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Beschlussvorlage (Nachhaltige Entwicklung im Naturzentrum Eifel hier: Förderung der Umweltbildungsarbeit)

Daten

Kommune
Nettersheim
Größe
184 kB
Datum
03.07.2018
Erstellt
07.06.18, 11:02
Aktualisiert
07.06.18, 11:02
Beschlussvorlage (Nachhaltige Entwicklung im Naturzentrum Eifel
hier:	Förderung der Umweltbildungsarbeit) Beschlussvorlage (Nachhaltige Entwicklung im Naturzentrum Eifel
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Inhalt der Datei

GEMEINDE NETTERSHEIM DER BÜRGERMEISTER FB III - Dittebrandt Vorlage 973 /X.L. Datum: 07.06.2018 An den Entwicklungs-, Planungs-, Bau- und Umweltausschuss Sitzungstag: 12.06.2018 Haupt- und Finanzausschuss Sitzungstag: 26.06.2018 Gemeinderat Sitzungstag: 03.07.2018 zur Beratung in öffentlicher Sitzung Bezeichnung des Tagesordnungspunktes: Nachhaltige Entwicklung im Naturzentrum Eifel hier: Förderung der Umweltbildungsarbeit Die Vorlage berührt nicht den Etat des lfd. Haushaltsjahres. Die Vorlage berührt den Etat auf der Ertrags- und/oder Einzahlungsseite. Die Vorlage berührt den Etat auf der Aufwands- und /oder Auszahlungsseite Mittel stehen haushaltsrechtlich zur Verfügung. Mittel sollen über-/außerplanmäßig bereitgestellt werden Deckungsvorschlag: Es entstehen Folgekosten – siehe anliegende Folgekostenberechnung. Anlagen: Ja Nein 2 Beschlussvorschlag: Der Gemeinderat nimmt die Zuwendung zur Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung im Naturzentrum Eifel bis März 2019 zustimmend zur Kenntnis und beschließt eine Umsetzung der Handlungsfelder entsprechend dem gestellten und bewilligten Förderantrag. Die hierfür notwendige und geförderte Personalstelle ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt mit einer/m geeigneten BewerberIn zu besetzen. Darüber hinaus sind Anschlussförderungen in den kommenden Jahren anzustreben. Begründung: Bildung für nachhaltige Entwicklung, nachhaltige Umwelt- und Geschichtsbildung, die Naturerlebnispädagogik und die Natur- und Geschichtsinformation sind seit vielen Jahren die zentralen Aufgaben des Naturzentrums Eifel. Um auch zukünftig ein aktuelles, spannendes und qualitativ hochwertiges Programm anbieten zu können, ist es nötig, das Angebot des Naturzentrums Eifel stetig weiter zu entwickeln, die Belegungen der Häuser zu optimieren, weitere Zielgruppen mit Programmen und Veranstaltungen anzusprechen und neue Schulen für einen Besuch in Nettersheim zu gewinnen. Mit der bewilligten Förderung wird die Umsetzung der nötigen Schritte für den Förderzeitraum ermöglicht. Die Förderung umfasst eine 80 %ige Finanzierung eines wissenschaftlichen Mitarbeiters in Vollzeit bis 31.3.2019 sowie die Sachkosten zur Durchführung von Maßnahmen in vier Handlungsfeldern, die im Runderlass des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz vom 7. September 2016 definiert werden. Handlungsfeld 1 „Angebote und Durchführung eines BNE-Bildungsprogramms“ Das vielseitige und umfangreiche Bildungsangebot des Naturzentrums Eifel in Nettersheim, das in unterschiedlichsten Lehr- und Lernformaten seine Schwerpunkte Umweltbildung und kulturelle Bildung für unterschiedlichste Zielgruppen anbietet, hat bereits viele Elemente der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) aufgegriffen und umgesetzt. Um das Programm in seiner Weiterentwicklung und Ausrichtung gezielt auf die BNE-Kompetenzorientierung abzustimmen, wird es nach den BNE-Kriterien begutachtet und das Entwicklungspotenzial erarbeitet. Durch das angegliederte Bildungswerk, dass bereits nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert ist und eng in Kooperation mit dem Naturzentrum zusammenarbeitet, unterliegt die Bildungsarbeit hohen Qualitätsstandards, die zukünftig mit den BNE-Zielen gebündelt werden. Die Qualität des Bildungsprogrammes wird insbesondere von der Fachkompetenz der Bildungsreferenten gesteigert, die maßgeblich die Aktivprogramme konzipieren und durchführen. Daher werden in diesem Handlungsfeld zwei Ziele verfolgt: Die Fortbildung der Bildungsreferenten und die Weiterentwicklung der Aktivprogramme in Sinne der BNE-Ziele. Beantragte Maßnahmen: - Eine Potenzialanalyse ermöglicht es dem Mitarbeiter, alle Programme und Referenten kennenzulernen und sich mit den Inhalten auseinander zu setzen. Die Überprüfung der vorhandenen Angebote auf BNE-Kompatibilität dient der Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Angebote. 3 - In der vorgeschlagenen Auftaktveranstaltung werden alle Beteiligten über die Grundsätze der BNE informiert und Entwicklungspotenzial wird aufgezeigt. In einer Fortbildung für unsere freien Mitarbeiter werden neue Gestaltungimpulse und Vermittlungsmethoden für Aktivprogramme gesetzt. In Workshops mit den freien Mitarbeitern werden Aktivprogramme in den Themenbereichen Klimaschutz/Klimaanpassung und kulturhistorische Ökologie erarbeitet. Die Ausarbeitung und Erprobung der neuen Programme wurden im Antrag und Budgetplan mit eingeplant. 2. Handlungsfeld Unterstützung der Landeskampagne „Schule der Zukunft“ Im Kreis Euskirchen sind 11 Schulen als Teilnehmer der Kampagne „Schule der Zukunft“ der NUA registriert: 1 Gymnasium, 2 Gesamtschulen, 2 Förderschulen und 4 Grundschulen. 9 der 11 Schulen haben ein oder mehrere Themen rund um Natur- und Umweltschutz und Biodiversität als Projekt eingeführt. Das Naturzentrum Eifel ist als außerschulischer Lehr- und Lernanbieter ein enger Kooperationspartner der Schulen und unterstützt diese mit seinen Aktivprogrammen. Ziel ist, die Kooperationen zu stärken und neue Partnerschulen zu gewinnen, um die Schulen in der Vermittlung der Nachhaltigkeitsthemen zu unterstützen und den Dialog zwischen den Akteuren zu verbessern. Beantragte Maßnahmen: - In einer Schülerakademie werden 50 Kinder und 10 Lehrer aus den Kampagnenschulen „Schule der Zukunft“ in einer zweitägigen über die Förderung finanzierten Akademie mit Übernachtung im JGH ökologische und kulturhistorische Programme absolvieren. Sie dienen als Multiplikatoren. - In einer individuellen Beratung der Kampagnenschulen werden Impulse für BNE-Arbeit in den Schulen gegeben und über die Angebote des Naturzentrums informiert. Zudem werden Schulen angesprochen, die bisher nicht im Netzwerk „Schule der Zukunft“ aktiv sind. - Ein Konzept zum Ausbau der Kooperation zwischen dem Naturzentrum Eifel und der Gesamtschule Eifel wird erarbeitet und zum Start der Oberstufe 2019 (außerhalb des Förderzeitraums) etabliert. 3. Handlungsfeld „Netzwerkarbeit in der Region“ Das Naturzentrum Eifel ist in seiner Region stark mit anderen Bildungseinrichtungen vernetzt und arbeitet mit ihnen kooperativ zusammen. Durch gemeinsame Projekte entstanden in der Vergangenheit viele Synergien und Kooperationen, die bis heute die Bildungslandschaft in der Region prägen. Um diese Arbeit weiterhin zu fördern, werden regelmäßige Treffen zum Wissensaustausch und Arbeitstreffen initiiert. Das Naturzentrum ist ein offenes Haus, das durch seine Netzwerkarbeit und sein Engagement viele langjährige Partnerschaften aufgebaut hat. Dieses Netzwerk zu erhalten und zu beleben, ist ein Selbstverständnis des Zentrums. Das Ziel ist, qualitativ hochwertige Partnerschaften zu führen. Beantragte Maßnahme - Auswertung und Anbahnung von Netzwerkarbeit in regionalen BNE Bildungsnetzwerken. In diesem Handlungsfeld liegt der Schwerpunkt darauf, das Potenzial von weiteren Bildungsnetzwerken, insbesondere BNE Bildungsnetzwerken, in der Region zu bewerten und Anbahnungsgespräche 4 zu führen. Welche Synergien können sich ergeben? Welche Werte in Hinblick auf die BNE Ziele werden geteilt? Wie können die Akteure voneinander lernen und sich im Zusammenschluss stärken? 4. Handlungsfeld „Mitarbeit im Landesnetzwerk“ BNE NRW Um eine überregionale Vernetzung der Regionalzentren zu erreichen, ist ein regelmäßiger Austausch innerhalb des Landesnetzwerks vorgesehen. Beantragte Maßnahmen - Der Projektmitarbeiter wird an insg. 8 Treffen des Landesnetzwerks teilnehmen und sich einbringen. - Ein Aktionstag des Landesnetzwerks für alle Generationen mit Veranstaltungsort Nettersheim wird für Herbst 2018 geplant (im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 „Sharing Heritage“). - Beteiligung am Programm der NUA mit einer Aktion am Welternährungstag - Wir verpflichten uns, mit Eintritt in das Förderprogramm dem vorgegebenen Berichtswesen zu folgen, und uns an den wissenschaftlichen Begleituntersuchungen zu beteiligen. Die Personalkosten belaufen sich auf 62.990 Euro, der Budgetplan für Sachkosten umfasst 19.510 Euro. Insgesamt wurde eine 80%ige Förderung i. H. v. 66.000 Euro beantragt und bewilligt. Im Haushalt 2018 wurden im Hinblick die zu erwartende Förderung entsprechende Mittelveranschlagungen vorgesehen, so dass eine Finanzierung sichergestellt ist. Darüber hinaus sind in der Finanzplanung auch schon Mittel für das kommende Jahr eingeplant. Nutzen für das Naturzentrum Eifel: Die in den Handlungsfeldern 1 und 2 beschriebenen Maßnahmen sowie die Aktionstage im Handlungsfeld 4 dienen unmittelbar der qualitativen Entwicklung des Naturzentrums und sind gute Möglichkeiten, Multiplikatoren zu erreichen: Um das Profil des Naturzentrums Eifel für die Zukunft zu schärfen und wettbewerbsfähig zu machen, wird eine Zertifizierung nach dem Qualitätssystem der BNE angestrebt. Besonders wichtig ist, die freien Mitarbeiter, die tagtäglich in Kontakt mit Gruppen, Schulen und individuellen Besuchern des Naturzentrums aus der Region stehen, in den gesamten Prozess der Evaluation und der daraus resultierenden Zertifizierung mit einzubeziehen und mithilfe von Schulungen für die BNE zu begeistern. Dies wird mit den im Handlungsfeld 1 beschriebenen Maßnahmen vorbereitet und eingeleitet. Über die angestrebte Zertifizierung nach den Qualitätskriterien BNE werden zukünftig mehr Schulen auf das Naturzentrum Eifel und seine Angebote aufmerksam gemacht und langfristig die Buchungszahlen gesteigert. Neu entwickelte Programme und Konzepte zu BNE relevanten Themen werden zukünftig auch die Zielgruppen begeistern, die bisher nur selten Ihren Weg in das Naturzentrum Eifel finden. 5 Mit der Übernahme regionaler Unterstützungsarbeit der Kampagne „Schule der Zukunft“ (Handlungsfeld 2) als Regionalzentrum werden Schulen innerhalb des Regierungsbezirks Köln und darüber hinaus auf das Naturzentrum und seine Bildungsprogramme aufmerksam. Die Netzwerkarbeit in der Region und die Mitarbeit im Landesnetzwerk NRW stärkt die regionale und überregionale Vernetzung des Naturzentrums Eifel mit anderen Bildungseinrichtungen, vermittelt neue Kontakte und erhöht die mediale Präsenz. gez. Pracht ____________________ Bürgermeister