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Daten

Kommune
Pulheim
Größe
76 kB
Datum
27.09.2011
Erstellt
06.10.11, 16:16
Aktualisiert
18.10.11, 18:45
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Inhalt der Datei

Eintragung in das Goldene Buch Matthias Bonnesen/ Eheleute Kayser Meine sehr geehrten Damen und Herren! Klein, aber exklusiv ist der Kreis derer, die vom Rat der Stadt Pulheim mit der Eintragung ins Goldene Buch für würdig erachtet werden. Ungeschriebene, gleichwohl aber allgemein akzeptierte Voraussetzung dabei ist, dass bei der Entscheidung üblicherweise Einstimmigkeit über den Auszeichnungsvorschlag besteht. Genau das bestätigt und sichert den zu Ehrenden die Wertschätzung der breiten Öffentlichkeit. Genau dies bewahrt der ganz besonderen Ehrung durch die Gemeinde auch ihren Ausnahmecharakter. Mein besonderer Gruß gilt am heutigen Abend Herrn Matthias Bonnesen, Frau Angelika Kayser und Herrn Hermann-Josef Kayser. Zugleich heiße ich Frau Bonnesen herzlich willkommen. Sie haben sich diese Auszeichnung verdient. Darüber gibt es keinen Zweifel. Sicher kann man behaupten, dass auch die Menschen in der Stadt Pulheim der gleichen Meinung sind. Matthias Bonnesen hat sich in besonderer Weise um das Brauchtum in der Stadt Pulheim verdient gemacht. Zunächst als Lehrer an der katholischen Grundschule Bachstraße, dann als Pädagoge an der Hauptschule in Pulheim und später in seiner 30 jährigen Dienstzeit als Rektor der Grundschule Escher Straße, der späteren Schule am Wäldchen, setzte er Schwerpunkte in den Bereichen Geschichtsverständnis und Vermittlung von heimischem Brauchtum. Dies geschah z. B. über Mundartarbeitsgruppen, technisches Basteln und der Arbeit in Erwachsenengruppen zum Thema Geschichte in Pulheim. Er gehörte zu den Mitbegründern des Arbeitskreises Geschichte und Heimatkunde und gründete kurze Zeit darauf den gleichnamigen Verein für Geschichte mit. Es bereitet ausgesprochen viel Spaß, an einem der von ihm organisierten historischen Stadtrundgänge teil zu nehmen. Auch im Vereinsleben hat er viele Jahre aktiv mitgewirkt. Er war Baas im Veedelszoch der KG Ahl Häre und startete 1985 einen erfolgreichen Versuch, die Pulheimer Kirmes wieder zu beleben. Schätzchen aus der Geschichte des Zentralortes werden seit einiger Zeit in einer Vitrine in der neuen Stadtbücherei gezeigt. Die Ausstellungsreihe ist auf Initiative von Matthias Bonnesen und seiner Ehefrau Ingrid ins Leben gerufen worden. Im Laufe von Jahren und Jahrzehnten ist eine stattliche Anzahl von historischen Gegenständen in ihrem Haushalt zusammen gekommen. Es gibt alte Schlüssel und Schlösser, Porzellane, Silber, Kompasse, Feldmesser, Täschchen, Ferngläser, Werkzeuge oder alte Briefe. Alle drei Monate werden die Ausstellungsgegenstände in der Vitrine ausgewechselt. Nach Auskunft von Matthias Bonnesen verfügt er über genügend Material, um die Vitrine mindestens drei Jahre lang immer wieder neu zu gestalten. Mit Eintritt in den Ruhestand organisierte er verschiedene Aktionen in Altenclubs, bei denen er von seiner Frau stark unterstützt wurde. Behandelt wurden z. B. Themen wie "Die Schule zur Kaiserzeit, Hutmodenschauen, das Wäsche waschen wie zu Zeiten der Großeltern". Intensiv setzt er sich auch für die Pflege des Mundartlichen ein. Besonders beeindruckt hat mich die Schilderung der Lebensgeschichte des Pfarrer Ostländers, die Matthias Bonnesen noch einmal veröffentlicht hat. Der Pfarrer hat ein amüsant zu lesendes Sittengemälde von Pulheim aus der Zeit um 1900 herum verfasst. Sehr geehrter Herr Bonnesen! Voller Freude und Genugtuung können Sie heute auf das zurückblicken, was Sie in den zurück liegenden Jahren in Pulheim geleistet haben. Es ist von bleibendem Wert. Es ist Ihr persönlicher Verdienst, Anstöße gegeben zu haben. Als Heimatforscher haben Sie bedeutende Schätze geborgen und mit viel Sachverstand erforscht und für die Allgemeinheit aufbereitet. Mit Ihrer Arbeit bereichern Sie die Menschen in der Stadt und in der Region. Wir sind Ihnen und Ihrer Frau, sehr dankbar und denken mit hoher Achtung an Sie. Vielen Dank! Die Eheleute Angelika Hermann Josef Kayser aus Pulheim tragen sich heute ebenfalls in das Goldene Buch ein. 1978 ist Hermann Josef Kayser, der heutige Betriebsinhaber, in die Geschäftsführung des elterlichen Betriebes eingestiegen. Lange Jahre stand ihm Vater Wilhelm noch helfend zur Seite. Aus der kleinen Bäckerei und Konditorei ist längst ein florierendes Unternehmen mit über neunzig Angestellten geworden, die in der Ortsmitte in Pulheim und in den Filialen in Pulheim, Stommeln, Sinnersdorf, Köln-Widdersdorf und Köln-Roggendorf arbeiten. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Angelika, die er 1980 geheiratet hat, ist der Chef täglich ab frühmorgens gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Backstube, hinter der Ladentheke oder beim Ausliefern im Einsatz. 1998 ist das schöne Wohn- und Geschäftshaus an der Venloer Straße mit einem Café eröffnet worden. Der Familie Kayser und ihrem gesamten Team ist es gelungen, sich mit hochwertigen Produkten gegen große Bäckereien zu behaupten. Viele hundert Brote und rund 15.000 Brötchen werden pro Tag in der Backstube produziert. Auch die Zukunft ist gesichert. Sohn Alexander ist ausgebildeter Bäckermeister und bereits in die Geschäftsführung eingeführt. Er wird den Betrieb eines Tages übernehmen und leiten. Besonderen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens haben natürlich der aktuelle Chef Hermann Josef und seine Frau Angelika. Ihnen ist es zu verdanken, dass der Betrieb expandieren konnte. Hinzu kommt die tief gewachsene Beziehung der Familie Kayser zu Pulheim, gepaart mit einem gerüttelten Maß an Bodenständigkeit sowie die Bereitschaft zu hohem Arbeitseinsatz und kaufmännischem Handeln. Genauso wie sein Vater unterstützt der aktuelle Chef die ortsansässigen Vereine und viele öffentliche Einrichtungen. Handballer und Radfahrer profitieren genauso von seiner Unterstützung wie die Schützen, die in seiner Backstube seit vielen Jahren die Weckmänner für die Pulheimer Pänz backen. Auch die Arbeit von Karnevalisten, Altenclubs, Kirchengemeinden, Schulen oder Kindergärten unterstützt die Firma Kayser gerne. Außerdem sind der Bäckermeister und seine Frau besondere Freunde des Arbeitskreises Behindertenhilfe Hand in Hand. Den sportlichen Nachwuchs im Ort unterstützt er mit einem Jugendförderpreis. Für ihren Erfolg als Geschäftsleute, für ihren vorbildlichen Einsatz und die Unterstützung der Vereine und Einrichtungen verdienen Angelika und Hermann Josef Kayser die Ehrung. Im Namen von Rat und Verwaltung sowie persönlich gratuliere ich Ihnen herzlich zur Eintragung in das Goldene Buch. Allen, die an der Entscheidung, Sie zu ehren beteiligt waren, danke ich für den richtigen Beschluss. Sie haben es verdient, dass ihr ehrenamtliches Engagement durch die Stadt öffentlich gewürdigt wird. Es ist in beiden Fällen unter den Aspekten zeitlicher Dauer sowie Intensität höchst ungewöhnlich und hat reiche Früchte getragen. Mit der Ehrung sprechen der Rat, die Verwaltung und ich öffentlich Dank und Anerkennung aus. Sie stellen der Allgemeinheit viel Zeit und Kraft zur Verfügung. Viele Pulheimerinnen und Pulheimer wissen aus eigenem Erleben, was Herr Bonnesen und die Eheleute Kayser geleistet haben. Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank!