Daten
Kommune
Nettersheim
Größe
271 kB
Datum
30.01.2018
Erstellt
07.02.18, 09:01
Aktualisiert
07.02.18, 09:01
Stichworte
Inhalt der Datei
NIEDERSCHRIFT
über die 19. Sitzung des Rates der Gemeinde Nettersheim
(X. Legislaturperiode) am Dienstag, 30.01.2018
im Holzkompetenzzentrum in Nettersheim
Beginn der Sitzung:
17:00 Uhr
Ende der Sitzung
18:30 Uhr
Am Dienstag, 30.01.2018, findet im Holzkompetenzzentrum in Nettersheim die 19.
Sitzung des Rates der Gemeinde Nettersheim (X. Legislaturperiode) statt.
Anwesend sind:
Bürgermeister
Pracht, Wilfried
und die Ratsmitglieder
Bannert, Roland
Breitbach, Werner
Falkenberg, Herbert
Falkenberg, Josef
Geißler, Ferdi
Heinrichs, Ralf
Hickert, Christiane
Hilger, Franz-Josef (bis 17:30 Uhr)
Joepen, Michael
Kurth, Guido
Mayer, Gerhard
Müllenborn, Albert
Pospig, Dirk
Poth, Edwin
Reuter, Karl
Rosenbaum, Burkhard
Schmidt, Bruno
Schmitz, Ralf
Schruff, Gertrud
Zingsheim, Franz-Josef
Außerdem sind anwesend
Allgemeiner Vertreter
Gemeindeamtsrätin
Verwaltungsfachwirt
Verwaltungsfachwirt
Verwaltungsangestellte
Crump, Norbert
Glehn, Daniela
Lambertz, Ernst
Schell, Hans-Peter
Züll, Andrea als Schriftführerin
Presse
1 – zeitweise
Bürgermeister Pracht begrüßt die Anwesenden und stellt die frist- und formgerechte
Einladung sowie die Beschlussfähigkeit des Rates fest. Bedenken gegen die
Ordnungsmäßigkeit der Einladung werden nicht erhoben.
Der Bürgermeister weist darauf hin, dass Herr Mayer als Vorsitzender des
Betriebsausschusses im Vorfeld der Sitzung zu Recht darauf hingewiesen habe, dass
bei einigen Themen der heutigen Tagesordnung der Betriebsausschuss mitwirken
müsse.
Unter Berücksichtigung der §§ 4 und 5 Eigenbetriebsverordnung NRW und gemäß
diesbezüglicher Rücksprache mit dem Städte- und Gemeindebund schlage er daher
vor, die entsprechenden Beschlüsse so umzuformulieren, dass der Gemeinderat in
seiner heutigen Sitzung die Beschlussempfehlungen an den Betriebsausschuss
ausspreche, um dann die Beteiligung des zuständigen Betriebsausschusses in einer im
Februar zu terminierenden Sitzung nachzuholen.
Zu diesem Vorschlag des Bürgermeisters besteht Einvernehmen.
Auf Vorschlag des Bürgermeisters beschließt der Gemeinderat einstimmig folgende
Änderungen zur Tagesordnung (Nachtrag 1 und 2):
Erweiterungen:
A)
Öffentliche Sitzung
Punkt 1:
Einwendungen gegen die Niederschrift der Sitzung des Rates
der Gemeinde Nettersheim vom 12.12.2017
- Vorlage 883 /X.L. -
B)
Nichtöffentliche Sitzung
Punkt 3:
Erschließung Baugebiet F7 Marmagen "Die Acht Morgen";
hier: Wärmeversorgung
- Vorlage 873 /X.L. Z.1 -
Niederschrift der Sitzung des Rates vom 30.01.2018
Seite 2
Damit wird
einstimmig
nachstehende Tagesordnung festgesetzt:
Tagesordnung
A)
Öffentliche Sitzung
Punkt 1:
Einwendungen gegen die Niederschrift der Sitzung des
Rates der Gemeinde Nettersheim vom 12.12.2017
Seite
4
- Vorlage 883 /X.L. Punkt 2:
Erschließung Baugebiet G14 Nettersheim, Teilbereiche
"Brotkiste" und "Auf Graben"
hier: Nahwärmeversorgungsnetz
4
- Vorlage 872 /X.L. Punkt 3:
Entwicklung Eigenbetrieb Biowärme Nettersheim
7
- Vorlage 876 /X.L. Punkt 4:
Erschließung Baugebiet F7 Marmagen "Die Acht Morgen";
hier: Wärmeversorgung
7
- Vorlage 873 /X.L. Punkt 5:
Erschließung Baugebiet G14 Nettersheim, Teilbereiche
"Brotkiste" und "Auf Graben";
hier: Straßenbeleuchtung
8
- Vorlage 875 /X.L. Punkt 6:
Wohnen und Leben im Alter in Nettersheim;
hier: Städtebauliches Konzept
8
- Vorlage 803 /X.L. Z.3 Punkt 7:
Erstellung eines Wasserversorgungskonzeptes für das
Gemeindegebiet Nettersheim
10
- Vorlage 870 /X.L. Punkt 8:
Mitteilungen und Informationen
Niederschrift der Sitzung des Rates vom 30.01.2018
11
Seite 3
A)
Punkt
Öffentliche Sitzung
1:
Einwendungen gegen die Niederschrift der Sitzung des Rates der
Gemeinde Nettersheim vom 12.12.2017
- Vorlage 883 /X.L. -
UNA-Fraktionsvorsitzender Hilger erläutert die Gründe für die von ihm gewünschten
Ergänzungen der Niederschrift. Es sei für Außenstehende nicht ersichtlich, dass das
von ihm angesprochene Schreiben an die Fraktionsvorsitzenden von der Verwaltung
stammte.
Die Vorlage enthalte nun die rechtlichen Grundlagen sowie eine Stellungnahme der
Schriftführung. Laut Beschlussvorschlag sollen diese Ausführungen vom Rat zur
Kenntnis genommen werden. Im letzten Satz der Vorlage werde allerdings
vorgeschlagen, die Einwendung als „ungerechtfertigt“ zur Kenntnis zu nehmen. Dem
könne er so nicht zustimmen.
Die CDU-Fraktion schließe sich den Ausführungen der Schriftführung an. Laut
Geschäftsordnung sei lediglich eine Niederschrift über die Beschlüsse notwendig, kein
Stenoprotokoll. Die Wortmeldungen würden trotzdem sinngemäß wiedergegeben. Er
sehe daher keinen Grund für eine nachträgliche Änderung der Niederschrift.
SPD-Fraktionsvorsitzender Mayer bezieht sich auf den Hintergrund der damaligen
Debatte. Solche Eingaben von Bürgern sollten zukünftig zwingend an den Rat
weitergeleitet werden. Dies sei damals leider versäumt worden.
Ratsmitglied Poth weist darauf hin, dass der von Herrn Hilger angesprochene letzte
Satz der Vorlage eine Wertung enthalte. Dies könne man nicht einfach zur Kenntnis
nehmen.
Der Bürgermeister schlägt vor, den letzten Satz der Vorlage zu streichen. Hierzu
besteht Einvernehmen.
Beschluss:
Der Gemeinderat nimmt die Ausführungen zur Kenntnis.
Abstimmungsergebnis:
Punkt
2:
einstimmig ja
Erschließung Baugebiet G14 Nettersheim, Teilbereiche
"Brotkiste" und "Auf Graben"
hier: Nahwärmeversorgungsnetz
- Vorlage 872 /X.L. -
Der Bürgermeister informiert, dass weiterhin intensives Interesse zum Ankauf von
Grundstücken in den Baugebieten der Gemeinde vorhanden sei. Teilweise stünden die
Verkaufsverhandlungen kurz vor dem Abschluss. Insgesamt seien aktuell 31
Niederschrift der Sitzung des Rates vom 30.01.2018
Seite 4
Grundstücke Gegenstand von Verkaufsverhandlungen bzw. bereits verkauft (s.
Beschluss in Ratssitzung vom 12.12.2017).
Bezüglich der Erschließungsmaßnahmen zur Wärmeversorgung sei nun Eile geboten,
da bei drei Grundstücken seitens der Käufer signalisiert worden sei, dass im April/Mai
mit den Bauarbeiten begonnen werden soll.
Nach
weiteren
Untersuchungen
und
Abstimmungsgesprächen
mit
dem
Kooperationspartner sei deutlich geworden, dass eine Gebührengleichheit für das
Gebiet „Zur Klosterquelle“ und für die neuen Baugebiete „Auf Graben“ und „Brotkiste“
nur erreicht werden könne, wenn das Nahwärmeversorgungsnetz über den
Eigenbetrieb Biowärme Nettersheim selbst betrieben werde. Als Grund hierfür sei vor
allem die Abschreibungszeit zu nennen, die bei dem privaten Kooperationspartner
deutlich geringer sei, erklärt der Bürgermeister. Dieser kalkuliere mit einer
Abschreibungszeit von 30 Jahren, wohingegen der Eigenbetrieb hinsichtlich der
Verlegung mit Kunststoffrohren von einer Nutzungszeit von 40 Jahren ausgehe.
Im Baugebiet selbst seien keine weiteren Heizanlagen nötig. Der Kooperationspartner
hätte geplant, ein Blockheizkraftwerk zwischenzuschalten. Allerdings lasse sich ein
solches bezogen auf ein solches Wohngebiet und den dortigen regelmäßigen
Energiebedarf nicht wirtschaftlich darstellen. Der eigene Planer schlage vor, zur
Optimierung der Wärmeerzeugung und zur eigenen Stromversorgung ein mit Biogas
betriebenes Blockheizkraftwerk im Bereich der Schwimmhalle/Jugendgästehaus
vorzusehen, da dort auch ein unterjährig kontinuierlicher Energieverbrauch gegeben
sei.
Auf der Grundlage dieser Ausführungen sollte – entgegen den ursprünglichen
Überlegungen im vergangenen Jahr - die Nahwärmeversorgung aus Gründen der
Gebührengleichheit nunmehr über den Eigenbetrieb Biowärme erfolgen. Ein
endgültiger Beschluss erfolge, wie zu Beginn der Sitzung erläutert, erst nach der
erforderlichen Beratung im Betriebsausschuss. Zur Umsetzung dieser Maßnahme sei
dann
auch
als
finanzielle
Berechtigungsgrundlage
eine
Anpassung
des
Wirtschaftsplans in der kommenden Sitzungsphase erforderlich.
SPD-Fraktionsvorsitzender Mayer bittet darum, Einzelheiten der Planungen des
Ingenieurbüros bzgl. des Blockheizkraftwerkes zwecks detaillierterer Informationen
zur Verfügung zu stellen.
Der Bürgermeister weist darauf hin, dass wie zuvor dargelegt, dieses
Blockheizkraftwerk nicht im Neubaugebiet errichtet werden solle, sondern eine
Realisierung im Bereich Schwimmhalle/Jugendgästehaus untersucht werden solle.
Bezüglich der weiteren Frage von Herrn Mayer hinsichtlich der Vorrangsatzung teilt
der Bürgermeister mit, dass eine solche bei einer Betreibung des Netzes durch ein
Privatunternehmen problematisch sei. Bei einem Betrieb über die Gemeinde in Form
des Eigenbetriebes Biowärme Nettersheim sei dies möglich.
Ratsmitglied Pospig regt an, das Gesamtkonzept des Eigenbetriebes Biowärme
zukünftig nochmals im Betriebsausschuss detailliert zu beraten, dies vor dem
Hintergrund der zwischenzeitlichen Entwicklungen in den letzten Jahren. Hier nennt er
Niederschrift der Sitzung des Rates vom 30.01.2018
Seite 5
insbesondere die Mindestanschlussleistung von 10 kW. In Anbetracht von aktuellen
Bauweisen wie z.B. Niedrigenergie- / Passivhäuser sei zu überlegen, ob eine solche
Vorgabe für die Zukunft noch gerechtfertigt sei.
Der Bürgermeister teilt hierzu mit, dass weiterhin eine deutliche Nachfrage an die
Nahwärmeversorgung im Ort vorhanden sei. Diese könne nicht gänzlich bedient
werden. Bei der vorgehaltenen Menge von 10 kW pro Haus sei auch die
Warmwasserversorgung enthalten. Im Gebiet Klosterquelle habe man einen Verbrauch
von durchschnittlich 12 – 13 MWh.
Aktuell sei man nun aufgrund der Bauwilligen etwas im Zeitdruck. Die
Erschließungsarbeiten für Kanal und Strom seien bereits erfolgt, nun stehe die
Nahwärme an. Wenn nun nicht zeitnah eine Entscheidung erfolge, bedeute dies für die
Bauwilligen eine Verzögerung.
Ratsmitglied Pospig bestätigt, dass im aktuellen Fall zügig entschieden werden müsse.
Er rege allerdings eine zukünftige grundlegende Beratung an.
CDU-Fraktionsvorsitzender Kurth weist darauf hin, dass gerade im aktuellen Baugebiet
bei der Lage und den Anschlussmöglichkeiten an das vorhandene Nahwärmenetz wie
vorgeschlagen beschlossen werden sollte. Für die Zukunft könne man bei anderen
Baugebieten sicherlich nochmals über das Thema beraten.
SPD-Fraktionsvorsitzender Mayer regt an, dass man im Zusammenhang mit einer
CO2-Reduzierung die Wärmeerzeugung mit Holz nochmals überdenken sollte. Eine
Umrüstung der Heizzentrale sei sicherlich denkbar.
Der Bürgermeister schlägt zur grundsätzlichen Aufklärung vor, im Laufe des Jahres
eine Begehung mit Fachkundigen, ggf. unter Beteiligung der Energieagentur, zu
organisieren. Aktuell gebe es allerdings gute Gründe, das System beizubehalten.
Ratsmitglied Poth teilt mit, dass er den Vorschlag einer Begehung begrüße. Bei
anderen Baugebieten könne man sicherlich nochmals beraten, aktuell sei die
Fernwärme auf jeden Fall zu befürworten.
Der Bürgermeister weist nochmals darauf hin, dass der Beschluss umzuformulieren sei
und eine endgültige Entscheidung erst nach Beratung im Betriebsausschuss erfolgen
sollte. Als Termin für die zusätzliche Betriebsausschusssitzung schlage er Dienstag,
27.02., 18.30 Uhr im Anschluss an die Sitzung des Entwicklungs-, Planungs-, Bauund Umweltausschusses vor.
Beschluss:
Der Gemeinderat empfiehlt dem Betriebsausschuss, wie folgt zu beschließen:
Es wird beschlossen, im Baugebiet G 14 – Teilbereiche „Auf Graben“ und „Brotkiste“
Niederschrift der Sitzung des Rates vom 30.01.2018
Seite 6
ein Nahwärmeversorgungsnetz zu realisieren,
Biowärme Nettersheim zu betreiben ist.
welches
über
den
Eigenbetrieb
Der Bürgermeister wird ermächtigt, die hierfür notwendigen Verträge abzuschließen
und die erforderlichen Erdarbeiten im Rahmen der Erschließungsmaßnahmen zu
beauftragen.
Zudem beschließt der Gemeinderat die erforderliche Änderung des Wirtschaftsplanes
sowie die 4. Satzung zur Änderung der Satzung über die Fernwärmeversorgung in der
Gemeinde Nettersheim (Fernwärmeabgabesatzung) in der kommenden Sitzungsphase
zur Beschlussfassung vorzulegen.
Abstimmungsergebnis:
Punkt
3:
einstimmig ja
Entwicklung Eigenbetrieb Biowärme Nettersheim
- Vorlage 876 /X.L. -
Der Bürgermeister weist darauf hin, dass auch zu diesem Punkt der Beschluss
umzuformulieren sei.
Auf Nachfrage von Ratsmitglied Zingsheim teilt der Bürgermeister mit, dass die
Erneuerung
der
Hackschnitzelkessel
im
Schulzentrum
im
Wirtschaftsplan
berücksichtigt sei. Die Erneuerung erfolge allerdings erst dann, wenn entsprechende
Städtebaufördermittel zur Verfügung stünden. Seinerzeit sei über Mittel des
Konjunkturpakets II der zweite Holzheizkessel angeschafft worden. Der parallele
Einsatz von zwei Kesselanlagen hätte sich seines Erachtens bewährt. Wenn einer der
Kessel gewartet werden müsse, sei der andere weiter in Betrieb.
Beschluss:
Der Gemeinderat empfiehlt dem Betriebsausschuss, wie folgt zu beschließen:
Es wird beschlossen, die weiteren notwendigen Planungsleistungen zur Realisierung
der im Wirtschaftsplan 2018 aufgeführten investiven Maßnahmen in den Bereichen
Schulzentrum/Turn- und Schwimmhalle/Jugendgästehaus in Nettersheim (Erneuerung
Hackschnitzelkessel
und
Gaskessel
Nahwärmezentrale
Schulzentrum
sowie
Spitzenlastkessel im Bereich Jugendgästehaus) auf der Grundlage der HOAI an ein
Ingenieurbüro zu beauftragen.
Abstimmungsergebnis:
Punkt
4:
einstimmig ja
Erschließung Baugebiet F7 Marmagen "Die Acht Morgen";
hier: Wärmeversorgung
- Vorlage 873 /X.L. -
Der Bürgermeister weist auf die weitere Vorlage zum Thema im nichtöffentlichen Teil
hin. Denkbar sei eine Versorgung mit Gas oder mit Nahwärme. Allerdings würde sich
Niederschrift der Sitzung des Rates vom 30.01.2018
Seite 7
bei Verlegung eines Nahwärmenetzes ein erheblicher Gebührenmehrbedarf pro
Anschlussnehmer gegenüber den Konditionen in Nettersheim über den Eigenbetrieb
Biowärme ergeben. Eine solch unterschiedliche Preisgestaltung in zwei benachbarten
Ortslagen sei allerdings nicht wünschenswert. Dies müsse in die Überlegungen mit
einfließen. Zudem sei die Festschreibung eines Anschluss- und Benutzungszwangs für
die Nahwärme bei einem privaten Betreiber problematisch. Aktuell hätten sich bereits
drei Bauwillige in diesem Gebiet für eine Gasversorgung ausgesprochen. Natürlich
müssten Klimaschutzziele in der Gemeinde hierbei immer eine Rolle spielen.
Hierzu erkundigt sich Ratsmitglied Pospig, ob es zulässig sei, in einem Bebauungsplan
einen Energieeffizienzstandard für Häuser wie KfW 55 vorzuschreiben, um hierdurch
die Erfüllung der Klimaschutzziele zu erreichen.
Der Bürgermeister sagt zu, dies bis zur Fachausschusssitzung zu klären.
Beschluss:
Der Rat beschließt, im Rahmen der Erschließung des Baugebietes F 7, Marmagen, in
Kooperation mit der e-regio, Euskirchen, Untersuchungen hinsichtlich einer
wirtschaftlichen Anbindung des Baugebietes über Gas- bzw. Nahwärmeversorgung
durchzuführen.
Abstimmungsergebnis:
Punkt
5:
einstimmig ja
Erschließung Baugebiet G14 Nettersheim, Teilbereiche
"Brotkiste" und "Auf Graben";
hier: Straßenbeleuchtung
- Vorlage 875 /X.L. -
Beschluss:
Der Rat beschließt, auf der Grundlage einer Preisanfrage den Auftrag für die Lieferung
der Straßenbeleuchtungsmaterialien der Teilbereiche „Brotkiste“ und „Auf Graben“ in
Nettersheim an die billigstbietende Firma zu vergeben.
Abstimmungsergebnis:
Punkt
6:
einstimmig ja
Wohnen und Leben im Alter in Nettersheim;
hier: Städtebauliches Konzept
- Vorlage 803 /X.L. Z.3 -
Der Bürgermeister weist auf die am 23.01.2018 stattgefundene Besichtigung von zwei
Einrichtungen in Buschhoven und Weilerswist hin. Für die nächste Sitzungsphase sei
eine Vorstellung des Investors/Betreibers vorgesehen und erste Pläne des Objektes
zugesagt.
Niederschrift der Sitzung des Rates vom 30.01.2018
Seite 8
Ausschussmitglied Müllenborn erkundigt sich, ob auch Angebote anderer Betreiber
angefragt worden seien.
Hierzu teilt der Bürgermeister mit, dass der Kontakt durch eine Interessensbekundung
erfolgt sei. Es habe auch einen zweiten Interessenten aus dem Frankfurter Raum
gegeben, der europaweit Einrichtungen betreibe. Hier sei die Interessensbekundung
allerdings nicht so konkret gewesen.
Herr Müllenborn weist darauf hin, dass man in Betracht ziehen müsse, dass
Pflegekräfte aus vorhandenen Häusern in die neue Einrichtung abwandern.
Bürgermeister Pracht teilt diesbezüglich mit, dass nicht 80 Pflegekräfte in Rede
stünden, sondern lediglich 20 – 30. Das übrige Personal werde im Bereich Küche,
Raumpflege, Wäsche etc. benötigt. Hervorheben wolle er auch, dass dieser Betreiber
fünf Auszubildende einstellen wolle.
Weiterhin erkundigt sich Ratsmitglied Müllenborn, ob die Planer bzgl. der eventuellen
Hochwassergefahr im Bereich Rosenthalstraße informiert seien.
Hierzu erklärt der Bürgermeister, dass es eine genehmigte Bauvoranfrage gebe, im
Rahmen derer alle Aspekte intensiv überprüft worden seien und die für diesen Bereich
aufgrund der vorhandenen Topographie keine besonderen Maßnahmen des
Hochwasserschutzes erfordere.
SPD-Fraktionsvorsitzender Mayer bezieht sich auf die Aussage im Rahmen der
Besichtigung, dass solche Altenheime für die Menschen vor Ort angedacht seien. Dies
sei seiner Meinung nach hier nicht der Fall; in Nettersheim gebe es wohl keinen Bedarf
für zusätzliche 80 Betreuungsplätze. Bürgermeister Pracht betont, dass die Gemeinde
und das umliegende Einzugsgebiet gemeint sei, nicht nur der Ort Nettersheim. Zudem
gebe es auch in den besichtigten Einrichtungen nicht nur Bewohner aus der jeweiligen
Kommune, sondern auch von außerhalb. Dies sei hier in Nettersheim auch zu
erwarten. Andererseits müsse auch die zukünftige demografische Entwicklung in der
Gemeinde Berücksichtigung finden.
Ratsmitglied Pospig weist darauf hin, dass die Gemeinde seiner Meinung nach mit
einem mittelständischen privaten Betreiber gut fahren werde. Eine Gesellschaft mit
einer gewissen Heimanzahl sei vorteilhaft. Dieser Betreiber habe genau die richtige
Größe. Eine eventuelle Abwanderung von Personal müsse man abwarten. Er erkundigt
sich, ob der Kaufvertrag vorbehaltlich des baurechtlichen Genehmigungsverfahrens
bereits vorab abgeschlossen werden sollte.
Der Bürgermeister
aufgenommen.
bestätigt
dies.
Eine
Bauverpflichtung
werde
ebenfalls
mit
Ratsmitglied Heinrichs teilt mit, dass zusätzliche Arbeitsplätze positiv zu sehen seien
und auch Zuzug in die Gemeinde willkommen sei. Seiner Meinung nach solle man das
Projekt angehen.
Niederschrift der Sitzung des Rates vom 30.01.2018
Seite 9
Beschluss:
Der Rat beschließt,
1. mit dem Investor/Bauträger weitere Abstimmungen hinsichtlich Planungskonzept
zur
Realisierung
einer
Seniorenresidenz
sowie
den
Bau
eines
Mehrfamilienwohnhauses für „Wohnen zu Zweit“ im Bereich der Rosenthalstraße in
Nettersheim zu führen mit dem Ziele, dass die bauliche Gesamtkonzeption der
beabsichtigten Vorhaben in der Fachausschusssitzung am 27.02.2018 vorgestellt
wird und der abschließende Beschluss gefasst wird,
2. mit den zu beteiligenden Fachbehörden entsprechende Abstimmungen hinsichtlich
Bau- und Nutzungskonzept vorzunehmen,
3. notarielle Beurkundungen zur Veräußerung der gemeindlichen Grundstücksflächen
an den Investor/Bauträger vorzubereiten,
4. unter Einbeziehung eines Fachbüros die Erstellung eines Planungskonzeptes zur
Nahwärmeversorgung des Teilabschnittes Rosenthalstraße in Nettersheim zu
veranlassen.
Abstimmungsergebnis:
Punkt
7:
einstimmig ja
Erstellung eines Wasserversorgungskonzeptes für das
Gemeindegebiet Nettersheim
- Vorlage 870 /X.L. -
Der Bürgermeister weist darauf hin, dass die Gemeinde verpflichtet sei, bis zum
30.06.2018 ein Wasserversorgungskonzept vorzulegen. Die Kosten für die Erstellung
eines
solchen
Konzeptes
seien
unverbindlich
angefragt
worden.
Unter
Berücksichtigung der aktuellen personellen Kapazitäten sei eine fristgerechte interne
Erstellung nicht möglich, so dass sich die Notwendigkeit einer Vergabe an ein
Fachbüro ergebe.
Ratsmitglied Zingsheim weist auf die in der Vorlage angegebenen neun Kapitel des
Wasserversorgungskonzeptes hin. Er erkundigt sich, ob hier nicht auch der
Löschwasserbedarf auf der Grundlage des Brandschutzbedarfsplanes aufzunehmen
sei.
Hierzu teilt der Bürgermeister mit, dass es vorliegend rein um die
Trinkwasserversorgung gehe. Nach dem Gesetz über den Feuerschutz und die
Hilfeleistung (FSHG) bedürfe es für die Löschwasserversorgung eigenständiger
Überprüfungen in einem von der reinen Trinkwasserversorgung getrennten Konzept.
Beschluss:
Der Gemeinderat beschließt, unter Einbeziehung eines Fachbüros die Erstellung eines
Wasserversorgungskonzeptes bis zum 30.06.2018 zu gewährleisten. Weiterhin wird
Niederschrift der Sitzung des Rates vom 30.01.2018
Seite 10
beschlossen, notwendige Mittel zur Erstellung des Konzeptes außerplanmäßig im
Wirtschaftsplan 2018 des Eigenbetriebs Wasser bereit zu stellen.
Abstimmungsergebnis:
Punkt 8:
einstimmig ja
Mitteilungen und Informationen
Stand Bauarbeiten Kloster Nettersheim
SPD-Fraktionsvorsitzender
Mayer
erkundigt
sich
nach
dem
Stand
der
Sanierungsmaßnahmen am Kloster Nettersheim und ob entsprechend den
Förderrichtlinien nach wie vor eine Fertigstellung der Gesamtmaßnahme in 2018
erfolgen müsse.
Der Bürgermeister berichtet, dass die Bauarbeiten mit Hochdruck im Gang seien.
Allerdings sei die Verfügbarkeit handwerklicher sowie planerischer Ressourcen nicht so
gegeben wie vor der Hochkonjunkturlage. Dies sei mit dem Ministerium entsprechend
kommuniziert und betreffe alle Förderprogramme, so dass eine Verlängerung der
Programme in Rede stehe. Der Markt sei derzeit sehr angespannt und die Preise
hätten angezogen. Teilweise würden höhere Förderquoten allein durch große
Preissteigerungen aufgezehrt. Hinzu komme, dass in Anbetracht der noch nicht
abgeschlossenen Regierungsbildung auf Bundesebene noch kein Bundeshaushalt 2018
verabschiedet worden sei und daher auch Mittel für 2018 noch nicht freigegeben
seien.
Das Thema sei als Tagesordnungspunkt auch für das interfraktionelle Gespräch
vorgesehen, informiert der Bürgermeister.
gez. Pracht
____________________
gez. Züll
____________________
Bürgermeister
Schriftführerin
Niederschrift der Sitzung des Rates vom 30.01.2018
Seite 11