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Beschlussvorlage (Erfahrungsbericht Möbellager)

Daten

Kommune
Erftstadt
Größe
51 kB
Datum
12.02.2009
Erstellt
03.02.09, 06:40
Aktualisiert
03.02.09, 06:40

Inhalt der Datei

Zwischen-/ Erfahrungsbericht der Möbelbörse Erftstadt Einleitung Die Möbelbörse Erftstadt ist im weitesten Sinne aus einem „Selbsthilfeprojekt“ gewachsen. Mit Beginn der Umsetzungsphase der Arbeitsgelegenheiten für SGB II Empfänger im Jahr 2005 wurde schnell der Bedarf an Unterstützung im Bereich alltäglicher Gebrauchsgegenständen deutlich. Das neu eingerichtete Gemeinwohlzentrum der Helios gGmbH im Umweltzentrum Erftstadt betreute und qualifizierte ALG II BezieherInnen im Rahmen von gemeinnützigen und zusätzlichen Arbeitsgelegenheiten. Die geringen Hilfen zum Lebensunterhalt ließen die Bereitschaft der Teilnehmenden wachsen, sich - mit logistischer und personeller Unterstützung der Helios gGmbH Mitarbeiter - untereinander beispielsweise bei Wohnungsauflösungen zu unterstützen. Schnell war jedoch die Grenze des Leistbaren erreicht. Im Umweltzentrum Friesheimer Busch konnten weder Lagerkapazitäten, noch die für die Aufarbeitung benötigten Werkstätten zur Verfügung gestellt werden. Letztlich scheiterte es auch an den sehr beschränkten Transportmöglichkeiten. In den folgenden Jahren wurde immer wieder auf den Bedarf einer Einrichtung, in welcher neben günstigen Möbeln auch allerlei Hausrat angeboten werden sollte, hingewiesen. Im August kam die lang ersehnte aber doch plötzliche Zusage, die Möbelbörse Erftstadt mit der finanziellen Unterstützung der Stadt Erftstadt eröffnen zu dürfen. In kürzester Zeit wurden gut erreichbare Räumlichkeiten in Liblar gefunden. In Zusammenarbeit mit der Arge Rhein Erft wurde parallel das Modellprojekt „WAlk“ – Wiedereingliederung Alkoholabhängiger Langzeitarbeitsloser ins Leben gerufen. Somit galt es mit dem Startschuss am 01.08.2008 sowohl entsprechende Teilnehmende in Zusammenarbeit mit den Argen zu akquirieren, als auch die Räumlichkeiten sowie die gesamte Logistik einzurichten. Darüber hinaus wurde auch das Mitarbeiterteam erweitert. 1. Projektbeschreibung Die Einrichtung „Möbelbörse“ Erftstadt „beherbergt“ das Modellprojekt „WAlk“. Die Projektbeschreibung sieht vor, dass die Teilnehmenden - in diesem Fall alkoholabhängige Langzeitarbeitslose - eine besonders intensive Unterstützung bei der Wiedereingliederung ins Erwerbsleben erhalten. Selbst die gegenüber dem Erwerbsleben geringeren Anforderungen in einer normalen AGH, wie sie beispielsweise über die Helios gGmbH im Umweltzentrum Friesheimer Busch angeboten werden, stellen für diesen Personenkreis eine besondere Herausforderung dar. Daher soll in der Möbelbörse ein eigenständiger, betreuter Raum geboten werden, welcher es den Teilnehmenden ermöglicht, entsprechend ihrer physischen und psychischen Verfassung mitwirken zu können. Ziele der Maßnahme • • • • • Kontinuierliche psychosomatische Stabilisierung Rückführung in einen strukturierten Arbeits- und Lebensalltag Förderung der Krankheitseinsicht Persönliche Auseinandersetzung des Einzelnen mit seiner Erkrankung Aufnahme einer Therapie oder Entgiftung oder Reduzierung und Selbstkontrolle des Alkoholkonsums 1/8 Im Rahmen anderer bisher durchgeführter Arbeitsgelegenheiten mit normalen Einsatzbedingungen von 15 – 32 Wochenarbeitsstunden beobachteten wir, dass gerade zu Beginn einer Maßnahme viele der betroffenen alkoholabhängigen Personen sehr motiviert sind. Sie wollen wieder Struktur in ihren Alltag bringen, sinnvolle Arbeit leisten und ihre Sucht und die sonstigen Probleme in den Griff bekommen. Gelingt der nüchterne Tagesbeginn, ist nach einigen Stunden Arbeit der Entzug oft so groß, dass der individuell benötigte Alkoholpegel im Verborgenen angetrunken wird. Dies wird von anderen Teilnehmern, den Fachanleitern oder Sozialbetreuern, schnell festgestellt und führt zum Arbeitsausschluss und zu entsprechenden Maßregelungen. Die erneute Konfrontation mit den persönlichen Unzulänglichkeiten demonstriert den Teilnehmern noch einmal ihr „Scheitern“. Genau dies soll der Einsatz im Möbellager verhindern. Alkoholkranke Menschen verfügen im Allgemeinen über ein äußerst schwaches Selbstwertgefühl, eine ungefestigte Ich-Struktur und sehr wenig persönliche Stabilität, so dass vor allem in der Anfangsphase zunächst eine individuelle Stabilisierung durch intensive Begleitung sichergestellt werden muss. Der Aufbau einer stabilen Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen und die Entwicklung von flankierenden Fähigkeiten setzen einen kontinuierlichen Vertrauensaufbau und eine intensive Betreuung durch psychologisch einschlägig geschultes Fachpersonal voraus. Dabei muss ein vertrauensvoller Raum geschaffen werden, der es zulässt, evtl. immer wieder auftauchende Rückschritte frühzeitig aufzufangen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Methodisch muss dabei eine Mischung von individuellem Einzelcoaching, Reflexionen und gegenseitiger Stützung in der Gruppe neben einem Aufbau von fachlicher Qualifizierung und praktischer Arbeitserprobung eingesetzt werden. Für diese Zielgruppe ist ein therapeutischer/psychologischer Ansatz im Rahmen einer AGH Maßnahme fehl am Platze. Den Betroffenen fehlt die „Krankheitseinsicht“ und sie nehmen sich nicht als therapiebedürftig wahr. Die Teilnehmer sollen zunächst über ihr Interesse an der praktischen Arbeit gewonnen werden. Allmählich kann sich ein vertrauensvolles Klima entwickeln, in dem dann auch Themen wie die Einsicht in die eigene Abhängigkeit, die Ursachen hierfür und evtl. therapeutische Maßnahmen in Angriff genommen werden können. Um dies gewährleisten zu können, wurde folgender Mitarbeiterstamm aufgebaut: Personalschlüssel • • • • • 1,25 Sozialarbeiter/Sozialpädagoge/Psychologe, mit Zusatzqualifikationen im analytisch/ therapeutischen Bereich. 0,5 Stelle berufspraktischer Anleiter (aus dem Bereich Metall) 1,0 Stelle Vorarbeiter (gelernter Schreiner) 1 Bürokraft (2 Wochenstunden) Honorarkräfte für weitere Unterrichtsmaßnahmen, bspw. EDV- + Kommunikationstraining 2/8 2. Maßnahmeverlauf und Inhalte Wie im nachfolgenden Schaubild skizziert, sollen die suchterkrankten Teilnehmer im Rahmen der Maßnahme stabilisiert und zur Arbeitsfähigkeit hingeführt werden. Dabei werden die Zeiträume in der Stabilisierungs- und Arbeitsvorbereitungsphase je nach der individuellen Belastbarkeit und Stabilität der Teilnehmer an der Maßnahme unterschiedlich gewichtet und bemessen (flexibles Modell). Einführungs- und Startphase Dauer: 1.Monat Praktische Orientierungsphase Dauer: 1 Monate Praktische StabilisierungsPhase I Dauer: 2 Monate 15 Wochenstunden Vorbereitung zur Arbeitsintegration Dauer: 2 Monate 25 Wochenstunden Praktische StabilisierungsPhase II* Dauer: 2 Monate 20 Wochenstunden Arbeitserprobungsphase in externen Einsatzstellen* Dauer: 4 Monate 25 -32 Wochenstunden 3/8 * s. Fußnote 1 Ausgehend von einem täglichen Beschäftigungsumfang von 3 Stunden soll die Belastungsfähigkeit schrittweise gesteigert werden. Ziel der aufeinander aufbauenden Module ist, die Teilnehmer schließlich dahingehend zu stabilisieren, dass sie zumindest einen Teilzeitarbeitstag im Umfang von bis zu 6 Stunden durchstehen können. Die zeitlich nicht fest umrissenen Maßnahmenphasen sind aufeinander aufbauend. Mit eingeplant sind eventuelle Rückfälle. Im Rahmen der ersten Umsetzungsphase des „WAlk“ Projektes zeigte sich, dass die Einführungs- / Profilingphase intensiver ausfällt. Die daran anschließende praktische Stabilisierungsphase I verlängert sich entsprechend. Bisher erfolgte der praktische Einsatz der Teilnehmer ausschließlich im Möbellager. Die insgesamt 15 Teilnehmenden teilten sich selber, in Absprache mit dem Betreuerteam, in Untergruppen ein. Ein Team von Teilnehmenden ist für die einfachen Ausbesserungsarbeiten an Möbelstücken zuständig. Ein weiteres Team von 4-6 Leuten ist im Logistikbereich tätig. Zu den Aufgaben gehört u.a. die Mitfahrt bei Abholung und Auslieferung von Möbeln an bedürftige Menschen. Das Aufstellen von Schränken, Betten, Kinderspielsachen etc., sowie die Kundenberatung übernimmt ein weiteres Teilnehmerteam. Zuzüglich zu den arbeitspädagogischen Einsätzen findet montags ein „Wochenrück- und ausblick“ statt. Im Rahmen dessen findet eine Analyse und Reflexion schwieriger Situationen statt. Allgemein formuliert dient die praktische Stabilisierungsphase der Gewöhnung an die bisher erfolgten Veränderungen im Lebensalltag der Teilnehmer und der weiteren Einarbeitung und Vertiefung in den in Modul 2 erprobten Arbeitsbereich. Grundsätzliche pädagogische Intention in dieser Phase ist die Stärkung des Durchhaltevermögens unter einer möglichst gleichbleibenden Belastungssituation. In dieser Phase wird zunehmend auf das „Wiedererlernen“ der notwendigen Arbeitstugenden, wie z.B. pünktliches Erscheinen, geachtet. Im Rahmen der Qualifizierungseinheiten werden neben der Einführung in die EDV individueller Voraussetzungen entsprechend weitere Trainings angeboten. Themenfelder der Qualifizierungseinheiten: Einführung EDV Mathematik (Grundrechenarten/Prozentrechnung) Deutsch (Rechtschreibung) Planung der beruflichen Integration (inkl. Bewerbungstraining u. Akquise) Training der sozialen Kompetenz Kommunikationstraining Schuldnerberatungsseminar Gesundheitstraining: „gesunde Ernährung“ etc.. Das Training der sozialen Kompetenzen erhält im Rahmen der arbeitspädagogischen Einsätze insbesondere unter dem Gesichtspunkt „Teamentwicklung“ Raum. Arbeitsaufträge werden in kleinen Gruppen in Form von Projektaufträgen gelöst. 4/8 Im Rahmen des Einzelcoaching sollen verstärkt Themen, die die individuelle Gesundheit betreffen, regelmäßiger Bestandteil sein. Eine zunehmende Anpassung an realitätsnahe spätere Arbeitsbereiche ist geplant für den weiteren Verlauf, somit in der 2. Stabilisierungsphase. Eine Wochenstundenerhöhung von 15 auf 20 Stunden und damit einhergehend eine Erhöhung des Qualifikationsanteils von 3 auf 4 Wochenstunden. Im Modul 5 wird die Wochenarbeitszeit nochmals um 5 Stunden auf 25 Wochenstunden erhöht und somit eine Anpassung an die Erfordernisse des Arbeitsmarktes vorgenommen. Berufspraktische Anleiter vor Ort und das begleitende Fachpersonal sind angewiesen, innerhalb der Arbeitsbereiche möglichst realistische Arbeitsbedingungen (Pünktlichkeit, Pausenzeiten, Arbeitsergebnisse etc.) einzufordern. Nicht jeder Teilnehmende muss zwangsweisläufig die Anfangsphase mit geringen Einsatzzeiten von 3 Stunden durchlaufen. Es wird ein individuelles Profil gemeinsam mit dem Betroffen erstellt und entsprechend der physischen und psychischen Verfassung die Einsatzzeit festgelegt. Integrationsziel Als Integrationserfolg wird angesehen, dass ein Wechsel in eine fortgeschrittene Gruppe erfolgreich verläuft. Bei dieser „fortgeschrittenen Gruppe“ ist der zeitliche Beschäftigungsumfang höher und die Art der Beschäftigung sowie die Qualifizierungsinhalte sind anspruchsvoller. Darüber hinaus wird von den Teilnehmenden eine Stellungnahme bezüglich verschieden wählbarer Therapiemöglichkeiten erwartet. 3. Kennzahlen 3.1. Transporte Insgesamt wurden bis Dezember 2008 226 Kundenrückmeldungen bearbeitet. Zum größten Teil handelte es sich um Möbelspenden, welche im Vorlauf besichtigt wurden. Hiervon wurden 150 Abholungen getätigt. Entsprechend wurden 41 Spendenangebote nicht berücksichtigt. Zu diesen 41 Angeboten gehörten Kaufangebote der „vermeintlichen“ Spender oder aber Angaben zu Gegenständen, welche erst als Spende abgegeben werden sollten, wenn der Versuch gescheitert ist, die Möbel bei einem bekannten Online Portal zu veräußern. Die übrigen 35 Angebote wurden nach Besichtigung abgelehnt, bzw. der Anbieter reagierte nicht mehr auf unsere Rückrufe, um vorherige Besichtigungstermine vereinbaren zu können. Besonders hektisch war die erste Umsetzungsphase (ab dem 11.08.08) kurz nach Bekanntgabe der Installation eines Möbellagers in Erftstadt. Bis zum 29.08.08 erhielten wir bereits 87 Anrufe mit Angeboten zu Möbel- und Haushaltspenden. Aufgrund der Kurzfristigkeit konnten die Angebote nicht direkt alle bearbeitet werden. Denn in diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass die Anbieter sich am nächst möglichen Sperrmülltermin orientierten und Abholtermine vorgaben. Darüber hinaus kamen bereits im ersten Monat mehrere Angebote aus dem Frechener und Kölner Raum, welche anfangs aufgrund fehlender Logistikstrukturen 5/8 nicht bedient werden konnten. Des Weiteren musste auch die bereits im Umweltzentrum angelegte Vormerklist derjenigen, welche Monate voraus schon diverse Spenden angeboten hatten, abgearbeitet werden. Ein besserer Ablauf stellte sich mit dem neuen Mitarbeiterteam und der festeren Gruppe der Teilnehmenden ein. Das völlig neu kombinierte Möbelbörseteam (bestehend aus Betreuern, Anleitern und Teilnehmenden) identifizierte sich sehr schnell mit dem Projekt. Trotz der geringen Stundenzahl, die die Teilnehmenden gerade zu Beginn des „walk“ Projektes vor Ort in der Möbelbörse tätig sind, gelang mit hohem Engagement jedes einzelnen die hohe Anzahl an Angeboten zu bearbeiten. 3.2. Verkaufserlös: Überaus häufig wurden Wohnzimmer- und Schlafzimmereinrichtungen als Möbelspenden angeboten. Insbesondere aus dem Raum Brühl, Frechen kamen viele Angebote mit überdurchschnittlich guten Möbelspenden. Viel gefragt sind und waren gut erhaltene Kinderzimmer und Küchenmöbel. August: wurde noch kein Verkaufsbetrieb geführt! September: 1.366,00 € Oktober: 3.419,50 € November: 4.729,00 € Dezember: 1.570,50 € Summe 11.085,00 € Überdurchschnittlich häufig verkauft wurden Schlafzimmer-, Küchen-, sowie diverse Kinderzimmermöbel. Insgesamt hatte die Möbelbörse Erftstadt 240 Verkäufe getätigt und 200 Kunden. Diese kamen teils sogar extra aus Bergheim mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist. Diesem Personenkreis wurde dann über uns die gekaufte Ware gegen eine geringe KM Pauschale ausgeliefert und auch aufgebaut. Neben Kunden, die vom Familienamt oder dem SGB XII Hilfeträger zu uns vermittelt wurden, kamen überdurchschnittlich häufig ältere Menschen, oft in Begleitung ihrer Kinder. Vereinzelt und abhängig von den zeitlichen Kapazitäten halfen wir auch Alleinstehenden und bedürftigen Personen, ihre Wohnung oder ihr Haus zu entrümpeln. In diesen Fällen entfielen meist keine Spenden an die Möbelbörse, sondern es ging rein um die logistische und tatkräftig mitwirkende Unterstützung. 3.3 Unterhaltungskosten Auf Grund der zunächst nur geringen Zuweisungen an Teilnehmern wurde in den Anfangsmonaten ein entsprechend angepasster Personalschlüssel im pädagogischen Bereich vorgehalten. Dieser Personalschlüssel wird entsprechend der gewachsenen Teilnehmerzahl angepasst. Ferner erwies sich die Suche nach einem Vorarbeiter, der unter den Vorgaben des Programms JobPerspektive förderfähig und andererseits den Anforderungen der in der Möbelbörse gestellten Anforderungen gewachsen ist, als äußerst schwierig. Die endlich gefundene Person beendete jedoch das Arbeitsverhältnis nach 5 Tagen. Schließlich wurde ein gelernter Schreiner gefunden, für den ein Eingliederungszuschuss für 12 Monate beantragt werden konnte. 6/8 Bis zur Einstellung dieses Mitarbeiters erhielten wir Unterstützung durch ehrenamtlich arbeitende Personen. Einrichtungsgegenstände für die Büroräume sowie ein PC wurden vom GWZ Erftstadt zunächst zur Verfügung gestellt, ebenso ein Bus (zum Personentransport und als Zugmaschine) sowie ein Anhänger zum Möbeltransport. Es zeichnet sich ab, dass in den kommenden Monaten Ersatzbeschaffungen vorgenommen werden müssen. Es ergaben sich folgende Unterhaltungskosten für den Zeitraum Juli- Dezember 2008: Personalkosten incl. Qualifizierungskosten AGH lfd. Sachkosten: Miete incl. Kaution, Provision, Gebühren (Nutzungsänderung) Miet-Nebenkosten Arbeitskleidung KFZ-Kosten Büromaterial, Telefon, Werbekosten Verbrauchsmaterialien Buchhaltung Allgemeine Kosten 28.442,72 € Summe 57.344,85 € 3.4 Zuschüsse Eingliederungszuschuss Maßn.pauschale AGH 1.562,40 € 39.030,18 € Summe 40.592,58 € Stadt Erftstadt 10.000,00 € 20.346,00 € 1.543,64 € 235,24 € 2.093,33 € 422,17 € 1.033,15 € 388,03 € 2.840,57 € 3.5 Bilanz, Aktualisierung des Business-Planes Im Vergleich zum Business-Plan liegen die Einnahmen aus der Abgabe von Möbeln höher als erwartet, so dass wir für den Zeitraum August 2008 bis Juli 2009 mit insgesamt mindestens 20.000,00 € rechnen. Die Personalkosten liegen bislang niedriger aus den unter Punkt 3.3 erwähnten Gründen. Wegen der nun notwendigen personellen Aufstockung werden sie sich letztendlich wie geplant auf 66.000,00 € belaufen. Die Mietkosten werden sich mit den zusätzlichen Kosten auf 35.540,00 € erhöhen. Insgesamt ergeben sich folgende Änderungen: Personalkosten lfd. Sachkosten 66.000,00 € 49.500,00 € 115.500,00 € 7/8 Zuschüsse EGZ Maßn.pauschale AGH Einnahmen Möbellager 7.030,80 € 78.000,00 € 85.278,30 € 20.000,00 € 4. Vorgenommen für das Jahr 2009 Erste Berührungen mit den „Entrümpelungaktionen“ zeigten, dass in diesem Bereich Bedarf besteht. Hierbei geht es zum Teil um die körperlich beanspruchenden Ab- und Aufbauarbeiten, aber auch um die Gespräche am Rande. Diese können leichter ohne zeitlichen Druck, wie er im gewerblichen Bereich üblich ist, geführt werden. Darüber hinaus sind die Gespräche vielleicht auch authentischer, da die Teilnehmendenstruktur meist selber „tief sitzende“ Lebensereignisse vorweist, die ein „offenes Ohr“ gerne bietet. 8/8