Daten
Kommune
Nettersheim
Größe
159 kB
Datum
20.03.2018
Erstellt
19.02.18, 09:00
Aktualisiert
19.02.18, 09:00
Stichworte
Inhalt der Datei
GEMEINDE NETTERSHEIM
DER BÜRGERMEISTER
FB II - Gl.
Vorlage 917 /X.L.
Datum: 19.02.2018
An den
Haupt- und Finanzausschuss
Sitzungstag:
13.03.2018
Gemeinderat
Sitzungstag:
20.03.2018
zur Beratung in öffentlicher Sitzung
Bezeichnung des Tagesordnungspunktes:
Pilotprojekt "Kommunales Open Government in NRW"
Die Vorlage berührt nicht den Etat des lfd. Haushaltsjahres.
Die Vorlage berührt den Etat auf der Ertrags- und/oder Einzahlungsseite.
Die Vorlage berührt den Etat auf der Aufwands- und /oder Auszahlungsseite
Mittel stehen haushaltsrechtlich zur Verfügung.
Mittel sollen über-/außerplanmäßig bereitgestellt werden
Deckungsvorschlag:
Es entstehen Folgekosten – siehe anliegende Folgekostenberechnung.
Anlagen:
Ja
Nein
2
Beschlussvorschlag:
Der Rat nimmt die Ausführungen zum Portal www.politik-bei-uns.de im Rahmen
des Open Government in NRW zustimmend zur Kenntnis.
Begründung:
Im Mai 2014 hat die Landesregierung die Open Government-Strategie für die
nordrhein-westfälische Landesverwaltung beschlossen: ein wichtiger Meilenstein
für mehr Transparenz durch die Bereitstellung von Daten (Open Data), mehr
Bürgerbeteiligung durch elektronische Partizipationsverfahren und eine bessere
Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft. Im Oktober 2016 unterzeichneten der
damalige Innenminister Ralf Jäger, die kommunalen Spitzenverbände und der
Dachverband kommunaler IT Dienstleister den Open Government Pakt für NRW.
Mit der gemeinsamen Erklärung haben die Landesverwaltung und Kommunen ein
Programm vorgelegt, um die verwaltungsübergreifende Zusammenarbeit zu intensiveren und mehr Transparenz für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.
Die elf Pilotprojekte zur Umsetzung von kommunalem Open Government wurden
gemeinsam mit Vertretern der kommunalen Spitzenverbände und einem externen Sachverständigen ausgewählt.
Insgesamt 26 Kommunen haben sich mit 32 Anträgen beworben und sind dem
Aufruf der Open.NRW Geschäftsstelle im März 2017 gefolgt. Hiervon wurden elf
Kommunen im Rahmen des Pilotprojekts Kommunales Open Government in NRW
gefördert. Ausgewählt wurden die jeweiligen Projekte aufgrund des innovativen
Charakters, der Übertragbarkeit für andere Kommunen, Breitenwirkung sowie
Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit mit Partnern der Zivilgesellschaft.
Unter den Bewerbungen haben elf Open Government Projekte das Rennen gemacht. Die Städte Gelsenkirchen, Kerpen, Köln, Moers, Münster, Paderborn, der
Kreis Lippe, die Gemeinden Kranenburg, Stemwede, die kdvz Citkomm und die
kdvz Rhein-Erft-Rur haben eine Förderung erhalten.
Die kdvz Rhein-Erft-Rur hat sich zusammen mit Projektpartnern am Aufbau eines
sogenannten interkommunalen Transparenzportals für Gremiendaten beteiligt.
Es handelt sich um ein gemeinsames Portal mit für jedermann verfügbaren Gremiendaten von aktuell 27 Kommunen.
Mit der Bereitstellung kommunaler Daten für die Allgemeinheit verfolgen Städte
und Gemeinden wie auch die IT-Dienstleister den Ansatz des „Open
Government“, der Öffnung und Transparenz der Verwaltung gegenüber der Bevölkerung bzw. einzelnen Interessengruppen.
Gerade politische Entscheidungen stehen oft im Fokus der Bürgerinnen und Bürger, sind mitunter schwer verständlich und können nur mit großem Aufwand
nachvollzogen werden. Andere werden erst gar nicht wahrgenommen, weil die
Sitzungen kommunaler Gremien, obwohl öffentlich, nur wenig verfolgt werden.
Gerade diese Intransparenz fördert Desinteresse und Politikverdrossenheit. Das
Projekt verfolgt das Ziel, diesen Entwicklungen mit innovativen und praxisorientierten Lösungen zu begegnen.
Die einfache und für jedermann verständliche Darstellung in dem Portal
www.politik-bei-uns.de hilft hier unter anderem in Form einer Suche, die sich auf
Straßen oder Gebäude bezieht und die ohne jegliche Fachkenntnis bedienbar ist.
3
Der Betrieb und die Weiterentwicklung des Portals erfolgt durch die Open
Knowledge Foundation, so dass das Portal langfristig und deutschlandweit eingesetzt werden kann.
Aus dem Kreis Euskirchen sind aktuell die Kommunen Bad Münstereifel, Kall und
Nettersheim und der Kreis Euskirchen selbst an diesem Projekt beteiligt.
Die kdvz ist in engem Kontakt mit weiteren Kommunen aus NRW, da die Zusammenarbeit mit einer wachsenden Teilnehmerzahl die Akzeptanz des Portals
und die Anstrengungen in Richtung Open Government forcieren.
Das Portal „Politik bei uns“ ruft die Daten der einzelnen Kommunen mittels einer
sogenannten OParl-Schnittstelle ab.
Anders als in den bisherigen, einzelnen Ratsinfosystemen der Kommunen sind
viele Dokumente geolokalisiert. Somit kann entweder über eine Karte oder über
eine Textsuche nach Straßen inklusive Hausnummer gesucht werden. Hiermit
können politisch Interessierte schnell und einfach herausfinden, was in der Nähe
ihrer Wohnung politisch entschieden wurde oder in naher Zukunft wird.
Über dieses Projekt wird ein Grad an Transparenz von offenem Verwaltungshandeln sowie politischer Arbeit erreicht, der einzelnen Verwaltungen in dieser Form
nicht möglich wäre.
In den nächsten Monaten wird das Portal weiterentwickelt und auch um Anregungen der Projektteilnehmer und auch von Bürgerinnen und Bürger ergänzt. Im
laufenden Jahr werden noch viele weitere Kommunen ihre Daten ebenfalls auf
diesem Portal veröffentlichen.
gez. Pracht
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Bürgermeister