Daten
Kommune
Inden
Größe
206 kB
Datum
14.06.2018
Erstellt
06.07.18, 09:35
Aktualisiert
06.07.18, 09:35
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ÖFFENTLICHE
NIEDERSCHRIFT
über die 20. Sitzung des Hauptausschusses der Gemeinde Inden vom
14.06.2018
im Ratssaal des Rathauses in Inden
Unter dem Vorsitz der 1. stellv. Bürgermeisterin, Frau Karin Krings, sind anwesend:
CDU-Fraktion
Gasper, Karl-Josef (vertritt Mürkens, Udo)
Schnock, Christoph (vertritt Marx, Reinhard)
Schumacher, Olaf
SPD-Fraktion
Görke, Rudi
Müller, Dieter
Müller, Jörg
Schmitz, Josef Johann
Fraktion UDB Inden
Bellen, Heinz
Schlächter, Herbert
Schmitz, Hermann-Josef
Fraktion Bündnis90/
Die Grünen
Rehfisch, Hella
Entschuldigt fehlt:
Langefeld, Jörn
Als Gäste:
Herr Wolters, Jülicher Nachrichten/Jülicher Zeitung
Von der Verwaltung:
Gemeindeverwaltungssrat Linzenich
Gemeindeamtsrätin Wacker
Techn. Angestellte Dechering
Verwaltungsangestellter Mohren
Verwaltungsangestellter Hurtz
Verwaltungsangestellte Büttgen als Schriftführerin
Beginn: 18:00 Uhr
Ende: 20:55 Uhr
Tagesordnung:
A.
ÖFFENTLICHE SITZUNG
1.
2.
Genehmigung der Niederschrift über die Sitzung vom 06.06.2018
Haushaltssatzung und -plan 2018 sowie 4. Fortschreibung des
Haushaltssicherungskonzeptes 2012 - 2022
74/2018
2. Ergänzung
Niederschrift
3.
3.1
3.1.
1
3.2
hier: Beratung im Fachausschuss
Mitteilungen / Anfragen
Schriftliche Mitteilungen / Anfragen
Beschlusskontrolle
-2-
100/2018
Mündliche Mitteilungen / Anfragen
Frau Krings eröffnet die 20. Sitzung des Hauptausschusses und begrüßt die Anwesenden. Herr
Bürgermeister Langefeld kann krankheitsbedingt nicht an der Sitzung teilnehmen. Frau Krings stellt
die frist- und formgerechte Ladung und die Beschlussfähigkeit fest. Die Punkte 1. der öffentlichen
und der nichtöffentlichen Sitzung werden vertagt, weil die Niederschrift über die letzte Sitzung
noch nicht vorliegt.
A.
ÖFFENTLICHE SITZUNG
1.
Genehmigung der Niederschrift über die Sitzung vom 06.06.2018
vertagt
2.
Haushaltssatzung und -plan 2018 sowie 4. Fortschreibung des
Haushaltssicherungskonzeptes 2012 - 2022
hier: Beratung im Fachausschuss
74/2018
2. Ergänzung
Auf Nachfrage von Herrn J. J. Schmitz führt Herr Linzenich aus, der Rat habe gem. §§ 41
Abs. 1 Buchst. h i.V.m. § 78 und 79 GO und § 1 GemHVO NRW über den gesamten
Haushalt zu beschließen; von der Kommunalaufsicht sei dies auch so bestätigt worden.
Seitens Herrn J. J. Schmitz und Frau Rehfisch wird die Meinung vertreten, dass der
Vorbericht nicht dazu gehört, weil dieser die Meinung der Verwaltung wider spiegele und
nicht in allen Teilen unterstützt werden könne.
Die Frage von Herrn Bellen, ob der Personalrat beim Personalkonsolidierungskonzept
beteiligt worden sei, wird von der Verwaltung verneint.
Die nachfolgenden Beratungen befassen sich mit den mit der Ergänzungsvorlage übersandten
Aufstellungen.
Übersicht über die Änderungen im Haushaltsplan:
Seite 5
Produkt 030211001 – Grundschule Inden – Kosten für OGS
Herr J. J. Schmitz fragt nach, ob die entsprechende Einnahmeposition auch erhöht wurde.
Herr Linzenich antwortet, die Einnahmeverbesserung könne derzeit nicht beziffert werden.
Seite 8
Die Bezeichnung des Sachkontos 5317007/7317007 muss richtig lauten: Pankratius
Sportschützen Inden/Altdorf.
Zur Liste der Investitionspauschalen möchte Herr Schumacher wissen, wie die Pos.
Erschließung BPL Müllenark und Ausbau Krauthausener Straße gegenfinanziert werden.
Herr Linzenich erläutert, dass der Ausbau „Müllenark“ durch den Erschließungsträger zu
Niederschrift
-3-
100 % finanziert werde. Für den Ausbau der Krauthausener Straße werden
Erschließungsbeiträge gemäß BauGB in Höhe von 90 % in späteren Jahren vereinnahmt. Die
Mittel, die in der Liste der Investitionspauschalen diesen Maßnahmen zugewiesen sind,
können vollständig der Investitionsmaßnahme „Schaffung von Wohnraum“ zugeordnet
werden.
Frau Rehfisch und Herr Schlächter sind mit der Kürzung des Ansatzes auf 600.000 € nicht
einverstanden.
Herr J. J. Schmitz mahnt die Erläuterungen zur Feuerschutzpauschale an. Herr Hurtz stellt
klar, dass bisher kein eigenes Konto für die Pauschale geführt sondern bei allgem.
Landeszuwendungen verbucht worden sei, dies aber für die Zukunft korrigiert werde. Zur
Frage, warum die Pauschale nicht ausgegeben worden ist, erläutert Frau Wacker, dass die
Anschaffung von Fahrzeugen abzusehen war und daher nur unbedingt notwendige
Beschaffungen getätigt worden seien. Herr J. J. Schmitz betont, die Feuerschutzpauschale sei
bisher nicht bekannt gewesen. Er verlangt einer Aufstellung, seit wann Restmittel aus der
Pauschale angespart worden sind. (s. Anlage)
Die Begründungen in der Aufstellung der Unterschiede zwischen Stellenplan und
Personalkosten 2015/2016 und 2018 hält Herr J. J. Schmitz nicht für ausreichend und
nachvollziehbar. Was sei z. B. mit der zusätzlichen Stelle Gebäudemanagement gemeint; die
geänderte Darstellung (Köpfe/Stellenanteile) sei ebenfalls nicht nachvollziehbar. Dies wird
im nichtöffentlichen Teil näher erläutert werden.
Herr J. J. Schmitz stellt im Namen der GroKo den Antrag, den Ansatz für die Personalkosten
im Zeitraum 2018 – 2022 um 120.000 € pro Jahr zu reduzieren, ausgenommen davon sind die
Personalkosten im Kindergartenbereich. Um dieses Ziel zu erreichen, sei der Wegfall von 2 –
3 Stellen erforderlich, so Herr Linzenich. Das habe zur Folge, dass nicht alle Aufgaben
ordnungsgemäß erledigt werden können.
Herr Schlächter meldet für die UDB-Fraktion Beratungsbedarf an. Er möchte der Verwaltung
und dem Personalrat Gelegenheit für eine Stellungnahme geben. Frau Rehfisch hält den
Stellenplan für nicht schlüssig und hält eine fraktionsinterne Beratung für erforderlich.
In der Aussprache werden einzelne Punkte der Erläuterungen der Differenz näher beleuchtet.
Es wird angeregt, die Kosten für den Bereitschaftsdienst offen auszuweisen.
Frau Rehfisch bittet darum, um weitere Erläuterung des Stellenplanes im nichtöffentlichen
Teil.
Der Antrag der GroKo, den Ansatz für die Personalkosten im Zeitraum 2018 – 2022 um
120.000 € pro Jahr zu reduzieren, wird bei einer Enthaltung und ohne Beteiligung der
UDB-Fraktion wg. Beratungsbedarf einstimmig angenommen.
Danach ruft Frau Krings die zuständigen Bereiche des 2. Entwurfes der Haushaltssatzung
2018 mit Haushaltsplan 2018 und der 4. Fortschreibung des Haushaltssicherungskonzeptes
2012 – 2022 auf. Es ergeben sich folgende Bemerkungen und Beschlüsse:
S1–4
Seite S 2: Antrag der GroKo: § 7, Satz 2 wird ergänzt: Die im Haushaltssicherungskonzept
enthaltenen Konsolidierungsmaßnahmen sind ständig aktuell zu überprüfen und danach bei
der Ausführung des Haushaltsplans umzusetzen.
Beschluss:
einstimmig
Niederschrift
A1–8
Beschluss:
-4-
einstimmig
A 21 – 24
A 21: Herr J.J. Schmitz hinterfragt die Ansätze für die Offene Ganztagsschule und
Einrichtungen der Jugendarbeit, Zuschuss an indeland GmbH und die
Dorfgemeinschaftshäuser und bittet um Konkretisierung der Bezeichnung „freiwillige
Aufwendungen auch im Hinblick auf die Diskussion mit der Kommunalaufsicht.
Herr Linzenich teilt mit, dass fehlende Buchungen der Afa die großen Unterschiede bei den
Dorfgemeinschaftshäusern verursacht haben. Zur Pos. Jugendarbeit erklärt er, dass 2016
Personalkosten für eine langzeiterkrankte Mitarbeiterin weggefallen sind.
Die Pos. indeland GmbH kann aus der Übersicht entfernt werden, ebenso die Pos.
Bürgerpreis.
Die Pos. Seniorenveranstaltungen kann auch entfernt werden, weil der Hauptausschuss eine
kostenneutrale Durchführung beschlossen hat.
A 23: Pos. Kfz-Entschädigung Bürgermeister kann entfallen; ist im Sachkonto Reisekosten
enthalten
A 25 – 28
A
27:
Antrag
der
GroKo:
Der
3.
Absatz
unter
der
Überschrift
„Personalkonsolidierungskonzept 2012 – 2022“ wird gestrichen. Die Aussage „Daher erfolgt
ab dem Jahr 2017 wieder eine realistischere Personalplanung …“ ist strittig.
Hierzu führt Frau Dechering auf Nachfrage aus, dass der Personalrat bei der Erstellung des
Stellenplanes eingebunden war, beim Konsolidierungskonzept hingegen nicht. Herr J.J.
Schmitz versteht das Problem nicht. Der Haushaltsplan mit Stellenplan und
Personalkonsolidierungskonzept sei öffentlich zugänglich, somit auch allen Mitarbeitern, so
dass der Personalrat die Gelegenheit gehabt hätte, seine Rechte durchzusetzen. Frau
Dechering hält dem entgegen, dass auch die Mitglieder des Personalrates überlastet seien und
aus diesem Grunde die für eine fehlerfreie Personalratsarbeit erforderliche Freistellung nicht
in Anspruch genommen werden konnte.
A 28: Antrag der GroKo: Der letzte Satz im 1. Absatz „Die Versäumnisse der letzten Jahre
werden…“ wird gestrichen. Vom 2. Absatz bleibt nur der 1. Satz erhalten. Der 3. Absatz
entfällt.
Herr Schlächter ist der Meinung, der Personalrat müsse Gelegenheit haben, sein Statement
zum Personalkonsolidierungskonzept abzugeben, bevor hierüber entschieden werde. Es sei
nicht Aufgabe der Politik, sich mit dem Personalrat auseinander zu setzen, entgegnet Herr J.
J. Schmitz; dafür sei der Bürgermeister zuständig.
Beschluss: Neun Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen
HSK 1 – 17
HSK 3: Der letzte Absatz erhält auf Antrag der GroKo folgende Fassung: „Zur Verbesserung
der Lage der Gemeinde Inden ist es notwendig, dass die Landesregierung die aktuellen guten
Ansätze konsequent weiterverfolgt und die Kommunen nachhaltig stärkt, sowie der Bund
finanzielle Verbesserungen durchführt.“ Herr Schlächter ist für die alte Formulierung.
Beschluss: Neun Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen
HSK 4: Antrag der GroKo: Der Unterpunkt „Personalkosten (verschiedene Produkte)“ kann
Niederschrift
-5-
hier entfallen.
Beschluss: Neun Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen
HSK 5: Herr J. J. Schmitz mahnt die Vorlage der Aufstellung aller Versicherungsverträge an.
Herr Linzenich erklärt, die Liste konnte nicht fertig gestellt werden, da der zuständige
Mitarbeiter erkrankt sei.
Antrag der GroKo: Die beiden letzten Sätze unter dem Punkt „Einsparungen bei den
Geschäftsaufwendungen“, Unterpunkt „Versicherungen“ wird gestrichen.
Herr Schlächter ist damit nicht einverstanden, die erreichten Einsparungen seien
erwähnenswert. Frau Rehfisch hält das nur für sinnvoll, wenn auch die Gegenseite gesehen
wird. Herr Görke meint, man müsse auch die Versicherungsleistungen vergleichen können,
um die Einsparungen beurteilen zu können.
Beschluss: Neun Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen
HSK 6 und 7: Der Unterpunkt „Reduzierung der Förderung der Heimatvereine, …“ ist
umzuformulieren, da der Hauptausschuss die Zahlung der Zuschüsse wie in 2016 beschlossen
hat – keine Reduzierung. Dasselbe trifft zu auf den Unterpunkt „Reduzierung (Neuregelung)
der Zuschüsse an den Tennisclub Inden…“, sowie den Unterpunkt „Anpassung(Neuregelung)
der Vereinszuschüsse….“
HSK 8: Antrag GroKo: Der Unterpunkt „Weckmänner für St. Martin“ ist zu streichen.
Beschluss: einstimmig
HSK 9: Antrag GroKo: Der Unterpunkt „Erstellung eines Parkraumbewirtschaffungskonzeptes …“ erhält den Zusatz „ Das Konzept befindet sich noch in der
Beratung. Der Beschluss ist noch offen.“
Beschluss: einstimmig
HSK 10 – 16: In der Liste der Vorschläge aus der Bürgerversammlung werden folgende
Änderungen vereinbart:
Ziff. 5
Stand der Bearbeitung: wird nicht umgesetzt
Ziff. 12
Stand der Bearbeitung: ist aktuell jeweils zu überprüfen
Ziff. 14
Stand der Bearbeitung: wird nicht umgesetzt
Ziff. 15
wird nicht umgesetzt
Ziff. 17
befindet sich in der Überlegungsphase
Ziff. 18
Privatisierung wird nicht umgesetzt; Pflege durch Vereine geschieht vereinzelt
Ziff. 21
in Bearbeitung
Ziff. 22
wird bereits angewendet
Ziff. 27
Durch Hebesatzsatzung wurden im Dezember 2017 für 2018 höhere
Gebührensätze festgelegt.
Ziff. 30
wird schwierig sein in der Umsetzung.
Die mittlere Spalte wird ergänzt: „Eventuell für einzelne Maßnahmen
vorstellbar und realisiert, aber kein ….“
Ziff. 31
keine zur Vermarktung anstehenden Grundstücke vorhanden
Ziff. 32
Das Grundstück ist zwischenzeitlich veräußert; weitere Planungen stehen an.
Ziff. 37
Umsetzung im Rathaus ist über Drittmittel erfolgt. Weitere Gebäude werden
geprüft.
Ziff. 44
s. Bewertung
Niederschrift
-6-
Die Schlussbemerkung erhält im ersten Absatz ab Satz 3 folgenden Text:
Auch zukünftig werden die teilweise in diesem Haushaltsicherungskonzept beschriebenen
Maßnahmen ständig aktuell zu überprüfen sein und auf zwingende Umsetzung überprüft, um
den Haushaltsausgleich darstellen zu können. Der letzte Satz im ersten Absatz ist zu
streichen.
Die Schlussbemerkung erhält unter b) einen zusätzlichen Hinweis auf die Errichtung eines
weiteren Kindergartens durch den Kreis, übergangsweise als mobile Einrichtung bis ein
dauerhaftes Gebäude errichtet ist.
Im Fazit wird im 1. Absatz der 2. Satz gestrichen.
Gesamtbeschluss HSK 1 – 17: acht Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen, eine Enthaltung
An der folgenden Abstimmung wird Frau Rehfisch sich enthalten wg. der Kürzung der Mittel
für die Schaffung von Wohnraum.
Sodann beschließt der Hauptausschuss bei acht Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen, einer
Enthaltung:
Der Hauptausschuss nimmt die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis und empfiehlt dem
Gemeinderat die Haushaltssatzung und –plan 2018 sowie 4. Fortschreibung des
Haushaltssicherungskonzeptes 2012 – 2022 unter Berücksichtigung der beschlossenen
Veränderungen zu beschließen.
3.
Mitteilungen / Anfragen
3.1
Schriftliche Mitteilungen / Anfragen
3.1.1
Beschlusskontrolle
100/2018
Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.
3.2
Mündliche Mitteilungen / Anfragen
Herr J. J. Schmitz erinnert an die Vorlage des Finanzkontrollingberichtes. Er geht davon aus,
dass er nach der Sommerpause für das 1. Halbjahr vorgelegt wird. Herr Linzenich kann das
nicht zusagen. Er rechnet nicht vor August mit der Genehmigung des Haushalts durch die
Aufsichtsbehörde, so dass bis dahin auch Auswirkungen nicht erkennbar sein werden.
Krings
Stellv. Ausschussvorsitzende
Büttgen
Schriftführerin