Daten
Kommune
Nettersheim
Größe
96 kB
Datum
20.02.2018
Erstellt
26.02.18, 12:42
Aktualisiert
26.02.18, 12:42
Stichworte
Inhalt der Datei
Beschluss
aus der 12. Sitzung des Ausschusses für Schule, Familie, Jugend, Soziales und Sport
der Gemeinde Nettersheim
(X. Legislaturperiode) am Dienstag, 20.02.2018
im Holzkompetenzzentrum in Nettersheim.
Punkt 12:
Sozial- und Flüchtlingssituation in der Gemeinde
- Vorlage 898 /X.L. -
Der Bürgermeister weist auf die Vorlage hin, die über die allgemeine soziale Situation
und die Flüchtlingssituation in der Gemeinde informiere. Im Bereich der Bearbeitung
des Sozialbereiches sei eine mögliche interkommunale Zusammenarbeit aktuell erneut
in Prüfung. Einige Kommunen hätten sich bei der Abwicklung der Sozialhilfe bereits
interkommunal zusammengeschlossen. So wickle Schleiden diesen Bereich nicht nur
für die eigenen Bürgerinnen und Bürger sondern auch für die der Kommunen
Blankenheim, Dahlem, Hellenthal und Kall ab. Natürlich gehe mit einer solchen
Zusammenarbeit die örtliche Präsenz für diesen Aufgabenbereich verloren und der
betreffende
Personenkreis
müsse
vor
allem
weitere
Anfahrtswege
für
Gesprächstermine mit den zuständigen Sachbearbeitern in Kauf nehmen. Vor diesem
Hintergrund sei Nettersheim bisher einer solchen Zusammenarbeit noch nicht
beigetreten.
Die Zahl der Flüchtlinge sei weiterhin rückläufig. Aktuell seien in den gemeindlichen
Unterbringungseinrichtungen ca. 30 Plätze nicht besetzt. Allerdings seien zwei
Unterkünfte aktuell renovierungsbedürftig, so dass hier Umstrukturierungen
anstünden. Einige Wohnungen seien an anerkannte Flüchtlinge im SGB II-Bezug
vermietet, wobei die Mietzahlung im Rahmen der SGB II-Gewährung durch das
Jobcenter direkt an die Gemeinde erfolge. Die Unterbringung und Versorgung nicht
anerkannter bzw. ausreisepflichtiger Flüchtlinge, für die weder die Pauschale nach
dem Flüchtlingsaufnahmegesetz übers Land erfolge noch eine Gewährung von SGB IILeistungen übers Jobcenter möglich sei, gehe weiterhin voll zu Lasten der Kommunen.
Es sei weiterhin das Bestreben der Städte und Gemeinden, dass sich Bund und Land
an diesen Kosten mitbeteiligten.
Auf Nachfrage der Ausschussvorsitzenden berichtet Gemeindeamtsrat Breinig, dass
die Organisation des Sprachunterrichtes weiterhin gut funktioniere. Für Flüchtlinge mit
vorübergehender Anerkennung erfolge die Vermittlung durch das Jobcenter. Die
anderen hoffe man in ehrenamtlich geführte Kurse zu vermitteln. Gemeinsam mit der
Flüchtlingsinitiative Kall sei geplant, bald auch in Nettersheim wieder Kurse anbieten
zu können.
Ausschussmitglied Hilger richtet seinen Dank an alle in der Flüchtlingsarbeit Tätigen,
sowohl ehrenamtliche als auch hauptamtliche Kräfte. Er erkundigt sich bei Herrn
Breinig, wie sich die Arbeit aktuell bei der geringeren Anzahl an Flüchtlingen gestalte.
Außerdem fragt er nach, ob noch Bedarf bestehe an Kleidung oder
Einrichtungsgegenständen.
Gemeindeamtsrat Breinig führt aus, dass Bürger, die Dinge abzugeben hätten, sich
gerne melden könnten. Man werde in Kooperation mit der Wirkstatt Kall individuell
entscheiden, ob der entsprechende Bedarf gegeben sei.
Die Arbeit laufe im Vergleich zu der Zeit mit hohen Flüchtlingszahlen aktuell eher
entspannt. Die Flüchtlingsinitiative habe sich personell auf ca. ein Drittel der
ursprünglichen Personenzahl reduziert. Es handele sich aber hier um eine sehr
routinierte Gruppe, in der ein gutes Miteinander praktiziert werde.
Ausschussmitglied Müllenborn bekräftigt, dass auf der Grundlage der dargelegten
Informationen in der Vorlage bei gegebenenfalls aufkommender Polemik in der
Bevölkerung fundiert mit Fakten begegnet werden könne.
Beschlussempfehlung:
Der Rat nimmt den Bericht zur Sozial- und Flüchtlingssituation zur Kenntnis und
begrüßt die daraus abgeleiteten Strategien und Maßnahmen.
Abstimmungsergebnis:
einstimmig ja
Niederschrift der Sitzung des Ausschusses für Schule, Familie, Jugend, Soziales und
Sport vom 20.02.2018
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