Daten
Kommune
Nettersheim
Größe
230 kB
Datum
03.07.2018
Erstellt
08.06.18, 09:02
Aktualisiert
08.06.18, 09:02
Stichworte
Inhalt der Datei
GEMEINDE NETTERSHEIM
DER BÜRGERMEISTER
FB III – L/M
Vorlage 969 /X.L.
Datum: 08.06.2018
An den
Entwicklungs-, Planungs-, Bau- und Umweltausschuss
Sitzungstag:
12.06.2018
Haupt- und Finanzausschuss
Sitzungstag:
26.06.2018
Gemeinderat
Sitzungstag:
03.07.2018
zur Beratung in öffentlicher Sitzung
Bezeichnung des Tagesordnungspunktes:
Masterplan Nettersheim;
Gestaltung Fläche ehemaliger Kurpark Nettersheim
Die Vorlage berührt nicht den Etat des lfd. Haushaltsjahres.
Die Vorlage berührt den Etat auf der Ertrags- und/oder Einzahlungsseite.
Die Vorlage berührt den Etat auf der Aufwands- und /oder Auszahlungsseite
Mittel stehen haushaltsrechtlich zur Verfügung.
Mittel sollen über-/außerplanmäßig bereitgestellt werden
Deckungsvorschlag:
Es entstehen Folgekosten – siehe anliegende Folgekostenberechnung.
Anlagen:
Ja
Nein
2
Beschlussvorschlag:
Der Rat beschließt, die Maßnahme zur Umsetzung der Neugestaltung der Flächen
des ehemaligen Kurparks Nettersheim bis Ende 2018 durchzuführen.
Begründung:
Der Rat hat bereits in seiner Sitzung am 09.03.2017 (s. Vorlage 647) beschlossen,
„unter Einbeziehung der Fachbehörden im Rahmen des Masterplans Nettersheim die Neugestaltung
der Flächen des ehemaligen Kurparks Nettersheim zu erarbeiten und umzusetzen. Für die Ausführung der Arbeiten sollen entsprechende Preisangebote von Fachfirmen eingeholt und die notwendigen Aufträge an die billigstbietenden Firmen vergeben werden.“
Nach Rücksprache mit dem Fördergeber ist es nunmehr notwendig, dass die
Maßnahme bis Ende 2018 abgeschlossen ist. Gem. Förderbescheid stehen für die
Umsetzung der Maßnahme rd. 330.000 € zur Verfügung. Derzeit wird jedoch davon ausgegangen, dass aufgrund des beabsichtigten Ausbauumfanges eine erhebliche Kostenreduzierung erreicht werden kann.
Der ehem. Kurpark Nettersheim erstreckt sich über eine Fläche von ca. 9.000
qm. Die z. Z. brach liegende Grünfläche, die im Nordwesten von der Urft und im
Nordosten vom Genfbach begrenzt wird, bietet zahlreiche Möglichkeiten, den Ort
Nettersheim für die Bürgerinnen und Bürger weiter aufzuwerten sowie ein zusätzliches Angebot für Touristen zu schaffen. Die hieraus resultierende Attraktivitätssteigerung des Zentralortes Nettersheim führt zu einer verstärkten Wertschätzung durch zusätzliche Gäste und trägt zu einer weiteren Verbesserung des Erscheinungsbildes des Ortes Nettersheim bei.
Im Rahmen der Umgestaltung soll der ehem. Kurpark zu einer Ruhe- und Erholungsfläche werden, welche die Kneip’sche Philosophie aufgreift (Wasser, Pflanzen, Ernährung, Bewegung, Balance) und gleichzeitig Raum für wechselnde Aktiv- und Freiluftveranstaltungen bietet. Hierbei tragen im Besonderen die beiden
3
Flüsse Urft und Genfbach sowie der natürliche Bewuchs zu einer wohltuenden
und entspannenden Atmosphäre bei.
Es ist daher beabsichtigt, die vorhandenen Grünflächen weitestgehend im Wiesencharakter beizubehalten und mit Obstbäumen aufzuwerten. Darüber hinaus
ist im westlichen Bereich eine leichte Bodenwelle vorgesehen, die eine trockene
Liegewiese bereitstellt. Damit ein offener Zugang zur Grünfläche ermöglicht werden kann, wird ausgehend vom Zutendaalplatz eine barrierefreie Rampe in Betonsteinpflaster geschaffen, welche im weiteren Verlauf als Wegeführung durch
die Grünfläche bis zum Genfbach führt und über eine Brücke über den Genfbach
dann bis zur Rosenthalstraße bzw. bis zum ehem. Kloster fortgeführt werden
kann. Der Weg soll sich gestalterisch am Weg entlang der Urft auf Pfaffenbenden
orientieren und schafft somit ein verbindendes Element zwischen den jeweiligen
Anlagen.
Zu je einer Seite des Weges sollen runde Sitzmöglichkeiten aus Holz installiert
werden, die in ihrer Form die historischen Elemente der ehem. Kuranlage aufgreifen sollen. Dabei wird eine Sitzmöglichkeit als Pavillon gestaltet, welcher für die
Besucher als überdachter Wetterschutz dienen kann. Die Sitzgelegenheiten sollen
von einem wassergebundenen Weg kreisrund umschlossen werden.
Durch die Schaffung von Retentionsflächen auf dem ehemaligen Kurparkgelände
soll der Genfbach im Falle von Hochwasser entlastet werden. Gleichzeitig dient
der Retentionsbereich als Kneipanlage für gesundheitstouristische Angebote. Der
Untergrund des Retentionsbereiches wäre mit Steinen, Gras etc. zu gestalten.
Darüber hinaus wäre eine stetige Wasserzufuhr der Retentionsfläche sicher zu
stellen.
Die beabsichtigte Brücke über den Genfbach soll eine Brücke bestehend aus einer
Holz-Stahl-Konstruktion sein in der gleichen Art wie die neu hergestellte Brücke
über die Urft im Bereich des neuen Bahnsteiges Pfaffenbenden, deren fußläufige
Verbindung im weiteren Verlauf zum Naturzentrum Eifel führt.
Damit eine Umsetzung der Maßnahme bis Ende des Jahres 2018 gewährleistet
werden kann, wäre nunmehr kurzfristig durch ein Fachbüro der Leistungsumfang
4
beschränkt auszuschreiben und der Auftrag an die billigstbietende Firma zu vergeben.
gez. Pracht
____________________
Bürgermeister