Daten
Kommune
Nettersheim
Größe
66 kB
Datum
08.10.2013
Erstellt
10.09.13, 11:00
Aktualisiert
10.09.13, 11:00
Stichworte
Inhalt der Datei
GEMEINDE NETTERSHEIM
DER BÜRGERMEISTER
FB II - Gl.
Vorlage 1033 /IX.L.
Datum: 29.08.2013
An den
Werksausschuss
Sitzungstag:
10.09.2013
Haupt- und Finanzausschuss
Sitzungstag:
01.10.2013
Gemeinderat
Sitzungstag:
08.10.2013
zur Beratung in öffentlicher Sitzung
Bezeichnung des Tagesordnungspunktes:
Jahresabschluss zum 31.12.2012
hier: Eigenbetrieb Biowärme Nettersheim
Die Vorlage berührt nicht den Etat des lfd. Haushaltsjahres.
Die Vorlage berührt den Etat auf der Ertrags- und/oder Einzahlungsseite.
Die Vorlage berührt den Etat auf der Aufwands- und /oder Auszahlungsseite
Mittel stehen haushaltsrechtlich zur Verfügung.
Mittel sollen über-/außerplanmäßig bereitgestellt werden
Deckungsvorschlag:
Es entstehen Folgekosten – siehe anliegende Folgekostenberechnung.
Anlagen:
Ja
Nein
GUV 2012 und Bilanz 2012
2
Beschlussvorschlag:
Der Gemeinderat beschließt den vom Werkleiter vorgelegten Jahresabschluss des
Eigenbetriebes Biowärme Nettersheim zum 31.12.2012 unter Berücksichtigung des
vorliegenden Testats der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WIROG AG und vorbehaltlich des abschließenden Prüfvermerks der Gemeindeprüfungsanstalt NRW.
Er beschließt ferner, den eingetragenen Jahresgewinn in Höhe von 14.323,33 Euro
mit den Verlustvorträgen aus Vorjahren in Höhe von 113.859,37 Euro zu verrechnen.
Begründung:
Der Bürgermeister der Gemeinde Nettersheim, zugleich Werkleiter des Eigenbetriebes Biowärme Nettersheim, hat den Jahresabschluss des Eigenbetriebes zum
31.12.2012 aufgestellt.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WIROG AG, Bonn, hat im Juli und August d. J.
die Prüfung des Jahresabschlusses unter Berücksichtigung der Eigenbetriebsverordnung NW, des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und der Betriebssatzung
des Eigenbetriebes durchgeführt und zwischenzeitlich den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Das Testat der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geht den Fraktionsvorsitzenden in
den nächsten Tagen zu.
a) Jahresüberschuss gemäß Passivseite der Bilanz
Der Jahresüberschuss der Erfolgsrechnung (Gewinn- und Verlustrechnung) beläuft
sich im Jahr 2012 auf insgesamt 14.323,33 €.
Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr resultiert bei teilweise gestiegenen Aufwendungen im Wesentlichen aus rd. EUR 39.000 höheren Umsatzerlösen, da mit
der Verabschiedung des Wirtschaftsplans 2012 und der auf dieser Grundlage erfolgten Gebührenkalkulation eine Gebührenerhöhung der Verbrauchsgebühr von 60,00
€ auf 65,00 € pro Megawattstunde beschlossen wurde. Zudem lagen aufgrund des
historisch niedrigen Zinsniveaus die Zinsaufwendungen rd. EUR 6.000 unterhalb derer des Vorjahres. Zudem konnte bei den periodenfremden Erträgen neben dem
KEV Kommunalrabatt für 2011 und der Regionalgaserstattung 2011 ein Betrag von
rd. EUR 8.900 an Säumniszuschlägen in einem offenen Forderungsfall ertragswirksam verbucht werden.
Auf der Basis dieses Jahresabschlussergebnisses zeigt sich nachstehende Entwicklung der Kapitalrücklage:
Stand
der
Kapitalrücklage
31.12.2009
Verlustvortrag 2009
Verlustvortrag 2010
Jahresüberschuss 2011
Jahresüberschuss 2012
zum
148.409,44 €
113.683,10 €
8.008,21 €
8.025,84 €
14.323,33 €
3
Mit dem erneuten Jahresüberschuss konnte eine vollständige Aufzehrung der Kapitalrücklage verhindert werden.
Andererseits besteht ohnehin von Seiten der Gemeinde gemäß § 10 Absatz 6 Eigenbetriebsverordnung die gesetzliche Verpflichtung, erforderlichenfalls dem Eigenbetrieb Eigenmittel in Form von Zuschüssen zur Verfügung zu stellen, um die Eigenkapitalsituation der Biowärme positiver zu gestalten.
b) Gebührenbedarf:
Mit der Verabschiedung des Wirtschaftsplans 2012 und der auf dieser Grundlage
erfolgten Gebührenkalkulation wurde eine moderate Gebührenerhöhung der Verbrauchsgebühr von 60,00 € auf 65,00 € pro Megawattstunde ab 01.01.2012 beschlossen.
Für das Jahr 2013 wird durch die den zusätzlichen Anschluss weiterer Gebäude mit
einer weiteren Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Laut Wirtschaftsplan 2013
wird bei einer geplanten Gesamtleistung in Höhe von rd. TEUR 383 sowie Aufwendungen in geringfügig niedrigerer Höhe mit einem leichten Überschuss gerechnet.
An einem Ausbau der Tarifabnehmerzahl wird weiterhin kontinuierlich gearbeitet. Für
den mittelfristigen Finanzplanungszeitraum rechnen wir bei konstanten Voraussetzungen ebenfalls mit einem durchgehend ausgeglichenem Ergebnis, jedoch kann
derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass bei in den Folgejahren unter den Erwartungen bleibenden Verbrauchsabnahmen in Anbetracht der nicht an den Verbrauch
gebundenen Fixkosten eine weitere Gebührenanpassung vorgenommen werden
muss.
Zu der aktuellen wirtschaftlichen Lage des Eigenbetriebes im Wirtschaftsjahr 2013
wird auf den Zwischenbericht verwiesen.
gez. Pracht
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Bürgermeister