Daten
Kommune
Langerwehe
Größe
78 kB
Datum
13.11.2014
Erstellt
04.11.14, 18:05
Aktualisiert
04.11.14, 18:05
Stichworte
Inhalt der Datei
Niederschrift
über die 1. Sitzung Runder TischAsyl" am Donnerstag, dem 16.10.2014,
„
im Sitzungszimmer des Rathauses der Gemeinde Langerwehe.
Anwesend:
von den Fraktionen:
1. Andrä, Barbara
2. Lenzig, Romina
3. Benter, Jörg
4. König, Gerold
5. Münstermann, Peter
6. Krifft, Iris
vom ArbeitskreisAsyl:
1. Jung, Marie-Therese
2. von Czerniewicz, Hiltrud
von der Verwaltung:
1.
2.
3.
4.
5.
Bürgermeister Göbbels, Heinrich
Schröder, Ralf
Hoffmann, Renate
Mielke, Martina
Meurer, Michael
Beginn der Sitzung: 17.00 Uhr
Ende der Sitzung: 19. 00 Uhr
TA G E S OR D N U N G:
1.
2.
3.
4.
Begrüßung
Trennung/Verzahnung Politik und Privat-Engagement
Wohnsituation
Willkommenskultur
5. Begleitung (Patenschaften)
6. Sozial-Migrationsberatung
7. Hilfestellungen (aller Art)
8. Verschiedenes
TOP 1 .
Der Vorsitzende Herr Peter Münstermann begrüßt die Anwesenden zur ersten Sitzung des
runden Tisches Asyl und verlist die Tagesordnung mit der Anmerkung, diese bei Bedarf zu
ändern bzw. zu ergänzen. Herr Münstermann prognostiziert einen Anstieg der Flüchtlinge in
NRW um ca. 40. 000 noch in diesem Jahr und beschreibt die momentane Wohnungssituation
als sehr problematisch.
TOP 2.
Herr Münstennann begrüßt, dass das sich alle Fraktionen dem „Runden Tisch" angeschlossen
haben und unterstreicht die Wichtigkeit dieser Thematik. Eine Trennung der Aufgaben für
Politik, Verwaltung und dem ehrenamtlichen Asylkreis hält Münstermann vorab für
notwendig. Eine klare Abgrenzung der Aufgabenfelder findet allgemeine Zustimmung und
soll zukünftig genauer definiert werden. Eine Ausarbeitung, welche Aufgaben durch die
Ehrenamtler des Asylkreises und durch Politik oder Verwaltung übernommen werden, soll
erfolgen.
TOP 3.
Bürgermeister Göbbels stellt die momentane Wohnsituation in Langerwehe dar. Herr Meurer
vom Ordnungsamt ergänzt, dass im Ortskern Langerwehe in den nächsten 2 Wochen noch
weiterer Wohnraum für die Unterbringung von weiteren Flüchtlingen frei wird. Herr König
stellt die Situation in der Unterkunft Wenau4 in den Fordergrund. Der Asylkreis und auch die
SPD- Fraktion hält eine Renovierung für nicht sinnvoll und stellt die Schließung dieser
Unterkunft zur Diskussion. Frau Krifft erinnert daran, dass der Antrag der SPD zur
Schließung von Wenau 4 in der Auschusssitzung vom 23. 09. 2014 zurückgestellt wurde und
diese Unterkunft als eine Art Übergangslösung gesehen werden soll. Dem stimmt
Bürgermeister Göbbels zu und verweist auf die Dringlichkeitsentscheidung zur Sanierung der
Unterkünfte und das hierfür erst die Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen.
Bürgermeister Göbbels sichert aber zu, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen, damit
die Unterkünfte Wenau 4 und Hülsenbergstraße renoviert werden können. Trotzdem soll
zukünftig nach geeigneten Möglichkeiten der Unterbringung von Flüchtlingen außerhalb von
Wenau 4 gesucht werden. Herr Münstermann stellt fest, dass zur Zeit kein Gebäude für diese
Zwecke zur Verfügung steht. Herr Benter sieht auch die hohen Kosten für Wenau 4 als
großen Nachteil und berichtet über das „Leverkusener Modell" als eine günstigere und
bessere Lösung für die Flüchtlinge. Auch die Kommunen Düren, Kreuzau und Nideggen
mieten private Wohnungen für Flüchtlinge an. Nach intensiver Diskussion soll die
Verwaltung prüfen, ob Mietwohnungen für diese Personen zur Verfügung gestellt werden und
wie hoch die Kosten für diesen alternativen Wohnraum sein werden.
TOP4.
Herr König stellt fest, dass die ehrenamtliche Mitarbeiter im Asylkreis einen guten Kontakt
zu den Bewohnern aus Wenau 4 und auch in den anderen Unterkünften haben. Er bemängelt,
dass es keine Willkommenskultur ist, für traumatisierte Flüchtlinge in ein verschimmeltes
und baufälliges Haus zur Verfügung zu stellen. Nach ausführlichem Meinungsaustausch
herrscht einvernehmen darüber, dass eine Unterbringung der Flüchtlinge in kleinen
Wohneinheiten innerhalb der Ortschaften mit sozialen Kontakten die Grundlage einer
Willkommenskultur sei.
TOPS.
Herr König erläutert kurz das System der Patenschaft, welches von den Mitgliedern des
Asylkreises schon teilweise umgesetzt wird. Dabei soll vor allem bei der Wohnungssuche und
bei den Dingen des täglichen Lebens ein Pate unterstützend tätig sein. Die Übernahme von
Patenschaften findet große Zustimmung, soll aber die Leistungsfähigkeit der Paten nicht
übersteigen, da es sich um ehrenamtliche Tätigkeit handelt. Frau Andrä gibt zu bedenken,
dass nicht alle sozialen Angelegenheiten durch die Paten des Asylkreises erledigt werden
können. Eine Leitfaden, wer in der Verwaltung für welche Dinge im Bereich Asyl zuständig
ist und wo die Mitarbeiter des Asylkreises unterstützend tätig sein können, soll erstellt
werden.
TOP 6.
Frau Andrä spricht an, ob für die soziale Begleitung der Flüchtlinge eine hauptamtliche Krafft
eingstellt werden kann. Ob eine Finanzierung dieser Kraft durch die katholische Kirche oder
die evangelische Kirchengemeinde Düren erfolgen kann, sollte geprüft werden.
TOP 7.
Frau von Czerniewicz bittet um Prüfung, ob in den anderen Unterkünften noch Möglichkeiten
zur Unterbringung der Flüchtlinge aus Wenau4 bestehen. Von Seiten der Verwaltung wird
zugesichert, dass in den nächsten Wochen Bewohner aus Wenau4 in die Luchemer Straße 32
umziehen können, sobald diejetzigen Bewohner ausgezogen sind. In der Unterkunft
Hülsenbergstraße sollen ebenfalls noch 2 Bewohner aus Wenau 4 einziehen können. Die
Unterbringung neuer Asylbewerber kann dann aber nur in Wenau4 erfolgen. Herr König
fragt nochmal an, ob ein Gespräch mit Herrn Pfarrer Portz zu einer Lösung führen kann. Herr
Münstermann weist darauf hin, dass nach Aussage des Herrn Pfarrer Portz das Haus in der
Luchemer Straße über eine Maklerin zum Verkauf angeboten wird. Als Alternative soll die
Verwaltung prüfen, ob privater Wohnraum angemietet werden kann und wie diese finanziert
werden können. Diesbezüglich soll sich die Verwaltung über das „Leverkusener Modell"
informieren. Als TOP für den nächsten Ausschuss für Jugend- und Sozialangelegenheiten soll
das „Leverkusener Modell" aufgenommen werden. Herr Bürgermeister Göbbels schlägt vor,
einen Aufruf im Mitteilungsblatt zu starten. Darin sollen potenzielle Wohnungsgeber
aufgefordert werden, der Verwaltung möglichen Wohnraum für diese Zwecke zur Verfügung
zu stellen. Dies soll aber erst erfolgen, wenn die Finanzierungsfrage geklärt ist.
TOPS.
Frau Krifft schlägt vor, dass der Asylkreis bei den politischen Vertretern im Auschuss für
Jugend- und Sozialangelegenheiten seine bisherige Arbeit vorstellt und über diese berichtet.
Abschließend gibt Frau Krifft zu bedenken, wie die Kommunalaufsicht reagiert, wenn neuer
Wohnraum angemietet wird obwohl bestehende Unterkünfte leer stehen. Dies sollte in die
Prüfung zum „Leverkusener Modell" einfließen.
Herr Münstermann fragt an, ob Kinder von Asylbewerbern einen Platz im Kindergarten
erhalten können. Diese Frage wird die Verwaltung klären.
Der nächste „Runde Tisch Asyl" soll für den 26. 11.2014, 18.00 Uhr angesetzt werden.
Langerwehe, 16.10.2014
Münstermann
(Vorsitzender)
Meurer
(Schriftführer)