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Beschlussvorlage (Anlage 1)

Daten

Kommune
Erftstadt
Größe
775 kB
Datum
17.12.2009
Erstellt
12.01.10, 06:58
Aktualisiert
12.01.10, 06:58

Inhalt der Datei

Konzept für den "Gebundenen Ganztag" am Ville-Gymnasium Erftstadt-Liblar, Schwalbenstr.1 * *** * * * **** * GD Bildung und Kultur Programm für lebenslangesLernen - Comenius Inhaltsverzeichnis Seite 1 Ausgangslage und sozialräumliche 2 2 1.1 Statistische Daten 1.2 Vorerfahrungen 1.3 Regionale Partner der Schule 2 1.4 Aktuelle Raumsituation 3 mit ganztägigen Angeboten 2 1.5 Aktuelle Projekte 2 Pädagogisches 2.1 Vorbemerkung 3 Konzept 3 3 2.2 Leitgedanke und Leitbild 3 2.3 Chancen des gebundenen Ganztages 4 2.4 Veränderte Unterrichtskonzeption 4 2.5 Individuelle Förderung 5 2.5.1 Arbeitsstunde 5 2.5.2 Förderschiene 5 2.5.3 Arbeitsgemeinschaften 5 2.5.4 Hausaufgabenbetreuung 5 2.6 Übermittags- 6 und Nachmittagsbetreuung 2.6.1 Mittagessen 6 2.6.2 Betreute Mittagspause 6 2.6.3 Nachmittagsbetreuung 6 2.7 Innerschulische Kooperationen 2.8 Beratungsangebote 7 2.9 Soziales Lernen 7 6 3 Zeitlicher Rahmen 7 4 Gebäude und Ausstattung 4.1 Mittagessen 7 7 4.2 Betreuungsräume 8 4.3 Sachausstattung 8 5 Evaluation Anhang 1: Anhang 2: Anhang 3: 8 Stundenplanmodell für die Jahrgangsstufe Förderkonzept Arbeitsgemeinschaften 5 und 6 9 10 11 yge Ganztagskonzept des Ville-Gymnasiums Erftstadt-Liblar Die vorliegende Planung konzentriert sich zunächst auf die Jahrgangsstufen 5 und 6. Sie wird kontinuierlich für die nachfolgenden Klassenstufen der Sekundarstufe I weiterentwickelt. Das ständig fortentwickelte Konzept wird jeweils beim Erreichen eines wesentlichen Zwischenstandes den schulischen Mitwirkungsgremien zur Beschlussfassu ng vorgelegt. 1 Ausgangslage 1.1 Statistische und sozialräumliche Daten Im Schuljahr 2009/2010 arbeiten 81 Lehrkräfte, 1064 Schülerinnen und Schüler sowie eine große Zahl nichtpädagogischer Kräfte am Ville-Gymnasium. Die nächsten Halbtagsgymnasien liegen in Hürth (11 km) und Brühl (8 km). Die Gesamtschule Weilerswist liegt etwa 8 km entfernt. Das zweite Gymnasium in Erftstadt bemüht sich ebenfalls um eine Umwandlung zur Ganztagsschule. 1.2 Vorerfahrungen mit ganztägigen Angeboten Das Ville-Gymnasium hat über 30 Jahre Erfahrungen mit Ganztagsangeboten gesammelt. Zunächst, indem Hausaufgabenbetreuung im Rahmen eines Silentiums angeboten wurde. Dann wurde durch Eigeninitiative der Schule eine Nachmittagsbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5, 6, und 7 eingerichtet. Dieses Angebot umfasste die Organisation eines Mittagessens und, über eine Hausaufgabenbetreuung hinaus, auch individuelle Förderungsangebote. Am Programm "Dreizehn Plus" hat die Schule ebenfalls teilgenommen und langjährige Erfahrungen mit unterschiedlichen Partnerorganisationen gesammelt. Seit mehr als einem Jahr hat die Schule für die Übermittagsbetreuung als Partner das Kolping Bildungswerk Köln gewinnen können. Das Kolping Bildungswerk hat seit 2005 große Erfahrung mit der Übermittagsbetreuung. 1.3 Regionale Partner der Schule Bereits jetzt stellt die Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern ein sehr wichtiges Element unseres Schulprogramms und unserer konkreten Unterrichtsund Schulwirklichkeit dar. Wir kooperieren bereits mit: · · · · · · · · · · · Kolping Bildungswerk Köln DLRG Ortsgruppe Erftstadt ASB (Erftstadt) Arbeitsagentur (BIZ) AOK (Hürth) Nabu (Erftstadt) Schulpsychologischer Dienst (Brühl) Örtliche Kirchengemeinden Zooschule (Köln) Polizei Erftstadt (Verkehrserziehung), Kriminalkommissariat Vorbeugung (Hürth, Bergheim) (Sucht- und Gewaltprävention) Beratungsstelle für Suchtprävention (Hürth) Erziehungs- und Beratungsstelle (Erftstadt) · · 1.4 Aktuelle Raumsituation Derzeit nutzt das VGE für das Mittagessen den vorhandenen Hauswirtschaftsraum sowie einen angrenzenden Kursraum (ca. 100 Plätze). Im Hauswirtschaftraum wird seitens des Schulträgers im Herbst 2009 eine Versorgungsküche eingerichtet. Für die Übermittagsbetreuung werden der Fahrschülerraum und zwei Aufenthaltsräume genutzt. 1.5 Aktuelle Projekte Das Ville-Gymnasium nimmt an Umweltprojekten (Agenda21, GLOBE) und europäischen Projekten (Comenius, Lehreraustausch, E-Twinning) teil. Seit 2005 ist das VGE zertifizierte Agenda21-Schule/Schule der Zukunft. 2 Pädagogisches Konzept 2.1 Vorbemerkung Das nachfolgend dargestellte Konzept ist das Ergebnis intensiver Überlegungen, Planungen und Beratungen der Steuergruppe des Ville-Gymnasiums, die von der Schulkonferenz zur Vorbereitung der Entscheidungsfindung eingesetzt wurde. Nach Beratungen in allen Schulklassen, Eltern- und Lehrergremien und nach Beschlüssen in Schülervertretung, Lehrerkonferenz und Schulpflegschaft beschloss die Schulkonferenz des Ville-Gymnasiums die Beantragung des gebundenen Ganztags am 17. September 2009 einstimmig. 2.2 Leitgedanke und Leitbild Die Grundlage für die pädagogische Konzeption des gebundenen wächst aus dem Leitgedanken des Ville-Gymnasiums: "Vielfalt Gemeinsam Ganztages er- Erleben". Die Vielfalt innerhalb der Schülerschaft, des Kollegiums und der Elternschaft wird nicht nur als Herausforderung verstanden, sondern vor allem als Bereicherung. Das Ville-Gymnasium will diese Vielfalt fördern, indem den individuellen Dispositionen der Schülerinnen und Schüler in den entsprechenden Lernarrangements und Förderangeboten Rechnung getragen wird, ohne eine vorzeitige Profilbildung zu forcieren. Zum anderen wird ein breit gefächertes Angebot an Bildungs- und Betätigungsmöglichkeiten im Lebensraum Schule angeboten. Parallel zur Konzeption eines gebundenen Ganztages findet eine diskursive Verständigung zwischen allen an Schule Beteiligten über das Leitbild und das sich daraus ergebende Schulprogramm statt. Am pädagogischen Tag am 1. Februar 2010 überarbeiten Vertreter der Eltern- und Schülerschaft mit dem Kollegium gemeinsam das Leitbild und das Schulprogramm unter Leitung eines externen Beraters. 2.3 Chancen des gebundenen Ganztages Für den gebundenen Ganztag sprechen die neuen pädagogischen Chancen und Möglichkeiten, die sich für eine Ganztagsschule eröffnen, und zwar im Hinblick auf veränderte Unterrichtskonzeptionen, verstärkte individuelle Förderung, erweiterte außerunterrichtliche Angebote und eine Stärkung der Schulgemeinschaft und der Schule als Lebensraum. Der gebundene Ganztag wird darüber hinaus die durch die Schulzeitverkürzung (G8) entstandenen zusätzlichen Belastungen besser auffangen können. 2.4 Veränderte Unterrichtskonzeption Bei der Umsetzung des Ganztagsbetriebes kommt der Rhvthmisierunq des Schultages eine zentrale Bedeutung zu. Ein sinnvoll strukturierter Schultag erleichtert das Lernen. Dabei sind insbesondere die Aufnahmefähigkeit und das Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler sowie ein Wechsel von Anstrengung und ausreichender Entspannung in den Blick zu nehmen. Für den gebundenen Ganztag am Ville-Gymnasium planen wir nach 90-minütigen Unterrichtseinheiten jeweils eine 20-minütige Pause. Für die Mittagspause nach der 5. Stunde sind 55 Minuten vorgesehen. Doppelstunden erleichtern die Umsetzung der neuen Bildungsstandards, die sich aus den veränderten Lehrplänen ergeben und ermöglichen im Unterricht mehr Methodenvielfalt, mehr Schüler- und Handlungsorientierung. Weiterhin reduziert sich dadurch die Anzahl der Lehrer-, Fach- und Raumwechsel erheblich. Schülerinnen und Schüler haben so an den langen Tagen maximal vier verschiedene Fächer. Insgesamt ist eine ruhigere Arbeitsatmosphäre zu erwarten. Ein Stundenplanbeispiel findet sich im Anhang. (vgl.Anhang1,S.8) Der gebundene Ganztag eröffnet die Möglichkeit neue Formen der Unterrichtsgestaltung, insbesondere in der Form des kooperativen Lernens, besser in die Schule zu integrieren. Der gebundene Ganztag ermöglicht ferner ein vielfältiges und kontinuierliches Angebot für die Schülerinnen und Schüler. Das Förderschienenkonzept beinhaltet sowohl gezielte fachliche Förderangebote in den Hauptfächern, als auch überfachliche Angebote im sprachlichen, naturv/issenschaftlichen, musischen, darstellenden und sportlichen Bereich. Auf diese Weise werden nicht nur fachliche Kompetenzen gestärkt und Lernrückstände ausgeglichen, sondern im Sinne einer ganzheitlichen Entfaltung der Persönlichkeit auch zusätzliche Lernzugänge eröffnet. Die Teilnahme aller Schülerinnen und Schüler einer Doppeljahrgangsstufe an den Förderangeboten führt zudem zu einer Stärkung des sozialen Miteinanders. Das gemeinsame Durchführen eines Theaterprojektes beispielsweise ermöglicht andere kognitive, emotionale und soziale Erfahrungen als klassischer Fachunterricht. Ein wesentliches Element ist auch die Veränderung im Bereich der Hausaufqaben. Die Betreuung der Hausaufgaben soll im Wesentlichen in der Schule stattfinden und nicht mehr ausschließlich von Eltern und außerschulischen Anbietern geleistet werden. Abgesehen von längerfristigen Übungsnotwendigkeiten, wie z. B. dem kontinuierlichen Lernen und Wiederholen von Vokabeln, werden an den Tagen mit Ganztagsunterricht Aufgaben nur noch in dem Umfang gestellt, wie sie innerhalb der Arbeitsstunden erledigt werden können. Durch die veränderte Rhythmisierung können Phasen des selbstständigen Übens verstärkt in den Unterricht integriert werden. 2.5 Individuelle Förderung Neben der täglichen individuellen Förderung im Fachunterricht bietet das Konzept des Ville-Gymnasiums zusätzliche Angebote zur individuellen Förderung. Der Bereich der individuellen Förderung wird in der Zukunft von zwei speziell dafür weitergebildeten Fachlehrkräften koordiniert, die die Diagnose des Förderbedarfs, die Durchführung und Kontrolle der individuellen Förderung und die entsprechende Weiterentwicklung der Förderangebote betreuen. 2.5.1 Arbeitsstunde Die Schülerinnen und Schüler haben in drei sogenannten Arbeitsstunden die Möglichkeit selbstständig zu arbeiten. In diesen Stunden können die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich im Selbstlernzentrum oder in Ruhe-Räumen arbeiten oder Angebote fachlicher Hilfe durch Lehrerinnen und Lehrer bzw. durch Oberstufenschülerinnen und -schüler in Anspruch nehmen. 2.5.2 Förderschiene Die Schülerinnen und Schüler wählen aus einem Angebot von Förderkursen einen zweistündigen Kurs aus. Förderkurse, die zur Behebung von Lernrückständen dienen, werden von Fachlehrkräften durchgeführt. Für die Wahl dieser Förderkurse ist eine Empfehlung der Fachlehrkraft notwendig. Förderkurse, mit denen ein erweitertes Angebot gewährleistet werden soll, können auch von außerschulischen Kräften (Musikschule, Volkshochschule, Sportvereine, Eltern, Tanzschule, Jugendamt u.a.) durchgeführt werden und können auch zu anderen Zeiten und an anderen 2.5.3 Lernorten stattfinden. (vgl.Anlage 2, s.g) Arbeitsgemeinschaften Daneben bietet die Schule zahlreiche freiwillige Arbeitsgemeinschaften. Das An- gebot von bereits existierenden Arbeitsgemeinschaften (vgl.Anlage3, S.10)kann im Nachmittagsbereich ausgebaut und einer breiteren Schülerschaft zugänglich gemacht werden. So können die Angebote des gebundenen Ganztages auch den Schülerinnen und Schülern höherer Jahrgänge zugute kommen. Durch den Ganztagsbetrieb ist eine bessere zeitliche Koordination möglich, die einer größeren Anzahl von Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften erlaubt, als dies bisher der Fall ist. Durch den gebundenen Ganztag werden zudem längerfristige Arbeitsgemeinschaftsangebote ermöglicht. 2.5.4 Hausaufgabenbetreuung Nach den Pflichtstunden haben die Schülerinnen und Schüler an zwei Tagen die Möglichkeit, eine zusätzliche schulische Hausaufgabenbetreuung in Anspruch zu nehmen. Die Teilnahme ist freiwillig. Angestrebt wird, dass die Hausaufgabenbetreuung von Oberstufenschülerinnen und -schülern beispielsweise in Form einer Schülerfirma oder als Schülerzirkel durchgeführt wird. 2.6 Übermittags- und Nachmittagsbetreuung Träger der Übermittags- und der Nachmittagsbetreuung ist das Kolping-Bildungswerk, das schon jetzt an der Schule mit Eltern, Lehrkräften und Oberstufenschülerinnen und -schülern erfolgreich zusammenarbeitet. Die vorhandenen Betreuungsstrukturen müssen für den gebundenen Ganztag erweitert werden. Das Kolping Bildungswerk ist in der Lage die Betreuung auszuweiten. Die Schule wird durch einen Koordinator/eine Koordinatorin die Kommunikation und Kooperation mit dem Trägerverein sicherstellen. Die Finanzierung der Betreuung ist durch eine Teilkapitalisierung der zusätzlichen LehrersteIlen im Ganztagsbetrieb möglich. 2.6.1 Mittagessen Das gemeinsame Mittagessen soll nicht nur der gesunden Ernährung dienen, sondern auch ein Gemeinschaftserlebnis sein und zur Entwicklung einer Esskultur beitragen. Daher ist die Teilnahme am Mittagessen für die Schülerinnen und Schüler an den drei Tagen des Ganztags wünschenswert. 2.6.2 Betreute Mittagspause Während der gesamten Mittagspause werden die Kinder betreut, wobei sie selbst entscheiden können, wie sie die Pause verbringen möchten. Es gibt eine Vielzahl von Spiel- und Beschäftigungsangeboten, die einen Ausgleich zum Unterricht ermöglichen und Anregungen zu sinnvoller Freizeitgestaltung geben. Es besteht auch die Möglichkeit, sich in den Ruheraum zurückzuziehen oder das von Eltern betreute Selbstlernzentrum aufzusuchen. Bei der Ausgestaltung und Realisierung des Mittagsangebotes werden Schülerinnen und Schüler der Oberstufe einbezogen. 2.6.3 Nachmittagsbetreuung Für Kinder berufstätiger Eltern bietet die Schule weiterhin über das Kolping Bildungswerk an allen Schultagen eine Betreuung bis 16.00 Uhr an. 2.7 Innerschulische Kooperationen Im Zuge der Umstellung auf G8 hat unsere Schule einen Arbeitskreis zur Übermittagsbetreuung gegründet, dem die Schulleitung, ein Vertreter des Kolping Bildungswerks, Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie ein Vertreter des nicht lehrenden Personals angehören. Dieser Arbeitskreis hat unter anderem eine Struktur zum Ablauf des Mittagessens unter beengten räumlichen Bedingungen entworfen und ein Konzept zur "Gefüllten Pause" entwickelt, von dem alle Schülerinnen und Schüler profitieren. Diese bereits etablierten und bewährten Strukturen müssen im Zuge des gebundenen Ganztags ausgebaut werden; der Arbeitskreis wird die Entwicklung des gebundenen Ganztages weiter begleiten. Für die Eltern der Erprobungsstufe wird seit Jahren ein Elterngesprächskreis geboten, der die Arbeit in den Jahrgangsstufen 5 und 6 erfolgreich unterstützt. Die Eltern der übrigen Jahrgänge finden eine Austauschkeit in unserem regelmäßig stattfindenden Elternforum. an- und Gesprächsmöglich- 2.8 Beratungsangebote Das Beratungskonzept des VGE umfasst sowohl Beratungsangebote für Eltern und Schülerinnen und Schüler als auch Präventionsmaßnahmen im Bereich der Sucht- und Gewaltprävention. Das Beratungsteam vermittelt auch Kontakte zu außerschulischen Beratungsstellen. Die Berufsorientierung arbeitet schon seit langem mit einem bewährten Konzept, das die Jahrgangsstufen 9-12 umfasst. In diesem Rahmen werden u.a. Bewerbungstrainings, Informationsveranstaltungen mit Berufsvertretern und natürlich auch 14-tägige Betriebspraktika in der Stufe 10 durchgeführt. 2.9 Soziales Lernen In bestimmten Projekten wird ein besonderes Augenmerk auf das soziale Lernen Streitschlichtung, Austausche und das Fahrtenkonzept. Sie sind ein fester Bestandteil unserer Schulkultur. gelegt. Dazu zählen Streitschlichtunq: Ausbildung von Schülerinnen und Schülern aus der Jahr- gangsstufe 9 zu Streitschlichtern in einer Arbeitsgemeinschaft und Einsatz von somit ausgebildeten Mediatoren in der Erprobungsstufe Austausche mit Israel, England und Frankreich Fahrtenkonzept: Stärkung der Klassengemeinschaft in den Jahrgangsstufen 5 z. B. in Bad Münstereifel und 7 in Leogang mit besonderem Schwerpunkt auf Kooperation und soziale Verantwortung innerhalb von Gruppen; Studienfahrt in Leistungskursen in der Jahrgangsstufe 11. 3 Zeitlicher Rahmen Mit dem Übergang ters für den zum Ganztag ist eine weitgehende Unterricht von der 45-Minuten-Stunde Veränderung zu einem des Zeitras- 90-Minuten-Raster geplant. Sinn dieser Maßnahme ist es, durch weniger Fach- und Lehrerwechsel den Schultag zu beruhigen und besser zu rhythmisieren und den Anstoß für eine pädagogische Neukonzeption des Unterrichts zu geben, die in größeren abge- schlossenen Unterrichtseinheiten ein vertieftes Lernen in kooperativen und selbsttätigen Lernformen ermöglicht. Es ist eine verpflichtende Anwesenheit an zwei Tagen pro Woche von 8: 10 Uhr bis 15:15 Uhr und an einem Tag von 8:10 Uhr bis 16:05 Uhr sichergestellt. An zwei Tagen schließt sich die 45-minütige freiwillige Lernzeit (Hausaufgabenbetreuung, Arbeitsgemeinschaften) an. 4 Gebäude und Ausstattung 4.1 Mittagessen Der bisherige Hauswirtschaftsraum wird mit einem angrenzenden Kursraum zu einer kleinen Mensa umgebaut, die ein modernes "Cook-and-Chill-Verfahren" zulässt. Die Kapazität wird in den ersten beiden Jahren des Ganztags ausreichen, wenn wir einen Schichtbetrieb fahren. 4.2 Betreuungsräume Für die verschiedenen Angebote der individuellen Förderung und für die Maßnahmen im Rahmen der Nachmittagsbetreuung müssen Räume zur Verfügung stehen, ohne dass zeitgleicher Unterricht gestört wird. In Zukunft werden noch vier weitere Räume für den Ganztagsbetrieb benötigt. Diese Räume können aber (gemäß Schulentwicklungsplan) aus dem Bestand genommen werden, da die verkürzte Schulzeit einen Jahrgang entbehrlich macht, und der gebundene Ganztag erst ab nächstem Schuljahr mit der Jahrgangsstufe 5 sukzessive aufgebaut wird. Damit ist für eine Grundsicherung des Ganztagsbetriebes gesorgt und eine ganz dringliche räumliche Erweiterung nicht nötig. 4.3 Sachausstattung Für die Sachausstattung werden im Rahmen laufender Förderprogramme Tische für den Mensabetrieb, die Ausstattung des Ruheraumes, eines Besprechungsraumes und Spielgeräte für den Innen- und Außenbereich (Einräder, Boulderwand u.a.) angeschafft. Im Rahmen des vollständigen Ausbaus muss die Ausstattung noch erweitert werden. 5 Eval uation Nach Abschluss der Einführungs-, Umstellungs- und Bauphase für den Ganztag soll eine Evaluation (SEIS) durchgeführt werden, um die Veränderungen und den weiteren Entwicklungsbedarf verlässlich einschätzen zu können. Bis dahin werden die Erfahrungen mit dem Ganztagsbetrieb kontinuierlich von der Steuergruppe und den Koordinatoren gesammelt, um Einzelheiten der Konzeption kurzfristig an die Erfordernisse anpassen zu können. Weiterhin beabsichtigt die Schule, sich am vom MSW initiierten Evaluationsinstrument SEfU zu beteiligen. Anhang 1: Std. Zeit Stundenplanmodell für die Jahrgangsstufe Montag Dienstag Mittwoch 5 und 6 Donnerstag Freitag 1. 8.108.55 Fachunterricht Fachunterricht Fachunterricht Fachunterricht Fachunterricht 2. 9009.45 Fachunterricht Fachunterricht Fachunterricht Fachunterricht Fachunterricht Pause 9.4510.05 ------------------- ------------------- 1. große Pause ----------------- ------------------- -- 3. 10.0510.50 Fachunterricht Fachunterricht Fachunterricht Fachunterricht Fachu nterricht 4. 10.5511.40 Fachunterricht Fachunterricht Fachunterricht Fachunterricht Fachunterricht Pause 11.40- ------------------12.00 ------------------Fachunterricht 12.0012.45 6.od. Pause 12.5013.35 7.od. Pause 13.4014.25 Fachunterricht --- 8. 14.3015.15 Förderschiene AlB 9. 15.2016.05 Förderschiene AlB betreute Mittagspause (55 Min.) ----------------- ------------------- -- 5. Arbeitsstunde 2. große Pause Fachunterricht Arbeitsstunde Arbeitsstunde Fachunterricht betreute Mittagspause (55 Min.) Fachunterricht Fachunterricht Fachunterricht ---- ---- Fachunterricht Fachunterricht ---- ---- optional (z. B. SchülerNachhilfe-AG) optional (z.B. SchülerNachhilfe-AG) --- betreute Mittagspause (55 Min.) Anhang 2: Förderkonzept Das Förderkonzept sieht die Einrichtung einer Förderschiene mit zwei Stunden pro Woche vor, an der alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend teilnehmen. Die Schülerinnen und Schüler der zukünftigen Klassen 5 und 6 wählen aus 16 Förderkursen einen Kurs aus. Es werden Angebote gemacht zur Aufarbeitung bzw. Verhinderung von Defiziten (A) und zur Förderung besonderer Begabungen (B). Förderschiene A bietet eine fachbezogene Vertiefung für die Fächer Deutsch, Mathematik sowie die Fremdsprachen. Für die Wahl eines Förderkurses aus Block A ist eine schriftliche Empfehlung von Seiten der Schule Voraussetzung, die zusammen mit dem Zeugnis ausgegeben wird. Zum Zwecke der passgenauen individuellen Förderung werden diagnostische Testverfahren entwickelt und eingesetzt. Förderschiene B bietet eine größere Zahl von Enrichment-Kursen (z.B. AG "Junge Forscher", AGs zur Teilnahme an fremdsprachlichen und mathematischnaturwissenschaftlichen Wettbewerben) sowie Förderkursen im künstlerischen Bereich (z.8. Chor-, Orchester-, Theater-AG). Mögliche Förderkurse: Block A Förderkurs Deutsch - Stufe 5 1 Förderkurs Deutsch - Stufe 6 2 - Stufe 5 3 Förderkurs Mathematik 4 5 6 Förderkurs Mathematik - Stufe 6 Förderkurs Englisch - Stufe 5 Förderkurs Englisch - Stufe6 7 8 Förderkurs Französisch - Stufe 6 Förderkurs Latein - Stufe 6 Block B 1 Junge Forscher - Stufe 5 und 6 2 Känguru-Wettbewerb Mathematik (Stufe 5 und 6) 3 Englisch Plus (Bundeswettbewerb Fremdsprachen) - Stufe 6 4 VGE Orchester - Stufe 5 und 6 5 VGE Chor - Stufe 5 und 6 6 Szenisches Darstellen! Tanz - Stufe 5 und 6 7 Agenda 21 - Stufe 5 und 6 8 Sport - Stufe 5 und 6 Im ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 5 erfolgt noch keine fachliche Förderung, sondern es werden Module im Bereich soziales Lernen, Lernen lernen und Medienerziehung belegt. Im zweiten Halbjahr beginnen die Förderkurse in den Hauptfächern. Da ein großer Teil der Kurse jahrgangsstufenübergreifend unterrichtet wird, werden alle Kurse als Doppelstunden im Nachmittagsbereich liegen. Die Teilnehmerzahl in den einzelnen Kursen ist begrenzt, die endgültige Zuteilung erfolgt von Seiten der Schule auf Grundlage der Schülerwahlen. Auf den Zeugnissen werden die Leistungen Leistungen werden zusätzlich zertifiziert. in Noten dokumentiert, besondere Anhang 3: Arbeitsgemeinschaften An zwei Nachmittagen in der Woche (Mittwoch und Donnerstag) können die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an den Unterricht darüber hinaus an freiwilligen Arbeitsgemeinschaften teilnehmen. Diese Arbeitsgemeinschaften dienen zum einen der inhaltlichen Vertiefung von Fachinhalten und der Begabtenförderung, zum anderen können Schüler eigene Fertigkeiten entwickeln und Schule als Lebensraum erfahren. Folgende Arbeitsgemeinschaften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . existieren bereits: Schach-AG (KI. 5-13) Israel-AG (KI. 9-13) Modellbau-AG (KI. 5-13) Band-AG (KI. 5-13) Kunst AG (KI. 7-12) Foto-AG (KI. 7-13) Agenda-21-AG (KI. 5-13) Erste-Hilfe-AG (KI. 9) Streitschlichtungs-AG (KI. 9) Spanisch-AG (KI. 8-10) Netzwerk-AG (KI. 9-13) Chor-AG (KI. 5-8) Mofa-Kurs-AG (KI. 9-10) Basketball-AG (KI. 10-13) Russisch-AG (KI. 8-10) Theater-AG (KI. 9-13) Delf-AG (KI. 8-11) Lauf-AG (KI. 5-10) Italienisch-AG (KI. 8-9) Das Angebot von bereits existierenden Arbeitsgemeinschaften kann im Nachmittagsbereich ausgebaut und einer breiteren Schülerschaft zugänglich gemacht werden. So können die Angebote des gebundenen Ganztages auch den Schülerinnen und Schülern höherer Jahrgänge zugutekommen, die nicht in der Ganztagsschiene unterrichtet werden. Auch können Arbeitsgemeinschaften fest etabliert werden, was zurzeit aufgrund fehlender Lehrerstunden nicht immer möglich ist. Der Freitag schließt für die meisten Schülerinnen und Schüler nach dem Vormittagsunterricht. Hier können evtl. auch zeitaufwändigere AGs wie z.B. Theater liegen. Sowohl für die Förderschiene als auch für die Arbeitsgemeinschaften ist es wichtig, Kooperationen mit örtlichen Vereinen (Bereich Sport, Musik, Theater) und Organisationen (sozialer und karitativer Bereich) sowie den Eltern weiter auszubauen, um durch externe Experten das Angebot inhaltlich zu optimieren.