Daten
Kommune
Langerwehe
Größe
91 kB
Datum
28.08.2014
Erstellt
19.08.14, 18:07
Aktualisiert
19.08.14, 18:07
Stichworte
Inhalt der Datei
Gemeinde Langerwehe
Der Bürgermeister
Langerwehe, den 14.08.2014
Amt / Abteilung: Bauamt
Az.:
Mie/Gö.
Vorlagennummer: VL-109/2014
TOP
Vorlage
für die Sitzung
des Ausschusses für Bau- und Planungsangelegenheiten
Öffentlich
Einst.
Ja
Nein
Enth.
Bemerkungen
Luftreinhalteplan für das Rheinische Braunkohlerevier
Sachdarstellung:
Bereits in seiner Sitzung am 05.12.2013 hat sich der Ausschuss für Bau- und Planungsangelegenheiten mit der Absicht des Ministers für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft,
Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW, einen Luftreinhalteplan für das
Rheinische Braunkohlerevier aufzustellen, beschäftigt.
Seinerzeit hat der Ausschuss die Aufstellung eines Luftreinhalteplanes abgelehnt, weil
weder die Sinnhaftigkeit noch die Gebietskulisse des geplanten Luftreinhalteplanes
schlüssig dargelegt werden konnte.
Das daraufhin an die Bezirksregierung Köln verfasste Schreiben ist als Anlage beigefügt.
In der Folge hat dann das zuständige Ministerium die Bürgermeister der beteiligten
Kommunen zu einem gemeinsamen Gesprächstermin nach Düsseldorf geladen, in
dessen Verlauf nochmals die kritische und ablehnende Haltung aller beteiligten Kommunen deutlich wurde, insbesondere, weil eine Region problematisiert werden soll, die nach
den vorliegenden Messwerten keine signifikanten Grenzwertüberschreitungen zu
verzeichnen hat.
Das Ergebnisprotokoll dieser Besprechung ist als Anlage beigefügt
Dieser Termin sowie der im Nachgang zu diesem Termin von den Kommunen gefertigte
Fragenkatalog hat dann zu einem Umdenken beim Ministerium geführt, so dass in einem
weiteren Gespräch am 26.05.2014 bei der Bezirksregierung Köln mitgeteilt wurde, dass
nunmehr von der Absicht, einen Luftreinhalteplan für das Rheinische Braunkohlerevier zu
erstellen, abgesehen werde. Vielmehr präferiere man nunmehr die Variante einer
„gebietsbezogenen Gesamtstrategie zur Verbesserung der Luftqualität im Rheinischen
Braunkohlerevier“ und bittet um Mitteilung, ob sich die einzelnen Gemeinden an einer
solchen Strategie beteiligen werden und ggf. welche Maßnahmen zur Verbesserung der
Luftqualität bereits durchgeführt oder zukünftig beabsichtigt sind.
Drucksache VL-109/2014
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Grundsätzlich wird dieser Umdenkensprozess, weg von einem förmlichen Luftreinhalteplan, hin zu einem Positionspapier der Region mit einem Maßnahmenpool aus kommunalen Strategien und Aktionen zur Luftreinhaltung auf freiwilliger Basis, begrüßt.
Damit werden auch diejenigen Maßnahmen ausdrücklich anerkannt, die die Kommunen in
der Vergangenheit bereits ergriffen haben und die zu einer Verbesserung der Luftqualität
beitragen.
Nach Rücksprache mit den anderen betroffenen Kommunen sollten folgende Maßnahmenvorschläge benannt werden:
-
Energieausweise für gemeindliche Gebäude
In der Vergangenheit wurden bereits für die Schulen, die Kulturhalle
und das Rathaus Energieausweise erstellt.
Für die übrigen Gebäude soll dies fortgesetzt werden.
-
E-Mobiles
In Langerwehe wird die Nutzung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen
durch Errichtung von Ladestationen an publikumsintensiven Stellen
gefördert. Neben der Ladestation am Rathaus, die bereits seit 3 Jahren in
Betrieb ist, wird in Kürze auch am Bahnhof eine weitere Ladestation in Betrieb gehen.
-
E-Bikes
Für die Gemeinde wurde ein „Dienst-E-Bike“ angeschafft.
-
Photovoltaikanlagen
Auf der Grundschule Langerwehe sowie der Gesamtschule sind bereits
Photovoltaikanlagen installiert.
Eine weitere Anlage auf der Sporthalle I geht im Herbst 2014 in Betrieb und
soll den Eigenverbrauch im Schul- und Sportzentrum weitgehend decken.
-
Energetische Sanierung gemeindlicher Gebäude
Verschiedene gemeindliche Gebäude sind bereits umfangreich energetisch
saniert worden. Derzeit steht die energetische Sanierung der Sporthalle I
kurz vor dem Abschluss.
-
Heizungserneuerungen mit Umstellung auf Gas bzw. Pellet
Im Rahmen der energetischen Sanierung wurden zwei Heizungen (Grundschule Langerwehe und Sporthalle I) auf Pelletkessel umgestellt.
Bei weiteren gemeindlichen Gebäuden ist die Umstellung auf Gasbrennwertkessel geplant.
-
Vorranggebiete für Windenergieanlagen
Auf dem Gemeindegebiet ist bereits seit 1995 eine Vorrangfläche Windkraft
ausgewiesen und mit einem Windpark bebaut.
Weitere Flächen werden zzt. im Rahmen einer Windpotentialanalyse ermittelt.
Drucksache VL-109/2014
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Finanzielle Auswirkungen:
-
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Bau- und Planungsangelegenheiten begrüßt die Absicht, eine
gebietsbezogene Gesamtstrategie zur Verbesserung der Luftqualität im Rheinischen
Braunkohlerevier zu entwickeln und von der Absicht, einen Luftreinhalteplan i.S. des § 47
BImSchG aufzustellen, Abstand zu nehmen.
Darüber hinaus beschließt er, die in der Vorlage aufgeführten Maßnahmen an die
Bezirksregierung Köln zu melden.
Der Bürgermeister
(Göbbels)