zur Vereinsamung im Alter. Jedes Jahr wird eine andere Nachbargemeinde mit eingeladen als Gast. Perspektivisch kann sich hieraus eine neue Tradition für alle Generationen der Ortschaften entwickeln. Projektkurzbeschreibungen RRIR 38 11 Grüner Dorfladen Ziel des Projektes ist es, in Linnich – Körrenzig einen Lebensmittelladen mit regionalen, selbst erzeugten Lebensmitteln als Ergänzung zu Supermärkten der Region zu schaffen. Dazu bildet die Dorfgemeinschaft eine Genossenschaft, die in einem lehrstehenden Haus zentral im Dorf einen Laden mietet, in dem Gemüse und Obst aus den Gärten des Dorfes und der nächsten Umgebung angeboten und verkauft wird. Die Verkaufstage werden von den Eigentümern angeboten und entweder selbst oder durch eine/n Verkäufer/in gewährleistet. Die Anteilseigner des Ladens dürfen eine bestimmte Menge Nahrungsmittel kostenlos nutzen für den Eigenbedarf. Die Dorfbewohner haben eine Versorgungsmöglichkeit im Laden vor Ort. Außerdem kann der Laden ein Gesprächspunkt und Treffpunkt werden. 39 Pedelec (E-Bike) Mietstation Projektziele: Mit dem aufgeführten Projekt einer Pedelec (E-Bike) Mietstation in der Gemeinde Merzenich, ist es ein Ziel, die altersgerechte Mobilität auch ohne KFZ wieder herzustellen. Zusätzlich wird die Dorfgemeinschaft bei Gruppenangeboten im Rahmen von 55+ Initiativen gefördert. Als positiven Nebeneffekt wird hier zudem noch CO2 eingespart. Projektmaßnahmen: Herstellung Stromversorgungsleitung/Solar, Beschaffung von 20 Pedelecs (E-Bike); Erstellung Ladestation/Abrufterminal mit Entgelt oder Kreditkarten (ggf. Gegenrechnung Pers. Kosten 450€ Job), ggf. Absicherung mittels Einzäunung und Überdachung, Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen. 40 Zukunftslabor Bergehalde Emil Mayrisch Ziel ist es, am Beispiel einer markanten, mit sehr geringen Restriktionen belegten Halde, in Zukunftslabors an verschiedenen Stationen Zukunftstechnologien auf Sonderstandorten unter den Bedingungen des Klimawandels zu erproben und die Bergehalde einer Freizeit- und Erholungsnutzung zuzufü hren. Hierbei soll auch das Miteinander von Freizeit, Erholung und Technologie untersucht und bewertet werden Es ist vorgesehen, in einem Ideenwettbewerb fü r Landschaftsarchitekten, Energie- oder Agraringenieure, Ausstellungsmacher oder Kuratoren, Kommunikationsdesigner u.v.m. frische und ungewö hnliche Ideen fü r eine neue Sicht auf die Bergehalden der Region zu generieren und einen ganzheitlichen, zukunftsweisenden Umgang mit diesen zu ermöglichen. 41 Gemeindeentwicklungsplan Masterplan Aldenhoven Ziel des „Masterplan Aldenhoven“ soll sein, den Ist-Zustand in der Gemeinde Aldenhoven, insbesondere unter dem Aspekt der Spätfolgen durch den Fortgang des Tagebaus Inden und die Schließung der Zeche Emil-Mayrisch, zu betrachten und die daraus erwachsenen Probleme zu bewerten und zu lösen. Der Masterplan soll fü r die Gemeinde richtungsweisend sein und dient als vorbereitende Planungsgrundlage fü r unterschiedlichste Handlungsfelder. Die Umsetzung des „Masterplan Aldenhoven“ soll in Teilplänen erfolgen, darunter u.a. die Teilpläne: Einzelhandelskonzept (inkl. Nahversorgung), Parkraum- und Verkehrskonzept, Klimaschutzkonzept, Natur und Umwelt. 42 Militärhistorischer Wanderweg Siebzig Jahre nach Ende der Schlacht im Hürtgenwald ist das Interesse an der Geschichte sehr groß. Fast täglich erreichen den Ort Anfragen aus den USA und Deutschland. Ziel wäre es, einen oder zwei militärgeschichtliche Wanderwege im Merode Wald in Ergänzung an den bereits existierenden militärgeschichtlichen Wanderwegen in der Gemeinde Hürtgenwald anzulegen. Dabei könnte man die örtliche Gastronomie (Laufenburg, Wettsteins Restaurant, usw.) mit einbeziehen. Es könnten die noch letzten sichtbaren Spuren der Kämpfe, wie z. B. gut erhaltene Laufgräben oder Stellungen als Bodendenkmäler deklariert und gesichert werden. Projektmaßnahmen können die Deklaration von Laufgrüben im Bereich des Soldatenfriedhofs Marienbildchen als Bodendenkmal, die Kennzeichnung von Wanderwegen und das Aufstellen von Info-Tafeln sein. Projektkurzbeschreibungen RRIR 43 12 Dorfwerkstätten im Umsiedlungsraum Durch ca. 12 Dorfwerkstätten und thematisch gezielte Veranstaltungen sollen insbesondere die von der Umsiedlung betroffenen Ortschaften in ihrem Gemeinschaftsleben gestärkt werden und Hilfestellung erhalten für die Herausforderungen des demografischen Wandels. Kernthemen sind hierbei Stärkung des Ehrenamtes, Zukunft des Vereinslebens, bauliche Entwicklung, Mobilität, senioren- und jugendgerechte Dorfentwicklung, Grün in und um das Dorf, nachhaltiges Wirtschaften und Energieversorgung. In intensiven Bottom Up Prozessen soll jedem Bürger, ausdrücklich auch Neubürgern, Jugendlichen und Menschen mit Migrationshintergrund, die Möglichkeit eröffnet werden, sich an der Bewältigung der Zukunftsaufgaben zu beteiligen. Ein neues Gefühl des dörflichen Gemeinschaftslebens und Miteinanders soll erfahrbar gemacht werden und das Dorf erhält eine Stärkung von innen heraus, die es für die zu bewältigenden Aufgaben rüstet. Der zentraler Ansprechpartner steht während der gesamten Zeit beratend zur Seite und kann z.B. bei Förderanträgen, baurechtlichen Fragen, aber auch zur Schlichtung von Differenzen helfen. Zwischen den Dörfern werden sich Netzwerke entwickeln, von denen positive Synergien zu erwarten sind. Ein vergleichender und bewertender Abschlussbericht fasst die Ergebnisse, Ziele und Erfolge zusammen und bietet so eine Übertragbarkeit für andere Regionen. 44 Erinnerungsinseln Entlang der bereits vorhandenen Rad- und Wanderwege sowie der Hauptattraktionen des indelandes sollen Erinnerungsinseln geschaffen werden, auf denen der Besucher die Auswirkungen der Tagebaue auf die Menschen, die Ortschaften und die Landschaft fühlen, verstehen und verwerten kann. Ziel ist es, die sieben Gemeinden und Städte im indeland sowie Merzenich und Titz mit Hilfe der thematisch unterschiedlich ausgerichteten Inseln noch effektiver zu verbinden und gemeinsam zu vermarkten. Zudem sollen die Inseln den betroffenen Menschen vor Ort zur Wahrung ihrer Erinnerung und zur Transformation des Gedenkens in die heutige Zeit dienen. Diese Inseln können je nach Standort und thematischer Ausrichtung sehr unterschiedlich ausgestattet sein. Ruheinseln, Kulturinseln, Lerninseln, Klanginseln, Duftinseln, Kraftinseln, Kunstinseln, Hörinseln, Sonneninseln, Naturinseln, Rurinseln. 45 Interkommunales Konzept zur Sicherung der Nahversorgung Vorbemerkung: Im Masterplan-Entwurf indeland 2009 – 2030 wird unter Kap. 4 "Handlungsprogramm" das "Interkommunale Handlungskonzept zur Sicherung der Grundversorgung" aufgelistet. Denn eine Grundversorgung im ländlichen Raum vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Oft ist die Entscheidung für oder gegen einen Wohnsitz auf dem Dorf mit diesem Aspekt verknüpft. Neben der Grundversorgung der Menschen vor Ort soll bei diesem Projekt auch die Regionalität der Produkte und die Vielfältigkeit deren Vermarktungsmöglichkeiten einbezogen und dauerhaft gesichert und etabliert werden. Dabei ist auf die Einbeziehung breit angelegter Wertschöpfungsketten zu achten. Durchgeführt wird u.a. eine Bestandsaufnahmen der vorhandenen Strukturen, eine modellhafte Umsetzung an drei Standorten sowie die Etablierung einer Plattform für regionale Produkte 46 Wiedernutzbarmachung von vorgeschädigten Baulücken zur Bereitstellung von innerörtlichen Wohnflächen für Generationen übergreifendes Bauen siehe Projekt 2, doppelt eingereicht 47 Ausbau der zukunftsweisenden, multimodalen Verkehrsstruktur Unter dem Aspekt des Klimaschutzes und der Energie-Wende soll eine neue, optimierte und der verä nderten Nachfrage angepasste Beschilderung fü r Fußgä nger und Radfahrer an strategisch bedeutsamen Verkehrspunkten (Bus & Bahn) umgesetzt werden. Ziel ist es, durch eine bessere Beschilderung die Anzahl der Besucher, die mit dem Fahrrad/OY PNV anreisen, zu erhö hen und dadurch die Umwelt zu schü tzen, die Mobilitä t in der Region zu stä rken und den Tourismus und die Kultur weiter zu fördern. Ausgeschildert werden sollen Einrichtungen des Freizeittourismus, die Innenstadt, aber auch neu entstandene Ziele wie beispielsweise das JUFA-Energiewelt indeland oder der Tagungsort Haus Overbach. Projektkurzbeschreibungen RRIR 48 13 Kulturzentrum Kommende Siersdorf (Arbeitstitel) Das renaissancezeitliche Herrenhaus der ehemaligen Deutschordens-Kommende Siersdorf ist ein herausragendes Zeugnis der Geschichte, das als national wertvolles Kulturdenkmal eingestuft wurde. Das heute ruinöse Baudenkmal wird seit 2012 im Bestand gesichert. Es soll zu einem kulturtouristischen Anlaufpunkt ausgebaut werden. Mit dem Kulturzentrum Kommende Siersdorf wird ein hochwertiges kulturtouristisches Ziel etabliert, das für die Belebung des äußersten südwestlichen Punkt des Kreises Düren in nachhaltiger Weise sorgen kann. Das Projekt knüpft sowohl an das Projekt „Erlebnisraum Römerstraße – Via Belgica“ an, als auch an die bereits bestehende „Rheinische Wasserburgenroute“. Dabei sollen zwei Elemente die zukünftige Nutzung bestimmen: 1. Ankerpunkt an der kulturtouristischen Route „Erlebnisraum Römerstraße – Via Belgica“ als Ergänzung zu den beiden Dokumentationszentren Köln (Römisch-Germanisches Museum) und Jülich (Museum Zitadelle Jülich). 2. Dokumentationszentrum zur Geschichte des Deutschen Ordens in Siersdorf und im Raum zwischen Rhein und Maas (Gebiet der ehemaligen „Ballei Biesen“ = Verwaltungseinheit des Deutschen Ordens). 49 Alt werden in vertrauter Umgebung Ziel ist die Entwicklung zukunftsweisender Modelle der sozialen Versorgung in Jülich, um ein attraktives und lebenswertes Wohnumfeld auch im hohen Alter und bei steigender Hilfebedürftigkeit zu bieten. Angehörige werden unterstützt und entlastet, (neue) Nachbarschaften bieten Hilfestellung im Alltag, professionelle Dienstleister strahlen durch eine wohnortnahe Präsenz Sicherheit aus. Gleichzeitig können vor allem aktive Senioren ihre Kompetenzen im Rahmen bürgerschaftlichen Engagements nutzbringend für sich und andere einsetzen. Geplant ist die Schaffung bzw. Weiterentwicklung kleinräumig vernetzter Stützpunkte/Verzahnung bereits erprobter Modelle/Implementierung ergänzender Angebote. Im Projektzeitraum werden sich (weitgehend) selbst organisierende Netzwerke entstehen/begleitet, die Gesamtkoordination wird auch nach Ende der Förderung hauptamtlich bei der Stadt Jülich liegen. 50 Gemeinsinn bringt Fortschritt In der Projektidee geht es um die Entwicklung der Stadt Jülich unter Einbeziehung großer Teile der Bevölkerung mit Hilfe der Ortsvorsteher und ihren Einzugsbereichen. Es soll das Potential der Besucher im Brückenkopf-Park (im Schnitt jährlich etwa 170 000 Besucher) genutzt werden, um über mehr Attraktivität auch die Innenstadt mehr zu beleben. Attraktivität wird über einen Pfad der Skulpturen und größere Mobilität für die Besucher des Parks angestrebt. Kinder sollen/ können betreut werden. Die Förderung soll für die Anschaffung der Kunstobjekte, Fundamente usw. verwendet werden. Das Projekt bettet sich ein in ein Gesamtkonzept (Belebung der Innenstadt/ des Marktplatzes). Eine stufenweise Realisierung ist geplant. 51 Dörfer an der Kante Der demographische und gesellschaftliche Wandel stellt insbesondere den ländlichen Raum vor hohe Anforderungen. In den an der direkten Kante des aktiven Tagebaus liegenden Dörfern werden die Prozesse durch den negativen Einfluss des Tagebaugeschehens beschleunigt. In Zukunft stehen weiter beschleunigte Prozesse unter dem positiven Aspekt der Indeseeentwicklung an. Diese sich stetig ändernden Rahmenbedingungen im Dorf, aber auch im Umfeld fordern die Dörfer mit ihren Bewohnern immer wieder erneut heraus. Im dem Vorhaben sollen für die Orttsteile: Schophoven, Lucherberg, Inden/Altdorf, Lamersdorf Lösungsstrategien entwickelt werden, um Sozial-, Bau- und Bevölkerungsstruktur im Kontext mit den anstehenden Änderungen und Entwicklungen am Tagebau, später auch am zukünftigen See stabil zu halten. Geplant sind Beratungsprozess in den Dörfern mit den folgenden Bausteinen: Moderation, Analyse Bau-, Dorf-, Sozial- und Infrastruktur, Entwicklung von Empfehlungen und Umsetzungsstrategien unter Einbindung der Dorfbewohner und der politisch Verantwortlichen. Ergebnisdokumentation und Öffentlichkeitsarbeit Projektkurzbeschreibungen RRIR 52 14 Geo-Caching zum Thema Energie(-wende) und –geschichte Es wird ein Geo-Caching Angebot zum Thema Energie-Wende ausgearbeitet, das verschiedene Punkte zum Thema Energie (Kohle, Sonne, Wind, Wasser und Zuckerrü be) erlebbar macht. Ausgestattet mit einem Global Positioning System (GPS)-Empfänger und den Koordinaten macht der Geo-Cacher sich auf die Suche nach einem Schatz und findet an der jeweiligen Position neben der Schatztruhe auch Informationen zu der jeweiligen Einrichtung/Umgebung. Eine digitale Schnitzeljagd zum Thema Energie, Energiewende und der eigenen Vergangenheit. Das Geo-Caching kann hier als Instrument zur Imagebildung der Region, zur Identitätsförderung und als lehrreiches Angebot fü r Familien mit Kindern genutzt werden. Aber auch andere Gruppen, wie z.B. Schulklassen und Unternehmen stellen eine potentielle Zielgruppe dar. Basierend auf den Erfahrungen in Jü lich (hier ist die Dichte an erlebbaren Punkten hoch genug) kö nnen die Erfahrungen und das Angebot anschließend auf die gesamte LeaderRegion ü bertragen und erweitert werden. 53 Land-Post: Heimat zwischen Inde und Rur. Ein Blog. In Auftaktveranstaltung und Workshops wurde immer wieder die Frage aufgeworfen, ob es eine gemeinsame Identität gibt. Wer die Frage stellt, hat sie schon beantwortet. Was aber ist dann unser Gemeinsames? Der Verlust von Heimat und die Sehnsucht, Wurzeln an neuen Orten zu schlagen? Was ist Heimat? Was mögen wir an uns, worüber lachen wir, worauf sind wir stolz? Der Blog spürt dem nach und erzählt uns unsere Geschichten und die der anderen. Zielgruppe sind wir selber – indem wir uns gegenseitig erzählen (lassen) und bewusst machen (lassen), was es heißt, ein Revier zwischen Flüssen und Städten, zwischen Tagebauen und ihren Folgelandschaften zu sein. Etwas zu erfahren über Menschen und Geschichten aus dem Umfeld stärkt vorhandenes und schafft neues Gemeinschaftsgefühl. Ein Blog bietet die Möglichkeit, diesen Effekt sowohl lokal als auch vernetzt zu nutzen: eingebunden auf eigener städtischen Homepage, verlinkt in sozialen Medien aller betroffenen Projektpartner und –gemeinden. Der Blog kann zunächst als kommunales Einzelprojekt entwickelt werden, bietet aber ausreichend Potential für Folgeprojekte und Integration in Gesamtkonzept, indem lediglich der Aktionsradius ausgeweitet wird. 54 Lebensraum für den Steinkauz Mit dem Projekt werden eine Verbesserung des Lebensraumes des Steinkauzes zur Entwicklung einer stabilen Population sowie Verbesserung des Images der Art angestrebt. Die Population des Steinkauzes wird dauerhaft stabilisiert und der Rückgang gestoppt. Der Steinkauz wird ein "beliebtes" Tier der Börde und steht als Symbol für eine intakte Kulturlandschaft und den intelligenten Umgang mit dem spezifischen Naturraum der Börde. Geplant sind ein Gutachten in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Fachleuten, konkrete Maßnahmen in Problembereichen (Aufbau neuer Strukturen, Qualitätsverbesserung) sowie Presse, Aktionen und Bürgerbeteiligung. 55 Junge Wilde – Natur erleben Ziele der Projektidee sind die Angebotserweiterung touristischer Produkte für junge Menschen zwischen 16 und 24 Jahre, eine bessere Auslastung der vorhandenen Infrastruktur, eine Imageverbesserung der Region sowie die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, die direkt und indirekt an den Tourismus gekoppelt sind. Das Freizeit- und Urlaubsangebot für junge Erwachsene (16 – 24 Jahre) in der Region ist sehr gering. Zur nachhaltigen Entwicklung eines zukunftsfähigen touristischen Angebotes ist es unbedingt erforderlich, die Angebotspalette auch auf junge Menschen auszudehnen und der Eifel das verstaubte Image einer Wanderregion für Senioren zu nehmen. Diese Gruppe hat bestimmte Ansprüche, die sich neben Shoppen und Party (vornehmlich durch die Städte abgedeckt) durchaus auch auf Naturerleben erstrecken. Allerdings muss dies altersgemäß mit Herausforderungen, Abenteuer und sportlicher Aktivität gekoppelt sein. Die bereits existierenden Angebote sind nicht vernetzt bzw. müssten durch geeignete Maßnahmen für die Altersgruppe angepasst werden. Zudem sind neue Angebote und eine Vermarktungsstrategie zu schaffen. Geeignet ist das Gebiet der Eifel, später könnte das Projekt aber auch auf andere Flächen übertragen werden. Der besondere Reiz des Projektes ist die Kooperation zweier LEADER-Regionen. Als Pilotregion werden die kreisdürener LEADER-Kommunen Langerwehe, Hürtgenwald, Heimbach und Nideggen vorgeschlagen. Projektkurzbeschreibungen RRIR 56 15 Kompetenz-DEMENZ Ziele ist die Stärkung der Alltagskompetenz von Menschen mit Demenz in Ihrem häuslichen/ familiären Umfeld zur Vermeidung/ Verzögerung einer Institutionalisierung (Heimunterbringung) und Entlastung der Familienangehörigen durch individualisiertes ergotherapeutisches Training am Wohnort. In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass sich ergotherapeutische Verfahren positiv auf unterschiedliche Lebensbereiche von Patienten auswirken. Das Vorhaben ermöglicht: die Vermeidung von stationären Pflegekosten für Betroffene und Pflegekassen, Imagegewinn durch Schaffung eines in der Form noch nicht bestehenden Angebotes mit möglicher Strahlwirkung über die Region hinaus, Vernetzung mit bereits bestehenden Angeboten, Schaffung von 2 Vollzeitarbeitsstellen, Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit 57 Wächterhäuser für Künstler Ziel des Projekts ist die Förderung einer lebendigen Innenstadt sowie die Ansiedlung von Künstlern in Linnich. Dazu sollen leerstehende, renovierungsbedürftige Häuser Künstlern der Region und Asylbewerbenden Künstlern für eine symbolische Miete langfristig zur Verfügung gestellt werden. Die Mieter nutzen und renovieren die Häuser in Eigenleistung/Eigenfinanzierung, ein Raum soll als Atelier nutzbar sein. 58 Ausbau Radwegenetz in den Ortschaften St. Jöris, Kinzweiler Projektziel ist der Bau eines Radweges parallel zur Merzbachstraße zwischen den Ortsteilen St. Jöris und Kinzweiler, um die Mobilität von Personengruppen zu fördern, die kein Auto fahren, sowie deren Sicherheit, da die Merzbachstraße kurvig und unübersichtlich ist. Zur Zeit besteht kein sicherer befestigter Weg zwischen den Ortschaften St. Jöris und Kinzweiler. Ferner kann hierdurch der Zusammenhalt dieser Ortschaften gefördert werden. Profitieren werden hiervon besonders ältere Mitbürger und Jugendliche, aber auch jeder, der ohne Auto unterwegs sein will. Zudem wird der verkehrstechnische Zusammenschluss der Ortsteile St. Jöris und Kinzweiler für Nicht-Autofahrer ermöglicht sowie die Anbindung an die Regiobahn-Haltestelle in St. Jöris für Personen, die mit dem Rad kommen (Senioren mit E-Bike und Jugendliche). Sicherer Weg für „durchreisende“ Radwanderer (Anschluss an das Naherholungsgebiet Blausteinsee 59 Unser-indeland.de; Website für Bürgerinformation im Rheinischen Revier an Inde und Rur Nach dem Vorbild unserAC.de (link: https://www.unserac.de) soll eine Internetseite bürgerschaftliches Engagement und Information bündeln, um den Austausch der Menschen im Projektgebiet zu verbessern. Die auf die Region zu adaptierende Plattform soll sich zu einem Grundinstrument der Kommunikation entwickeln. Sie baut auf www.unserAC.de auf. Diese Plattform greift bestehende bundesweite Trends zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Kommunen und Bürgern auf, ist anderen Plattformen aufgrund ihrer Funktionsvielfalt jedoch weit voraus. Folgende Ziele sollen erreicht werden: 1) Verbesserung der Information der Bürger über Vorhaben und Planungen in den Stadt- und Gemeinderäten in der Region durch Präsentation der öffentlicher Informationen in einer Karte der Region. 2) Übersicht über die Vereine und andere Gruppierungen bürgerschaftlichen Engagements in der Region und deren Aktivitäten und Veranstaltungen. 3) Errichtung Portal für Pressemitteilungen von Vereinen und anderen Gruppierungen. 4) Errichtung einer Internetplattform für bürgerschaftliche Initiativen Projektkurzbeschreibungen RRIR 60 16 Opensource Ratsinformation für kleine Kommunen Eine transparente Information der Bürger über Vorgänge in den Stadt- und Gemeinderäten der Region setzt voraus, dass öffentliche Informationen aus den Räten zeitnah und in strukturierter Form ins Internet gestellt werden können. Gerade kleinere Kommunen scheuen den Aufwand der Installation und des Betriebes eines der kommerziellen Ratsinformationssysteme. Eine OpenSource (quelloffene) Anwendung im Internet wäre daher für Kommunen, die mehr Transparenz in der Bürgerinformation wollen, selbst aber nicht die Mittel für ein solches kommerzielles Produkt aufwenden können, wünschenswert. Nach einer konkreten Bedarfsanalyse wird mit den interessierten Kommunen ein Funktionsumfang einer solchen OpenSource Ratsinfosystem-Anwendung definiert und in ein Lastenheft transformiert. Anschließend erfolgt eine Ausschreibung zur programmtechnischen EDV-Umsetzung, wobei ausdrücklich die Anpassung eventuell vorhandener geeigneter OpenSource Ratsinfo-Systeme mit betrachtet wird. Als Ergebnis entsteht ein quelloffenes System zur internen Bearbeitung von Ratssitzungen mit einem Informationsteil für Bürger, welches öffentlich verfügbare Informationen in strukturierter Form für das Internet bereithält. 61 EE-Kombikraftwerk Langerwehe Langfristiges Ziel ist die Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien für die Nach-Braunkohle-Zeit in der Leader-Region. Als Starterprojekt ist die Wärme- und Stromversorgung des Rathauses von Langerwehe sowie anliegender Häuser mit Holzhackschnitzel aus Restholz geplant (Landschaftspflege, Sägewerk, Waldrestholz). Konkret gefördert werden soll die Projektierung und der Bau eines Holzvergaser BHKWs sowie einer Nahwärmeleitung. Das Projekt dient als Initialzündung ein Gesamtkonzept zur 100% Versorgung des Ortes Langerwehe mit Erneuerbaren Energien bis 2050. Das Gesamtkonzept beinhaltet die Reduzierung des Energieverbrauchs durch Sanierung sowie die Deckung des Wärme- und Strombedarfs durch Blockheizkraftwerke, Wind- und Solarstromanlagen. 62 Energetische innovative und nachhaltige Sanierung der Bürgerhalle Linnich – Ederen Ziel ist es, ca. 900 Bürgern ihre Anlaufstelle zu erhalten und das Herz des Dorfes weiter schlagen zu lassen sowie die Energiekosten zu senken. Die Dorfjugend soll durch aktive Mitarbeit bei den Umgestaltungen stärker in das Dorfleben integriert werden. Folgende Maßnahmen sind aktuell geplant: Energiescan des Gesamtgebäudes; Einbezug und Kooperation mit der Kathy Beys Stiftung und des Solarinstitutes der FH Aachen Sektion Jülich; Qualifizierung von weiteren Partnern und Akquisition von Sponsoren; nicht gedämmte Flächen durch effektive Maßnahmen zu dämmen; Austausch von ineffizienten Fenstern und Türen; Lichtgesamtkonzept überarbeiten; Behindertengerechte Raum- Umfeld- und Wegegestaltung; Nutzung von Solar- und Photovoltaikanal; Kernsanierung Umkleiden und Duschen; sinnvolle Umgestaltung der Außenanlagen, Trockenlegung der Kelleraußenwände. 63 Regionale Erzeuger- und Nahversorgungsgemeinschaft „Mehrwert“ Um die fehlende bzw. mangelhafte Nahversorgungssituation in den kleinen Dörfern zu verbessern, soll die bereits in Ansätzen vorhandene Selbstvermarktungsstrategie der lokalen bzw. regionalen Erzeuger (Hofläden, Obst- und Gemüsewagen) ausgeweitet und in Teilen professionalisiert werden. Neben Marketing (eigenes Label, Werbung) sind dies die Attraktivierung der Angebotspalette (z.B. Non-FoodArtikel), die Ausweitung der Serviceleistungen (z.B. Lieferdienst) und die bessere Koordination der Erzeuger und Händler untereinander. Möglich ist eine deutliche Verschneidung mit dem Projekt „Interkommunales Konzept zur Sicherung der Nahversorgung“. Dies hier eingereichte Projekt könnte eines der drei Modellprojekte des o.g. Ansatzes sein. Projektkurzbeschreibungen RRIR 64 17 Auf alten Wegen ins neue Land – Die Idee einer ersten touristischen Marke im indeland Naherholung, Freizeit und Tagestourismus sind die Leitpfosten einer touristischen Qualifizierung des indelandes. Angrenzend an die bereits touristisch erschlossenen und profilierten Eifelregionen muss sich das indeland erst finden und seine Stärken gezielt ausbauen. Auf dem Weg zu einer eigenen Marke gilt es die bereits vorhandenen Destinationen, Wege und touristischen Angebote zu fassen und systematisch zu strukturieren. Als Grenzregion zur Eifel (Tor zur Eifel), als vom Braunkohletagebau geformte Region (Neues Land) und als Übergangsregion in die fruchtbaren Ebenen des „Alten Landes“ ist das indeland ein noch unscheinbarer Leuchtturm, der sich seine Strahlkraft noch erarbeiten muss. Mit professioneller Hilfe soll die touristische Struktur des indelandes erkannt und daraus eine Leitmarke entwickelt werden: Naherholung, Freizeit und Tagestourismus – Der Tagebau als Kernkompetenz – Alte und Neue Heimat – Geschichte und Zukunft (Alte Orte, Landwirtschaft – Neue Orte, F+E, Energie, etc.). 65 Hafenzentrum BlausteinSee Am Seezentrum Blaustein-See, neben der Gastronomie und dem Infogebäude, ist ein Haus mit einem großen Schulungs- und Tagungsraum geplant. Das Haus soll Möglichkeiten zum Austausch, zur Planung, Vor- und Nachbereitung diverser Projekte aus der Umgebung bieten. Zeitlich begrenzte Ausstellungen sind möglich: (künstlerischer Art / kindgerechte, spielerische Umsetzungen zur Energiegewinnung / themenbezogene Fotogalerien etc.) Der untere Bereich kann als „Werkstatt“ für projektbezogene Arbeitsgruppen genutzt werden. Mit den Hafenzentraum soll ein regionaler Leuchtturm als langfristige Anlaufstelle mit den Erlebniswelten „Wasser“ (Natur, Wasser, Winde erleben und begreifen) und „ehemaliger Tagebau“ mit nachhaltiger Erinnerung an die Geschichte des hiesigen Tagebaus entstehen. 66 Anschaffung und Einrichtung eines „Bürgerbusses“ Für das Gemeindegebiet Niederzier soll ein neunsitziger Bürgerbusses angeschafft werden, damit ältere Menschen und nicht mobile Mitbürger aus entlegenen Ortslagen die Möglichkeit erlangen, in Ergänzung zum ÖPNV die vorhandene Nahversorgung nutzen zu können. Individuelle Fahrpläne und günstige Fahrtkosten tragen zur Attraktivität der Ortslagen bei und ermöglichen es, auch im Alter den Lebensmittelpunkt und damit Wohnort beizubehalten. Die ständige Unterhaltung und der Betrieb des Bürgerbusses soll durch die Gründung eines Vereins sichergestellt werden. Die Umsetzung soll im Rahmen des Ehrenamtes erfolgen. Durch Vereinsbeiträge und / oder Fahrtkostenbeteiligungen soll erreicht werden, dass die Kosten durch den Verein selbst getragen werden können. Durch eine evtl. Mitgliedschaft der Kommune können Defizite aufgefangen werden. 67 Sanfte touristische Erschließung der Sophienhöhe Die Sophienhöhe ist eine durch den Tagebau Hambach entstandene rekultivierte Abraumhalde, die eine Fläche von etwa 13 km² Fläche bedeckt und deren höchste Stelle auf ca. 301,8 Meter liegt. Derzeit ist die Nutzung der Sophienhöhe nur eingeschränkt möglich. Die Großflächigkeit und die teils starken Steigungen verhindern derzeit die Nutzung des gesamten Gipfelbereichs. Durch das Vorhaben soll der vielfältige und qualitativ hochwertige Naherholungsraum der „Sophienhöhe“ einer breiteren Bevölkerungsgruppe zugänglich gemacht werden. Dabei ist eine stetige Weiterentwicklung des Naherholungsbereiches Sophienhöhe angedacht, bspw. durch einen barrierefreien Zugang zum Gipfelbereich, eine fahrradtouristische Erschließung und die Ansiedlung von Gastronomie. Zunächst sollen durch eine gutachterliche Einschätzung die Realisierungschancen geprüft werden. Der Beginn ist für 2015 vorgesehen und wird sich über mindestens 5 Jahre erstrecken. Durch intensivere Nutzung der „Sophienhöhe“ können die bereits vorhandenen Erholungspotentiale tatsächlich und vielfältig genutzt werden. Projektkurzbeschreibungen RRIR 68 18 Nachwachsende Rohstoffe für die Gewinnung von regionaler Biomasse Konkretes Ziel ist die Entwicklung und Erprobung eines Anbaukonzeptes zur Gewinnung von Biomasse zur stofflichen und energetischen Nutzung auf landwirtschaftlichen Flächen, vorrangig auf ökologischen Vorrangflächen (Greening). Dazu sollen auf Versuchsflächen verschiedene mehrjährige Energiepflanzen und Kurzumtriebshölzer unter ökologischen Gesichtspunkten angebaut und ein Konzept zur Einbindung von ökologischen Vorrangflächen in eine regionale Wertschöpfungskette mit dem Fokus auf den Ausbau der Bioenergie entwickelt werden. Mit dem Vorhaben soll ein Beitrag zum Ausbau der Bioenergie, zur Artenvielfalt, der Nutzung von ökologischen Vorrangflachen sowie der Schonung von Ackerflächen geleistet werden. 69 Aufbau, Organisation und Etablierung eines Reparatur-Cafes in Weisweiler und Dürwiß Konkretes Ziel ist die Konzeption, Organisation und Umsetzung eines Reparatur-Cafes. Denn wer kennt das nicht: Das Fahrrad ist platt und steht seit Wochen unrepariert im Schuppen, die Vase ist runtergefallen und muss geklebt werden, an der Jacke fehlen Knöpfe, usw. Kleine Reparaturen, die man vor sich her schiebt, weil: gerade keine Zeit ist, die passende Schraube fehlt, ein Handwerker zu teuer ist, ich niemanden kenne, der mir helfen könnte, wenn ich es brauche. Dabei soll das „Cafe Repair“ Abhilfe schaffen: Einmal im Monat ein festes Treffen, um all diese Dinge bei einer Tasse Tee oder Kaffee gemütlich zu erledigen. Dabei trifft man nette Menschen allen Alters und mit unterschiedlichen Fähigkeiten, sowie auch Menschen anderer Kulturen. Dinge erledigen, anderen helfen, miteinander ins Gespräch kommen. Übergeordnete Ziele des Reparatur-Cafes sind die Vernetzung und Stärkung der Dorfgemeinschaft, Ressourcenschonung sowie generationenübergreifendes Arbeiten und Integration (ältere Menschen, Jugendliche, ausländische Mitbürger). 70 Altes Obst trifft junges Gemüse. Anlage und Betreuung neuer und alter Streuobstwiesen rund um Eschweiler durch Jugendliche / Migranten / Asylbewerber Ziel ist die Wiederherstellung und Erhalt eines Streuobstwiesengürtels um die Dörfer – z.B. auch auf den Grüngürtelflächen – zur lokalen Versorgung der Bürger mit Obst und Saft sowie zur Pflege eines alten Kulturgutes. Um die Pflege und Ernte zu gewährleisten, sollen Bürgergruppen (z.B. ältere Schüler (Schülerfirma), jugendliche Flüchtlinge, Asylbewerber, die noch nicht arbeiten dürfen, hier aber einer sinnvolle Tätigkeit nachgehen könnten, Schulverweigerer u.a.) geschult werden, die durch die Arbeit mit den Obstbäumen eine Verbindung und Einbindung in „ihre“ Heimatgemeinden erfahren, sowie wichtige Kompentenzen („soft skills“) für die eigene berufliche und persönliche Entwicklung erwerben können. Eine Wiedereinführung des Kulturguts Streuobstwiese stellt gerade in der heutigen Zeit u.a. einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Ernährung der ländlichen Bevölkerung dar (regional, saisonal, bio) und damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz in der Region. 71 Soziales Miteinander neu gestalten – ein Dorfmittelpunkt für Kinzweiler Ziel ist die Schaffung eines sozialen Mittelpunktes für Kinzweiler. Dazu soll ein Teil der Festhalle Kinzweiler („Schankraum“) in einen Multifunktionsraum umgebaut werden. Die Festhalle wird als einzige Festhalle in Eschweiler vom Förderverein Kinzweiler ehrenamtlich betrieben und ist der letzte Versammlungsort für Vereine und Bürger/innen in Kinzweiler und Hehlrath. Nach dem Umbau kann dieser dann für die zahlreichen geplanten sozialen Aktivtäten (Krabbelgruppe, Vorlesenachmittag, Gemeinsame Nachmittag der Bewohner des nahegelegenen Altersheimee mit Kindern, wöchentlicher Jugendtreff, Ort für Festlichkeiten der Vereine, wöchentliches „Nachmittags Café“) genutzt werden. Bereits bestehende Initiativen, zum Beispiel der Dorf-Trödelmarkt der Schützen oder auch der „Spielplatznachmittag“ finden einen festen Anknüpfungspunkt und können besser geplant und mit anderen Initiativen vernetzt werden. Projektkurzbeschreibungen RRIR 72 19 Alles außer Drinnen. Ein Kinder-Jugend-Wald-und-Umwelt-Projekt Mit dem Projekt soll Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geboten werden, ihre Freizeitgestaltung in der Gruppe und draußen in der Natur selbstbestimmt und im demokratischen Prozess untereinander zu organisieren. Kinder und Jugendliche, oftmals im Dschungel von Medienkonsum und Orientierungslosigkeit gefangen, können wieder eines tun: Freizeit sinnvoll gestalten. Ausgehend von einem zentralen Treffpunkt, den sie nach ihren Vorstellungen entwickeln („bespielen“), tragen Sie durch gezielte Aktionen zum Natur- und Umweltschutz bei. Unter geschulter Anleitung junger Erwachsener und bei Bedarf fachlicher Begleitung bestimmen sie demokratisch, welche Aktion und wie diese umgesetzt werden soll. Eltern und Erwachsene helfen begleitend, sind aber im Entscheidungsprozess nachrangig. Hier bestimmen die Jungen. 73 Beleuchtung der Klosterkirche St. Jöris Die Klosterkirche ist ein ehemaliges Kloster der Zisterzienserinnen im Eschweiler Stadtteil St. Jöris. Zusammen mit dem St. Jöriser Klosterweiher und der vorgelagerten Rasenfläche bildet die Klosterkirche den mittelalterlichen Dorfmittelpunkt von St. Jöris. Seit 1983 befindet sich die Klosterkirche im Besitz des „Fördervereins Zisterzienserinnenkloster St. Jöris“, der das Baudenkmal vor dem Verfall gerettet hat. 1986 wurde die wieder aufgebaute Klosterkirche als Kulturzentrum des Ortes eingeweiht. Im Rahmen des Vorhabens soll die Außen- und Innenbeleuchtung des Klosters verbessert werden und Bilderschienen angebracht werden, um die mitelalterliche Klosterkirche als Teil des baulichen Kulturerbes der Region hervorzuheben, den Zugang zur Klosterkirche zu verbessern und professionelle Ausstellungen durchzuführen. 74 Begegnungssitzecke auf der Klosterwiese in St. Jöris Am Rande der Klosterwiese sollen mehrere im Halbkreis stehende Bänke als Begegnungsecke für die Bewohner von St. Jöris dienen, aber auch als zusätzliche Sitzgelegenheiten bei Veranstaltungen. Von hier aus können Eltern auch auf ihre auf dem angrenzenden Spielplatz spielenden Kinder beaufsichtigen. Ferner können sie als Ratsgelegenheiten für Radwanderer dienen. Weiterhin können hier Hochzeitsfotos gemacht werden, da in der angrenzenden Klosterkirche standesamtliche Trauungen stattfinden. Mit dem Projekt wird ein Treffpunkt für die Bewohner von St. Jöris zur Pflege sozialer Kontakte geschaffen und die mittelalterliche Klosteranlage als Dorfmittelpunkt aufgewertet werden. 75 Instandsetzung des St. Jöriser Klosterweihers Ziel des Vorhabens ist es, den Klosterweiher wieder in ein funktionsfähiges Gewässer umzuwandeln. Dazu soll der Schlamm der sich über mehr als 30 Jahre am Boden des Weihers angesammelt hat und nur noch eine Wassertiefe von ca. 80 cm zulässt und Geruchsbelästigungen verursacht, abgebaggert werden. Zudem soll der Weg um den Weiher erneuert und Bänke um den See herum angelegt werden. Im Ergebnis wird der Weiher wieder zu einem funktionierendem Biotop und kleinen „Naherholungsgebiet“ im Dorfmittelpunkt der vom ortsansässigen Angelverein genutzt werden kann. Das Projekt ist ein Teilprojekt zur Erhaltung und Aufwertung der mittelalterlichen Klosteranlage in St. Jöris, um das Dorfleben, Vereinsleben, kulturelles Leben etc. zu fördern und um ein mittelalterliches Denkmal zu erhalten. 76 Herrichtung der historischen Wasserpumpen in St. Jöris In Eschweiler – St. Jöris befinden sich an zwei Stellen noch historische Wasserpumpen, an denen zu der Zeit, als es noch keine direkten Zuleitungen in die Wohnhäuser gab, die Bevölkerung ihren Wasserbedarf holen konnten. Die beiden Pumpen sind historische Relikte alter Dorfkultur und ehemalige Treffpunkte der Ortsbewohner, an denen man beim Wasserholen soziale Kontakt pflegte. Als solche Punkte sollen diese Pumpen erhalten und gepflegt werden. Dazu sollen die Pumpen restauriert und der historische Charakter des Treffpunktes durch eine wetterfeste Steinbank unterstrichen werden. Zusätzlich soll der kleine Platz wieder ansprechend hergerichtet und ein historischer Punkt der Ortschaft St. Jöris hervorgehoben werden. Projektkurzbeschreibungen RRIR 77 20 Projektidee „Initiative EEnergieland“ Die industriell geprägte Region mit erheblichen landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Anteilen birgt ein enormes Potenzial zur Generierung von erneuerbaren Energien. Vieles davon liegt allerdings brach, ist unrentierlich oder es fehlt einfach nur an den relevanten Netzwerken. Diese Potenziale zu entdecken, Ideen für ihre Verwertbarkeit zu erarbeiten und die richtigen Partner ins Boot zu holen ist der grundlegende Gedanke dieses Projektes. Dazu soll in einem ersten Schritt eine Potenzialstudie beauftragt werden, um die Möglichkeiten und Dimensionen für die weiteren Handlungsoptionen abschätzen zu können. Hierzu gehört auch das Ansprechen und Informieren der wichtigsten Akteure aus der Region. Als zweiter Schritt soll für die Projektidee "Biomasse Blockheizkraftwerk am alten Kraftwerksstandort der früheren Papierfabrik Schöller in Langerwehe" eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden. Vorbild hierfür ist das Bioenergiedorf Heubach bei Fulda. 78 Die Kirche bleibt im Dorf – Offener Altentreff, Kultur-Raum und SeniorenTagespflegeeinrichtung Mit dem Projekt sollen Anreize und Möglichkeiten für alte Menschen geschaffen werden, in ihrem Dorf Aldenhoven-Siersdorf wohnen zu bleiben, Familien und Angehörige entlastet und dadurch die ..Abschiebung" in ein heimatfernes Altenheim vermieden, Raum für kulturelle Veranstaltungen geschaffen, der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft gestärkt und der demografische Wandel stärker in die Dorfentwicklung berücksichtigt werden. Geplant ist 1) die Einrichtung eines Offenen Altentreffs mit Freizeit-, Beratungs- und Therapieangeboten in der bestehenden Evangelischen Kirche mit angegliedertem Gemeindezentrum und 2) Aufbau einer Tagespflegeeinrichtung für Demenzkranke mit Hol- und Bringdienst; für den voraussichtlich ein An- oder Neubau erstellt werden muss. Finanziert werden sollen die professionelle Planung und Begleitung der Umsetzung des Vorhabens wie z.B. Architekten- und Ingenieursleistungen und Öffentlichkeitsarbeit. 79 Aktionsprogramm Streuobstwiese (Bausteinprojekt zu "Lebensraum Steinkauz" und "Lebensraum Bienen") Obstwiesen und –weiden sind seit vielen Jahrhunderten ein Bestandteil der Kulturlandschaft in der Börde. Bedeutsam sind sie bis heute für das Landschaftsbild als Übergang von der Feldflur zum Dorf. Insbesondere die Bedeutung als Lebensraum für zahlreiche Arten der Tier- und Pflanzenwelt machen die Obstwiesen zu bedeutsamen Biotopen. Zudem ist die Nutzung für den Menschen als Weideland und Obstgarten in vielerlei Hinsicht wertvoll und wird zunehmend auch als Gemeinschaftsaufgabe eines Dorfes erkannt. Ziel des Vorhabens ist die Bewahrung und Entwicklung regionaltypischer Streuobstwiesen als lebendigen Lebens- und Wirtschaftsraum. Dazu sollen eine Bestandsaufnahme, Qualitätsbeschreibung, Potenzialanalyse, kurz- und langfristige Maßnahmen, Pflanzaktionen, Baumschnittkurse / Baumwarte, Ankauf einer Saftpresse, Entwicklung regionaler Produkte aus Obst, Vermarktungshilfen, Events / Feste / Verkostungen entwickelt und umgesetzt werden. Mit dem Vorhaben sollen Wertschöpfungsketten zugunsten der Produzenten und Dorfgemeinschaften entwickelt, regionale Produkte und Vermarktung etabliert und vitale Obstbaumwiesen dauerhaft gesichert werden. 80 Erlebnisraum Römerstraße – Szenario 2015 plus Als Kooperationsprojekt der EuRegionale 2008 mit der Regionale 2010 wurde das interkommunale und grenzüberschreitende Projekt "Erlebnisraum Römerstraße - Via Belgica" Teil eines überregionalen Projekts, das die Qualifizierung dreier von Köln ausgehenden Römerstraßen, der Agrippastraße, der Via Belgica und der Limesstraße, zum Ziel hat. Heute sind 18 Kommunen am Projekt "Erlebnisraum Römerstraße" beteiligt und nach dem Abschluss der ersten Phase des Projektes, bei dem die alte, römische Fernstraße mit einem überregionalen Radweg wieder erlebbar und spürbar gemacht wurde, soll sich nun die zweite Phase anschließen, die die Nachhaltigkeit des Projektes sichert. Hierzu ist die Gründung eines Vereins geplant, der sich in den kommenden Jahren mit der Umsetzung des Projektes "Erlebnisraum Römerstraße – Szenario 2015 plus" befasst. Ziel dieses Projektes ist die nachhaltige Darstellung, lnwertsetzung und Erlebbarmachung der Via Belgica mit Hilfe von Informations- und Freizeitveranstaltungen, Flyern, lnformationsbroschüren, Informations- und Dokumentationsfilmen, einem Webauftritt und insbesondere durch Werbung in allen denkbaren Medien. Projektkurzbeschreibungen RRIR 81 21 Bienen und Co. (Bausteinprojekt zu „Lebensraum Steinkauz“ und „Aktionsprogramm Streuobstwiese“) Obstwiesen und –weiden sind seit vielen Jahrhunderten ein Bestandteil der Kulturlandschaft in der Börde und bedeutsames Biotop. Die Obstwiesen bedürfen der verstärkten Beachtung ihrer Bestäuber zu denen Bienen und Wildbienen gehören. Aber auch andere Hautflüglerarten, Raubinsekten u.a. bedürfen der Aufmerksamkeit, der Förderung und des Schutzes im Sinne einer "Lebensgemeinschaft Streuobstwiese". Ziel des Projektes ist es, die für Streuobstwiesen typischen Insektenarten zu fördern, ihnen optimale Lebens- und Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen und die Arten erlebbar zu machen. Zu den Projektmaßnahmen zählen die Bestandsanalyse, eine Zustandsbeschreibung und die potenzielle standortgerechte Artenerfassung. Aus diesen Erkenntnissen sollen sich Maßnahmenpakte ergeben, die in einzelnen Projektbausteinen von den Eigentümern, Schulklassen, Dorfgemeinschaften, Gartenbesitzern etc. umgesetzt werden können. Hierzu gehört z.B. der Bau von Insektenhotels, der Altholzhaufen, Steinmauern, Wildblumeneinsaat, Beobachtungsflächen, diverse Nist- und Zufluchtsstätten etc. Zugehörige Informationsmedien sind zu erstellen. Insbesondere die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Elementen Obstbäume (alte Sorten), Wildwiese, Flora- und Fauna, Bewirtschaftungsart und Nutzen für den Menschen werden dargestellt und praktisch erprobt. Die Innovation des Projektes liegt in der Integration der drei Bausteine und der ganzheitlichen Betrachtung des für die Börde spezifischen Biotopes. Auch der historische Rahmen des Kulturgutes Streuobstwiese soll deutlich herausgehoben werden.