Daten
Kommune
Pulheim
Größe
142 kB
Datum
15.12.2015
Erstellt
07.12.15, 18:30
Aktualisiert
07.12.15, 18:30
Stichworte
Inhalt der Datei
Vorlage Nr.:
506/2015
Erstellt am:
25.11.2015
Aktenzeichen:
I/10 20 05
Vorlage zur Beratung/Beschlussfassung
Gremium
TOP
ö. Sitzung
Rat
X
nö. Sitzung
Termin
15.12.2015
Betreff
4. Änderung der Hauptsatzung der Stadt Pulheim
Veranlasser/in / Antragsteller/in
Verwaltung
Haushalts-/Personalwirtschaftliche Auswirkungen
Die Vorlage hat haushaltswirtschaftliche Auswirkungen:
― bei Einzahlungen bzw. Erträgen
ja
X nein
― bei Einzahlungen bzw. Erträgen
― bei Auszahlungen bzw. Aufwendungen
ja
X nein
― bei Auszahlungen bzw. Aufwendungen
Die Vorlage hat personalwirtschaftliche Auswirkungen:
ja
X nein
Finanzierungsbedarf gesamt:
(ggf. inkl. zusätzlicher Personalkosten)
€
— im Haushalt des laufenden Jahres
€
— in den Haushalten der folgenden Jahre
€
€
€
Die Mittel stehen haushaltswirtschaftlich zur Verfügung:
Finanzierungsvorschlag (und ggf. weitere Erläuterungen):
ja
nein
Vorlage Nr.: 506/2015 . Seite 2 / 3
Beschlussvorschlag
Der Rat verzichtet auf eine Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss und beschließt folgende 4. Änderung der
Hauptsatzung der Stadt Pulheim:
1. § 25 (2) wird ersatzlos gestrichen.
2. Die Satzungsänderung tritt am 01.01.2016 in Kraft.
Erläuterungen
Das Gesetz zur Sicherung von Schullaufbahnen und zur Weiterentwicklung des Schulrechts (12. Schulrechtsänderungesetz) vom 24.06.2015 (GV.NRW. S.499) beinhaltet u. a. auch die Änderung von § 61 (Bestellung der Schulleiterin
oder des Schulleiters) des Schulgesetzes (SchulG), der erst für Verfahren anzuwenden ist, die nach dem 01.01.2016
eingeleitet werden. Die Änderungen sind in der beigefügten Synopse dargestellt.
Die Wahl durch die Schulkonferenz gem. § 61 (2) SchulG a. F. sowie die Zustimmung / Verweigerung durch ein in der
Hauptsatzung festgelegtes Gremium des Schulträgers entfällt. Schulkonferenz und Schulträger können zukünftig Bewerber/innen zu einem Vorstellungsgespräch einladen und innerhalb von acht Wochen einen Vorschlag, der begründet
sein soll, gegenüber der Schulaufsichtsbehörde abgeben, die die Auswahlentscheidung trifft.
Eine Regelung in der Hauptsatzung ist demnach nicht mehr notwendig. Deshalb wird vorgeschlagen, § 25 (2) der
Hauptsatzung ersatzlos zu streichen.
Hauptsatzung (derzeit gültige Fassung)
§ 25 – Zuständigkeit für Personalangelegenheiten
(1) Abweichend von § 73 (3) S. 1 GO NRW trifft der Haupt- und Finanzausschuss im Einvernehmen mit der Bürgermeisterin / dem Bürgermeister Entscheidungen über Einstellungen, Beförderungen und Entlassungen von Bediensteten in Führungspositionen. Als Führungspositionen nach Satz 1 gelten die Amtsleitungen. Bei fristlosen Entlassungen von tariflich Beschäftigten findet Satz 1 keine Anwendung.
(2) Die Entscheidung nach § 61 Abs. 4 SchulG über Zustimmung bzw. Verweigerung zum
jeweiligen Votum der erweiterten Schulkonferenz bzgl. der Besetzung der Stellen von
Schulleiterinnen / Schulleitern fällt in die Zuständigkeit des Haupt- und Finanzausschusses.
Die Zuständigkeitsordnung ist entsprechend anzupassen. Dazu wird auf Vorlage 507/2015 verwiesen.
Vorlage Nr.: 506/2015 . Seite 3 / 3
Schulgesetz alte Fassung
§ 61 Bestellung der Schulleiterin oder des Schulleiters
(1) Die obere Schulaufsichtsbehörde schreibt die Stelle der Schulleiterin oder des Schulleiters mit Zustimmung der Schulkonferenz und
des Schulträgers aus und prüft die eingegangenen Bewerbungen.
Aus den Bewerbungen werden der Schulkonferenz die geeigneten
Personen benannt (§ 9 Beamtenstatusgesetz); dabei sind unter
Beachtung des im Ausschreibungsverfahren erstellten schulspezifischen Anforderungsprofils möglichst mindestens zwei geeignete
Personen zur Wahl vorzuschlagen. Lehrerinnen und Lehrer der
betroffenen Schule können benannt werden, wenn sie vor ihrer
Tätigkeit an dieser Schule in mindestens einer anderen Schule oder
in der Schulaufsicht gearbeitet und damit ihre Verwendungsbreite
nachgewiesen haben. Die oder der Vorsitzende der Schulkonferenz
oder eine benannte Vertreterin oder ein benannter Vertreter hat das
Recht zur Einsichtnahme in die Personal- und Verwaltungsvorgänge, die der Benennung gemäß Satz 2 zugrunde liegen; § 84
Landesbeamtengesetz bleibt unberührt.
(2) Die Schulkonferenz wählt in geheimer Wahl aus den von der
oberen Schulaufsichtsbehörde benannten Personen die Schulleiterin oder den Schulleiter. Hierfür wird die Schulkonferenz um ein
stimmberechtigtes Mitglied erweitert, das der Schulträger entsendet.
Bis zu drei weitere Vertreterinnen oder Vertreter des Schulträgers
können beratend teilnehmen. Die Vertreterinnen und Vertreter des
Schulträgers dürfen nicht der Schule angehören. Die Mitwirkung von
Mitgliedern der Schulkonferenz, die sich an der Schule beworben
haben, ist ausgeschlossen. Gleichfalls dürfen Schülerinnen und
Schüler, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, an dem
Wahlverfahren nicht teilnehmen. Der Schülerrat benennt, soweit
erforderlich, geeignete Vertreterinnen und Vertreter.
(3) Gewählt und damit vorgeschlagen ist, wer die Mehrheit der
gesetzlichen Zahl der Stimmen erhält. Wird diese Mehrheit nicht
erreicht, so findet zwischen den Personen, welche die beiden
höchsten Stimmenzahlen erreicht haben, eine Stichwahl statt.
Gewählt ist, wer in dieser Stichwahl die meisten Stimmen auf sich
vereinigt. Bei Stimmengleichheit erlischt das Wahlrecht. § 66 Abs. 6
Satz 3 findet keine Anwendung. Das Wahlrecht erlischt ferner, wenn
die Schulkonferenz nicht innerhalb von acht Wochen nach Aufforderung durch die Schulaufsichtsbehörde einen Vorschlag vor-legt. Die
Frist kann in besonderen Ausnahmefällen verlängert werden. Die
Ernennung erfolgt durch die obere Schulaufsichtsbehörde. § 20
Abs. 2 bis 4 Landesbeamtengesetz findet keine Anwendung. Die
dienstrechtlichen Vorschriften bleiben unberührt.
(4) Die obere Schulaufsichtsbehörde holt die Zustimmung des
Schulträgers zu der gewählten Bewerberin oder dem gewählten
Bewerber ein. Der Schulträger kann die Zustimmung nur
binnen acht Wochen mit einer Zweidrittelmehrheit des nach der
Hauptsatzung zuständigen Gremiums verweigern. Nach Verweigerung der Zustimmung kann die Schulkonferenz innerhalb
von vier Wochen einen zweiten Vorschlag aus den vorliegenden Bewerbungen vorlegen. Eine Bewerberin oder ein Bewerber kann nicht noch einmal vorgeschlagen werden, wenn der
Schulträger seine Zustimmung verweigert hat.
Schulgesetz gültige Fassung
Erläuterungen
§ 61 Bestellung der Schulleiterin oder des Schulleiters
(1) Die obere Schulaufsichtsbehörde schreibt die Stelle der Schulleiterin oder des Schulleiters mit Zustimmung der Schulkonferenz und des Schulträgers aus und prüft die eingegangenen
Bewerbungen. Sie nennt der Schulkonferenz und dem Schulträger
die Bewerberinnen und Bewerber, die das Anforderungsprofil der
Ausschreibung erfüllen. Die Schulkonferenz und der Schulträger
können diese Bewerberinnen und Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch einladen.
(2) Sowohl die Schulkonferenz als auch der Schulträger können
gegenüber der oberen Schulaufsichtsbehörde innerhalb von
acht Wochen einen Vorschlag abgeben; er soll begründet
werden. Die obere Schulaufsichtsbehörde kann die Frist in begründeten Fällen verlängern. In der Schulkonferenz kann nicht
mitwirken, wer sich um die zu besetzende Stelle beworben hat.
(3) Die obere Schulaufsichtsbehörde trifft die Auswahlentscheidung. Sie würdigt dabei die Vorschläge von Schulkonferenz und
Schulträger. Sie teilt ihre Entscheidung unter Angabe der Gründe
der Schulkonferenz und dem Schulträger mit. Bei der Ernennung
findet § 20 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 und 3, Absatz 3 und 4 des
Landesbeamtengesetzes vom 21. April 2009 (GV. NRW. S. 224),
das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 9. Dezember 2014
(GV. NRW. S. 874) geändert worden ist, keine Anwendung.
(4) Die Schulaufsichtsbehörde kann Stellen für Schulleiterinnen
und Schulleiter aus dringenden dienstlichen Gründen in Anspruch
nehmen. Der Schulträger erhält Gelegenheit zur Stellungnahme
innerhalb von vier Wochen.
Gemäß Artikel 2 Absatz 2,
12. Schulrechtsänderungsgesetz erst für Verfahren
zur Bestellung der Schulleiterin oder des Schulleiters
anzuwenden, die nach dem
1. Januar 2016 eingeleitet
werden.