Politik bei uns wird nicht mehr aktiv betreut, eine Datenaktualisierung findet genausowenig statt wie Support.

Wir würden gerne weitermachen. Aber die Ansprüche an die Plattform passen nicht zum vollständig ehrenamtlichen Betrieb. Hintergründe und Ideen zur Rettung finden Sie in diesem Blogartikel.

Beschlussvorlage (Teilnahme Bad Münstereifels an Wettbewerben des NRW Ziel 2-Programms 2007 - 2013)

Daten

Kommune
Bad Münstereifel
Größe
30 kB
Datum
12.12.2007
Erstellt
14.03.09, 00:24
Aktualisiert
14.03.09, 00:24
Beschlussvorlage (Teilnahme Bad Münstereifels an Wettbewerben des NRW Ziel 2-Programms 2007 - 2013) Beschlussvorlage (Teilnahme Bad Münstereifels an Wettbewerben des NRW Ziel 2-Programms 2007 - 2013) Beschlussvorlage (Teilnahme Bad Münstereifels an Wettbewerben des NRW Ziel 2-Programms 2007 - 2013) Beschlussvorlage (Teilnahme Bad Münstereifels an Wettbewerben des NRW Ziel 2-Programms 2007 - 2013) Beschlussvorlage (Teilnahme Bad Münstereifels an Wettbewerben des NRW Ziel 2-Programms 2007 - 2013)

öffnen download melden Dateigröße: 30 kB

Inhalt der Datei

Stadt Bad Münstereifel Bad Münstereifel, den 05.12.2007 - Der Bürgermeister Az: Nr. der Ratsdrucksache: 1170 __________________________________________________________________________ Beratungsfolge Termin Ausschuss für Tourismus, Kultur, Vereine und Städtepartnerschaften 12.12.2007 Zur Beratung in öffentlicher Sitzung: __________________________________________________________________________ Bezeichnung des Tagesordnungspunktes: Teilnahme Bad Münstereifels an Wettbewerben des NRW Ziel 2-Programms 2007 - 2013 __________________________________________________________________________ Berichterstatter: Bürgermeister Alexander Büttner/Stadtamtsrat Hans-Josef Dederichs __________________________________________________________________________ ( ) Kosten €: ( ) Die Mittel stehen haushaltsrechtlich zur Verfügung ( ja / ( ) nein / ( Nothaushalt / Übergangswirtschaft ( Anlagen sind beigefügt ( ( ) Die Mittel müssen über/außerplanmäßig bereitgestellt werden. Deckung: Folgekosten: ( ) ja ( ) nein _________________ € jährlich __________________________________________________________________________ Ausgearbeitet: Beteiligt: Mitgezeichnet: GBA 210 PR AL Dez _________________ Bürgermeister __________________________________________________________________________ An der Abstimmung hat/haben (wegen Befangenheit) nicht teilgenommen: __________________________________________________________________________ ( ) zurückgezogen ( ) vertagt ( ) von der Tagesordnung abgesetzt ( ) verwiesen in den _________________________________________________________ Abstimmungsergebnis: TourismA @GRK2@ @GRK3@ @GRK4@ ( ) einstimmig ( ) Ja-Stimmen ( ) Nein-Stimmen ( ) Enthaltungen ( ) einstimmig ( ) Ja-Stimmen ( ) Nein-Stimmen ( ) Enthaltungen ( ) einstimmig ( ) Ja-Stimmen ( ) Nein-Stimmen ( ) Enthaltungen ( ) einstimmig ( ) Ja-Stimmen ( ) Nein-Stimmen ( ) Enthaltungen Seite 2 von Ratsdrucksache 1170 1. Sachverhalt: Vorbemerkung: Bad Münstereifel soll sich nach der vom Rat am 31.10.2006 beschlossenen Vision 2020 zur Nummer 1 für gesundheitsorientierten und naturverbundenen Tourismus in der Eifel entwickeln. Hierzu ist die Entwicklung einer zusätzlichen Facette Bad Münstereifels als erste „Kräuterstadt“ Deutschlands geeignet. In den Jahren 2007 bis 2013 sollen durch das Land und über den Europäischen Strukturhilfefonds insgesamt über 37 Millionen Euro (23 Mio. Euro EU, 14 Mio. Euro Land und Eigenanteile der Kommunen) für die Tourismusförderung in NRW ausgezahlt werden. Es sind bei 80 %-iger Förderung Eigenanteile von 20 % vorgesehen, die zum Teil durch privates Sponsoring halbiert werden können. Allerdings hat das Land anknüpfend auch an andere Förderungen des Bundes und der EU einen Paradigmenwechsel vollzogen. Gefördert werden nicht mehr nach dem Gießkannenprinzip Projekte in einzelnen Fördergebieten. Vielmehr es werden nach den Förderaufrufen (den sogen. „Calls“) Projektskizzen der Teilnehmer erstellt und zu einem regionalen Antrag gebündelt, die dann in einem landesweiten Wettbewerb verglichen und bewertet werden. Erst nach dieser (positiven) Bewertung ist es möglich, einen formellen Förderantrag zu stellen, der allerdings nach positiver Bewertung auch große Aussicht auf eine entsprechende Bewilligung hat. Dieser Paradigmenwechsel bei der Förderung wurde in der 1. Jahreshälfte bekannt gegeben; unklar war, welche thematischen Ausrichtungen gefragt bzw. erfolgversprechend sind. Da eine regionale Abstimmung von vornherein geboten war, hat die Kommunale Lenkungsgruppe Nationalparkregion Eifel, der alle Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Eifelkommunen angehören, auch abgestimmt mit den Kollegen in der rheinland-pfälzischen Eifel über die Zukunftsinitiative Eifel, drei touristische Handlungsfelder definiert. Diese sind: - Aktiv und Gesund Eifel Naturerlebnisregion Eifel Genussregion Eifel Über das Handlungsfeld „Naturerlebnisregion Eifel“ sind während der vergangenen Jahre bereits die Förderungen im Zusammenhang mit der Errichtung des Nationalparks Eifel abgewickelt worden, sodass eifelweit der Tenor vorlag, man werde mit einer erneuten Ausrichtung zu diesem Handlungsfeld im kommenden Förderzeitraum 2007 bis 2013 kaum noch berücksichtigt werden. Wettbewerb Erlebnis.NRW Der Wettbewerb Erlebnis.NRW ist nun seit Anfang November 2007 veröffentlicht und sieht zwei Säulen vor. Die erste Säule lautet „Tourismus“, die zweite Säule lautet „Naturerlebnisse“. Der Wettbewerb sieht äußerst kurze Fristen vor. So müssen die regional (also bei uns in der Eifel) abgestimmten und zu einem Antrag gebündelten Projektskizzen bis zum 31. Januar 2008 bei der NRW.BANK vorliegen. Die Bündelung der Skizzen aus der nordrhein-westfälischen Eifel werden von den Wirtschaftförderungsstellen der drei Eifelkreise Euskirchen, Düren und Aachen in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung der Eifel Tourismus GmbH im Januar 2008 vorgenommen. Eine Bündelung der Projektskizze aus dem Kreis Euskirchen erfolgt zwischen Weihnachten und Neujahr durch die Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen und die Eifel Tourismus GmbH. Seite 3 von Ratsdrucksache 1170 Dies bedeutet, dass die Bad Münstereifeler Projektskizze spätestens am 21.12.2007 beim Kreis Euskirchen vorliegen muss. Vorschlag für die Projektskizze Bad Münstereifels Da eine weitere Förderung im Bereich „Naturerlebnis“ für die Eifelregion als wenig erfolgversprechend eingestuft wurde, hat die Verwaltung gemeinsam mit der Eifel Tourismus GmbH einen Vorschlag für die Säule „Tourismus“ angelehnt an das Handlungsfeld „Aktiv und Gesund Eifel“ erarbeitet. Hierzu lag ein regionaler Konsens bereits in der Nationalparkregion Eifel (Kommunale Lenkungsgruppe im Bereich der Nordeifel) und über die Zukunftsinitiative Eifel auch nach Rheinland-Pfalz hinein vor, sodass dieses wichtige Förderkriterium erfüllt sein sollte. Hierbei ist für Bad Münstereifel folgendes besonders zu beachten: Bad Münstereifel ist staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad und hat - wie auch alle anderen Heilbäder und Kurorte in Deutschland - mit den Veränderungen durch die Gesundheitsreformen zu kämpfen. Dennoch ist dieses Prädikat - wenn eben möglich - zu erhalten. Es stellt einen eminent wichtigen Entscheidungsfaktor für die Wahl des Urlaubs- bzw. Ausflugszielortes dar. Aber auch für die Geschäftswelt ist der mit der Prädikatisierung verbundene „verkaufsoffene Sonntag“ äußerst wichtig. Auch für Zuzüge in unsere Kommune sind diese sogenannten „weichen Standortfaktoren“ sehr wichtig. Die klassischen Kassenkuren sind ausgeblieben. Alle Heilbäder und Kurorte richten sich zur Zeit neu aus und stellen sich verstärkt auf die Zielgruppe der Selbstzahler und Privatpatienten ein. So haben wir diesem Trend bereits folgend in Bad Münstereifel viele Gäste, die mit Rezepten ihrer Hausärzte aus den Ballungsräumen kommen und hier mit ihrer Familie einen Kurlaub verbringen. Ein weiteres Segment sind private Kurzkuren, wie sie z. B. durch einen ortsansässigen Logopäden angeboten werden, der sogenannte 3- 5 tägige Stimmkuren durchführt. Bei den Krankenkassen wird seit kurzem Prävention insbesondere in Form von Bewegung (Bewegungstherapie) und Rückengymnastik wieder größer geschrieben und entsprechend bezuschusst. Hier tuen sich neue Möglichkeiten auch für unsere Betriebe auf. Die fünf Säulen der Therapie nach Pfarrer Sebastian Kneipp (Bewegungs-, Ernährungs-, Wasser-, Pflanzen- und Ordnungstherapie) sind in Bad Münstereifel unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Säule „Bewegungstherapie“ ist mit den auch neu geschaffenen Angeboten, wie z. B. Nordic Walking und Mountainbiking, den Angeboten der Sportwelt Schäfer, dem Bad Münstereifeler Halbmarathon, den Lauftreffs von TVE Bad Münstereifel, TUS Arloff-Kirspenich und SV Mutscheid, den Wanderangeboten der Eifelvereinsortsgruppe, aber auch den Sport- und Mitmachangeboten vieler anderer Vereine, sehr stark, ja fast vorbildlich ausgeprägt. Die Säule der Ernährungstherapie ist über verschiedene Angebote Bad Münstereifeler Gastronomie und die Ernährungsberatungen nach dem Kneipp-Programmheft gut ausgeprägt. Die Wasser- oder Hydrotherapie ist auch nach Schließung des Kurhauses mit Kurmittelabteilung nach wie vor besetzt. Mit den Angeboten von verschieden privaten Häusern, KneippBademeistern, dem Eifelbad und den öffentlich und kostenfrei zugänglichen Wassertret- und Armbadeanlagen in den Kurparks wird diese Säule eingermaßen gefüllt. Allerdings gibt es hier auch Handlungsbedarfe. Die Pflanzen- oder auch Phytotherapie wird durch verschiedene Heilpraktiker und Fachärzte für Naturheilverfahren (u. a. Frau Dr. Pischel, Herr Dr. Ulm) wahrgenommen. Zum Thema „Kräuter“ bietet die Stadt in Zusammenarbeit mit der bundesweit bekannten Ethnobotanikerin Frau Dr. Brigitte Klemme seit 25 Jahren Kräuterseminare unter der Bezeichnung „Delikatessen am Wegsrand“ an, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen. Diese haben sogar dazu geführt, dass in Bad Münstereifel die erste Fachschule für Kräuterpädagogen nördlich der Mainlinie errichtet werden konnte: Seit 2005 finden an jährlich rund 20 Wochenenden Ausbildungskurse für den Lehrgang zum/zur Kräuterpädagogen/in in der Naturschutzstation „Grube Toni“ statt. Die Kräuter haben dabei für Bad Münstereifel auch einen historisch-geografischen Bezug, da schon die Römer Kräuter in diesen Raum gebracht haben und die zahlreichen Bad Münstereifel umgebenden Kalkstandorte über eine einzigartige Vielfalt an Wildkräutern verfügen. Auch die Seite 4 von Ratsdrucksache 1170 früher in diesem Raum ansässige Tuchindustrie hat Naturfarbstoffe aus Pflanzenfarben verwendet, so dass auch hier ein historischer Bezug gegeben ist. Das Thema „Kräuter“ schien der Verwaltung sehr geeignet, eine neue, wachsende touristische Zielgruppe für Bad Münstereifel zu erschließen und Bad Münstereifel um eine weitere touristische Attraktion bzw. eine neue Facette zu bereichern. Die sogenannte Ordnungstherapie, also das bewusste Leben, der ganzheitliche, medizinische Ansatz, wird von den Kneipp-Badeärzten, aber auch über viele Angebote im Programmheft der Kneippregion Nordeifel vermittelt und angeboten. In einer ersten Projektskizze zur Profilierung Bad Münstereifels als erste „Kräuterstadt“ Deutschlands und zur Stärkung der Säule der Pflanzenheilkunde wurden folgende Maßnahmen aufgeführt: ¾ Ausbau der Gundermannschule zur Zentrale für Aus- und Fortbildung von Kräuterpädagogen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ¾ Vermittlung der Wertschätzung der „biologischen Vielfalt“ als Lebensgrundlage des Menschen und seiner Gesundheit ¾ Erweiterung des Apothekenmuseums um einen Haus- und Küchenkräutergarten ¾ dauerhafte Partnerschaft mit einem Kosmetikunternehmen/Partner in der Industrie ¾ Ausbau der Kneipp’schen Säule um die Themenbereiche der Pflanzentherapie ¾ Weiterentwicklung des Ansatzes „Delikatessen am Wegesrand“ ¾ Aufbau eines gewerblichen Betriebes für naturnah erzeugte Küchenkräuter (im Rahmen der Regionalmarke Eifel) ¾ Profilierung von Kräuterhotels ¾ Initiierung von Kräuterwochen mit der Bad Münstereifeler Gastronomie ¾ Einrichtung eines hochwertigen deutschen/europäischen Kräutermarktes (QualitätsAuswahlkriterien für eine Teilnahme) mit regelmäßiger Durchführung ¾ Etablierung des Themas Kräuter-Wellness und Kosmetik über einen Shop, ggf. in Verbindung mit einem Kosmetikkonzern ¾ Aufbau einer europäischen Kräuterbibliothek inkl. Kräuter-Kochbücher in Verbindung mit einer Bad Münstereifeler Buchhandlung ¾ Errichtung einer begehbaren Kräuterspirale, evtl. mit einem Sponsor aus der Kosmetikindustrie ¾ Ergänzung des Themas Kräuter bei den verschiedenen römischen Einrichtungen rund um Bad Münstereifel ¾ innerstädtischer Wettbewerb für Bad Münstereifeler Kräutertöpfe – Bad Münstereifel schmückt seine Blumenkästen im jahreszeitlichen Wechsel mit duftenden und blühenden Kräutern ¾ Aufbau eines langfristigen Kräuter-, Gesundheits- und Genussnetzwerks in der Eifel und Bündelung all dieser Aktivitäten in Bad Münstereifel. Darüber hinaus wurde im Rahmen einer Abstimmung mit in Bad Münstereifel zertifizierten Kräuterpädagogen die Möglichkeit erörtert und für gut befunden, den Submarkenweg zum Eifelsteig (zwischen Trier und Kornelimünster) zwischen Nettersheim und Bad Münstereifel „Eifeler Kräuterpfad“ zu nennen, um den engagierten Kräuterpädagogen Möglichkeiten zu bieten, an diesem Submarkenweg Angebote zu kreieren. Die Verwaltung hat in der Zwischenzeit folgende Einzelprojekte hieraus entwickelt, die mit Partnern aus der Bürgerschaft konkretisiert werden: - Aufbau einer Kräuterakademie (einschl. Kräuterbibliothek) - Anlage einer begehbaren Kräuterspirale - Angebot von Kräutergastronomie und Kräuterhotels - Zusammenarbeit mit Industrie- und Kosmetikunternehmen - Vernetzung aller Kräuterangebote in der Eifel Weitere Erläuterungen, auch zu neuen Wettbewerbsaufrufen des NRW Ziel 2-Programms 2007 – 2013, werden in der Sitzung mündlich gegeben. Seite 5 von Ratsdrucksache 1170 2. Rechtliche Würdigung Nach dem Kurortegesetz NRW hat die Stadt Bad Münstereifel als Staatlich anerkanntes Kneippheilbad bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Die zusätzliche Facette als „Kräuterstadt“ ist geeignet, eine der fünf Säulen der Kneipp`schen Lehre stärker mit Leben zu füllen. 3. Finanzielle Auswirkungen Im Entwurf des Haushaltes 2008 sind im Bereich der Wirtschaftsförderung bei Produktsachkonto 150 571 001 5279 210 „Eigenanteile für verschiedene Förderprogramme“ in Höhe von 50.000,-Euro vorgesehen. Sollte eine Projektskizze in einem Wettbewerbsverfahren erfolgreich sein, ist zunächst ein förmlicher Antrag zu stellen. Vor Antragstellung sind der Rat der Stadt und die Kommunalaufsicht zu beteiligen. Erst danach erfolgt dann eine Bewilligung der Fördermittel in Höhe von 80 % des gesamten Maßnahmevolumens. Die Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Kreises hat bei diesem dann notwendigen kommunalaufsichtsrechtlichen Verfahren ihre (hausinterne) Unterstützung zugesagt. 4. Organisatorische und personelle Auswirkungen ./. 5. Lösungsvorschlag und mögliche Alternativen und deren Auswirkungen ./. 6. Auswirkungen auf den demographischen Wandel ./. 7. Beschlussvorschlag: Die Ausführungen der Verwaltung werden zustimmend zur Kenntnis genommen.