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Vorlage-Sammeldokument

Daten

Kommune
Aachen
Dateiname
308021.pdf
Größe
10 MB
Erstellt
02.08.18, 12:00
Aktualisiert
07.09.18, 00:34

Inhalt der Datei

Der Oberbürgermeister Vorlage Vorlage-Nr: Status: AZ: Datum: Verfasser: Federführende Dienststelle: Fachbereich Finanzsteuerung Beteiligte Dienststelle/n: FB 20/0163/WP17 öffentlich 02.08.2018 Herr Eidams Entwurf des Gesamtabschlusses 2013 Beratungsfolge: Datum Gremium Zuständigkeit 19.09.2018 Rat der Stadt Aachen Kenntnisnahme Beschlussvorschlag: Der Rat nimmt den von der Stadtkämmerin aufgestellten und vom Oberbürgermeister bestätigten Entwurf des Gesamtabschlusses 2013 zur Kenntnis. Vorlage FB 20/0163/WP17 der Stadt Aachen Ausdruck vom: 29.08.2018 Seite: 1/3 Erläuterungen: Gemäß § 116 der Gemeindeordnung hat die Gemeinde zum Schluss eines jeden Haushaltsjahres einen Gesamtabschluss aufzustellen. Der Gesamtabschluss muss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Schulden-, Ertrags-, und Finanzlage des Konzerns Stadt Aachen vermitteln. Der Gesamtabschluss besteht aus - der Gesamtbilanz zum 31.12. - der Gesamtergebnisrechnung und - dem Gesamtanhang. Darüber hinaus sind dem Gesamtabschluss gemäß § 49 Abs. 2 GemHVO ein Lagebericht und ein Beteiligungsbericht sowie gemäß § 47 GemHVO ein Verbindlichkeitenspiegel beizufügen. Des Weiteren ist dem Gesamtanhang gemäß § 51 GemHVO eine Kapitalflussrechnung unter Beachtung des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 2 (DRS 2) in der vom Bundesministerium der Justiz nach § 342 Abs. 2 des Handelsgesetzbuches bekannt gemachten Form hinzuzufügen. Der Gesamtabschluss wurde durch die Stadtkämmerin aufgestellt und durch den Oberbürgermeister gemäß § 95 Abs. 3 GO NRW bestätigt. In Folge der Aufstellung und eingehenden Prüfung des ersten Gesamtabschlusses der Stadt Aachen für das Jahr 2010 durch das örtliche Rechnungsprüfungsamt wird der Gesamtabschluss 2013 sowie bereits der Gesamtabschluss 2011 und die darauf folgenden Gesamtabschlüsse bis einschließlich 2014 auf der Grundlage der Erleichterungen des „Gesetzes zur Beschleunigung der Aufstellung kommunaler Gesamtabschlüsse“ erstellt. Demnach sind gemäß § 1 die Gesamtabschlüsse der Jahre 2011 bis 2014 der Aufsichtsbehörde in der vom Oberbürgermeister bestätigten und vom Rat zur Kenntnis genommenen Entwurfsfassung erst im Rahmen der Anzeige des geprüften Gesamtabschlusses 2015 vorzulegen. Aus diesem Grund ist die Kenntnisnahme des beigefügten Gesamtabschlusses 2013 im Entwurf ausreichend. Wie auch im Rahmen der Aufstellung des ersten Gesamtabschlusses, wird zur Aufarbeitung der rückständigen Gesamtabschlüsse in weitem Maße auf eine externe Beratung und Unterstützung durch die regio iT zurückgegriffen. Der vorliegende Gesamtabschluss 2013 der Stadt Aachen schließt mit folgenden Eckwerten ab: Die Gesamtergebnisrechnung weist für das Jahr 2013 insgesamt einen Fehlbetrag in Höhe von 63.326.288,64 € aus. Damit hat sich der Gesamtjahresfehlbetrag im Vergleich zum Haushaltsjahr 2012 zwar um 0,2 Mio. € verringert, bei Bereinigung des Vorjahresbetrages um die einmaligen Sondereffekte im außerordentlichen Ergebnis, operativ allerdings um rd. 30 Mio. EUR verschlechtert. Auf das Jahresergebnis haben sich insbesondere gestiegene Transfer- und Personalaufwendungen, Vorlage FB 20/0163/WP17 der Stadt Aachen Ausdruck vom: 29.08.2018 Seite: 2/3 höhere Energiebezugs- und Netznutzungsentgelte sowie gestiegene Kosten für die Nutzung von vorgelagerten Netzen bei gleichzeitig nahezu stagnierenden Steuererträgnissen und rückläufigen Landeszuweisungen ausgewirkt. Der im Gesamtabschluss ausgewiesene Fehlbetrag wird im Folgejahr - analog zum Einzelabschluss mit der Allgemeinen Rücklage verrechnet. Die Ausgleichsrücklage wurde im Gesamtabschluss 2013 mit der Verrechnung des anteiligen Jahresfehlbetrages 2012 vollständig aufgezehrt. Die Bilanzsumme der Gesamtbilanz beläuft sich auf 3.392.973.602,85 €. Das Eigenkapital beträgt 639.385.158,12 €. Anlage: Gesamtabschluss 2013 Vorlage FB 20/0163/WP17 der Stadt Aachen Ausdruck vom: 29.08.2018 Seite: 3/3 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31. Dezember 2013 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang INHALTSVERZEICHNIS 1 Gesamtbilanz zum 31.12.2013 ......................................................................................................... 4 2 Gesamtergebnisrechnung 2013 ....................................................................................................... 5 3 Gesamtanhang ................................................................................................................................ 7 3.1 Allgemeine Angaben, Konsolidierungskreis, Konsolidierungsmethoden, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ............................................................................................................... 7 3.1.1 Allgemeine Angaben .................................................................................................... 7 3.1.2 Konsolidierungskreis .................................................................................................... 8 3.2 Konsolidierungsmethoden ...................................................................................................... 11 3.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ............................................................................... 12 3.4 Angaben zum Gesamtabschluss für das Haushaltsjahr 2013 .................................................. 15 3.4.1 Erläuterungen zur Gesamtbilanz zum 31.12.2013 ...................................................... 15 3.4.2 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung 2013 ..................................................... 28 3.5 Sonstige Angaben .................................................................................................................. 34 3.6 Erweiterung des Gesamtanhangs ........................................................................................... 36 3.7 Anlage 1 - Gesamtanlagenspiegel .......................................................................................... 38 3.8 Anlage 2 - Gesamtverbindlichkeitenspiegel ............................................................................ 39 4 Gesamtlagebericht ......................................................................................................................... 41 4.1 Vorbemerkung ........................................................................................................................ 41 4.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs ......................................................................................... 41 4.2.1 Wirtschaftliche Rahmendaten ..................................................................................... 41 4.2.2 Geschäftsverlauf des Konzerns Stadt Aachen ............................................................ 43 4.3 Darstellung der Gesamtlage ................................................................................................... 46 4.3.1 Gesamtertragslage ..................................................................................................... 46 4.3.2 Vermögens- und Schuldenlage .................................................................................. 49 4.4 Gesamtfinanzlage................................................................................................................... 51 4.5 Prognose-, Chancen- und Risikobericht .................................................................................. 51 4.6 Kennzahlen zur Gesamtlage ................................................................................................... 53 2 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang 4.6.1 Kennzahlen zur haushaltswirtschaftlichen Gesamtsituation ........................................ 53 4.6.2 Kennzahlen zur Vermögenslage ................................................................................. 54 4.6.3 Kennzahlen zur Gesamtfinanzlage ............................................................................. 55 4.6.4 Kennzahlen zur Gesamtertragslage ........................................................................... 55 4.7 Zusammenfassende Gesamtaussage ..................................................................................... 56 4.8 Mitgliedschaften der Ratsmitglieder und des Verwaltungsvorstandes ..................................... 57 5 4.8.1 Anlage 1 – Mitgliedschaften der Ratsvertreter/innen ................................................... 58 4.8.2 Anlage 2 – Mitgliedschaften des Verwaltungsvorstandes............................................ 78 Beteiligungsbericht ........................................................................................................................ 82 3 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang 1 Gesamtbilanz zum 31.12.2013 AKTIVA 1. Anlagevermögen 1.1 1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände 1.1.1 1.1.1 Geschäfts- oder Firmenwert 1.1.2 1.1.2 Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.1.3 1.1.3 Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 31.12.2013 31.12.2012 EUR EUR 3.009.285.365,19 36.019.258,28 0,00 34.691.405,91 1.327.852,37 2.938.402.380,82 34.962.081,30 0,00 33.646.299,79 1.315.781,51 1.2 1.2 1.2.1 1.2.1.1 1.2.1.2 1.2.1.3 1.2.1.4 1.2.2 1.2.2.1 1.2.2.2 1.2.2.3 1.2.2.4 1.2.2.5 1.2.2.6 1.2.3 1.2.3.1 1.2.3.2 1.2.3.3 1.2.3.4 1.2.3.5 1.2.3.6 1.2.3.7 1.2.3.8 1.2.3.9 1.2.4 1.2.5 1.2.5.1 1.2.5.2 1.2.5.3 1.2.6 1.2.6.1 1.2.6.2 1.2.7 1.2.8 Sachanlagen 2.782.133.295,52 1.2.1 Unbebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 507.914.090,86 1.2.1.1 Grünflächen 223.418.680,82 1.2.1.2 Ackerland 50.178.495,11 1.2.1.3 Wald, Forsten 18.161.892,83 1.2.1.4 Sonstige unbebaute Grundstücke 216.155.022,10 1.2.2 Bebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 982.620.812,08 1.2.2.1 Kinder- und Jugendeinrichtungen 51.913.259,50 1.2.2.2 Schulen 228.193.029,99 1.2.2.3 Wohnbauten 255.038.540,13 1.2.2.4 Soziale Einrichtungen 14.634.256,74 1.2.2.5 Sportstätten 75.253.064,00 1.2.2.6 Sonstige Dienst-, Geschäfts- und Betriebsgebäude 357.588.661,72 1.2.3 Infrastrukturvermögen 1.058.690.306,08 1.2.3.1 Grund und Boden des Infrastrukturvermögens 186.344.297,17 1.2.3.2 Brücken und Tunnel 23.807.319,30 1.2.3.3 Gleisanlagen mit Streckenausrüstung und Sicherheitsanl. 0,00 1.2.3.4 Entwässerungs- und Abwasserbeseitigungsanlagen 287.617.326,60 1.2.3.5 Straßennetz mit Wegen, Plätzen und Verkehrslenkungsanlagen 296.001.498,23 1.2.3.6 Sonstige Bauten des Infrastrukturvermögens 53.125.255,80 1.2.3.7 Stromversorgungsanlagen 96.155.191,48 1.2.3.8 Gasversorgungsanlagen 56.150.284,05 1.2.3.9 Wasserversorgungsanlagen 59.489.133,45 1.2.4 Bauten auf fremden Grund und Boden 2.770.746,77 1.2.5 Kunstgegenstände, Kulturdenkmäler 82.483.147,94 1.2.5.1 Kunstgegenstände 82.483.147,94 1.2.5.2 Baudenkmäler 0,00 1.2.5.3 Sonstige Kulturgüter 0,00 1.2.6 Maschinen und technische Anlagen, Fahrzeuge 40.915.271,21 1.2.6.1 Maschinen und technische Anlagen 7.450.721,14 1.2.6.2 Fahrzeuge 33.464.550,07 1.2.7 Betriebs- und Geschäftsausstattung 51.965.396,04 1.2.8 Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 54.773.524,54 2.786.899.065,56 517.416.951,18 219.163.157,00 50.339.855,48 18.161.956,78 229.751.981,92 1.000.147.696,04 50.968.716,10 231.340.230,35 214.797.529,92 15.385.464,50 77.094.444,00 410.561.311,17 1.043.012.133,36 185.671.640,38 24.483.587,25 0,00 272.147.381,63 300.703.646,31 51.114.214,19 96.521.917,86 55.333.353,32 57.036.392,42 2.695.975,00 82.162.886,94 82.162.886,94 0,00 0,00 39.312.908,08 9.580.302,38 29.732.605,70 52.197.537,21 49.952.977,75 1.3 1.3 1.3.1 1.3.2 1.3.3 1.3.4 1.3.5 1.3.6 1.3.6.1 1.3.6.2 1.3.6.3 1.3.6.4 Finanzanlagen 1.3.1 Anteile an verbundenen Unternehmen 1.3.2 Anteile an assoziierten Unternehmen 1.3.3 Beteiligungen 1.3.4 Sondervermögen 1.3.5 Wertpapiere des Anlagevermögens 1.3.6 Ausleihungen 1.3.6.1 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.3.6.2 Ausleihungen an Beteiligungen 1.3.6.3 Ausleihungen an Sondervermögen 1.3.6.4 Sonstige Ausleihungen 2. Umlaufvermögen 2.1 2.1 Vorräte 2.1.1 2.1.1 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren 2.1.2 2.1.2 Geleistete Anzahlungen 2.1.3 2.1.3 Sonstige Vorräte 2.2 2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.2.1 2.2.1 Forderungen 2.2.2 2.2.2 Sonstige Vermögensgegenstände 2.3 2.3 Wertpapiere des Umlaufvermögens 2.4 2.4 Liquide Mittel 3. Aktive Rechnungsabgrenzung 3.1 3.1 Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 191.132.811,39 12.894.596,39 44.715.816,05 82.147.591,24 0,00 38.200.001,00 13.174.806,71 99.999,99 9.295.825,71 0,00 3.778.981,01 116.541.233,96 10.986.492,46 1.037.784,91 67.658.957,69 0,00 30.800.001,00 6.057.997,90 116.666,66 2.223.407,02 0,00 3.717.924,22 312.277.808,10 27.267.937,95 26.089.457,62 835.016,97 343.463,36 233.094.893,00 125.759.104,64 107.335.788,36 9.046.002,73 42.868.974,42 350.173.584,38 27.570.727,12 26.029.704,21 1.152.729,15 388.293,76 237.385.844,89 129.431.205,22 107.954.639,67 11.701.009,94 73.516.002,43 71.410.429,56 71.410.429,56 67.878.541,16 67.878.541,16 3.392.973.602,85 3.356.454.506,36 4 PASSIVA 31.12.2013 EUR 31.12.2012 EUR 1. Eigenkapital 1.1 1.1 Allgemeine Rücklage 1.2 1.2 Sonderrücklagen 1.3 1.3 Ausgleichsrücklage 1.4 1.4 Ergebnisvorträge 1.5 1.5 Gesamtjahresfehlbetrag 1.6 1.6 Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 639.385.158,12 674.384.931,91 0,00 0,00 0,00 -63.326.288,64 28.326.514,85 710.308.569,63 723.070.525,56 0,00 22.608.224,17 0,00 -63.549.052,72 28.178.872,62 2. Sonderposten 2.1 2.1 für Zuwendungen 2.2 2.2 für Beiträge 2.3 2.3 für den Gebührenausgleich 2.4 2.4 Sonstige Sonderposten 562.494.934,88 236.178.058,00 44.275.450,39 12.702.819,86 269.338.606,63 559.930.772,17 235.464.528,86 44.300.246,14 13.294.883,15 266.871.114,02 3. Rückstellungen 3.1 3.1 Pensionsrückstellungen 3.2 3.2 Rückstellungen für Deponien und Altlasten 3.3 3.3 Instandhaltungsrückstellungen 3.4 3.4 Steuerrückstellungen 3.5 3.5 Sonstige Rückstellungen 901.049.429,24 737.456.465,81 20.815.835,01 4.723.058,83 189.486,95 137.864.582,64 876.356.831,96 721.233.765,31 20.815.835,01 6.957.959,18 287.197,00 127.062.075,46 1.210.599.491,26 0,00 780.153.391,36 270.700.000,00 10.295.996,43 49.833.123,44 42.570.718,36 57.046.261,67 1.136.351.708,69 0,00 771.972.924,08 217.500.000,00 11.184.596,35 38.993.147,60 29.026.845,91 67.674.194,75 79.444.589,35 73.506.623,91 3.392.973.602,85 3.356.454.506,36 4. Verbindlichkeiten 4.1 4.1 Anleihen 4.2 4.2 Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen 4.3 4.3 Verbindlichkeiten aus Krediten zur Liquiditätssicherung 4.4 4.4 Verbindlichkeiten aus kreditähnlichen Rechtsgeschäften 4.5 4.5 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.6 4.6 Sonstige Verbindlichkeiten 4.7 4.7 Erhaltene Anzahlungen 5. Passive Rechnungsabgrenzung Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang 2 Gesamtergebnisrechnung 2013 2013 EUR 1. Steuern und ähnliche Abgaben 2. Zuwendungen und allgemeine Umlagen 3. Sonstige Transfererträge 4. Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte 5. Privatrechtliche Leistungsentgelte 6. Kostenerstattungen und Kostenumlagen 7. Sonstige ordentliche Erträge 8. Aktivierte Eigenleistungen 9. Bestandsveränderungen 2012 EUR 335.122.343,72 138.056.919,09 2.805.727,69 120.639.664,57 572.744.620,60 67.413.545,45 86.002.580,64 9.150.751,24 -3.177.752,52 331.618.840,35 153.568.741,45 3.462.600,94 110.866.834,96 547.157.768,84 60.886.002,40 61.934.447,71 9.612.387,28 -1.533.276,30 1.328.758.400,48 1.277.574.347,63 -330.191.868,09 -32.306.284,65 -489.123.571,76 -83.568.134,03 -347.574.730,98 -80.000.421,42 -303.781.204,46 -44.371.110,28 -454.549.270,90 -80.341.500,24 -323.568.983,62 -77.404.640,40 -1.362.765.010,93 -34.006.610,45 -1.284.016.709,90 -6.442.362,27 16.134.295,67 771.398,33 -43.678.294,50 -556.720,87 18.040.907,15 16.946,85 -42.123.255,01 -513.203,11 -27.329.321,37 -61.335.931,82 -24.578.604,12 -31.020.966,39 25. Außerordentliche Gesamterträge 26. Außerordentliche Gesamtaufwendungen 0,00 0,00 0,00 -30.461.694,56 27. Außerordentliches Ergebnis 0,00 -30.461.694,56 -61.335.931,82 -61.482.660,95 29. Anderen Gesellschaftern zuzurechnendes Ergebnis -1.990.356,82 -2.066.391,77 30. Gesamtjahresfehlbetrag der Stadt Aachen -63.326.288,64 -63.549.052,72 10. Ordentliche Gesamterträge 11. Personalaufwendungen 12. Versorgungsaufwendungen 13. Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 14. Bilanzielle Abschreibung 15. Transferaufwendungen 16. Sonstige ordentliche Aufwendungen 17. Ordentliche Gesamtaufwendungen 18. Ordentliches Gesamtergebnis 19. Gesamtfinanzerträge 20. Erträge aus assoziierten Unternehmen 21. Gesamtfinanzaufwendungen 22. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 23. Finanzergebnis 24. Gesamtergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit 28. Gesamtjahresfehlbetrag 5 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Gesamtanhang zum Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31. Dezember 2013 6 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang 3 Gesamtanhang 3.1 Allgemeine Angaben, Konsolidierungskreis, Konsolidierungsmethoden, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 3.1.1 Allgemeine Angaben Die Rechnungslegung der Stadt Aachen erfolgt seit Aufstellung der Eröffnungsbilanz zum 01.01.2008 nach den Bestimmungen über ein Neues Kommunales Finanzmanagement für Gemeinden in Nordrhein-Westfalen (NKFG NRW). Die Verpflichtung zur Aufstellung eines Gesamtabschlusses ist in § 116 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) geregelt. Dabei sind die Vorschriften des siebten Abschnittes der Gemeindehaushaltsverordnung NRW (GemHVO NRW) und ergänzend einschlägige Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB), zuletzt geändert durch Gesetz vom 25. Mai 2009 (BGBl. I S. 1102), anzuwenden. Die GO NRW und die GemHVO NRW sind ab dem Haushaltsjahr 2013 in der Fassung des 1. NKF-Weiterentwicklungsgesetzes (NKFWG) anzuwenden. Diese Regelungen sollen im Rahmen der Aufstellung des Gesamtabschlusses gewährleisten, dass die Konsolidierung der Jahresabschlüsse der Stadt und der einzubeziehenden verselbständigten Aufgabenbereiche ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild über die gesamte wirtschaftliche Lage der Stadt vermittelt. Grundlage hierfür sind die geprüften Jahresabschlüsse des Geschäftsjahres 2013 der voll zu konsolidierenden verselbständigten Aufgabenbereiche und der nach Artikel 8 § 4 NKFWG NRW bestätigte Jahresabschluss der Kernverwaltung des Haushaltsjahres 2013. Das Haushaltsjahr bzw. Geschäftsjahr entspricht für den Konzern und die voll zu konsolidierenden Betriebe - mit Ausnahme des Eigenbetriebs Stadttheater und Musikdirektion Aachen - dem Kalenderjahr. Der Eigenbetrieb Stadttheater und Musikdirektion Aachen hat ein abweichendes Geschäftsjahr. Aufgrund des gleichbleibenden Geschäftsverlaufs wurde auf einen Zwischenabschluss verzichtet. Bei den assoziierten Unternehmen wurde der jeweils letzte Jahresabschluss zugrunde gelegt. 7 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang 3.1.2 Konsolidierungskreis Der Kreis der voll zu konsolidierenden verselbständigten Aufgabenbereiche besteht neben der Stadt Aachen aus sechs Sondervermögen und fünf verbundenen Unternehmen. Unternehmen Sitz E.V.A. Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH gewoge AG Kur- und Badegesellschaft mbH Aachener Stadtbetrieb (E 18) Eurogress Aachen (E 88) EUROGRESS Aachen Betriebs-GmbH Gebäudemanagement der Stadt Aachen (E 26) Kulturbetrieb der Stadt Aachen (E 49) Stadttheater und Musikdirektion Aachen (E 46/47) Volkshochschule Aachen (E 42) Aachener Stadion Beteiligungs GmbH Aachen Aachen Aachen Aachen Aachen Aachen Aachen Aachen Aachen Aachen Aachen Kapitalanteil in % 99,99 66,87 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 Die E.V.A. Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH wurde mit ihrem Teilkonzernabschluss in den Gesamtabschluss einbezogen. Somit sind über die E.V.A. Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH die folgenden Gesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung in den Gesamtabschluss einbezogen worden (die angegebenen Kapitalanteile beziehen sich auf die Beteiligungsverhältnisse des EVA-Konzerns). Unternehmen Sitz Aachener Parkhaus GmbH (APAG) Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs AG (ASEAG) regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbH STAWAG Stadtwerke Aachen AG STAWAG Energie GmbH STAWAG Netz GmbH FACTUR Billing Solutions GmbH Aachen Aachen Aachen Aachen Aachen Aachen Aachen Kapitalanteil in % 100,00 94,90 60,27 100,00 100,00 100,00 100,00 Da die Stadt Aachen die verbleibenden 5,10 % an der ASEAG AG direkt hält, ist diese Gesellschaft insgesamt mit einem Kapitalanteil von 100,00 % in den Gesamtabschluss einbezogen worden. Im Jahr 2013 änderte sich erneut die Gesellschafterstruktur der regio iT. Die E.V.A. veräußerte 1,0 % ihrer Beteiligung an den neuen Gesellschafter Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens. Dadurch verringert sich die Beteiligungsquote des E.V.A.-Konzerns an der regio iT auf 60,27 %. 8 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns wurden folgende verbundene Unternehmen gem. § 116 Abs. 3 GO NRW nicht als voll zu konsolidierende Unternehmen einbezogen (Anteile aus Sicht der Stadt Aachen): Unternehmen Sitz GEGRA Gewerbegrundstücksgesellschaft mbH ASEAG Reisen GmbH cogniport Beratungs- und Dienstleistungsgesellschaft mbH ESBUS Eschweiler Bus- und Servicegesellschaft mbH Unterstützungseinrichtung "Akreka" GmbH STAWAG Abwasser GmbH STAWAG Energiedienstleistung GmbH Solar Power Turnow West I GmbH und Co. KG Solar Power Turnow West II GmbH und Co. KG Infrastruktur Turnow West GmbH und Co. KG STAWAG Energie Komplementär GmbH Solaranlage Giebelstadt II GmbH und Co. KG Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG Windpark Laudert GmBH & Co. KG Solarpark Ilbesheim GmbH & Co. KG Solarpark Gödenroth GmbH & Co. KG STAWAG Infrastruktur Simmerath GmbH & Co. KG STAWAG Infrastruktur Monschau GmbH & Co. KG STAWAG Infrastruktur Simmerath Verwaltungs GmbH STAWAG Infrastruktur Monschau Verwaltungs GmbH FOURMANAGEMENT GmbH Campusbahn Projektentwicklungsgesellschaft mbH Aachen Aachen Monschau Eschweiler Aachen Aachen Aachen Wörnstadt Wörnstadt Wörnstadt Aachen Tangstedt Aachen Aachen Aachen Aachen Simmerath Monschau Simmerath Monschau Düsseldorf Aachen Kapitalanteil in % 55,00 99,99 61,24 99,99 99,99 99,99 99,99 99,99 99,99 99,99 99,99 89,99 58,99 58,99 99,99 99,99 99,99 99,99 99,99 99,99 50,19 100,00 Da die cogniport Beratungs- und Dienstleistungsgesellschaft mbH eine 100%-Tochter der regio iT ist, hat sich auch hier der prozentuale Kapitalanteil im Gesamtabschluss reduziert. Die Campusbahn Projektentwicklungsgesellschaft wurde in 2012 gegründet. Gesellschafter waren die Stadt Aachen (51 %) und die ASEAG AG (49 %). Die Gesellschaft wurde nach dem Ratsbürgerbescheid im Juli 2013 aufgelöst; die Liquidation endete im Dezember 2015. Bei der Beurteilung der Wesentlichkeit wurden der NKF-Praxisleitfaden sowie die handelsrechtlichen Kommentierungen berücksichtigt. Danach werden Schwellenwerte von 3 % bis 5 % der einschlägigen Kennzahlen als Maßgröße für die Beurteilung angesetzt. Sofern ein verselbständigter Aufgabenbereich der Stadt Aachen einzeln bzw. in Summe diese Größenkriterien nicht überschritten hat, wurde auf die Einbeziehung in den Konsolidierungskreis aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Wesentlichkeit verzichtet. 9 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Folgende assoziierte Unternehmen wurden im Gesamtabschluss gem. § 50 Abs. 3 GemHVO NRW i. V. m. §§ 311, 312 HGB at equity (mit ihrem anteiligen Eigenkapital) berücksichtigt. Unternehmen Sitz AGIT Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH ZEW Zweckverband Entsorgungsregion West Zweckverband Aachener Verkehrsverbund Stadtwerke Lübeck GmbH Aachen Eschweiler Aachen Lübeck Kapitalanteil in % 29,86 33,33 25,00 25,10 Die STAWAG hat im Jahr 2013 eine Beteiligung in Höhe von 25,10 % an der Stadtwerke Lübeck GmbH erworben. Auf die Einbeziehung folgender assoziierter Unternehmen wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns verzichtet (die angegebenen Kapitalanteile beziehen sich auf die unmittelbaren Beteiligungsquoten der Stadt Aachen). Unternehmen Sitz WAG Wassergewinnungs- und Aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH Windpark Beltheim II GmbH & Co. KG ELWEA GmbH Energie und Wasser Waldbröhl GmbH enewa GmbH Stadtwerke Rösrath-Energie GmbH Windpark Oberwesel II GmbH & Co. KG Windpark Oberwesel III GmbH & Co. KG Institut für Wasser- und Abwasseranalytik GmbH (IWA) Solarpark Ronneburg GmbH & Co. KG STAWAG Solar GmbH smartlab Innovationsgesellschaft mbH Avantis Services N.V. FAM Flughafen Aachen Merzbrück GmbH G.O.B. Avantis Grenzüberschreitendes Gewerbegebiet Aachen-Heerlen N.V. Power Tower I Bruchteilsgemeinschaft Zweckverband Studieninstitut Aachen Roetgen Aachen Bottrop Waldbröhl Wachtberg Rösrath Aachen Aachen Aachen Aachen Aachen Aachen Heerlen, Niederlande Würselen Heerlen, Niederlande Aachen Aachen Kapitalanteil in % 50,00 49,90 49,00 49,00 49,00 49,00 49,00 49,00 46,00 46,00 40,00 35,00 33,33 25,01 25,00 25,00 25,00 Die folgenden verselbständigten Aufgabenbereiche wurden aufgrund fehlendem maßgeblichen Einfluss zu Anschaffungskosten (at cost) berücksichtigt (die angegebenen Kapitalanteile beziehen sich auf die unmittelbaren Beteiligungsquoten der Stadt Aachen). 10 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Unternehmen Sitz Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG NetAachen GmbH Umspannwerk Windpark Hunsrück GmbH & Co. KG Trianel Gasspeicher Epe GmbH & Co. KG TRIANEL GmbH Trianel Erdgasförderung Nordsee GmbH & Co. KG Trianel Service GmbH utilicount GmbH & Co. KG Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG CVUA (Chemisches- und Veterinäruntersuchungsamt) Hochtemperatur Kernkraftwerk GmbH RWTH Aachen Campus GmbH Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG AWA Entsorgung GmbH Green Energy Systems GmbH Technische Werke Naumburg Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunternehmen (BEKA) Gemeinnützige Wohnungbaugesellschaft für die StädteRegion Aachen GmbH Aachen Aachen Wörrstadt Aachen Aachen Aachen Aachen Aachen Lünen Köln Aachen Hamm Aachen Aachen Eschweiler Berlin Naumburg Aachen Köln Würselen Kapitalanteil in % 16,90 16,00 14,95 13,70 12,10 11,99 10,64 8,80 8,50 7,13 5,83 5,00 5,00 4,80 3,13 2,99 2,00 1,79 1,19 0,61 Der Sparkassenzweckverband wird im Gesamtabschluss – wie auch im Einzelabschluss der Stadt Aachen - mit EUR 0,00 bewertet. 3.2 Konsolidierungsmethoden Bei der Kapitalkonsolidierung wird die Neubewertungsmethode gemäß § 50 Abs. 1 GemHVO NRW i. V. m. § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 HGB angewandt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt auf Basis der Wertansätze zum Zeitpunkt des fiktiven Erwerbs der verselbständigten Aufgabenbereiche (Stichtag der kommunalen Eröffnungsbilanz 01.01.2008). Die sich zum 01.01.2008 ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge sind nach § 309 Abs. 1 Satz 1 HGB a. F. mit dem Eigenkapital verrechnet worden. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 50 Abs. 1 GemHVO NRW i.V.m. § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Ausleihungen, der Forderungen, der Rückstellungen und der Verbindlichkeiten sowie der Rechnungsabgrenzungsposten zwischen der Stadt und den verselbstständigten Aufgabenbereichen. Für das Jahr 2013 wurden die notwendigen Informationen für eine Zwischenergebniseliminierung gem. § 50 Abs. 1, 2 GemHVO NRW i. V. m. § 304 Abs. 2 HGB bei den voll zu konsolidierenden Unternehmen ermittelt. 11 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Vermögensübertragungen sind jedoch ohne Zwischenergebnis erfolgt, sodass eine Eliminierung nicht notwendig war. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt nach § 50 Abs. 1 GemHVO NRW i. V. m. § 305 HGB. Danach sind innerhalb des Konsolidierungskreises realisierte Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen zu ve rrechnen. Die assoziierten Unternehmen wurden in der Gesamtbilanz unter Anwendung der Buchwertmethode mit dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung angesetzt. Der sich aus der Erstkonsolidierung der AGIT Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH, des Zweckverbands Entsorgungsregion West und des Zweckverbands Aachener Verkehrsverbund ergebende aktive Unterschiedsbetrag ist zum Ende des Jahres 2013 komplett abgeschrieben. Die Beteiligung der STAWAG an der Stadtwerke Lübeck GmbH wird nach der Equity-Methode mit dem Buchwert angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital entspricht dem enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwert. Dieser beläuft sich zum 31.12.2013 auf 14.055 TEUR und wird über eine Laufzeit von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. 3.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gesamtbilanz zum 31.12.2013 enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten des „Konzerns Stadt Aachen“. Die Bilanzposten sind mit Aufstellung der Einzelabschlüsse zum Bilanzstichtag vorsichtig und regelmäßig einzeln bewertet worden. Bewertungseinheiten werden im E.V.A.Konzern, der Kur- und Badegesellschaft mbH, der gewoge AG sowie bei der Stadt Aachen eingesetzt. Die Einzelabschlüsse sind für Zwecke der Ableitung der Summenbilanz hinsichtlich Ausweis-, Ansatz- und Bewertungsvorschriften an die von der Stadt vorgegebenen Normen des NKF angepasst worden. Auf Anpassungen ist lediglich bei Sachverhalten von untergeordneter Bedeutung im Hinblick auf die Vermögens-, Schulden-, Ertragsund Finanzgesamtlage der Gemeinde bzw. bei kommunalspezifischen Sondersachverhalten, denen Handlungsempfehlungen des Modellprojektes „NKF-Gesamtabschluss“ (Praxisleitfaden zur Aufstellung eines NKFGesamtabschlusses, 4. Auflage) zu rechnungslegungsbezogenen Erleichterungen zu Grunde liegen, verzichtet worden. Dies hat unter anderem die Fortführung der in der Eröffnungsbilanz der Stadt Aachen aufgedeckten stillen Reserven, die Zusammenfassung von Forderungs- und Verbindlichkeitsarten, die Beibehaltung der Nettobilanzierung von geförderten oder bezuschussten Vermögensgegenständen sowie die Bewertung von Rückstellungen betroffen. 12 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Aufgrund der Neuregelungen des NKFWG sind gem. § 43 Abs. 3 GemHVO NRW Erträge und Aufwendungen aus dem Abgang und der Veräußerung von Vermögensgegenständen nach § 90 Abs. 3 S. 1 GO NRW sowie We rtveränderungen von Finanzanlagen unmittelbar mit der Allgemeinen Rücklage zu verrechnen. Danach sind im Gesamtabschluss der Stadt Aachen sämtliche Verluste aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens mit der Allgemeinen Rücklage verrechnet worden. Für Veräußerungen nach § 90 Abs. 3 S. 1 GO NRW ist eine Einzelfallprüfung erfolgt, wobei Geschäfte der laufenden Geschäfts- bzw. Verwaltungstätigkeit von der erfolgsneutralen Verrechnung ausgenommen worden sind. Wertveränderungen von Finanzanlagen sind ebenfalls erfolgsneutral mit der Allgemeinen Rücklage zu verrechnen gewesen. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt worden. Das Sachanlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauern angesetzt worden. Teilweise ist für Vermögensgegenstände, die vor 2008 angeschafft worden sind, die degressive Abschreibung vorgenommen worden. Dies betraf vor allem Wohngebäude, technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Busse des E.V.A.-Konzerns. Eine Umbewertung ist aus Gründen der Wirtschaftlichkeit unterblieben. Die im Zuge der Neubewertung zum Erstkonsolidierungszeitpunkt aufgedeckten stillen Reserven sind im Rahmen der festgesetzten Nutzungsdauern weiter fortgeschrieben worden. Festwerte sind im Bereich der Stadt Aachen im Wesentlichen für Vermögensgegenstände der Büroausstattung, der Kindertageseinrichtungen, der Schulen, der Sportstätten und bestimmter Bereiche der Feuerwehr sowie für den Aufwuchs von Grün- und Waldflächen, die Stadtmöblierung und die Straßenbäume gebildet worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter sind, soweit sie die Kernverwaltung betreffen, im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben worden. Die bei den verselbstständigten Aufgabenbereichen ausgewiesenen geringwertigen Wirtschaftsgüter sind entsprechend der Handlungsempfehlung des Modellprojektes „NKF-Gesamtabschluss“ aus Gründen der Wirtschaftlichkeit mit den Wertansätzen der Einzelabschlüsse in den Gesamtabschluss übernommen worden. Sie sind, soweit ihr Wert im Einzelfall EUR 150,00, nicht aber EUR 1.000,00 übersteigt, zu Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre abgeschrieben worden. Die Finanzanlagen sind mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt worden. Ausleihungen sind zum Nennwert bzw. unverzinslich oder niedrig verzinsliche Ausleihungen mit dem Barwert bewertet worden. Die Bewertung des Vorratsvermögens ist grundsätzlich zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. zu gleitenden Durchschnittspreisen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips erfolgt. 13 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag aktiviert worden. Allen erkennbaren Risiken sind durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen worden. Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag bilanziert worden. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind die vor dem Bilanzstichtag geleisteten Ausgaben angesetzt worden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Sonderposten haben vereinnahmte Investitionspauschalen und zweckgebundene Zuwendungen sowie vereinnahmte Beiträge enthalten. Die Auflösung ist über die Restnutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände erfolgt. Die Sonderposten für den Gebührenausgleich haben die Gebührenüberschüsse aus gebührenrechnenden Bereichen, die dem Bürger in Folgejahren wieder gutzuschreiben sind enthalten. Unter den sonstigen Sonderposten sind vor allem die Sonderposten für die rechtlich unselbständigen Stiftungen ausgewiesen worden. Allen am Bilanzstichtag bestehenden und erkennbaren Risiken ist durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen worden. Die Bewertung der Rückstellungen ist mit dem Erfüllungsbetrag erfolgt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden für bestehende Versorgungsansprüche und sämtliche Anwartschaften gebildet. Diese sind grundsätzlich mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwert auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 5 % anzusetzen. Abweichungen aufgrund des Rechnungszinsfußes bei einbezogenen Unternehmen sind aufgrund des Wesentlichkeitsgrundsatzes gem. § 308 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht korrigiert worden. Infolgedessen ist im Gesamtabschluss die Anpassung der Pensionsrückstellungen an die Vorschriften des BilMoG in voller Höhe zum 01.01.2010 berücksichtigt worden. Dieser Anpassungseffekt ist in den Konzernabschlüssen der E.V.A. GmbH entsprechend dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB über maximal 15 Jahre verteilt worden. Durch die Vorwegnahme der Rückstellungserhöhung aufgrund der Vorschriften des BilMoG zum 01.01.2010 sind in den Gesamtabschlüssen die im E.V.A.Konzernabschluss enthaltenen ergebnisbelastenden Zuführungen aufgrund der Vorschriften des BilMoG zu eliminieren. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bzw. bei den voll zu konsolidierenden Unternehmen mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzlage ist auf eine Anpassung verzichtet worden. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind bereits vor dem Abschlussstichtag erhaltene Einnahmen ausgewiesen worden, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. 14 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang 3.4 Angaben zum Gesamtabschluss für das Haushaltsjahr 2013 3.4.1 Erläuterungen zur Gesamtbilanz zum 31.12.2013 Aktivseite Anlagevermögen Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 3.009.285 TEUR 2.938.402 TEUR 31.12.2013 TEUR 36.019 2.782.133 191.133 3.009.285 Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen gesamt 31.12.2012 TEUR 34.962 2.786.899 116.541 2.938.402 Die Aufgliederung der erfassten Anlagengegenstände ergibt sich aus der Gesamtbilanz. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Gesamtanlagenspiegel für das Haushaltsjahr 2013 (Anlage 1 zum Gesamtanhang). Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden in Höhe von 20.078 TEUR Nutzungsrechte der Stadt Aachen gegenüber der StädteRegion bilanziert, die im Rahmen der Bildung der StädteRegion entstanden sind. Wesentliche Zugänge bei den bebauten Grundstücken betreffen mit 3,6 Mio. EUR Schulen, mit 5,4 Mio. EUR Wohnbauten sowie mit 3,9 Mio. EUR sonstige Dienst-, Geschäfts- und Betriebsgebäude. Die Zunahme bei den Wohnbauten resultiert aus einer Änderung des Ausweises der stillen Reserven in den Grundstücken der gewoge. Diese sind bisher unter den Sonstigen Dienst-, Geschäfts- und Betriebsgebäuden ausgewiesen worden, wo sich daher ein entsprechender Rückgang ergeben hat. Die Zugänge beim Infrastrukturvermögen entfallen im Wesentlichen mit 15,7 Mio. EUR auf die Entwässerungsund Abwasserbeseitigungsanlagen, mit 5,8 Mio. EUR auf die Stromversorgungsanlagen, mit 5,7 Mio. EUR auf die Sonstigen Bauten des Infrastrukturvermögens sowie mit 4,0 Mio. EUR auf die Wasserversorgungsanlagen. 15 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Bei den Maschinen und technischen Anlagen, Fahrzeugen waren Zugänge von insgesamt 11,6 Mio. EUR zu verzeichnen, wovon 10,5 Mio. EUR auf Fahrzeuge entfallen. Davon betreffen 4,4 Mio. EUR Fahrzeuge des ÖPNV und 6,1 Mio. EUR sonstige Fahrzeuge. Die Zugänge zu den Anlagen im Bau betreffen vor allem mit 10,7 Mio. EUR den Eigenbetrieb Gebäudemanagement (im Wesentlichen Verwaltungsgebäude Katschhof), mit 7,5 Mio. TEUR den E.V.A-Konzern sowie die Stadt Aachen mit 6,0 Mio. EUR. Unter den Finanzanlagen werden vor allem Anteile an assoziierten Unternehmen und Beteiligungen, im Wesentlichen des E.V.A.-Konzerns, sowie Wertpapiere des Anlagevermögens der Kernverwaltung ausgewiesen. Die Zugänge bei den Anteilen an assoziierten Unternehmen betreffen den Erwerb der Anteile an der Stadtwerke Lübeck GmbH und bei den Beteiligungen im Wesentlichen Einzahlungen in Kapitalrücklagen der STAWAG Solar GmbH und der enewa GmbH sowie den Erwerb von Geschäftsanteilen von drei Windparks und Erhöhungen deren Kommanditkapitals. Die Zunahme der Wertpapiere des Anlagevermögens um 7,4 Mio. EUR resultiert bei der Kernverwaltung aus der Anlage von Stiftungsgeldern (15,0 Mio. EUR) sowie der Auflösung eines Schuldscheindarlehens (7,6 Mio. EUR). Die Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen betreffen ein Darlehen der STAWAG Energie GmbH an die Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG. Umlaufvermögen Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 312.278 TEUR 350.174 TEUR Vorräte Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 27.268 TEUR 27.571 TEUR 31.12.2013 TEUR 26.089 835 343 27.268 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren Geleistete Anzahlungen sonstige Vorräte gesamt 16 31.12.2012 TEUR 26.030 1.153 388 27.571 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe enthalten auch unfertige Leistungen, die nach dem NKF-Positionenrahmen unter diesem Posten auszuweisen sind. Sie betreffen vor allem noch nicht abgerechnete umlagefähige Heiz - und Betriebskosten sowie Kosten der Energielieferungen an Dritte. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 233.095 TEUR 237.386 TEUR Die Forderungen (125.759 TEUR, Vorjahr 129.431 TEUR) beinhalten öffentlich-rechtliche Forderungen, Forderungen aus Transferleistungen, privatrechtliche Forderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Veränderung der Forderungen resultiert insbesondere aus einem Rückgang bei dem E.V.A.-Konzern (-17.420 TEUR) sowie einem Anstieg bei der Stadt Aachen (13.636 TEUR), der vor allem auf eine Erhöhung der Steuerforderungen sowie der privatrechtlichen Forderungen bei gleichzeitigem Rückgang der Einzelwertberichtigungen zurückzuführen ist. Die Verminderung der Forderungen beim E.V.A.-Konzern beruht vor allem auf der Bedienung von Forderungen seitens der Windparkgesellschaften. In den sonstigen Vermögensgegenständen (107.336 TEUR, Vorjahr 107.955 TEUR) sind enthalten: 31.12.2013 TEUR 57.286 40.945 3.124 1.651 887 857 0 2.585 107.336 Kaufpreisforderung aus dem Verkauf von Sachanlagen Zum Verkauf bestimmtes Anlagevermögen Steuererstattungsansprüche Biomassezertifikate Forderungen gegenüber Mitarbeiter/innen Forderung aus Anlagenverkauf Forderungen Regelenergie Biogas Sonstiges gesamt 31.12.2012 TEUR 61.503 37.294 2.839 1.412 882 269 280 3.476 107.955 Die abgezinste Forderung aus der Veräußerung von Sachanlagen besteht gegenüber der EnBW und wird in Raten gezahlt. Das zum Verkauf bestimmte Anlagevermögen ist um 3.651 TEUR angestiegen, wobei sich vor allem zwei gegenläufige Effekte bei der Stadt Aachen und dem E.V.A.-Konzern ausgewirkt haben. Bei der Stadt Aachen hat sich eine Verminderung von 11.602 TEUR ergeben. Diese resultiert aus der vorzunehmenden Konsolidierung von weitergeleiteten Mitteln für Objekte der Route Charlemagne (-17.185 TEUR) und einer Zunahme der zum Verkauf bestimmten Grundstücke (5.583 TEUR). Die Konsolidierung der weitergeleiteten Mittel hat zu einer entsprechenden Verminderung der bei dem Eigenbetrieb Gebäudemanagement ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen 17 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang geführt. Im E.V.A.-Konzern war aufgrund von geleisteten Zahlungen für den Erwerb von Stromnetzen eine Erhöhung von 15.259 TEUR zu verzeichnen. Wertpapiere des Umlaufvermögens Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 9.046 TEUR 11.701 TEUR Der Ausweis betrifft ausschließlich den E.V.A.-Konzern und beinhaltet zur Veräußerung bestimmte Anteile an mehreren Wind- und Solarparkgesellschaften im Rahmen der Umsetzung der Projektentwicklungsstrategie der STAWAG Energie GmbH. Liquide Mittel Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 42.869 TEUR 73.516 TEUR Die Veränderung zum Vorjahr betrifft im Wesentlichen die Kernverwaltung. Über den Jahreswechsel 2011/2012 ist eine Geldanlage im Stiftungsbereich in Höhe von 30.000 TEUR auf einem Tagesgeldkonto angelegt worden. In 2013 wurden 15.000 TEUR in Wertpapiere eines Kreditinstituts angelegt und dem E.V.A.-Konzern ein Darlehen in Höhe von 15.000 TEUR gewährt, das im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert worden ist. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 71.410 TEUR 67.879 TEUR 31.12.2013 TEUR 45.035 6.414 4.487 4.219 2.115 3.417 5.724 71.410 StädteRegion Zuwendungen mit Gegenleistungsverpflichtung Beamtenbesoldung Fördermittel U3-Ausbau Vorauszahlungen Energielieferungen Sonstige Zuwendungen Sonstige gesamt 31.12.2012 TEUR 46.703 6.396 4.138 3.249 2.286 1.820 3.287 67.879 Im Rahmen der Bildung der StädteRegion wurde in 2009 das Eigentum von acht Schulen an die StädteRegion unentgeltlich übertragen. Für die übertragenen Schulgebäude wurde nach der „Vereinbarung zur ergänzenden Regelung zur öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zum Vermögensübergang und zur Regelung der Finanzbeziehungen“ ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. 18 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Die Zuwendungen mit Gegenleistungsverpflichtung betreffen den Tivoli-Vorplatz, dessen Aufbauten durch den Erbbaurechtsvertrag nicht mehr im wirtschaftlichen Eigentum der Stadt stehen, sondern auf die Erbbaurecht snehmer Alemannia Aachen Stadion GmbH und Aachen-Laurensberger Reitverein übertragen wurden. 19 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Passivseite Eigenkapital Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 639.385 TEUR 710.309 TEUR Allgemeine Rücklage Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 674.385 TEUR 723.071 TEUR Die Allgemeine Rücklage hat sich im Haushaltsjahr wie folgt entwickelt: TEUR Stand 31.12.2012 Verrechnung des anteiligen Gesamtjahresfehlbetrages 2012 Verrechnungen gem. § 43 Abs. 3 GemHVO NRW Aufwendungen aus Anlagenabgängen Auflösungen Sonderposten aufgrund von Anlagenabgängen Erträge aus Veräußerungen von Vermögensgegenständen nach § 90 Abs. 3 GO NRW Verluste aus Veräußerungen von Vermögensgegenständen nach § 90 Abs. 3 GO NRW Erträge aus der Auflösung von Sonderposten aufgrund von Veräußerungen Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung Sonstige Korrekturen Stand 31.12.2013 TEUR TEUR 723.071 -40.941 -5.756 2.929 2.846 -64 17 -28 -7.694 -23 -48.686 674.385 Von dem Jahresfehlbetrag 2012 der Stadt Aachen wurden 22.608 TEUR mit der Ausgleichsrücklage verrechnet, die damit aufgezehrt ist. Der restliche Teil des Gesamtjahresfehlbetrages in Höhe von 40.941 TEUR ist mit der Allgemeinen Rücklage verrechnet worden. Die Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung betreffen Korrekturbuchungen aus der Abstimmung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den voll konsolidierten verselbstständigten Aufgabenbereichen, die sich auf den Zeittraum vor der Erstkonsolidierung beziehen und somit nicht ergebniswirksam korrigiert worden sind. Ausgleichsrücklage Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 0 TEUR 22.608 TEUR 20 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Gesamtjahresfehlbetrag Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): -63.326 TEUR -63.549 TEUR Der Gesamtjahresfehlbetrag hat sich im Vergleich zum Haushaltsjahr 2012 zwar um 223 TEUR verringert, bei Bereinigung des Vorjahresbetrages um den einmaligen Sondereffekt aus der Insolvenz der Alemannia Aachen Stadion GmbH, allerdings um rd. 30 Mio. EUR verschlechtert. Auf das Jahresergebnis haben sich insbesondere gestiegene Transferaufwendungen, höhere Energiebezugs- und Netznutzungsentgelte sowie gestiegene Kosten für die Nutzung von vorgelagerten Netzen ausgewirkt. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 28.327 TEUR 28.179 TEUR Anderen Gesellschaftern stehen zum 31.12.2013 Minderheitenanteile in Höhe von insgesamt 28.327 TEUR zu. Bei den anderen Gesellschaftern handelt es sich um die konzernfremden Gesellschafter der gewoge AG (33,13 %), der regio iT GmbH (39,73 %) sowie um die StädteRegion, die mit 0,01 % an dem E.V.A.-Konzern beteiligt ist. Sonderposten Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 562.495 TEUR 559.931 TEUR Es werden Sonderposten für Zuwendungen (236.178 TEUR) und Beiträge (44.275 TEUR) ausgewiesen, die im Rahmen einer Zweckbindung für investive Maßnahmen geleistet wurden und nicht frei verwendet werden können. Die Auflösung der Sonderposten wird entsprechend der Abnutzung der bezuschussten Vermögensgegenstände vorgenommen. Von den Sonderposten für Zuwendungen entfallen 139.370 TEUR (Vorjahr 139.869 TEUR) auf die Stadt Aachen und 93.687 TEUR (Vorjahr 92.815 TEUR) auf den Eigenbetrieb Gebäudemanagement der Stadt Aachen. Die Sonderposten für Beiträge entfallen in Höhe von 44.275 TEUR (Vorjahr 44.300 TEUR) komplett auf die Stadt Aachen. Sonderposten für den Gebührenausgleich (12.703 TEUR, Vorjahr 13.295 TEUR) werden in Höhe der nach den abgaberechtlichen Bestimmungen tatsächlich festgestellten Kostenüberdeckungen in Gebührenhaushalten ang e21 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang setzt, soweit diese den Gebührenhaushalten noch nicht wieder zugeführt wurden. Die Sonderposten entfallen auf die Gebührenhaushalte der Kernverwaltung in den Bereichen Abwasser, Rettungsdienst, Abfall, Straßen- und Winterdienst. Die sonstigen Sonderposten (269.339 TEUR, Vorjahr 266.871 TEUR) enthalten mit 236.921 TEUR (Vorjahr 235.942 TEUR) im Wesentlichen die Sonderposten für die rechtlich unselbstständigen Stiftungen. Rückstellungen Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 901.049 TEUR 876.357 TEUR Die Pensionsrückstellungen (737.457 TEUR, Vorjahr 721.234 TEUR) beinhalten Verpflichtungen nach beamtenrechtlichen Vorschriften und sonstige direkte Altersversorgungsverpflichtungen. Sie entfallen vor allem auf die Stadt Aachen (453.575 TEUR, Vorjahr 445.401 TEUR) und auf den E.V.A.-Konzern (283.520 TEUR, Vorjahr 275.447 TEUR). Die Rückstellungen für Deponien und Altlasten betragen unverändert 20.816 TEUR und betreffen die Stadt Aachen. Die Rückstellungen wurden für die Rekultivierung der Deponie Alsdorf-Warden und für die Altlastensanierung des Krantzgeländes gebildet. Die Instandhaltungsrückstellungen betragen 4.723 TEUR (Vorjahr 6.958 TEUR) und entfallen mit 872 TEUR (Vorjahr 2.396 TEUR) auf den Eigenbetrieb Gebäudemanagement der Stadt Aachen und mit 2.387 TEUR (Vorjahr 2.739 TEUR) auf die gewoge AG sowie mit 1.464 TEUR (Vorjahr 1.661 TEUR) auf die Stadt Aachen. Der Rückgang bei dem Eigenbetrieb Gebäudemanagement der Stadt Aachen resultiert aus Inanspruchnahmen von 1.319 TEUR - vor allem für Brandschutzmaßnahmen - und Auflösungen von 205 TEUR. Die Steuerrückstellungen belaufen sich auf 189 TEUR (Vorjahr 287 TEUR) und betreffen im Wesentlichen den E.V.A.-Konzern. 22 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Die Sonstigen Rückstellungen (137.865 TEUR, Vorjahr 127.062 TEUR) betreffen: 31.12.2013 TEUR 52.214 25.403 18.655 7.517 5.608 7.862 1.490 2.909 1.700 0 1.156 13.351 137.865 Personalbereich Bildung StädteRegion Drohverlustrückstellungen Stiftung Bischoff Preisboykotteure Ausstehende Rechnungen Abrechnungsverpflichtungen Prozesskosten und -risiken BP Parkhäuser / E.V.A. Periodenübergreifende Abrechnung (E.V.A.-Konzern) Archivierungsverpflichtungen Sonstige gesamt 31.12.2012 TEUR 47.431 24.259 13.160 7.517 5.985 9.833 1.490 3.370 1.700 1.600 1.141 9.577 127.062 Die Rückstellungen für den Personalbereich beinhalten vor allem Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen, für Urlaubs- und Überstundenansprüche sowie für Personalrückstellungen im Zusammenhang mit der StädteRegion. Die Drohverlustrückstellungen betreffen mit 18.539 TEUR fast ausschließlich den E.V.A.-Konzern und resultieren aus vertraglichen Verpflichtungen aus Bezugsverträgen. Die im Vorjahr aufgrund der Verpflichtung aus einem vertraglich vereinbarten Andienungsrechts gebildete Drohverlustrückstellung der Aachener Stadion Beteiligungs GmbH ist in 2013 in Anspruch genommen worden. Verbindlichkeiten Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 1.210.560 TEUR 1.136.352 TEUR Die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Gesamtanhang) dargestellt. Von den Verbindlichkeiten waren insgesamt 100.614 TEUR durch Grundpfandrechte besichert. Die Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen (780.153 TEUR, Vorjahr 771.973 TEUR) entfallen mit 462.897 TEUR (Vorjahr 483.571 TEUR) auf die Stadt Aachen, mit 176.075 TEUR (Vorjahr 145.961 TEUR) auf den E.V.A.-Konzern, mit 96.135 TEUR (Vorjahr 96.464 TEUR) auf die gewoge AG, mit 34.104 TEUR (Vorjahr 23 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang 34.920 TEUR) auf die Kur- und Badegesellschaft mbH und mit 10.942 TEUR (Vorjahr 11.057 TEUR) auf die Aachener Stadion Beteiligungs GmbH. Der Anstieg der Investitionskredite bei dem E.V.A.-Konzern resultiert vor allem aus der Finanzierung des Anteilserwerbs der Stadtwerke Lübeck. Die Verbindlichkeiten aus Krediten zur Liquiditätssicherung in Höhe von 270.700 TEUR (Vorjahr 217.500 TEUR) beinhalten Kassenkredite und Tagesgeldaufnahmen zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit und betreffen ausschließlich die Stadt Aachen. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist vornehmlich darin begründet, dass sich die zum Jahresende 2012 auf einem Tagesgeldkonto angelegten Stiftungsmittel (30 Mio. EUR) zum 31.12.2012 mindernd auf den Bestand der Liquiditätskredite ausgewirkt haben. Die Verbindlichkeiten aus kreditähnlichen Rechtsgeschäften (10.296 TEUR, Vorjahr 11.185 TEUR) beinhalten vor allem Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Grundstücksgeschäften, Verpflichtungen aus der Durchführung von städtebaulichen Verträgen sowie verzinsliche Darlehensverpflichtungen des E.V.A.-Konzerns gegenüber der StädteRegion. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 49.833 TEUR (Vorjahr 38.993 TEUR) und entfallen insbesondere mit 40.702 TEUR (Vorjahr 31.544TEUR) auf den E.V.A.-Konzern und mit 2.222 TEUR (Vorjahr 2.267 TEUR) auf den Eigenbetrieb Gebäudemanagement. In den Sonstigen Verbindlichkeiten (42.571 TEUR, Vorjahr 29.027 TEUR) sind enthalten: 31.12.2013 TEUR 12.845 7.456 4.928 3.158 2.705 2.479 1.642 237 7.123 42.571 Kreditorische Debitoren Steuerverbindlichkeiten Transferleistungen AVV-Abgabe Kautionen/Sicherheitsleistungen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeiter/innen Erstattungsverpflichtungen EU-Projekt Civitas-Dynamo Sonstige gesamt 31.12.2012 TEUR 3.847 8.928 2.485 3.144 431 2.320 929 2.983 3.960 29.027 Der Anstieg der kreditorischen Debitoren betrifft die Stadt Aachen und ist auf Steuerüberzahlungen zurückzuführen. 24 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 57.046TEUR (Vorjahr 67.674 TEUR) entfallen im Wesentlichen auf die Stadt Aachen (33.720 TEUR, Vorjahr 30.608 TEUR), das Gebäudemanagement der Stadt Aachen (11.709 TEUR, Vorjahr 27.345 TEUR) und die gewoge AG (9.848 TEUR, Vorjahr 9.635 TEUR). Der Rückgang bei dem Gebäudemanagement der Stadt Aachen resultiert überwiegend aus der vorzunehmenden Konsolidierung von weitergeleiteten Mitteln für Objekte der Route Charlemagne. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Wert zum 31.12.2013: Wert Vorjahr (31.12.2012): 79.445 TEUR 73.507 TEUR 31.12.2013 TEUR 53.962 5.644 4.388 4.119 4.075 1.902 1.386 3.968 79.445 Friedhofsgebühren Sonstige Zuwendungen Fördermittel U3-Ausbau PRAP für erhaltene Zuwendungen zur Weiterleitung (Tivoli) Vorauszahlungen auf Leistungen im Folgejahr Ruherechtsentschädigung Gutscheine und Wertkarten Sonstige gesamt 25 31.12.2012 TEUR 52.481 2.579 4.738 4.058 4.181 2.029 1.308 2.133 73.507 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Finanzielle Verpflichtungen Angegeben werden Sachverhalte, die nicht in der Bilanz enthalten sind, aber künftig zu finanziellen Verpflichtungen führen können. Bezugsverträge Strom, Gas, Wasser, Fernwärme Mehrjährige Verpflichtungen aus Miet-, Pacht und Leasingverträgen Bestellobligo Noch nicht abgerechnete Baumaßnahmen nach KAG bzw. BauGB Kapitaleinzahlungsverpflichtungen (Beteiligungen, verbundene Unternehmen) gesamt 31.12.2013 TEUR 140.000 33.165 30.439 770 70 204.444 Die Stadt Aachen ist Mitglied der Rheinischen Zusatzversorgungskasse (RZVK) in Köln. Die über die Mitgliedschaft der Stadt Aachen dort versicherten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie deren Hinterbliebene erhalten aus dieser Versicherung bei Vorliegen der Voraussetzungen eine Betriebsrente. Abfindungen werden ausnahmslos bei sehr geringen Rentenhöhen (z.Z. Renten bis EUR 26,95) gezahlt. Gegenüber tariflich Beschäftigten besteht für den Fall, dass die RZVK ihren Versorgungsverpflichtungen nicht nachkommen kann, eine subsidiäre Einstandspflicht. Der Umlagesatz betrug 2013 4,25 % zuzüglich Sanierungsgeld. Bei dem E.V.A.-Konzern ergibt sich ein Ausgleichsbetrag an die Rheinische Zusatzversorgungskasse in Höhe von 7.800 TEUR (Vorjahr 5.000 TEUR). Die Mitarbeiter der gewoge AG sind in der Rheinischen Zusatzversorgungskasse versichert. Der Versicherungsschutz besteht in einer zusätzlichen Altersversorgung bis zu maximal 91,75 % des Nettogehaltes für die rentennahen Jahrgänge. Für die übrigen Mitarbeiter wurde in 2003 ein individueller Versicherungsschutz auf Basis eines Punktesystems eingeführt. Die umlagepflichtigen Gehälter beliefen sich auf 2.675 TEUR. Der Umlagesatz beträgt 4,25 % zuzüglich Sanierungsbeitrag. 26 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Die Stadt Aachen ist Mitglied in folgenden Zweckverbänden: - Zweckverband Aachener Verkehrsverbund, - Zweckverband für das Studieninstitut für kommunale Verwaltung, - Zweckverband Entsorgungsregion West, - Sparkassenzweckverband. Aus diesen Mitgliedschaften können sich Zahlungsverpflichtungen ergeben. Von den fünf Gebührenbereichen (Rettungsdienst, Abwasser, Abfall, Straßenreinigung / Winterdienst und Friedhof) wiesen im Jahr 2013 zwei Bereiche Unterdeckungen auf. Der Bereich Rettungsdienst verzeichnete eine Unterdeckung von 508 TEUR und der Bereich Friedhofswesen von 2.172 TEUR. Während die Unterdeckung im Bereich des Friedhofswesens nicht für einen Ausgleich in den Folgejahren vorgesehen ist, sollen die Unterdeckungen im Bereich des Rettungsdienstes im Rahmen der Gebührenkalkulationen der Folgejahre ausgeglichen werden. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von insgesamt 56.255 TEUR (Vorjahr 55.199 TEUR) sowie aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 160 TEUR (Vorjahr 1.041 TEUR). 27 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang 3.4.2 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung 2013 Die Erträge aus Steuern und ähnlichen Abgaben in Höhe von 335.122 TEUR (Vorjahr 331.619 TEUR) resultieren aus Erträgen der Kernverwaltung. Im Wesentlichen sind hier die Gewerbesteuer, der Gemeindeanteil an der Einkommen- und Umsatzsteuer, die Grundsteuer sowie Leistungen nach dem Familienlastenausgleich ausgewiesen. Die Zuwendungen und allgemeinen Umlagen belaufen sich auf 138.057 TEUR (Vorjahr 153.569 TEUR) und entfallen mit 127.680 TEUR (Vorjahr 144.950 TEUR) auf die Stadt Aachen, mit 3.117 TEUR (Vorjahr 2.986 TEUR) auf das Gebäudemanagement und mit 4.128 TEUR (Vorjahr 4.008 TEUR) auf die Volkshochschule Aachen. Darin enthalten sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von 8.953 TEUR (Vorjahr 9.508 TEUR). Der Rückgang bei der Stadt Aachen resultiert vor allem aus verminderten Schlüsselzuweisungen vom Land (18.833 TEUR), was durch gegenläufig gestiegene Zuweisungen vom Land nur in Teilen kompensiert werden konnte (+ 6.359 TEUR). Die sonstigen Transfererträge (2.806 TEUR, Vorjahr 3.463 TEUR) resultieren ausschließlich aus Erträgen der Kernverwaltung und beinhalten vor allem Erstattungen sozialer Leistungen von Sozialleistungsträgern. Ein Großteil der hier ausgewiesenen Erträge entfällt auf „Hilfen für junge Menschen und ihre Familien“ (HZE), Kostenerstattungen für Regelleistungen der Grundsicherung wegen Alters sowie auf übergeleitete Unterhaltsansprüche. Der Posten öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte in Höhe von 120.640 TEUR (Vorjahr 110.867 TEUR) betrifft die Kernverwaltung und enthält im Wesentlichen Gebühren und Beiträge. Darin enthalten sind 5.436 TEUR (Vorjahr 1.778 TEUR) Erträge aus der Auflösung von Sonderposten aus Beiträgen und Gebühren. Die Zunahme entfällt mit 3.723 TEUR auf die Auflösung des Sonderpostens für den Gebührenhaushalt und resultiert aus dem Ausgleich von Gebührenüberschüssen der Vorjahre. Darüber hinaus sind die Benutzungsgebühren um 6.261 TEUR angestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Bereichen Kindertageseinrichtungen (+3,7 Mio. EUR) sowie Stadtentwässerung (+3,3 Mio. EUR). Dagegen haben sich in den Bereichen Gefahrenabwehr und Rettungsdienst die Gebühren um rd. 0,9 Mio. EUR reduziert. 28 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Die privatrechtlichen Leistungsentgelte verteilen sich auf folgende Bereiche: Stromversorgung Gasversorgung Energieerzeugung Verkehr Wasserversorgung Mieten, Pachten, Erbbaurechte IT-Dienstleistungen Fernwärmeversorgung Parkhaus- und Grundbesitzbewirtschaftung, sonstige Dienstleistungen Erträge aus Verkäufen Stadtentwässerung Sonstige privatrechtlichen Leistungsentgelte gesamt 31.12.2013 TEUR 170.504 119.749 66.726 47.987 37.031 41.067 24.259 23.848 13.091 3.357 2.373 22.754 572.745 31.12.2012 TEUR 162.024 111.459 62.455 49.653 37.886 35.648 26.939 21.948 12.705 3.166 2.501 20.775 547.158 Der Anstieg der Erträge aus der Stromversorgung resultiert aus einer zum 01.01.2013 vorgenommenen Preiserhöhung, durch die gestiegene Vergütungen für regenerativ erzeugten Strom an die Kunden weitergegeben wurden; die Absatzmenge lag dagegen unter dem Niveau des Vorjahres. Die Erträge im Bereich der Gasversorgung nahmen insbesondere aufgrund witterungsbedingt gestiegener Absatzmengen zu. Die Kostenerstattungen und Kostenumlagen (67.414 EUR, Vorjahr 60.886 TEUR) betreffen den Kernhaushalt und beinhalten vor allem Abrechnungen von Sozialleistungen mit der StädteRegion sowie Erstattungen vom Land, Gemeinden und Zweckverbänden. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Erstattungen von Gemeinden (+ 4.740 TEUR) und vom Land (+ 5.248 TEUR), während die Erstattungen von Zweckverbänden zurückgegangen sind (- 3.960 TEUR). Der Anstieg der Erstattungen von Gemeinden betrifft u.a. die unterjährigen Abrechnungen der Delegationsaufgaben mit der StädteRegion (+1.295 TEUR). Darüber hinaus sind, verglichen mit dem Vorjahr, deutliche Mehrerträge im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe zu verzeichnen gewesen (+2.234 TEUR). In diesem Zusammenhang muss jedoch auch auf die immense Belastung im Bereich der Transferaufwendungen hingewiesen we rden. Die Mehrerträge bei den Erstattungen vom Land resultieren vornehmlich aus der Abrechnung nach dem ELAG (Einheitslastenabrechnungsgesetz) (+5.276 TEUR). Der Rückgang der Erstattungen von Zweckverbänden beruht auf geringeren Ausgleichszahlungen gem. Konsortialvereinbarung zwischen der Stadt Aachen und der StädteRegion. Hier waren im Jahr 2012 Erträge von rd. 4,3 Mio. EUR aufgrund des Sondereffektes aus der Abrechnung des Rückstellungsaufwandes für Pensionen bei der ASEAG enthalten. 29 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Die Sonstigen ordentlichen Erträge betragen insgesamt 86.003 TEUR (Vorjahr 61.934 TEUR) und setzen sich wie folgt zusammen: 31.12.2013 TEUR 20.296 12.295 9.143 8.483 5.710 4.145 2.784 2.650 2.362 1.961 233 104 15.836 86.003 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Differenz aus Intercompany-Abstimmungen Erträge aus der Hausbewirtschaftung Periodenfremde Erträge Bußgelder, Zwangsgelder und dergleichen Auflösung von Wertberichtigungen Auflösung von erhaltenen Anzahlungen Veräußerung unbeweglicher Sachanlagen Erträge aus der Auflösung von Sonderposten Verkäufe an Belegschaft Veräußerung beweglicher Sachanlagen Steuererstattungen Weitere sonstige ordentliche Erträge gesamt 31.12.2012 TEUR 16.668 5.760 8.468 683 5.832 1.291 3.083 3.717 1.896 2.056 135 104 12.243 61.934 Der Anstieg der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrifft vor allem den E.V.A.-Konzern. Die Erträge aus der IC-Abstimmung betragen 12.295 TEUR und haben sich gegenüber dem Vorjahr um 6.535 TEUR erhöht. Sie beruhen insbesondere aus der Bereinigung von Abstimmungsdifferenzen zwischen der Stadt Aachen und dem E.V.A.-Konzern sowie der Stadt Aachen und dem Eigenbetrieb Gebäudemanagement. Die periodenfremden Erträge entfallen mit EUR 6.775 TEUR im Wesentlichen auf die Stadt Aachen und resultieren aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen zu Forderungen aus Vorjahren sowie einer Körperschaf tsteuererstattung aus dem Jahr 2010. Die aktivierten Eigenleistungen (9.151 TEUR, Vorjahr 9.612 TEUR) sowie die Bestandsveränderungen (-3.178 TEUR, Vorjahr - 1.533 TEUR) betreffen im Wesentlichen – wie auch im Vorjahr – die Kanalbaumaßnahmen der STAWAG. Die Personal- und Versorgungsaufwendungen betragen insgesamt 362.498 TEUR (Vorjahr 348.152 TEUR). Darin enthalten sind 31.329 TEUR (Vorjahr 27.316 TEUR) Zuführungen zu den Pensions- und Beihilferückstellungen. Während die Personalaufwendungen um 26.411 TEUR gestiegen sind, war bei den Versorgungsaufwendungen ein Rückgang um 12.065 TEUR zu verzeichnen. 30 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Bei den Personalaufwendungen sind insbesondere die Dienstaufwendungen angestiegen (+9.687 TEUR). Dies betrifft vor allem die Stadt Aachen, den E.V.A.-Konzern sowie den Aachener Stadtbetrieb und ist auf Tarifsteigerungen und erhöhte Mitarbeiterzahlen zurückzuführen. Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen sind im Vorjahresvergleich um 7.298 TEUR gestiegen. Die Zunahme entfällt mit 4.614 TEUR auf die Stadt Aachen und mit 2.684 TEUR auf den E.V.A.-Konzern, wobei dort dieser Aufwandsposten im Gesamtabschluss 2012 unter den Versorgungsaufwendungen ausgewiesen worden ist. Weiterhin hat die Bildung einer Rückstellung für Besoldungsanpassungen in Höhe von 1.830 TEUR bei der Stadt Aachen zu einem Anstieg der sonstigen Personalaufwendungen geführt. Darüber hinaus resultieren die Veränderungen der Personal- und Versorgungsaufwendungen vor allem aus der Anpassung des Ausweises der sonstigen Versorgungsaufwendungen sowie der Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen nach den NKF-Vorgaben. Der Posten Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen beträgt 489.124 TEUR (Vorjahr 454.549 TEUR) und setzt sich wie folgt zusammen: Unterhaltung und Bewirtschaftung von Grundstücken und Gebäuen Erhaltungsaufwand Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen Unterhaltung und Bewirtschaftung von beweglichem Vermögen Aufwendungen für Festwerte Aufwendungen für sonstige Sach- und Dienstleistungen gesamt 31.12.2013 TEUR 37.408 9.867 5.149 3.204 2.910 430.585 489.124 31.12.2012 TEUR 37.070 11.213 10.924 2.843 4.390 388.108 454.549 Die Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen betreffen die Stadt Aachen; der Rückgang resultiert aus einer Umgliederung der Zuschüsse an freie Träger, die für die Stadt Aachen OGS-Maßnahmen durchführen. Diese werden ab 2013 unter den Transferaufwendungen ausgewiesen. Die Aufwendungen für sonstige Sach- und Dienstleistungen entfallen vor allem auf den E.V.A.-Konzern und betreffen Aufwendungen für Energie- und Wasserbezug, Netznutzungsentgelte sowie Busanmietungen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus höheren Energiebezugs- und Netzentgeltkosten sowie gestiegener Kosten für die Nutzung von vorgelagerten Netzen. Die bilanziellen Abschreibungen betragen insgesamt 83.568 TEUR (Vorjahr 80.342 TEUR) und entfallen vor allem auf den E.V.A.-Konzern, die Kernverwaltung und den Eigenbetrieb Gebäudemanagement der Stadt Aachen. 31 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang In dem Posten sind 7.399 TEUR Abschreibungen auf die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven enthalten. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrifft vor allem das Gebäudemanagement der Stadt Aachen aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 2.549 TEUR. Die Transferaufwendungen von 347.575 TEUR (Vorjahr 323.569 TEUR) entfallen fast ausschließlich auf die Kernverwaltung und enthalten vor allem die Umlage StädteRegion, Zuwendungen und Zuschüsse für laufende Zwecke sowie Sozialtransferaufwendungen. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr beruht hauptsächlich auf höheren Zuschüssen an übrige Bereiche, vornehmlich im Bereich der Kindertagespflege (Umgliederung aus den Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen), erhöhten Aufwendungen für Sozialleistungen sowie Mehraufwendungen im Rahmen der Regionsumlage. Die sonstigen ordentlichen Aufwendungen belaufen sich auf 80.000 TEUR (Vorjahr 77.405 TEUR) und setzen sich wie folgt zusammen: 31.12.2013 TEUR 8.649 8.276 7.619 4.570 4.077 3.496 3.108 2.391 2.118 1.174 1.085 940 759 31.739 80.000 Wertveränderungen zu Forderungen Rechts- und Beratungskosten Einstellungen Sonderposten Marketing, Werbung, Repräsentation Versicherungsprämien Steuern vom Einkommen und Ertrag Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen Sonstige Steuern Mieten, Pachten, Erbbauzinsen Verluste aus dem Abgang von unbeweglichen Sachanlagen Ehrenamtliche und sonstige Tätigkeiten Ausbuchung von Forderungen Periodenfremde Aufwendungen Weitere sonstige ordentliche Aufwendungen gesamt 31.12.2012 TEUR 7.097 6.999 3.294 5.025 3.769 3.680 56 2.687 1.922 1.585 2.026 7.434 2.197 29.636 77.405 Die Aufwendungen aus den Einstellungen von Sonderposten entfallen nahezu ausschließlich auf die Stadt Aachen und resultieren aus Einstellungen von Sonderposten für den Gebührenausgleich (3.720 TEUR) sowie Zuführungen zu dem Sonderposten für die Stiftungen (3.786 TEUR). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus den entsprechenden Überschüssen in den jeweiligen kostenrechnenden Einheiten (Abfall, Straßenreinigung, Abwasser) bzw. den Stiftungsabschlüssen. Da die Aufwendungen aus der Zuführung des Sonderpostens durch die entsprechenden Mehrerträge in den vorgenannten Bereichen gedeckt sind, ergibt sich folglich keine gesamthaushalterische Mehrbelastung. 32 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Die Zuführungen zu den Rückstellungen enthalten mit 3.000 TEUR eine bei der Stadt Aachen in Folge der Änderung der Insolvenzordnung und daraus resultierender Rechtsstreitigkeiten gebildete Rückstellung für Ansprüche aus Insolvenzanfechtungen. Die Aufwendungen aus der Ausbuchung von Forderungen betrafen im Vorjahr die Stadt Aachen und resultierten aus Erlassen und unbefristeten Niederschlagungen von Forderungen im Bereich der Gewerbesteuer. Das Gesamtfinanzergebnis weist folgende Zusammensetzung auf: Zinserträge Sonstige Finanzerträge Beteiligungserträge, Erträge aus Gewinnabführungsverträgen Gesamtfinanzerträge Erträge aus assoziierten Unternehmen Zinsaufwendungen Sonstige Finanzaufwendungen Gesamtfinanzaufwendungen Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen Gesamtfinanzergebnis 31.12.2013 TEUR 7.184 6.807 2.143 16.134 31.12.2012 TEUR 9.379 4.710 3.952 18.041 771 16 -43.223 -455 -43.678 -41.611 -512 -42.123 -556 -513 -27.329 -24.579 Das den anderen Gesellschaftern zuzurechnende Ergebnis beträgt -1.990TEUR (Vorjahr -2.066 TEUR) und entfällt hauptsächlich auf die Minderheitsgesellschafter der gewoge AG und der regio iT GmbH. 33 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang 3.5 Sonstige Angaben Derivative Finanzinstrumente Die Kur- und Badegesellschaft mbH hält nach wie vor 12 Zinsswapgeschäfte. Zum 31.12.2013 beträgt der bilanziell nicht zu erfassende Marktwert -5.171 TEUR. Die Marktwerte der im E.V.A.-Teilkonzern ausgewiesenen derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen: 31.12.2013 TEUR ASEAG - Commodity Swap Dieselpreissicherung regio iT - Zinsswap STAWAG - Commodity Swap Steinkohlepreissicherung STAWAG - Forward Strom STAWAG - Zinsswap STAWAG - Zinsswap STAWAG - Zinsswap STAWAG - Zinsswap STAWAG - Zinsswap STAWAG - Zinsswap STAWAG - Zinsswap STAWAG - Zinsswap gesamt 43 -25 -2.993 7.365 -2.672 -230 -188 -148 -138 -73 -17 45 969 Für negative Marktwerte der Zinsswapgeschäfte in Höhe von 2.810 TEUR wurden Drohverlustrückstellungen gebildet, da das zugrundliegende Darlehen gekündigt wurde bzw. diese Rückstellung das Risiko aus dem Kohl ekraftwerk Lünen abbildet. Ebenso wurden der negative Zeitwert des Commodity Swap zur Steinkohlepreissich erung und der positive Marktwert des Stromforwards in eine Drohverlustrückstellung einbezogen, die das Risiko aus dem Gaskraftwerk Hamm abbildet. Die Stadt Aachen hat sog. strukturierte Darlehen abgeschlossen, in denen Instrumente zur Zinssicherung integriert sind. Der Nominalwert der strukturierten Darlehen beläuft sich zum Stichtag auf 102.831 TEUR. Im Bereich des Schuldenmanagements hat die Stadt Aachen in 2012 eine „Dienstanweisung für die Neuaufnahme und U mschuldung von Kommunalkrediten sowie zur Regelung von Zinsderivaten“ erlassen. In dieser Dienstanweisung ist insbesondere ein Katalog der zulässigen Derivate geregelt. Nach wie vor ist der Einsatz von Derivaten zu spekulativen Zwecken nicht zugelassen. 34 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang Noch nicht abgerechnete Erschließungsmaßnahmen nach KAG / BauGB Zum Bilanzstichtag wurden seitens der Stadt Aachen 7 Erschließungsmaßnahmen nach KAG/BauGB noch nicht abgerechnet, obwohl die sachliche Beitragspflicht bestanden hat. Die noch nicht erhobenen Beitr äge belaufen sich zum 31.12.2013 auf 770 TEUR. 35 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 - Gesamtanhang 3.6 Erweiterung des Gesamtanhangs Die Kapitalflussrechnung (nach DRS 2) stellt sich wie folgt dar: 1. 2012 TEUR TEUR Ordentliches Ergebnis vor außerordentlichen Posten (einschl. Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern) 2. + Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3. 4. 5. 6. +/+ +/- 7. 2013 Zunahme/Abnahme der Rückstellungen Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten -61.336 -31.021 84.186 84.993 24.693 -45.086 -4.567 23.589 -146.864 -1.144 -4.845 -23.293 19.900 1.048 aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 8. +/- Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 9. = Cashflow aus laufender Verwaltungstätigkeit (Summe aus 1 bis 8) 10. + Einzahlungen aus Abgängen von 11. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 14. + Einzahlungen aus Abgängen von 15. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 16. + Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0 12.945 -92.692 24.838 16.399 -101.274 -104.603 5 391 -4.758 -3.964 11.889 32.100 -81.220 -28.916 und sonstigen Geschäftseinheiten 0 17. - Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen 18. + Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen 19. + Einzahlungen für Sonderposten aus Zuwendungen und Beiträgen 20. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 10 bis 19) 21. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 22. - Auszahlungen an Unternehmenseigener und Minderheitsgesellschafter 23. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 24. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten 25. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 21 bis 24) und sonstigen Geschäftseinheiten im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition sowie sonstigen Sonderposten 26. 0 0 0 44.547 163.955 -105.973 75.362 15 395 -1.857 -1.349 543.843 521.309 -482.275 -481.439 59.726 38.916 -33.302 21.586 0 0 Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe der Zeilen 9, 20 und 25) 27. 0 +/- Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 28. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 85.217 63.631 29. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 51.915 85.217 36 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2012 – Gesamtanhang – Anlage 1 - Gesamtanlagenspiegel 3.7 Anlage 1 - Gesamtanlagenspiegel AHK 31.12.2012 1. Anlagevermögen 1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände 1.1.1 Geschäfts- oder Firmenwert 1.1.2 Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.1.3 Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 1.2 Sachanlagen AHK Zugäne AHK Abgänge AHK Umbuchungen AHK kumuliert zum 31.12.2013 AfA 31.12.2012 AfA Abschreibungen AfA Zuschreibungen AfA kumuliert zum 31.12.2013 Buchwerte zum 31.12.2013 Buchwerte zum 31.12.2012 4.118.090.882,27 € 187.252.168,33 € -45.671.866,14 € 3.509.412,33 € 4.263.180.596,79 € -1.179.688.501,45 € -74.207.546,56 € 816,41 € -1.253.895.231,60 € 3.009.285.365,19 € 2.938.402.380,82 € 59.652.321,02 € 4.758.168,13 € -26.624,74 € 595.857,82 € 64.979.722,23 € -24.690.239,72 € -4.270.224,23 € 0,00 € -28.960.463,95 € 36.019.258,28 € 34.962.081,30 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 57.569.563,51 € 3.083.850,66 € -26.624,74 € 2.258.104,43 € 62.884.893,86 € -23.923.263,72 € -4.270.224,23 € 0,00 € -28.193.487,95 € 34.691.405,91 € 33.646.299,79 € 2.082.757,51 € 1.674.317,47 € 0,00 € -1.662.246,61 € 2.094.828,37 € -766.976,00 € 0,00 € 0,00 € -766.976,00 € 1.327.852,37 € 1.315.781,51 € 3.923.291.196,68 € 101.273.900,05 € -34.553.721,30 € -595.857,82 € 3.989.415.517,61 € -1.136.392.131,12 € -70.890.907,38 € 816,41 € -1.207.282.222,09 € 2.782.133.295,52 € 2.786.899.065,56 € 1.2.1 Unbebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 529.035.407,12 € 3.276.329,74 € -15.657.473,93 € 4.479.339,64 € 521.133.602,57 € -11.618.455,94 € -1.601.055,77 € 0,00 € -13.219.511,71 € 507.914.090,86 € 517.416.951,18 € 1.2.2 Bebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 1.367.785.394,17 € 15.112.303,78 € -6.788.203,72 € 4.272.194,33 € 1.380.381.688,56 € -367.637.698,13 € -30.123.994,76 € 816,41 € -397.760.876,48 € 982.620.812,08 € 1.000.147.696,04 € 1.2.3 Infrastrukturvermögen 1.686.586.564,42 € 39.534.577,44 € -5.970.411,63 € 13.560.243,19 € 1.733.710.973,42 € -643.574.431,06 € -31.446.236,28 € 0,00 € -675.020.667,34 € 1.058.690.306,08 € 1.043.012.133,36 € 1.2.4 Bauten auf fremdem Grund und Boden 4.232.311,61 € 19.321,62 € -43.559,51 € 284.840,99 € 4.492.914,71 € -1.536.336,61 € -185.831,33 € 0,00 € -1.722.167,94 € 2.770.746,77 € 2.695.975,00 € 1.2.5 Kunstgegenstände, Kulturdenkmäler 1.2.6 Maschinen und technische Anlagen, Fahrzeuge 1.2.7 Betriebs- und Geschäftsausstattung 96.284.886,69 € 4.759.021,88 € 1.2.8 Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 50.208.506,15 € 26.634.393,96 € 135.147.364,57 € 81.220.100,15 € 11.175.520,21 € 1.720.746,19 € 2.577.394,24 € 44.234.752,01 € 78.178.776,22 € 12.958.616,66 € 1.3 Finanzanlagen 82.163.049,94 € 320.261,00 € 0,00 € 0,00 € 82.483.310,94 € -163,00 € 0,00 € 0,00 € -163,00 € 82.483.147,94 € 82.162.886,94 € 106.995.076,58 € 11.617.690,63 € -3.463.810,98 € -3.736.392,27 € 111.412.563,96 € -67.682.168,50 € -2.815.124,25 € 0,00 € -70.497.292,75 € 40.915.271,21 € 39.312.908,08 € -764.658,10 € 492.160,04 € 100.771.410,51 € -44.087.349,48 € -4.718.664,99 € 0,00 € -48.806.014,47 € 51.965.396,04 € 52.197.537,21 € -1.865.603,43 € -19.948.243,74 € 55.029.052,94 € -255.528,40 € 0,00 € 0,00 € -255.528,40 € 54.773.524,54 € 49.952.977,75 € -11.091.520,10 € 3.509.412,33 € 208.785.356,95 € -18.606.130,61 € 953.585,05 € 0,00 € -17.652.545,56 € 191.132.811,39 € 116.541.233,96 € -269.074,64 € 316.544,95 € 12.943.736,71 € -189.027,75 € 139.887,43 € 0,00 € -49.140,32 € 12.894.596,39 € 10.986.492,46 € 0,00 € 0,00 € 46.812.146,25 € -1.539.609,33 € -556.720,87 € 0,00 € -2.096.330,20 € 44.715.816,05 € 1.037.784,91 € -1.930.195,49 € 3.192.867,38 € 92.400.064,77 € -10.519.818,53 € 267.345,00 € 0,00 € -10.252.473,53 € 82.147.591,24 € 67.658.957,69 € 1.3.1 Anteile an verbundenen Unternehmen 1.3.2 Anteile an assoziierten Unternehmen 1.3.3 Beteiligungen 1.3.4 Sondervermögen 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 € 1.3.5 Wertpapiere des Anlagevermögens 30.801.000,00 € 15.000.000,00 € -7.600.000,00 € 0,00 € 38.201.000,00 € -999,00 € 0,00 € 0,00 € -999,00 € 38.200.001,00 € 30.800.001,00 € 1.3.6 Ausleihungen 12.414.673,90 € 7.305.985,29 € -1.292.249,97 € 0,00 € 18.428.409,22 € -6.356.676,00 € 1.103.073,49 € 0,00 € -5.253.602,51 € 13.174.806,71 € 6.057.997,90 € Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2012 – Gesamtanhang – Anlage 2 - Gesamtverbindlichkeitenspiegel 3.8 Anlage 2 - Gesamtverbindlichkeitenspiegel bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt Investitionskredite von Sonstigen -53.921.683,20 € -96.654.202,99 € -629.577.505,17 € -780.153.391,36 € Liquiditätskredite von Sonstigen -270.700.000,00 € 0,00 € 0,00 € -270.700.000,00 € -561.234,87 € -1.931.998,04 € -7.802.763,52 € -10.295.996,43 € Verbindlichkeiten aus LuL gg. Sonstigen -49.786.123,44 € -47.000,00 € 0,00 € -49.833.123,44 € Sonstige Verbindlichkeiten gg. Sonstigen -45.898.826,53 € -257.000,00 € 3.585.108,17 € -42.570.718,36 € Erhaltene Anzahlungen von Sonstigen -57.046.261,67 € 0,00 € 0,00 € -57.046.261,67 € -477.914.129,71 € -98.890.201,03 € -633.795.160,52 € -1.210.599.491,26 € Kreditähnliche Rechtsg. Sonstige 39 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Gesamtlagebericht zum Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31. Dezember 2013 40 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht 4 Gesamtlagebericht 4.1 Vorbemerkung Die Stadt Aachen hat gemäß § 116 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) i.V.m. § 49 der Gemeindehaushaltsverordnung NRW (GemHVO NRW) für den Schluss eines jeden Haushaltsjahres einen Gesamtabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) aufzustellen. Zu diesem Zweck sind die Jahresabschlüsse der Kernverwaltung und aller wesentlichen verselbstständigten Aufg abenbereiche in öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Form zu konsolidieren. Der Gesamtabschluss besteht aus einer Gesamtbilanz, einer Gesamtergebnisrechnung sowie dem Gesamtanhang und ist um einen Gesamtl agebericht und einen Beteiligungsbericht zu ergänzen. Mit dem vorliegenden Gesamtabschluss wurden die Kernverwaltung, sechs städtische Sondervermögen und fünf verbundene Unternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung sowie vier assoziierte Unternehmen einbezogen. Im Haushaltsjahr 2013 ist die Stadtwerke Lübeck GmbH erstmalig als assoziiertes Unternehmen einbezogen worden. Dem Gesamtabschluss kommt im Wesentlichen eine Informationsfunktion zu. Er legt Rechenschaft ab über die tatsächliche Aufgabenerledigung und die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns Stadt Aachen. Dem Prinzip des handelsrechtlichen Konzernabschlusses folgend, hat der Gesamtabschluss die Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzgesamtlage der Stadt und ihrer wesentlichen verselbstständigten Aufgabenbereiche so darzustellen, als ob es sich um eine wirtschaftliche Einheit handelt. Zu diesem Zweck sind alle Beziehungen zwischen der Kernverwaltung und den einbezogenen verselbständigten Aufgabenbereichen eliminiert worden. 4.2 4.2.1 Darstellung des Geschäftsverlaufs Wirtschaftliche Rahmendaten Im Jahr 2013 konnte in den Kernhaushalten der Städte, Landkreise und Gemeinden ein positiver Finanzierungssaldo von rd. 1,7 Mrd. EUR erzielt werden. Dieser bewegt sich zwar auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr (rd. 1,8 Mrd. EUR), allerdings sind die noch im vergangenen Jahr geäußerten Erwartungen auf einen sicheren und deutlichen Finanzierungsüberschuss auf kommunaler Ebene nicht in vollem Umfang eingetreten. Die Entwicklung der kommunalen Finanzierungssalden ist stark konjunkturabhängig. So beeinflusst auf der Ei nnahmeseite beispielsweise die im Zeitablauf stark schwankende Entwicklung der Gewerbesteuer unmittelbar die kommunalen Finanzierungssalden. Seit dem Jahr 2010 erhöhten sich die Einnahmen aus der Gewerbesteuer 41 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht (netto) jährlich wieder und erreichten im Jahr 2013 für die Kommunen insgesamt ohne Stadtstaaten den bisherigen Höchstwert von 32,6 Mrd. EUR. Auch die Erträge aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer konnten im Jahr 2013 mit einem Zuwachs von 5,8% gegenüber dem Vorjahr einen neuerlichen Höchststand von rd. 28,4 Mrd. EUR verzeichnen. Weiterhin stiegen insbesondere die laufenden Zuweisungen von Bund und Ländern gegenüber dem Vorjahr um 7,4% auf rd. 66,0 Mrd. EUR an. Ursächlich hierfür ist insbesondere die schrittweise A nhebung der Bundesbeteiligung bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (2012: 45 %; 2013: 75%; ab 2014 vollständige Übernahme der Nettoausgaben der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung). Auf der Ausgabenseite stehen dem jedoch insbesondere in den vergangenen Jahren stetig steigende Ausgaben für soziale Leistungen gegenüber. Im Jahr 2013 war in diesem Bereich ein Anstieg um 5,7% auf rd. 47 Mrd. EUR zu verzeichnen. Eine Dämpfung des Ausgabenanstiegs ist in diesem Bereich kurzfristig nicht zu erwarten. In nahezu gleichem Maße sind im Jahr 2013 auch die Sachinvestitionen gestiegen (5,7%). Insgesamt wurden von den Kommunen Sachinvestitionen in Höhe von rd. 20,8 Mrd. EUR getätigt, wovon knapp 80% (rd. 16 Mrd. EUR) auf Baumaßnahmen entfallen. Die Erhöhung der kommunalen Sachinvestitionen im Jahr 2013 weist darauf hin, dass der Nachholbedarf für Investitionen möglicherweise weit größer ist, als ursprünglich unterstellt. Hinzu kommt, dass die Entlastungen bei den Ausgaben für soziale Leistungen durch den Bund wieder kommunale Spielräume bei den Sachinvestitionen eröffnen. Der Bestand an Kassenkrediten erhöhte sich mit deutlich abgeschwächten Steigerungsraten (2011: + 9,7 %, 2012: + 6,5 %, 2013: + 1,4 %). Auch Ende 2013 lagen die Kassenkredite mit rd. 48,6 Mrd. Euro knapp unter 50 Mrd. Euro. Dennoch kann bei der Entwicklung des kommunalen Kassenkreditbestandes keinesfalls Entwarnung gegeben werden, was auch bei der Stadt Aachen deutlich wird. Bereinigt man im Übrigen die Kassenkreditentwicklung um Einmaleffekte aus den verschiedenen Konsolidierungsprogrammen, sind weiterhin Kassenkreditanstiege zu vermelden. Dabei wurde mehr als die Hälfte der Kassenkredite – rd. 25,3 Mrd. EUR (52 %) – Ende 2013 von den Kommunen in Nordrhein-Westfalen in Anspruch genommen. Betrachtet man die durchschnittliche Belastung mit Kassenkrediten je Einwohner, befindet sich Nordrhein-Westfalen (1.442 EUR) im bundesweiten Vergleich auf dem dritten Platz hinter dem Saarland (1.985 EUR) und Rheinland-Pfalz (1.713 EUR). Im Bundesdurchschnitt betrug der Bestand an Kassenkrediten lediglich 650 EUR je Einwohner. 42 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht 4.2.2 Geschäftsverlauf des Konzerns Stadt Aachen Das Gesamtjahresergebnis des Konzerns Stadt Aachen wird im Wesentlichen von folgenden Bereichen beeinflusst: - Gemeindesteuern und ähnliche Abgaben, - Strom-, Gas- und Wasserversorgung, - Energieerzeugung sowie - Hausbewirtschaftung und Betreuungstätigkeit (gewoge AG). Die Steuern und ähnlichen Abgaben nach Durchführung der Konsolidierungsmaßnahmen überstiegen 2013 die Erträge des Vorjahres, was im Wesentlichen aus Mehrerträgen des Gemeindeanteils an der Einkommensteuer resultiert. Im Energiebereich sorgen die Energiewende und die politischen und auch in der Branche kontrovers geführten Diskussionen über Lösungswege nach wie vor für Unsicherheit bei Investitionsentscheidungen. Vor allem große Einspeisungen von Ökostrom und die dadurch sinkenden Stromhandelspreise belasten das Ergebnis von konventionellen Kraftwerken. Vor diesem Hintergrund wurden bei der STAWAG Drohverlustrückstellungen für Risiken im konventionellen Erzeugungsbereich durch die Beteiligung am Kohlekraftwerk Lünen und am Gaskraftwerk Hamm gebildet. Der Wettbewerbsdruck am Markt und die gravierenden Anforderungen der Regulierungsbehörden hatten auch im Jahr 2013 einen bestimmenden Einfluss auf Art und Umfang der Leistungserbringung in den Kerngeschäftsfelder n Vertrieb und Netze. Die STAWAG konnte dabei auf den verstärkt umkämpften Energiemärkten ihre starke Marktposition im Strom- und Gasbereich bei den Privatkunden in Aachen erneut behaupten. Die regionale Situation im Mietwohnungsbereich ist weiterhin durch eine hohe Wohnungsnachfrage in Aachen geprägt. Im Segment der 1-2 Zimmerwohnungen ist eine erhöhte Nachfrage spürbar; trotz einer hohen Fluktuation sind allerdings kaum leerstandsbedingte Ausfälle zu verzeichnen. Weiterhin angespannt ist auch der Wohnungsmarkt für mittlere und große Familien, bedingt durch eine zurückhaltende Neubautätigkeit und der Belegung g eeigneter Wohnräume durch Wohngemeinschaften. Als Vorgänge von besonderer Bedeutung im Haushaltsjahr 2013 sind aus Sicht der Stadt Aachen neben den wiederkehrenden Vorgängen wie dem Schulsanierungsprogramm und dem Ausbau der Kinderbetreuung vor allem die Entwicklungen der StädteRegion sowie der Bau der Kaiserplatz-Galerie - Aquis Plaza hervorzuheben. 43 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Bei dem E.V.A.-Konzern ist insbesondere auf die Entwicklung der Energiemärkte im Zusammenspiel mit den Belastungen durch den ÖPNV hinzuweisen. StädteRegion Aachen Mit Gründung der StädteRegion als Rechtsnachfolgerin des Kreises Aachen zum 21.10.2009 erfolgte u.a. die Übertragung der im Rahmen des Gesetzes zur Bildung der StädteRegion Aachen (Aachen-Gesetz) normierten Aufgaben von der Stadt Aachen auf den neuen Gemeindeverband. Gemäß § 56 der Kreisordnung für das Land Nordrhein-Westfalen erhebt die StädteRegion, soweit ihre sonstigen Erträge die entstehenden Aufwendungen nicht decken, von den regionsangehörigen Gemeinden eine Umlage (Allgemeine Regionsumlage). Für das Haushaltsjahr 2013 hat die StädteRegion nach den hierfür geltenden Vorschriften und unter Berücksichtigung anteilig zu verrechnender haushalterischer Effekte eine Regionsumlage i.H.v. rd. 314 Mio. EUR erhoben. Der auf die Stadt Aachen entfallende Anteil betrug rd. 161,6 Mio. EUR (ohne aufwandswirksame Auflösung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens (rd. 1,6 Mio. EUR) und ohne Zuführung zur Rückstellung (rd. 0,3 Mio. EUR)). Um sicherzustellen, dass die Stadt Aachen lediglich die ihr im Rahmen des Aufgabenverbundes zuzurechnenden Nettoaufwendungen ausgleicht, wurde eine „Ergänzende Vereinbarung zur nachhaltigen Sicherstellung einer belastungsneutralen Finanzierungssystematik“ geschlossen, wonach eine gesonderte Überprüfung erfolgt, inwi eweit die Stadt Aachen mit ihrer anteiligen Regionsumlage die von ihr tatsächlich verursachten Aufwendungen über- oder unterfinanziert, endend für die Stadt Aachen mit einer entsprechenden Nachzahlung oder Erstattung (Ausgleichzahlung). Über diese in 2015 geschlossene klarstellende Vereinbarung wird die auch bereits in 2013 planerisch verankerte Systematik der Haushaltsplanung der Stadt Aachen, welche die nach dem Bruttoprinzip veranschlagte Regionsumlage einerseits und die zu erwartende Ausgleichszahlung andererseits erfasst, bestätigt. Die nachfolgenden Abrechnungen bzw. Abrechnungsprognosen sprechen für die Stimmigkeit dieser Planung. Kaiserplatz-Galerie - Aquis-Plaza Im November 2012 hat der Rat der Stadt den Durchführungsvertrag für den Bau der Kaiserplatz -Galerie geschlossen und damit den Startschuss für die in 2013 begonnene Umsetzung des Projektes, mit seiner Fertigstellung in 2015, gegeben. Das Projekt trägt den Namen „Aquis Plaza“ und verfügt über 29.200 m² Verkaufsfläche. Auf drei Ebenen finden rund 130 Fachgeschäfte Platz, in denen mehr als 700 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Das Investitionsvolumen für das Projekt beträgt rund 290 Mio. €, welches durch private Investoren getragen wurde. 44 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Bedeutend ist auch, dass auf den oberen Stockwerken des Shoppingcenters im direkt benachbarten Geschäftshaus zusätzlich 32 Mietwohnungen entstanden sind. Dieses zukunftsorientierte Entwicklungskonzept ermöglicht, die Funktionen Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit auf einzigartige Weise miteinander zu verbinden und hat zu einer deutlichen Aufwertung des Quartiers sowie Attraktivierung der Einkaufsstadt Aachen beigetragen. Situation auf den Energiemärkten Mit zunehmender Intensität nimmt die Entwicklung der Energiemärkte in Deutschland auch Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des E.V.A.-Konzerns. Fortwährende Veränderungen der regulatorischen und strukturpolitischen Prozesse in Verbindung mit den im Zuge der Energiewende beschlossenen Maßnahmen führen zu einer Umwälzung an den Energiemärkten. Um den steigenden Margenverlusten im konventionellen Kraftwerks- und Energieerzeugungsbereich entgegenzuwirken, sind Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien unerlässlich g eworden. So hat die STAWAG Energie ihr bestehendes Anlagenportfolio im Jahr 2013 um eine Solaranlage sowie ein Blockheizkraftwerk erweitert. Über Beteiligungsgesellschaften wurden darüber hinaus fünf Windparks errichtet. Zwei weitere Windparks befanden sich zum Jahresende 2013 im Bau. 45 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht 4.3 4.3.1 Darstellung der Gesamtlage Gesamtertragslage Für das Berichtsjahr ergibt sich die nachfolgend dargestellte Ergebnisstruktur: 2013 TEUR % 2012 TEUR % Veränderung TEUR % Steuern und ähnliche Abgaben Zuwendungen und allgemeine Umlagen Sonstige Transfererträge Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte Privatrechtliche Leistungsentgelte Kostenerstattungen und Kostenumlagen Sonstige ordentliche Erträge Aktivierte Eigenleistungen Bestandsveränderungen Ordentliche Gesamterträge 335.122 138.057 2.806 120.640 572.745 67.414 86.003 9.151 -3.178 1.328.758 25,2 10,4 0,2 9,1 43,1 5,1 6,4 0,7 -0,2 100,0 331.619 153.569 3.463 110.867 547.158 60.886 61.934 9.612 -1.533 1.277.574 26,0 12,0 0,3 8,7 42,8 4,8 4,8 0,8 -0,1 100,1 3.504 -15.512 -657 9.773 25.587 6.528 24.068 -462 -1.644 51.184 1,1 -10,1 -19,0 8,8 4,7 10,7 38,9 -4,8 >100 4,0 Personalaufwendungen Versorgungsaufwendungen Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen Bilanzielle Abschreibung Transferaufwendungen Sonstige ordentliche Aufwendungen Ordentliche Gesamtaufwendungen Ordentliches Gesamtergebnis -330.192 -32.306 -489.124 -83.568 -347.575 -80.000 -1.362.765 -34.007 -24,8 -2,4 -36,8 -6,3 -26,2 -6,0 -102,5 -2,5 -303.781 -44.371 -454.549 -80.342 -323.569 -77.405 -1.284.017 -6.442 -23,8 -3,5 -35,6 -6,3 -25,3 -6,1 -100,6 -0,5 -26.411 12.065 -34.574 -3.227 -24.006 -2.596 -78.748 -27.564 8,7 -27,2 7,6 4,0 7,4 3,4 6,1 427,9 Gesamtfinanzerträge Gesamtfinanzaufwendungen Ergebnis aus assoziierten Unternehmen Finanzergebnis Gesamtergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit 16.134 -43.678 215 -27.329 -61.336 1,2 -3,3 0,0 -2,1 -4,6 18.041 -42.123 -496 -24.579 -31.021 1,4 -3,3 0,0 -1,9 -2,4 -1.907 -1.555 711 -2.751 -30.315 -10,6 3,7 >100 11,2 97,7 Außerordentliche Gesamterträge Außerordentliche Gesamtaufwendungen Außerordentliches Ergebnis Gesamtjahresfehlbetrag Anderen Gesellschaftern zuzurechnendes Ergebnis Gesamtjahresfehlbetrag der Stadt Aachen 0 0 0 -61.336 -1.990 -63.326 0,0 0,0 0,0 -4,6 -0,1 -4,8 0 -30.462 -30.462 -61.483 -2.066 -63.549 0,0 -2,4 -2,4 -4,8 -0,2 -5,0 0 30.462 30.462 147 76 223 -100,0 -100,0 -0,2 -3,7 -0,4 Der Gesamtabschluss 2013 schließt mit einem Gesamtjahresfehlbetrag von -63.326 TEUR (Vorjahr 63.549 TEUR) ab. Für das Haushaltsjahr 2013 ergibt sich nach dem NKF-Kennzahlenset eine GesamtFehlbetragsquote von 9,4 %, die somit über der Fehlbetragsquote lt. Einzelabschluss der Stadt Aachen (4,1 %) liegt. Hier haben sich insbesondere die Ergebnisbelastungen aufgrund der Konsolidierung des E.V.A.-Konzerns und des Gebäudemanagements der Stadt Aachen sowie die im Rahmen der Erstkonsolidierung vorgenommenen Verrechnungen mit der Allgemeinen Rücklage ausgewirkt. 46 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Die ordentlichen Gesamterträge belaufen sich auf 1.328.758 TEUR und sind gegenüber dem Vorjahr um 51.184 TEUR gestiegen. Sie resultieren im Wesentlichen aus den privatrechtlichen Leistungsentgelten (43,1 %), den Steuern und ähnlichen Abgaben (25,2 %) sowie den Zuwendungen und allgemeinen Umlagen (10,4 %). Die Steuern und ähnlichen Abgaben liegen nach den Konsolidierungsmaßnahmen im Gesamtabschluss - im Gegensatz zu den unkonsolidierten Werten im Einzelabschluss der Stadt Aachen - leicht über dem Niveau der ebenfalls konsolidierten Vorjahreswerte. Dagegen waren bei den privatrechtlichen Leistungsentgelten sowie den Sonstigen ordentlichen Erträgen wesentliche Anstiege und bei Zuwendungen und allgemeinen Umlagen eine Verminderung zu verzeichnen. Wesentliche Posten der Steuern und ähnlichen Abgaben sind die Gewerbesteuer, der Gemeindeanteil an der Einkommens- und Umsatzsteuer sowie die Grundsteuer. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beruht vor allem auf einer Zunahme der Gemeindeanteile an der Einkommenssteuer, während sich bei der Gewerbesteuer ein Rückgang ergeben hat. Die privatrechtlichen Leistungsentgelte in Höhe von 572.745 TEUR beinhalten vor allem Erträge aus den Bereichen Strom- und Gasversorgung, Energieerzeugung sowie Verkehr. Der Anstieg der Erträge aus der Stromversorgung resultiert aus Preiserhöhungen und der Erträge aus der Gasversorgung aus einer witterungsbedingten Zunahme der Absatzmengen. Die Zuwendungen und allgemeine Umlagen haben sich im Haushaltsjahr 2013 um 15.512 TEUR vermindert. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus gesunkenen Schlüsselzuweisungen. Der Anstieg der Sonstigen ordentlichen Erträge um 24.068 TEUR resultiert im Wesentlichen aus periodenfremden Steuererstattungen, der Auflösung von Wertberichtigungen, der Zunahme der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie der Ergebnisauswirkungen der Intercompany-Abstimmungen. Die ordentlichen Gesamtaufwendungen (-1.362.765 TEUR) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus den insbesondere auf den E.V.A-Konzern entfallenden Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (36,8 %), den Personalaufwendungen (24,8 %) sowie den Transferaufwendungen (26,2 %). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich eine Erhöhung der Gesamtaufwendungen um 78.748 TEUR ergeben, die vor allem auf gestiegene Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, Transferaufwendungen sowie Personal- und Versorgungsaufwendungen zurückzuführen ist. 47 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Unter Berücksichtigung des negativen Finanzergebnisses von -27.329 TEUR ergibt sich ein um 30.315 TEUR vermindertes Gesamtergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -61.336 TEUR, das dem Gesamtjahresfehlbetrag entspricht. Den Fremdgesellschaftern der gewoge AG, der regio iT GmbH und des E.V.A.-Konzerns ist ein positives Ergebnis von 1.990 TEUR zuzurechnen. Damit verbleibt ein auf die Stadt Aachen entfallender Gesamtjahresfehlbetrag von -63.326 TEUR gegenüber einem Gesamtjahresfehlbetrag der Stadt Aachen von -63.549 TEUR im Jahr 2012. Die im Folgenden genannten Entwicklungen hatten wesentlichen Einfluss auf das Gesamtjahresergebnis. Das Jahresergebnis der Kernverwaltung weist einen Jahresfehlbetrag von -36.067 TEUR aus und liegt damit lediglich um 3.104 TEUR über dem Vorjahresergebnis. Bereinigt man den Jahresfehlbetrag 2012 um das in diesem Jahr durch Einmaleffekte geprägte außerordentliche Ergebnis, zeigt sich im Jahresvergleich jedoch eine deutliche Verschlechterung des operativen Ergebnisses der Kernverwaltung. Dabei haben sich insbesondere gestiegene Personal- und Transferaufwendungen bei gleichzeitig rückläufigen Erträgen aus Zuwendungen und allgemeinen Umlagen (Schlüsselzuweisungen) ausgewirkt. Der Jahresfehlbetrag 2013 des E.V.A.-Konzerns belief sich auf -7.567 TEUR, gegenüber -13.881 TEUR in 2012. Während im Vorjahresergebnis der Einmaleffekt aus der Insolvenz der Alemannia Aachen Stadion GmbH sowie erstmalig die Kosten der Energiewende das Ergebnis beeinflusst haben, haben in 2013 vor allem hohe Energiebezugs- und Netznutzungskosten zu dem negativen Ergebnis geführt. Bei der ASEAG war ein Rückgang der Umsatzerlöse zu verzeichnen, wogegen die der regio iT abermals gesteigert werden konnten. Im Gesamtabschluss beläuft sich das auf den E.V.A.-Konzern entfallende Ergebnis vor Konsolidierungsmaßnahmen auf -11.114 TEUR. Dabei haben sich aus Bewertungsanpassungen in der Kommunalbilanz II Ergebnisverbesserungen in Höhe von 3.853 TEUR ergeben, die insbesondere aus der Vorwegnahme des BilMoG-Effektes bei den Pensionsrückstellungen resultieren. Im Gegensatz dazu haben zusätzliche Abschreibungen auf die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven, das Ergebnis mit 7.399 TEUR belastet. Die gewoge AG hat im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 3.701 TEUR erwirtschaftet, der damit 302 TEUR unter dem Vorjahresergebnis liegt. Das operative Betriebsergebnis hat sich um 509 TEUR auf 4.106 TEUR verringert. Dies konnte zum Beispiel durch Verbesserungen des Finanzergebnisses um 19 TEUR sowie einer Verminderung der Steuern vom Einkommen und Ertrag um 172 TEUR teilweise kompensiert werden. Im Bereich Hausbewirtschaftung resultiert der Ergebnisrückgang bei gestiegenen Mieterträgen vor allem aus einer Zunahme der Instandhaltungsaufwendungen sowie der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Mietforderungen. Auch in 48 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht den weiteren Leistungsbereichen Bautätigkeit, Verkaufstätigkeit und Betreuungstätigkeit war das Betriebsergebnis im Vorjahresvergleich rückläufig. 4.3.2 Vermögens- und Schuldenlage Vermögen und Kapital setzen sich zum 31.12.2013 wie folgt zusammen: 31.12.2013 31.12.2012 Veränderung A k t i vs e i t e TEUR % TEUR % Anlagevermögen 3.009.285 88,7 2.938.402 87,5 70.883 36.019 1,1 34.962 1,0 1.057 3,0 2.782.133 82,0 2.786.899 83,0 -4.766 -0,2 507.914 15,0 517.417 15,4 -9.503 -1,8 982.621 1.058.690 29,0 31,2 1.000.148 1.043.012 29,8 31,1 -17.527 15.678 -1,8 1,5 Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Unbebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte Bebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte Infrastrukturvermögen Bauten auf fremden Grund und Boden TEUR % 2,4 2.771 0,1 2.696 0,1 75 2,8 Kunstgegenstände, Kulturdenkmäler Maschinen und technische Anlagen, Fahrzeuge 82.483 40.915 2,4 1,2 82.163 39.313 2,4 1,2 320 1.602 0,4 4,1 Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 51.965 54.774 1,5 1,6 52.198 49.953 1,6 1,5 -232 4.821 -0,4 9,7 191.133 5,6 116.541 3,5 74.592 64,0 Anteile an verbundenen Unternehmen 12.895 0,4 10.986 0,3 1.908 17,4 Anteile an assoziierten Unternehmen Beteiligungen 44.716 82.148 1,3 2,4 1.038 67.659 0,0 2,0 43.678 14.489 >100 21,4 Wertpapiere des Anlagevermögens Ausleihungen 38.200 13.175 1,1 0,4 30.800 6.058 0,9 0,2 7.400 7.117 24,0 >100 312.278 9,2 350.174 10,4 -37.896 -10,8 -1,1 Finanzanlagen Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände Wertpapiere des Umlaufvermögens Liquide Mittel Aktive Rechnungsabgrenzung (ARAP) 27.268 0,8 27.571 0,8 -303 233.095 6,9 237.386 7,1 -4.291 -1,8 9.046 42.869 0,3 1,3 11.701 73.516 0,3 2,2 -2.655 -30.647 -22,7 -41,7 71.410 2,1 67.879 2,0 3.532 5,2 Gesamtbilanzsumme 3.392.974 100,0 3.356.455 100,0 36.519 1,1 P a s s i vs e i t e TEUR % TEUR % Eigenkapital Sonderposten Rückstellungen 639.385 562.495 18,8 16,6 TEUR % 710.309 559.931 21,2 16,7 -70.923 2.564 -10,0 0,5 901.049 26,6 876.357 26,1 24.693 2,8 Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung (PRAP) 1.210.599 79.445 35,7 2,3 1.136.352 73.507 33,9 2,2 74.248 5.938 6,5 8,1 Gesamtbilanzsumme 3.392.974 100,0 3.356.455 100,0 36.519 1,1 Die Gesamtbilanzsumme zum 31.12.2013 beträgt 3.392.974 TEUR. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg um 36.519 TEUR. Die Gesamtbilanzsumme fällt um 530.469 TEUR höher aus als die Bilanzsumme im Einzelabschluss der Kernverwaltung zum 31.12.2013 (2.862.505 TEUR). 49 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Die Veränderung der Aktiva gegenüber dem Vorjahr resultiert vor allem aus der Erhöhung der Finanzanlagen (+74.592 TEUR) bei einer Verminderung der Liquiden Mittel (-30.647 TEUR). Auf der Passivseite stehen der Verminderung des Eigenkapitals (-70.923 TEUR) vor allem Erhöhungen der Rückstellungen (+24.693 TEUR) sowie der Verbindlichkeiten (+74.248 TEUR) gegenüber. Die Gesamtvermögensstruktur ist mit 2.938.402 TEUR (87,5 % der Bilanzsumme) durch das Anlagevermögen geprägt. Davon entfallen 2.782.133 TEUR auf das Sachanlagevermögen (82,0 %). Hier ist das kommunale Infrastrukturvermögen mit 1.058.690 TEUR (31,2 %) hervorzuheben. Wesentliche Bestandteile des Infrastrukturvermögens sind die Entwässerungs- und Abwasserbeseitigungsanlagen (287.617 TEUR), das Straßennetz mit Wegen, Plätzen und Verkehrslenkungsanlagen (296.001 TEUR) sowie die Strom-, Gas- und Wasserversorgungsanlagen (211.795 TEUR). Ein weiterer bedeutsamer Anteil entfällt mit 982.621 TEUR (29,0 %) auf die bebauten Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte. Hier sind insbesondere die Schulen (228.193 TEUR), die Wohnbauten (255.039 TEUR) sowie sonstige Dienst-, Geschäfts- und Betriebsgebäude (357.589 TEUR) enthalten. Im Verhältnis zum Einzelabschluss der Kernverwaltung fällt das Finanzanlagevermögen mit 191.133 TEUR (5,6 %) vergleichsweise niedrig aus. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Eliminierung der Beteiligungsbuchwerte der voll zu konsolidierenden verselbstständigten Aufgabenbereiche sowie der Ausleihungen gegenüber Sondervermögen im Zuge der Kapital- bzw. Schuldenkonsolidierung. Der Rückgang des Sachanlagevermögens um insgesamt 4.766 TEUR entfällt vor allem auf die unbebauten Grundstücke (-9.503 TEUR) und die bebauten Grundstücke (-17.527 TEUR). Demgegenüber steht eine Erhöhung des Infrastrukturvermögens (+15.678 TEUR). Die Verminderung der unbebauten Grundstücke resultiert vor allem aus Umbuchungen von zum Verkauf bestimmten Grundstücken ins Umlaufvermögen. Bei den bebauten Grundstücken übersteigen die laufenden Abschreibungen die Zugänge deutlich. Die Zugänge des Infrastrukturvermögens resultieren vor allem aus zu aktivierenden Baumaßnahmen im Bereich des Kanalvermögens. Der Anstieg des Finanzanlagevermögens resultiert aus der Zunahme der Anteile an assoziierten Unternehmen sowie der Beteiligungen. Der Zugang bei den assoziierten Unternehmen betrifft den Erwerb von Geschäftsanteilen der Stadtwerke Lübeck GmbH durch die STAWAG. Die Zugänge bei den Beteiligungen betreffen ebenfalls den E.V.A.-Konzern und resultieren aus Einzahlungen in die Kapitalrücklagen der STAWAG Solar GmbH und der enewa GmbH sowie den Erwerb von drei Windparks und Erhöhungen der Kommanditkapitalien dieser Gesellschaften. Das Umlaufvermögen umfasst 312.278 TEUR (9,2 %). Es setzt sich vornehmlich aus den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (233.095 TEUR) sowie den liquiden Mitteln (42.869 TEUR) zusammen. Wesentliche Veränderungen ergaben sich bei den liquiden Mitteln, die um 30.647 TEUR zurückgegangen sind. in 2012 wurden Stiftungsgelder in Höhe von 30.000 TEUR über den Jahreswechsel auf einem Tagesgeldkonto an50 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht gelegt. In 2013 wurden 15.000 TEUR in Wertpapiere eines Kreditinstitutes angelegt sowie 15.000 TEUR der STAWAG Energie GmbH als Darlehen gewährt, das im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert worden ist. 2,1 % der Bilanzsumme betreffen die aktive Rechnungsabgrenzung. Im Gesamtbetrag von 71.410 TEUR sind 45.035 TEUR im Zusammenhang mit der Bildung der StädteRegion enthalten. Das Gesamteigenkapital zum 31.12.2013 beträgt 639.385 TEUR und entspricht somit 18,8 % der Bilanzsumme (Eigenkapitalquote I) gegenüber 21,2 % zum 31.12.2012. Das wirtschaftliche Eigenkapital unter Hinzurechnung der Sonderposten für Zuwendungen (236.178 TEUR) und Beiträge (44.275 TEUR) macht 27,1 % (Vorjahr 29,5 %) (Eigenkapitalquote II) der Bilanzsumme aus. Bei der Kernverwaltung betragen die Eigenkapitalquote I 29,4 % und die Eigenkapitalquote II 35,8 %. Gegenüber dem Vorjahr ist das Eigenkapital um 70.923 TEUR zurückgegangen, was vor allem auf den Gesamtjahresfehlbetrag von 63.326 TEUR zurückzuführen ist. Die Rückstellungen belaufen sich auf 901.049 TEUR und haben damit einen Anteil von 26,6 % an der Bilanzsumme. Den größten Einzelposten stellen die Rückstellungen für Pensionen und Beihilfen mit 737.457 TEUR dar. Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt 1.210.599 TEUR und machen 35,7% der Bilanzsumme aus. Gegenüber dem Vorjahr hat sich eine Erhöhung um 74.248 TEUR ergeben, die einerseits auf die Zunahme der städtischen Kredite zur Liquiditätssicherung (+53.200 TEUR) und andererseits vor allem auf den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+10.840 TEUR), die vor allem den E.V.A.-Konzern betreffen, sowie der sonstigen Verbindlichkeiten (+13.544 TEUR) zurückzuführen ist. 4.4 Gesamtfinanzlage Der Bestand an Zahlungsmitteln (Liquide Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens) zum Gesamtbilanzstichtag betrug 91.915 TEUR. Dem gegenüber standen Kredite zur Liquiditätssicherung von 270.700 TEUR, die ausschließlich den Einzelabschluss der Kernverwaltung betreffen. Zur Darstellung von Herkunft und Verwendung der Finanzmittel des Jahres 2012 wird auf die nach DRS 2 erstellte Kapitalflussrechnung des Gesamtkonzerns (s. Anhang) verwiesen. 4.5 Prognose-, Chancen- und Risikobericht Gemäß § 51 Absatz 1 GemHVO NRW ist im Rahmen des Gesamtlageberichts auf die Chancen und Risiken der künftigen Gesamtentwicklung des Konzerns einzugehen. 51 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Auch in den folgenden Jahren wird der städtische Haushalt vor zum Teil wiederkehrende aber vor allem auch neue Herausforderungen gestellt. Steigende Aufwendungen für soziale Leistungen, auch im Zusammenhang mit den Auswirkungen des zunehmenden Zuwanderungsprozesses, können nur in Teilen durch entsprechende Erträgnisse kompensiert werden. Tarifsteigerungen sowie Teuerungsraten verschärfen die haushalterische Gesamtsituation neben der Betrauung mit neuen Aufgaben zusätzlich. Hinzu kommen ertragsseitig kaum zu kalkulierende Schwankungen wesentlicher Positionen wie der Gewerbesteuer und der Schlüsselzuweisungen. Auch die Entwicklung der künftigen Zinsbelastungen ist nur schwerlich einzuschätzen. Erschwert werden die Haushaltslage der Stadt Aachen sowie die Lage des Konzerns desweiteren dadurch, dass der Gesetzgeber über seine Delegationsmöglichkeiten in der Vergangenheit immer wieder Aufgabenfelder entwickelt hat, bei denen er die Kommunen mit der Aufgabenwahrnehmung beauftragt, jedoch aufgrund der fehlenden Aufnahme des Konnexitätsprinzips in das Grundgesetz hierfür nicht immer einen finanziellen Ausgleich für die Kommunen geschaffen hat. Dadurch entstanden entsprechende Mehraufwendungen in den städtischen Haushalten. Es ist daher für die Zukunft nicht ausgeschlossen, dass weitere Haushaltsbelastungen durch das Fehlen des Konnexitätsprinzips generiert werden, ohne dass die Stadt hierauf unmittelbar Einfluss nehmen könnte. In Folge des Stadionankaufs durch die Aachener Stadion Beteiligungs GmbH im Jahr 2015 birgt insbesondere auch die Fortentwicklung des Tivoli-Areals zukünftig nur schwer kalkulierbare Risiken für die Stadt. Um das Stadion in seiner gebäudlichen Substanz und seinen Nutzungsmöglichkeiten zu erhalten, sind jährliche Zuschüsse i.H.v. 2 Mio. EUR, u.a. für die Unterhaltung des laufenden Betriebs, notwendige Instandhaltungsmaßnahmen, die Fortentwicklung des Stadions sowie die Erstellung eines entsprechenden Nutzungskonzeptes im städtischen Haushalt eingeplant. Gleichzeitig werden jedoch in der städtebaulichen Entwicklung des Areals um das Stadion unter Einbeziehung des Parkhauses auch Chancen gesehen, die Verluste zukünftig dauerhaft zu reduzieren. Hier gilt es neben den Erfordernissen des Sportpark Soers einerseits gleichzeitig auch den Prinzipien der Wirtschaftlichkeit in ausreichendem Maße Rechnung zu tragen. Die wesentlichen Risiken des E.V.A.-Konzern liegen in den großen Beteiligungsgesellschaften STAWAG und ASEAG. Bei der STAWAG sowie ihrer Tochtergesellschaften zeigen sich unverändert die ergebnisbelastenden Risiken aus dem konventionellen Kraftwerks- / Energieerzeugungsbereich. Hintergrund ist nach wie vor das durch die Energiewende ins Ungleichgewicht geratene Verhältnis zwischen konventionellen und regenerativen Energieerzeugungskapazitäten, wodurch sich die Preisbildung an den Beschaffungs- und Absatzmärkten geändert und die 52 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Volatilitäten erhöht haben. Bei frühzeitig vermarkteten Strommengen musste die STAWAG empfindliche Margenverluste und ein vermindertes Jahresergebnis hinnehmen. Im Gegenzug bieten die Produktentwicklungsaktivitäten im regenerativen Bereich, insbesondere bei den Onshore-Windparks, weiterhin Chancen. Auf der Kunden- und Energieabsatzseite ist die STAWAG weiterhin der Gefahr von Kundenfluktuationen und der Schwierigkeit der Neukundengewinnung ausgesetzt. Chancen bestehen andererseits darin, über die Teilnahme an Ausschreibungen von Konzessionen und Rekommunalisierungen solche Kunden- bzw. Margenverluste wieder auszugleichen. Das Risikoportfolio der ASEAG beinhaltete 2013 immer noch den offenen Arbeitsgerichtsprozess, für den eine ausreichende Rückstellung bilanziert war. Weitere, geringere Risiken bestehen darüber hinaus bei der Beauftragung von Subunternehmen, bei der Höhe von Zuschüssen und Fördermitteln, der steigenden Anzahl leistungsgeminderter Mitarbeiter im Fahrdienst, bei Umweltbelangen sowie bei der APAG hinsichtlich der eingeleiteten Maßnahmen beim Parkhaus Tivoli. Wohnraumbezogene Chancen werden vor allem im Zuge des Projektes RWTH Campus gesehen. Neben steigenden Studentenzahlen sollen durch das Projekt zusätzlich rd. 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, was die Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum steigen lässt. Unter Berücksichtigung der Zielgruppenorientierung werden diese Entwicklungen bereits im Rahmen der Bestandsentwicklungsplanung von der gewoge AG berücksichtigt. 4.6 Kennzahlen zur Gesamtlage Die für den Gesamtabschluss der Stadt Aachen relevanten NKF-Kennzahlen stellen sich wie folgt dar: 4.6.1 Kennzahlen zur haushaltswirtschaftlichen Gesamtsituation Haushaltswirtschaftliche Gesamtsituation Jahr 2013 Jahr 2012 Aufwandsdeckungsgrad Ordentliche Gesamterträge Ordentliche Gesamtaufwendungen x100 97,5 % 99,5 % Eigenkapitalquote I Eigenkapital Bilanzsumme x100 18,8 % 21,2 % x100 27,1 % 29,5 % x100 9,4 % 8,5 % Eigenkapitalquote II Eigenkapital + Sonderposten für Zuwendungen / Beiträge Bilanzsumme Fehlbetragsquote Gesamtjahresergebnis des Konzerngesellschafters Ausgleichsrücklage + Allgemeine Rücklage 53 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Der Aufwandsdeckungsgrad zeigt an, in welchem Maße die ordentlichen Gesamtaufwendungen durch die ordentlichen Gesamterträge gedeckt werden konnten. Die Eigenkapitalquoten messen den Anteil des Eigenkapitals am gesamten bilanzierten Kapital auf der Passivseite der Bilanz. Da bei den Kommunen die Sonderposten mit Eigenkapitalcharakter oft eine wesentliche Größe in der Bilanz darstellen, werden die Sonderposten für Zuwe ndungen und Beiträge zur Ermittlung des sog. wirtschaftlichen Eigenkapitals (Eigenkapitalquote II) mitberücksichtigt. Die Fehlbetragsquote gibt Auskunft über den durch einen Jahresfehlbetrag in Anspruch genommenen Eigenkapitalanteil. 4.6.2 Kennzahlen zur Vermögenslage Kennzahlen zur Vermögenslage 1) Jahr 2013 Jahr 2012 Infrastrukturquote Infrastrukturvermögen Bilanzsumme x100 31,2 % 31,3 % Abschreibungsintensität Bilanzielle Abschreibungen auf Anlagevermögen Ordentliche Gesamtaufwendungen x100 6,1 % 6,3 % Drittfinanzierungsquote Erträge aus der Auflösung von Sonderposten bilanzielle Abschreibungen auf Anlagevermögen x100 17,2 % 14,0 % Investitionsquote 1) Bruttoinvestitionen (Zugänge + Zuschreibungen des AV) Abgänge des AV + Abschreibungen auf das AV x100 170,4 % 100,4 % Der Anstieg beruht vor allem auf den Investitionen in die Beteiligung an der Stadtwerke Lübeck GmbH sowie der langfristigen Anlage von Stiftungsmitteln Die Infrastrukturquote stellt den Anteil des Infrastrukturvermögens am Gesamtvermögen dar. Die Abschreibungsintensität zeigt an, in welchem Maße der „Konzern Stadt Aachen“ durch die Abnutzung des Anlagevermögens belastet wird. Abgemildert werden die Belastungen aus Abschreibungen durch Erträge aus der Auflösung von Sonderposten. Das Verhältnis von Abschreibungen zu Erträgen aus der Auflösung von Sonderposten zeigt die Drittfinanzierungsquote. Die Investitionsquote gibt Auskunft darüber, in welchem Umfang dem Substanzverlust durch Abschreibungen und Vermögensabgängen neue Investitionen gegenüberstehen. 54 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht 4.6.3 Kennzahlen zur Gesamtfinanzlage Kennzahlen zur Finanzlage Anlagendeckungsgrad II (EK + SoPo für Zuwendungen und Beiträge + langfr. FK) Jahr 2013 Jahr 2012 x100 77,1 % 81,0 % Anlagevermögen 1) Liquide Mittel + Forderungen kurzfristige Verbindlichkeiten x100 35,3 % 48,4 % Kurzfristige Verbindlichkeitsquote kurzfristige Verbindlichkeiten Bilanzsumme x100 14,1 % 12,5 % Zinslastquote Finanzaufwendungen ordentliche Gesamtaufwendungen x100 3,2 % 3,3 % Liquidität II. Grades 1) Der Rückgang ist auf die Verminderung der Liquiden Mittel zurückzuführen. Im Vorjahr war hier ein Zugang von 30 Mio. EUR Stiftungsmittel zu verezeichnen. Der Anlagendeckungsgrad II gibt Aufschluss darüber, zu welchem Prozentanteil das Anlagevermögen langfristig finanziert worden ist. Die Liquidität II. Grades gibt, bezogen auf den Gesamtbilanzstichtag an, inwieweit die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch die vorhandenen liquiden Mittel und die kurzfristigen Forderungen gedeckt werden können. Wie stark die Gesamtbilanz durch kurzfristiges Fremdkapital belastet wird, kann mit Hilfe der kurzfristigen Verbindlichkeitsquote beurteilt werden. Mit der Zinslastquote werden die Belastungen aus Finanzaufwendungen aufgezeigt, die zusätzlich zu den ordentlichen Gesamtaufwendungen bestehen. 4.6.4 Kennzahlen zur Gesamtertragslage Kennzahlen zur Ertragslage Jahr 2013 Jahr 2012 Zuwendungsquote Erträge aus Zuwendungen ordentliche Gesamterträge x100 9,7 % 11,3 % Personalintensität Personalaufwendungen ordentliche Gesamtaufwendungen x100 24,2 % 23,7 % Sach- und Dienstleistungsintensität Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen ordentliche Gesamtaufwendungen x100 35,9 % 35,4 % Transferaufwandsquote Transferaufwendungen ordentliche Gesamtaufwendungen x100 25,5 % 25,2 % Die Zuwendungsquote gibt Aufschluss darüber, in welchem Maße die Gemeinde von Zuwendungen und somit von Leistungen Dritter abhängig ist. Personal- sowie Sach- und Dienstleistungsintensität messen den prozentualen Anteil der Personalaufwendungen bzw. das Ausmaß der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter an den ordentlichen Gesamtaufwendungen. Die Transferaufwandsquote schließlich stellt den Bezug zwischen den Transferaufwendungen und den ordentlichen Gesamtaufwendungen dar. 55 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht 4.7 Zusammenfassende Gesamtaussage Aufgrund der zeitlich verzögerten Erstellung des Gesamtabschlusses 2013 können eine Einordnung des Ergebnisses und hieraus resultierende Steuerungsmöglichkeiten erst in den folgenden Jahren nach Aufholung des zeitlichen Versatzes und den dann vorliegenden mehrjährigen Vergleichsmöglichkeiten erfolgen. Auf das ordentliche Gesamtergebnis 2013 haben sich auf der Ertragsseite insbesondere die Steuern und ähnliche Abgaben, sowie die privatrechtlichen Leistungsentgelte ausgewirkt. Dagegen ist die Aufwandsseite wesentlich durch die Personalaufwendungen, die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, die Transferaufwendungen und das negative Finanzergebnis gekennzeichnet. Der Gesamtjahresfehlbetrag fällt mit -63.326 TEUR um 223 TEUR geringer aus als der des Vorjahres (63.549 TEUR). Im Rahmen dieses Vergleiches ist allerdings zu berücksichtigen, dass im Jahr 2012 durch die Realisierung der Risiken aus der Alemannia Aachen ein negatives außerordentliches Ergebnis (-30.462 TEUR) erzielt worden ist. Unter Berücksichtigung dieser Bereinigung muss festgestellt werden, dass der Gesamtjahresfehlbetrag um rd. 30 Mio. EUR höher ausfällt als der des Vorjahres. Ursächlich für diese Entwicklung waren insbesondere gestiegene Transfer- und Personalaufwendungen, höhere Energiebezugs- und Netznutzungsentgelte sowie gestiegene Kosten für die Nutzung von vorgelagerten Netzen bei gleichzeitig nahezu stagnierenden Steuererträgnissen und rückläufigen Landeszuweisungen, die allein ein zusätzliches Defizit von rd. 19 Mio. EUR begründet haben. In der Vermögens- und Schuldenlage ist auf der Aktiv-Seite das Sachanlagevermögen mit 82,0 % der Bilanzsumme der größte Posten. Die Passivseite ist vor allem durch das Eigenkapital, die Rückstellungen, unter denen insbesondere die Verso rgungslasten ausgewiesen werden, sowie den Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen und zur Liquidität ssicherung gekennzeichnet. Eine Analyse der Kennzahlen im Rahmen eines interkommunalen Vergleichs mit den Werten entsprechender Kommunen hat gezeigt, dass die in dem Gesamtabschluss der Stadt Aachen ausgewiesenen Werte in der übl ichen Bandbreite liegen. Hinsichtlich der Kennzahl Eigenkapitalquote I ist festzustellen, dass diese für die Stadt Aachen trotz des Rückgangs auf 18,8 % im oberen Bereich der Vergleichswerte liegt. Diese Aussage steht jedoch keinesfalls für einen fehlenden Handlungsbedarf. Im Gegenteil, die (zunehmende) Vielzahl unberechenbarer Planungsrisiken erfordert umso mehr die Implementierung stringenter Entscheidungs56 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht 4.8.1 Anlage 1 – Mitgliedschaften der Ratsvertreter/innen Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Philipp Marcel Hauptverwaltungsbeamter/ Oberbürgermeister gewoge - Aufsichtsrat, ASEAG - Aufsichtsrat Zweckverband Entsorgungsregion West Verbandsversammlung, Sparkasse Aachen - Verwaltungsrat, Sparkasse Aachen - Kuratorium Stiftung Jugendförderungswerk, EVA Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - Aufsichtsrat, Euregionale 2008 - Gesellschafterversammlung, AWA Entsorgung - Aufsichtsrat, AKREKA - Beirat, AGIT - Aufsichtsrat, WAG - Aufsichtsrat, RWTH Campus - Aufsichtsrat Emil Philipp GmbH Agirman (ab 10.01., Nachfolger für Steins) Ahmethicri Selbständig Integrationsrat (ab 30.01.) 58 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Baal Harald Steuerberater STAWAG Stadtwerke Aachen AG - Aufsichtsrat Sparkasse Aachen - Verwaltungsrat, EVA Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - Aufsichtsrat, StädteRegion Aachen – ZweckverbandVerbandsversammlung Region Aachen – Zweckverband (Gründung zum 01.01.) Bausch Manfred stv. Geschäftsführer WVER Wasserverband Eifel-Rur Verbandsversammlung - Verbandsrat, WAG Wassergewinnungs- und aufbereitungsges. Nordeifel - Aufsichtsrat, Kreispolizeibeirat Beckers Friedrich Kaufmann Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, AGIT - Aufsichtsrat, REGIO – Rat - Stv., Region Aachen – Zweckverband (Gründung 01.01.) Begolli Ellen Fraktionsgeschäftsführerin Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung Region Aachen – Zweckverband – Stv. (Gründung 01.01.) Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung 59 Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Beslagic Aida Dipl.-Ingenieurin Sparkasse Aachen Zweckverbandverbandsversammlung – Stv., ZEW Zweckverband Entsorgungsregion West Verbandsversammlung - Stv., WVER Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung/Verbandsrat Blum Peter Versicherungskaufmann Bezirksvertretung Aachen-Brand, Zweckverband Entsorgungsregion West, WVER Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung/Verbandsrat, WAG Wassergewinnungs- und aufbereitungsgesellschaft Nordeifel - Aufsichtsrat, AWA Entsorgung - Aufsichtsrat, APAG – Aufsichtsrat - Stv. Boenke Wolfgang Rentner Bosseler (bis 28.02.) Felix Betriebswirt gewoge Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft für Aachen AG Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Regio iT GmbH - Aufsichtsrat, REGIO – Rat - Stv., Trägerverein Berufsbildungs- und Gewerbeförderungseinrichtung Aachen e.V. der Handwerkskammer Aachen (ab 30.01.) 60 Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Breuer Gaby Hausfrau Aachener Parkhaus GmbH - Aufsichtsrat, Aachener Verkehrs Verbund GmbH - Zweckverband Verbandsversammlung, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, EVA - Aufsichtsrat, AVV - Aufsichtsrat, Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung Bruynswyck Josef Hubert Verwaltungsbeamter Kreispolizeibeirat, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, REGIO - Rat, APAG – Aufsichtsrat - Stv., Integrationsart (bis 29.01.), Region Aachen – Zweckverband - Stv. (Gründung 01.01.) Büchel Eberhard Rechtsanwalt Bezirksvertretung Aachen-Kornelimünster/Walheim, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, ZEW Zweckverband Entsorgungsregion West – Verbandsversammlung Stv., GEGRA - Aufsichtsrat Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung 61 Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Corsten Ferdinand Techniker STAWAG - Aufsichtsrat Bezirksvertretung Aachen-Haaren, AWA Entsorgung GmbH - Aufsichtsrat, ZEW Zweckverband Entsorgungsregion West - Verbandsversammlung, MVA Weisweiler - Aufsichtsrat CrumbachTrommler Ruth Geschäftsführerin Sparkasse Aachen - ZweckverbandsversammlungStv., REGIO - Rat, Eurogress Aachen Betriebs GmbH - Stv., Region Aachen – Zweckverband (Gründung 01.01) Demmer Ralf selbst. Bereichsleiter Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung Stv., WVER Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung/Verbandsrat, WAG Wassergewinnungs- und aufbereitungsges. Nordeifel Aufsichtsrat - Stv., AWA Entsorgung Aufsichtsrat - Stv., ZEW – Verbandsversammlung - Stv. (bis 02.07., ab 03.07. Mitglied), Integrationsrat Drews Maria Immobilienkauffrau euroregionale 2008 Gesellschafterversammlung - Stv., AKM Aachener Kreuz Merzbrück - Aufsichtsrat 62 Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Eschweiler Elke Bürovorsteherin Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, AGIT – Aufsichtsrat - Stv., Kreispolizeibeirat, Region Aachen – Zweckverband - Stv. (Gründung 01.01.) Ferrari Achim Medien-Designer Bezirksvertretung Aachen-Mitte, AVV - Aufsichtsrat - Stv., Aachener Verkehrsverbund - Zweckverband-Stv., APAG – Aufsichtsrat - Stv. Form Egbert Dipl.-Ingenieur APAG - Aufsichtsrat George Daniel Politikwissenschaftler Integrationsrat Gilson Alexander Bausach- verständiger Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg, FAM Flugplatz Aachen-Merzbrück - Aufsichtsrat Region Aachen – Zweckverband (Gründung 01.01.), Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung GöddenhenrichSchirk Sabine Psychologin STAWAG - Aufsichtsrat 63 Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form EVA - Aufsichtsrat Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Griepentrog Ulla Lehrerin Haase Claus Pensionär Hasse David Wirtschaftsgeograph KUBA Kur- und Badegesellschaft mbH Aachen Aufsichtsrat, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung Helg Wilhelm Jurist Bezirksvertretung Aachen-Mitte, Sparkasse Aachen – Zweckverbandsversammlung, Region Aachen – Zweckverband – Stv. (Gründung zum 01.01.), Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung Herff (bis 31.05.) Caroline Fraktionsgeschäftsführerin Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung Region Aachen – Zweckverband (Gründung 01.01.) gewoge Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft für Aachen, Aufsichtsrat 64 aachen tourist service – Mitgliederversammlung Vorsitzender, ZEW Zweckverband Entsorgungsregion West - Verbandsversammlung, AWA Entsorgung GmbH - Aufsichtsrat, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, Sparkasse Aachen - Verwaltungsrat, MVA Weisweiler GmbH & Co KG – Aufsichtsrat, Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Höfken Heiner Rechtsanwalt ASEAG "Aachener Straßenbahn- und Energieversorgungs AG", STAWAG Stadtwerke Aachen AG Aufsichtsrat - EVA Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH - Aufsichtsrat, Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen e.V., Regionalrat des Regierungsbezirkes Köln Aachener Bank Aufsichtsrat- Höller-Radtke Rosa Angestellte des Deutschen Bundestages Hörmann Martina Dipl.-Ing. Architektur/ Stadtplanung Jacoby Klaus-Dieter Dipl.-Ingenieur Beirat Arge in der Stadt Aachen - Vorsitzende, Aachener Friedenspreis, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung gewoge - Aufsichtsrat GEGRA – Aufsichtsrat-Stv. Sparkasse Aachen – Zweckverbandsversammlung, WAG Wassergewinnungs- und aufbereitungsges. Nordeifel - Aufsichtsrat, Zweckverband Aachener Verkehrsverbund - Stv., Integrationsrat 65 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Jahn Roland Geschäftsführer Aachener Straßenbahnund Energieversorgungs AG AVV Aachener Verkehrsverbund, Zweckverband - Verbandsversammlung, Aachener Parkhaus GmbH - stv. Aufsichtsrat-, EVA - Aufsichtsrat, Zweckverband Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland, Hauptausschuss-Stv. u. Aufsichtsrat u. Verbandsversammlung-Stv. Jansen Björn angestellter Dipl.-Kaufmann Janßen Michael Rechtsanwalt Keller Eleonore Beamtin Aachener Parkhaus GmbH – Aufsichtsrat, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, Sparkasse Aachen - Verwaltungsrat, KUBA - Aufsichtsrat, regio iT - Aufsichtsrat - Stv. ASEAG - Aufsichtsrat REGIO - Rat-Stv., Zweckverband Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland Zweckverbandsversammlung u. Aufsichtsrat-Stv. u. Hauptausschuss-Stv. und Vergabeausschuss-Stv., AVV - Zweckverbandsversammlung GEGRA – Aufsichtsrat - Stv. 66 Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Keller Maria Lehrerin WVER Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung/Verbandsrat, REGIO - Rat, Integrationsrat Region Aachen – Zweckverband – Stv. (Gründung zum 01.01.) Kitt Rolf Geschäftsleiter AGIT "Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH" - Aufsichtsrat, APAG - AR, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung Region Aachen – Zweckverband – Stv. (Gründung zum 01.01.) Krenkel Christian Dipl.-Ingenieur Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung Stv., WVER Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung/Verbandsrat, Kreispolizeibeirat - Stv. Krott Bernd Dipl.-Sozialarbeiter Sparkasse Aachen – Zweckverbandsversammlung, Region Aachen – Zweckverband – Stv. (Gründung zum 01.01.) Kuckelkorn Manfred Fachlehrer gewoge - Aufsichtsrat Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Bezirksvertretung Aachen-Richterich, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, GEGRA - Aufsichtsrat 67 Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Kühn Ernst-Rudolf Künzer Lassay Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Geschäftsführender Gesellschafter KUBA Kur- und Badegesellschaft mbH Aachen Aufsichtsrat, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, WVER Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung/Verbandsrat HAAKE-BECK Bremen, Kall-Holz Beteil.Gesellschaft, TONOLO Bestattungen Aachen, Tower GmbH, 16227 Eberswalde, WVZ GmbH und Co. KG Wirtschafts-VerkehrsZentrum, jeweils Berater Martin Sozialarbeiter Kreispolizeibeirat, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, Sparkasse Aachen - Kuratorium Jugendförderungswerk, StädteRegion Aachen - Zweckverband - Verbandsversammlung, Berufsbildungs- u Gewerbeförderungseinrichtung e.V. der Handwerkskammer Aachen -Trägerverein, JVA - Beirat Dr. Lisa Ärztin Sparkasse Aachen – Zweckverbandsversammlung Stv. 68 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Linden Boris Referent Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung Stv. REGIO - Rat, Integrationsrat, Region Aachen – Zweckverband (Gründung zum 01.01.) Linsen-von Thenen Renate Sachbearbeiterin Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung Luczak Jochen Geschäftsführer AGIT-Aufsichtsrat - Stv., Zweckverband Entsorgungsregion West - Verbandsversammlung, MVA Weisweiler - Aufsichtsrat - Stv., AWA Entsorgung - Aufsichtsrat, Kreispolizeibeirat - Stv.,Wasserverband Eifel-Rur – Verbandsversammlung, Wassergewinnungs- und aufbereitungsges. Nordeifel mbH – Stv. (ab 03.07.) 69 Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Lürken Iris Rechtsanwältin März (ab 25.02. Nachfolger für Schulz) Hans Heiner Moselage Sigrid Fraktionsgeschäftsführerin Müller Andreas Geschäftsführer Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Bezirksvertretung Aachen-Brand, ZEW Zweckverband Entsorgungsregion West - Verbandsversammlung, Veranstaltergemeinschaft für Lokalfunk in der kreisfreien Stadt Aachen e.V., AWA Entsorgung Aufsichtsrat - Stv., Sparkasse Aachen – Zweckverbandsversammlung (ab 03.07.) AVV Zweckverband – Verbandsversammlung (ab 13.03.), Zweckverband Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland NVR – Zweckverbandsversammlung u. Hauptausschuss u. Vergabeausschuss (ab 13.03.) REGIO - Rat, Sparkasse Aachen - ZweckverbandsversammlungStv., Region Aachen – Zweckverband (Gründung zum 01.01.) 70 Gesellschafterversammlung Julius Müller GmbH, Lenkungsgruppe Aachen Ost Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Niemann- Cremer Gaby Dipl.- Sozialpädagogin Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, Sparkasse Aachen - Kuratorium Jugendförderungswerk - Stv., REGIO – Rat - Stv. Opitz Gretel Lehrerin Bezirksvertretung Aachen - Kornelimünster/Walheim Otten Dr. Ralf Gerhard Rechtsanwalt Sparkasse Aachen Verwaltungsrat - Stv., regio iT - Aufsichtsrat, KUBA - Aufsichtsrat, REGIO – Rat - Stv., Region Aachen – Zweckverband – Stv. (Gründung zum 01.01.) Paul Jonas Student Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung Stv., Sparkasse Aachen - Kuratorium Jugendförderungswerk, KUBA - Aufsichtsrat, Kreispolizeibeirat, Region Aachen – Zweckverband – Stv. (Gründung zum 01.01.), Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung 71 Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Pilgram Hermann Josef Journalist - PRBerater gewoge - Aufsichtsrat Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen e.V., regio-iT GmbH - Aufsichtsrat, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung Plum Norbert Richter Region Aachen – Zweckverband (Gründung zum 01.01.) Rau Michael Architekt Euregionale 2008 Agentur GmbH, FAM Flugplatz Aachen-Merzbrück GmbH, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, Sparkasse Aachen – Verwaltungsrat – Stv. Reuß Sibylle Realschulrektorin AWA Entsorgung GmbH - Aufsichtsrat, ZEW Zweckverband Entsorgungsregion West - Verbandsversammlung, REGIO – Rat - Stv., Region Aachen - Zweckverband (Gründung 01.01.), Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung Römer Jürgen Kaufmann Bezirksvertretung Aachen-Eilendorf, WAG Wassergewinnungs- und aufbereitungsges. Nordeifel – Aufsichtsrat - Stv., Kreispolizeibeirat 72 Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Vertreterversammlung Aachener Bank Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Rothe Hubert Pensionär Sauer (ab 20.06., Nachfolger für Frau Herff) Arndt Schäfer Rolf Dipl.-Psychologe Schaffrath Hans-Dieter Kaufmann Scheidt Hilde MTA Beirat Arge in der Stadt Aachen, Regionalstelle Frau und Beruf, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, Integrationsrat, REGIO - Rat, JVA – Beirat Region Aachen - Zweckverband (Gründung 01.01.), Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung Schlick Maike Architektin Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, AGIT – Aufsichtsrat - Stv., EVA – AR Bezirksvertretung Aachen-Richterich, Zweckverband Aachener Verkehrsverbund, APAG - Aufsichtsrat - Stv., REGIO - Rat 73 Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Schmeer Dr. Margrethe Dozentin STAWAG - Aufsichtsrat Regiorat, aachen tourist service – Mitgliederversammlung, stv. Vors. Sparkasse Aachen - Verwaltungsrat Region Aachen - Zweckverband (Gründung 01.01.) Schmitt-Promny Karin Prokuristin Bezirksvertretung Aachen-Laurensberg, Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband NRW, AGIT "Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH" - Aufsichtsrat, Sparkassen – Beirat, Region Aachen - Zweckverband – Stv. (Gründung 01.01.) Schmitz Jürgen Entwicklungsingenieur Verfahrenstechnik ZEW Zweckverband Entsorgungsregion West – Verbandsversammlung - Stv., Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, WAG Wassergewinnungs- und aufbereitungsges. Nordeifel – Aufsichtsrat - Stv. Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung Schnitzler Horst Mediengestalter Medientechniker Fachdozent 74 Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen AKMedia GmbH Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Schultheis Karl Gruppenleiter Forschungsförderung MWF NRW STAWAG Stadtwerke Aachen AG - Aufsichtsrat AGIT "Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH" - Aufsichtsrat, AVANTIS Services N.V. - AufsichtsratREGIO - Rat, AVV – Aufsichtsrat - Stv., AVV Zweckverband – Verbandsversammlung - Stv., Zweckverband Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland NVR Verbandsversammlung u. Hauptausschuss u. Vergabeausschuss (jeweils Stv.), JVA - Beirat, EVA - Aufsichtsrat Schulz (bis 14.02.) Margret Hausfrau KUBA Kur- und Badegesellschaft mbH Aachen Aufsichtsrat, Landschaftsversammlung Rheinland, Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung Servos Michael Dipl.- Mathematiker Zweckverband Nahverkehr SPNV & Infrastruktur Rheinland Vergabeausschuss u. Hauptausschuss u. Aufsichtsrat u. Verbandsversammlung, AVV - Aufsichtsrat, Zweckverband Aachener Verkehrsverbund (bis 12.03.), APAG - Aufsichtsrat, regio iT - Aufsichtsrat 75 Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Starmanns Karl-Heinz Zimmerermeister Bezirksvertretung Aachen-Haaren, Sparkasse Aachen – Zweckverbandsversammlung Stv., WAG Wassergewinnungs- und aufbereitungsges., Nordeifel - Aufsichtsrat Steins (bis 09.01.) Christian Herbert Studienrat Trägerverein Berufsbildungs- und Gewerbeförderungseinrichtung Aachen e.V. der Handwerkskammer Aachen, Sparkasse Aachen – Zweckverbandsversammlung Stv., REGIO - Rat Tillmanns Peter Rechtsanwalt Bezirksvertretung Aachen-Brand, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, Sparkasse Aachen Kuratorium Stiftung Jugendförderungswerk - Stv. Wilms Ruth Hausfrau Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, Sparkasse Aachen Kuratorium Jugendförderungswerk, KUBA - Aufsichtsrat, APAG – Aufsichtsrat - Stv., Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung 76 Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Gesamtlagebericht Name Vorname ausgeübter Beruf Wolf Dr. Heike Abteilungsleiterin Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form AWA Entsorgung GmbH - Energiebeirat, ZEW Zweckverband Entsorgungsregion West – Verbandsversammlung - Stv., MVA Weisweiler Aufsichtsrat - Stv., Region Aachen - Zweckverband – Stv. (Gründung 01.01.) Wasserverband Eifel-Rur - Verbandsversammlung 77 Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2012 – Gesamtlagebericht – Anlage 2 – Mitgliedschaften des Verwaltungsvorstandes 4.8.2 Anlage 2 – Mitgliedschaften des Verwaltungsvorstandes Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Philipp Marcel Hauptverwaltungsbeamter/ Oberbürgermeister gewoge - Aufsichtsrat ASEAG - Aufsichtsrat Zweckverband Entsorgungsregion West-Verbandsversammlung, Sparkasse Aachen - Verwaltungsrat, Sparkasse Aachen - Kuratorium Stiftung Jugendförderungswerk, EVA Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH – Aufsichtsrat, Euregionale 2008 Gesellschafterversammlung, AWA Entsorgung – Aufsichtsrat, AKREKA - Beirat, AGIT- Aufsichtsrat, WAG - Aufsichtsrat, RWTH Campus - Aufsichtsrat Emil Philipp GmbH, Vogelsang ip gemeinnützige GmbH, Gesellschafterversammlung Sicking Prof. Dr. Manfred Beigeordneter aachen tourist service e.V., ARGE in der Stadt Aachen - Trägerversammlung, AGIT “Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH” - stv. Aufsichtsrat, AWA “Entsorgung GmbH” - stv. Aufsichtsrat 78 Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2012 – Gesamtlagebericht – Anlage 2 – Mitgliedschaften des Verwaltungsvorstandes Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Grehling Annekathrin Stadtkämmerin/ ab 01.08. Stadtdirektorin STAWAG “Stadtwerke Aachen AG” - Aufsichtsrat AKM “Aachener Kreuz Merzbrück GmbH & Co. KG” - Aufsichtsrat, ARGE in der Stadt Aachen- stv. Trägerversammlung, FAM-Flugplatz Aachen-Merzbrück GmbH - Aufsichtsrat, GEGRA “Gewerbegrundstücksgesellschaft” - Aufsichtsrat, KUBA “Kur- und Badegesellschaft mbH Aachen” Aufsichtsrat, regio iT GmbH - Aufsichtsrat, Sparkasse Aachen - Zweckverbandsversammlung, WAG “Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH” - stv. Aufsichtsrat, WVER “Wasserverband Eifel-Rur” 79 Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2012 – Gesamtlagebericht – Anlage 2 – Mitgliedschaften des Verwaltungsvorstandes Name Vorname ausgeübter Beruf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Nacken Gisela Beigeordnete AKM “Aachener Kreuz Merzbrück GmbH & Co. KG” stv. Aufsichtsrat, Aachener Parkhaus GmbH - stv. Aufsichtsrat, AVV “Aachener Verkehrsverbund-GmbH” Aufsichtsrat, AVV “Aachener Verkehrsverbund” Zweckverband Verbandsversammlung, AWA “Entsorgung GmbH” -Aufsichtsrat-beratend, EuRegionale 2008 GV stv., FAM-Flugplatz Aachen-Merzbrück GmbH - stv. Aufsichtsrat, GEGRA “Gewerbegrundstücksgesellschaft” - stv. Aufsichtsrat, MVA Weisweiler GmbH & Co. KG - Aufsichtsratberatend, Regionalrat-beratend, WAG “Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH” - Aufsichtsrat-beratend Rombey (bis 31.07.) Wolfgang Stadtdirektor Berufsbildungs- u. Gewerbeförderungseinrichtung e.V. der Handwerkskammer Aachen - Trägerverein, Sparkasse Aachen - stv. Zweckverbandsversammlung, Viktoriaschule Kuratorium 80 Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2012 – Gesamtlagebericht – Anlage 2 – Mitgliedschaften des Verwaltungsvorstandes Name Vorname ausgeübter Beruf Barth Dr. Lothar Beigeordneter Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 3 Aktiengesetz Mitgliedschaften in Organen von verselbständigten Aufgabenbereichen der Gemeinde in öffentlich-rechtlicher oder privater Form regio iT GmbH – Aufsichtsrat, Studieninstitut für kommunale Verwaltung Aachen – Zweckverband, ZEW Zweckverband Entsorgungsregion West - stv. Verbandsversammlung, MVA Weisweiler – Aufsichtsrat-beratend, AWA Entsorgung GmbH – Aufsichtsrat 81 Mitgliedschaften in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gesamtabschluss der Stadt Aachen zum 31.12.2013 – Beteiligungsbericht 5 Beteiligungsbericht Dem Gesamtabschluss 2013 wurde der Beteiligungsbericht des Jahres 2014 beigefügt, da hieraus die Unternehmenskennzahlen zum Stichtag 31.12.2013 zu entnehmen sind. Zudem wird dem Beteiligungsbericht 2014 eine Übersicht aus dem Beteiligungsbericht des Jahres 2013 vorangestellt, welche die Beteiligungsstruktur des Konzerns Stadt Aachen sowie die Beteiligungsquoten zum Stichtag 31.12.2013 darstellt. 82 51 0,98 60,27 49 Projektentwicklungsgesellschaft mbH Campusbahn i.L. cogniport GmbH cogniport 100 informationstechnik mbH regio iT regio iT gesellschaft für Beteiligungen der STAWAG: siehe Übersicht 2 0,61 1,19 100 100 100 5,1 Aachener Verkehrsverbund GmbH AVV 100 Zweckverband Aachener Verkehrsverbund AVV sellschaft für die StädteRegion Aachen GmbH GWG Gemeinnützige Wohnungsbauge- Verkehrsunternehmen (BEKA) GmbH BEKA Einkaufs- und Wirtschaftsges. f. ASEAG Reisen GmbH ASEAG Reisen Unterstützungseinrichtung „Akreka“ GmbH Akreka Eschweiler Bus- und Servicegesellschaft mbH ESBUS Aachener Parkhaus GmbH APAG Aachener Straßenbahn- und Energieversorgungs AG Stadtwerke Aachen AG 94,9 ASEAG 100 mbH STAWAG 100 Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft E.V.A. 99,99 Energieversorgung & Verkehr Beteiligungen der Stadt Aachen 25 5 100 100 100 0,2 schreitendes Gewerbegebiet AC-Heerlen N.V. gewoge AG RWTH Aachen Campus GmbH RWTH Aachen Campus Stadion GmbH Alemannia Aachen 8,4 3 3 5 5,45 6 7 13 5 25 HIMO Betreiberges. Monschau mbH ESC Geilenkirchen GmbH i.L. CMC Übach-Palenberg GmbH Technologiepark Herzogenrath GmbH DLZ Stolberg GmbH TAE GmbH Technologiezentrum Jülich GmbH EBC Herzogenrath GmbH Mess- und Prüfzentrum Fahrzeugtechnik Alsdorf GmbH AGIT Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH Flughafen Aachen-Merzbrück GmbH Gewerbegrundstücksgesellschaft mbH EUROGRESS Aachen Betriebs- GmbH FAM GEGRA EUROGRESS Beteiligungs GmbH Avantis Services N.V. Kur- und Badegesellschaft mbH Aachener Stadion Avantis Services KuBa 33,33 G.O.B. AVANTIS Grenzüber- 60,73 gewoge 5,87 Tourismus, Wohnen, Wirtschaftsförderung 29,86 25,01 55 33,33 25 33,33 Stand: 31.12.2013 AWA Service GmbH AWA Service MVA Weisweiler GmbH & Co. KG MVA Weisweiler MVA Weisweiler Verwaltungs- GmbH MVA Weisweiler AWA Entsorgung GmbH AWA Entsorgung 93,75 Zweckverband Entsorgungsregion West ZEW Entsorgung 1 100 50 50 3,125 15 2,69 24,90 100 100 100 12,13 Windkraftwerke GmbH & Co. KG Trianel Onshore Trianel Windkraftw. Borkum GmbH & Co. KG TWB Green Energy Systems GmbH GESY GmbH & Co. KG TEN Trianel Erdgasförderung Nordsee Trianel Finanzdienste GmbH Trianel Finanzdienste Trianel Energie B.V. Trianel Energie Trianel GmbH Trianel Stadtwerke Aachen AG STAWAG 4,78 6,12 6,34 100 7,6 Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG TGH Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co.KG TKL Trianel Service GmbH TSG Trianel Gasspeicher Epe GmbH & Co. KG TGE 16,9 8,45 13,7 100 46 100 100 Weitere Beteiligungen der STAWAG Energie: siehe Übersicht 3 STAWAG Energie GmbH STAWAG Energie Abwasseranalytik GmbH IWA Institut für Wasser- und STAWAG Abwasser GmbH STAWAG Abwasser STAWAG Netz GmbH STAWAG Netz Beteiligungen der Stadt Aachen: STAWAG-Konzern 100 100 100 100 16 49 100 100 50 STAWAG Infrastruktur Simmerath Verwaltungs GmbH STAWAG Infrastruktur Si. STAWAG Infrastruktur Simmerath GmbH & Co. KG STAWAG Infrastruktur Si. STAWAG Infrastruktur Monschau Verwaltungs GmbH STAWAG Infrastruktur Mo. STAWAG Infrastruktur Monschau GmbH & Co. KG STAWAG Infrastruktur Mo. NetAachen GmbH NetAachen Stadtwerke Rösrath Energie GmbH Stadtwerke Rösrath STAWAG Energiedienstleistung GmbH STAWAG En.dienstl. Fourmanagement GmbH Fourmanagement 50,2 FACTUR Billing Solutions GmbH FACTUR -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH WAG Wassergewinnungs- und 25,1 49 49 8,8 35 2 5 7,14 25 46 Stand: 31.12.2013 Stadtwerke Lübeck GmbH Stadtwerke Lübeck enewa GmbH enewa GmbH Energie- und Wasserversorgung Waldbröl GmbH EWW Utilicount GmbH & Co. KG utilicount Smartlab Innovationsgesellschaft mbH smartlab Technische Werke Naumburg GmbH TWN Hochtemperatur Kernkraftwerk GmbH HKG Service GmbH & Co. KG ASEW ASEW Energie und Umwelt Power Tower I Bruchteilseigentümergem. Power Tower I Institut f. Wasser- u. Abwasseranalytik GmbH IWA 2 100 100 100 100 100 100 100 100 40 Windpark GödenrothGmbH & Co. KG Windpark Gödenroth Windpark Braunshorn GmbH & Co. KG Windpark Braunshorn Windpark Oberwesel GmbH & Co. KG Windpark Oberwesel Windpark Lingerhahn GmbH & Co. KG Windpark Lingerhahn Solarpark Fürstenwalde GmbH & Co. KG Solarpark Fürstenwalde Solarpark Albesseb GmbH & Co. KG Solarpark Albessen Solarpark Metzdorf GmbH & Co. KG Solarpark Metzdorf STAWAG Solar Komplementär GmbH STAWAG Solar STAWAG Solar GmbH STAWAG Solar STAWAG Energie GmbH STAWAG Energie 49 49,9 59 100 100 100 100 ELWEA GmbH ELWEA GmbH Windpark Beltheim II GmbH & Co. KG Windpark Beltheim II Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG Windpark Riegenroth Windoark Laudert GmbH & Co. KG Windpark Laudert Solarpark Ilbesheim GmbH & Co. KG Solarpark Ilbesheim Solarpark Gödenroth GmbH & Co. KG Solarpark Gödenroth STAWAG Energie Komplementär GmbH STAWAG Energie 46 49 49 Solarpark Ronneburg GmbH & Co. KG Solarpark Ronneburg Windpark Oberwesel III GmbH & Co. KG Windpark Oberwesel III Windpark Oberwesel II GmbH & Co. KG Windpark Oberwesel II 90 100 100 50 50 3 Stand: 31.12.2013 Solaranl. Giebelstadt II Verwaltungs GmbH Solaranlage Giebelstadt II 100 Solaranlage Giebelstadt II GmbH & Co. KG Solaranlage Giebelstadt II Infrastruktur Turnow West GmbH & Co. KG Infrastruktur Turnow West Solar Power Turnow West II GmbH & Co KG Solar P.Turnow West II Solar Power Turnow West I GmbH & Co KG Solar P.Turnow West I Beteiligungen der Stadt Aachen im STAWAG-Konzern: STAWAG Energie GmbH Beteiligungen Aachen 2014 Beteiligungsbericht der Stadt Aachen www.aachen.de www.aachen.de/beteiligungen Inhaltsverzeichnis Vorwort ............................................................................................................................... 5 01 Allgemeiner Teil Aufbau des Beteiligungsberichts ................................................................................................ 9 Erläuterungen zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ....................................................... 11 Beteiligungsstruktur: Übersichten ............................................................................................ 13 02 Entsorgung Zweckverband Entsorgungsregion West ................................................................................... 27 AWA Entsorgung GmbH .......................................................................................................... 35 MVA Weisweiler GmbH & Co. Kommanditgesellschaft ............................................................... 47 AWA Service GmbH ................................................................................................................. 55 03 Energie Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Aachen ...................................................... 65 Stadtwerke Aachen AG ........................................................................................................... 81 Trianel GmbH ......................................................................................................................... 97 regio iT aachen gesellschaft für informationstechnologie mbh ................................................. 103 Wassergewinnungs- und –aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH......................................... 115 FACTUR Billing Solutions GmbH ............................................................................................. 123 STAWAG Abwasser GmbH ..................................................................................................... 133 STAWAG Energie GmbH ........................................................................................................ 137 STAWAG Netz GmbH (Infrawest)............................................................................................ 147 04 Verkehr Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs- AG ............................................................... 163 Aachener Parkhaus GmbH ..................................................................................................... 179 Eschweiler Bus- und Servicegesellschaft mbH ......................................................................... 189 Flugplatz Aachen-Merzbrück GmbH ....................................................................................... 195 Zweckverband Aachener Verkehrsverbund ............................................................................. 199 Aachener Verkehrsverbund GmbH .......................................................................................... 205 05 Tourismus, Wirtschaft, Wohnen Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH......................................... 213 Grenzüberschreitendes Gewerbegebiet Aachen - Heerlen N.V. (G.O.B.-AVANTIS) ...................... 227 AVANTIS Services N.V. .......................................................................................................... 231 Kur- und Badegesellschaft mbH ............................................................................................. 233 gewoge AG .......................................................................................................................... 243 Gewerbegrundstücksgesellschaft mbH ................................................................................... 255 EUROGRESS AACHEN Betriebs-GmbH ..................................................................................... 261 Aachener Stadion Beteiligungs GmbH .................................................................................... 269 06 Eigenbetriebe Aachener Stadtbetrieb .......................................................................................................... 279 Gebäudemanagement ........................................................................................................... 283 Stadttheater und Musikdirektion............................................................................................ 293 Eurogress Aachen ................................................................................................................. 297 Volkshochschule ................................................................................................................... 301 Kulturbetrieb ........................................................................................................................ 305 2 Vorwort Die Stadt Aachen hat wie die meisten Städte und Gemeinden einen großen Teil ihrer vielfältigen Aufgaben selbständigen Unternehmen übertragen, an denen sie als Gesellschafterin in unterschiedlicher Höhe unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. Im Sinne einer optimalen Aufgabenerfüllung steht dabei aber nicht die Rechtsform selbst, sondern vielmehr die Frage nach dem effektivsten Instrumentarium zur Zielerreichung im Vordergrund. Dabei sind Gesichtspunkte der Wirtschaftlichkeit ebenso zu berücksichtigen wie politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. So sollen auch die Beteiligungen, Zweckverbände und Eigenbetriebe vor dem Hintergrund der schwierigen Haushaltssituation in der Stadt Aachen ihren Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten. Mit dem vorliegenden Bericht wird sowohl dem Rat der Stadt und seinen Ausschüssen als auch den Bürgerinnen und Bürgern ein schneller und umfassender Überblick über alle Beteiligungen, Zweckverbände und Eigenbetriebe gemäß § 117 GO NRW ermöglicht. Er soll dabei den Blick auch auf die Entwicklungen in jenen Unternehmen lenken, die im Rahmen eines zu erstellenden Gesamtabschlusses zwar nachrangig behandelt werden, die aber in gesellschaftspolitischer und finanzieller Hinsicht dennoch von Bedeutung für die Stadt Aachen und die Region sind. Zwar ist dieser Bericht naturgemäß retrospektiv und daher nur eingeschränkt für aktuelle Fragestellungen und Planungszwecke geeignet, dennoch erlaubt er einen hilfreichen Einblick in die städtische Beteiligungsstruktur und ihre Entwicklung. Den Ratsmitgliedern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern steht der Bericht kostenlos – auch unter aachen.de – zur Verfügung. Marcel Philipp Oberbürgermeister der Stadt Aachen 5 01 Beteiligungen im Überblick Aufbau des Beteiligungsberichts Der vorliegende Bericht enthält wesentliche Angaben über alle per 31.12.2013 bestehenden wichtigen Beteiligungen der Stadt Aachen. Er wurde zum Ende des Jahres auf der Grundlage geprüfter Jahresabschlüsse erstellt. Dabei liefert er gesellschaftsrechtliche und wirtschaftliche Daten der einzelnen Unternehmen und ermöglicht einen schnellen Überblick über die wirtschaftlichen Verhältnisse. Unternehmen, die aufgrund der niedrigen Beteiligungsquote nicht detailliert betrachtet werden, können der graphischen Darstellung entnommen werden. Die Angaben zu den einzelnen Gesellschaften sind wie folgt aufgebaut: In einer kurzen tabellarischen Übersicht sind allgemeine Angaben zum Unternehmen enthalten. Weiterhin finden sich die Organe des Unternehmens und deren Zusammensetzung im Bericht wieder. Außerdem werden für die Gesellschaften die wirtschaftlichen Verhältnisse aufgeführt, die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zum Ausdruck kommen. Es folgt die Verbindung zum städtischen Haushalt. Hier wird gezeigt, ob es sich um eine Gesellschaft handelt, die über ihre Dividende Zahlungen an den Haushalt leistet oder ob Zuschüsse oder Verlustausgleichszahlungen von der Stadt zu leisten sind. Abschließend folgen die Lageberichte der Unternehmen. Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Erreichung der öffentlichen Zwecksetzung. Der Bericht ist in die Kapitel Entsorgung, Versorgung, Verkehr, Tourismus/ Wirtschaft/ Wohnen und Eigenbetriebe unterteilt. 9 Erläuterungen zu Bilanz und Gewinnund Verlustrechnung Gemäß § 264 Abs. 2 Handelsgesetzbuch (HGB) hat der Jahresabschluss der Kapitalgesellschaft unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln. Nachstehend werden einige damit zusammenhängende Begriffe erläutert. Im Zahlenteil der Beteiligungsunternehmen kann es aufgrund der Darstellung in vollen Tausend EUR zu Rundungsfehlern bei der Addition der Einzelbeträge kommen. Die Gesamtsummen geben dann aber wieder die richtigen gerundeten Summen an. Bilanz Auf der Aktivseite wird die Verwendung der Eigen- und Fremdmittel gezeigt, während die Passivseite die Mittelherkunft darstellt. Die Verwendung des Vermögens wird in Anlage- und Umlaufvermögen gegliedert, wobei das Anlagevermögen diejenigen Vermögensgegenstände widerspiegelt, die dem Unternehmen langfristig dienen sollen. Das Umlaufvermögen unterliegt einem häufigeren Zu- und Abfluss, da es i.d.R. nur kurzfristig zur Verfügung steht. Rechnungsabgrenzungsposten sind zeitliche Abgrenzungen von Ausgaben (Aktivseite) bzw. Einnahmen (Passivseite) vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für die Zeit nach diesem Tag darstellen. Das auf der Passivseite ausgewiesene Eigenkapital gliedert sich zum einen in die Stammeinlagen sowie ggf. gebildete Rücklagen und zum anderen in sowohl im aktuellen Geschäftsjahr wie auch in Vorjahren erwirtschaftete Gewinne oder Verluste (-Vorträge) der Gesellschaften. Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Ungewiss bedeutet hierbei Unsicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunktes ihres Eintritts. Außerdem sind Rückstellungen zu bilden für im Geschäftsjahr unterlassene Instandhaltungsaufwendungen, die innerhalb der ersten drei Monate des Folgejahres nachgeholt werden. Darüber hinaus sind noch Rückstellungen für Gewährleistungen ohne rechtliche Verpflichtung zulässig (sog. Gewährleistungs-Rückstellungen) und Aufwandsrückstellungen, soweit sie am Abschlussstichtag wahrscheinlich oder sicher sind. In der tabellarischen Darstellung wird weiterhin der prozentuale Anteil der genannten Posten an der Bilanzsumme dargestellt. Ferner enthält die Passivseite die verschiedenen Verbindlichkeitspositionen (Schulden), aus deren Mitteln die Vermögensgegenstände der Aktivseite angeschafft wurden. 11 Gewinn- und Verlustrechung Umsatzerlöse sind Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung der für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit der Gesellschaft typischen Erzeugnisse, Waren und Dienstleistungen. Das Betriebsergebnis gibt an, in welchem Maße das Unternehmen auf seinem Leistungs- bzw. Produktionsgebiet erfolgreich ist. Das Ergebnis ist maßgeblich für die Wirtschaftlichkeit der Zweckerfüllung. Ausnahmen gelten für Holdinggesellschaften und Finanzinstitute. Das Finanzergebnis spiegelt das Zins- und Beteiligungsergebnis und das Ergebnis des sonstigen Finanzanlagevermögens des Unternehmens wider. Das gewöhnliche Geschäftsergebnis ist der Saldo aus dem Betriebsund Finanzergebnis. Das außerordentliche Ergebnis zeigt den Saldo von außerordentlichen Erträgen und außerordentlichen Aufwendungen. Diese haben mit der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nichts zu tun und fallen selten an, sind von ungewöhnlicher Art, aber von einiger Bedeutung. Ein Beispiel für außerordentliche Erträge ist der Verkauf einer Beteiligung, bei der sehr hohe Buchgewinne anfallen. Ein außerordentlicher Aufwand kann z.B. das Abbrennen eines Gebäudes sein, das in Millionenhöhe abgeschrieben werden muss. Der Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag entspricht dem Saldo des gewöhnlichen Geschäftsergebnisses und dem außerordentlichen Ergebnis nach Berücksichtigung von Steuern. 12 Beteiligungen 2013 der Stadt Aachen Tourismus, Wohnen, Wirtschaftsförderung Energieversorgung & Verkehr Entsorgung 99,99 E.V.A. Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH 100 94,9 STAWAG 5,1 5,92 ASEAG Stadtwerke Aachen AG Aachener Straßenbahn- und Energieversorgungs AG 0,2 60,73 33,33 gewoge G.O.B. AVANTIS Grenzüber- gewoge AG schreitendes Gewerbegebiet AC-Heerlen N.V. 25 ZEW Zweckverband Entsorgungsregion West 33,33 Beteiligungen der STAWAG: siehe Übersicht 2 60,27 0,98 regio iT regio iT gesellschaft für 100 100 APAG 100 Aachener Parkhaus GmbH ESBUS 100 Eschweiler Bus- und Servicegesellschaft mbH KuBa Avantis Services Kur- und Badegesellschaft mbH Avantis Services N.V. EUROGRESS GEGRA EUROGRESS Aachen Betriebs- GmbH Gewerbegrundstücksgesellschaft mbH Aachener Stadion FAM 33,33 55 AWA Entsorgung 3,125 AWA Entsorgung GmbH MVA Weisweiler MVA Weisweiler Verwaltungs- GmbH 50 informationstechnik mbH 100 cogniport 100 Akreka 100 Unterstützungseinrichtung „Akreka“ GmbH Beteiligungs GmbH 49 Campusbahn i.L. Flughafen Aachen-Merzbrück GmbH 25,01 MVA Weisweiler MVA Weisweiler GmbH & Co. KG 50 8,4 cogniport GmbH 51 93,75 100 Alemannia Aachen ASEAG Reisen ASEAG Reisen GmbH Stadion GmbH BEKA Einkaufs- und Wirtschaftsges. f. RWTH Aachen Campus Projektentwicklungsgesellschaft mbH 1,19 5 Verkehrsunternehmen (BEKA) GmbH RWTH Aachen Campus GmbH AGIT Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH 25 5 13 0,61 GWG Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft für die StädteRegion Aachen GmbH AVV Zweckverband Aachener Verkehrsverbund 25 AWA Service AWA Service GmbH Mess- und Prüfzentrum Fahrzeugtechnik Alsdorf GmbH EBC Herzogenrath GmbH Technologiezentrum Jülich GmbH 7 TAE GmbH 6 DLZ Stolberg GmbH 5,45 29,86 Technologiepark Herzogenrath GmbH 5 CMC Übach-Palenberg GmbH 3 ESC Geilenkirchen GmbH i.L. 3 HIMO Betreiberges. Monschau mbH 100 AVV Aachener Verkehrsverbund GmbH Stand: 31.12.2013 100 Beteiligungen 2013 der Stadt Aachen: STAWAG-Konzern STAWAG Stadtwerke Aachen AG 100 12,13 STAWAG Netz STAWAG Netz GmbH Trianel 50 Trianel GmbH 100 100 100 Trianel Energie Trianel Energie B.V. Trianel Finanzdienste Trianel Finanzdienste GmbH 7,6 100 Trianel Gasspeicher Epe GmbH & Co. KG 13,7 100 46 100 24,90 2,69 15 GmbH & Co. KG GESY Green Energy Systems GmbH TWB Trianel Windkraftw. Borkum GmbH & Co. KG Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG 6,34 6,12 4,78 IWA Institut für Wasser- und Fourmanagement GmbH 100 8,45 TGH 16,9 25 Power Tower I Power Tower I Bruchteilseigentümergem. 7,14 ASEW ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG STAWAG Energie STAWAG Energie GmbH TKL Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG FACTUR Billing Solutions GmbH Fourmanagement Trianel Service GmbH Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co.KG FACTUR 50,2 Abwasseranalytik GmbH TSG 100 TEN Trianel Erdgasförderung Nordsee STAWAG Abwasser STAWAG Abwasser GmbH TGE WAG Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH Weitere Beteiligungen der STAWAG Energie: siehe Übersicht 3 49 16 100 100 100 100 STAWAG En.dienstl. STAWAG Energiedienstleistung GmbH Stadtwerke Rösrath Stadtwerke Rösrath Energie GmbH NetAachen NetAachen GmbH STAWAG Infrastruktur Mo. STAWAG Infrastruktur Monschau GmbH & Co. KG STAWAG Infrastruktur Mo. STAWAG Infrastruktur Monschau Verwaltungs GmbH 5 2 35 8,8 49 STAWAG Infrastruktur Si. STAWAG Infrastruktur Simmerath GmbH & Co. KG 49 STAWAG Infrastruktur Si. STAWAG Infrastruktur Simmerath Verwaltungs GmbH 25,1 HKG Hochtemperatur Kernkraftwerk GmbH TWN Technische Werke Naumburg GmbH smartlab Smartlab Innovationsgesellschaft mbH utilicount Utilicount GmbH & Co. KG EWW Energie- und Wasserversorgung Waldbröl GmbH enewa GmbH enewa GmbH Stadtwerke Lübeck Stadtwerke Lübeck GmbH Stand: 31.12.2013 Beteiligungen 2013 der Stadt Aachen im STAWAG-Konzern: STAWAG Energie GmbH STAWAG Energie STAWAG Energie GmbH 40 STAWAG Solar STAWAG Solar GmbH 100 100 100 STAWAG Solar STAWAG Solar Komplementär GmbH Solarpark Metzdorf Solarpark Metzdorf GmbH & Co. KG Solarpark Albessen Solarpark Albesseb GmbH & Co. KG 100 100 100 100 STAWAG Energie STAWAG Energie Komplementär GmbH Solarpark Gödenroth Solarpark Gödenroth GmbH & Co. KG Solarpark Ilbesheim Solarpark Ilbesheim GmbH & Co. KG Windpark Laudert Windoark Laudert GmbH & Co. KG 49 49 46 Windpark Oberwesel II Windpark Oberwesel II GmbH & Co. KG Windpark Oberwesel III Windpark Oberwesel III GmbH & Co. KG 100 100 Solar P.Turnow West I Solar Power Turnow West I GmbH & Co KG Solar P.Turnow West II Solar Power Turnow West II GmbH & Co KG Infrastruktur Turnow West Solarpark Ronneburg Infrastruktur Turnow West GmbH & Co. KG Solarpark Ronneburg GmbH & Co. KG 90 50 50 Solaranlage Giebelstadt II Solaranlage Giebelstadt II GmbH & Co. KG 100 100 100 100 100 100 Solarpark Fürstenwalde Solarpark Fürstenwalde GmbH & Co. KG Windpark Lingerhahn Windpark Lingerhahn GmbH & Co. KG Windpark Oberwesel Windpark Oberwesel GmbH & Co. KG 59 49,9 49 Windpark Riegenroth Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG Solaranlage Giebelstadt II Solaranl. Giebelstadt II Verwaltungs GmbH Windpark Beltheim II Windpark Beltheim II GmbH & Co. KG ELWEA GmbH ELWEA GmbH Windpark Braunshorn Windpark Braunshorn GmbH & Co. KG Windpark Gödenroth Windpark GödenrothGmbH & Co. KG Stand: 31.12.2013 Beteiligungen 2014 der Stadt Aachen Tourismus, Wohnen, Wirtschaftsförderung Energieversorgung & Verkehr Entsorgung 99,99 E.V.A. Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH 100 94,9 STAWAG 5,1 5,92 ASEAG Stadtwerke Aachen AG Aachener Straßenbahn- und Energieversorgungs AG 0,2 60,73 33,33 gewoge G.O.B. AVANTIS Grenzüber- gewoge AG schreitendes Gewerbegebiet AC-Heerlen N.V. 25 ZEW Zweckverband Entsorgungsregion West 33,33 Beteiligungen der STAWAG: siehe Übersicht 2 60,27 0,98 regio iT regio iT gesellschaft für 100 100 APAG 100 Aachener Parkhaus GmbH ESBUS 100 Eschweiler Bus- und Servicegesellschaft mbH KuBa Avantis Services Kur- und Badegesellschaft mbH Avantis Services N.V. EUROGRESS GEGRA EUROGRESS Aachen Betriebs- GmbH Gewerbegrundstücksgesellschaft mbH Aachener Stadion FAM 33,33 55 AWA Entsorgung 3,125 AWA Entsorgung GmbH MVA Weisweiler MVA Weisweiler Verwaltungs- GmbH 50 informationstechnik mbH 100 cogniport 100 Akreka 100 Unterstützungseinrichtung „Akreka“ GmbH Beteiligungs GmbH 49 Campusbahn i.L. Flughafen Aachen-Merzbrück GmbH 25,01 MVA Weisweiler MVA Weisweiler GmbH & Co. KG 50 15 cogniport GmbH 51 93,75 100 Alemannia Aachen ASEAG Reisen ASEAG Reisen GmbH Stadion GmbH BEKA Einkaufs- und Wirtschaftsges. f. RWTH Aachen Campus Projektentwicklungsgesellschaft mbH 1,19 0,61 5 Verkehrsunternehmen (BEKA) GmbH RWTH Aachen Campus GmbH AGIT Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH 25 Mess- und Prüfzentrum Fahrzeugtechnik Alsdorf GmbH 13 Technologiezentrum Jülich GmbH 7 TAE GmbH 6 DLZ Stolberg GmbH GWG Gemeinnützige Wohnungsbauge- 5,45 sellschaft für die StädteRegion Aachen GmbH 5 5 3 AVV Zweckverband Aachener Verkehrsverbund 29,86 AWA Service AWA Service GmbH Technologiepark Herzogenrath GmbH CMC Übach-Palenberg GmbH EBC Herzogenrath GmbH & Co. KG HIMO Betreiberges. Monschau mbH 25 100 AVV Aachener Verkehrsverbund GmbH Stand: 31.12.2014 100 Beteiligungen 2014 der Stadt Aachen: STAWAG-Konzern STAWAG Stadtwerke Aachen AG 100 11,97 STAWAG Netz STAWAG Netz GmbH Trianel 50 Trianel GmbH 100 100 100 Trianel Energie Trianel Energie B.V. Trianel Finanzdienste Trianel Finanzdienste GmbH 7,6 100 Trianel Gasspeicher Epe GmbH & Co. KG 13,7 100 46 100 24,90 2,69 15 GmbH & Co. KG GESY Green Energy Systems GmbH TWB Trianel Windkraftw. Borkum GmbH & Co. KG Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG 6,34 6,12 4,78 IWA Institut für Wasser- und Fourmanagement GmbH 100 8,45 TGH 16,9 25 Power Tower I Power Tower I Bruchteilseigentümergem. 7,14 ASEW ASEW Energie und Umwelt Service GmbH & Co. KG STAWAG Energie STAWAG Energie GmbH TKL Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG FACTUR Billing Solutions GmbH Fourmanagement Trianel Service GmbH Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co.KG FACTUR 50,2 Abwasseranalytik GmbH TSG 100 TEN Trianel Erdgasförderung Nordsee STAWAG Abwasser STAWAG Abwasser GmbH TGE WAG Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH Weitere Beteiligungen der STAWAG Energie: siehe Übersicht 3 49 16 100 100 100 100 STAWAG En.dienstl. STAWAG Energiedienstleistung GmbH Stadtwerke Rösrath Stadtwerke Rösrath Energie GmbH NetAachen NetAachen GmbH STAWAG Infrastruktur Mo. STAWAG Infrastruktur Monschau GmbH & Co. KG STAWAG Infrastruktur Mo. STAWAG Infrastruktur Monschau Verwaltungs GmbH 5 2 35 8,8 49 STAWAG Infrastruktur Si. STAWAG Infrastruktur Simmerath GmbH & Co. KG 49 STAWAG Infrastruktur Si. STAWAG Infrastruktur Simmerath Verwaltungs GmbH 25,1 HKG Hochtemperatur Kernkraftwerk GmbH TWN Technische Werke Naumburg GmbH smartlab Smartlab Innovationsgesellschaft mbH utilicount Utilicount GmbH & Co. KG EWW Energie- und Wasserversorgung Waldbröl GmbH enewa GmbH enewa GmbH Stadtwerke Lübeck Stadtwerke Lübeck GmbH Stand: 31.12.2014 Beteiligungen 2014 der Stadt Aachen im STAWAG-Konzern: STAWAG Energie GmbH STAWAG Energie STAWAG Energie GmbH 40 STAWAG Solar STAWAG Solar GmbH 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 STAWAG Solar 100 STAWAG Energie STAWAG Energie Komplementär GmbH 49 Windpark Oberwesel II Windpark Oberwesel II GmbH & Co. KG 59,9 Solar P.Turnow West I Solar Power Turnow West I GmbH & Co KG STAWAG Solar Komplementär GmbH Solarpark Metzdorf 100 Solarpark Gödenroth Solarpark Gödenroth GmbH & Co. KG 49 Windpark Oberwesel III Windpark Oberwesel III GmbH & Co. KG 59,9 Solar P.Turnow West II Solar Power Turnow West II GmbH & Co KG Solarpark Metzdorf GmbH & Co. KG Solarpark Albessen 100 Solarpark Ilbesheim Solarpark Ilbesheim GmbH & Co. KG 46 Infrastruktur Turnow West Solarpark Ronneburg Infrastruktur Turnow West GmbH & Co. KG Solarpark Ronneburg GmbH & Co. KG 50 50 Solarpark Albesseb GmbH & Co. KG Solarpark Fürstenwalde 100 Windpark Laudert Windoark Laudert GmbH & Co. KG Solaranlage Giebelstadt II Solaranlage Giebelstadt II GmbH & Co. KG 100 Solarpark Fürstenwalde GmbH & Co. KG Windpark Lingerhahn 100 59 Windpark Riegenroth Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG Solaranlage Giebelstadt II Solaranl. Giebelstadt II Verwaltungs GmbH Windpark Lingerhahn GmbH & Co. KG Windpark Oberwesel 49,9 Windpark Beltheim II Windpark Beltheim II GmbH & Co. KG Windpark Oberwesel GmbH & Co. KG Windpark Braunshorn 49 ELWEA GmbH ELWEA GmbH Windpark Braunshorn GmbH & Co. KG Windpark Gödenroth Windpark Gödenroth GmbH & Co. KG Windpark Düren-Echtz Windpark Düren-Echtz GmbH & Co. KG Windpark Aldenhoven Windpark Aldenhoven GmbH & Co. KG Stand: 31.12.2014 02 Bereich Entsorgung Zweckverband Entsorgungsregion West Eschweiler Allgemeine Angaben Firma Zweckverband Entsorgungsregion West Sitz Zum Hagelkreuz 24, 52249 Eschweiler Rechtsform Zweckverband Gründungsjahr 2003 Verb. vorsteher Marcel Philipp Leiter Verw. Wilfried Kohl Gremien Verbandsversammlung Stammkapital 25.500,00 EUR Mitarbeiter 2,65 (Vorjahr 2,69) (Durchschnitt) Internet www.zew-entsorgung.de Gesellschafter Gegenstand des Unternehmens Der Zweckverband ist öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger, soweit ihm Aufgaben von den Mitgliedern übertragen wurden. Der Zweckverband nimmt insoweit im Entsorgungsgebiet die Aufgaben eines öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers gem. §§ 15 Abs. 1 Satz 1, 13 Abs. 1 Satz 1 KrW-/AbfG, § 5 LAbfG wahr. Soweit Aufgaben bei den Verbandsmitgliedern verbleiben, steht ihnen insoweit das Recht und die Pflicht zum Erlass von Satzungen, zur Erhebung von Gebühren sowie zur Erstellung eines Abfallwirtschaftskonzeptes zu. Der Zweckverband darf Abfälle von außerhalb des Verbandsgebietes zur Beseitigung übernehmen. Er kann dazu öffentlich-rechtliche Vereinbarungen schließen. Organe des Unternehmens Verbandsvorsteher : Marcel Philipp Verbandsversammlung Vorsitzender Stellvertreter ab 3.7.13 Wolfgang Spelthahn Josef Johann Schmitz Peter Blum (FDP) Ferdinand Corsten (CDU) Ralf Demmer (CDU) Hans-Wilhelm Dohmen Helmut Etschenberg Rudi Frischmuth Dr. Thomas Griese Claus Haase (SPD) Michael Kirsch Landrat Kreis Düren Kreis Düren Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Kreis Düren Städteregionsrat Kreis Düren StädteRegion Ratsmitglied StädteRegion 27 bis 3.7.13 Oliver Krischer Jochen Luczak (Grüne) Iris Lürken (CDU) Gudula Metz Jürgen Neesen Marcel Philipp Sibylle Reuß (SPD) Dr. Philipp Rohde Karl Schavier Ulla Thönissen Otto Zimmermann Kreis Düren Ratsmitglied Ratsmitglied Kreis Düren StädteRegion Oberbürgermeister Ratsmitglied StädteRegion Kreis Düren StädteRegion StädteRegion Zusammensetzung der Organe Organe des Zweckverbandes sind die Verbandsversammlung und der Verbandsvorsteher. Die Verbandsversammlung nimmt die Aufgaben des Werksausschusses und der Verbandsvorsteher die der Werksleitung entsprechend (§§ 2, 5 EigVO i.V.m. §18 Abs.3 GkG) wahr. Verbandsvorsteher Der Verbandsvorsteher führt die laufenden Geschäfte sowie nach Maßgabe der Gesetze, der Verbandssatzung und der Beschlüsse der Verbandsversammlung die übrige Verwaltung des Zweckverbandes. Er vertritt den Zweckverband gerichtlich und außergerichtlich. Der Verbandsvorsteher muss Hauptverwaltungsbeamter eines Mitglieds des Zweckverbands sein. Der Verbandsvorsteher wird auf die Dauer von 2 Jahren gewählt. Die Hauptverwaltungsbeamten der Mitglieder des Zweckverbandes wechseln sich als Verbandsvorsteher im 2-Jahres-Rhythmus ab. Die Reihenfolge bestimmt sich nach der alphabetischen Abfolge der Verbandsmitglieder (Städteregion Aachen, Stadt Aachen, Kreis Düren). Verbandsversammlung Die Verbandsversammlung besteht aus je sieben stimmberechtigten Vertretern je Verbandsmitglied. Für jeden Vertreter wird ein Stellvertreter für den Fall der Verhinderung bestellt. 28 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen 2011 24 2012 0% 2013 24 0% 24 0% I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0% 0 0% II. Sachanlagen 0 0% 0 0% 24 0% 24 0% III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 7.268 100% Vermögensgegenstände III. Wertpapiere 7.408 100% 7.635 100% 0 0% 0 0% 3.500 47% 4.256 56% 0 0% 0 0% 3.908 53% 3.379 44% 0 0% 0 0% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital I. 2 0% 7.294 26 7.432 0% Gezeichnetes Kapital B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 7.659 26 0% 26 0% 26 0% 26 0% 449 6% 724 10% 777 10% 6.819 93% 6.683 90% 6.857 90% 0 0% 0 0% 0 0% 7.432 7.659 2011 2012 2013 43.683 42.558 41.696 138 1 7 Betriebsleistung 43.821 42.559 41.703 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 43.358 42.217 41.382 175 185 173 0 0 0 274 145 124 13 11 23 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28 13 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 39 36 -13 -11 -23 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 0 0 0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0 sonstige Steuern 0 0 0 Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 0 0 0 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebserfolg Finanzergebnis 7.294 29 Verbindungen zum städtischen Haushalt Der Zweckverband erhebt von seinen Mitgliedern eine Umlage, soweit seine sonstigen Einnahmen, insbesondere Gebühren und Beiträge, zur Deckung des Finanzbedarfs nicht ausreichen. Für die Berechnung der Umlage wird die Einwohnerzahl des einzelnen Verbandsmitgliedes zur Zahl der Gesamteinwohner im Verbandsgebiet ins Verhältnis gesetzt. Soweit die Notwendigkeit einer Umlage aus einer Aufgabenerfüllung des Zweckverbandes resultiert, die dieser lediglich für einzelne Verbandsmitglieder erfüllt, können nur diese hierfür zu einer Umlage herangezogen werden. Lagebericht I. Grundlagen des Zweckverbandes Der ZEW nimmt als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger abfallwirtschaftliche und -rechtliche Aufgaben wahr, die ihm ganz oder teilweise im Rahmen seiner Pflichten und Rechte durch seine Verbandsmitglieder StädteRegion Aachen, Kreis Düren und Stadt Aachen übertragen wurden. Der Umfang der übertragenen Aufgaben ergibt sich aus den Anlagen 1, 2 und 3 der Verbandssatzung des ZEW. Der ZEW nimmt insoweit im Entsorgungsgebiet die Aufgaben eines öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers nach den Vorschriften des Kreislaufwirtschaftsgesetzes und des Landesabfallgesetzes wahr. Zur Erfüllung seiner Aufgaben bedient sich der ZEW der in seiner Abfallsatzung aufgeführten Abfallentsorgungsanlagen und Umladestationen. Da der Verband jedoch keine operativen Aufgaben wahrnimmt, hat er mit dem Betrieb von Anlagen die AWA Entsorgung GmbH beauftragt, die sich in Teilbereichen auch externer Entsorgungsmöglichkeiten bedient. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Marktpreis für gewerbliche Abfälle befindet sich deutschlandweit nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Entwicklungen hinsichtlich der Neugestaltung des Abfallwirtschaftsplanes NRW sowie die Sammlung von Abfällen zur Verwertung aus privaten Haushaltungen, die grundsätzlich einer Überlassungspflicht an den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger unterliegen, durch gewerbliche / gemeinnützige Sammler gem. den neuen Regelungen des am 01.06.2012 in Kraft getretenen Kreislaufwirtschaftsgesetzes stellen sich nach wie vor als kritisch dar. Solche wie die zuvor genannten Aspekte haben nachteilige Auswirkungen auf die Mengenentwicklung und Auslastung der MVA sowie die Erlöse für verwertbare Abfälle mit den entsprechenden negativen Folgen für die Abfallgebühren. 2. Geschäftsverlauf Der Zweckverband erstellt nach Maßgabe der satzungs- und kommunalrechtlichen Vorgaben einen Wirtschaftsplan, bestehend aus dem Erfolgsplan, dem Investitionsplan, dem Stellenplan, dem Finanzplan sowie einer detaillierten Gebührenkalkulation. Die Revision von zwei Verbrennungslinien in der MVA Weisweiler im Frühjahr ist gut verlaufen und konnte planmäßig abgeschlossen werden. Im Laufe des Jahres zeichnete sich ab, dass sich die durchschnittlichen Verbrennungskosten auf ein niedrigeres Kostenniveau vergleichbar 2012 in Höhe von 115 € / t zubewegen. Der Marktpreis für Abfälle aus anderen Herkunftsbereichen befindet sich stetig auf niedrigem Niveau. Die Auslastung der MVA war zu jeder Zeit gewährleistet. Die Baumaßnahmen für das ELC Süd in Monschau konnten an einem sehr guten Standort und ohne Verzögerungen abgeschlossen werden, so dass die Planung Kostenersparnisse in Höhe von ca. 50.000 € vorsieht. Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Wirtschaftsjahr vor Buchung der Rückstellung für Rückerstattungsverpflichtungen aus Kostenüberdeckungen einen handelsrechtlichen Jahresüberschuss in Höhe von T€ 8 aufweist. Damit liegt das Wirtschaftsjahr 2013 insgesamt im Rahmen der kalkulierten Ansätze und hat einen planmäßigen Verlauf genommen. 30 Personalentwicklung: Neben den drei hauptamtlichen Mitarbeitern / Mitarbeiterinnen des ZEW war im Berichtsjahr weiterhin eine geringfügig Beschäftigte beim ZEW angestellt. Bezogen auf die Vollzeitstellen waren in 2013 insgesamt 2,65 Arbeitnehmer / innen beschäftigt. Darüber hinaus bedient sich der ZEW der AWA in der Funktion eines beauftragten Dritten zur Erfüllung von Aufgaben auf Basis des zwischen der AWA Entsorgung GmbH und dem ZEW abgeschlossenen Geschäftsbesorgungsvertrages. 3. Lage a) Ertragslage: Die Umsatzerlöse im Jahr 2013 lagen mit insgesamt T€ 41.696 um 2,0 % unter dem Vorjahresniveau (T€ 42.558). Umsatzzuwächse aus dem Herkunftsbereich Stadt Aachen (T€ 13.415; Vj. T€ 13.177) standen Umsatzrückgänge aus der StädteRegion Aachen (T€ 14.923; Vj. T€ 15.154) und dem Kreis Düren (T€ 12.785; Vj. T€ 13.639) gegenüber. Bei der Betrachtung der Umsatzentwicklung sind allerdings die kalkulatorischen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Ein Umsatzrückgang lässt dabei nicht zwangsläufig auf eine rückläufige Geschäftsentwicklung schließen, sondern hierin schlagen sich auch Erfolge kostengünstigen Wirtschaftens nieder. Da die Entsorgungsaufwendungen als wesentliche Kostenposition durch die mengenabhängige Abrechnung einen variablen Charakter haben und in der ZEW-Struktur mit dem Umsatz stark korrelieren, kann es i.d.R. beim Rohergebnis nur zu geringen Planabweichungen und nicht zu großen Ausschlägen kommen. Das Rohergebnis (T€ 320; Vj. T€ 341) deckt die übrigen Verwaltungskosten. Das Wirtschaftsjahr schließt mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis ab. Da der ZEW seine Gebühren auf LSP-Basis kalkuliert, sind die Gewinnmöglichkeiten strukturell sehr begrenzt. Umgekehrt kann es über mehrere Perioden gesehen nicht zu dauerhaften Verlusten kommen. Vor Zuführung zur Rückstellung für Rückerstattungsverpflichtungen an die Bürger wies der ZEW ein positives Ergebnis in Höhe von T€ 8 aus. b) Finanzlage: Die Finanzlage des Zweckverbandes Entsorgungsregion West (ZEW) ist weiterhin geordnet. Da sich der ZEW zur Erfüllung von Aufgaben der AWA Entsorgung GmbH bedienen kann, ergeben sich für den Verband selbst keine nennenswerten Investitionen. Im Wirtschaftsjahr 2013 wurden keine Investitionen getätigt. Wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit (T€ - 548; Vj. T€ + 397) hatte die Zunahme von Forderungen gegen Verbandsmitglieder (T€ 1.551; Vj. T€ 800). Insgesamt ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr eine Abnahme des Finanzmittelfonds um T€ 529 auf nunmehr T€ 3.379. c) Vermögenslage: Die Aktivitäten des Wirtschaftsjahres 2013 konnten aus den vorhandenen liquiden Mitteln finanziert werden. Eine Aufnahme von Fremdmitteln war nicht erforderlich. Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres ausreichend gesichert. Entsprechend den Vorschriften des Kommunalabgabengesetzes hat der ZEW das Recht, seine Aufwendungen in voller Höhe in die gegenüber den Abfallerzeugern / -besitzern zu erhebenden Gebühr einzubeziehen. Das Anlagevermögen ist von stark untergeordneter Bedeutung. Zur Erfüllung seiner Aufgaben bedient sich der ZEW im Wesentlichen der AWA Entsorgung GmbH, an der er mehrheitlich beteiligt ist. Dort und in Tochtergesellschaften der AWA Entsorgung GmbH werden auch die Entsorgungsanlagen betrieben. Die Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.758; Vj. T€ 1.552), die aber aufgrund des strukturellen Umfelds des ZEW weit überwiegend dem kommunalen Bereich zuzuordnen sind, und Forderungen gegen Verbandsmitglieder (T€ 1.551; Vj. T€ 800). Der vergleichsweise starke Anstieg resultiert aus Forderungen gegen die Stadt Aachen, 31 die offene Posten aus November und Dezember 2013 enthalten. Im Vorjahr waren die betreffenden Forderungen aus dem November bereits ausgeglichen. Der Rückgang der liquiden Mittel (T€ 3.379; Vj. T€ 3.908) ist durch die Zunahme von Forderungen begründet. Im Umlaufvermögen ist unter den Sonstigen Vermögensgegenständen eine Position in Höhe von T€ 940 ausgewiesen, deren Sachverhalt in einem Vorgang der MVA Weisweiler GmbH & Co. KG im Rahmen des Erwerbs der MVA im Jahr 2008 begründet liegt und in dessen Folge auch Auswirkungen auf die Kosten der AWA Entsorgung GmbH sowie des Zweckverbandes Entsorgungsregion West verbunden sind. Unter Anwendung entgeltrechtlicher Wahlrechte werden diese Kosten ratierlich in die Entgelte der kommenden Jahre eingerechnet, was unter Berücksichtigung der erforderlichen Gesellschafter- und Gremienbeschlüsse zu bilanziellen Konsequenzen führte. Hieraus resultiert auch der Ausweis einer Position in gleicher Höhe unter den Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 5.149; Vj. T€ 4.994) beinhalten einen Betrag von T€ 940 aus dem Vorgang bezüglich der MOENA-Mietnebenkosten. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Verbandsmitgliedern ist eine Verbindlichkeit gegenüber dem Kreis Düren (T€ 1.703; Vj. T€ 1.684) bzw. den Gebührenzahlern aus dem Kreisgebiet Düren ausgewiesen, der aus einer Abstandszahlung aus dem Jahr 2008 resultiert und seinen Ursprung in einem Vertrag aus dem Jahre 1992 zwischen dem Kreis Düren und der Stadt Düsseldorf hat. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Bilanzielle Kennzahlen sind aufgrund des besonderen Status des ZEW sowie durch das rechtliche und strukturelle Umfeld nur von geringer Aussagekraft und für eine betriebswirtschaftlichanalytische Bewertung nur eingeschränkt heranzuziehen. Der Anlagendeckungsgrad I (Eigenkapital/Anlagevermögen) weist einen Wert von 106 % aus, dagegen ist die Liquidität I. Grades (liquide Mittel/kurzfristiges Fremdkapital) mit 54 % schwach, wird aber dadurch relativiert, dass der weit überwiegende Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals aus Verbindlichkeiten gegenüber der AWA Entsorgung GmbH besteht. Zudem weist die Liquidität II. Grades (liquide Mittel + kurzfristige Forderungen/kurzfristiges Fremdkapital) mit 110% einen deutlich besseren Wert auf. Auch die Eigenkapitalquote (0,33 %) ist auf den ersten Blick sehr schwach, aufgrund der besonderen Bedingungen aber nicht bedrohlich und kann somit akzeptiert werden. Umweltschutz: Im Sinne der Ziele der EU-Abfallrahmenrichtlinie und des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes ist der ZEW bestrebt, eine ordnungsgemäße und schadlose Entsorgung zu gewährleisten. Insbesondere der Wiederverwendung, dem Recycling und der Verwertung von Abfällen kommt hier eine vorrangige Bedeutung zu. Die mit dem operativen Geschäft beauftragte AWA Entsorgung GmbH ist vertraglich verpflichtet, Entsorgungsanlagen gesetzes- und genehmigungskonform zu betreiben und erfüllt dies konsequent und zuverlässig. In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass die umweltrelevanten Grenzwerte der MVA Weisweiler zuverlässig weit unter den festgesetzten Größenordnungen liegen. ZEW und AWA nehmen daher eine Vorbildfunktion für den Umweltschutz wahr. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. IV. Prognosebericht Kritisch mit Blick auf die Zukunft ist die Neuausgestaltung des Abfallwirtschaftsplanes NRW zu betrachten. Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, die kommunalen Spitzenverbände und alle sonstigen involvierten Akteure müssen hier kooperativ zusammenwirken. Die Erfassung von Wertstoffen ist mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz noch intensiver in den Fokus getreten. Der ZEW hat sich dieser Thematik mit der Rückübertragung der Altpapierverwer32 tung von den Kommunen auf den ZEW, mit der Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzepts für den Teilbereich Altkleider und durch die Errichtung weiterer und noch folgender ELC im Verbandsgebiet intensiv angenommen und wird dies auch weiterhin verfolgen. Vor diesem Hintergrund ist dem Aspekt „gewerbliche / gemeinnützige Sammlung“ von u.a. Altkleidern oder Altmetall nach wie vor eine besondere Bedeutung beizumessen, da diese, insbesondere die gewerblichen Sammlungen von Abfällen zur Verwertung aus privaten Haushaltungen, nachteilige Auswirkungen haben können. Auf Basis der rechtlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen hat der ZEW einen Wirtschaftsplan und eine Gebührenkalkulation aufzustellen, die von der Verbandsversammlung beschlossen wird. Wie schon im Vorjahr geht auch der Wirtschaftsplan für 2014 von einer nicht unwesentlichen Reduzierung der Entsorgungskosten aus, was zwar zu einer entsprechenden Entlastung der Gebühren insgesamt führt, aber in der Folge auch eine Reduzierung des Umsatzes nach sich zieht. So geht der Wirtschaftsplan für 2014 von Umsatzerlösen in Höhe von T€ 39.095 aus. In nahezu gleichem Umfang sind rückläufige Entsorgungskosten unterstellt (T€ 38.546). V. 1. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Die von der Landesregierung NRW beabsichtigte Ausgestaltung der Neufassung des Abfallwirtschaftsplanes befindet sich noch in der Beratung und in Detailabstimmungen. Das Land NRW soll in Entsorgungsregionen eingeteilt werden, denen die überlassungspflichtigen Abfälle zugeordnet werden. Die Gestaltung der Regionen soll sich am Prinzip der Nähe sowie der vorhandenen Infrastruktur und an dem Prinzip der Autarkie orientieren. Freiwillige Lösungen und kommunale Kooperationen sollen zum Tragen kommen. Grundsätzlich ist diese Entwicklung positiv zu werten. Die überarbeitete Fassung muss jedoch abgewartet werden. Sie wird dem Landtag NRW voraussichtlich im Februar 2014 vorgelegt. Das am 01.06.2012 in Kraft getretene Kreislaufwirtschaftsgesetz bedingte einige Neuerungen. Insbesondere die neuen Regelungen zu „gewerblichen / gemeinnützigen Sammlungen“, die eine Ausnahme von den bestehenden Überlassungspflichten an die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger bei Abfällen zur Verwertung aus privaten Haushaltungen darstellen, stellen alle am Anzeigeverfahren einer solchen Sammlung beteiligten Behörden vor eine große Herausforderung hinsichtlich der rechtlichen Beurteilung. Denn die Vielzahl der unbestimmten Rechtsbegriffe unterliegt einem großen Beurteilungs- und Ermessensspielraum. Die hohe Anzahl von Anzeigen - hauptsächlich für die Sammlung der Abfallfraktionen Altkleider und Altmetalle - die dem ZEW als zuständigem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger durch die Unteren Abfallwirtschaftsbehörden zur Stellungnahme übermittelt werden, können bei deren Zulassung gravierende Auswirkungen auf die Abfallmengen des ZEW haben. 2. Chancenbericht Da sich der ZEW aufgrund seines strukturellen Umfelds nicht in einer klassischen Markt- oder Wettbewerbssituation befindet und nur begrenzt auf seine Geschäftsentwicklung Einfluss nehmen kann, können Chancen im inhaltlichen Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften nur bedingt beschrieben werden. Positive Entwicklungen können sich aus den Sachverhalten, die unter dem Risikobericht beschrieben sind, ergeben. Folgende positive Maßnahmen sind im Wirtschaftsjahr 2013 eingeleitet worden, aber noch nicht abgeschlossen: Im Sinne der Zielsetzungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes wird der ZEW die getrennte Erfassung von Abfällen weiterhin vorantreiben. So wurde die Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes für den Teilbereich Altkleider, unter Beteiligung der Kommunen und der ortsansässigen und zugelassenen gewerblichen / gemeinnützigen Sammler in 2013 angestoßen. Das Benehmen mit der StädteRegion Aachen, der Stadt Aachen und dem Kreis Düren wird noch hergestellt. Im Ergebnis müssen Altkleider zukünftig getrennt vom Restabfall durch die Städte und Gemeinden oder im Rahmen gemeinnütziger oder gewerblicher Sammlungen erfasst werden. Entsprechende Sammelsysteme im Hol- und / oder Bringsystem müssen in ausreichendem Umfang dem Bürger zur Verfügung stehen. 33 In 2013 hat der ZEW rechtskonform die Rückübertragung der Aufgabe der Papierverwertung, die von einzelnen Kommunen bzw. deren beauftragten Papierverwertern noch selbst wahrgenommen wird, in die Wege geleitet. Der ZEW gewährleistet eine hochwertige Verwertung des durch die Städte und Gemeinden sowie durch die RegioEntsorgung AöR gesammelten Altpapiers. Die erzielten Erlöse werden an die Kommunen weitergeleitet und stellen einen Profit für diese dar. Da die Laufzeiten der kommunalen Verträge mit deren Papierentsorgern berücksichtigt wurden, wird der ZEW erst ab 2017 wieder für die Papierverwertung im gesamten Verbandsgebiet (außer Stadt Aachen) originär zuständig sein. Die Verbesserung der Wertstofferfassung durch Errichtung weiterer Entsorgungs- und Logistik-Centren wurde in 2013 erfolgreich fortgesetzt. Das ELC Süd in Monschau-Imgenbroich wurde im Verbandsgebiet eröffnet. In Folge dieses Erfolges sind neben den vorhandenen Wertstoffannahmestellen weitere ELC‘s in konkreter Planung. 3. Gesamtaussage Durch das rechtliche und kalkulatorische Umfeld des ZEW können bestandsgefährdende Risiken nicht auftreten. Durch das Kostendeckungsprinzip können einerseits dauerhaft keine Verluste auftreten, andererseits ist aber auch ein Gewinnstreben ausgeschlossen. Es ist jedoch sehr wohl Interesse und Aufgabe des ZEW, Risiken zu vermeiden, die einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ZEW haben, sowie im Sinne des Gebührenzahlers auf Kostenbewusstsein zu achten und durch entsprechende Maßnahmen zur Wirtschaftlichkeit und Gebührenstabilität beizutragen. 34 AWA Entsorgung GmbH Eschweiler Allgemeine Angaben Firma AWA Entsorgung GmbH Sitz Zum Hagelkreuz 24, 52249 Eschweiler Rechtsform GmbH Gründungsjahr 1991 Gesellschafter Geschäftsführer Ulrich Koch Gremien Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 640.000,00 EUR Mitarbeiter 78 (Vorjahr 77) (Durchschnitt) Internet www.awa-gmbh.de Gegenstand des Unternehmens Hierzu zählen die Wahrnehmung, Koordination und Durchführung von abfallwirtschaftlichen Aufgaben. Daneben spielen Planung, Vorbereitung, Einleitung und Durchführung von Genehmigungsverfahren für Anlagen zur Sortierung, stofflichen Verwertung, thermischen oder sonstigen Behandlungen und Ablagerungen von Siedlungsabfällen sowie Errichtung und Betrieb entsprechender Anlagen eine Rolle. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Ulrich Koch Aufsichtsrat: Vorsitzender stellv. Vorsitzender bis 13.12.13 bis 13.12.13 ab 13.12.13 Helmut Etschenberg Ferdinand Corsten (CDU) Michael Bayer Johannes Blees (CDU) Peter Blum (FDP) Prof. Dr.-Ing. Peter Doetsch Hans-Wilhelm Dohmen Rudi Frischmuth Claus Haase (SPD) Michael Kirsch Werner Krickel Oliver Krischer Jochen Luczak (Grüne) Gudula Metz Jürgen Neesen Prof. Peter Quicker Städteregionsrat Ratsmitglied IHK Aachen sachk. Bürger Ratsmitglied RWTH Kreis Düren Kreis Düren Ratsmitglied StädteRegion Aachen StädteRegion Aachen Kreis Düren Ratsmitglied Kreis Düren StädteRegion Aachen RWTH 35 Marcel Philipp Sibylle Reuß (SPD) Dr. Philipp Rohde Karl Schavier Anke Schweda Josef-Johann Schmitz Wolfgang Spelthahn Ulla Thönissen Ralf Woelk Otto Zimmermann Oberbürgermeister Ratsmitglied StädteRegion Aachen Kreis Düren IHK Aachen Kreis Düren Landrat Kreis Düren StädteRegion Aachen DGB StädteRegion Aachen Darüber hinaus entsendet jedes Mitglied des ZEW eine fachkundige Person mit beratender Stimme. Dies sind die Umweltdezernenten/innen: Dr. Lothar Barth Hans Martin Steins Uwe Zink Beigeordneter Stadt Aachen Kreis Düren StädteRegion Aachen Weiterhin nimmt ein Vertreter des Betriebsrates mit beratender Stimme an der Sitzung des Aufsichtsrates teil. Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Gesellschaft kann einen oder mehrere Geschäftsführer haben. Die Zahl der Geschäftsführer richtet sich nach dem Aufgabenumfang der Gesellschaft. Ist nur ein Geschäftsführer vorhanden, so ist er stets alleinvertretungsberechtigt. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, kann einer der Geschäftsführer durch Beschluss der Gesellschafterversammlung zum Vorsitzenden bestimmt werden. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus 24 stimmberechtigten und vier beratenden Mitgliedern. 21 stimmberechtigte Mitglieder des Aufsichtsrates und ihre Stellvertreter werden von der Verbandsversammlung des Zweckverbands Entsorgungsregion West bestellt und in den Aufsichtsrat entsandt. Drei stimmberechtigte Aufsichtsratsmitglieder und ihre Stellvertreter werden auf Vorschlag der Gesellschafterversammlung durch Mehrheitsbeschluss des Aufsichtsrates bestellt (je ein Mitglied von IHK, DGB, RWTH). Darüber hinaus entsendet jedes Mitglied des ZEW eine fachkundige Person mit beratender Stimme. Weiterhin nimmt ein Vertreter des Betriebsrates mit beratender Stimme an der Sitzung des Aufsichtsrates teil. Gesellschafterversammlung In der Gesellschafterversammlung werden die Gesellschafter durch ihre gesetzlichen Vertreter vertreten. Darüber hinaus kann sich jeder Gesellschafter durch rechtsgeschäftliche Vertreter vertreten lassen, sofern es sich hierbei um Angehörige der Verwaltung des vertretenen Gesellschafters handelt. Abweichend hiervon kann die Gesellschafterversammlung weitere Personen als Vertreter oder Beistand in der Gesellschafterversammlung zulassen. 36 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 2011 2012 27.947 41% Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 28.628 40% 987 1% 23.996 33% III. Finanzanlagen B. 2013 3.646 40.327 59% 43.666 60% 14 Vermögensgegenstände 5% 0% 22.369 31% III. Wertpapiere 0 0% 26.762 36% 643 1% 23.578 32% 2.541 3% 46.587 64% 101 0% 26.702 36% 3.000 4% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital 21.282 29% 71 0% 68.345 25 0% 72.319 9 0% 73.358 5.953 8% 640 1% 640 1% 0 0% 0 0% III. Gewinnrücklagen 3.000 4% 3.000 4% IV. Gewinn-/ Verlustvortrag 3.298 5% 2.313 3% -984 -1% 3.870 5% I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage V. 6.938 10% 16.784 23% Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 9.823 13% B. Rückstellungen 32.850 48% 37.976 53% 37.640 51% C. Verbindlichkeiten 28.044 41% 27.909 39% 25.446 35% D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 513 68.345 1% 480 72.319 1% 448 1% 73.358 37 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 43.778 43.336 39.696 5.640 5.357 7.968 Betriebsleistung 49.418 48.693 47.664 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 36.762 34.473 34.315 Personalaufwand 4.464 4.709 4.816 Abschreibungen 1.280 1.774 1.794 Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.178 4.819 6.651 Betriebserfolg 1.734 2.917 88 728 1.386 1.246 2.032 Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 31 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.325 2.669 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Erträge aus Beteiligungen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Finanzergebnis 10.843 -351 717 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 12.577 2.566 805 2.723 0 0 19.292 0 0 -16.569 0 0 164 3.485 -3.171 59 65 107 -4.214 -984 3.870 außerordentliche Erträge außerordentliche Aufwendungen außerordentliches Ergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Über die Ergebnisverwendung - d.h. über die Verwendung des Jahresüberschusses zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages oder, soweit einschlägig, über die Verwendung des Bilanzgewinnes - entscheidet die Gesellschafterversammlung nach freiem Ermessen. Die Gesellschafterversammlung kann insbesondere beschließen, dass das Ergebnis ganz oder teilweise in Gewinnrücklagen eingestellt oder auf neue Rechnung vorgetragen wird. Soweit die Ergebnisse aus der Wahrnehmung von Aufgaben resultieren, die die Gesellschafter in gleichem Umfange auf die AWA Entsorgung GmbH übertragen haben, erfolgt die Ergebnisverteilung im Verhältnis der Geschäftsanteile zueinander. Im Übrigen erfolgt die Ergebnisverteilung nach dem Ergebnis der jeweiligen von den Gesellschaftern übertragenen Aufgaben. Lagebericht I. Grundlagen des Unternehmens Die AWA Entsorgung GmbH ist vom Zweckverband Entsorgungsregion West mit der Aufgabenwahrnehmung, Koordination und Durchführung von abfallwirtschaftlichen Aufgaben beauftragt. Dies umfasst insbesondere die Weiterentwicklung des Abfallwirtschaftskonzeptes, die Planung, Vorbereitung, Einleitung und Durchführung von Genehmigungsverfahren für Anlagen zur Sortierung, stofflichen Verwertung, zu thermischen und sonstigen Behandlungen und Ablagerungen sowie die Errichtung und den Betrieb entsprechender Anlagen. 38 Die Gesellschaft ist zu 100 % in kommunaler Hand und hat ihre Entgelte nach den für sie geltenden öffentlich-rechtlichen Rahmenbedingungen zu kalkulieren. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Marktpreis für gewerbliche Abfälle befindet sich deutschlandweit nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau, das meist nicht kostendeckend sein kann. Dies hat Auswirkungen auch auf andere Preiserwartungen der Geschäftspartner-/innen. 2. Geschäftsverlauf Trotz widriger Gesamtumstände konnte das Geschäftsjahr 2013 erfolgreich abgeschlossen werden. Alle wirtschaftlichen, abfallwirtschaftlichen und ökologischen Ziele konnten erreicht und zum Teil übererfüllt werden. Ein stattlich positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit spiegelt das Engagement von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wider. a) Abfallwirtschaftliche Entwicklung und entsorgte Mengen Die AWA als kommunales Unternehmen sieht sich nicht nur nach dem Landesabfallgesetz zum vorbildlichen ökologischen Verhalten verpflichtet. Dies entspricht auch der inneren Überzeugung von Gremienmitgliedern der Gesellschafter sowie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft. Es kommt daher für den Geschäftserfolg der AWA Entsorgung GmbH darauf an, dass die Abfallströme, die per Gesetz bzw. Satzung dem ZEW zu überlassen sind, von der beauftragten AWA Entsorgung GmbH ordnungsgemäß behandelt werden. In zunehmendem Maße müssen aber auch Lösungen und Behandlungsmethoden für Stoffe gefunden werden, deren Überlassungspflicht (noch) nicht eindeutig geregelt ist. Zu den Abfallströmen im Einzelnen: Abfälle zur Beseitigung inkl. Sperrmüll aus dem Bereich der Privathaushalte An der Grundsystematik der Zuständigkeit für diese Stoffgruppe hat das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz, das zum 01.06.2012 in Kraft getreten ist, nichts geändert. Nach wie vor müssen alle Städte und Gemeinden im Gebiet des ZEW (Zweckverband Entsorgungsregion West) ihre Abfallmengen in die von der AWA betriebenen abfallwirtschaftlichen Anlagen andienen. Insgesamt 25 Städte und Gemeinden beliefern zuverlässig die AWA-Anlagen. Obwohl das ELC Horm nach dem Brandschaden erst teilweise wieder aufgebaut werden konnte, werden alle abfallwirtschaftlichen Dienstleistungen für die betroffenen Kommunen umfassend erbracht. Dabei haben die betroffenen Kommunen mit viel Geduld auf diesen ungewohnten Zustand reagiert. Rückläufig entwickeln sich die Anlieferungen aus dem Bereich Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe. Verantwortlich dafür ist die vom Gesetzgeber geduldete Entwicklung, sogar Abfallgemische der öffentlichen Entsorgungspflicht zu entziehen und eine Verwertung außerhalb der AWAAnlagen mit geringeren ökologischen Standards. Der leichte Rückgang der an sich überlassungspflichtigen Abfallmengen in 2013 führt dazu, dass die Abfallerzeuger auf die Entsorgungspflicht in geeigneter Weise hingewiesen werden müssen. Dass an AWA-Abfallbehandlungsanlagen auch entsprechende Verwertungsmaßnahmen erfolgen können, ist bei Abfallerzeugern aus Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe immer noch nicht flächendeckend bekannt. Insofern muss die Gewerbeabfallberatung ihre Beratungsleistungen gezielt verstärken, um dem schon seit Jahren sinkenden Anteil von Abfallmengen zur Verwertung entgegenzusteuern. Überraschend erfolgreich konnten deutlich mehr als geplant Inertgemische in der Region akquiriert werden, die zum Aufbau der Profilierung für die Rekultivierungsmaßnahmen gebraucht werden. Durch entsprechende Sondervorschläge in der Bauausführung, aber auch durch intelligente Umplanungen, konnte das noch zu verfüllende Volumen erweitert werden, so dass bis voraussichtlich Mitte 2015 die Inertmaterialien akquiriert werden können. Zusätzliche Einnahmemöglichkeiten sind erfreulicherweise mit diesen Aktivitäten verbunden. Auch konnten damit erhebliche Aufwendungen für die Beschaffung von Baumaterialien vermieden werden. 39 Bioabfälle und Grünschnitt Die Bioabfallvergärungsanlage Würselen ist im Jahr 2013 erfolgreich gelaufen. Auch die Energieausbeute durch den Gasmotor konnte gesteigert und technisch stabilisiert werden. Für den Grünschnittkompost wurde im Jahr 2013 intensiv an einer Neuplanung am Standort Warden gearbeitet. Allerdings zeigte sich im Laufe der Planung, dass die inzwischen außerordentlich hohen Anforderungen an eine offene Mietenkompostierung am Standort Warden nicht eingehalten werden können. Das eigentlich geplante Genehmigungsverfahren wurde deshalb zunächst nicht eingeleitet. Stattdessen wird im Frühjahr 2014 eine Überarbeitung erforderlich. Schadstoffe aus den Privathaushalten und dem Kleingewerbe Die in 2012 geplante Umstrukturierung der Schadstoffsammeltermine und Gebietsstrukturen wurde im Jahr 2013 umgesetzt. Auch die in 2013 neu eingerichtete Stelle zur besseren Koordination und zur gezielten Öffentlichkeitsarbeit hat sich sehr bewährt. Die insgesamt eingesammelte Schadstofffracht konnte wiederum deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Dass die Steigerung überwiegend durch die sehr hohe Menge an angelieferten Dispersionsfarben erreicht wurde und nicht durch die sehr viel gefährlicheren sonstigen Schadstoffe, ist zwar ein Wermutstropfen, schmälert den Erfolg aber grundsätzlich nicht. Papier, Pappe, Kartonagen (PPK) aus Privathaushalten und aus dem gewerblichen Bereich Bezüglich der Papiervermarktung durch die Tochtergesellschaft AWA Service GmbH wurde die in der damaligen Ausschreibung festgelegte Option zur Vertragsverlängerung um ein Jahr gezogen. Daher wird die nächste Ausschreibung erst im Frühjahr 2014 starten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird sie vorbereitet. Zusätzlich konnten die kommunal eingesammelten Papiermengen in 2013, insbesondere durch gezielte Aktionen des ZEW und der RegioEntsorgung, deutlich gesteigert werden. Die Papierumladung am Standort Alsdorf-Warden ist damit bereits an ihre Leistungsgrenzen gekommen. Es wurden darum zusätzliche Mengen verstärkt über den Standort Horm gezogen. Diese Entwicklung wird sich auch in 2014 fortsetzen. Wertstoffe In immer stärkerem Maße kümmert sich die Gesellschaft – auch unter den Vorgaben des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes – um Wertstoffe. Neben der zuvor beschriebenen PPK-Situation werden Elektronikschrott, Metalle, Textilien und anderen Wertstoffe gesammelt. Dazu werden Entsorgungs- und Logistik-Centren eingerichtet. Die von der AWA Service betriebenen ELC Warden und Horm wurden ergänzt durch das ELC Süd in Monschau-Imgenbroich ab Sommer 2013. Das ELC Nord im Gewerbegebiet Huchem-Stammeln wird voraussichtlich ab Herbst 2014 in Betrieb genommen werden können. Andere Standorte im ZEW-Gebiet sind dafür ebenfalls im Gespräch. Den Flächenerwerb für ein ELC Mitte in Stolberg hat der Aufsichtsrat im März 2013 beschlossen. Das Projekt wurde aber aufgegeben, weil die RegioEntsorgung AöR seit Herbst 2013, nach Intervention der Stadt Stolberg, einen eigenen Wertstoffhof in Stolberg betreibt. Einige Städte haben seit langem eigene Wertstoffhöfe im Betrieb (Aachen, Baesweiler, Düren, Herzogenrath, Würselen). Eine Vernetzung von ELC und Wertstoffhöfen ist unter dem Gesichtspunkt einer effektiven Wertstofferfassung und nachhaltigen Rohstoffsicherung mehr als geboten. b) Anlagenbetrieb - MVA Weisweiler Trotz einer schwächeren Anlieferungs-Periode Anfang des Jahres 2013 hat die MVA Weisweiler eine Durchsatzleistung von fast 386.000 Jahrestonnen erreicht. Dies ist das drittbeste Ergebnis seit Betriebsbeginn und liegt deutlich über den Ansätzen des Wirtschaftsplans 2013. In der zweiten Jahreshälfte war die Durchsatzleistung so hoch, dass beide Gesellschafter die Anlieferungen reduzieren mussten. 40 Ansonsten war das Jahr geprägt von ersten Gesprächen der Gesellschafter untereinander und mit dem Betriebsführer über die Zukunft der Anlage nach der in 2017 bzw. 2018 auslaufenden aktuellen Zusammenarbeitsvereinbarung und anderer Verträge. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung beauftragt, zusammen mit den Gesellschaftern Konzepte und Ideen zum Weiterbetrieb der MVA Weisweiler nach Ablauf der Zusammenarbeitsvereinbarung ab 2018 zu entwickeln. Dabei sind die Interessen der Gesellschafter unter den derzeitigen abfallwirtschaftlichen Randbedingungen und nicht kostendeckenden Preisen ebenso zu berücksichtigen, wie die schwierige Verhandlungskostensituation mit dem technischen Betriebsführer. Ebenso sollen die Möglichkeiten einer Kooperation mit dem Wasserverband Eifel-Rur geprüft werden. - Kompostierungsanlagen Die Kompostierungsanlagen in Aachen-Brand und Warden sowie die Bio-Vergärungsanlage in Würselen waren im Geschäftsjahr 2013 ohne Probleme bestens in Betrieb. - ELC Warden/Deponie Warden Nach der Rechtskraft des Flächennutzungsplans der Stadt Eschweiler und des Gebietsentwicklungsplans der Bezirksregierung Köln steht der planungsrechtlichen Zulässigkeit einer Folgenutzung des Deponiestandortes als Entsorgungs- und Logistikcenters nichts im Wege. Der erste Bauabschnitt im späteren Folgenutzungsbereich wurde in 2013 soweit fertiggestellt, dass in einem nächsten Bauabschnitt nur noch die abschließende Asphaltschicht aufgebracht werden muss. Ein weiterer Bauabschnitt im Rekultivierungsteil der Deponie unmittelbar vor der Ortslage Warden wurde ebenfalls in 2013 fertiggestellt und zwischenzeitlich eingegrünt. Dazu gehört auch die Errichtung eines ersten Teils eines neuen Rückhaltebeckens vor der Ortslage Warden. Verschiedene kleinere Baumaßnahmen wurden zusätzlich gemäß Wirtschaftsplan abgewickelt. - ELC Horm Im ersten Halbjahr 2013 konnten die im Brandschaden 2012 geringfügig beschädigten Hallenteile komplett wiederhergestellt werden und damit alle Servicefunktionen des Standortes wieder angeboten werden. - Sickerwasserreinigungs- und Gasnutzungsanlage Sowohl das neue Betriebsverfahren der Anlage als auch die Anbindung an das Gasnetz haben die Erwartungen in vollem Umfang erfüllt. Zwischenzeitlich sind die Gasmotoren des Standortes aber in einem solchen Zustand, dass vor der nächsten Hauptwartung in 2015 ein Austausch erfolgen soll. Daher wurde ein neues Motorenkonzept erarbeitet. Die Ausschreibung läuft im Frühjahr 2014 um möglichst den Winter 2014/2015 bereits mit einem neuen Motor durchstehen zu können. c) Personalentwicklung Insgesamt waren 82,5 Personen bezogen auf Vollzeitstellen im Jahr 2013 bei der AWA Entsorgung GmbH tätig. 13 Auszubildende werden bei der AWA Entsorgung GmbH auf ihr Berufsleben vorbereitet. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von knapp 14 %. d) Öffentlichkeitsarbeit Im Jahr 2013 konsolidierte sich der Zugriff auf die elektronischen Medienangebote der AWA auf hohem Niveau. Die Nutzung der Abfall-APP nahm stark zu und das Informationsangebot im Internet wurde deutlich häufiger genutzt als im Vorjahr. Es zeigt sich, dass vor allem jüngere Kunden auf mobile Medien setzen, ältere Bürgerinnen und Bürger telefonieren deutlich häufiger. Da elektronische Medien ein relativ beschränktes Verfallsdatum besitzen und Wahrnehmungs- und Nutzerverhalten von daher einer beschleunigten Aktualisierung bedürfen, wird für 2014 ein Relaunch der Internetseite angestrebt. Grundsätzliche Überlegungen zu einer Neugestaltung des Corporate Designs der AWA wurden ins Auge gefasst. 41 Der beschränkte Sponsoringetat der AWA wird schwerpunktmäßig anlagennah und sozial verantwortlich verwendet. e) Sonstige wesentliche Vorgänge des Geschäftsjahres Die im Vorjahr begonnene steuerliche Betriebsprüfung für die Jahre 2009 bis 2011 wurde im Geschäftsjahr fortgesetzt. In diesem Zusammenhang wurde ein Rückstellungssachverhalt diskutiert, der im Vorjahr auf Basis der damaligen Situation die bilanzielle Abbildung steuerlicher Risiken erforderlich machte. Der Bundesfinanzhof hat aber durch ein Urteil im Jahr 2013 die steuerliche Zulässigkeit der Bildung dieser Rückstellung bestätigt, wodurch die für diesen Sachverhalt bei der Gesellschaft gebildeten Steuerrückstellungen aufgelöst werden konnten. 3. Lage a) Ertragslage: Die ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse entfallen mit etwa € 39,2 Mio. (Vorjahr € 42,7) auf Entsorgungsentgelte, die damit um 8,2 % rückläufig waren. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Gesellschaft ihre Entgelte nach den für sie geltenden öffentlich-rechtlichen Rahmenbedingungen (KAG, LSP u. a.) zu bemessen hat und diese nicht frei kalkulierbar sind. Die Umsatzerlöse sind somit von der Entwicklung der Entsorgungskosten abhängig, die wesentlich von den Verbrennungskosten der MVA Weisweiler GmbH & Co. KG beeinflusst werden. Somit hat die günstige Entwicklung der Verbrennungskosten auch entsprechende Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung. Die übrigen Umsatzerlöse (T€ 509; Vorjahr T€ 412) betreffen Erlöse aus dem Stromverkauf, wobei die starken Zuwächse auf die Inbetriebnahme der Vergärungsanlage zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erlöse aus der Spitzabrechnung 2013 mit der AWA Service (T€ 977; Vj. 0 T€), Erlöse aus Geschäftsbesorgungen (T€ 1.406; Vorjahr T€ 1.444), Schrotterlöse aus der Rostascheaufbereitung (T€ 2.094; Vorjahr T€ 2.211) sowie Mieterlöse aus dem Betriebshof RegioEntsorgung (T€ 370; Vorjahr T€ 335). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (€ 34,1 Mio.; Vorjahr € 34,3 Mio.) beinhalten Fremdleistungen für die Verbrennungskosten der MVA Weisweiler GmbH & Co. KG, für den Betrieb der Kompostplätze Alsdorf-Warden und Würselen sowie Leistungen für den Betrieb der Zentraldeponie Alsdorf-Warden, für die Betriebsführung der Rostascheaufbereitung, Schadstoffsammlung und für Fremdleistungen Abwasserentsorgung Siwa. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Kosten für Versicherungsbeiträge (T€ 1.650; Vorjahr T€ 607), Wartung/Instandhaltung (T€ 1.362; Vorjahr T€ 1.570), Beratungs- und Prüfungskosten (T€ 981; Vorjahr T€ 530), Fremdleistungen (T€ 492; Vorjahr T€ 458) und Öffentlichkeitsarbeit (T€ 325; Vorjahr T€ 300) enthalten. Beteiligungserträge wurden in Höhe von T€ 1.386 erzielt. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 570 (Vorjahr T€ 359) enthalten. Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält insbesondere Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Deponierückstellung (T€ 861) sowie der Pensionsrückstellung und BeihilfeVerpflichtungen in Höhe von T€ 213 (Vorjahr T€ 129), die mit dem Ertrag aus der Aufzinsung der Rückdeckungsversicherung (T€ 64, Vorjahr T€ 58) verrechnet werden. Insgesamt war die Gesellschaft wirtschaftlich erfolgreich, was sich insbesondere bilanziell in einer entsprechend hohen Rückstellung für zurückzuerstattende Entgelte an die Bürger niederschlägt (2013: T€ 4.197; Vj. T€ 2.372) Das Rohergebnis (T€ 13.349; Vorjahr T€ 14.219) liegt um T€ 870 (6,12 %) über dem des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern beträgt T€ 699. 42 Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 3.870 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag T€ 984) ab. Steuerbasierende Sondersachverhalte haben sowohl im Vorjahr als auch im laufenden Jahr die handelsrechtlichen Jahresergebnisse stark beeinflusst. Dabei lag -wie bereits erläutert- letztendlich der gleiche Sachverhalt mit gegenläufigen Auswirkungen zugrunde. b) Vermögenslage: Die Vermögens- und Finanzlage der AWA Entsorgung GmbH ist weiterhin geordnet. Das Gesamtvermögen der Gesellschaft in Höhe von T€ 73.358 überschreitet den Vorjahreswert (T€ 72.319) um T€ 1.039. Das Anlagevermögen ist von T€ 28.629 im Vorjahr auf T€ 26.762 gesunken. Das Umlaufvermögen (T€ 46.587; Vorjahr T€ 43.665) hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.922 erhöht. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um T€ 3.869 erhöht. Ursächlich hierfür ist der Jahresüberschuss in gleicher Höhe. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ 21.330; Vorjahr T€ 23.244) reduzierten sich um die planmäßigen Tilgungen. Die Rückstellungen (T€ 37.641; Vorjahr T€ 37.976) sanken insgesamt um T€ 335. Hierzu haben drastische Reduzierungen der Steuerrückstellungen um T€ 3.087 als Ergebnis aus der steuerlichen Betriebsprüfung geführt. Gleichzeitig verzeichnen die sonstigen Rückstellungen eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um T€ 4.960. Dies resultiert insbesondere aus der Rückerstattung an die Bürger mit T€ 4.669 und aus der außerordentlichen Rückerstattung der Versicherungsentschädigung der AWA Service aus dem Brandschaden mit T€ 977. c) Finanzlage: Die Finanzlage stellt sich wie folgt dar: 31.12.2013 (TEUR) 31.12.2012 (TEUR) 375 14.315 Cashflow aus Investitionen 41 - 2.374 Cashflow aus Finanzierung -1.914 - 1.895 Veränderung der Liquidität - 1.498 10.046 21.282 11.236 19.784 21.282 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres Die Eigenkapitalquote stieg von 8,23 % auf 13,39 %. Diese ist damit unter betriebswirtschaftlichen Aspekten gering. Aufgrund des strukturellen und rechtlichen Umfelds erwachsen hieraus aber keine Risiken. Das Verhältnis von Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital zum Anlagevermögen (Anlagendeckungsgrad II) weist einen Wert von 176 % aus. Das Umlaufvermögen deckt das kurzfristige Fremdkapital mit einem Faktor 1,8 von ab. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Umweltschutz: Alle vom Aufsichtsrat festgelegten Umweltziele werden – wie in den vergangenen 20 Jahren – vorbildlich umgesetzt. Selbstverständlich ist die Einhaltung aller umweltrelevanten Vorschriften und staatlichen Vorgaben. Vorbildlich niedrig sind die durchschnittlichen Emissionswerte bei der MVA Weisweiler und der Biovergärungsanlage. Erneut wurde das eingerichtete Qualitäts- und Umweltmanagement zertifiziert. Ebenso wurde die AWA Entsorgung erneut als Entsorgungsfachbetrieb anerkannt. 43 Das Beteiligungsunternehmen MVA Weisweiler hat in 2013 ebenfalls ein Umwelt- und Qualitätsmanagement eingeführt und ist seit Anfang 2014 als Entsorgungsfachbetrieb anerkannt. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag haben sich nicht ereignet. IV. Prognosebericht Kritisch mit Blick auf die Zukunft ist die Neuausgestaltung des Abfallwirtschaftsplanes NRW zu betrachten. Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger, die kommunalen Spitzenverbände und alle sonstigen involvierten Akteure müssen hier kooperativ zusammen- wirken. Die Erfassung von Wertstoffen ist mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz noch intensiver in den Fokus getreten. Vor diesem Hintergrund ist dem Aspekt „gewerbliche / gemeinnützige Sammlung“ von u.a. Altkleidern oder Altmetall nach wie vor eine besondere Bedeutung beizumessen, da diese, insbesondere die gewerblichen Sammlungen von Abfällen zur Verwertung aus privaten Haushaltungen, nachteilige Auswirkungen haben können. V. Chancen- und Risikobericht 1. Chancenbericht: Die abschließende Fassung des AWP NRW ist im Haus des NRW-Umweltministeriums erarbeitet worden und befindet sich derzeit in der sogenannten Kabinettsabstimmung. Das Landeskabinett soll in den nächsten Wochen die Fassung des Landesabfallplans beschließen. Ob dieser noch vor der Kommunalwahl in die offizielle Beteiligung gehen wird, ist unklar. Fest steht aber, dass die entsprechenden Anhörungen im Landtag und die Befassung der zuständigen Landtagsauschüsse mit dem LAP NRW erst nach der Kommunalwahl stattfinden werden. An der Aufteilung des Landes in Entsorgungsregionen ist in den vergangenen Wochen weiter gearbeitet worden. Zusammen mit den NRW-Spitzenverbänden soll ein 4-Regionen-Modell verfolgt werden. Der Landesvorstand des VKU konnte sich nach langwierigen Diskussionen auf einen solchen Lösungsvorschlag verständigen. In dem bisher vom NRW-Umweltministerium favorisierten 3Regionen-Plan ist die Region Rheinland vorgesehen worden, bestehend aus den derzeitigen Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln. Eine Teilung dieser Region ist offenbar sinnvoll. Das am 01.06.2012 in Kraft getretene Kreislaufwirtschaftsgesetz bedingte einige Neuerungen. Insbesondere die neuen Regelungen zu „gewerblichen / gemeinnützigen Sammlungen“, die eine Ausnahme von den bestehenden Überlassungspflichten an die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger bei Abfällen zur Verwertung aus privaten Haushaltungen darstellen, stellen alle am Anzeigeverfahren einer solchen Sammlung beteiligten Behörden vor eine große Herausforderung hinsichtlich der rechtlichen Beurteilung. Denn die Vielzahl der unbestimmten Rechtsbegriffe unterliegt einem großen Beurteilungs- und Ermessensspielraum. 2. Risikobericht: a) Abfallmengen und Preisentwicklungen Für die Jahre 2014 und 2015 muss damit gerechnet werden, dass sich die Hausmüllmengen reduzieren, da in entsprechende Wertstoffsammlungen Mengen fließen, die bisher unmittelbar dem Hausmüll zugeführt wurden. Die Bereitschaft der Bevölkerung, solche Sammelsysteme auch zu bedienen, ist erfreulich groß. Der Gesetzgeber kommt mit seinem Wertstoffgesetz nicht voran, so dass weiter insbesondere von Kommunalbetrieben erwartet werden kann, in die Wertstofferfassung schon vorab einzusteigen, um der politischen Vorgabe, die Rohstofferfassung zu verstärken, endlich auch tatsächlichen Rückhalt zu geben. Die Tendenz von Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe, möglichst wenige Abfälle dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger zu überlassen, hält an. Die regional tätigen privaten Abfallbetriebe beraten die Abfallerzeuger in dieser Tendenz und locken mit günstigen Preisen. 44 Die Mitverbrennungsmöglichkeiten in Braun- und Steinkohlekraftwerken sowie in Ersatzbrennstoffkraftwerken sind nach wie vor groß und finanziell attraktiv. Die Aufbereitung von Haus- und Gewerbeabfällen rechnet sich offensichtlich nach wie vor angesichts des enormen Preisunterschiedes zwischen MVA-Preisen und Mitverbrennungspreisen. Die Kosten des „Auslastungsmanagements“ müssen nach wie vor aufgebracht werden, so dass die Kostendifferenzen zwischen Bürgern und Gewerbe bestehen bleiben. b) Landesabfallplan NRW Die Aufstellung des Landesabfallplans (LAP) durch das NRW Umweltministerium wird intensiv vorangetrieben, die ökologische Orientierung des neuen LAP ist deutlich erkennbar. Ob allerdings wegen der vielen europaweiten Ausschreibungen noch genügend Mengen für eine gerechte Auslastung von Müllverbrennungsanlagen und der anderen abfallwirtschaftlichen Behandlungsanlagen zur Verfügung steht, bleibt offen. Wie die angestrebte Gebührengerechtigkeit landesweit umgesetzt werden soll, bleibt offen. Es ist zu befürchten, dass gute ökologische Vorhaben der Landesregierung verpuffen werden. c) Primärenergieproduktion Nach der guten Erfahrung mit Energiegewinnung aus Hausmüll ist durch den erfolgreichen Betrieb der Biovergärungsanlage in Würselen der Einstieg in die Energieproduktion aus Bioabfall gelungen. Beide Energieerzeugungen stehen im Verhältnis 17 (MVA) zu 1 (Biovergärungsanlage). d) Risikomanagement Das Risikomanagementsystem (RMS) wird intensiv gelebt. In monatlichen Telefonkonferenzen tauschen sich die Geschäftsleitung und die externen Berater des RMS eingehend aus. Halbjährlich erörtern die Berater die Probleme mit der Geschäftsleitung und den Abteilungsleitern vor Ort. Die Aktualisierung der Risiken ist damit gewährleistet. Gekennzeichnet wird die Risikosituation der AWA Entsorgung durch typische Risiken wie die Unsicherheit bei Müllmengen, die Unklarheiten bei der rechtlichen Regelung von Zuständigkeiten und künftigen Verantwortungen (Wertstoffgesetz), standardmäßig sind die typischen Betriebsrisiken beim Betrieb von technischen Anlagen. Das Großbrandereignis im ELC Horm hat dies anschaulich unter Beweis gestellt. e) Preisanpassungsbegehren Im Zusammenhang mit den Anlieferverpflichtungen zur MVA Weisweiler stellte im September 2013 der Mitgesellschafter der AWA Entsorgung GmbH an der MVA Weisweiler GmbH & Co. KG, die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH, ein Preisanpassungsbegehren an die AWA Entsorgung GmbH. Im Zuge dieses Begehrens fordert die EGN durch Preisanpassungen ab dem 01.10.2013 bis zum 30.11.2017 einen Verlustausgleich in Höhe von insgesamt 65,2 Mio. Euro. Die AWA lehnt dieses Preisanpassungsbegehren ab und hat eine Anwaltskanzlei mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt. Die betreffenden Verträge sehen für diesen Fall ein Schiedsverfahrens vor. Beide Seiten haben ihre Schiedsrichter (Beisitzer) für das Schiedsgericht benannt. Allerdings konnte das Schiedsverfahren noch nicht eingeleitet und somit eine Schiedsklage noch nicht eingereicht werden, da sich die Parteien noch nicht auf einen Obmann (Vorsitzenden) des Schiedsgerichts einigen konnten oder hierfür vorgesehene Personen dies abgelehnt haben. Zwei Gesellschafter der AWA Entsorgung GmbH, die Stadt Aachen und die StädteRegion Aachen haben beschlossen, ihrerseits ein Preisanpassungsbegehren, allerdings gegen die MVA Weisweiler GmbH & Co. KG, zu stellen. Die Geschäftsführung sieht das von EGN artikulierte Preisanpassungsbegehren als unbegründet an. Dementsprechend wird eine Inanspruchnahme der AWA Entsorgung GmbH nicht als überwiegend wahrscheinlich erachtet. Rückstellungen waren daher nicht zu bilden. 45 3. Gesamtaussage: Das Unternehmen ist in einer guten wirtschaftlichen Lage. Das Personal, die Organisation und die internen Abläufe harmonisieren zu guten Leistungen, die von den Gremien erfreulicherweise nahezu immer einstimmig beschlossen werden. Die AWA Entsorgung GmbH ist fest in der „Abfallszene“ etabliert und wegen ihrer ökologischen und kaufmännischen Erfolge in der Region Aachen/Düren akzeptiert. 46 MVA Weisweiler GmbH & Co. KG Eschweiler Allgemeine Angaben Firma MVA Weisweiler GmbH & Co. KG Sitz Zum Hagelkreuz 22, 52249 Eschweiler Rechtsform GmbH & Co. KG Gründungsjahr 1997 Gesellschafter Geschäftsführer Ulrich Koch, Andreas Fries Gremien Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 12.784.00,00 EUR Mitarbeiter 11,25 (Vorjahr 11,75) (Durchschnitt) Internet www.mva-weisweiler.de Gegenstand des Unternehmens Hierzu zählen die Fertigstellung sowie die Betriebsübernahme und der Betrieb der MVA Weisweiler. Zudem der wirtschaftliche und umweltverträgliche Betrieb und die technische Weiterentwicklung der MVA Weisweiler. Zu den Aufgaben gehören alle damit verbundenen Geschäftstätigkeiten, Betrieb und Betriebsführung von Vorschalt- und Sortieranlagen, Reststoffaufbereitungsanlagen und Deponien […] und die Beteiligung an anderen Unternehmungen. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Ulrich Koch, Andreas Fries Aufsichtsrat: Vorsitzender stv. Vorsitzende Helmut Etschenberg Kerstin Abraham Bernfried Ahle Willi Bündgens Ferdinand Corsten (CDU) Michael Depenbrock Claus Haase (SPD) Carsten Liedtke Dr. Hermann-Josef Roos Josef-Johann Schmitz Wolfgang Spelthahn Reinhard Van Vlodrop Städteregionsrat Stadtwerke Krefeld AG EGN StädteRegion Ratsmitglied Stadtwerke Krefeld AG Ratsmitglied Stadtwerke Krefeld AG EGN Kreis Düren Landrat Kreis Düren EGN 47 Beratende Mitglieder Rudi Bertram Uwe Zink Dr. Lothar Barth Stadt Eschweiler StädteRegion Beigeordneter Stadt Aachen Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Zur Geschäftsführung und Vertretung ist die Komplementärin berechtigt und verpflichtet. Gesellschafterversammlung Die von den beiden Gesellschaftern AWA Entsorgung GmbH und Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH (EGN) zu entsendenden Mitglieder. Die Gesellschafterversammlung wählt für die Dauer zweier aufeinanderfolgender Geschäftsjahre aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter. Der Vorsitz wechselt zwischen einem von der AWA und einem von der EGN entsandten Mitglied. Stellvertreter ist jeweils ein von dem anderen Gesellschafter entsandtes Mitglied. Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 2011 2012 99.189 75% B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 84.425 82% 16 III. Finanzanlagen 32.296 24% Vermögensgegenstände III. Wertpapiere 2013 0% 69.675 81% 33 0% 84.409 82% 69.642 81% 0 0 0% 17.449 17% 0% 16.300 19% 160 0% 160 0% 4.979 5% 4.567 5% 0 0% 0 0% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital 562 0% 132.047 5.000 559 1% 102.433 4% 5.000 11.573 13% 6 0% 85.981 5% 5.000 6% Kapitalanteile Kommanditisten 12.784 12% 12.784 15% nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -7.784 -8% -7.784 -9% B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 48 12.310 12% 5.436 4% 5.311 5% 3.752 4% 121.611 92% 92.122 90% 77.228 90% 0 0 0 132.047 0% 102.433 0% 85.981 0% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 56.605 52.541 51.498 sonstige betriebliche Erträge 14.390 298 298 Betriebsleistung 70.995 52.839 51.796 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 25.579 28.402 26.302 958 1.027 927 21.035 14.847 14.821 2.536 2.409 2.759 20.887 6.155 6.987 146 20 4.347 3.539 Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebserfolg sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Finanzergebnis -4.907 -4.200 -3.519 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 15.979 1.955 3.467 2.439 435 627 64 64 70 13.476 1.456 2.771 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Es besteht keine unmittelbare Verbindung zum städtischen Haushalt. Lagebericht I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der wirtschaftliche und umweltverträgliche Betrieb der MVA Weisweiler und alle damit verbundenen Geschäftstätigkeiten. Im Zuge einer Zusammenarbeitsvereinbarung haben sich die Gesellschafter AWA Entsorgung GmbH und EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH zu einem Anlieferkontingent in Höhe von jeweils 145.000 t/a verpflichtet („Bring or pay“). Die Zusammenarbeitsvereinbarung wurde seinerzeit zwischen dem Kreis Aachen, der Stadt Aachen, der AWA-Abfallwirtschaft Kreis und Stadt Aachen GmbH, Eschweiler und R&T Entsorgung GmbH, Viersen geschlossen. Sie soll allen Vertragsparteien Sicherheit für die Müllmengenströme geben und dauerhaft den wirtschaftlichen Betrieb der MVA Weisweiler ermöglichen. 2. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung im klassischen Sinne ist im Tätigkeitsumfeld der Gesellschaft nicht gegeben. Gleichwohl prüft die Gesellschaft ständig Optimierungspotential und realisiert Verbesserungsmaßnahmen, um die Effizienz in technischer, energetischer und wirtschaftlicher Hinsicht zu steigern. Die Verlängerung der sog. „Reisezeiten“ (der Zeitraum zwischen den Revisionen), eine hohe Zeitverfügbarkeit der Anlage, die vorbildlichen umweltrelevanten Emissionswerte und die erheblichen Kostenreduzierungen –trotz Preissteigerungen- im Verlauf der letzten Jahre dokumentieren deutlich den Erfolg der durchgeführten Maßnahmen. 49 II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Wie auch in den vergangenen Jahren geschildert, stehen die Müllverbrennungsanlagen in NRW, aber auch bundesweit untereinander in massiver Konkurrenz. Gemeinsam sind wiederum alle Müllverbrennungsanlagen dem harten Wettbewerb mit EBS (Ersatz-Brennstoffe)-Kraftwerken und den Möglichkeiten der Mitverbrennungsanlagen ausgesetzt. Eine konsequente Stoffstromkontrolle ist im Land NRW völlig zum Erliegen gekommen. Wenn aufbereitete Hausmüllmengen in die Mitverbrennung geraten, wird das Potential an Müllmengen, das die MVAs erreicht, immer geringer. Daher sind bei europaweiten Ausschreibungen viele Mitverbrennungsanlagen bei ihren Angeboten offensichtlich unter die technischen Gestehungspreise der eigenen Anlage gegangen. Schließlich ist kein Anlagenbetreiber in der Lage, dauerhaft unter seinen tatsächlichen und nachweisbaren Gestehungskosten eine thermische Dienstleistung auf technisch zuverlässigem Niveau für seine Gesamtkapazität anzubieten. Die Mitverbrennung in Braunkohlenkraftwerken hat sich geringfügig verringert. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2013 war trotz einer schwächeren Mengensituation im Frühjahr gleichwohl technisch und wirtschaftlich sehr erfolgreich. In den Monaten April und Mai 2013 konnte aufgrund von fehlenden Müllmengen die Anlage nur in Teil- und Schwachlast gefahren werden; im Mai musste sogar 1 Linie für 2 Wochen abgestellt werden. Die technisch hohe Verfügbarkeit der Anlage ermöglichte es, in den Monaten Mai bis Dezember das 360.000 t/a gesteckte Ziel des Wirtschaftsplans 2013 nicht nur zu erreichen, sondern um ca. 26.000 Tonnen sogar deutlich zu überschreiten und somit insgesamt knapp 386.000 t thermisch zu behandeln. AWA und EGN haben beide ihr Auslastungskontingent zuverlässig erfüllt. Die Vermarktung der sog. „Freien Spitze“ (Anlieferungen über den Pflichtkontingenten) erfolgte durch beide Auslastungspartner zu Marktkonditionen. Die in die Freie Spitze gelieferte Menge der AWA belief sich auf 47.132 Tonnen. EGN hat im Jahr 2013 48.138 Tonnen in die Freie Spitze geliefert. Durch ein gezieltes Stoffstrommanagement gelang es den Beteiligten, die technisch zur Verfügung gestellte Verbrennungskapazität effektiv zu nutzen, auch wenn das vom Gesellschafter AWA in den letzten Jahren genutzte Zwischenlager in Hürtgenwald-Horm Anfang September 2012 durch ein Großfeuer im Geschäftsjahr 2013 und bis auf weiteres nicht mehr zur Verfügung steht. In der Revisionsphase vom 08.01. bis 21.03.2013 konnte die Müllverbrennungsanlage überwiegend mit zwei Linien betrieben und somit Verbrennungsengpässe nahezu vermieden werden. Insgesamt lag die Zeitverfügbarkeit an allen drei Linien in 2013 im Mittel bei 93%; dies ist der zweithöchste Wert in der Unternehmensgeschichte. Die im Geschäftsjahr 2011 erfolgte Modernisierung der Leittechnik hat ihre Bewährungsprobe in 2012 und 2013 im Langzeitbetrieb bestens bestanden. Der Umbau der Rauchgasreinigungsanlage in den Jahren 2010 und 2011 ermöglichte es, auch in 2013 während des gesamten Geschäftsjahres die MVA Weisweiler mit dieser neuen Technik zuverlässig zu betreiben. Alle Erwartungen an die Energieeinsparungen konnten deutlich übertroffen werden. Die Dampfproduktion war im Geschäftsjahr 2013 stetig, zuverlässig und lag mit 1.188.360 Tonnen, trotz der Teillastzeiten bei 88%. Betriebsintern konnte der Energieverbrauch –insbesondere auch wegen der umgebauten Rauchgasreinigung- erneut um ca. 25 Prozent gesenkt werden. Hier zeigt sich aber auch, dass das seit mehr als 10 Jahren konsequent verfolgte Ziel der Verbesserung der Energieeffizienz richtig war und erkennbare Früchte trägt. Die betriebsinternen Maßnahmen zur Energieeinsparung haben weiterhin zu erheblichen Kostenreduzierungen geführt und zur Verbesserung der Energieeffizienz beigetragen. 50 3. Lage a) Ertragslage Die Umsatzerlöse (51.498 T€; Vj.52.541 T€) waren zwar rückläufig, hieraus ist aber keine negative Geschäftsentwicklung abzuleiten. Im Zusammenhang mit der LSP-basierenden Kalkulationssystematik ist dies insbesondere Ausdruck einer günstigen Kostensituation. Der Materialaufwand (26.302 T€; Vj.28.401 T€) verzeichnet einen deutlichen Rückgang. Dies ist zum einen Ausdruck einer günstigen Kostenentwicklung. Zum anderen übte aber im Vorjahr die Bildung von höheren Instandhaltungsrückstellungen größeren Einfluss auf diese Position aus. Die Abschreibungen (14.821 T€: Vj.14.847 T€) sind nahezu unverändert und bilden die planmäßigen Abschreibungen ab. Das extrem niedrige Zinsniveau wirkt sich drastisch im Kapitalanlagebereich aus, was nochmals zu einem Rückgang der Zinserträge (20 T€; Vj. 146 T€) führte. Die Zinsaufwendungen (3.539 T€; Vj. 4.347 T€) beinhalten die Zinsleistungen für das Darlehen im Zusammenhang mit dem Kauf der MVA. Der Rückgang bildet die Auswirkungen aus der planmäßigen zugrunde liegenden Finanzierungskonzeption ab. Nach den neuen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften (BilMoG) sind sogenannte Aufwandsrückstellungen nicht mehr zulässig. Da im Rahmen des LSP-basierenden kalkulatorischen Umfelds der MVA KG diesbezügliche Abgrenzungen weiterhin berücksichtigt werden dürfen, wird es künftig handelsrechtlich zu größeren Ergebnisschwankungen kommen. Die Auswirkungen schlagen sich auch im Jahresüberschuss des Geschäftsjahres nieder, wonach der Jahresüberschuss T€ 2.771 nach T€ 1.456 T€ im Vorjahr beträgt. Es wurde insbesondere in 2013 wieder deutlich, dass die äußerst erfreuliche Reduzierung der Verbrennungskosten/t um rund 10% nur über die zwischenzeitlich erreichte hohe Leistungsfähigkeit (~386.000t) und auch Leistungsreserve (vollständige Kompensation der Einbußen aus dem Frühjahr 2013) realisierbar wurde. b) Finanzlage Die Kapitalflussrechnung setzt sich wie folgt zusammen: 2013 2012 (TEUR) (TEUR) 15.885 2.969 -71 -83 -16.552 -16.552 -738 -13.666 A. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit B. Cashflow aus der Investitionstätigkeit C. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit D. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds E. Finanzmittelfonds am Jahresanfang 12.310 25.976 F. Finanzmittelfonds am Jahresende 11.572 12.310 Im Vorjahr wurde der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit durch eine erhebliche Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern wesentlich beeinflusst. Die Investitionen in Höhe von T€ 71 (Vj. T€ 83) sind von untergeordneter Bedeutung und mit Eigenmitteln finanziert. Die Abflüsse des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit resultieren aus der Darlehenstilgung im Rahmen des Kaufs der Anlage. Die Finanzierungskonzeption ist so angelegt, dass die Nutzungsdauer und die Darlehenslaufzeit weitgehend identisch sind und somit über die Abschreibungen die Tilgungen und Liquidität gesichert sind. 51 c) Vermögenslage Die Vermögensstruktur der Gesellschaft weist im Wesentlichen langfristiges, überwiegend in Sachanlagen gebundenes Vermögen in Höhe von 71.140 T€ aus. Dies entspricht rund 83% der Bilanzsumme. Der Anteil des kurzfristig gebundenen Vermögens (im Wesentlichen Forderungen und liquide Mittel) an der Bilanzsumme beträgt rd. 17%. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Bilanzsumme) von 5,8 % (Vj. 4,9 %) hat sich nur unwesentlich verändert. Die Eigenkapitalquote ist damit unter betriebswirtschaftlichen Aspekten zwar sehr niedrig, aufgrund des rechtlichen Umfelds und der Kalkulationsgrundlagen lassen sich hieraus aber keine besonderen Risiken ableiten. Weiterhin wird der Jahresüberschuss entsprechend des Gesellschaftsvertrags und diesbezüglicher Beschlüsse den Gesellschafterkonten gutgeschrieben und danach nicht mehr unter dem Eigenkapital ausgewiesen. Somit bleibt das Eigenkapital trotz des Jahresüberschusses in seiner absoluten Höhe gleich. Die permanente Optimierung des Anlagenbetriebs führt inzwischen zu Reisezeiten von teilweise mehr als 24 Monaten. Diesem positiven Umstand wurde in den vergangenen Jahren aus Gründen einer sachgerechten periodischen Zuordnung durch entsprechende Rückstellungen Rechnung getragen. Die neuen Rechnungslegungsvorschriften im Rahmen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes lassen die Bildung sogenannter Aufwandsrückstellungen nicht mehr zu. Die Vermögens- und Finanzverhältnisse der MVA KG sind weiterhin geordnet. Die Liquidität ist sichergestellt. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a) Personalentwicklung Im Jahr 2013 waren bei der MVA Weisweiler 10 Mitarbeiter/-innen (MA) beschäftigt. Weiterhin wurden 2 Aushilfen eingesetzt. Im Geschäftsjahr 2013 ist die Wiederbesetzung einer vakanten Stelle mit einem erfahrenen Ingenieur gelungen. Die kaufmännische Geschäftsbesorgung erfolgt durch die Mitarbeiter/-innen des Gesellschafters AWA Entsorgung GmbH. b) Umweltschutz Die auf dem neuesten Stand befindliche Ausstattung der Müllverbrennungsanlage Weisweiler hat auch im Geschäftsjahr 2013 zuverlässig ihren Dienst geleistet. Auch die mit dem illegalen Quecksilbereintrag 2011 aufgetretenen Probleme konnten abschließend abgearbeitet werden. Die Überwachungsbehörde wurde über alle relevanten Vorkommnisse – auch kleinere - im laufenden Betrieb informiert. Die Umweltauswirkungen der Müllverbrennungsanlage Weisweiler sind durch die permanente Einhaltung der Grenzwerte sichergestellt. In der Region ist anerkannt, dass alle umweltrelevanten Grenzwerte zuverlässig und dauerhaft weit unter den festgesetzten genehmigten Grenzwerten tatsächlich liegen. Die Werte werden aggregiert monatlich im Internet für jedermann aktualisiert und zugänglich gemacht. Die Akzeptanz der MVA Weisweiler wird maßgeblich auch dadurch innerhalb der Bevölkerung der Region Aachen und Düren sichergestellt, dass sich zahlreiche Besuchergruppen von den Umweltschutzmaßnahmen vor Ort überzeugen können. Insgesamt konnten ca. 1.000 Besucher die MVA Weisweiler im Geschäftsjahr 2013 besichtigen. IV. Nachtragsbericht Entsprechende Sachverhalte liegen nicht vor. V. Prognosebericht Erneut konnten die Betriebskosten im Jahr 2013 im Verhältnis zum Vorjahr gesenkt werden. Dies ist einerseits dem erfolgreichen Umbau der Rauchgasreinigungsanlage mit deutlich besseren Ergebnissen als geplant zu verdanken. Andererseits konnten sich zusätzliche Optimierungen kostenmindernd auswirken sowie weitere Einsparungen hinsichtlich der Energieverbräuche erzielt werden. 52 Die Wettbewerbsfähigkeit der MVA Weisweiler im Vergleich zu anderen Müllverbrennungsanlagen hat sich dadurch leicht verbessert. Dazu soll auch die in 2013 begonnene Zertifizierung als Entsorgungsfachbetrieb beitragen. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch im Jahr 2014 beide Auslastungspartner ihre Pflichtkontingente erfüllen und alle Bemühungen unternehmen werden, die Freie Spitze – abhängig von ihrer technischen Verfügbarkeit – jeweils zur Hälfte gleichmäßig auszulasten. Auch wenn feststeht, dass in 2014 weniger Hausmüllmengen angeliefert werden, bemühen sich beide Auslastungspartner, möglichst keine hochkalorischen Mengen aus dem gewerblichen Bereich der MVA Weisweiler zuzuführen. Der Wirtschaftsplan für 2014 geht von einer Verbrennungsleistung von ca. 360.000 t aus. Der intensive Erfahrungsaustausch und die erfreulich konstruktive Kooperation mit den Müllverbrennungsanlagen im Regierungsbezirk Köln sowie den Müllverbrennungsanlagen in Krefeld und Düsseldorf ermöglichen, dass die Entsorgungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. Der technische Erfahrungsaustausch stellt im Übrigen sicher, dass seitens der Aufsichtsbehörden mit gleichen Maßstäben und Randbedingungen gearbeitet wird. Der Betrieb der Anlage gewährleistet die Entsorgungssicherheit im Gebiet des ZEW zuverlässig. Als Fazit kann eine stabile Geschäftsentwicklung auch in 2014 prognostiziert werden. VI. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Bereits 2010 hatten Vertreter der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen aus dem Bereich des ZEW die Stilllegung einer Verbrennungsstraße in der MVA Weisweiler beantragt. Im Zusammenhang mit den Ende 2016 auslaufenden Verträgen über die technische Betriebsführung und den Dampfliefervertrag mit der RWE Power AG hat die Geschäftsführung umfangreiche Untersuchungen angestellt, unter welchen finanziellen Randbedingungen ein vollständiger Eigenbetrieb der MVA Weisweiler, losgelöst von den bestehenden technischen Verbindungen zum Kraftwerk Weisweiler, erfolgen kann. Ermittelt wurden die dazu notwendigen Investitionen, ihre Kostenauswirkungen und die sonstigen Randbedingungen eines sogenannten vollständigen Eigenbetriebes („Grüne Wiese“-Modell). Dabei wurde berücksichtigt, dass aufgrund der Müllmengenentwicklung ggf. auch ein Zwei-Linien-Betrieb erfolgen kann. Zudem wurden im Geschäftsjahr 2013 intensive Überlegungen angestellt, wie der Weiterbetrieb der Anlage ab 2017 möglichst wirtschaftlich vollzogen werden kann. Auch wurden Prüfungen zum vollständigen Verzicht bzw. zur Stilllegung der MVA Weisweiler ab Ende 2017 nach Ablauf der Finanzierungsphase unter Beteiligung von Ingenieurbüros, Wirtschaftsprüfern etc. durchgeführt. Bei den Verhandlungen mit RWE Power AG konnte mit den umfangreichen Erkenntnissen aus den zahlreichen Prüfungen eine gute Verhandlungsposition „auf Augenhöhe“ aufgebaut werden. Nach intensiven Beratungen aller am Entscheidungsprozess Beteiligten hat der Aufsichtsrat der MVA Weisweiler beschlossen, die Eigenlösung bis auf weiteres nicht fortzuführen. Die Verhandlungen über die Fortsetzung der technischen Betriebsführung im Rahmen des Anbindungs- und Dienstleistungsvertrages wurden zwischen MVA KG und RWE Power AG fortgesetzt und konnten noch zu keinem abschließenden Ergebnis geführt werden. Voraussichtlich können diese Verhandlungen erst im laufenden Geschäftsjahr 2014 beendet werden. Die bisherigen Verhandlungsergebnisse zeigen Verbesserungen in den Betriebsabläufen und finanzielle Erleichterungen für die MVA KG in Millionenhöhe. Die MVA KG ist – mit entsprechendem Vorlauf bzw. einer Übergangsfrist – jederzeit in der Lage, die Planungen zum Eigenbetrieb wieder aufleben zu lassen und auch in eine Realisierungsphase bringen zu können. Allgemein bleibt festzustellen, dass die Risiken der Gesellschaft im Rahmen einer kontinuierlichen Risiko-Inventur erfasst und mit externen Beratern bewertet werden. Im Zusammenhang mit den Anlieferverpflichtungen zur MVA Weisweiler stellte im September 2013 ein Gesellschafter der MVA Weisweiler GmbH & Co. KG, die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH, ein Preisanpassungsbegehren an den anderen Gesellschafter, die AWA Entsorgung GmbH. Im Zuge dieses Begehrens fordert die EGN durch Preisanpassungen ab dem 01.10.2013 bis 53 zum 30.11.2017 einen Verlustausgleich in Höhe von insgesamt 65,2 Mio. Euro. Die EGN fordert eine Preisreduzierung ihrer Verbrennungsentgelte, die im Gegenzug die AWA tragen soll. Die AWA hat dieses Preisanpassungsbegehren abgelehnt. Die betreffenden Verträge sehen für diesen Fall ein Schiedsverfahren vor. Nachdem beide Seiten ihre Schiedsrichter (Beisitzer) für das Schiedsgericht benannt hatten und die Einigung auf einen Obmann (Vorsitzenden) erfolgt war, hat sich das Schiedsgericht konstituiert und EGN hat am 16. April 2014 Schiedsklage eingereicht. Die Geschäftsleitung hat intensiv geprüft, ob sich aus dem Sachverhalt die Pflicht zur Bildung von Rückstellungen ergeben kann. Unter Berücksichtigung und Würdigung aller Umstände und Zusammenhänge sieht die Geschäftsleitung das Erfordernis zur Bildung von Rückstellungen als nicht gegeben. 2. Chancenbericht Nach wie vor sind die bereits Ende Mai 2012 aufgenommenen Arbeiten des NRW Umweltministeriums und der von diesem beauftragten Gutachter noch nicht abgeschlossen. Es hat im Geschäftsjahr 2013 zahlreiche Erörterungen und Diskussionen mit allen Beteiligten gegeben, um eine möglichst landesweit harmonische Auslastung der vorhandenen Verbrennungskapazitäten in den 16 Müllverbrennungsanlagen zu ermöglichen. Die entsprechenden Verhandlungen haben aber noch nicht zu einem abschließenden Ergebnis geführt. Auch sind die von der Landesregierung beauftragten Gutachter erst zu einem im NRWUmweltministerium ausdiskutierten Arbeitsexemplar des AWP gekommen. Die erforderliche Ressortabstimmung zwischen den Landesministerien ist noch nicht erfolgt. Mit einer offiziellen Beteiligung des Landtages kann erst ab Sommer des Jahres 2014 gerechnet werden. Inwieweit die für die Auslastung der MVA Weisweiler wichtigen Abfallmengen zur Verwertung mit in den AWP einbezogen werden, steht leider immer noch nicht fest. Auch ist die Stoffstromüberwachung durch die zuständigen Behörden des Landes NRW nach wie vor nicht wieder aufgegriffen worden, so dass relevante Stoffströme nicht die dafür vorgesehenen Müllverbrennungsanlagen in NRW erreichen. Die thermische Konkurrenz in Form von Mitverbrennungsmöglichkeiten, EBSKraftwerken, Zementwerken und anderen Einrichtungen ist nach wie vor bedrohlich für die Existenz der Müllverbrennungsanlagen. Die geographische Randlage der MVA Weisweiler verschärft diesen nachteiligen Trend. Umso erfreulicher ist, dass die Anlage es technisch ermöglicht hat, rund 386.000 Tonnen in 2013 zu verbrennen. Die Anstrengungen der beiden Auslastungspartner geben hier ein beachtliches und erfolgreiches Engagement wieder. Die Geschäftsführung geht aufgrund der derzeitigen Planungen der Auslastungspartner davon aus, dass die MVA Weisweiler auch in 2014 das gesteckte Auslastungsziel gemäß Wirtschaftsplan erreichen wird. 3. Gesamtaussage Für das Geschäftsjahr 2013 kann insgesamt eine sehr erfreuliche Entwicklung festgestellt werden. Die gute Mengen- und Kostensituation haben zu sehr guten Ergebnissen geführt. Der Wirtschaftsplan 2014 unterstellt eine stabile Mengensituation und sieht weitere Kostenreduzierungen vor. Im Laufe des Jahres 2014 werden grundlegende Entscheidungen zur langfristigen wirtschaftlichen und strategischen Ausrichtung zur Gesellschaft erwartet. VII. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft bedient sich keiner Finanzinstrumente sowie anderer Termingeschäfte, Optionen und Derivate. VIII. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft hat keine weiteren Standorte oder Niederlassungen. 54 AWA Service GmbH Eschweiler Allgemeine Angaben Firma AWA Service GmbH Sitz Zum Hagelkreuz 24, 52249 Eschweiler Rechtsform GmbH Gründungsjahr 2004 Gesellschafter Geschäftsführer Ulrich Reuter Karl Rambadt Gremien Gesellschafterversammlung Stammkapital 25.000,00 EUR Mitarbeiter 39,25 (Vorjahr 35,75) (Durchschnitt) Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung abfallwirtschaftlicher Dienstleistungen, einschließlich Errichtung, Erwerb und Betrieb der hierzu erforderlichen Anlagen sowie die Übernahme der Betriebsführung von Ver- und Entsorgungsunternehmen. Die Gesellschaft darf alle Maßnahmen treffen, die geeignet sind, den Gesellschaftsgegenstand zu fördern. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich mit Zustimmung der Gesellschafter an anderen Gesellschaften zu beteiligen. Die Gesellschaft darf Grundstücke erwerben sowie eigenen und fremden Grundbesitz verwalten und verwerten. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Ulrich Reuter, Karl Rambadt Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Gesellschaft kann einen oder mehrere Geschäftsführer haben. Die Zahl der Geschäftsführer richtet sich nach dem Aufgabenumfang der Gesellschaft. Ist nur ein Geschäftsführer vorhanden, so ist er stets alleinvertretungsberechtigt. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich oder durch einen Geschäftsführer gemeinschaftlich mit einem Prokuristen vertreten. Gesellschafterversammlung In der Gesellschafterversammlung werden die Gesellschafter durch ihre gesetzlichen Vertreter vertreten. Darüber hinaus kann sich jeder Gesellschafter durch rechtsgeschäftliche Vertreter vertreten lassen. Abweichend hiervon kann die Gesellschafterversammlung weitere Personen als Vertreter oder Beistand in der Gesellschafterversammlung zulassen. 55 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) 2011 2012 2013 A. 1.449 45% 1.425 52% 1.819 38% Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 0 1.741 54% 0 0% 1.424 52% 1.819 38% 1.314 48% 2.942 62% 10 Vermögensgegenstände 0% 0% 8 0% 704 26% 466 10% 600 22% 2.468 52% III. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Gewinn-/ Verlustvortrag 15 0% 3.204 324 10% 0% 2.097 44% 1% 25 1% 299 11% 346 7% 48 2% 124 5% 1.725 36% B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten 0 0% 0 0% 140 E. Passive latente Steuern 0 0% 0 0% 744 16% Bilanzsumme Passiva 4% 14 4.775 371 13% 25 127 1% 2.753 III. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 56 14 2.754 86% 3.204 2.257 82% 2.753 176 4% 1.618 34% 4.775 3% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 6.389 6.529 6.923 717 737 817 Betriebsleistung 7.106 7.266 7.740 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 3.462 3.516 3.899 Personalaufwand 1.459 1.493 1.610 476 474 401 1.580 1.648 1.667 129 134 163 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6 3 1 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 47 37 24 -41 -35 -23 87 100 140 außerordentliche Erträge 0 747 4.222 außerordentliche Aufwendungen 0 747 1.822 außerordentliches Ergebnis 0 0 2.400 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 16 774 sonstige Steuern 37 36 40 Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 40 48 1.725 sonstige betriebliche Erträge Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebserfolg Finanzergebnis Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Verbindungen zum städtischen Haushalt Es besteht keine direkte Verbindung zum städtischen Haushalt. Lagebericht I. Grundlagen des Unternehmens Die AWA Service GmbH wurde durch notarielle Urkunde vom 19. Juli 2004 gegründet und am 20. September 2004 unter der HRB 12652 in das Handelsregister Aachen eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Eschweiler. Wesentliche Bereiche der kaufmännischen und technischen Verwaltung werden im Rahmen einer Geschäftsbesorgung von der Muttergesellschaft erledigt. Zum Abschlussstichtag beschäftigte die AWA Service GmbH insgesamt 35 Mitarbeiter. Die AWA Service GmbH hat die Aufgabe, als 100 %-ige Tochtergesellschaft der AWA Entsorgung GmbH abfallwirtschaftliche Dienstleistungen im Auftrage des Zweckverbandes Entsorgungsregion West (ZEW) und der AWA Entsorgung GmbH zu erbringen. Die Beauftragung der AWA Service GmbH durch die AWA Entsorgung GmbH erfolgte aufgrund eines umfangreichen Vertragswerkes, das am 18. Februar 2005 unterzeichnet wurde. Die AWA Entsorgung GmbH ist wiederum durch ein umfangreiches Vertragswerk durch den Zweckverband Entsorgungsregion West (ZEW) beauftragt worden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Entwicklungen hinsichtlich der Neugestaltung des Abfallwirtschaftsplanes NRW sowie die Sammlung von Abfällen zur Verwertung aus privaten Haushaltungen, die grundsätzlich einer Überlassungspflicht an den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger unterliegen, durch gewerbliche/gemeinnützige Sammler gem. den neuen Regelungen des am 01.06.2012 in Kraft getretenen Kreislaufwirtschaftsgesetzes stellen sich nach wie vor als kritisch dar. 57 2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf 2013 hat grundsätzlich unsere positiven Erwartungen erfüllt und sich im Rahmen der kontinuierlichen Entwicklung des Geschäftsbetriebes in den zurückliegenden Jahren bewegt. Die signifikante Beeinträchtigung des operativen Betriebes durch einen Großbrand im ELC Horm im Herbst 2012 konnte im Frühjahr 2013 soweit beseitigt werden, dass alle Aufgaben der Gesellschaft ordnungsgemäß erfüllt werden konnten. Insgesamt ist die AWA Service GmbH auf folgenden Gebieten tätig: • Betrieb des ELC Horm mit Abfallumladung, Sortierung, Zwischenlagerung und Annahmestellen • Durchführung der mobilen Schadstoffsammlung im ZEW-Gebiet • Betrieb einer Schadstoffannahmestelle für das ZEW-Gebiet in Aachen • Betriebsführung im ELC Warden • Umschlag und Vermarktung des von Kommunen im ZEW-Gebiet gesammelten Altpapiers • Verwertung des von Kommunen im ZEW-Gebiet eingesammelten Altholzes einschl. Sortierung und Aufbereitung • Innerbetriebliche Transporte Zu einzelnen Tätigkeitsbereichen können folgende detaillierte Erläuterungen gegeben werden: a) ELC Horm Um den nach dem Brandschaden in 2012 stark beeinträchtigten Betrieb wieder aufnehmen zu können, wurde im ersten Halbjahr 2013 die weniger stark beschädigte Verladehalle mit einem neuen Dach ausgerüstet und mit einer mobilen Abluftanlage versehen. Dadurch konnte die Bioabfall- und Hausmüllumladung wieder aufgenommen werden. Erst nach Abschluss der Verhandlungen mit der Versicherung, die sich bis in den Herbst des Jahres 2013 hinzogen, konnten abschließend konkrete Umsetzungskonzepte für den Wiederaufbau erörtert werden. Aufgrund einer gutachterlichen Beratung wurde entschieden, die abgebrannte Halle unter Einbindung von Optimierungsmaßnahmen wieder aufzubauen. Auch mussten erheblich gestiegene genehmigungsrechtliche Anforderungen Berücksichtigung finden. Eine konkrete Genehmigungsplanung wurde Anfang 2014 erstellt. Das kurz vor dem Brandschaden eingebaute „Paperspike-System“ zur optimierten Papieraufbereitung war zwar in 2013 betriebsbereit, wurde aber nur selten eingesetzt, da die Marktpreissituation für getrennt erfasste Papiersorten schlecht war. Aufgrund durchgeführter Betriebsoptimierungen kommt das Verfahren allerdings seit Februar 2014 erfolgreich zum Einsatz. b) Mobile Schadstoffsammlung Das in 2012 grundlegend neu strukturierte Sammelsystem mit ortsübergreifenden Strukturen konnte Anfang 2013 reibungslos eingeführt werden und hat sich im Laufe des Jahres bewährt. Ergänzend zu dem mobilen System wurde am Standort des ELC Warden seit Anfang 2013 auch ein stationäres Sammelsystem mit festen Öffnungszeiten angeboten. Hier können auch Gewerbebetriebe größere Schadstoffmengen abgeben. c) Entsorgungs- und Logistikzentren Als erstes unserer geplanten Entsorgungs- und Logistikzentren konnten wir im Oktober 2013 das ELC Süd in Monschau in Betrieb nehmen. Seither wird es gut angenommen. Das Ziel, ein weiteres ELC in Stolberg und eines im Nordkreis Düren anzustoßen, scheiterte leider in beiden Fällen am Erwerb eines geeigneten Grundstückes. Während ein ELC in Stolberg zurzeit aktuell nicht mehr in der Planung ist, hoffen wir aber für das ELC Nord im Kreis Düren auf einen Durchbruch im Frühjahr 2014. d) Verwertungsmenge Die Verwertungsmengen im ELC Horm wurden um ca. 2.400 t auf ca. 30.500 t in 2013 gesteigert. 58 Die verwertete Papiermenge am Standort Warden stieg um ca. 3.400 t auf ca. 26.300 t. Am Standort Horm war die Steigerung um ca. 200 t auf ca. 4.000 t. Bei Altholz ergab sich insgesamt ein Zuwachs um ca. 1.600 t auf ca. 13.100 t. e) Entsorgungsmengen Die Durchsatzleistung im ELC Horm hat sich in 2013 gegenüber dem Vorjahr um ca. 3.500 t auf ca. 53.650 t erhöht. Damit ist die ursprüngliche Durchsatzleistung von knapp 60.000 t zwar noch nicht erreicht, die vollständige Betriebsaufnahme erfolgte allerdings auch erst im zweiten Quartal 2013. Die eingesammelten Schadstoffe sind zwar deutlich gestiegen, das geht aber fast ausschließlich auf erhöhte Mengen von Dispersionsfarben zurück. 3. Lage a) Ertragslage Die ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse (insgesamt T€ 6.916; Vj. T€ 6.529) betreffen in weit überwiegenden Anteilen Erlöse aus den Beauftragungen seitens der Gesellschafterin AWA Entsorgung GmbH. Zu den Umsatzerlösen zählen insbesondere Erlöse aus der Annahme von Altpapier (T€ 3.287; Vj. T€ 3.007), Erlöse aus Abfallaufbereitung (T€ 832; Vj. T€ 759), Betriebsführung (T€ 428; Vj. T€ 473) sowie sonstigen Dienstleistungen (T€ 1.064; Vj. T€ 1.020). Anpassungen in der internen Abrechnungsstruktur hatten Auswirkungen auf die Erlöspositionen. Die Vorjahreswerte der Erlöse aus der Abfallaufbereitung und aus den sonstigen Dienstleistungen wurden entsprechend angepasst. Einen wesentlichen Posten in den sonstigen betrieblichen Erträgen (insgesamt T€ 817; Vj. T€ 737) stellen die Erträge aus dem Verkauf von Kraftstoffen dar (T€ 574; Vj. T€ 516), die sich aus der Mitnutzung der Tankstelle von Dritten ergeben. In weiteren Positionen sind unter anderem Schrotterlöse (T€ 128; Vj. T€ 105), Mieterlöse (T€ 42; Vj. T€ 40) sowie Erlöse aus Weiterbelastungen (T€ 37; Vj. T€ 30) ausgewiesen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten im Wesentlichen Vergütungen an Dritte für Altpapier (T€ 2.791; Vj. T€ 2.562), Fremdleistungen für Transporte (T€ 551; Vj. T€ 431) und Geschäftsbesorgungsleistungen der AWA Entsorgung GmbH (T€ 409; Vj. T€ 385). Bei den Kosten für Altpapiervergütung ist zu berücksichtigen, dass in diesem Kontext auch entsprechende Erlöse erzielt werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Kraftstoffkosten (T€ 765; Vj. T€ 723), Wartungs- und Instandhaltungsaufwand (T€ 172; Vj. T€ 178), Miet- und Leasingaufwand (T€ 280; Vj. T€ 292), Kfz-Kosten (T€ 84; Vj. T€ 96) und Kosten für Versicherungsaufwand (T€ 85; Vj. T€ 85). Die hohen Kosten für die Kraftstoffe erfahren dabei eine Relativierung durch in diesem Zusammenhang erzielte Erlöse. Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen aus Zinsen für die Gesellschafterdarlehen (T€ 43; Vj. T€ 45). Das Geschäftsjahr 2013 schließt mit einem Jahresüberschuss von T€ 1.725 (Vj. T€ 48) ab. Darin enthalten ist ein außerordentliches Ergebnis von T€ 2.400 (Vj. T€ 0). 59 b) Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen. Die notwendige Liquidität wird durch die Muttergesellschaft garantiert (vgl. Kapitel c. Vermögenslage). Zur weiteren Beurteilung der Finanzlage wurde die nachfolgende Kapitalflussrechnung erstellt: 2013 T€ 2012 T€ A. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.848 -304 B. Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 901 - 470 C. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 1.079 - 27 D. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.868 -801 E. Finanzmittelfonds am Jahresanfang 600 1.401 F. Finanzmittelbestand am Jahresende 2.468 600 Die im Vergleich zum Vorjahr wesentliche Veränderung im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert insbesondere aus Zugängen von Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und anderer Passiva sowie aus Zuflüssen außerordentlicher Positionen im Zusammenhang mit dem Großbrand aus dem Jahr 2012. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Tilgung des Gesellschafterdarlehens. Insgesamt beträgt der Finanzmittelfonds Ende des Jahres T€ 2.468 (Vj. T€ 600). c) Vermögenslage Das langfristige Vermögen der Gesellschaft wird durch das Anlagevermögen repräsentiert, dass 38% des Gesamtvermögens umfasst. Die Zugänge im Anlagevermögen in Höhe von insgesamt T€ 901 resultieren insbesondere aus Investitionen im Zusammenhang mit dem Betrieb des ELC Süd sowie aus Anschaffungen im Bereich des Fuhrparks. Das kurzfristige Vermögen (TEUR 2.942) übersteigt das kurzfristige Fremdkapital (TEUR 1.794) und deckt sogar die weiteren passivierten Abgrenzungsposten ab. Das Gesamtvermögen hat sich im Geschäftsjahr auf T€ 4.775 (Vj. T€ 2.753) erhöht. Ursächlich hierfür ist vorwiegend die Zunahme der liquiden Mittel. Grundsätzlich ist die Liquidität der Gesellschaft durch die Einräumung von vertraglich geregelten Gesellschafterdarlehen gewährleistet. Der Darlehensvertrag beinhaltet Regelungen für ein Investitionsdarlehen sowie für ein Liquiditätsdarlehen zur Finanzierung des laufenden Geschäftsverkehrs. Außerordentliche Zuflüsse im Geschäftsjahr haben die Gesellschaft in die Lage versetzt, zumindest vorübergehend das Gesellschafterdarlehen vollständig zu tilgen. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Das Verhältnis von Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital zum Anlagevermögen (Anlagendeckungsgrad II) weist einen Wert über 100 % aus. Auch das Umlaufvermögen deckt das kurzfristige Fremdkapital mit einem Wert von über 100 % ab. Beide Werte erreichen damit vollständig die betriebswirtschaftlich empfohlene Maßgabe einer fristenkongruenten Finanzierung, sodass in diesem Zusammenhang kein Risiko abzuleiten ist. Der überwiegende Anteil der abfallwirtschaftlichen Dienstleistungen erbringt die Gesellschaft gegenüber der AWA Entsorgung GmbH. Die Abrechnungsmodalitäten auf LSP-Basis für diesen Geschäftsbereich legen fest, dass die Gesellschaft die anfallenden auftragsbezogenen Kosten zuzüglich eines Wagnis- bzw. Gewinnzuschlags von 1% vergütet bekommt, so dass in diesem Bereich keine Verluste auftreten können. 60 Personal- und Sozialbereich Das Unternehmen beschäftigte im Berichtsjahr 2013 durchschnittlich 39,25 Arbeitnehmer. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (35,75) erfolgte plangerecht. Weitere im Rahmen der Personalplanung vorgesehenen Zugänge wurden aufgrund verschobener Investitionen und Projekte im Geschäftsjahr noch nicht umgesetzt, wodurch der Personalaufwand um 473,5 T€ unter dem Planansatz lag. Auch durch Betriebseinschränkungen infolge des Brandschadens wurden Stellen noch nicht besetzt. Für den eingeschränkten Tätigkeitsumfang in diesem Zusammenhang sowie zur Überbrückung Langzeiterkrankter wurden Leiharbeitnehmer eingesetzt. Die Realisierung geplanter Projekte im Folgejahr sowie der nunmehr beschlossene Aufbau des ELC Horm wird planmäßig die Einstellung weiterer Mitarbeiter -verbunden mit dem Wegfall von Leiharbeitnehmern- erforderlich machen. Auch im Bereich des Fuhrparks bisher outgesourcte Dienstleistungen sollen durch eigenes Personal erbracht werden. Umweltschutzmaßnahmen Die notwendigen Vorkehrungen zur Vermeidung von Umweltbelastungen werden mit höchster Priorität getroffen. Es erfolgen regelmäßige Kontrollen interner und externer Beauftragter. In Ihrem Jahresbericht 2013 schreibt die Abfallbeauftragte, dass es keine besonderen Vorkommnisse und deshalb auch keine zusätzlichen Maßnahmen gegeben hat. Eine Umweltinspektionsprüfung der Bezirksregierung Köln am Standort Horm im Frühjahr 2014 verlief ohne Beanstandungen. III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor. IV. Prognosebericht Die Gesellschaft stellt jährlich Wirtschaftspläne auf, die die Plangrößen und Entwicklung detailliert darstellen (Gewinn- und Verlustrechnung, Kostenübersicht, Erlösplanung, Stellenplan, Investitionsplan, Finanzplan, Mittelfristplanung). Für das laufende Geschäftsjahr 2014 ergibt sich aufgrund des Wirtschaftsplanes eine positive Entwicklung mit Ausweitung der Marktanteile. Ein Schwerpunkt ergibt sich durch die verstärkte kommunale Papieranlieferung der Städte und Gemeinden im Einzugsgebiet des ZEW. Hiermit verbunden ist eine kontinuierliche Aufbereitung der „Hormer-Mengen“ mit dem in 2012 installierten Paperspike. Durch die verstärkte Aufstellung von dezentralen Sammelcontainern für Alttextilien und Elektronik-Kleinteile sowie durch ein verstärktes Endkundengeschäft bei öffentlichen Einrichtungen wird unsere Präsenz vor Ort und das von uns zu erreichende Wertstoff- und Abfallpotenzial erhöht. Als Besonderheit im Folgejahr muss aber beachtet werden, dass der Wiederaufbau des ELC in Horm als zusätzliche Aufgabe zu stemmen ist, die neben dem Tagesgeschäft zusätzliche Ressourcen bindet. V. Chancen- und Risikobericht Das installierte Risikomanagementsystem wird in der Gesellschaft aktiv gelebt. Die kontinuierliche Fortschreibung ist durch unsere Beratungsgesellschaft unter Einbeziehung unserer betroffenen Mitarbeiter sichergestellt. Im Laufe des Jahres 2013 konnte keine signifikante Veränderung der Risikolage festgestellt werden. Ein besonderes Risikoereignis stellte ein Brandschadensereignis an einem unserer Schadstoffmobile während der kommunalen Sammlung dar. Durch eine hervorragende Reaktion unserer Mitarbeiter wurde ein Schaden vermieden. Der Großeinsatz der Feuerwehr konnte deshalb abgebrochen werden, ohne dass diese zu einem Einsatz kam. Wir haben das zum Anlass genommen, die Sammelvorschriften für den betroffenen Schadstoff deutlich zu verschärfen, obwohl ein konkreter Fehler beim Sammeln nicht feststellbar war. Darüber hinaus wurden in einer internen Arbeitsgruppe z.T. unter Beteiligung des Gefahrgutbeauftragten 61 und der Aufsichtsbehörden vorsorglich alle unsere Prozessbeschreibungen und die technischen Randbedingungen überprüft. Das Risikopotenzial des ELC Horm wird im Zuge des Wiederaufbaus gegenüber der früheren Situation deutlich entschärft. Die Folgen des Großbrandes werden durch die geplanten Wiederaufbaumaßnahmen die Aktivitäten des Standortes Horm einschränken. Bei fortschreitender Sanierung der durch den Brand beschädigten Wirtschaftsgüter werden die Mittel aus den außerordentlichen Zuflüssen zunehmend benötigt. Sollte die Liquiditätslage später wieder eine Darlehensaufnahme erforderlich machen, ist die Liquidität durch die betreffenden vertraglichen Vereinbarungen mit dem Gesellschafter sichergestellt. Bestandsgefährdende Risiken werden aufgrund des eng begrenzten Geschäfts und der vertraglichen Bindungen zur Muttergesellschaft nicht gesehen. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft bedient sich keiner Finanzinstrumente sowie anderer Termingeschäfte, Optionen und Derivate. VII. Bericht über Zweigniederlassungen Selbstständige Zweigniederlassungen bestehen nicht. Die Gesellschaft betreibt jedoch Betriebsstätten in Hürtgenwald-Horm (Entsorgungs- und Logistikcenter Horm), in Aachen (Schadstoffannahmestelle/Recyclinghof) und in Eschweiler (ELC Warden: Betriebsführungsaufgaben auf dem Deponiegelände, Sonderabfallzwischenlager, Betrieb einer Papierumladehalle). Der Betrieb der Anlagen erfolgte ohne besondere Ereignisse in Übereinstimmung mit den betrieblichen Vorgaben und Genehmigungsauflagen. 62 03 Bereich Energie Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Aachen Allgemeine Angaben Firma Energieversorgungs- und Gesellschafter Verkehrsgesellschaft mbH Aachen Sitz Neuköllner Str. 1, 52068 Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 1972 Geschäftsführer Dr. Christian Becker Michael Carmincke Gremien Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 14.049.880,00 EUR Mitarbeiter 149 (Vorjahr 147) (Durchschnitt) Gegenstand des Unternehmens Die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, die Erfüllung anderer Versorgungsaufgaben, die Durchführung von Entsorgungsaufgaben, der öffentliche Nahverkehr, die Durchführung von Gelegenheitsverkehr, die Schaffung und Vorhaltung von allgemein zugänglichen Parkflächen, die Verwaltung von Vermögen in Stadt und StädteRegion Aachen und deren Umgebung sowie die Erbringung unterstützender Verwaltungsdienstleistungen sind Gegenstand des Unternehmens. Die Gesellschaft ist eine geschäftsleitende Holding-Gesellschaft. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Dr. Christian Becker, Michael Carmincke Aufsichtsrat: Vorsitzender stellv. Vorsitzender 2. stellv. Vors. (bis 7.1.) 2. stellv. Vors.(ab 29.4.) 8.1. – 8.7. ab 8.7. Marcel Philipp Helmut Etschenberg Claus Schramm Leo Buse Harald Baal (CDU) Gaby Breuer (CDU) Sabine Göddenhenrich (Grüne) Karl-Heinz Goldin Roger Gülpen Dr. Alexander Heyn (FDP) Heiner Höfken (SPD) Roland Jahn (Grüne) Peter Kremer Oberbürgermeister Städteregionsrat Arbeitnehmervertreter Arbeitnehmervertreter Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Arbeitnehmervertreter Arbeitnehmervertreter sachk. Bürger Ratsmitglied Ratsmitglied Arbeitnehmervertreter 65 ab 8.7. bis 8.7. Kurt Lennartz Frank Reichmann Maike Schlick (CDU) Karl Schultheis (SPD) Peter Zimmermann Arbeitnehmervertreter Arbeitnehmervertreter Ratsmitglied Ratsmitglied Arbeitnehmervertreter Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Geschäftsführung besteht aus bis zu zwei Geschäftsführern, von denen einer dem Vorstand der STAWAG und einer dem Vorstand der ASEAG angehören muss. Der dritte Geschäftsführer wird von der Stadt Aachen vorgeschlagen. Der vierte Geschäftsführer wird von der StädteRegion Aachen vorgeschlagen. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus fünfzehn Mitgliedern. Die Stadt Aachen stellt zwei und die StädteRegion Aachen ein Mitglied(er). Die übrigen Mitglieder werden von der Gesellschafterversammlung gewählt. Eines der von der Stadt Aachen entsandten Mitglieder ist der Oberbürgermeister oder ein von ihm benannter Vertreter. Die StädteRegion Aachen entsendet den Städteregionsrat oder einen von ihm benannten Vertreter. Zehn der Aufsichtsratmitglieder werden von den Gesellschaftern bestimmt, fünf von den Arbeitnehmern nach den Vorschriften des Drittelbeteiligungsgesetzes gewählt. Vertretung der Stadt Aachen in der Gesellschafterversammlung Der Oberbürgermeister oder Vertreter. Beide haben das Recht, einen anderen Beamten oder einen Angestellten zu bevollmächtigen. 66 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen 2011 2012 57.164 63% 2013 58.175 48% 58.435 55% I. Immaterielle Vermögensgegenstände 810 1% 1.458 1% II. Sachanlagen 625 1% 252 0% III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 33.836 37% Vermögensgegenstände III. Wertpapiere 56.740 46% 56.726 53% 63.868 52% 48.422 45% 0 0 0% 0% 63.841 52% 41.307 39% 0 0% 0 0% 27 0% 7.115 7% 0 0% 13 0% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten 0 0% Bilanzsumme Aktiva 91.000 A. 29.986 33% Eigenkapital 122.043 106.870 14.569 12% 7.025 7% I. Gezeichnetes Kapital 14.050 12% 14.050 13% II. Kapitalrücklage 29.753 24% 29.753 28% 0 0 III. Gewinnrücklagen 0% IV. Gewinn-/ Verlustvortrag -13.817 -29.234 V. -15.417 -7.544 Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag B. Rückstellungen 12.160 13% C. Verbindlichkeiten 48.805 54% D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 50 91.000 0% 1.911 2% 1.455 0% 1% 105.538 86% 98.391 92% 25 0 122.043 0% 0% 106.870 67 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 16.974 14.007 15.278 6.747 981 1.274 23.721 14.988 16.552 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 5.986 2.501 2.663 Personalaufwand 9.393 9.490 9.867 566 426 362 Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.280 2.638 3.047 Betriebserfolg 3.496 -67 613 1.797 1.239 19.420 12.469 753 1.456 31.731 19.909 468 491 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Betriebsleistung Abschreibungen Erträge aus Beteiligungen und Zuschreibungen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Aufwendungen aus Verlustübernahme Zinsen und ähnliche Aufwendungen Finanzergebnis/ Ergebnis aus Beteiligungen 5.727 -10.229 -5.236 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 9.223 -10.296 -4.623 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.248 4.929 3.954 sonstige Steuern 0 0 -186 Ertrag aus der Ausgleichsverpflichtung 0 -192 848 1.975 -15.417 -7.544 Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Die E.V.A. erhält für das GJ 2013 eine Ausgleichszahlung i.H.v. 847.889,21 €. Der verbleibende Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen und hat somit keine direkte Auswirkung auf den städtischen Haushalt. Lagebericht Grundlagen des Unternehmens Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Aachen (E.V.A.), Aachen, ist in ihrer Doppelfunktion als geschäftsführende Holding und als Dienstleistungsgesellschaft für sämtliche Konzern- und Beteiligungsgesellschaften tätig. Im Berichtsjahr wurde der Gesellschaftsvertrag überarbeitet und an aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen angepasst. Ein wesentlicher materieller Sachverhalt ist die Neufassung des § 15 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrags, dessen Regelung eine bilanzielle Überschuldung vermeiden und den wirtschaftlichen Fortbestand der Gesellschaft sichern soll. Aus diesem Grunde verpflichtet sich die Stadt Aachen einen Verlustausgleich zu leisten, wenn das handelsbilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft gemäß § 266 Abs. 3 A. HGB die Hälfte des Stammkapitals unterschreitet. Der Ausgleichsbetrag ist auf 7 Mio. Euro jährlich begrenzt. Die Summe der jährlich auszugleichenden Beträge soll 70 Mio. Euro nicht überschreiten. Die Geschäftsgrundlage für ihre Stellung als Holding bilden die Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit den Gesellschaften Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG (ASEAG), Aachen, und Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft (STAWAG), Aachen, die als zentrale Säulen der 68 öffentlichen Daseinsvorsorge anzusehen sind und für den kommunalen und steuerlichen Querverbund stehen. Im Laufe des Jahres 2013 konnte für die regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbh (regio iT), Aachen, ein neuer Gesellschafter gewonnen werden. Demzufolge verkaufte die E.V.A. einen Geschäftsanteil von 1 Prozent an die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgien. Der Kapitalanteil der E.V.A. reduzierte sich insofern von 61,27 Prozent auf 60,27 Prozent. Der Anteil der Geschäftsanteile an der gewoge AG (gewoge), Aachen, beträgt weiterhin 5,9 Prozent. Das Dienstleistungsgeschäft basiert auf den mit den Konzerngesellschaften abgeschlossenen Dienstleistungsverträgen für kaufmännisch-administrative Tätigkeiten sowie für Gebäudedienstleistungen. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In einem schwierigen internationalen Umfeld hat die deutsche Wirtschaft 2013 zu einem moderaten Wachstumskurs zurückgefunden. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm preisbereinigt in Deutschland um 0,4 Prozent zu, nachdem für das Vorjahr eine Zunahme von 0,7 Prozent zu verzeichnen war. Im Schlussquartal des Jahres 2013 hat die Wirtschaftsleistung mit einer Steigerung von 0,4 Prozent zum Vorquartalsvergleich ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Positive Impulse kamen vor allem vom Außenhandel, wo nach vorläufigen Berechnungen die Exporte von Waren und Dienstleistungen sehr viel stärker als die Importe stiegen. Im internationalen Vergleich verlief die Konjunktur in Deutschland wesentlich besser als im übrigen Euroraum. In zahlreichen europäischen Ländern wird mit einem schrumpfenden BIP gerechnet (Quelle: Statistisches Bundesamt, Bruttoinlandsprodukt für Deutschland 2013). Am Arbeitsmarkt hat sich die Situation trotz des moderaten Konjunkturverlaufs weiter stabil gezeigt. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent, damit erreicht die Erwerbstätigkeit ihren höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Anzahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt betrug die Arbeitslosenquote für die Bundesrepublik Deutschland 6,9 Prozent. (Quelle: Pressemeldung Bundesagentur für Arbeit, 7. Januar 2014). Der Primärenergieverbrauch in Deutschland lag im Jahr 2013 nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen 2,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Den stärksten Einfluss auf die Entwicklung hatte die kühle Witterung im ersten Halbjahr. Unter Berücksichtigung des Temperatureffekts wäre der Energieverbrauch nur um etwa 1 Prozent gestiegen. Die schwache Konjunkturentwicklung brachte hingegen kaum verbrauchssteigernde Wirkungen. (Quelle: AG Energiebilanzen e.V., Energieverbrauch in Deutschland). Geschäftsverlauf Nach einem negativen Betriebsergebnis von -67 TEuro im Vorjahr konnte dieses im Berichtsjahr erfreulicherweise um 680 TEuro auf 613 TEuro verbessert werden. Das Dienstleistungsvolumen der bestehenden Kunden hat sich insgesamt erhöht. Außerdem konnten durch die Ausweitung des Beteiligungsportfolios der STAWAG neue Kunden gewonnen werden, für die nun weitere Verwaltungsdienstleistungen erbracht werden. Durch den Verkauf eines Geschäftsanteils an der regio iT entstand im Berichtsjahr ein Buchgewinn in Höhe von 159 TEuro. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung des Unternehmens werden die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen: • Umsatzerlöse • Betriebsergebnis • Anzahl Mitarbeiter • Beteiligungsergebnis 69 Umsatzerlöse Anzahl Mitarbeiter Betriebsergebnis Beteiligungsergebnis davon ASEAG davon STAWAG davon regio iT davon gewoge 1) T€ MAÄ1) T€ T€ T€ T€ T€ T€ Wirtschaftsplan 14.893 139,9 2 -5.512 -19.913 13.143 1.093 165 Jahresabschluss 15.268 140,8 613 -6.201 -19.909 12.469 1.020 219 MAÄ = Mitarbeiteräquivalent. Ein Mitarbeiteräquivalent entspricht einem Vollzeitmitarbeiter/- in. Die Umsatzerlöse der E.V.A. resultieren zum überwiegenden Teil aus den Entgelten, die die E.V.A. für die Erbringung kaufmännischer Dienstleistungen sowie für die Erbringung von Gebäudedienstleistungen erhält. Die Leistungen werden im Wesentlichen für die Konzerngesellschaften erbracht. Neben den Dienstleistungsentgelten fließen Weiterberechnungen im Wesentlichen von IT-Kosten in die Umsatzerlöse ein. Im Berichtsjahr 2013 fielen die Umsatzerlöse der E.V.A. mit 15,3 Mio. Euro um 0,4 Mio. Euro über Planniveau aus. Sie setzen sich zusammen aus Dienstleistungsumsätzen in Höhe von 13,8 Mio. Euro, aus Erlösen für weiterberechnete IT-Kosten in Höhe von 1,4 Mio. Euro und aus weiterberechneten Portokosten von 0,1 Mio. Euro. Die Umsatzsteigerung gegenüber den Annahmen aus der Wirtschaftsplanung resultierte aus höheren Dienstleistungserlösen des Centers Unternehmenskommunikation (0,3 Mio. Euro), insbesondere auf Grund der Übernahme des Marketingbereichs der STAWAG sowie aus über Plan liegenden Weiterberechnungen für IT-Kosten (0,1 Mio. Euro). Die E.V.A. konnte im Geschäftsjahr 2013 ein Betriebsergebnis erwirtschaften, das mit 0,6 Mio. Euro deutlich über dem ausgeglichenen Planergebnis ausfiel. Es war zwar - korrespondierend zu den gestiegenen Umsätzen - ein leichter Kostenanstieg gegenüber den Planannahmen zu verzeichnen, allerdings konnten die höheren Dienstleistungsentgelte sowie die Mehrerlöse aus weiterberechneten IT-Kosten den Kostenanstieg überkompensieren. Des Weiteren trugen über Plan liegende sonstige betriebliche Erträge zu der erfreulichen Entwicklung des Betriebsergebnisses bei. Die positive Planabweichung bei den sonstigen betrieblichen Erträgen resultierte aus höheren Weiterberechnungen von sonstigen Aufwandspositionen, insbesondere aus der Weiterberechnung von Beratungs- und Prüfungskosten an die Konzerngesellschaften. Zudem wirkte sich der Buchgewinn in Höhe von 0,2 Mio. Euro aus dem Verkauf von regio iT-Anteilen an die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens positiv auf die sonstigen betrieblichen Erträge und somit auch auf das Betriebsergebnis der E.V.A. aus. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter/-innen betrug im Berichtsjahr 149, davon 126 Vollzeitund 23 Teilzeitmitarbeiter. Umgerechnet auf Vollzeitmitarbeiter betrug die durchschnittliche Personalstärke 140,8 Mitarbeiteräquivalente (MAÄ) und lag somit leicht über Planniveau. In den kaufmännischen Dienstleistungseinheiten waren durchschnittliche 88,2 MAÄ und im Bereich Gebäudemanagement 52,6 MAÄ tätig. Das Gesamtergebnis der E.V.A. wird maßgeblich beeinflusst durch die Gewinnabführungen aus den Beteiligungen an STAWAG, regio iT und gewoge sowie durch den Ausgleich des Jahresfehlbetrages der ASEAG. Das Beteiligungsergebnis der E.V.A. blieb im Geschäftsjahr 2013 mit - 6,2 Mio. Euro um 0,7 Mio. Euro hinter den Erwartungen aus dem Wirtschaftsplan zurück. Während die Gewinnausschüttungen von regio iT und gewoge sowie der Jahresfehlbetrag der ASEAG weitgehend den Zielvorgaben aus der Wirtschaftsplanung entsprachen, konnte die STAWAG ihr Planergebnis nicht erreichen. Die positiven Effekte aus einem über Plan liegenden Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden mehr als aufgezehrt durch hohe ertragsteuerliche Belastungen unter anderem aus einer steuerlichen Betriebsprüfung und Steuernachzahlungen für Vorjahre, so dass das Jahresergebnis insgesamt als ungünstig bewertet wird. 70 Ertragslage Nach der Ertragsbuchung aus der Ausgleichsverpflichtung der Stadt Aachen in Höhe von 0,8 Mio. Euro schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von 7,5 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ausgleichsverpflichtung verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 7,0 Mio. Euro. Die wirtschaftliche Lage der E.V.A. wird im Wesentlichen durch die Geschäftsentwicklung der Beteiligungsgesellschaften bestimmt. Das Zins- und Beteiligungsergebnis beträgt -5,2 Mio. Euro und liegt damit 5,0 Mio. Euro über dem Vorjahresergebnis. Dabei fiel die Gewinnabführung der STAWAG mit 12,5 Mio. Euro um 6,9 Mio. Euro geringer aus als im Vorjahr (Vorjahr: 19,4 Mio. Euro). Die Ergebnisverschlechterung resultierte insbesondere aus der Wertschöpfungsstufe Erzeugung/Gewinnung, die aufgrund der schlechten Ergebnisprognosen im konventionellen Erzeugungsbereich Drohverlustrückstellungen bilden musste. Das Vorjahresergebnis der ASEAG war von außerordentlichen Vorgängen in Form einer Wertberichtigung auf den Beteiligungsbuchwert der APAG sowie einer dort vorgenommenen Sonderabschreibung des Parkhauses Tivoli infolge der Insolvenzverfahren der Alemannia Aachen GmbH und der Alemannia Aachen Stadion GmbH, belastet. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme reduzierten sich daher von 31,7 Mio. Euro auf 19,9 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss der regio iT stieg im Berichtsjahr um 0,2 Mio. Euro auf 2,1 Mio. Euro. Ausschlaggebend waren die gestiegenen Umsatzerlöse die erstmalig die 50 Mio. Euro-Grenze überschritten haben. Da die Gewinnausschüttung der regio iT nicht durch einen Ergebnisabführungsvertrag, sondern durch Gesellschafterbeschluss herbeigeführt wird, wird das Jahresergebnis 2013 erst 2014 erfolgswirksam. Die Ausschüttung des Bilanzgewinns aus dem Jahre 2012 erfolgte im Juni 2013. Der E.V.A.-Anteil betrug 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro). Der Beteiligungsertrag der gewoge liegt mit 0,22 Mio. Euro um 0,05 Mio. Euro über dem des Vorjahres. Die Umsatzerlöse stiegen infolge von Mehrleistungen und Neukunden insgesamt um 1,3 Mio. Euro auf 15,3 Mio. Euro. Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Buchgewinne aus Finanzanlagenabgängen in Höhe von 0,2 Mio. Euro und Sachanlagenabgängen in Höhe von 0,1 Mio. Euro. Die übrigen Erträge liegen etwas über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg der Materialaufwendungen um 0,2 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus EDV-Dienstleistungen der regio iT. Die Personalaufwendungen stiegen im Wesentlichen aufgrund von Tariferhöhungen um 0,4 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag wurden 148 Mitarbeiter (Vorjahr: 147) beschäftigt. Die Abschreibungen resultieren im Wesentlichen aus Software und liegen mit 0,4 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Der Anstieg der Sonstigen Aufwendungen von 0,4 Mio. Euro auf 3,0 Mio. Euro ergibt sich aus höheren Beratungskosten. Das Steuerergebnis beinhaltet neben den Ertragssteuern des Berichtsjahres in Höhe von 2,8 Mio. Euro eine Belastung für Vorjahre in Höhe von 1,1 Mio. Euro, die aus den voraussichtlichen Feststellungen einer Betriebsprüfung resultieren. 71 Finanzlage Mittelverwendung Mittelherkunft 23,6 Mio. Euro Abnahme Verbindlichkeiten Ausgleichsverpflichtung Abnahme Rückstellungen 7,1 0,8 0,5 Zunahme Finanzmittel 7,1 Jahresfehlbetrag 7,5 Investitionen 0,6 23,3 0,3 Abnahme Forderungen Abschreibungen Im Jahr 2013 belief sich das Finanzierungsvolumen der E.V.A. auf 23,6 Mio. Euro. Die Mittelverwendung resultiert mit 7,1 Mio. Euro aus der Abnahme der Verbindlichkeiten im Wesentlichen infolge des geringeren Verlustausgleichsanspruchs der ASEAG. Aus dem Cash-Pool ergibt sich zum Bilanzstichtag ein positiver Überhang, der zu einer Zunahme der Finanzmittel in Höhe von 7,1 Mio. Euro geführt hat. Neben der Finanzierung des Jahresfehlbetrags in Höhe von 7,5 Mio. Euro wird in der Grafik auch die, bilanziell unter den Forderungen ausgewiesene Ausgleichsverpflichtung der Stadt Aachen in Höhe von 0,8 Mio. Euro als Mittelverwendung dargestellt. Die restlichen Mittel wurden mit 0,5 Mio. Euro für den Verbrauch von Rückstellung und mit zu 0,6 Mio. Euro für Investitionen im Wesentlichen in immaterielle Vermögensgegenstände verwendet. Finanziert wurde dies mit 23,3 Mio. Euro fast ausschließlich durch die Abnahme der Forderungen infolge geringerer Cash-Pool-Bestände. 72 Vermögenslage Vermögen Cash-Pool übriges Umlaufvermögen Finanzanlagen Kapital 25,0 29,8 Cash-Pool 23,8 kurzfr. Rückst./ Verbindlichkeiten 23,5 7,0 Eigenkapital 24,5 Bankkredite 56,7 21,8 immaterielle VG und Sachanlagen langfristige Rückstellungen/ Verbindlichkeiten 1,7 Die Bilanzsumme beträgt im Berichtsjahr 106,9 Mio. Euro und liegt damit um 15,2 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Die Bilanz ist geprägt von dem Cash-Pooling, woraus sich sowohl Forderungen (23,4 Prozent der Bilanzsumme) als auch Verbindlichkeiten (27,9 Prozent der Bilanzsumme) gegenüber den beteiligten verbundenen Unternehmen ergeben. Das Anlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen die Anteile an verbundenen Unternehmen und bildet zusammen mit den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen 54,6 Prozent des Gesamtvermögens. Die restlichen 22,0 Prozent resultieren aus dem übrigen Umlaufvermögen. Die Kapitalseite weist insgesamt 21,8 Mio. Euro mittel- und langfristige Mittel aus, die das Anlagevermögen zu 37,3 Prozent abdecken. Die mittel- und langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten betragen 20,4 Prozent der Bilanzsumme und resultieren überwiegend aus zwei Darlehen der ASEAG sowie aus einem Gesellschafterdarlehen der StädteRegion. Der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entspricht 22,9 Prozent. Die Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool liegen bei 27,9 Prozent. Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten betragen 22,3 Prozent und 73 bestehen im Wesentlichen aus der Verlustausgleichsverpflichtung gegenüber der ASEAG. Die Eigenkapitalquote beträgt 6,6 Prozent. Die E.V.A. stellt einen Konzernabschluss gemäß § 290 ff. HGB auf. Es werden die Jahresabschlüsse der ASEAG, der STAWAG, der regio iT, der Aachener Parkhaus GmbH (APAG), Aachen, der STAWAG Energie GmbH (STAWAG Energie), Aachen, der STAWAG Netz GmbH (STAWAG Netz), Aachen, sowie der FACTUR Billing Solutions GmbH (FACTUR), Aachen, einbezogen. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge oder Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die das im vorliegenden Abschluss vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. Prognosebericht Die Gemeinschaftsdiagnose führender Wirtschaftsforschungsinstitute kommt in dem Frühjahrsgutachten 2014 zu dem Ergebnis, dass sich die Konjunktur in Deutschland im Aufschwung befindet. Laut Gutachten wird das Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich um 1,9 Prozent steigen. Dabei reicht das Prognoseintervall (68 Prozent Prognoseintervall) von 1,2 Prozent bis 2,6 Prozent. Die Stimmung unter Unternehmern und Verbrauchern hat sich deutlich verbessert. Die Binnennachfrage wird als die treibende Kraft angesehen, wobei unterstellt wird, dass die Verbraucherpreise moderat um 1,3 Prozent ansteigen werden. Hierbei wirken sich vor allem die im Vergleich zum Vorjahr günstigen Energiepreise aus. Die Institute gehen davon aus, dass die Zahl der Erwerbstätigen von 41,8 Mio. auf 42,2 Mio. ansteigen wird. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich von 6,9 Prozent in 2013 auf 6,7 Prozent in 2014 fallen. Sowohl die gesamtwirtschaftliche Produktion als auch die Auftragseingänge legen kräftig zu. Dabei ist es vor allem die Konjunktur im Euroraum, dem wichtigsten Absatzmarkt Deutschlands, der die Nachfrage stützt. Der private Konsum wird jedoch den größten Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Produktion leisten, da die verfügbaren Einkommen weiter zunehmen werden und durch den Beschäftigungsaufbau gestützt wird. Vom Außenhandel werden keine nennenswerten Impulse erwartet. Nichtsdestotrotz bestehen weiterhin Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Geldpolitik ist in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften weiter expansiv ausgerichtet. Die Leitzinsen liegen an oder knapp über der Nullprozentmarke. Die Finanzpolitik wird aufgrund der von der Bundesregierung beschlossenen Leistungsausweitung im Bereich der Rentenversicherung weniger restriktiv sein wie in den Vorjahren. Trotzdem wird die Konsolidierung des Staatshaushaltes weiter voranschreiten. Die Unternehmen in Stadt und StädteRegion Aachen sehen optimistisch auf die kommenden Monate. Die Erträge der letzten Monate haben sich positiv entwickelt. Gleichzeitig blieb die Auslastung der Produktionskapazitäten auf einem konstant hohen Niveau. Mehr als die Hälfte der von der IHK befragten Unternehmen sehen eine sinkende Inlandsnachfrage sowie steigende Energie- und Rohstoffkosten als Risikofaktoren für das Jahr 2014. Zu den Risikofaktoren werden auch die allgemeinen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und die Arbeitskosten hinzugerechnet. Weiterhin bewerten die Befragten die geplante Gewerbesteuererhöhung in einigen Gemeinden des Kammerbezirks Aachen negativ, da diese der wirtschaftlichen Entwicklung schade. 38 Prozent aller befragten Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage als gut, nur 12 Prozent sind mit ihrer Situation nicht zufrieden. Die E.V.A. erwartet für das Geschäftsjahr 2014 einen Jahresfehlbetrag nach Steuern in Höhe von 5,3 Mio. Euro, was eine Verbesserung gegenüber dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 darstellt, in dem die E.V.A. ein Nachsteuerergebnis von minus 7,5 Mio. Euro ausweist. Die Verbesserung resultiert aus einem Beteiligungsergebnis, das in 2014 voraussichtlich weniger negativ ausfallen wird als in 2013 sowie aus einer spürbar sinkenden Steuerlast. Die kommenden Geschäftsjahre werden für die ASEAG geprägt sein von der Vorbereitung der Neustrukturierung des Verkehrsmarktes im Verkehrsgebiet des Aachener Verkehrsverbundes (AVV). Mit Ende der Betrauungen der kommunalen Unternehmen im AVV zum Jahresende 2017 steht der AVV vor der Herausforderung, die Vergabe der Verkehrsleistung für die Zeit ab 2018 zu organisieren. Hierbei geht die ASEAG nach dem derzeitigen Stand der Diskussionen mit dem AVV und politischen Vertretern der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen davon aus, dass die 74 ASEAG für ihre bisherigen Leistungen (ca. 15 Mio. Nutzkilometer) eine Direktvergabe nach Maßgabe der EU VO 1370/2007 erhalten wird. Für das Geschäftsjahr 2014 ist ein Fehlbetrag von 20,6 Mio. Euro geplant. Dabei gilt weiterhin, dass die allgemeinen Kostensteigerungen im Wesentlichen durch Mehrerlöse gedeckt werden; die Ergebnisverschlechterung resultiert daher weniger aus inflationären Gesichtspunkten, sondern insbesondere aus erhöhten technischen und kundenseitigen Anforderungen, die sich in zunehmendem Aufwand widerspiegeln. Moderne Fahrgastinformationsmedien (z.B. dynamische Fahrgastinformationssäulen, Internet und Apps), zeitgemäße Vertriebsinfrastruktur (z.B. elektronisches Fahrgeldmanagement) und Fahrzeuge mit modernen Antriebsformen (Euro-6, Hybrid- oder Elektrobusse) sind kapital- und wartungsintensiv, ohne dass im verbliebenen Geschäft wesentliche Einsparungen generiert werden können. Dabei sich gegebenenfalls ergebende Mehrerlöse durch eine Attraktivitätssteigerung des ÖPNV sind nur sehr schwer zu beziffern und daher bisher nicht Bestandteil der Planung. Kostensteigerungen im Bereich des Dieselverbrauchs werden beim Eigenverbrauch zwar teilweise durch Preissicherungen aufgefangen, führen aber dennoch zu einer Ergebnisbelastung. Dies ist auch bei den Subunternehmen wegen bestehender Preisgleitklauseln zu berücksichtigen, so dass steigende Vergütungssätze zu erwarten sind. Positive Unterstützung erhält das Ergebnis durch das wieder ansteigende Beteiligungsergebnis der APAG, die im Jahr 2013 gut 1,7 Mio. Euro Ergebnis an die ASEAG abgeführt hat und auch für die Zukunft eine positive Geschäftsentwicklung erwarten lässt. Auch die STAWAG hat das Geschäftsjahr 2014 in den Geschäftsfeldern Vertrieb erfolgreich begonnen und geht auf der Grundlage der vorliegenden ersten Geschäftsdaten davon aus, dass das geplante Ergebnisniveau in diesem Segment erreicht wird. Planerisch wurde hierbei ein Rückgang der Mengen aufgrund von Kundenverlusten in den Sparten Gas und Strom sowie ein moderater Rückgang der Margen unterstellt. Mengenentwicklung Vertriebsgeschäft Sparte Ist 2013 Plan 2014 Abweichung (%) Strom (Mio. kWh) 1.077,6 986,0 -8,5 Gas (Mio. kWh) 1.973,4 1.413,8 -28,4 Wasser (Mio. cbm) 17,4 17,6 +1,1 Wärme (Mio. kWh) 364,1 353,3 -3,0 Im Geschäftsbereich Netz wird aufgrund der ersten beiden Monate erwartet, dass das geplante Ergebnis aufgrund der milden Witterung unterschritten wird. Nach wie vor wird das Ergebnis des Geschäftsbereiches konventionelle Erzeugung durch den Verfall der Preise am Stromhandelsmarkt belastet. Die STAWAG geht davon aus, dass die in der Planung angesetzten Drohverlustrückstellungen ausreichend sind und das geplante Ergebnis in diesem Segment erreicht werden kann. Ohne eine grundlegende Änderung des Energiemarktdesigns - Stichwort Kapazitätsmärkte - rechnet die STAWAG in diesem Segment nicht mit einer Verbesserung des Ergebnisses. Durchleitungsmengen Netzgeschäft Sparte Ist 2013 Plan 2014 Abweichung (%) Strom (Mio. kWh) 1.340,1 1.343,4* +0,2 Gas (Mio. kWh) 2.591,5 2.574,8 -0,6 * keine Durchleitungsmengen für die Netze Monschau und Simmerath berücksichtigt. 75 Die STAWAG verfolgt vor diesem Hintergrund weiterhin die Strategie, ihr Investitionsportfolio im Bereich der konventionellen Kraftwerke zu bereinigen und auf der anderen Seite ihren Know-howVorsprung in der Projektentwicklung durch die Entwicklung attraktiver Projekte im Bereich Onshore-Windkraft zu nutzen. Aus diesem Geschäftssegment wird für das Geschäftsjahr 2014 mit einem signifikanten Ergebnisbeitrag gerechnet. Dabei geht die STAWAG davon aus, dass die für dieses Geschäftssegment relevanten energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen - insbesondere die Regelungen des EEG zur Onshore-Windkraftvergütung - relativ stabil bleiben werden und es weiterhin gelingt Anteile an selbst entwickelten Projekten erfolgreich am Markt zu platzieren. Positive Ergebnisbeiträge erwartet die STAWAG auch aus ihren Geschäftsaktivitäten im Zusammenhang mit der Rekommunalisierung, Konzessionsübernahmen und dem Beteiligungsgeschäft, hier insbesondere aus den Beteiligungen an den Stadtwerken Lübeck und der Entwicklung des Geschäfts bei der FACTUR. Finanzielle Kennzahlen Kennzahl Ist 2013 Plan 2014 Abweichung (%) Umsatzerlöse (T€) 497.964,7 460.760,4 -7,5 EBITDA (T€) 46.746,8 41.657,5 -10,9 EBIT (T€) 28.684,6 23.264,4 -18,9 EBT (T€) 12.469,5 14.142,7 +13,4 Für das Geschäftsjahr 2014 geht die STAWAG insgesamt davon aus, dass sie das geplante Ergebnis von 14,1 Mio. Euro erreichen wird. Dabei wird der Schwerpunkt der Aktivitäten neben der Fortsetzung der Strategie des Aufbaus eines Portfolios an erneuerbaren Energien und der Projektentwicklung auf der Konsolidierung und Stabilisierung des Stammgeschäftes in Aachen und den Beteiligungen liegen. Die regio iT geht für das Wirtschaftsjahr 2014 weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Die Prognose des Marktes für Informations- und Kommunikationstechnologie bietet aktuell eine Reihe von Chancen für die regio iT. Bei den vornehmlich kommunalen Kunden besteht ein zunehmender Bedarf, die Verwaltungs- und Geschäftsprozesse zu optimieren. Unter stetig wachsendem Finanzierungs- und Kostendruck gilt es für die Kunden, ihre Prozesse durch verstärkten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie effektiver und effizienter zu gestalten. Für das Jahr 2014 prognostiziert BITKOM für den deutschen Markt der Informationstechnik ein weiteres Wachstum um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die für die regio iT wichtigen Teilmärkte Software und Dienstleistungen wachsen nach der BITKOM-Prognose sogar um 5,1 Prozent bzw. 3,2 Prozent. Die folgenden finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Planung von Bedeutung sind, werden nachstehend für das Jahr 2014 prognostiziert (monetäre Werte in Mio. Euro). 76 2013 Ist Gesamtumsatz 2014 Plan Abw. l / P abs. Abw. I / P% 50,4 49,5 -0,8 -1,6 % davon Umsätze aus Produkt-/Applikationsbetrieb 38,0 39,3 1,3 3,3 % Umsätze aus Projektleistungen/Beratung 4,7 4,8 0,1 2,9 % Umsätze aus Handels -/Leasinggeschäft 5,2 3,6 -1,5 -29,3 % Anteil Umsätze aus Projektleistungen/Beratung 9,4 % 9,8 % Rohergebnis1 32,7 33,9 1,2 3,6 % 2,8 -0,3 -9,3 % Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3,1 Gesamtleistungsrendite (vor Steuern) 1 6,0 % 5,6 % Rohergebnis = (Umsatz + sonst. Erträge + Akt. EL/BV) ./. Materialaufwand Für das Geschäftsjahr 2014 plant die regio iT zwar einen leicht rückläufigen Gesamtumsatz von 49,5 Mio. Euro (Ist 2013: 50,4 Mio. Euro), jedoch Umsatzzuwächse in den wichtigen Umsatzsegmenten mit hohem Wertschöpfungsanteil. Die regio iT geht davon aus, dass bei den Umsatzerlösen aus Produkt-/Applikationsbetrieb eine Steigerung von 1,3 Mio. Euro auf 39,3 Mio. Euro erwirtschaftet werden kann. Maßgeblich für diese Planung sind der weitere Ausbau des Bestandskundengeschäftes sowie die weiterhin erfolgreiche bundesweite Vermarktung von ausgewählten Produkten. Bei den Umsatzerlösen aus Beratungs- und Projektleistungen wird eine leichte Steigerung von 4,7 Mio. Euro auf 4,8 Mio. Euro erwartet. Diese Annahme entspricht der Strategie der regio iT, ca. 10 Prozent des Gesamtumsatzes in diesem Segment zu erwirtschaften. Viele Projekte, und in der Folge demnach auch Produktumsätze, sind in der Anbahnung. Weiterhin sieht sie insbesondere für den Bereich Little Bird (Software für Kindertagesstätten) sowie bei verschiedenen SAPProdukten im Energieversorgungsbereich Potential für Projekte und Produktumsätze. Auch der Trend der Rekommunalisierung im Energiemarkt sowie die Gründung neuer nichtkommunaler Energievertriebe bietet aufgrund der ausgezeichneten Expertise der regio iT im Bereich des ITBetriebes von Anwendungen für EVU-Geschäftsprozesse Wachstumspotenzial. Im Bereich der Umsätze aus Handels-/Leasinggeschäften werden mit 3,6 Mio. Euro rückläufige Umsätze erwartet. Das Jahr 2013 war mit einem Umsatz von 5,2 Mio. Euro geprägt von Investitionen der Kunden in Arbeitsplatzausstattungen, die mehrjährig genutzt werden. Ausschlaggebend für Investitionsentscheidungen der kommunalen Kunden ist jedoch die jeweilige Haushaltssituation, an der die Steuereinnahmen wesentlichen Anteil haben. Das lfo-lnstitut erwartet für 2014 ein Wachstum von 1,9 Prozent. Das wäre somit fast fünfmal so stark wie im laufenden Jahr (0,4 Prozent). Risiken ergeben sich aus einer möglichen gegenläufigen Entwicklung, die direkten Einfluss auf die Haushaltssituation der Kunden und auf mögliche Investitionsentscheidungen haben könnte. Dem gegenüber stehen mögliche mittelfristige Rationalisierungseffekte aufgrund der Ausweitung des IT-Einsatzes bei den Kunden. Insbesondere aufgrund steigender Personalkosten bzw. der prognostizierten Tarifentwicklung geht die regio iT für 2014 von einem leicht rückläufigen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 2,8 Mio. Euro (2013: 3,1 Mio. Euro) aus. Mit einer geplanten Umsatzrendite (vor Steuern) für 2014 von 5,6 Prozent (2013: 6,0 Prozent) entspricht dies jedoch einer angemessenen Rendite für unsere Gesellschafter. Die kurzfristige Kreditlinie der regio iT im Cash­Pooling der E.V.A. kann in 2014 auch vorübergehend zur Zwischenfinanzierung ausgeweitet werden. Die Geschäftsführung geht insgesamt von einer positiven Geschäftsentwicklung für das Jahr 2014 aus, auf deren Basis die geplanten Ziele erreicht werden können. 77 Das Beteiligungsergebnis der regio iT für 2014 wird phasenverschoben in 2015 ausgeschüttet. Für das Wirtschaftsjahr 2014 werden 1,2 Mio. Euro als Anteil (60,27 Prozent) des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2013 erwartet. Für das Beteiligungsergebnis gewoge ist im Wirtschaftsplan 2014 der E.V.A. ein Wert von 0,2 Mio. Euro berücksichtigt. Die zuvor beschriebene Entwicklung führt dazu, dass die E.V.A. für das laufende Geschäftsjahr 2014 einen Jahresfehlbetrag vor Steuern erwartet, der mit etwa 5,1 Mio. Euro dem Ansatz aus der Wirtschaftsplanung entspricht. Unter Berücksichtigung der geplanten Steuerlast in Höhe von rd. 0,2 Mio. Euro ist aus heutiger Sicht von einem Jahresfehlbetrag nach Steuern von 5,3 Mio. Euro auszugehen, der dem Planniveau entspricht. Chancen und Risikobericht Aufgrund § 91 Abs. 2 Aktiengesetz hat die Geschäftsleitung ein Überwachungssystem eingerichtet, das die rechtzeitige Erkennung von Risiken gewährleistet, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Bei den halbjährlichen Risikoinventuren der E.V.A. für das Geschäftsjahr 2013 wurden keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Die operativen Risiken der E.V.A. sind aufgrund ihres Geschäftsmodells begrenzt und liegen eher bei den großen Beteiligungsgesellschaften ASEAG und STAWAG. Anders ist dies bei den steuerlichen Risiken. Hier steht die E.V.A. als steuerliche Organmuttergesellschaft für alle wirtschaftlichen Konsequenzen ein, die sich bei den Organgesellschaften aus deren steuerrelevanten Geschäftsaktivitäten oder aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz ergeben. Nachdem in 2012 die steuerliche Betriebsprüfung für den Zeitraum 2005 bis 2008 abgeschlossen wurde, begann in 2013 bereits die Prüfung für den Folgezeitraum 2009 bis 2011. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre bestätigen, dass steuerliche Vorgänge zunehmend komplexer geworden sind, schwieriger zu deklarieren sind und sich zuweilen stark von der wirtschaftlichen Beurteilung in der Handelsbilanz entfernen können. Steuerliche Risiken im Zusammenhang mit Steuergesetzänderungen sind allerdings aktuell nicht erkennbar. Ein unverändert wesentliches Risiko der E.V.A.-Einzelgesellschaft ist das infolge der Verlustjahre 2010 und 2012 verminderte bilanzielle Eigenkapital. Die Stadt Aachen konnte diese Jahresfehlbeträge wegen eigener Rechtsfolgen zwar nicht ausgleichen, hat jedoch für die Zukunft der E.V.A. eine neue Verlustausgleichsverpflichtung übernommen, die neben Rechtssicherheit auch in hohem Maße Überschuldungs- und Insolvenzschutz garantiert. Die E.V.A. wird in den nächsten Jahren alles daran setzen, das Eigenkapital wieder zu stärken. Dazu beitragen würde auch, wenn die ASEAG in ihrem noch laufenden Arbeitsgerichtsprozess obsiegen würde und die hierfür zwischenzeitlich auf 23,1 Mio. Euro angewachsene Pensionsrückstellung auflösen könnte. Ein Urteil wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Das Risikoportfolio der STAWAG sowie ihrer Tochtergesellschaften zeigt zum Ende des Jahres 2013 unverändert die ergebnisbelastenden Einzelrisiken aus dem konventionellen Kraftwerks/Energieerzeugungsbereich. Dies verdeutlicht, wie maßgeblich die energiepolitische Entscheidung zur Energiewende in Deutschland und die Vorgaben aus Brüssel, ebenso wie Eingriffe in den regulatorischen Rahmen, auf die Beschaffungs- und Absatzmärkte und deren Preise einwirken und das Geschäftsergebnis der STAWAG belasten oder verbessern können. Hintergrund ist nach wie vor das durch die Energiewende ins Ungleichgewicht geratene Gleichgewicht zwischen konventionellen und regenerativen Energieerzeugungskapazitäten, wodurch sich die Preisbildung an den Beschaffungs- und Absatzmärkten geändert und die Volatilitäten erhöht haben. Bei frühzeitig vermarkteten Strommengen musste die STAWAG wiederholt empfindliche Margenverluste und damit insgesamt ein deutlich abgesenktes Jahresergebnis hinnehmen. Im Gegenzug bieten die Projetentwicklungsaktivitäten im regenerativen Bereich, insbesondere bei Onshore-Windparks, weiterhin Chancen. Auf der Kunden- und Energieabsatzseite ist die STAWAG weiterhin der Gefahr von Kundenfluktuation und der Schwierigkeit der Neukundengewinnung ausgesetzt. Chancen bestehen andererseits darin, über die Teilnahme an Ausschreibungen von Konzessionen und Rekommunalisierungen solche Kundenverluste wieder auszugleichen. Für die STAWAG verlief in 2013 die Entwicklung an den Finanzmärkten günstig. Neukredite und Kreditprolongationen konnten zu komfortablen Langfristkonditionen abgeschlossen werden. Die niedrigen Kapitalmarktzinsen, die den Rechnungszins78 satz für Pensionsrückstellungen tendenziell absenken, können in den nächsten Jahren jedoch eine Nachdotierung der Pensionsrückstellungen erforderlich machen. Das Risikoportfolio der ASEAG zum 31. Dezember 2013 beinhaltet noch immer den offenen Arbeitsgerichtsprozess, für den eine ausreichende Rückstellung von 23,06 Mio. Euro bilanziert ist. Im Juni 2014 findet der Termin vor dem Bundesarbeitsgericht statt. Des Weiteren rechnet auch die ASEAG mit einer weiteren Anpassung ihrer Pensions-rückstellungen aufgrund der sich verändernden Rahmenparameter (Zinssätze, Versicherungstafeln u. Ä.). Bei der Direktvergabe der Verkehrsdienstleistungen läuft in 2017 der Betrauungsakt aus. Die ASEAG setzt sich schon heute mit den neuen Anforderungen auseinander und beabsichtigt, bereits vor Ablauf der Betrauung einzelne Komponenten der Verordnung in Abstimmung mit dem Aufgabenträger zu realisieren, sodass die Restrisiken einer Betrauungsverlängerung sinken. Ansonsten bestehen weitere, aber deutlich geringere Risiken bei der Beauftragung von Subunternehmern, bei der Werthaltigkeit der APAG-Beteiligung, bei der Höhe von Zuschüssen und Fördermitteln, der steigenden Anzahl leistungsgeminderter Mitarbeiter im Fahrdienst sowie Umweltbelangen. Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation hat keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risikokonzentration erkennen lassen. Konkrete Risiken wurden in den Jahresabschlüssen der Einzelgesellschaften durch adäquate Rückstellungsbildung berücksichtigt. Berichterstattung nach § 108 Abs. 3 Nr. 2 GO NRW Gesellschaftsvertragsmäßiger Gegenstand der E.V.A. sind die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, die Erfüllung anderer Versorgungsaufgaben, die Durchführung von Entsorgungsaufgaben sowie der öffentliche Nahverkehr, die Durchführung von Gelegenheitsverkehr, die Schaffung und Vorhaltung von allgemein zugänglichen Parkflächen, die Verwaltung von Vermögen in der StädteRegion Aachen und deren Umgebung sowie die Erbringung unterstützender Verwaltungsdienstleistungen zur Deckung des Eigenbedarfs ihrer kommunalen Gesellschafter. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern. Sie kann sich hierbei anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben oder pachten. Die Gesellschaft ist eine geschäftsleitende Holding-Gesellschaft. Sie hat die Aufgabe, nach Maßgabe abzuschließender Unternehmensverträge (§ 291 AktG), die Leitung der STAWAG und der ASEAG zu übernehmen sowie den Gewinn- und Verlustausgleich vorzunehmen. Sie kann weitere Beteiligungen halten und auch gegenüber weiteren Unternehmen als geschäftsführende Holding tätig werden. Die im Lagebericht und im Anhang für die E.V.A. und für den Konzern gegebenen Erläuterungen und Daten veranschaulichen, dass die Gesellschaft den aus ihrer satzungsmäßigen Aufgabenstellung folgenden öffentlichen Zwecken auch im Jahr 2013 voll gerecht wurde. 79 Stadtwerke Aachen AG Aachen Allgemeine Angaben Firma Stadtwerke Aachen AG Sitz Lombardenstr. 12-22, 52070 Aachen Rechtsform AG Gründungsjahr 1967 Vorstand Dr. Peter Asmuth Gesellschafter Dr. Christian Becker Gremien Hauptversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 43.520.000,00 EUR Mitarbeiter 387 (Vorjahr 392) (31.12.) Internet www.stawag.de Gegenstand des Unternehmens Aufgaben und Ziele der STAWAG sind die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, die Erfüllung anderer Versorgungs- und Entsorgungsaufgaben. Außerdem gehört die grundbesitzwirtschaftliche Betätigung dazu. Organe des Unternehmens Vorstand: Dr. Peter Asmuth, Dr. Christian Becker Aufsichtsrat Vorsitzender 1. stv. Vors. 2. stv. Vors. bis 17.6.13 2. stv. Vors. ab 17.6.13 bis 17.6.13 ab 17.6.13 ab 17.6.13 bis 17.6.13 ab 17.6.13 Harald Baal (CDU) Heiner Höfken (SPD) Bernhard Wilhelm Peter Kremer Willy Beyer Ferdinand Corsten (CDU) Guido Finke Sabine Göddenhenrich (Grüne) Annekathrin Grehling Dr. Alexander Heyn (FDP) Norbert Kreitz Monika Kuck (Grüne) Marcel Philipp Dr. Margrethe Schmeer Karl Schultheis (SPD) Lothar Stollenwerk Volker Willms Wilfried Warmbrunn Ratsmitglied Ratsmitglied Arbeitnehmervertreter Arbeitnehmervertreter Arbeitnehmervertreter Ratsmitglied Arbeitnehmervertreter Ratsmitglied Stadtkämmerin sachkundiger Bürger Arbeitnehmervertreter Ratsmitglied Oberbürgermeister Ratsmitglied Ratsmitglied Arbeitnehmervertreter Arbeitnehmervertreter Arbeitnehmervertreter 81 Zusammensetzung der Organe Vorstand Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Mitglieder des Vorstandes und kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstandes bestellen. Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandmitglied und einen Prokuristen vertreten. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedarf. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus 15 Mitgliedern. Die E.V.A. entsendet den Oberbürgermeister und den Stadtkämmerer der Stadt Aachen in den Aufsichtsrat. Die Amtszeit des Aufsichtsrates endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr beschließt, das nach der Wahl des Aufsichtsrats beginnt. Die Amtszeit der auf Vorschlag der Stadt Aachen gewählten Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die innerhalb von vier Monaten nach Ablauf der Wahlperiode des Rates der Stadt Aachen abzuhalten ist. Scheidet ein Aufsichtsratsmitglied aus, so ist für die Restzeit ein Nachfolger zu wählen. Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden, einen ersten und einen zweiten Stellvertreter. Der zweite Stellvertreter ist aus dem Kreis der Arbeitnehmervertreter zu wählen. Hauptversammlung Die Hauptversammlung wird durch den Vorstand einberufen, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Den Vorsitz in der Hauptversammlung führt der Vorsitzende des Aufsichtsrates oder im Verhinderungsfalle sein Stellvertreter. Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen, soweit Gesetz oder Satzung nichts anderes bestimmen, der einfachen Mehrheit des in der Versammlung vertretenen Grundkapitals. 82 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 2011 2012 298.722 63% B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 312.172 65% 10.439 III. Finanzanlagen 175.972 37% III. Wertpapiere 2% 374.108 69% 9.282 2% 205.815 43% 214.230 39% 95.918 20% 150.595 28% 163.392 34% 166.716 31% 17.610 Vermögensgegenstände 2013 4% 18.035 3% 145.689 30% 148.587 27% 0 0% 0 0% 93 0% 94 0% 2.799 1% 3.253 1% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.586 1% Bilanzsumme Aktiva 477.280 478.363 544.077 A. 104.708 22% 104.708 22% 104.708 19% Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 43.520 9% 43.520 8% II. Kapitalrücklage 18.709 4% 18.709 3% 42.479 9% 42.479 8% 16.871 4% 17.279 3% III. Gewinnrücklagen B. Sonderposten für Zuschüsse C. Rückstellungen 166.094 35% 189.575 40% 201.774 37% D. Verbindlichkeiten 190.290 40% 167.184 35% 220.277 40% E. Rechnungsabgrenzungsposten 22 25 38 Bilanzsumme Passiva 16.166 477.280 3% 0% 478.363 0% 0% 544.077 83 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 480.352 479.225 502.365 21.276 19.655 24.434 Betriebsleistung 501.628 498.880 526.799 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 357.689 369.299 398.036 Personalaufwand 32.882 33.312 31.721 Abschreibungen 16.504 18.470 18.062 Sonstige betriebliche Aufwendungen 49.267 50.248 50.295 Betriebserfolg 45.286 27.551 28.685 Erträge aus Beteiligungen 3.092 2.429 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 5.595 6.300 337 294 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.746 3.471 Aufwendungen aus Verlustübernahmen 6.048 12.017 12.653 13.217 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Zinsen und ähnliche Aufwendungen Finanzergebnis -6.406 -10.526 -19.040 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 38.880 22.620 15.945 0 0 0 9.782 2.582 2.582 -9.782 -2.582 -2.582 0 0 0 531 619 894 26.067 19.419 12.469 2.500 0 0 außerordentliche Erträge außerordentliche Aufwendungen außerordentliches Ergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Gewinnabführung an E.V.A. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine unmittelbare Verbindung zum städtischen Haushalt besteht nicht. Mittelbar ist der Haushalt der Stadt Aachen über Ergebnisübernahmeverträge innerhalb des EVA - Konzerns und eine entsprechende Ausschüttung der EVA an die Stadt Aachen betroffen. Lagebericht Grundlage des Unternehmens und Geschäftsmodell Die Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft (STAWAG) sind der Dienstleister rund um Energie und Wasser in Aachen. Zentrale Aufgabe des Unternehmens ist die zuverlässige, preisgünstige und umweltschonende Versorgung der Aachener Bürgerinnen und Bürger mit Strom, Gas, Wasser und Wärme. Darüber hinaus bietet die STAWAG ihren Kunden in Haushalt, Gewerbe und Industrie umfassende Beratungs- und Serviceleistungen zum umweltschonenden und effizienten Einsatz von Energie. Tochtergesellschaften der STAWAG verantworten die Bereitstellung von Personal für den Betrieb der städtischen Abwasserkanäle, den Betrieb und die Unterhaltung der Versorgungsnetze in Aachen sowie den zukunftsweisenden Ausbau der Eigenerzeugung, insbesondere im Bereich erneuerbarer Energien. Zur internen Steuerung des Unternehmens bündelt die STAWAG ihre verschiedenen Aktivitäten in Geschäftsfeldern. 84 Das Geschäftsfeld konventionelle Energie- und Wassererzeugung bündelt die Kraftwerksaktivitäten der STAWAG und die Anlagen zur Produktion von Frischwasser. Im Geschäftsfeld regenerative Energieerzeugung entwickelt die STAWAG über ihre Tochtergesellschaft STAWAG Energie GmbH (STAWAG Energie) alleine und in Zusammenarbeit mit Partnern Projekte im Bereich Photovoltaik, Onshore-Wind und Biogas. Bestandteil des Geschäftsmodells ist hierbei auch die (Teil-)Veräußerung von Projekten. Im Geschäftsfeld Vertrieb bündelt die STAWAG ihre Aktivitäten rund um die Belieferung von Privatund Geschäftskunden mit Energie und Wasser sowie die damit zusammenhängenden Aufgaben der Energiebeschaffung. Abgerundet wird das vertriebliche Angebot durch Energielösungsangebote und Energiedienstleistungen. Das Geschäftsfeld Netz umfasst die Infrastrukturdienstleistungen der STAWAG in den regulierten Sparten Strom und Gas ebenso wie die entsprechenden Aufgaben der nichtregulierten Sparten Wasser und Wärme. Der Fokus liegt hierbei auf einer optimierten Aufgabenwahrnehmung des Netzbetriebs durch die STAWAG Netz GmbH (STAWAG Netz) unter regulatorischen und ökonomischen Aspekten. Im Geschäftsfeld Beteiligungen sind neben den neu gegründeten Unternehmen in Rösrath und Wachtberg insbesondere die FACTUR Billing Solutions GmbH (FACTUR), die Wassergewinnungsund -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH (WAG) sowie die im Juli 2013 erworbene Beteiligung von 25,1 Prozent an den Stadtwerken Lübeck abgebildet. Darüber hinaus werden in dem Geschäftsfeld auch Beteiligungsgesellschaften mit einem STAWAG-Anteil von < 25,0 Prozent berücksichtigt, sofern sie Ausschüttungen an die Anteilseigner vornehmen. Hierunter fallen die Trianel GmbH, die NetAachen GmbH, die smartlab Innovationsgesellschaft mbH, die utilicount GmbH & Co. KG und die Technischen Werke Naumburg GmbH. Aufgrund der bestehenden Ergebnisabführungsverträge übernimmt die Gesellschaft die Ergebnisse der STAWAG Netz, der STAWAG Energie, der FACTUR sowie der STAWAG Abwasser GmbH (STAWAG Abwasser). Wirtschaftsbericht In einem schwierigen internationalen Umfeld hat die deutsche Wirtschaft 2013 zu einem moderaten Wachstumskurs zurückgefunden. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm preisbereinigt in Deutschland um 0,4 Prozent zu, nachdem für das Vorjahr eine Zunahme von 0,7 Prozent zu verzeichnen war. Im Schlussquartal des Jahres 2013 hat die Wirtschaftsleistung ihren Wachstumskurs mit einer Steigerung von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal fortgesetzt. Positive Impulse kamen vor allem aus dem Außenhandel, in dem nach vorläufigen Berechnungen die Exporte von Waren und Dienstleistungen sehr viel stärker als die Importe stiegen. Im internationalen Vergleich verlief die Konjunktur in Deutschland wesentlich besser als im übrigen Euroraum. In zahlreichen europäischen Ländern wird mit einem schrumpfenden BIP gerechnet. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Bruttoinlandsprodukt für Deutschland 2013) Am Arbeitsmarkt hat sich die Situation trotz des moderaten Konjunkturverlaufs weiter stabil gezeigt. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent, damit erreicht die Erwerbstätigkeit ihren höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Anzahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent gestiegen. Im Jahresdurchschnitt betrug die Arbeitslosenquote für die Bundesrepublik Deutschland 6,9 Prozent. (Quelle: Pressemeldung Bundesagentur für Arbeit, 7. Januar 2014) Der Primärenergieverbrauch in Deutschland lag im Jahr 2013 nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen 2,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Den stärksten Einfluss auf die Entwicklung hatte die kühle Witterung im ersten Halbjahr. Unter Berücksichtigung des Temperatureffekts wäre der Energieverbrauch nur um etwa 1 Prozent gestiegen. Die schwache Konjunkturentwicklung brachte hingegen kaum verbrauchssteigernde Wirkungen. (Quelle: AG Energiebilanzen e.V., Energieverbrauch in Deutschland) Geschäftsverlauf des Jahres 2013 Die Energiewende, die politischen und auch in der Branche kontrovers geführten Diskussionen über Lösungswege sorgen nach wie vor für Unsicherheit bei Investitionsentscheidungen. Vor allem die große Einspeisung von Ökostrom und die dadurch sinkenden Stromhandelspreise belasten das Ergebnis von konventionellen Kraftwerken. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses 2013 Drohverlustrückstellungen im konventionellen Erzeugungsbe85 reich aufgrund der Beteiligung am Kohlekraftwerk Lünen und am Gaskraftwerk Hamm-Uentrop gebildet. Innerhalb des Geschäftsfeldes Netze lagen die Netzeinspeisungen bei der STAWAG Netz GmbH (STAWAG Netz) im Berichtsjahr 2013 in den Sparten Gas und Fernwärme witterungsbedingt oberhalb der Werte aus dem Vorjahr. Für Strom und Wasser lagen die Netzeinspeisungen hingegen leicht unterhalb des Vorjahresniveaus. Die Verkaufsmengen bei der STAWAG lagen für Gas und Wärme 2013 aufgrund der kalten Witterung zum Teil deutlich über den Vorjahresmengen. Die durch den Vertrieb an Endkunden gelieferte Strommenge lag mit einem gesteigerten Sonderkundenabsatz leicht oberhalb des Vorjahresniveaus, die insgesamt gelieferte Menge lag jedoch aufgrund geringerer Handelsgeschäfte unterhalb der Vorjahreswerte. Die gelieferte Wassermenge lag für 2013 nahezu auf Vorjahresniveau. Der Wettbewerbsdruck am Markt und die gravierenden Anforderungen der Regulierungsbehörden hatten auch im Berichtsjahr 2013 einen bestimmenden Einfluss auf Art und Umfang der Leistungserbringung in unseren Kerngeschäftsfeldern Vertrieb und Netze. Die STAWAG konnte dabei auf den verstärkt umkämpften Energiemärkten ihre starke Marktposition im Strom- und Gasbereich bei den Privatkunden in Aachen erneut behaupten. Unsere Fernwärmestrategie mit ihrem Schwerpunkt, die Anschlussdichte in Bezug auf das vorhandene Fernwärmenetz zu erhöhen, wurde erfolgreich fortgesetzt. Hierzu zählt auch die Akquisition neuer Kunden im RWTH-Erweiterungsgebiet Campus Melaten. Bei Übernahme der Betriebsführung des Kanalnetzes der Stadt Aachen durch die STAWAG im Jahr 2006 wurde das damals vorhandene Personal in die STAWAG Abwasser GmbH (STAWAG Abwasser) überführt. Auch im Berichtsjahr wurde das Personal der STAWAG Abwasser der STAWAG zur Erbringung der Betriebsführungsleistung kostendeckend zur Verfügung gestellt, sodass die STAWAG Abwasser erneut ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen konnte. Die STAWAG Netz ist als hundertprozentige Tochtergesellschaft der STAWAG Pächterin der Netze und Anlagen. Sie plant und steuert als sogenannte „kleine Netzgesellschaft“ deren langfristige Instandhaltungs-, Erneuerungs- und Entwicklungsstrategie unter dem besonderen Aspekt der Kosteneffizienz bei gleichzeitiger Erhaltung der Netzsubstanz. Die STAWAG Netz ist Ansprechpartnerin der Regulierungsbehörden und somit auch Adressatin für deren Netzentgeltbescheide. Gemäß § 6 b Abs. 7 Satz 4 EnWG ist die STAWAG Netz mit den Tätigkeiten der in § 6 b Abs. 3 EnWG aufgeführten Bereiche der Elektrizitäts- und der Gasverteilung betraut. Auf die in diesem Zusammenhang stehenden Leistungen der STAWAG an ihre Tochter STAWAG Netz wird in der Anlage zum Tätigkeitsabschluss im Bereich der Strom- und Gasverpachtung verwiesen. Seit dem Jahr 2009 werden die Netzentgelte nicht mehr auf der Basis einer kostenbasierten Entgeltkalkulation, sondern nach dem System der Anreizregulierung ermittelt. Im Konzept der Anreizregulierung ist vorgesehen, dass den Netzbetreibern von den Regulierungsbehörden für die Dauer einer Regulierungsperiode von fünf Jahren (im Gasbereich zunächst vier Jahre) weitgehend unabhängig von der tatsächlichen eigenen Kostenentwicklung ein fester Erlöspfad als Obergrenze vorgegeben wird. Die Entwicklung dieser Erlösobergrenze in den einzelnen Jahren wird maßgeblich von der unternehmensindividuellen Effizienz bestimmt. Diese wird für jedes Unternehmen mithilfe eines zentralen deutschlandweiten Unternehmensvergleichs (Benchmarking) von der Regulierungsbehörde ermittelt. Die unternehmensindividuellen Effizienzwerte der STAWAG Netz lagen für die erste Regulierungsperiode (Gas: 2009 bis 2012; Strom: 2009 bis 2013) im Strombereich mit 94,8 Prozent und im Gasbereich mit 88,2 Prozent über den Durchschnittswerten der gesamten Branche. Für die zweite Regulierungsperiode (Gas: 2013 bis 2017; Strom: 2014 bis 2018) wurde der STAWAG Netz von den zuständigen Regulierungsbehörden im Geschäftsjahr 2013 für die Gassparte ein Effizienzwert in Höhe von 91,93 Prozent und für den Strombereich ein Effizienzwert in Höhe von 94,37 Prozent mitgeteilt. Seit dem Jahr 2009 erhält die STAWAG Netz sowohl für den Strom- als auch für den Gasbereich Erlösobergrenzenbescheide nach dieser Systematik. Diese haben, ausgehend von den in der Vergangenheit bereits deutlich gekürzten Netzkosten, in den nächsten Jahren leicht steigende Erlöse aus Strom- und Gasnetzentgelten zur Folge. Da in diesen Erlössteigerungen jedoch bereits ein Inflationsausgleich berücksichtigt ist, werden die realen Erlöse aus den Netzentgelten im Stromund Gasbereich auch zukünftig weiter sinken. Für das Jahr 2013 resultierte hieraus für den Strom86 bereich eine Erlösobergrenze in Höhe von 48,4 Mio. Euro (Vorjahr: 47,4 Mio. Euro) und für den Gasbereich eine Erlösobergrenze in Höhe von 26,2 Mio. Euro (Vorjahr: 24,0 Mio. Euro). Dem Geschäftsfeld der regenerativen Energieerzeugung ist die STAWAG Energie zugeordnet, die eine weitere hundertprozentige Tochter der STAWAG ist. Geschäftszweck der STAWAG Energie sind der Betrieb von Anlagen zur Energieumwandlung, das Halten von Beteiligungen an solchen Anlagen sowie die Verwertung der in den einzelnen Anlagen erzeugten Energie für die Gesellschafter. Innerhalb des STAWAG-Teilkonzerns ist die STAWAG Energie insbesondere verantwortlich für die Entwicklung von Projekten im Umfeld der regenerativen Energieerzeugung. Die STAWAG Energie hat im abgelaufenen Geschäftsjahr das bestehende Anlagenportfolio um eine Solaranlage und ein BHKW ergänzt. Über Beteiligungsgesellschaften wurden fünf Windparks mit einer Gesamtleistung in Höhe von gut 48 MW errichtet (Laudert mit 6 MW, Gödenroth mit 6 MW, Oberwesel II und Oberwesel III mit 20,4 MW und Beltheim mit 16 MW). Zwei weitere Windparks mit einer Gesamtleistung von 24 MW (Düren-Echtz mit 9 MW und Aldenhoven mit 15 MW) waren zum Jahresende im Bau. Auch aufgrund der erfolgreichen Weiterveräußerung von Beteiligungsanteilen an Projektgesellschaften lag das Ergebnis der Gesellschaft mit 1,2 Mio. Euro um über 0,3 Mio. Euro über den Erwartungen. Die FACTUR erzielte 2013 ein Ergebnis in Höhe von rund 5,0 Mio. Euro, das an die STAWAG abgeführt wird. Die Trianel-Gruppe, an deren Führungsgesellschaft Trianel GmbH die STAWAG zum Jahresende mit 12,13 Prozent beteiligt war, hat ihre Aktivitäten im Bereich der Stromerzeugung und der energierelevanten Dienstleistungen weiter ausgebaut. Die Arbeit in den verschiedenen Projektgesellschaften, an denen neben anderen kommunalen Partnern auch die STAWAG oder die STAWAG Energie beteiligt sind, wurde vorangetrieben. Nach vorläufigen Angaben wird die Trianel für das Geschäftsjahr 2013 einen Jahresüberschuss von 0,1 Mio. Euro erzielen. Der Anteil am Telekommunikationsanbieter NetAachen GmbH (NetAachen), in den die STAWAG 2009 ihre Anteile an der accom KG eingebracht hat, beträgt unverändert 16 Prozent. Das Berichtsjahr 2013 wird mit einem positiven Ergebnis über den Erwartungen liegen. Die Neukonzeption der STAWAG Energiedienstleistung GmbH (EDL), die zukünftig unter Einbindung von oder in Kooperation mit regionalen Partnerunternehmen Energiedienstleistungen bündeln und ausbauen soll, dauerte im Berichtsjahr weiter an. Die Entwicklung der übrigen operativ tätigen Beteiligungsgesellschaften WAG, Technische Werke Naumburg GmbH (TWN) sowie der smartlab Innovationsgesellschaft mbH (smartlab) entsprach den Erwartungen. Die utilicount GmbH & Co. KG (utilicount) wird das Geschäftsjahr 2013 voraussichtlich mit einem Verlust von 0,2 Mio. Euro abschließen. Kernbestandteil der STAWAG-Strategie ist die Beteiligung des Unternehmens im Wettbewerb um Konzessionen und Rekommunalisierungsprojekte. Als erste Erfolge hat die STAWAG hier im Geschäftsjahr 2012 den Zuschlag für die Stromnetzkonzessionen der Städte Simmerath und Monschau erhalten. Im Ausschreibungsverfahren der Stadtwerke Rösrath AöR hat sich STAWAG erfolgreich als strategischer Partner für 49 Prozent der Anteile an der neu zu gründenden StadtWerke Rösrath – Energie GmbH durchgesetzt und hat im Jahr 2013 damit begonnen, ein neues kommunales Energieversorgungsunternehmen aufzubauen. Das erwartete Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2013 liegt dabei auf Planniveau. Darüber hinaus hat die STAWAG auch von der Gemeinde Wachtberg den Zuschlag für den Aufbau eines neuen Energie- und Wasserversorgungsunternehmens für die Gemeinde Wachtberg erhalten. Im Geschäftsjahr 2013 wurde das neue Unternehmen enewa GmbH (enewa) mit 49 Prozent Beteiligung der STAWAG gegründet. Das erwartete Ergebnis für 2013 wird hier voraussichtlich unter dem angenommenen Planwert liegen. Mit der Beteiligung in Höhe von 25,1 Prozent an den Stadtwerken Lübeck GmbH (SW Lübeck) hat die STAWAG 2013 einen weiteren großen Schritt im Rahmen ihrer Beteiligungsstrategie erfolgreich abgeschlossen. Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet die SW Lübeck GmbH ein Ergebnis deutlich über dem Planwert. Aufgrund der im Geschäftsfeld der konventionellen Energieerzeugung zu bildenden Drohverlustrückstellungen verfehlt die STAWAG mit 12,5 Mio. Euro ihr für das Geschäftsjahr 2013 geplantes Ergebnis von 13,1 Mio. Euro um 0,6 Mio. Euro. Die positiven Entwicklungen in anderen Geschäfts87 feldern konnten somit die Verluste aus dem Kraftwerkssegment nicht vollständig kompensieren. Damit liegt das Jahresergebnis 2013 rund 7,1 Mio. Euro unter dem Ergebnis des Vorjahres (19,5 Mio. Euro). Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die Steuerung des Konzerns sind die durchgeleiteten und abgesetzten Mengen, die Umsatzerlöse sowie die finanziellen Kennzahlen EBITDA, EBIT und EBT relevant. Deren Entwicklung ist im Folgenden dargestellt: Kennzahl Umsatzerlöse (T€) EBITDA (T€) EBIT (T€) EBT (T€) Plan 2013 475.156,7 55.054,2 37.034,2 13.142,9 Ist 2013 497.964,7 46.746,8 28.684,6 12.469,5 Abw. Abs. +22.808,0 -8.307,4 -8.349,6 -673,4 Abw. % +4,8 % -15,1 % -22,6 % -5,1 % Die STAWAG konnte ihre Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 497.965 TEuro um rd. 22.808 TEuro bzw. 4,8 Prozent steigern. Die Umsatzsteigerung ist insbesondere witterungsbedingt in der vertrieblichen Gas- und Wärmesparte zu verzeichnen. Des Weiteren wurden höhere Umsatzerlöse in der vertrieblichen Stromsparte aufgrund höherer gesetzlicher Umlagen (EEG-Umlage, § 19 StromNEV-Umlage, KWK-G-Umlage und Offshore-Haftungs-Umlage), die bei der STAWAG mit entsprechend höheren Materialaufwendungen einhergehen, erzielt. Der EBIT verfehlt mit rd. 28.685 TEuro die Planung um etwa 8.350 TEuro bzw. 22,6 Prozent, was hauptsächlich durch die negative operative Ergebnisentwicklung im konventionellen Erzeugungsbereich begründet ist. Insgesamt erzielt die STAWAG ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von 12.469,5 TEuro und liegt damit rd. 673 TEuro unterhalb des geplanten Ergebnisniveaus. Die STAWAG beschäftigte zum Jahresende 387 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive Auszubildenden und Aushilfen. Zusätzliche 269 Beschäftigte waren zum Dezember 2013 bei unseren Tochtergesellschaften STAWAG Netz, STAWAG Energie, STAWAG Abwasser und FACTUR tätig. Das Durchschnittsalter der Belegschaft betrug 44 Jahre. Die STAWAG zeichnet sich als Arbeitgeber durch eine geringe Fluktuationsquote aus, die sich in einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 17 Jahren niederschlägt. Im Bereich der Fortbildung ist die strategische Personalentwicklung und das Recruiting hoch qualifizierter Mitarbeiter seit langem ein Kernthema der STAWAG. Für die mittlere Führungsebene setzt die Personalabteilung in enger Abstimmung mit den Bereichsleitern individuelle Entwicklungspläne auf mit Weiterbildungsmeilensteinen und Programmen zum „Learning on the Job“. Eine der wichtigsten Aufgaben wird es sein, die Folgen des demografischen Wandels zu bewältigen. In den nächsten zehn bis zwölf Jahren steht dem Unternehmen ein Generationswechsel bevor, weil viele Mitarbeiter das Ruhestandsalter erreichen. Deshalb gilt es, ihr exzellentes Know-how und ihre Motivation auch künftigen Mitarbeitern zuteilwerden zu lassen und sie entsprechend zu qualifizieren. Die STAWAG und die STAWAG Netz sind in einem Qualitätsmanagement eingebunden. Ein Zertifikat bestätigt bis zum 14. Januar 2016, dass die Anforderungen nach ISO 9001:2008 erfüllt werden. Lage Ertragslage Die STAWAG schließt das Geschäftsjahr 2013 mit einem Überschuss von 12,5 Mio. Euro ab. Das Ergebnis resultiert aus folgenden Einflüssen: Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Im Stromgeschäft erfolgte zum 1. Januar 2013 eine Preiserhöhung, mit der die gestiegenen Vergütungen für regenerativ erzeugte Strommengen an die Kunden weitergegeben wurden. Trotz einer leichten Konjunkturerholung waren die Absatzmengen im Tarifkundengeschäft aufgrund von Kundenverlusten leicht rückläufig, die teilweise durch Zugewinne im Sondertarifkundengeschäft kompensiert wurden. Insgesamt lag die Absatzmenge aufgrund geringerer Handelsgeschäfte unterhalb des Vorjahresniveaus. In der Sparte Gas konnten die Preise beibehalten werden. Aufgrund der durchschnittlich kälteren Witterung nahmen die Absatzmengen deutlich zu, jedoch wurde die Erhöhung teilweise wettbewerbsbedingt kompensiert. 88 In der Sparte Fernwärme musste aufgrund der gestiegenen Beschaffungskosten für Gas, Öl und Kohle eine Preisanpassung zum 1. Januar 2013 und zum 1. Juli 2013 vorgenommen werden. Insgesamt nahmen die Absatzmengen aufgrund der kälteren Witterung gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Die allgemeinen Wasserpreise blieben im Berichtsjahr erneut konstant. Der Umsatzanteil dieser Sparte ging mengenbedingt leicht zurück. Der Umsatz in der Sparte Stadtentwässerung lag mit 19,8 Mio. Euro knapp über dem Vorjahresniveau. Insgesamt erzielte die STAWAG im Berichtsjahr 2013 einschließlich der Netznutzungsentgelte und Umsatzerlöse aus den Nebengeschäften einen gegenüber dem Vorjahr um 24,4 Mio. Euro deutlich gestiegenen Umsatz von 498,0 Mio. Euro. In den Nebengeschäften sind auch für den Tätigkeitsabschluss relevante Umsatzerlöse der Strom- und der Gasverpachtung gegenüber der STAWAG Netz enthalten. Die Aufteilung auf die einzelnen Bereiche ergibt sich aus der folgenden Übersicht: 2013 Mio. € 2012 Mio. € Veränderung in % Stromversorgung einschl. Stromsteuer Stromsteuer 173,0 -16,4 163,3 -16,0 5,9 -2,5 Stromversorgung ohne Stromsteuer 156,6 147,3 6,3 Gasversorgung einschl. Erdgassteuer Erdgassteuer 121,7 -10,7 112,7 -9,6 8,0 -11,5 Gasversorgung ohne Erdgassteuer 111,0 103,1 7,7 Stromerzeugung und -vermarktung 63,2 59,6 6,0 Wasserversorgung 34,4 35,1 -2,0 Fernwärmeversorgung 24,1 21,8 10,6 Stadtentwässerung 19,8 19,7 0,5 3,5 3,5 0,0 Nebengeschäfte 85,4 83,5 2,3 Gesamtumsatz 498,0 473,6 5,2 Grundbesitzwirtschaft Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen um 4,8 Mio. Euro zu und betrugen 24,4 Mio. Euro. Neben den im Berichtsjahr von der STAWAG Netz leicht rückläufig vereinnahmten Konzessionsabgaben für Strom und Gas in Höhe von 11,3 Mio. Euro sind Auflösungen für Rückstellungen in Höhe von 5,0 Mio. Euro sowie periodenfremde Erträge von 0,9 Mio. Euro enthalten. Die mit Abstand größte Aufwandsposition war mit rd. 398,0 Mio. Euro auch im Jahr 2013 der Materialaufwand. Er stieg gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 28,7 Mio. Euro an und war im Wesentlichen durch gestiegene Energiebezugskosten von 24,1 Mio. Euro und Netzentgeltkosten von 3,5 Mio. Euro begründet. Der Personalaufwand verringerte sich um 1,6 Mio. Euro auf 31,7 Mio. Euro. Aufgrund der Tariferhöhung zum 1. Oktober 2013 stiegen die Lohnkosten um 0,9 Mio. Euro an und wurden im Wesentlichen durch geringere Aufwendungen zur Altersversorgung mit 2,5 Mio. Euro überkompensiert. Die STAWAG beschäftigte am Jahresende 387 (Vorjahr: 392) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inklusive Auszubildenden und Aushilfen. Die planmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens lagen mit 18,1 Mio. Euro um 0,4 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 50,3 Mio. Euro (Vorjahr: 50,2 Mio. Euro) sind neben dem üblichen Aufwand die Konzessionsabgabe an die Stadt Aachen und die erbrachten Dienstleistungen der Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Aachen (E.V.A.), der regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbh (regio iT) sowie der FACTUR enthalten. Die konzerninternen Leistungen lagen im Jahr 2013 mit 17,2 Mio. Euro um 0,9 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (16,3 Mio. Euro). Das Zinsergebnis verschlechterte sich aufgrund geringerer Zinserträge und höherer Zinsaufwendungen im Wesentlichen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung um 1,8 Mio. Euro. 89 Insgesamt weist die STAWAG für das Berichtsjahr ein negatives Finanzergebnis von 12,7 Mio. Euro aus, das um 7,8 Mio. Euro über dem Vorjahresergebnis liegt. Hierin enthalten sind im Wesentlichen Effekte aus einem negativen Zinsergebnis von 9,7 Mio. Euro sowie aus bestehenden Gewinn- und Verlustabführungsverträgen von -5,7 Mio. Euro (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro). Aufgrund der Anwendung des BilMoG ab 1. Januar 2010 werden außerordentliche Aufwendungen im Berichtsjahr mit 2,6 Mio. Euro ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Effekte aus der Zuführung des Bewertungsunterschieds der Pensionsrückstellungen. Das Geschäftsjahr 2013 schließt die STAWAG mit einem Ergebnis von 12,5 Mio. Euro ab, die aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die E.V.A. abgeführt werden. Finanzlage Die Investitionen in das Anlagevermögen einschließlich der Kapitaleinlagen bei verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften betrugen im Berichtsjahr 82,5 Mio. Euro. Hierbei entfielen auf die Beteiligung an den Stadtwerken Lübeck GmbH 43,5 Mio. Euro (Anteil 25,1 Prozent). Aufgrund des Ausbaus von Rekommunalisierungsprojekten erfolgten weitere Investitionen in die Übernahme von Geschäftsanteilen von 2,2 Mio. Euro bei dem neu gegründeten Unternehmen enewa (Anteil 49 Prozent) und von 0,05 Mio. Euro bei dem neu gegründeten Unternehmen Energie- und Wasserversorgung Waldbröl GmbH (EW Waldbröl) (Anteil 49 Prozent). Mit notarieller Beurkundung vom 9. Dezember 2013 gründete die STAWAG in den Gemeinden Simmerath und Monschau, zunächst als alleinige Gesellschafterin, die STAWAG Infrastruktur Simmerath GmbH & Co. KG mit der Komplementärgesellschaft STAWAG Infrastruktur Simmerath Verwaltungs GmbH sowie die STAWAG Infrastruktur Monschau GmbH & Co. KG mit der Komplementärgesellschaft STAWAG Infrastruktur Monschau Verwaltungs GmbH. Im Berichtsjahr erfolgten Einzahlungen von 10,4 Mio. Euro in die Kapitalrücklage bei der STAWAG Energie und von 0,2 Mio. Euro bei der smartlab. Von dem langfristigen Gesellschafterdarlehen an die STAWAG Energie wurden planmäßig 0,8 Mio. Euro zurückgeführt. Kapitalrückzahlungen erfolgten hingegen aus der Beteiligung Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG (TGH) mit 1,1 Mio. Euro. Mit Beschluss der kamer von koophandel vom 14. August 2013 wurde die Liquidation der G.O.B. Euroservices B.V., an der die STAWAG mit 50 Prozent beteiligt war, beendet. Darüber hinaus wurden Investitionen bei den Tätigkeiten gemäß § 6 b Abs. 3 EnWG für das Stromund Gasnetz vorgenommen. Wesentliches Ziel der Investitionsmaßnahmen waren die Sicherung und die zukunftsorientierte Erweiterung der Versorgungs- und Dienstleistungsaktivitäten in allen Sparten der STAWAG. Die Investitionen wurden mit Mitteln aus dem Cashflow, der sich auf 41,6 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (60,2 Mio. Euro) verringerte, sowie aus liquiden Mitteln und Darlehen finanziert. Die STAWAG war im Berichtsjahr in einem konzernweiten Cash-Pooling-System bei der E.V.A. eingebunden. Am Bilanzstichtag bestanden Forderungen gegen die STAWAG Netz aus bereitgestellten Liquiditätsdarlehen in Höhe von 50,7 Mio. Euro und zum anderen bestanden Verbindlichkeiten aus aufgenommenen Liquiditätsdarlehen gegenüber der E.V.A. in Höhe von 24,6 Mio. Euro. Der Bestand an Bankkrediten erhöhte sich um 41,7 Mio. Euro. Die Erhöhung ist insbesondere auf die Finanzierung der Beteiligungsanteile an den Stadtwerken Lübeck GmbH zurückzuführen. In das Finanzergebnis in Höhe von -12,7 Mio. Euro (Vorjahr: -4,9 Mio. Euro) sind neben den Zinsaufwendungen auch die Ergebnisabführungen und Verlustübernahmen aus den Beteiligungen der STAWAG an ihren hundertprozentigen Tochtergesellschaften eingeflossen. Nach Änderungen durch das BilMoG zum 1. Januar 2010 liegen die Zinsaufwendungen bei der Zuführung zur Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2013 (Zinssatz: 4,88 Prozent) bei 8,3 Mio. Euro (Vorjahr: 8,1 Mio. Euro). Darüber hinaus stehen Mittel aus der aperiodischen Zuführung im Geschäftsjahr zur Pensionsrückstellung in Höhe von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) der Innenfinanzierung zur Verfügung. 90 Cashflow I und II der STAWAG stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar: Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 13,7 Prozent auf 544,0 Mio. Euro. Das Anlagevermögen stieg um 61,9 Mio. Euro auf 374,1 Mio. Euro. Im Wesentlichen geht dieser Anstieg zurück auf den Erwerb von neuen Geschäftsanteilen bzw. neu gegründeten Beteiligungsunternehmen sowie aus der Erhöhung der Anteile gegenüber der STAWAG Energie zur Finanzierung weiterer Maßnahmen bezüglich regenerativer Erzeugungsanlagen bzw. der Beteiligungen an Gesellschaften mit dem Zweck der Erzeugung von regenerativen Energien. Darüber hinaus wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, in den weiteren Ausbau von Verteilungsanlagen inklusive des Tätigkeitsbereichs gemäß § 6 b Abs. 3 EnWG für die Strom- und Gasverpachtung sowie in die Ertüchtigung von Umspann- und Netzstationen durchgeführt. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme stieg von 65,3 Prozent auf 68,8 Prozent an. Insgesamt nahmen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände im Umlaufvermögen um 2,8 Mio. Euro zu. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 49,0 Mio. Euro und nahmen gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Mio. Euro ab. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Verbrauchsabrechnung für Tarif- und Sondervertragskunden mit 31,5 Mio. Euro, aus der bilanziellen Abgrenzung mit 12,9 Mio. Euro sowie aus der Bautätigkeit im Bereich der Stadtentwässerung mit 3,6 Mio. Euro. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gingen um 3,6 Mio. Euro auf 17,6 Mio. Euro zurück und betreffen im Wesentlichen die Forderungen gegen die STAWAG Netz aus der Gewährung eines laufenden Liquiditätsdarlehens und Verrechnung mit Verbindlichkeiten aus laufenden Geschäften. Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen liegen mit 8,5 Mio. Euro annähernd auf Vorjahresniveau (9,0 Mio. Euro) und betreffen im Wesentlichen mit 4,5 Mio. Euro die Stromvermarktung des GuD-Kraftwerks Hamm-Uentrop sowie die Gasvermarktung des Gasspeichers Epe der Trianel. Das Eigenkapital beträgt unverändert wie im Vorjahr 104,7 Mio. Euro. In Folge der gestiegenen Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote auf 19,2 Prozent (Vorjahr: 21,9 Prozent). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um 6,8 Mio. Euro auf 166,1 Mio. Euro und beinhalten eine aperiodische Zuführung von 2,6 Mio. Euro. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 35,6 Mio. Euro (Vorjahr: 30,3 Mio. Euro) beinhalten, neben einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften von 18,1 Mio. Euro (Vorjahr: 10,5 Mio. Euro), insbesondere für Bezugsverträge, alle zur Erfüllung der bestehenden Verpflichtungen erforderlichen Positionen zum Bilanzstichtag. Die Verbindlichkeitenstruktur führte wie bereits im Vorjahr zu mittel- und langfristigen Restlaufzeiten. Hiervon haben 40,2 Prozent (Vorjahr: 55,3 Prozent) der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Insgesamt nahm der Bestand an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 41,7 Mio. Euro auf insgesamt 146,9 Mio. Euro zu. Die Bilanzstruktur ist durch einen sehr hohen Anlagendeckungsgrad II gekennzeichnet. Das Anlagevermögen ist zu 116,4 Prozent durch Eigenmittel (inklusive Zuschüsse) sowie lang- und mittelfristige Fremdmittel finanziert. Zusammenfassend stellt sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der STAWAG als geordnet dar. 91 Nachtragsbericht Im ersten Quartal 2014 musste gegenüber der Planannahme beim Gas- und Fernwärmegeschäft witterungsbedingt ein Rückgang der Absatzmenge verzeichnet werden. Darüber hinausgehende Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Risiko- und Chancenbericht In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, wie stark politische und rechtliche Rahmenbedingungen im Energiesektor die Planbarkeit von Geschäftsmodellen und Investitionen von Energieversorgungsunternehmen beeinflussen und die wirtschaftliche Situation verändern können. Risiken zu erkennen, zu managen und in eine solide ökonomische Unternehmensführung aufzunehmen ist daher unerlässlich geworden. Ebenso bedeutend ist für uns, in den sich ändernden Branchen- und Marktstrukturen die unternehmerischen Chancen zu identifizieren und sie zum Wachstum oder zur Stabilisierung unserer wirtschaftlichen Gesamtsituation zu nutzen. Organisatorisch ist das Risikomanagement der STAWAG und ihrer Tochtergesellschaften in das konzerneinheitliche Chancen-/Risikomanagementsystem der E.V.A. integriert. Die E.V.A. hat in einer allgemeinen Richtlinie Grundsätze festgelegt, in welcher Weise mögliche Chancen und Risiken bei allen Konzerngesellschaften frühzeitig erkannt, bewertet und erfasst werden. Neben diesem zentral gesteuerten Risikoprozess existiert bei der STAWAG noch jeweils ein dezentrales Risikomanagement für den Energiehandel und für die Erzeugungsvermarktung. Die Richtlinien hierfür wurden 2009 und 2011 unter Einbeziehung der E.V.A. etabliert. Die dezentralen Risikomanagementberichte erfolgen jeweils an ein spezielles Risikokomitee. Sie fließen anschließend in den Risikogesamtbericht der STAWAG und der E.V.A. ein. Analog zu unserem Controlling- und Planungsprozess ist der Risikoprozess mit seinen regelmäßigen Risikoinventuren ein fester Bestandteil unserer betrieblichen Abläufe. Für die verschiedenen Unternehmensbereiche und Gesellschaften sind Risikoverantwortliche benannt, die erkannte Gefahren und Chancen in ihren Bereichen durch Abschätzung der Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewerten und sie nach einer wiederkehrenden Systematik dokumentieren. Die Risiken werden nach den Kategorien allgemeine externe, allgemeine interne, leistungswirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Risiken unterschieden. Der Risikomanager führt die Ergebnisse in einem halbjährlichen standardisierten Bericht an den Vorstand und die Aufsichtsgremien zusammen. Die Risikoverantwortlichen kommunizieren ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Risiken und stellen die Überwachung beschlossener Maßnahmen sicher. Da trotz sämtlicher aufgestellter Regeln der Umgang mit Risiken von Mensch zu Mensch verschieden ist, kann nicht völlig ausgeschlossen werden, dass einzelne Risiken nicht erfasst werden. Hierdurch ist jedoch das Risikomanagementsystem als Ganzes nicht in seiner Funktionalität eingeschränkt. Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen Das Risikoportfolio der Unternehmensgruppe STAWAG, zu der die STAWAG-Einzelgesellschaft sowie ihre Tochtergesellschaften STAWAG Netz, STAWAG Energie, FACTUR und STAWAG Abwasser zählen, unterstreicht zum Stichtag 31. Dezember 2013 den bereits in den letzten Jahren erkennbaren Anstieg der Einzelrisiken aus der Wertschöpfungsstufe konventioneller Energieerzeugung. Damit wird deutlich, wie maßgeblich die energiepolitische Entscheidung zur Energiewende in Deutschland und Vorgaben aus Brüssel, ebenso wie Eingriffe in den regulatorischen Rahmen, auf Beschaffungs- und Absatzmärkte und deren Preise einwirken und das Geschäftsergebnis der STAWAG belasten oder verbessern können. Daneben behalten natürlich Witterungseinflüsse unverändert ihre positiven und negativen Effekte auf die Absatzmengen. Wenngleich die Unwägbarkeiten und damit die Risiken unseres Geschäftes zunehmen, sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der STAWAG-Gruppe oder einzelner Segmente im Berichtszeitraum gefährdet haben oder über diesen hinaus gefährden könnten. Nachfolgend werden einige Risiken erläutert, die besonderen Einfluss auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage der STAWAG und ihrer Tochtergesellschaften haben können: Allgemeine externe Risiken und Chancen In dieser Risikokategorie werden die politischen Verhältnisse und die gesetzlichen Vorschriften, die die Marktstrukturen beeinflussen, betrachtet. Die neue im September 2013 gebildete Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD hat die im Energiesektor seit Verkündung der Energiewende entstandenen Verwerfungen und Reformnotwendigkeiten zwar längst erkannt und im Koalitionsvertrag sowohl eine neue EEG-Umlage als auch einen Kapazitätsmechanismus für konventionelle Kraftwer92 ke in Aussicht gestellt. Doch bis zur Verabschiedung entsprechender Gesetze wird die STAWAG nicht abwarten, sondern damit beginnen, ihr Erzeugungsportfolio und ihre Investitionsbereitschaft zu überdenken und Desinvestments zu prüfen. Die momentanen Ergebnisbelastungen zeigen leider, wie immens die Risiken aus politischen Entscheidungen selbst auf hochtechnologische und umweltfreundliche Assets sein können. Zum anderen wird die STAWAG mit ihrer Tochter STAWAG Energie alle Möglichkeiten zu nutzen versuchen, die seit Jahren vorentwickelten Windstandorte in eine Projektierung und Umsetzung zu bringen, solange die EEG-Zulage alter Fassung durch den Gesetzgeber nicht geändert wird. Schließlich dürfen die Anlagenbesitzer mit Bestandsschutz und der damit verbundenen Chance auf eine höhere Rendite rechnen. In dieser Risikokategorie erfassen wir auch weiterhin alle Risiken aus gesetzlichen Auflagen, Auflagen im öffentlich-rechtlichen Bereich, aus Umweltschutzbestimmungen sowie Risiken aus der Regulierung. Die STAWAG Netz, die den Risiken aus der Festlegung der Erlösobergrenzen seit Beginn der Anreizregulierung im Jahre 2009 grundsätzlich ausgesetzt war, hat in den vergangenen Jahren gegen die Erlösobergrenzenfestlegungen oder andere damit zusammenhängende Bescheide der Behörden diverse Rechtsbeschwerden eingelegt. Wenngleich noch nicht alle Anhörungs- und Feststellungsverfahren aus der 1. Regulierungsperiode abgeschlossen sind und auch der Festlegungsbescheid für die Erlösobergrenze Strom für die 2. Regulierungsperiode noch aussteht, rechnet die STAWAG Netz mit keinerlei negativen Auswirkungen mehr auf die zukünftigen Erlöse der Gesellschaft. Vielmehr ist durch die Einführung der Anreizregulierung die Planungssicherheit bezüglich der Netznutzungsentgelte im Strom- und Gasbereich für die nächsten Jahre gestiegen. Leistungswirtschaftliche Risiken und Chancen Die STAWAG hält Finanzbeteiligungen an den konventionellen Kraftwerken Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Hamm und Steinkohlekraftwerk Lünen. Ihre Tochter STAWAG Energie betreibt im regenerativen Bereich eigene Kraftwerksanlagen und beteiligt sich bundesweit an entsprechenden Projektgesellschaften. Mittlerweile ist die STAWAG Energie auch in der Projektierung von Windparks engagiert. Zusammen wird dies in einer Wertschöpfungsstufe Erzeugung abgebildet. Bei der konventionellen Stromerzeugung sind wir neben den grundsätzlichen Betreiberrisiken und dem technischen Ausfallrisiko dem Risiko ausgesetzt, dass die Stromgroßhandelspreise niedriger als die Stromproduktionskosten sind. Der rasante Zubau von Wind- und Photovoltaikanlagen hat die Stromnotierungen unter starken Druck gebracht. Frühzeitig vermarktete Strommengen aus dem Kraftwerk Hamm-Uentrop und dem 2013 in den Regelbetrieb übernommenen Steinkohlekraftwerk Lünen verursachen mittlerweile Margenverluste und führen bei der STAWAG zur Bildung von Drohverlustrückstellungen. Die Erwartung der deutschen Energieversorger, dass die Bundesregierung die grundlegende Benachteiligung solcher Anlagen gegenüber den regenerativen Kapazitäten korrigiert, insbesondere wenn sie auf neuer Technologie basieren, ist seit dem Start der Großen Koalition gestiegen. Dennoch resultieren momentan aus diesen Kraftwerksbeteiligungen die größten Ergebnisbelastungen für die STAWAG und das Risiko, dass die Schaffung eines Kapazitätsmarktes noch einige Jahre auf sich warten lassen könnte. Im Bereich regenerativer Erzeugungsanlagen, also insbesondere bei Onshore-Windparks, zahlen sich die frühen Aktivitäten der STAWAG Energie dagegen positiv aus und bieten weiterhin Chancen. Langjährige Standortentwicklung und sukzessiver Aufbau von Know-how in der Projektentwicklung geben der STAWAG Energie heute einen Wettbewerbsvorteil. Vorentwickelte Projekte werden daher zurzeit mit höchstmöglichem Druck realisiert, um die aktuell günstigen EEGVergütungen zu sichern und Anteilsverkäufe am Markt zu platzieren. Diesen unternehmerischen Chancen steht jedoch auch ein allgemeines Projektentwicklungsrisiko gegenüber, das nur teilweise beeinflussbar ist. Stellt sich im Laufe eines Projektes aufgrund externer Einflüsse nämlich heraus, dass das Projekt technisch nicht realisierbar ist bzw. eine Realisierung unwirtschaftlich sein würde, müsste ein Projekt abgebrochen werden. Des Weiteren können bei realisierten Projekten unerwartet behördliche Auflagen zu Ertragsverlusten führen. Die STAWAG nutzt zur Optimierung ihrer Beschaffungskosten die Möglichkeiten des professionellen Portfoliomanagements. Es werden, ausgehend von geplanten Absatzmengen sowie einer vorgegebenen Beschaffungsstrategie, physische und finanzielle Produkte für Strom und Gas bei Großhändlern und den Börsen gekauft oder verkauft. Die Zeitpunkte der Beschaffung und des Vertriebs der Energie fallen hierbei auseinander. Die bei diesem Vorgehen entstehenden Chancen und Risiken managt die STAWAG aktiv. Preisrisiken in den Beschaffungsbüchern werden je Lieferjahr fortlaufend überwacht und durch einen sogenannten Stresstest und den Value at Risk bewertet. Begrenzt und kontrolliert werden die Risiken durch vorgegebene Limits. Darüber hinaus existieren Mengen- und Strukturrisiken in den Vertriebsbüchern. Offene Mengenpositionen werden in den Büchern dabei grundsätzlich aber nicht eingegangen. Die regelmäßige Ermittlung von Abwei93 chungsfehlern und Worst-Case-Szenarien führen zu einer Bewertung, welche die Grundlage für weiterführende Entscheidungen bildet. In den Risikoberichten des Energiehandels werden auch Kredit-, Produkt-, Liquiditäts- und Transportrisiken behandelt. Sie haben aktuell jedoch keine mit den Preis- und Mengenrisiken vergleichbare Bedeutung. Auf der Kunden- und Energieabsatzseite besteht für die STAWAG unverändert die Gefahr, ihre maßgebliche Rolle als lokaler Energieversorger und Energiedienstleister nicht ausweiten zu können bzw. Marktanteile im lokalen Vertriebsgebiet, insbesondere durch Angriffe von Wettbewerbern, zu verlieren. Absatzeinbußen im Privatkundensegment gilt es durch geeignete Gegenmaßnahmen, z.B. durch maßgeschneiderte Beratungskonzepte und Serviceorientierung, zu vermeiden. Gleichzeitig werden die Rückgewinnung von Gewerbekunden und die Erweiterung des Vertriebsgebietes außerhalb von Aachen vorangetrieben. Die vertragliche Gestaltung von Beschaffungsund Vertriebsaktivitäten birgt allerdings weiterhin Risiken, die in die Berichterstattung aufgenommen werden müssen. Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen Die STAWAG musste im Zuge des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes seit 2010 ihre Pensionsrückstellungen neu bewerten und hat in den letzten Jahren massiv Sonderzuführungen über den gesetzlichen Anteil hinaus vorgenommen, sodass bereits mit dem Geschäftsjahr 2014, also nach 5 statt nach 15 Jahren, nahezu die vollständige BilMoG-Bewertung aufgeholt ist. Die seit der Finanzund Staatenkrise stark gefallenen Kapitalmarktzinsen führen jedoch voraussichtlich auch in den nächsten Jahren nochmals zu einer Absenkung des zugrunde zu legenden Rechnungszinses. Für die STAWAG bedeutet die Absenkung des Rechnungszinssatzes das Risiko, ihre Pensionsrückstellungen nochmals höher dotieren zu müssen. Sobald das Zinsniveau jedoch wieder steigt und mehrere Jahre anhält, können genau entgegengesetzte Effekte entstehen. Wenngleich solche bilanziellen Anpassungen das Jahresergebnis belasten können, wird damit die Innenfinanzierungskraft gestärkt. Weiterhin erfolgsversprechend sehen wir unsere 2013 erworbene Beteiligung an den Stadtwerken Lübeck sowie die Dienstleistungsaktivitäten unserer Tochtergesellschaft FACTUR. Die Reformprozesse in verschiedenen Energieversorgungsunternehmen deuten auf einen steigenden Bedarf an Prozessdienstleistungen hin, die die FACTUR mit ihren technisch ausgereiften Abrechnungssystemen für Netzbetreiber und Versorger anbieten kann. Insofern wird die FACTUR jede Ausschreibung als Chance verstehen, ihren Gewinn noch weiter zu steigern und einen wichtigen Ergebnisbeitrag für die STAWAG zu leisten. Strategisch wichtig bleibt für die STAWAG unverändert die Geschäftsaktivität Rekommunalisierung und Konzessionsübernahme. Hier sehen wir die Chance, unser fortentwickeltes Know-how im Kerngeschäft auf verschiedene Weise bei anderen Kommunen einzubringen und durch Beteiligung an diesen neuen Gesellschaften langfristige Ergebnisbeiträge zu erzielen. Die STAWAG ist über die STAWAG Energie an dem Gemeinschaftsprojekt Trianel Windpark Borkum beteiligt. Das Projekt befindet sich seit Sommer 2013 in der abschließenden Bauphase. Seitdem war es allerdings zwischenzeitlich zu Verzögerungen und Kostensteigerungen gekommen, sodass die Gesellschafter das Projekt nochmals finanziell unterstützen mussten. Anfang Januar 2014 waren dann von den insgesamt 40 Windenergieanlagen 17 Anlagen errichtet und auch die Verkabelungsarbeiten sind deutlich vorangeschritten. Mit einer Inbetriebsetzung ist im dritten Quartal 2014 zu rechnen. Der bisherige Projektverlauf zeigt, dass zusätzlich zur hohen Wetterabhängigkeit auch weiterhin technische Probleme auftreten können, die die Fertigstellung zwar nicht verhindern, aber die Errichtungskosten des Windparks weiterhin erhöhen könnten. Schwankungen an den Finanzmärkten können einen wesentlichen Einfluss auf das Jahresergebnis der STAWAG und der STAWAG Energie ausüben, solange dort variable Langfristfinanzierungen existieren, Festzinsfinanzierungen fällig werden und prolongiert werden sollen oder Neukreditaufnahmen geplant sind. Da der Großteil des Darlehensbestandes langfristig zinsgesichert ist, resultieren Zinsänderungsrisiken im Wesentlichen aus Neukreditaufnahmen. Hierfür stellen wir auf dem aktuell noch attraktiven Zinsniveau Überlegungen an, wie wir uns diesen Vorteil für die nächsten Jahre sichern können, um eine möglichst gute und sichere Kalkulationsbasis für anhaltende Investitionsentscheidungen zu haben. Die derzeit bei der STAWAG bzw. der STAWAG Energie eingesetzten Finanzinstrumente zur Zinssicherung bergen keine ungewöhnlich hohen Risiken in Bezug auf den laufenden Cashflow. 94 Allgemeine interne Risiken Diese Risikokategorie nimmt Risiken aus den Bereichen Organisation, Personal- und Führungsmanagement und Kommunikation auf. Hier wurden keine wesentlichen Risiken erkannt und gemeldet, obwohl bei der Neu- oder Wiederbesetzung von extern ausgeschriebenen Stellen gelegentlich schon der Mangel an qualifiziertem Fachpersonal zu spüren ist. Prognosebericht Daten zum Jahresende 2013 deuten darauf hin, dass sich das moderate Wachstum der deutschen Wirtschaft im Geschäftsjahr 2014 fortsetzen wird. So geht das Institut für Weltwirtschaft (Kiel) in ihrer Prognose vom 18. Dezember 2013 von einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Vor dem Hintergrund der bestehen gebliebenen Unsicherheiten im Euroraum wird damit weiterhin von einer deutlich positiveren Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Vergleich zu anderen Volkswirtschaften Europas ausgegangen. Die Aufhellung von Frühindikatoren wie dem ifo-Geschäftsklimaindex unterstreicht erneut die verbesserte Stimmungslage in der deutschen Wirtschaft seit der Jahreswende. Auch der Arbeitsmarkt reagiert robust auf ein schwieriges konjunkturelles Umfeld. So ist die Arbeitslosenquote stabil auf ihrem Vorjahresniveau geblieben und betrug im Januar 2014 6,8 Prozent (BAA, Monatsbericht 01/2014). Gesamtwirtschaftlich positiv haben sich darüber hinaus die expansiven geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank und die Fortsetzung der Niedrigzinspolitik ausgewirkt. Nichtsdestotrotz bestehen für das Jahr 2014 weiterhin Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung. Diese ist in einigen Mitgliedsländern des Euroraumes noch immer nicht stabil. Zudem könnte die bisherige Beruhigung auf den Finanzmärkten dazu führen, dass einige Regierungen in ihren Bemühungen bezüglich ihrer Reformen und der Haushaltskonsolidierung nachlassen (HWWI, Hamburg, Dezember 2013). Im Jahresverlauf werden die Arbeitsmarktindikatoren robust bleiben. Die Zahl der Arbeitslosen wird sich 2014 mit ca. 2,9 Millionen etwa auf Vorjahresniveau belaufen. (IfW, Kiel, 12/2013). Die Arbeitslosenquote wird demnach voraussichtlich im Jahresdurchschnitt bei 6,9 Prozent liegen. Aktuelle Prognosen zu den Verbraucherpreisen gehen davon aus, dass die Preissteigerung im Jahr 2014 zwischen 1,7 Prozent (IfW, Kiel, 12/2013) und 1,8 Prozent (HWWI, Hamburg, 12/2013) liegen dürfte. Die Unternehmen in der Stadt und der Städte Region Aachen sind gemäß der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK vom Januar 2014 überwiegend zufrieden mit der aktuellen Lage und blicken mit Zuversicht auf das neue Geschäftsjahr. Auch die STAWAG hat das Geschäftsjahr 2014 im Geschäftsfeld Vertrieb erfolgreich begonnen und geht auf der Grundlage der vorliegenden ersten Geschäftsdaten davon aus, dass das geplante Ergebnisniveau in diesem Segment erreicht wird. Planerisch wurde hierbei ein Rückgang der Mengen aufgrund von Kundenverlusten in den Sparten Gas und Strom sowie ein moderater Rückgang der Margen unterstellt. Mengenentwicklung Vertriebsgeschäft Sparte Strom (Mio. kWh) Gas (Mio. kWh) Wasser (Mio. cbm) Wärme (Mio. kWh) Ist 2013 1.077,6 1.973,4 17,4 364,1 Plan 2014 986,0 1.413,8 17,6 353,3 Abweichung (%) -8,5 % -28,4 % +1,1 % -3,0 % Im Geschäftsbereich Netz wird aufgrund der ersten beiden Monate erwartet, dass das geplante Ergebnis aufgrund der milden Witterung unterschritten wird. Nach wie vor wird das Ergebnis des Geschäftsbereiches konventionelle Erzeugung durch den Verfall der Preise am Stromhandelsmarkt belastet. Die STAWAG geht davon aus, dass die in der Planung angesetzten Drohverlustrückstellungen ausreichend sind und das geplante Ergebnis in diesem Segment erreicht werden kann. Ohne eine grundlegende Änderung des Energiemarktdesigns – Stichwort Kapazitätsmärkte – rechnet die STAWAG in diesem Segment nicht mit einer Besserung des Ergebnisses. 95 Durchleitungsmengen Netzgeschäft Sparte Ist 2013 Plan 2014 Abweichung (%) Strom (Mio. kWh) 1.340,1 1.343,4 * +0,2 % Gas (Mio. kWh) 2.591,5 2.574,8 -0,6 % *Keine Durchleitungsmengen für die Netze Monschau und Simmerath berücksichtigt. Die STAWAG verfolgt vor diesem Hintergrund weiterhin die Strategie, ihr Investitionsportfolio im Bereich der konventionellen Kraftwerke zu bereinigen und auf der anderen Seite ihren Know-howVorsprung in der Projektentwicklung durch die Entwicklung attraktiver Projekte im Bereich Onshore-Windkraft zu nutzen. Für das Geschäftsjahr 2014 wird mit einem signifikanten Ergebnisbeitrag aus diesem Geschäftssegment gerechnet. Dabei geht die STAWAG davon aus, dass die für dieses Geschäftssegment relevanten energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen – insbesondere die Regelungen des EEG zur Onshore-Windkraftvergütung – relativ stabil bleiben werden und es weiterhin gelingt, Anteile an selbst entwickelten Projekten erfolgreich im Markt zu platzieren. Positive Ergebnisbeiträge erwartet die STAWAG auch aus ihren Geschäftsaktivitäten im Zusammenhang mit der Rekommunalisierung, Konzessionsübernahmen und dem Beteiligungsgeschäft, hier insbesondere aus den Beteiligungen an den Stadtwerken Lübeck und der Entwicklung des Geschäfts bei der FACTUR. Finanzielle Kennzahlen Kennzahl Umsatzerlöse (T€) EBITDA (T€) EBIT (T€) EBT (T€) Ist 2013 497.964,7 46.746,8 28.684,6 12.469,5 Plan 2014 460.760,4 41.657,5 23.264,4 14.142,7 Abweichung (%) -7,5 % -10,9 % -18,9 % +13,4 % Für das Geschäftsjahr 2014 geht die STAWAG insgesamt davon aus, dass sie das geplante Ergebnis von 14,1 Mio. Euro erreichen wird. Dabei wird der Schwerpunkt der Aktivitäten auf der Fortsetzung der Strategie des Aufbaus eines Portfolios an erneuerbaren Energien und der Projektentwicklung liegen, vor allem aber auf der Konsolidierung und Stabilisierung des Stammgeschäftes in Aachen und den Beteiligungen liegen. 96 Trianel GmbH Aachen Allgemeine Angaben Firma Trianel GmbH Sitz Krefelder Str. 203, 52070 Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 1999 Geschäftsführer Sven Becker Dr. Jörg Vogt Gremien Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 20.120.575,00 EUR Mitarbeiter 304 (Vorjahr 266) (Durchschnitt) Internet www.trianel.com Gesellschafter zum 31.12.2013 Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH, Bochum 24,73% Stadtwerke Aachen AG 11,99% RhönEnergie Fulda GmbH 7,46% Stadtwerke Bonn GmbH 5,81% Stadtwerke Lübeck Holding GmbH 5,13% SWU Energie GmbH, Ulm 4,79% Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH 2,99% NEW Viersen GmbH 2,88% N.V. HVC, Niederlande 2,49% enwor - energie und wasser vor ort GmbH, Herzogenrath 2,21% Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation, Österreich 1,76% Allgäuer Überlandwerk GmbH 1,74% Stadtwerke Halle GmbH 1,58% SWT Stadtwerke Trier Versorgungs GmbH 1,49% Stadtwerke Heidelberg GmbH 1,24% nvb Nordhorner Versorgungsbetriebe GmbH 1,19% Trianel Suisse AG, Schweiz 1,18% Stadtwerke Hamm GmbH 1,12% Stadtwerke Lindau (B) GmbH & Co. KG 0,97% GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen Bönen Bergkamen 0,83% Stadtwerke Aalen GmbH 0,75% Stadtwerke Borken/Westf. GmbH 0,75% 97 Stadtwerke Lünen GmbH 0,66% Energie- und Wasserversorgung Rheine GmbH 0,57% Hertener Energiehandelsgesellschaft mbH 0,54% Stadtwerke Fröndenberg GmbH 0,53% BBSW Energie GmbH, Steinheim 0,50% ENNI Energie & Umwelt Niederrhein GmbH 0,50% Gemeindewerke Steinhagen GmbH 0,50% GWS Stadtwerke Hameln GmbH 0,50% Osterholzer Stadtwerke GmbH & Co. KG 0,50% Schleswiger Stadtwerke GmbH 0,50% Stadtwerke Bad Salzuflen GmbH 0,50% Stadtwerke Dachau 0,50% Stadtwerke Elmshorn 0,50% Stadtwerke Gronau GmbH 0,50% Stadtwerke Mosbach GmbH 0,50% Stadtwerke Rüsselsheim GmbH 0,50% Stadtwerke Sindelfingen GmbH 0,50% Stadtwerke Tuttlingen GmbH 0,50% Stadtwerke Wedel GmbH 0,50% T.W.O. Technische Werke Osning GmbH 0,50% Stadtwerke Bad Pyrmont Beteiligungs und Bäder GmbH 0,37% Stadtwerke Uelzen GmbH 0,37% Stadtwerke Detmold GmbH 0,36% Stadtwerke Unna GmbH 0,33% Stadtwerke EVB Huntetal GmbH 0,30% Regio Energie Solothurn, Schweiz 0,30% Stadtwerke Soest GmbH 0,29% Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH 0,26% Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH 0,25% Stadtwerke Herford GmbH 0,25% Stadtwerke Lengerich GmbH 0,25% Stadtwerke Verden GmbH 1 0,25% Teutoburger Energie Netzwerk e. G., Hagen a. T. W. 0,25% Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Handel im In- und Ausland mit Energie mit dem Ziel, die örtliche Energieversorgung zu stärken. Zu diesem Zweck darf die Gesellschaft folgende Aufgaben wahrnehmen: 1.1 Handel mit a. Energie (Strom, Gas, Öl, Kohle), b. Energiederivaten und energiebezogenen Finanzderivaten (i.S.d. Kreditwesengesetzes/KWG: Eigengeschäfte), c. auf die Versorgung bezogenen Finanzprodukten wie Wetterderivaten und Emissionszertifikaten (i.S.d. KWG: Eigengeschäfte) 98 1.2 Vertrieb von Energie 1.3 Erbringung von beratenden und sonstigen entgeltlichen Dienstleistungen im unmittelbaren Bereich der Energieversorgung. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben und pachten, ferner Interessengemeinschaften eingehen und Zweigniederlassungen errichten. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Sven Becker, Dr. Jörg Vogt Aufsichtsrat: Bernhard Wilmert, Bochum, Sprecher der Geschäftsführung der Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH (Vorsitzender), Waldemar Opalla, Diepholz, Geschäftsführer der Stadtwerke EVB Huntetal GmbH (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Christian Becker, Aachen, Mitglied des Vorstands der Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft, Stefan Fritz, Kaufbeuren, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck Holding GmbH, Günter Bury, Fulda, Vorstand der Überlandwerk Fulda Aktiengesellschaft, Marco Westphal, Bonn, Geschäftsführer der Stadtwerke Bonn GmbH, Matthias Berz, Ulm, Geschäftsführer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH Dr. Achim Grunenberg, Lünen, Geschäftsführer der Stadtwerke Lünen GmbH, Dr. Leonhard Schitter, Salzburg, Mitglied des Vorstandes der Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation Christoph Hüls, Detmold, Geschäftsführer der Stadtwerke Detmold GmbH Michael Lucke, Kempten, Geschäftsführer der Allgäuer Überlandwerk GmbH Thomas Zaremba, Jena, Geschäftsführer der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH Michael Hegel, Köln, Bankkaufmann (gewähltes sachverständiges Mitglied des Aufsichtsrates), Dr. Ulf Böge, Meckenheim, Präsident des Bundeskartellamtes a.D. (gewähltes sachverständiges Mitglied des Aufsichtsrates), Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge, Köln, Direktor des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (gewähltes sachverständiges Mitglied des Aufsichtsrates), 99 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen 2011 2012 66.060 23% 2013 57.390 16% 66.194 22% I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.757 1% 2.858 1% II. Sachanlagen 2.928 1% 13.525 4% III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 217.551 76% 51.705 15% 49.811 16% 285.799 82% 231.923 77% 24.788 Vermögensgegenstände III. Wertpapiere 7% 3.542 1% 200.009 57% 173.965 58% 0 0 0% 0% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital I. 61.002 18% 1.345 0% 284.957 81.544 29% Gezeichnetes Kapital 1% 302.407 84.922 24% 86.463 29% 19.897 20.121 6% 7% -168 Ausgegebenes Kapital 19.829 19.953 Kapitalrücklage 25.024 7% 25.808 9% 68 0% 168 0% IV. Gewinnrücklagen 37.712 11% Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 100 4.289 -68 III. Rücklage wegen eigener Anteile V. 1% 347.922 Nennbetrag eigener Anteile II. 4.733 54.417 18% 2.290 1% 38.432 13% 2.103 1% 34.908 12% 44.594 13% 47.150 16% 168.231 59% 217.564 63% 166.560 55% 274 284.957 0% 843 347.922 0% 2.233 302.407 1% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 1.898.093 2.006.264 2.006.506 9.257 14.437 5.880 Betriebsleistung 1.907.350 2.020.701 2.012.385 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 1.863.168 1.958.391 1.959.542 17.907 20.524 24.665 824 2.477 2.242 15.830 35.888 19.804 9.621 3.420 6.132 158 289 Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 1.002 1.357 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.589 1.325 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.570 902 Wertpapiere des Umlaufvermögens 250 0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.306 4.875 4.101 1.763 -1.002 13.722 5.183 5.130 6.569 2.892 3.025 0 2 3 7.152 2.290 2.103 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebserfolg Erträge aus Beteiligungen Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Finanzergebnis Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Es besteht keine direkte Verbindung zum städtischen Haushalt. Lagebericht Auf die Darstellung des äußerst umfangreichen Lageberichts der Trianel wird aus Kostengründen und Gründen der Praktikabilität verzichtet. Interessierte möchten wir auf die unter trianel.com verfügbaren Geschäftsberichte verweisen. 101 regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbh Aachen Firma regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbh Sitz Lombardenstraße 24, 52070 Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 2003; 2011Umfirmierung und Änderung der Gesellschafterstruktur Geschäftsführer Dieter Rehfeld (Vorsitzender) Günter Herrmann Dieter Ludwigs Gremien Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 307.228,00 EUR Mitarbeiter 334 (Vorjahr 326) (31.12.) Internet www.regioit-aachen.de Gesellschafter: Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH 60,27 % INFOKOM Gütersloh AöR 15,00 % StädteRegion Aachen 12,75 % Stadt Aachen 0,98 % Stadt Alsdorf 1,00 % Stadt Baesweiler 1,00 % Stadt Eschweiler 1,00 % Stadt Herzogenrath 1,00 % Stadt Monschau 1,00 % Gemeinde Roetgen 1,00 % Gemeinde Simmerath 1,00 % Stadt Würselen 1,00 % Stadt Düren 1,00 % Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH 1,00 % Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (DG) 1,00 % Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die automatisierte Informationsverarbeitung für alle hierfür geeigneten Aufgaben kommunaler Gesellschafter, ihrer kommunalen Unternehmen und wirtschaftlich selbstständigen Organisationseinheiten sowie ihrer juristischen Personen des öffentlichen Rechts. Weiterhin führt die Gesellschaft IT-gestützte Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der kommunalen Gesellschafter, sowie deren kommunalen Gesellschaften, sowie von Einwohnern und Einwohnerinnen der kommunalen Gesellschafter für den ersten Arbeitsmarkt durch. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck mittelbar oder unmittelbar gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufga103 ben anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben und pachten, ferner Interessengemeinschaften eingehen und Zweigniederlassungen errichten. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Dieter Rehfeld, Günter Herrmann, Dieter Ludwigs Aufsichtsrat: Vorsitzender stv. Vors. stv. Vors. für INFOKOM Gütersloh für INFOKOM Gütersloh Axel Hartmann Wolfgang Boenke (CDU) Jürgen Lohmann Manfred Bausch (SPD) Ferdinand Gatzweiler Karl-Heinz Hermanns Dr. Lothar Barth Ingrid von Morandell Dr. Ralf Otten (CDU) Hermann-Josef Pilgram (Grüne) Michael Servos (SPD) Dietmar Spotke (FDP) Klaus Dieter Wolf Sven-Georg Adenauer Maria Unger StädteRegion Ratsmitglied Bürgermeister Ratsmitglied BM Stolberg BM Simmerath Beigeordneter StädteRegion Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied sachkundiger Bürger StädteRegion Landrat Bürgermeisterin Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Hat sie mehrere Geschäftsführer, wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer und einen Prokuristen vertreten. Hat die Gesellschaft mehrere Geschäftsführer, so kann die Gesellschafterversammlung einen Vorsitzenden der Geschäftsführung bestimmen. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus fünfzehn Mitgliedern. Die Aufsichtsratsmitglieder werden von den Gesellschaftern in Anlehnung an die Höhe ihrer Beteiligung am Stammkapital der Gesellschaft entsandt. Gesellschafterversammlung Die Gesellschafterversammlung besteht aus jeweils einem Vertreter pro Gesellschafter. Die Vertretung der Stadt Aachen in der Gesellschafterversammlung erfolgt durch den Oberbürgermeister oder seinen Vertreter. Beide haben das Recht, einen anderen Beamten oder einen Angestellten zu bevollmächtigen. 104 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen 2011 2012 10.505 68% 2013 10.337 72% 10.571 73% I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.766 33% 5.241 36% II. Sachanlagen 5.556 38% 5.314 37% III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 15 3.950 25% 3.322 23% 0 Vermögensgegenstände 0% 0% 3.314 23% III. Wertpapiere 15 0% 3.049 21% 0 0% 3.025 21% 0 0% 0 0% 8 0% 24 0% 797 6% 861 6% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital 1.056 7% 15.510 14.457 1.815 12% 14.481 2.661 18% 3.119 22% I. Gezeichnetes Kapital 307 2% 307 2% II. Kapitalrücklage 388 3% 388 3% III. Gewinnrücklagen 0 0% 0 0% IV. Gewinn-/ Verlustvortrag 0 0% 300 2% V. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 1.966 14% 2.123 15% B. Rückstellungen 5.109 33% 4.608 32% 4.794 33% C. Verbindlichkeiten 8.092 52% 7.171 50% 6.500 45% D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 494 15.510 3% 17 14.457 0% 68 0% 14.481 105 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 39.826 46.033 50.561 674 818 841 Betriebsleistung 40.500 46.852 51.402 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 14.426 16.628 18.720 Personalaufwand 15.506 18.349 19.598 Abschreibungen 3.289 3.420 3.539 Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.769 5.437 6.259 Betriebserfolg 2.510 3.017 3.286 0,2 0,2 Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 0,1 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 220 201 -179 -220 -201 2.331 2.797 3.085 809 825 955 6 7 6 1.515 1.966 2.123 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Finanzergebnis Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Es erfolgt eine (direkte) anteilige Ausschüttung i.H.v. 19,3 TEUR. Mittelbar ist der Haushalt der Stadt Aachen insbesondere über das Ergebnis der E.V.A. betroffen. Lagebericht Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Die regio iT GmbH ist ein etablierter und zertifizierter mittelständischer IT-Dienstleister für Kommunen, kommunale Unternehmen, Energie- und Entsorgungsunternehmen, Schulen sowie NonProfit-Organisationen in Nordrhein-Westfalen. Die Wurzeln der Gesellschaft und der Sitz des Unternehmens liegen in der Region Aachen. Zusammen mit der Niederlassung in Gütersloh bildet die regio iT in der IT-Landschaft Nordrhein-Westfalens eine starke Ost-West-Achse. Das Unternehmen ist auch bundesweit mit seinen führenden IT-Lösungen bei seinen Kunden vertreten. So wird z.B. der VoteManager, ein durch die regio iT entwickeltes Wahlverfahren, überregional in aktuell 215 Kommunen eingesetzt. Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, innovative und wettbewerbsfähige Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ihrer Kunden anzubieten, damit diese ihrerseits mit ihren Leistungen am Markt wirtschaftlich erfolgreich sind. Sie verfügt über eine umfassende Kenntnis der Prozesse ihrer Kunden und kann so ihre Lösungen optimal auf deren Bedürfnisse ausrichten. Mit einem Angebot über alle Wertschöpfungsstufen der IT und ihrer Integrationskompetenz verfügt die regio iT über ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Sie orientiert sich als kommunales Unternehmen mit ihrem Produktangebot und der Preisgestaltung am Markt und versteht sich als Teil des Wettbewerbs. 106 Gesellschafterstruktur Fusionen, Kooperationen und Partnerschaften mit anderen Unternehmen unterstützen die Wachstumsstrategie der Gesellschaft. Die regio iT ist offen für neue Gesellschafter, die ihrerseits ihr Geschäft in die regio iT einbringen. Sie ist willens, sich auch an Unternehmen, die zum Geschäftsfokus der regio iT passen, zu beteiligen. So wurde die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (DG), für welche die regio iT schon seit längerem IT-Dienstleistungen im SAP-Umfeld und im Schulbereich erbringt, im Jahr 2013 Gesellschafter. Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (DG) ist neben der Französischen Gemeinschaft und der Flämischen Gemeinschaft eine der drei Gemeinschaften des Königreichs Belgien. Somit ergibt sich zum 31.12.2013 folgende Gesellschafterstruktur: Gesellschafter Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mit beschränkter Haftung Aachen, Aachen INFOKOM Gütersloh AöR – Zweckverband für kommunale Informations- und Kommunikationstechnik StädteRegion Aachen Stadt Aachen Stadt Alsdorf Stadt Baesweiler Stadt Eschweiler Stadt Herzogenrath Stadt Monschau Gemeinde Roetgen Gemeinde Simmerath Stadt Würselen Stadt Düren Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (DG) Anteil 60,27 % 15,00 % 12,75 % 0,98 % 1,00 % 1,00 % 1,00 % 1,00 % 1,00 % 1,00 % 1,00 % 1,00 % 1,00 % 1,00 % 1,00 % Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist 2013 so schwach gewachsen wie seit dem Rezessionsjahr 2009 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte nach einer Prognose des statistischen Bundesamtes lediglich um 0,4 Prozent zu. Nach einer Konjunkturumfrage des Branchenverbandes BITKOM verlief das Jahr 2013 für die Unternehmen der Informationstechnologie hingegen ausgesprochen positiv. Rund 72 % der Unternehmen konnten ihren Umsatz steigern, nur 20 % berichten von rückläufigen Umsätzen. Der Gesamtmarkt der Informationstechnologie konnte um 2,0 % auf 74,7 Milliarden Euro zulegen. Die Entwicklung der drei Teilmärkte der Informationstechnik (Software, IT-Service und ITHardware) verlief jedoch uneinheitlich. Mit einer Steigerungsrate von 4,9 % auf 18,1 Milliarden Euro konnte das Geschäft mit Software deutlich zulegen. Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen wie Outsourcing und Wartung stiegen um 2,4 % auf 35,7 Milliarden Euro. Schwächer entwickelte sich der Markt für IT-Hardware, der um 1,1 % auf 21 Milliarden Euro schrumpfte. Maßgeblich hierfür war vor allem ein deutlich rückläufiges Geschäft mit Desktop PCs und Laptops. Nahezu verdoppelt hat sich hingegen das Geschäft mit „mobile Devices“ (mobilen Geräten): Dieses Segment konnte mit einer Steigerungsrate von 48 % auf 2,8 Milliarden Euro zulegen. Grundlage der Markteinschätzung für 2013 sind die Prognosen der European Information Technology Observatory (EITO) und Erhebungen des Branchenverbandes BITKOM. Die insgesamt erfreulichen Umsatzzahlen sorgen für 107 weitere Impulse auf dem Arbeitsmarkt. Bereits Ende 2012 wurde mit 902.000 Beschäftigten erstmals die Marke von 900.000 Beschäftigten übersprungen. Im Jahr 2014 werden voraussichtlich weitere 15.000 Arbeitsplätze entstehen. Genau hier liegt auch die Herausforderung für die kommenden Jahre. Die Branche benötigt attraktive Rahmenbedingungen am Technologiestandort Deutschland sowie ein leistungsfähiges Bildungswesen, das den Nachwuchs auf Berufswege in der IT vorbereitet. Denn die größte Herausforderung der Branche ist weiterhin der Fachkräftemangel. Geschäftsverlauf Die regio iT konnte im Geschäftsjahr 2013 in den wichtigsten Umsatzsegmenten überproportional an der Marktentwicklung partizipieren. Erstmals in der Unternehmensgeschichte konnte die Umsatzmarke von 50 Mio. € überschritten, mit 50,4 Mio. € ein neuer Rekordwert erzielt werden. Zurückzuführen ist dies vor allem auf eine Umsatzausweitung bei unseren Bestandskunden, insbesondere in den Umsatzsegmenten Produkt- und Applikationsbetrieb sowie bei den Dienstleistungen aus Beratungs- und Projektleistungen. Treiber im letztgenannten Umsatzsegment waren Projekte in den Themenbereichen Migration Windows 7/Office 2010 sowie Erweiterung der Finanzsysteme auf die SEPA-Anforderungen. Ebenfalls konnte mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens ein weiterer Kunde als Gesellschafter der regio iT gewonnen werden. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung konnten auch bei der regio iT im Berichtsjahr neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2013 mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 3,1 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €) ab. Ausschlaggebend für dieses sehr gute Ergebnis ist die Steigerung der Umsatzerlöse, die um 9,4 % gegenüber dem Vorjahr (46,0 Mio. €) auf 50,4 Mio. € gestiegen sind. Nach Steuern resultiert daraus ein Jahresüberschuss von 2,1 Mio. €. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung des Unternehmens werden die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen (monetäre Werte in Mio. €): Finanzielle Leistungsindikatoren Eine wesentliche Strategie der regio iT ist die Steigerung der eigenen Wertschöpfung bei gleichzeitig hohem Bestand dauerhafter, mehrjähriger Kundenverträge. Wichtige Indikatoren für die eigene Wertschöpfung sind die Entwicklung des Rohergebnisses und der einzelnen Umsatzsegmente. Nach Abzug des Materialaufwandes von der Gesamtleistung verbleibt ein Rohergebnis von 32,7 Mio. € im Berichtsjahr. Das für das Berichtsjahr geplante Rohergebnis (31,4 Mio. €) wurde aufgrund der positiven Entwicklung der Gesamtleistung übertroffen. Die Umsätze aus Produkt-/Applikationsbetrieb liegen mit 38,0 Mio. € um 0,5 Mio. € über dem Planansatz (37,5 Mio. €). Maßgeblich für die Planüberschreitung ist sowohl der Ausbau des Bestandskundengeschäftes, als auch Effekte aus der Erhöhung von Abnahmemengen, insbesondere im Infrastrukturbereich. Ebenfalls überplanmäßig haben sich die Umsätze aus Handels-/Leasing-geschäft entwickelt. Die geplanten Umsatzerlöse (3,7 Mio. €) konnten um 1,5 Mio. € übertroffen werden. Die Kommunen haben im Berichtsjahr, oft auch in Zusammenhang mit der Umstellung auf Windows 7, insbesondere in Arbeitsplatzausstattung investiert. Ein weiterer wichtiger Indikator der eigenen Wertschöpfung ist der Anteil der Umsätze aus Projektleistungen und Beratung (Dienstleistungsumsätze). Im Berichtsjahr hat sich dieses Umsatzsegment überplanmäßig entwickelt. Einem geplanten Umsatz von 3,7 Mio. € (8 % der Gesamtumsätze) stand ein erzielter Umsatz von 4,7 Mio. € gegenüber (9,4 % der Gesamtumsätze). Insbesondere in 108 den Themengebieten „SEPA“ und „Windows 7-Umstellung“ konnten erfolgreiche Projekte bei den Kunden umgesetzt werden. Die Gesamtleistungsrendite lag im Berichtsjahr bei 6,0 % Aufgrund der positiven Geschäfts- und insbesondere Umsatzentwicklung konnte somit der Planwert (5,7 %) übertroffen werden. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die regio iT verfügt über zertifizierte Geschäftsprozesse. Mit den definierten und zertifizierten Qualitätsstandards tragen wir den hohen Anforderungen unserer Kunden Rechnung und qualifizieren uns gleichzeitig für erfolgreiche Teilnahme an Ausschreibungen. Im Jahr 2006 wurde das Qualitätsmanagementsystem der regio iT erstmals nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Diese Zertifizierung wurde seitdem mehrfach durch unabhängige Prüfer bestätigt, womit unserem Qualitätsmanagementsystem eine optimal aufgestellte, prozessorientierte Organisation bescheinigt wurde. Die ISO/IEC 20000 ist eine international anerkannte Norm zum IT Service Management, in dem die Anforderungen für ein professionelles IT Service Management dokumentiert sind. Erstmals wurde die Zertifizierung im Jahr 2008 erfolgreich vorgenommen. Gerade die Kunden der regio iT haben sehr hohe Anforderung an die Sicherheit und Integrität ihrer Daten. Die internationale Norm ISO/IEC 27001 spezifiziert die Anforderungen für Herstellung, Einführung, Betrieb, Überwachung, Wartung und Verbesserung eines dokumentierten Informationssicherheits-Managementsystems unter Berücksichtigung der IT-Risiken der gesamten Organisation. Konkret wurde der regio iT erstmals 2009 bestätigt, dass sie den Umgang mit Informationen hinsichtlich dieser Anforderungen optimal gestaltet. Alle Zertifizierungen wurden seither mehrfach durch unabhängige Prüfer bestätigt. Zuletzt wurden im Geschäftsjahr 2013 für alle 3 Normen Re-Zertifizierungen bzw. Überwachungsaudits erfolgreich durchgeführt. Für die regio iT bedeuten die positiven Aussichten der IT-Branche, dass sich der bestehende Fachkräftemangel noch verstärken könnte. Um die Wachstumsstrategie der regio iT bewältigen zu können, müssen jedoch ausreichend Fachkräfte am (regionalen) Markt verfügbar sein. Daher ist es für die regio iT ein wichtiger Wettbewerbsfaktor zur Gewinnung neuer Fachkräfte, Unternehmensziele und Mitarbeiterinteressen in eine tragfähige Balance zu bringen. Seit Sommer 2011 hält die regio iT das Siegel „Beruf und Familie“ der unabhängigen und gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Uns wurde bescheinigt, dass unsere Maßnahmen und Angebote im Gesundheitsbereich überdurchschnittlich umfangreich und vielfältig sind. Die nächste Re-Zertifizierung muss in 2014 absolviert werden. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2013 konnte die regio iT die Gesamtumsätze um 4,4 Mio. € oder 9,4 % gegenüber dem Vorjahr von 46,0 Mio. € auf 50,4 Mio. € steigern. Der größte Anteil dieser Umsatzsteigerung ist auf die Umsatzerlöse aus Produkt-/Applikationsbetrieb zurückzuführen, dieses Umsatzsegment konnte um 1,9 Mio. € auf 38,0 Mio. € gesteigert werden. Diese Umsatzerlöse basieren überwiegend auf mehrjährig abgeschlossenen Kundenverträgen und Lizenzverkäufen von der mit dem Erwerb der IT-Sparte der INFOKOM, Gütersloh, übernommenen und von dieser selbsterstellten Software VoteManager. Die Umsatzzuwächse sind vor allem auf neue Produkte für den Kreis und die Stadt Düren, die erfolgreiche Vermarktung der Wahlsoftware VoteManager sowie auf den Energieversorgungsbereich zurückzuführen. Signifikant gesteigert werden konnten auch Dienstleistungsumsätze aus Beratungs- und Projektleistungen. Dieses Segment konnte um 1,0 Mio. € von 3,7 Mio. € im Vorjahr auf 4,7 Mio. € gesteigert werden. Ausschlaggebend hierfür sind Projekte im 109 Windows 7/Office 2010 sowie SEPA-Umfeld sowie weitere Projekte im Bereich des kommunalen Finanzmanagements. Aufgrund verstärkter Investitionen unserer Kunden in die ArbeitsplatzInfrastruktur konnten ebenfalls die Umsätze aus Handels-/Leasinggeschäft um 0,7 Mio. € auf 5,1 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €) gesteigert werden. Eine Steigerung konnte auch das Umsatzsegment Weiterberechnung von Fremdleistungen/Porto verzeichnen. Diese stiegen von 1,8 Mio. € im Vorjahr auf 2,5 Mio. €. Hierbei handelt es sich um die reine Weiterberechnung von Fremdleistungen ohne eigene bzw. zusätzliche Wertschöpfung der regio iT. Die Umsatzerlöse korrespondieren mit der entsprechenden Aufwandsposition im Materialaufwand. Aufgrund des großen Erfolges bei der Vermarktung der Wahlsoftware VoteManager wurde im Geschäftsjahr 2013 das Portfolio von Software-Eigenentwicklungen weiter ausgebaut. Die Erträge aus aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 0,2 Mio. € resultieren aus der Entwicklung von Softwarelösungen im Bereich Energie-Monitoring und Entsorgungs-Management im SAP-Umfeld. Erste Pilotprojekte für den Einsatz bei unseren Kunden konnten bereits akquiriert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 0,8 Mio. € auf Vorjahresniveau. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Fördermittel bzw. anteilige Erstattungen des regio iT Personalaufwandes innerhalb von F&E-Förderprojekten. Durch gezielte Förderung von Forschung und Entwicklung wird eine kontinuierliche Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios gewährleistet. Im Geschäftsjahr 2013 engagierte sich die regio iT vor allem in Förderprojekten zu den Themen Elektromobilität sowie Cloud- und Mobile-Computing. Der Materialaufwand des Geschäftsjahres 2013 beträgt 18,7 Mio. € (Vorjahr: 16,6 Mio. €). Die Entwicklung des Materialaufwandes korrespondiert mit der Entwicklung der Gesamtleistung. In diesen Kennzahlen spiegelt sich die Strategie der regio iT wider, die eigene Wertschöpfung weiter zu steigern. Die Personalaufwendungen der Angestellten erhöhten sich aufgrund von Tarifsteigerungen und Personalaufbau um 6,8 % auf 19,6 Mio. € (Vorjahr: 18,3 Mio. €). Zum 31.12.2013 waren bei der regio iT 334 (Vorjahr: 326) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 20 Auszubildende (Vorjahr 25) beschäftigt. Zusätzlich wurden der Gesellschaft von der Stadt Aachen sowie vom Zweckverband INFOKOM Gütersloh insgesamt 32 Beamtinnen und Beamte (Vorjahr: 37) zugewiesen. Leicht gestiegen sind die Abschreibungen aufgrund höherer Investitionen: diese liegen mit 3,5 Mio. € um 0,1 Mio. € über dem Vorjahreswert (3,4 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen maßgeblich aufgrund höherer Raum-, Stromsowie Beratungs-/Vermarktungskosten um 0,9 Mio. € auf 6,3 Mio. € (Vorjahr: 5,4 Mio. €). Das Finanzergebnis liegt mit -0,2 Mio. € auf Vorjahresniveau (-0,2 Mio. €). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag liegen um 0,1 Mio. € über denen des Vorjahres. Vermögens- und Finanzlage Zum 31.12.2013 betrug die Bilanzsumme 14,5 Mio. € (Vorjahr: 14,5 Mio. €). Im Berichtsjahr lagen die Investitionen bei 3,8 Mio. € (Vorjahr: 3,3 Mio. €). Maßgeblich aufgrund von Investitionen in Softwarelizenzen stieg das Anlagevermögen leicht von 10,4 Mio. € auf 10,6 Mio. €. Das Anlagevermögen hält die regio iT im Wesentlichen für die Bereitstellung der IT-Infrastruktur und Softwarelizenzen in Zusammenhang mit ASP-Kundenverträgen vor (Application Service Providing). Korrespondierend mit den Umsatzerlösen aus Produkt-/Applikationsbetrieb ist somit ein hoher Anteil über mehrjährige Kundenverträge bzw. einem hohen Auftragsbestand mittelfristig refinanziert. 110 Wie jedoch die Kennzahlen Anlagendeckungsgrad sowie die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag zeigen, kann die regio iT ihre notwendigen Investitionen in das Anlagevermögen nicht immer aus eigenen Mitteln finanzieren. Zum 31.12.2013 betrug der Anlagendeckungsgrad (1) 29,5 %, die Eigenkapitalquote 21,5 % (Eigenkapitalquote Vorjahr: 18,4 %). Die Investitionen werden daher mittels langfristiger Kredite finanziert. Gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr 2,4 Mio. €), gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1,8 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €). Die Gesellschaft hat zudem mit ihrem Gesellschafter Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Aachen, einen Cash-Pooling Vertrag abgeschlossen. Die regio iT kann somit ihren Finanzierungsbedarf zusätzlich aus diesem Cash-Pool decken. Die Kreditlinie beträgt 3,0 Mio. €. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über eine Forderung an den Cash-Pooling-Geber von 0,6 Mio. €. Die Gesellschafter haben im Berichtsjahr die Thesaurierung von 0,3 Mio. € aus dem Jahresüberschuss 2012 beschlossen. Der verbliebene Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von 1,7 Mio. € wurde an die Gesellschafter ausgeschüttet. Zusammenfassung Der Verlauf des Berichtsjahres 2013 kann insgesamt als ausgezeichnet und somit als äußerst günstig bewertet werden, da bei Umsatz und Jahresüberschuss ein Rekordergebnis erzielt werden konnte. Die Vermögenslage ist nach wie vor geprägt von einer Eigenkapitalquote unterhalb des durchschnittlichen Wertes deutscher mittelständischer Unternehmen (22 %). Der Finanzierungsbedarf ist jedoch über den Cash-Pooling Vertrag der E.V.A. ausreichend gesichert. Die Zahlungsfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt im Berichtsjahr gesichert. Nachtragsbericht Aufgrund des hohen Auftragsbestandes und der positiven Rückmeldungen auf das regio iTProduktportfolio ist die Fortführung des Wachstumskurses geplant. Unterstützt wird dieser insbesondere auch durch die Strategie der regio iT, dass Kunden zu Gesellschaftern werden. Dadurch partizipieren die Gesellschafter der regio iT auch unmittelbar an einer Ausweitung der Geschäftsbeziehung. So finden zu Beginn des Geschäftsjahres 2014 intensive Gespräche mit der StädteRegion Aachen statt. Die StädteRegion plant eine Neuausrichtung der bisher selbst erbrachten ITDienstleistungen. Im Bereich der Personalentwicklung wird die Rolle des IT-Consultants durch die regio iT weiter ausgeprägt. Ziel ist die Ausweitung des Beratungsangebotes im Segment ITProzess- und Organisationsberatung, um in entsprechenden Kundenprojekten den Anteil externer Berater weiter zu reduzieren. Aus diesem Grunde finden zu Jahresbeginn mehrere Workshops mit einer externen Unternehmensberatung statt, um die entsprechenden fachlichen und persönlichen Anforderungen an die Berater der regio iT weiter auszubauen. Prognosebericht einschließlich Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Prognosebericht Die regio iT wird weiter wachsen, indem sie ihre Lösungen und Produkte bundesweit anbietet. Fusionen, Kooperationen und Partnerschaften mit anderen Unternehmen unterstützen diese Wachstumsstrategie. Die positive Prognose des Marktes für Informations- und Kommunikationstechnologie bietet aktuell eine Reihe von Chancen für die regio iT. Bei den vornehmlich kommunalen Kunden besteht ein zunehmender Bedarf, die Verwaltungs- und Geschäftsprozesse zu optimieren. Unter stetig wachsendem Finanzierungs- und Kostendruck gilt es für die Kunden, ihre Prozesse durch verstärkten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie effektiver und effizienter zu gestalten. Für das Jahr 2014 prognostiziert BITKOM für den deutschen Markt der Informationstechnik ein weiteres Wachstum um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die für die regio iT wichti- 111 gen Teilmärkte Software und Dienstleistungen wachsen nach der BITKOM-Prognose sogar um 5,1% bzw. 3,2%. Auch im Geschäftsjahr 2014 werden 4 Zertifizierungen von unabhängigen Auditoren überprüft: Überwachungsaudits müssen für die Normen ISO 9001 sowie 27001 absolviert werden, eine ReZertifizierung für die Norm ISO 20000. Zusätzlich steht die Re-Zertifizierung des Siegels „Beruf und Familie“ an. Die folgenden finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Planung von Bedeutung sind, werden nachstehend für das Jahre 2014 prognostiziert (monetäre Werte in Mio. €) 2013 Ist 2014 Plan Abw. I/P abs. Abw. I/P % 50,4 49,5 -0,8 -1,6% Umsätze aus Produkt-/Applikationsbetrieb 38,0 39,3 1,3 3,3% Umsätze aus Projektleistungen/Beratung 4,7 4,8 0,1 2,9% Umsätze aus Handels-/Leasinggeschäft 5,2 3,6 -1,5 -29,3% Umsätze aus Weiterberechnung Fremdl./Porto 2,5 1,8 -0,7 -28,4% Anteil Umsätze aus Projektleistungen/Beratung 9,4% 9,8% - - 32,7 33,9 1,2 3,6% 3,1 2,8 -0,3 -9,3% 6,0% 5,6% Gesamtumsatz davon Rohergebnis 1 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Gesamtleistungsrendite (vor Steuern) 1 Rohergebnis=(Umsatz+sonst. Ertr.+Akt.EL/BV) ./. Materialaufwand Für das Geschäftsjahr 2014 plant die regio iT zwar einen leicht rückläufigen Gesamtumsatz von 49,5 Mio. € (Ist 2013: 50,4 Mio. €), jedoch Umsatzzuwächse in den wichtigen Umsatzsegmenten mit hohem Wertschöpfungsanteil. Wir gehen davon aus, dass wir bei den Umsatzerlösen aus Produkt-/Applikationsbetrieb eine Steigerung von 1,3 Mio. € auf 39,3 Mio. € erwirtschaften können. Maßgeblich für diese Planung sind der weitere Ausbau des Bestandskundengeschäftes sowie die weiterhin erfolgreiche bundesweite Vermarktung von ausgewählten Produkten. Bei den Umsatzerlösen aus Beratungs- und Projektleistungen erwarten wir eine leichte Steigerung von 4,7 Mio. € auf 4,8 Mio. €. Diese Annahme entspricht der Strategie der regio iT, ca. 10 % des Gesamtumsatzes in diesem Segment zu erwirtschaften. Viele Projekte, und in der Folge demnach auch Produktumsätze, sind in der Anbahnung. Weiterhin sehen wir insbesondere für den Bereich Little Bird (Software für Kindertagesstätten) sowie bei verschiedenen SAP-Produkten im Energieversorgungsbereich Potential für Projekte und Produktumsätze. Auch der Trend der Re-Kommunalisierung im Energiemarkt sowie die Gründung neuer nichtkommunaler Energie-Vertriebe bietet aufgrund der ausgezeichneten Expertise der regio iT im Bereich des IT-Betriebes von Anwendungen für EVU-Geschäftsprozesse Wachstumspotenzial. 112 Im Bereich der Umsätze aus Handels-/Leasinggeschäft erwarten wir mit 3,6 Mio. € rückläufige Umsätze. Das Jahr 2013 war mit einem Umsatz von 5,2 Mio. € geprägt von Investitionen unserer Kunden in Arbeitsplatzausstattung, die mehrjährig genutzt wird. Ausschlaggebend für Investitionsentscheidungen unserer kommunalen Kunden ist jedoch die jeweilige Haushaltssituation, an der die Steuereinnahmen wesentlichen Anteil haben. Das Ifo-Institut erwartet für 2014 ein Wachstum von 1,9 %. Das wäre somit fast fünfmal so stark wie im laufenden Jahr (0,4 %). Risiken ergeben sich aus einer möglichen gegenläufigen Entwicklung, die direkten Einfluss auf die Haushaltssituation unserer Kunden und auf mögliche Investitionsentscheidungen haben könnte. Dem gegenüber stehen mögliche mittelfristige Rationalisierungseffekte aufgrund der Ausweitung des IT-Einsatzes für unsere Kunden. Insbesondere aufgrund steigender Personalkosten bzw. der prognostizierten Tarifentwicklung gehen wir für 2014 jedoch von einem leicht rückläufigen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 2,8 Mio. € (Ist 2013: 3,1 Mio. €) aus. Mit einer geplanten Umsatzrendite (vor Steuern) für 2014 von 5,6 % (Ist 2013: 6,0 %) entspricht dies jedoch einer angemessenen Rendite für unsere Gesellschafter. Die kurzfristige Kreditlinie der regio iT im Cash-Pooling der E.V.A. kann in 2014 auch vorübergehend zur Zwischenfinanzierung ausgeweitet werden. Zusammenfassend gehen wir von einer positiven Geschäftsentwicklung für das Jahr 2014 aus, auf deren Basis wir unsere geplanten Ziele erreichen können. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Das Kerngeschäft der regio iT besteht in der Erbringung von IT-Dienstleistungen für Kommunen und kommunale Unternehmen. Dabei liegt das Hauptrisiko in der Sicherheit der Informationsverarbeitung. Die Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie ist im kommunalen Umfeld unverzichtbar und auf Grund immer größerer Prozessunterstützung und Prozessautomation ein zentraler Aspekt des Risikomanagements der regio iT. Unser Risikomanagementsystem entspricht den Anforderungen der DIN EN ISO 9001, ISO/IEC 20000 sowie insbesondere ISO/IEC 27001. Dienstleistungen mit Projektrisiko werden regelmäßig durch ein Steuerungsgremium (Projektmanagementboard) unter Beteiligung der Geschäftsleitung überwacht. Für die Dienstleistungen mit Projektrisiko werden darüber hinaus Vorkalkulationen und Risikobetrachtungen im Vorfeld der Projekte durchgeführt, die somit schon in der Angebotsphase Berücksichtigung finden. Regelmäßige Routineüberprüfungen auf Basis eines Reporting-Systems steuern die Risikoerkennung im Bereich der Dienstleistungen ohne Projektrisiko. Die Führungskräfte und Auftragsverantwortlichen führen regelmäßig Analysen durch, die zusammen mit der Geschäftsleitung bewertet und in steuernde Maßnahmen umgesetzt werden. Die Risikopolitik der regio iT setzt auf eine gezielte und effiziente Nutzung unternehmerischer Chancen sowie die Minimierung oder Vermeidung potenzieller Risiken. Durch die Gesellschafterstruktur und damit verbunden auch die Kundenstruktur bestehen langfristige Vertragsbeziehungen, die wir in der Folge als große Chance für eine positive Geschäftsentwicklung sehen. Das Risiko der Kundenfluktuation in Form wesentlicher, kurzfristiger Vertragskündigungen ohne Gegensteuerungsmöglichkeiten schätzen wir derzeit als gering ein. Risiken bestehen aufgrund technischer Probleme durch Hardwareausfall oder andere negative interne oder externe Einflussfaktoren auf definierte IT-Service-Management-Prozesse. Können diese nicht kurzfristig behoben werden, stellt dies ein Risiko für die vertraglich vereinbarte Leistungserbringung dar. Um negative wirtschaftliche Auswirkungen zu begrenzen, hat die regio iT neben organisatorischen Prozessen mit hoher technischer Integrität eine SpezialHaftpflichtversicherung für IT-Dienstleister gezeichnet. Eingeschlossen sind hier auch (Folge-) Schäden aufgrund fehlerhafter Software und IT-Dienstleistungen. 113 Zusammenfassend stehen erkannten Risiken entsprechende Chancen gegenüber. Aktuelle Teilnahmen an Ausschreibungen sowie konkrete Anfragen unserer Bestandskunden mit wesentlichen wirtschaftlichen Potenzialen belegen unsere Einschätzung. Im März 2014 wurden wir mit einem umfangreichen Migrationsprojekt mit dem Ziel, umfangreiche weitere IT-Dienstleistungen für einen (Gesellschafter-) Kunden zu übernehmen, beauftragt. Demzufolge gehen wir davon aus, die geplanten wirtschaftlichen Ziele 2014 zu erreichen. Das Risikomanagementsystem der regio iT ist zudem in das Risikomanagementsystem der E.V.A. eingebunden. Als Ergebnis der jährlichen Risikoinventur liegen keine bestandsgefährdenden oder entwicklungsbeeinträchtigenden Risiken vor. 114 Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH Roetgen Allgemeine Angaben Firma WAG Wassergewinnungs- und Gesellschafter -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH Sitz Am Filterwerk, 52159 Roetgen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 1997 Geschäftsführer Walter Dautzenberg Johannes Grote Gremien Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 1.100.000,00 EUR Mitarbeiter 2 (Vorjahr 2) (Durchschnitt) Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die überörtliche Wassergewinnung, die Wasserbeschaffung, der Wassertransport und die Wasseraufbereitung. Die WAG betreibt ihre Geschäfte ohne eigenes Personal unter Einschaltung der STAWAG und enwor als Betriebsführerinnen, wobei Pacht- und Betriebsführungsentgelte sowie alle übrigen Aufwendungen kostendeckend über den Wasserpreis erwirtschaftet werden. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Walter Dautzenberg, Johannes Grote Aufsichtsrat: Vorsitzender stellv. Vorsitzender Helmut Etschenberg Marcel Philipp Dr. Peter Asmuth Manfred Bausch (SPD) Heiner Berlipp Raimund Billmann Peter Blum (FDP) Dieter Haller Klaus Dieter Jacoby (CDU) Werner Krickel Herbert Pagel Städteregionsrat Oberbürgermeister Vorstand STAWAG Ratsmitglied StädteRegion StädteRegion Ratsmitglied StädteRegion Ratsmitglied StädteRegion Geschäftsführer enwor 115 beratend Dr. Henry Risse (Grüne) Karl-Heinz Starmanns (CDU) Axel Wirtz Hermann Friedrich Brinkmann Dieter Tinnemann Peter Kremer Gisela Nacken Rudolf Roß Uwe Zink sachkundiger Bürger Ratsmitglied StädteRegion Geschäftsführer enwor enwor STAWAG Beigeordnete STAWAG StädteRegion Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Gesellschaft hat einen oder zwei Geschäftsführer. Die Bestellung erfolgt durch die Gesellschafterversammlung. Umfang und Verteilung der Aufgaben bestimmen sich im Einzelnen nach einer vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung. Sind zwei Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch beide Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er die Gesellschaft allein. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus 14 stimmberechtigten und sechs beratenden Mitgliedern. Stimmberechtigte Mitglieder sind: Der Städteregionsrat der StädteRegion Aachen / Der Oberbürgermeister der Stadt Aachen/ Ein Geschäftsführer der enwor / Ein Vorstandsmitglied der STAWAG / 5 vom Städteregionstag der StädteRegion vorgeschlagene und von enwor entsandte Vertreter und 5 vom Rat der Stadt Aachen vorgeschlagene und von der STAWAG entsandte Vertreter. Beratende Mitglieder sind: Ein vom Städteregionsrat der StädteRegion Aachen zu bestimmender Fachbeamter der StädteRegion / Ein vom Oberbürgermeister der Stadt Aachen zu bestimmender Fachbeamter der Stadt / Der Technische Betriebsleiter der enwor/ Der Technische Betriebsleiter der STAWAG / Betriebsratsvorsitzender der enwor / Betriebsratsvorsitzender STAWAG. Neben den stimmberechtigten und den beratenden Mitgliedern des Aufsichtsrats kann zugleich für ein jedes Mitglied ein stellvertretendes Mitglied durch die vorschlagende bzw. bestimmende Stelle benannt werden. Die Stellvertreter haben ein Teilnahmerecht an den Sitzungen des Aufsichtsrates nur, wenn die stimmberechtigten oder beratenden Mitglieder selbst nicht anwesend sind. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist der Städteregionsrat der StädteRegion Aachen, sein Vertreter ist der Oberbürgermeister der Stadt Aachen. Gesellschafterversammlung In der Gesellschafterversammlung werden die STAWAG durch den Oberbürgermeister der Stadt Aachen und durch ein Vorstandsmitglied, die enwor durch den Städteregionsrat der StädteRegion Aachen und durch einen Geschäftsführer vertreten. 116 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 2011 2012 45.445 89% III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 4.809 9% Vermögensgegenstände III. Wertpapiere 2013 42.636 90% 40.196 89% 5.961 13% 6.297 14% 36.625 77% 33.849 75% 50 0% 50 0% 4.183 9% 48 0% 43 0% 2.334 5% 2.414 5% 385 1% 0 0% 1.416 3% 1.866 4% 483 1% 416 1% 4.324 10% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten 593 1% Bilanzsumme Aktiva 50.847 47.301 44.937 A. 15.147 30% 15.347 32% 15.489 34% Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage 1.100 2% 1.100 2% 12.322 26% 12.322 27% 0 0% 0 0% IV. Gewinn-/ Verlustvortrag 925 2% 1.025 2% V. 999 2% 1.042 2% III. Gewinnrücklagen Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag B. Sonderposten f. Investitionszuschüsse C. Rückstellungen D. Verbindlichkeiten Bilanzsumme Passiva 2.528 5% 2.268 5% 2.447 5% 428 1% 582 1% 606 1% 32.744 64% 29.105 62% 26.395 59% 50.847 47.301 44.937 117 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 24.963 25.088 25.772 607 1.122 546 Betriebsleistung 25.570 26.210 26.317 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 18.925 19.047 18.874 19 19 20 3.512 3.618 3.621 322 589 867 2.792 2.937 2.936 12 2 1.346 1.204 -1.443 -1.334 -1.202 1.349 1.603 1.734 477 560 644 48 44 47 824 999 1.042 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebserfolg sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Finanzergebnis Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine unmittelbare Verbindung zum städtischen Haushalt besteht nicht. Lagebericht (Auszug) Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die WAG Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH betreibt an den beiden Standorten Dreilägerbachtalsperre in Roetgen und Wehebachtalsperre in StolbergSchevenhütte Trinkwasseraufbereitungsanlagen für ihre Gesellschafter enwor und STAWAG. Weiterhin beliefert sie die WML Waterleiding Maatschappij Limburg in den Niederlanden, den Perlenbachverband und die Stadtwerke Düren (SWD) mit Trinkwasser. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Der bdew hat im August 2013 eine Studie zur öffentlichen Wasserversorgung in Deutschland veröffentlicht. Danach ist die Wasserförderung im Zeitraum 1990 bis 2010 um 26,6 % gesunken. Das entspricht einer Reduzierung der Wasserförderung um rund 1,8 Milliarden Kubikmeter. Laut bdew ist die Wasserabgabe der öffentlichen Wasserversorgung an Verbraucher im Zeitraum von 1990 bis 2011 um 26 % zurückgegangen und beträgt heute insgesamt 4,4 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Zu diesem sinkenden Wasserverbrauch haben im Wesentlichen der bewusstere Umgang der Bevölkerung mit Trinkwasser und der Einsatz wassersparender Technik im Haushalt und in der Industrie beigetragen. Der spezifische Verbrauch pro Einwohner und Tag liegt derzeit bei 121 Litern. 118 Geschäftsverlauf Der Umfang der Geschäftstätigkeit der WAG lag im Berichtsjahr 4,4 % über dem des Vorjahres. Insgesamt wurden 34,0 Mio. Kubikmeter Trinkwasser (Vorjahr 32,6 Mio. Kubikmeter) an die Wasserversorgungsunternehmen geliefert. Ursache dieser Absatzsteigerung waren die Trinkwasserlieferungen an SWD, die ab Mai bis zum Jahresende kontinuierlich mit Trinkwasser versorgt wurden (ca. 2,9 Mio. Kubikmeter). Den Planansatz in Höhe von 35,2 Mio. Kubikmeter verfehlte der Absatz jedoch deutlich. Die Wasserabgabe an die anderen Kunden entsprach eher dem allgemeinen Trend, wie er in der o. g. bdew-Studie festgestellt wurde. Der Absatz an enwor fiel im Vergleich zum Vorjahr um 156,5 TKubikmeter (- 1,2 %) geringer aus, der an STAWAG um mehr als 1.041,1 TKubikmeter (- 7,4 %). Auch der Absatz an WML in die benachbarten Niederlande verringerte sich um 252,5 TKubikmeter (- 5,0 %). Das abgegebene Wasser entsprach jederzeit den Vorgaben der Trinkwasserverordnung. Lage Ertragslage Das Jahresergebnis der WAG verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 43 T€ auf 1.042 T€. Der Überschuss vor Steuern erzielte 1.733 T€. Damit konnte das hohe Ergebnisniveau des Vorjahres (1.603 T€) nochmals um 130 T€ übertroffen werden. Dieses positive Ergebnis resultiert aus einer Ertragssteigerung in Höhe von 108 T€, dem jedoch höhere Aufwendungen von ca. 110 T€ gegenüber standen. Im Wesentlichen trug das Finanzergebnis mit Zinsersparnissen in Höhe von 132 T€ im Vergleich zum Vorjahr zur der Ergebnisverbesserung bei. Die Umsatzerlöse des Jahres 2013 erreichten 25.772 T€ und lagen damit um 684 T€ über dem Vorjahreswert. Sie setzten sich zusammen aus Erlösen aus dem Trinkwasserverkauf in Höhe von 25.705 T€ (Vorjahr 25.018 T€), die in Höhe von 1.662 T€ (Vorjahr 1.467 T€) Einnahmen aus der Weiterberechnung des Wasserentnahmeentgelts (WEE) enthalten. Zusätzlich konnten Erlöse aus der Stromeinspeisung in Höhe von 67 T€ (Vorjahr 70 T€) erzielt werden. Ursache der Umsatzsteigerung ist die zusätzliche Trinkwasserlieferung an SWD, die die Umsatzeinbußen von STAWAG und enwor mehr als kompensierten. Damit einhergehend erhöhte sich das WEE um 195 T€ gegenüber dem Vorjahr. Finanzlage Kapitalstruktur Es gab keine nennenswerten Veränderungen in der Kapitalstruktur im Ver-gleich zum Vorjahr. Investitionen Der Investitionsplan umfasste ein Volumen von 1.985 T€. Hiervon wurden im Geschäftsjahr 2013 Investitionen in Höhe von 1.215 T€ realisiert. Dem gegenüber standen Anlagenabgänge von 34 T€ und Abschreibungen von 3.621 T€. Somit verminderte sich das Anlagevermögen um 2.440 T€ auf 40.196 T€. Die Unterschreitung des Planansatzes wurde im Wesentlichen verursacht durch die Verschiebung eines Grundstückgeschäfts an der Dreilägerbachtalsperre (250 T€) ins Folgejahr, die Verschiebung der Planungsleistungen für den Bodenfilter Erlenweg (50 T€) ins Jahr 2014 und einer Unterschreitung der Investitionen in den Talsperren-Einzugsgebieten um 120 T€. Die getätigten Investitionen konzentrieren sich im Wesentlichen auf die TWA Roetgen sowie den Bau von Bodenfiltern in Monschau-Höfen. Hier konnte der Bodenfilter „Alter Weg“ fertiggestellt werden. Am Standort „Wiesengrund“ wurden die Tiefbauarbeiten planmäßig abgeschlossen, die elektrotechnische und verfahrenstechnische Ausrüstung wird in 2014 eingebaut werden, so dass ein weiterer Bodenfilter in Betrieb genommen werden kann. In der TWA Roetgen wurde die Spülwassermembrananlage zur Aufnahme neuer Membranen umgebaut und hydraulisch optimiert. Die 119 bisherigen sehr guten Betriebserfahrungen bestätigen den Erfolg dieser Maßnahme. Im Anschluss an diese Maßnahme wurde die Sohle des Erdbeckens 2 mit einer Asphaltschicht befestigt. Liquidität Wie aus der Kapitalflussrechnung ersichtlich, zeigt sich die Liquidität der WAG im Geschäftsjahr 2013 stabil. So konnte aus der ordentlichen Geschäftstätigkeit ein Finanzvermögen von 5.218 T€ erwirtschaftet werden, woraus sich der Zuwachs des Nettoanlagevermögens von 653 T€, die Tilgung der Darlehen in Höhe von 3.215 T€ und die Ergebnisausschüttung an die Gesellschafter von 900 T€ finanzieren ließen. Vermögenslage Eine wesentliche Veränderung der Vermögenslage hat nicht stattgefunden. Finanzielle Leistungsindikatoren Wie bereits unter Punkt 3 b) erläutert, sank der Wert des Anlagevermögens um 2.440 T€, da der Werteverzehr größer war als der Anlagenzuwachs. Die Abschreibungen wurden genutzt, um die langfristigen Kredite zu bedienen. Somit sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 3.233 T€ auf 25.374 T€. Infolge dieser Vermögensveränderungen sank die Bilanzsumme um 2.364 T€ auf 44.937 T€. Weiterhin stieg das Eigenkapital aufgrund der Erhöhung der Gewinnvorträge (100 T€) und des Sonderpostens für Investitionszuschüsse (179 T€) sowie der Veränderung des Jahresüberschusses (43 T€) um 322 T€ auf 17.936 T€ an. Beide Effekte, die Reduktion der Bilanzsumme und die Steigerung des Eigenkapitals, führten zu der positiven Veränderung der Eigenkapitalquote um 2,7 % auf 39,9 %. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Prognose- und Risikobericht Prognosebericht Die Wasserlieferungen an SWD wurden ab März 2013, mit einer Unterbrechung im Mai, aufgenommen. Seit Juni haben SWD kontinuierlich Trinkwasser der WAG bezogen. Für 2014 wird ein Wasserbezug in Höhe von 3,1 Mio. Kubikmeter erwartet. Die WML hat in 2013 erstmals die vertraglich vereinbarte Mindestbezugsmenge von 5 Mio. Kubikmeter geringfügig unterschritten. Sie begründet den Rückgang des Wasserbezugs mit einem allgemeinen Verbrauchsrückgang in den Gemeinden Kerkrade und Vaals. Es ist davon auszugehen, dass WML für die Folgejahre eine Reduzierung der Mindestbezugsmenge beantragen wird. Entgegen dem mit der Bezirksregierung Köln abgestimmten Zeitplan wurde noch kein neues Wasserrecht zur Entnahme von Wasser aus dem Obersee erteilt. Zuletzt hat die Bezirksregierung Köln ihre Absicht bekundet, die Bewilligung in Anlehnung an die zum 31.12.2020 auslaufenden Kooperationsverträge zur Minimierung der abwasserbedingten mikrobiellen Belastung des Obersees auf 7 Jahre zu befristen. Die Geschäftsführung hat diesem Vorschlag unter Hinweis auf den Investitionsschutz widersprochen. Die Bezirksregierung Köln berät zurzeit intern das weitere Vorgehen. Bis zur endgültigen Verleihung der Bewilligung wird die übergangsweise erteilte Erlaubnis verlängert werden. Risikobericht Nach dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) hat die Geschäftsführung ein Überwachungssystem einzurichten, das die rechtzeitige Erkennung von Risiken gewährleistet, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die WAG ist deshalb in das Risikomanagementsystem der Betriebsführerin enwor eingebunden. Im Geschäftsjahr 2013 hat die Geschäftsführung mit Unterstützung der enwor 22 Risiken identifiziert, 120 die regelmäßig einer Betrachtung unterzogen werden. Diese wurden strukturiert und nach Risikoursache einem Risikoverantwortlichen zugeteilt. Der Risikobericht für das Geschäftsjahr 2013 kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Risikolandschaft im Berichtszeitraum nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert hat und sich aus heutiger Sicht keine den Fortbestand gefährdenden Risiken abzeichnen. Insgesamt sieht die Geschäftsführung unverändert keine aktuellen technischen, wirtschaftlichen oder rechtlichen Risiken, die eine Änderung der Geschäftspolitik erforderlich machen. Die Leistungs- und Handlungsfähigkeit der Gesellschaft ist gegeben. 121 FACTUR Billing Solutions GmbH Aachen Allgemeine Angaben Firma FACTUR Billing Solutions GmbH Sitz Lombardenstr. 28, 52070 Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 2002 Gesellschafter Stadtwerke Aachen AG (100%) Geschäftsführer Karl-Heinz Hatzig Gremien Gesellschafterversammlung Stammkapital 50.000,00 EUR Mitarbeiter 173 (Vorjahr 156) (31.12.) Internet www.factur.de Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Abrechnung von Versorgungsleistungen für die Gesellschafter sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der örtlichen Energie- und Wasserversorgung zu stärken. Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Smart Metering und Energieeffizienz als unmittelbar mit den Bereichen Strom-, Gas- und Wärmeversorgung verbundenen Dienstleistungen zur Förderung und Sicherstellung der Daseinsvorsorge. Bei der Erbringung dieser Dienstleistungen werden die Belange kleinerer Unternehmen, insbesondere des Handwerks, berücksichtigt. Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Die Geschäftsführer werden durch Gesellschafterbeschluss bestellt und abberufen. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so gibt sich die Geschäftsführung eine Geschäftsordnung, die der Zustimmung der Gesellschafterversammlung bedarf. Gesellschafterversammlung Jährlich sind vier ordentliche Gesellschafterversammlungen durchzuführen. Verfügt die Gesellschaft über mehrere Gesellschafter, so sollen die Versammlungen grundsätzlich im regelmäßigen Wechsel an den Sitzen der Gesellschafter anberaumt werden, im Zweifel jedoch am Sitz der Gesellschaft. Alleiniger Gesellschafter ist die Stadtwerke Aachen AG. 123 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 2011 168 2012 2% III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Unfertige Leistungen II. Forderungen und sonstige 7.904 98% 637 5% 509 4% 519 4% 398 3% 84 1% 67 1% 33 0% 44 0% 11.091 94% 304 Vermögensgegenstände 2013 3% 12.738 96% 35 0% 10.785 92% 12.701 96% 3 0% 2 0% 23 0% 29 0% III. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Gewinnrücklagen 0% 8.095 467 11.751 6% 13.276 467 4% 467 4% 50 0% 50 0% 417 4% 417 3% B. Rückstellungen 6.595 81% 7.072 60% 8.119 61% C. Verbindlichkeiten 1.033 13% 4.212 36% 4.688 35% D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 124 22 0 8.095 0% 0 11.751 0% 1 13.276 0% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 20.897 19.198 20.767 87 85 93 20.984 19.283 20.861 Materialaufw./ Aufw. für bezogene Leistungen 4.275 3.349 3.569 Personalaufwand 7.885 8.584 9.126 151 67 146 Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.760 2.002 2.362 Betriebserfolg 6.913 5.281 5.658 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91 27 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 435 445 -307 -344 -417 6.606 4.937 5.241 0 0 0 211 211 211 -211 -211 -211 174 0 0 22 3 3 6.199 4.723 5.027 0 0 0 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Betriebsleistung Abschreibungen Finanzergebnis Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentliche Erträge außerordentliche Aufwendungen außerordentliches Ergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine unmittelbare Verbindung zum städtischen Haushalt besteht nicht. Lagebericht Grundlage des Unternehmens/Geschäftsmodell Die FACTUR Billing Solutions GmbH (FACTUR) ist ein Dienstleistungsunternehmen und bietet hochwertige, schlanke und qualitätsgesicherte Kundenservice-, Markt- und Abrechnungsprozesse modular im Kundenzuschnitt an. Die Kunden der FACTUR sind sowohl erfolgreiche lokal und bundesweit agierende Energievertriebe als auch Verteilnetzbetreiber. Das Leistungsspektrum der FACTUR reicht von der Konzeption einer passenden IT-Plattform über den Bau, die Einrichtung und die Anbindung notwendiger Subsysteme bis hin zur operativen Übernahme sämtlicher Kundenservice- und Billingprozesse. Jede Geschäftsbeziehung der FACTUR und damit verbunden jede Leistung ist auf Nachhaltigkeit und Qualität des gemeinsamen Erfolgs ausgerichtet. Die FACTUR versteht sich als Kompetenz- und Innovationsträger für alle Anforderungen rund um die gängigen Markt- und Endkundenprozesse. Im Geschäftsfeld Prozessdienstleistungen bietet die FACTUR die modulare Abwicklung von Einzelprozessen oder die komplette Prozesskette kundenindividuell an und stellt dabei höchste Effizienzund Qualitätsniveaus transparent über detaillierte Service-Level-Vereinbarungen sicher. Im Geschäftsfeld Beratung und Anwendungsentwicklung/Implementierung legt die FACTUR den ganzen Fokus auf die Entwicklung zukunftsfähiger, effizienter IT-Lösungen. Auf Basis von SAPCustomizing und SAP-Entwicklungen werden mit der stetig steigenden Komplexität der Abwick125 lungsprozesse passende Systemimplementierungen auf höchstem Niveau angeboten. Die qualitative Betreuung unserer Lösungen im Rahmen des Applikationsmanagements sichert unseren Kunden dauerhaft den vollen Funktionsumfang und ein kosteneffizientes IT- und Prozessniveau. Von der Beratung, der Implementierung über den Prozessbetrieb bis hin zum Applikationsmanagement können die Kunden der FACTUR sämtliche Leistungen auch als Komplettservice beziehen, wobei die jeweilige IT-Basis sowohl durch den Kunden als auch durch die FACTUR gestellt werden kann. Wirtschaftsbericht Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Die Energiewende und das hiermit einhergehende in der Branche kontrovers diskutierte neue Energiemarktdesign sorgt für sehr viel Unsicherheit, was sich auf die Investitionsbereitschaft und das Investitionsvermögen unserer potenziellen Kunden negativ ausgewirkt hat. Weiter sinkende Margen bei Energieprodukten und eine steigende Wechselbereitschaft der Endkunden haben das direkte Marktumfeld auf der Kundenseite der FACTUR auch im Jahr 2013 beeinflusst. Unsere Auftraggeber auf der Vertriebsseite sehen sich durch verschärfte Konkurrenz massiv in den Wettbewerb gestellt. Überlagernde Themen aus der Sicht der FACTUR sind fortgesetzt die anhaltende Rekommunalisierung von Stadtwerken, Gründungen und Insolvenzen überregionaler Vertriebsgesellschaften sowie die Veränderungen in der energiewirtschaftlichen Infrastruktur, welche in Zukunft mit einem Hebel auf die zugehörigen Billing- und Service-Prozesse wirken. Herausforderndes Themenfeld in diesem Kontext bleibt die Einführung elektronischer Zähler (Smart-Meter-Technologie). Zukünftige ITSysteme mit Authentifizierungs- und Autorisierungsfunktionen mittels RFID (Radio Frequency Identification) -Ladekarten sowie Roaming- und Billingfunktionen müssen konzipiert und in bestehende IT-Landschaften integriert werden. Im Rahmen des bestehenden Kundenverhältnisses mit der STAWAG Aachen AG, Aachen, (STAWAG) konnte die FACTUR im Geschäftsjahr 2013 zusätzliches Dienstleistungsgeschäft für die neuen Beteiligungen der STAWAG abwickeln. Die zusätzlichen Dienstleistungen stellen eine Ergänzung des bestehenden Prozessgeschäftes dar und wirken über Skaleneffekte. Im Geschäftsfeld Beratung- und Anwendungsentwicklung galt die volle Konzentration der weiteren Konsolidierung der Systemlandschaften für die STAWAG und der STAWAG Netz GmbH, Aachen, (STAWAG Netz). So sind 2013 neue Beteiligungen der STAWAG durch den Aufbau neuer Mandanten in das Vertriebssystem aufgenommen worden. Für die STAWAG Netz sind neue Netzkonzessionen als Erweiterung des bestehenden Netzsystems systemisch integriert worden. In enger Kundenabstimmung wurden auf sämtlichen Systemen kleinere Projekte durchgeführt. Die wesentlichen Zielsetzungen waren entweder Funktionserweiterungen oder nach Aufnahme des stabilen Betriebs eingeleitete Prozessoptimierungen zur Steigerung der Kosteneffizienz. Übergeordnet führen die fortlaufende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank und die folglich sehr niedrigen Kapitalmarktzinsen für risikolose bzw. risikoarme Finanzanlagen im Finanzergebnis der FACTUR zu geringen Zinserträgen. Zusätzlich wirkt auf der Aufwandsseite im Finanzergebnis der anhaltende Trend sinkender Rechnungszinsen in der Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen als Belastung, da sinkende Rechnungszinsen eine höhere Verzinsung des Rückstellungsbestandes bedeuten. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2013 beträgt 5.027 T€ und liegt um 304 T€ über dem Ergebnis des Vorjahres (Vorjahr: 4.723 T€). Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung des Unternehmens werden die folgenden finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen: ― ― ― ― 126 Umsatz im Geschäftsfeld Dienstleistungen (Konzern und konzernfremd) Umsatz im Geschäftsfeld Beratung/Anwendungsentwicklung (Konzern und konzernfremd) Gesamtumsatz (Konzern und konzernfremd) Betriebsergebnis zur operativen Steuerung ― ― ― ― Jahresüberschuss Umsatzrendite Abgerechnete Zählpunkte als Indikator des Leistungsumfangs Anzahl Mitarbeiter In der nachfolgenden Tabelle sind die Plan- und Ist-Werte gegenübergestellt und sowohl absolute als auch prozentuale Abweichungen aufgeführt. Nachfolgend wird im Text näher auf die Entwicklungen und Abweichungen eingegangen. - Werte in T€ Plan 2013 IST 2013 Abw. Abs. Abw. % 13.943 14.251 308 2,2 2.828 2.998 170 6,0 11.115 11.253 138 1,2 Umsatz Beratung/Anwendungsentwicklung 6.479 6.785 306 4,7 Umsatz Beratung/Anwendungsentwicklung konzernfremd 3.514 3.693 179 5,1 Umsatz Beratung/Anwendungsentwicklung im Konzern 2.965 3.092 127 4,3 20.422 21.036 614 3,0 6.342 6.691 349 5,5 14.080 14.345 265 1,9 Betriebsergebnis 5.483 5.658 175 3,2 Jahresüberschuss 5.104 5.027 -77 - 1,5 Umsatz Dienstleistungen Umsatz Dienstleistungen konzernfremd Umsatz Dienstleistungen im Konzern Umsatz Gesamt Umsatz Gesamt konzernfremd Umsatz Gesamt im Konzern Umsatzrendite Abgerechnete Zählpunkte (Stk.) Anzahl Mitarbeiter 25,0% 23,9% 843.101 829.699 -13.402 - 1,6 156 173 17 10,9 Das Geschäftsfeld Prozessdienstleistungen hat im zurückliegenden Geschäftsjahr sowohl konzernintern als auch konzernextern einen stabilen Verlauf genommen. Mit Umsätzen in Höhe von 14.251 T€ konnte FACTUR den geplanten Umsatz um 2,2 % gegenüber Plan 2013 (13.943 T€) steigern. Besonders im konzernfremden Umsatzsegment fällt die Steigerung mit 6,0 % bzw. 170 T€ im Verhältnis deutlich aus. Auch das Geschäftsfeld Beratung- und Anwendungsentwicklung kann im zurückliegenden Geschäftsjahr eine Steigerung erzielen und die planerisch angenommenen Umsatzzahlen klar um 306 T€ übertreffen. In absoluten Zahlen steht den Planwerten für 2013 von 6.479 T€ gebuchte Umsätze in Höhe von 6.785 T€ gegenüber. Das Betriebsergebnis der FACTUR für das Geschäftsjahr 2013 beträgt 5.658 T€ und liegt damit um 175 T€ über dem Planansatz von 5.483 T€. Die erreichte Verbesserung dieser operativen Steuerungsgröße wird als Erfolg gewertet. Die gegenüber Plan 2013 höher ausgefallenen Belastungen aus den Zinsaufwendungen für die Pensionsrückstellungen und ein erneut sinkender Ertrag aus den Finanzanlagen begründen die negative Abweichung im Jahresüberschuss zwischen Ist- und Planansatz. Absolut beträgt die Differenz -77 T€ und prozentual -1,5 %. Der Jahresüberschuss erreicht 2013 einen Wert von 5.027 T€. In der Folge der beschriebenen Effekte sinkt die Umsatzrendite im Geschäftsjahr 2013 ebenfalls leicht auf 23,9 % und bleibt um 1,1 %-Punkte unter der geplanten Zielgröße von 25,0 %. Die Zahl abgerechneter Zählpunkte ist im Verlauf des Jahres 2013 gegenüber Plan 2013 leicht um 1,6 % gefallen. Dieser Wert dient als Bezugsgröße und gibt Auskunft über die auf der Kundenseite der FACTUR betreuten Geschäftsvolumina sowie die Werthaltigkeit der erbrachten Dienstleistungen in den Prozessen. Im Geschäftsjahr 2013 sind die Mitarbeiterzahlen gegenüber den Planwerten um 17 auf 173 angestiegen. Da die FACTUR bereits zum 01.01.2014 die Marktkommunikationsdienstleistung für Hamburg Energie vollständig in Eigenregie durchführt, sind Einstellungen hierzu bereits im Jahr 2013 127 erfolgt. Außerdem treiben steigende Qualitätsanforderungen und Komplexitätseffekte den administrativen Personalaufbau. Personalwesen In der FACTUR waren zum Ende des Geschäftsjahres 2013 173 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 156 Mitarbeiter). Das Durchschnittsalter der Belegschaft beträgt 37,53 Jahre (Vorjahr: 38,01 Jahre). Im Rahmen der Ausbildung kaufmännischer Berufe ist die FACTUR in die Ausbildungsmaßnahmen des E.V.A.-Konzerns integriert und bildet eigenständig zum Beruf des Fachinformatikers 1 der Fachinformatikerin aus. Die FACTUR unterstützt darüber hinaus berufsbegleitende Studiengänge bei der Fachhochschule der Wirtschaft Nordrhein-Westfalen GmbH (FHDW) und übernimmt im Rahmen dieser Maßnahmen vereinbarungsgemäß die Studiengebühren. Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung Die Gesellschaft hat den im Gesellschaftsvertrag vorgegebenen und der Aufsichtsbehörde der Stadt Aachen angezeigten öffentlichen Zweck, "die Abrechnung von Versorgungsleistungen für die Gesellschafter sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der örtlichen Energie- und Wasserversorgung zu stärken", im Geschäftsjahr voll erfüllt. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2013 sind die konzernfremden Umsätze deutlich auf nunmehr 6.691 T€ angewachsen. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 5.574 T€ beträgt die Steigerung 1.117 T€. Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen erreichten im Jahr 2013 ein Volumen von 14.345 T€ (Vorjahr: 13.321 T€). Insgesamt bewegt sich der Gesamtumsatz 2013 mit 21.036 T€ deutlich über dem Niveau des Jahres 2012 (18.894 T€). Die FACTUR erzielt zum 31.12.2013 eine Gesamtleistung von 20.861 T€. Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2012 entspricht die Steigerung 1.578 T€ (Vorjahr: 19.283 T€). Der Materialaufwand ist im Geschäftsjahr 2013 auf ein Volumen von 3.569 T€ angewachsen und somit um 220 T€ gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 gestiegen (Vorjahr: 3.349 T€). Umsatzabhängige Zukäufe bei Konzern- und Drittgesellschaften begründen den Aufschlag. Die Personalkosten sind mit 9.126 T€ um 542 T€ über dem Wert von 2012 (Vorjahr: 8.584 T€) geblieben. Der Kostenaufbau resultiert aus der gestiegenen Mitarbeiterzahl sowie tariflichen und außertariflichen Lohnerhöhungen. Die sonstigen Aufwendungen liegen um 360 T€ über dem korrespondieren Ausweis des Jahres 2012 (Vorjahr: 2.002 T€) und betragen 2.362 T€ zum 31.12.2013. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr wird überwiegend durch höhere Beiträge und Gebühren für die Telefonie (+94 T€), durch höhere Beratungs- und Rechtskosten (+47 T€), durch höhere Raumkosten (+22 T€) sowie durch höhere Konzernleistungen (+81 T€) begründet. In der Folge ist der Betriebsaufwand der FACTUR zum 31.12.2013 insgesamt auf 15.202 T€ angewachsen und übersteigt den Vorjahreswert von 14.002 T€ um 1.200 T€. Das Betriebsergebnis der FACTUR für das Geschäftsjahr 2013 beläuft sich auf 5.658 T€. Zum Vorjahr bedeutet dieser erreichte Wert eine deutliche Steigerung von 377 T€ (Vorjahr: 5.281 T€). Das außerordentliche Ergebnis berücksichtigt den Ausweis des auf 15 Jahre verteilten Unterschiedsbetrags aus der Anwendung der Bilanzierungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) und weist zum Stichtag 31.12.2013 mit 211 T€ den identischen Vorjahreswert aus. Das Finanzergebnis beträgt -417 T€. Der darin berücksichtigte Zinsaufwand besteht im Wesentlichen aus der Verzinsung des Bestandes der Pensionsrückstellungen von -432 T€. Der im Finanzergebnis subsummierte Zinsertrag resultiert aus der Geldanlage im Cash-Pool der Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Aachen, (E.V.A.) und beträgt nach 91 T€ im Jahr 2012 im Geschäftsjahr 2013 27 T€. 128 Die sonstigen Steuern betragen 3 T€ und resultieren aus der Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer für das Geschäftsjahr 2013 (Vorjahr: 3 T€). Insgesamt erwirtschaftete die FACTUR somit für das Geschäftsjahr 2013 einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von 5.027 T€. Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2012 mit einem Jahresüberschuss von 4.723 T€ ist ein Anstieg von 304 T€ erzielt worden. Finanzlage Aufgrund der mittelfristigen Laufzeiten der bestehenden Dienstleistungsverträge zwischen der FACTUR und den Kunden STAWAG, STAWAG Netz GmbH, Hamburg Energie GmbH, Hamburg, (Hamburg Energie) und den Stadtwerken Trier AöR, Trier, (SWT) sind keine finanziellen Risiken erkennbar. Die bestehende Auftrags- und Finanzlage der FACTUR für das Jahr 2013 sichert die finanzielle Ausstattung, ohne auch weiterhin auf Fremdmittel zurückgreifen zu müssen. Zum 31.12.2013 verfügt die Gesellschaft über Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 12.040 T€. Darin enthalten sind Forderungen aus Guthaben im Cash-Pool von 11.343 T€ gegen die E.V.A. Die im Cash-Pool angelegte Liquidität der FACTUR ist grundsätzlich als Tagesgeldanlage konzipiert und jederzeit kurzfristig verfügbar. Lediglich ein Sockelbetrag von 4.000 T€ ist über den Cash-Pool im Rahmen einer vertraglichen Ergänzung vom 02.01.2013 als Festgeldanlage mit einer Laufzeit von einem Jahr (1.1. — 31.12.2013) und höherer Verzinsung disponiert. Zunächst wird keine neue Festgeldanlage angestrebt. Vermögenslage Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 hat sich die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2013 von 11.751 T€ um 1.525 T€ auf 13.276 T€ erhöht. Das Anlagevermögen ist in diesem Zeitraum um 128 T€ auf 509 T€ gesunken. Das Umlaufvermögen beträgt am Stichtag 31.12.2013 12.738 T€. Dieser Ausweis entspricht einer Erhöhung von 1.647 T€ gegenüber dem 31.12.2012. Wesentlicher Grund für den Anstieg ist der höhere Bestand an liquiden Mitteln im Cash-Pool der E.V.A. Der Kassenbestand beträgt zum 31.12.2013 2 T€ (Vorjahr: 3 T€). Auf der Kapitalseite ergeben sich folgende Veränderungen. Im Eigenkapital bleibt es beim identischen Ausweis gegenüber Vorjahr. Das Eigenkapital setzt sich aus 50 T€ gezeichnetem Kapital und 417 T€ Gewinnrücklagen zusammen. Die Rückstellungen insgesamt wachsen gegenüber Vorjahr um 1.047 T€ auf 8.119 T€ an, wobei die Pensionsrückstellungen um 738 T€ auf 6.786 T€ im Jahr 2013 steigen. Die sonstigen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2013 steigen um 308 T€ auf 1.333 T€. Die Verbindlichkeiten weisen mit 4.688 T€ im Unterschied zu 2012 einen Anstieg um 476 T€ zum Stichtag 31.12.2013 aus. Im Wesentlichen begründet wird die Differenz durch die Entwicklung der saldierten Bilanzposition Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter, mit einem um 420 T€ gegenüber Vorjahr höheren Ansatz. Die Geschäftsführung der FACTUR wertet die Gesamtentwicklung des Geschäftsjahres 2013 in einem schwierigen Marktumfeld als günstig und sieht die Erwartungen erfüllt. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft eingetreten. Prognosebericht Die folgenden finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Planung von Bedeutung sind, werden nachstehend für die Jahre 2014 129 und 2015 prognostiziert. An der Entwicklung dieser Kennzahlen bemessen sich die Zukunftsaussichten. - Werte in T€ Umsatz Dienstleistungen Umsatz Dienstleistungen konzernfremd IST 2013 Plan 2014 Plan 2015 14.251 12.990 12.911 2.998 1.558 1.609 11.253 11.432 11.302 Umsatz Beratung/Anwendungsentwicklung 6.785 8.062 8.841 Umsatz Beratung/Anwendungsentwicklung konzernfremd 3.693 5.389 6.743 Umsatz Beratung/Anwendungsentwicklung im Konzern 3.092 2.673 2.098 21.036 21.052 21.752 Umsatz Dienstleistungen im Konzern Umsatz Gesamt Umsatz Gesamt konzernfremd 6.691 6.947 8.352 14.345 14.105 13.400 Betriebsergebnis 5.658 5.393 5.564 Jahresüberschuss 5.027 4.799 4.980 Umsatz Gesamt im Konzern Umsatzrendite Abgerechnete Zählpunkte Stk. Anzahl Mitarbeiter 23,9% 22,8% 22,9% 829.699 752.672 790.306 173 185 187 Im Jahr 2014 wird die FACTUR planerisch einen Umsatz von 21.052 T€ und im Jahr 2015 von 21.752 T€ erreichen. Der lediglich moderate Anstieg vom Geschäftsjahr 2014 zum Jahr 2015 um 700 T€ ist der Tatsache geschuldet, dass in den Planungen ab 2014 das Dienstleistungsgeschäft mit der energieGUT GmbH, Duisburg, (energieGUT) und der Greenpeace Energy eG, Hamburg, (Greenpeace Energy) aufgrund der Vertragsbeendigungen keine Berücksichtigung mehr findet. Projektumsätze plant die FACTUR im Jahr 2014 in Höhe von 8.062 T€. Für das Geschäftsjahr 2015 wird mit einem weiteren Anstieg auf 8.841 T€ gerechnet, was einer Steigerung von 9,7 % entspricht. Der konzernfremde Anteil im Projektgeschäft wird im Jahr 2014 auf 5.389 T€ anwachsen und damit 66,8 % der Projektumsätze ausmachen. Mit Blick auf das Jahr 2015 nimmt dieser Anteil deutlich auf 76,3 % zu und beträgt in absoluten Zahlen 6.743 T€. Steigende ApplikationManagement-Umsätze als Grundlastsicherung sowie die Akquise klassischer Projekte kennzeichnen den weiteren Entwicklungspfad. Die mittelfristig wichtigsten Bestandskunden der FACTUR im Geschäftsfeld der Prozessdienstleistungen bleiben die STAWAG und die STAWAG Netz gefolgt von dem strategisch wichtigen Kunden Hamburg Energie. Über alle Kunden hinweg werden im Geschäftsjahr 2014 Dienstleistungen im Umfang von 12.990 T€ (2015: 12.911 T€) erbracht. Konzernintern wird ein leichter Rückgang des Gesamtwertes erbrachter Dienstleistungen zu verzeichnen sein, wohingegen der externe Anteil absolut und prozentual in den Jahren 2014 (1.558 T€; 12,0 % externer Anteil) und 2015 (1.609 T€; 12,5 % externer Anteil) auf stabilem Niveau verbleibt. Das Betriebsergebnis wird 2014 mit 5.393 T€ kaufmännisch konservativ unterhalb des Ergebnisses von 2013 verbleiben. Im Jahre 2015 sind in der Folge 5.564 T€ als Betriebsergebnis eingeplant. Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2013 wirkt der Wegfall der energieGUT als bedeutender konzernexterner Dienstleistungskunde der FACTUR in den Wirtschaftsplänen für 2014 und 2015 nach. In der Folge wird der Jahresüberschuss im Jahr 2014 mit 4.799 T€ und im Jahr 2015 mit 4.980 T€ unterhalb des Jahres 2013 mit 5.027 T€ verbleiben. Die Umsatzrenditen in den Jahren 2014 und 2015 entwickeln sich ausgehend vom Geschäftsjahr 2013 tendenziell leicht nach unten und erreichen 22,8 % im Jahr 2014 und 22,9 % im Jahr 2015. Die Zahl der abgerechneten Zählpunkte erreicht in 2014 durch den beschriebenen Effekt des Kundenverlustes der energieGUT planerisch einen Wert von 752.672. Auf das Jahr 2015 prognostiziert wirken im Wesentlichen geplante Zuwächse von Zählpunkten sowohl in den Netzerweiterungen der STAWAG Netz GmbH als auch leicht steigende Zählpunktzahlen in den vertrieblichen Beteiligungen der STAWAG. Somit geht die FACTUR 2015 konservativ von abgerechneten Zählpunkten in Höhe von 790.306. Das entspricht einer Netto-Steigerung der Gesamtzahl von 5 %. 130 Die zunehmenden qualitativen Anforderungen in den Dienstleistungs- und Beratungsaktivitäten der FACTUR begründen den geplanten Anstieg der Personalbestände in den Geschäftsjahren 2014 auf 185 und 2015 auf 187 Mitarbeiter. Risiken-/Chancenbericht Die FACTUR ist in das konzernweite Risiko-Chancen-Management-System der E.V.A. eingebunden. Mit diesem Instrumentarium werden nach Art und Umfang Frühwarnsignale definiert und bestandsgefährdende Risiken erkannt. Als Ergebnis der Risiko-Inventur liegen für 2013 keine den Unternehmensbestand gefährdenden Risiken vor. Ein relevantes Geschäftsrisiko der FACTUR besteht in der relativ geringen Kundendiversifikation. Längerfristig können nur Skaleneffekte in der Zahl der abgerechneten Zählpunkte bei einer gleichzeitig breiteren Kundenbasis für mehr Stabilität gegenüber Vertrags- und Geschäftsstörungen sorgen. In der geplanten Entwicklung der externen Dienstleistungsumsätze bis 2015 wird die Entwicklung sichtbar, die aus der Vertragskündigung mit der energieGUT resultiert. Konservativ unberücksichtigt bleiben in diesem Zeithorizont mögliche Kompensationen aus Kundenneugeschäft. Zudem besteht ein weiteres Geschäftsrisiko darin, dass der Komplexitätsanstieg in sämtlichen Serviceleistungen und in den betreuten Systemlandschaften unserer Kunden zunehmend negativ auf die Ergebnisqualität wirkt. Sinkende Margen kennzeichnen diesen Trend. Trotz steigender Umsatzzahlen im Betrachtungszeitraum sinken die Ergebnisgrößen im Geschäftsjahr 2014 und stabilisieren sich im Geschäftsjahr 2015 auf leicht niedrigerem Niveau. Das Betriebsergebnis und der Jahresüberschuss als absolute Größe und die Entwicklung der Umsatzrendite von 2013 bis 2015 dokumentieren diesen Effekt. Die beschriebenen Effekte treffen auch Konkurrenten und eröffnen umgekehrt auch Chancen, da die voranschreitende Marktbereinigung die Zahl der Anbieter von Dienstleistungs-, Beratungs- und IT-Prozessen im Servicemarkt schrumpfen lässt. Aktuelle Teilnahmen der FACTUR an Ausschreibungen und die insgesamt weiter steigenden vertrieblichen Aktivitäten belegen diese Einschätzung. Auch der Trend der Rekommunalisierung mit prominenten Beispielen wie Hamburg, Stuttgart oder Berlin sowie die Gründung neuer nichtkommunaler Energie-Vertriebe bietet weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial für die FALTUR. Eine Investition in die Zukunftssicherheit für ein qualitatives Wachstum am Standort Aachen besteht darin, den Spagat zwischen kostengünstigen Prozessen und hoher Dienstleistungsqualität auf der einen Seite und sozial angemessenen Lohn- und Gehaltsentwicklungen für die Beschäftigten auf der anderen Seite bewältigen zu können. In einen reinen Preiswettbewerb ohne soziale Aspekte wird die FACTUR nicht eintreten, weil damit keine nachhaltigen Erfolge zu erzielen sind. Sicherlich erfolgt hieraus kurz- bis mittelfristig eine zusätzliche Ergebnisbelastung, langfristig wird sich unserer Einschätzung nach diese Strategie im umkämpften Arbeitsmarkt der Zukunft durchsetzen. Die stetig steigende Entwicklung der Mitarbeiterzahlen von 2013 bis 2015 belegt die fortgesetzte Einstellungspolitik, um Voraussetzungen für weiteres Wachstum zu schaffen. Aus den vorgenannten Entwicklungen leitet die FACTUR große Chancen weiteren Wachstums ab und blickt optimistisch in die unternehmerische Zukunft. Insgesamt wird mit einer positiven Entwicklung für 2014 gerechnet. 131 STAWAG Abwasser GmbH Aachen Allgemeine Angaben Firma STAWAG Abwasser GmbH Sitz Lombardenstr. 12-22, 52070 Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 2005 Gesellschafter Stadtwerke Aachen AG (100%) Geschäftsführer Dr. Christian Becker Rudolph Roß Gremien Gesellschafterversammlung Stammkapital 25.000,00 EUR Mitarbeiter 37 (Vorjahr 38,5) (Durchschnitt) Internet www.stawag.de Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens sind die Durchführung der Abwasserbeseitigung, die Durchführung von Maßnahmen zur Unterhaltung, zur Überwachung und zum Ausbau von Gewässern, die Durchführung von Straßenbauarbeiten im Rahmen der Abwasserbeseitigung sowie die Betriebsführungen für kommunale Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften im Rahmen der Abwasserbeseitigung im Gebiet der Stadt Aachen. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar gefördert werden kann. Die Gesellschaft kann sich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben und pachten, ferner Interessengemeinschaften eingehen und Zweigniederlassungen errichten. Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Die Geschäftsführer werden durch Gesellschafterbeschluss bestellt und abberufen. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so gibt sich die Geschäftsführung eine Geschäftsordnung, die der Zustimmung der Gesellschafterversammlung bedarf. Gesellschafterversammlung Jährlich sind zwei ordentliche Gesellschafterversammlungen durchzuführen. Eine Gesellschafterversammlung ist beschlussfähig, wenn 75% des Stammkapitals vertreten sind. Sind weniger als 75% des Stammkapitals vertreten, ist unter Beachtung der Einberufungsvoraussetzungen unverzüglich eine neue Gesellschafterversammlung mit gleicher Tagesordnung einzuberufen. 133 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Umlaufvermögen I. Bilanzsumme Aktiva I. 2012 2013 182 347 293 182 347 293 182 347 293 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände A. 2011 Eigenkapital 25 14% 25 7% 25 9% Gezeichnetes Kapital 25 14% 25 7% 25 9% B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten 128 70% 129 37% 171 58% 29 16% 193 56% 97 33% Bilanzsumme Passiva 182 347 293 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 2.589 2.510 2.468 5 4 19 Betriebsleistung 2.594 2.514 2.487 Personalaufwand 2.385 2.362 2.317 151 121 121 58 31 48 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3 1 2 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4 2 5 Finanzergebnis -1 -1 -3 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 57 30 45 Gewinnabführung 57 30 45 0 0 0 sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebserfolg Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine unmittelbare Verbindung zum städtischen Haushalt besteht nicht. Mittelbar ist der Haushalt der Stadt Aachen über Ergebnisübernahmeverträge innerhalb des EVA - Konzerns und eine entsprechende Ausschüttung der EVA an die Stadt Aachen betroffen. Lagebericht A. Grundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft wurde im Oktober 2005 gegründet und nahm zum 1. Januar 2006 ihre Geschäftstätigkeit auf. Alleinige Gesellschafterin ist die Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft, Aachen, (STAWAG). Das Tätigkeitsgebiet der STAWAG Abwasser GmbH (STAWAG Abwasser) liegt in der Erbringung von Personaldienstleistungen an die Gesellschafterin im Rahmen ihrer Aufgabe zur Betriebsführung des städtischen Abwasserkanalnetzes. B. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2013 mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 45.204,42 Euro ab. 134 Im Verlauf des Geschäftsjahres gab es keinerlei Ereignisse oder Besonderheiten, die die Entwicklung der Gesellschaft negativ beeinflussten. Das im Vergleich zur Planung sowie zum Vorjahr höhere Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. 2. Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung des Unternehmens wird als finanzieller Leistungsindikator das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, der für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung ist, herangezogen. Leistungsindikator Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Plan 2013 Ist 2013 26.482,00 EUR 45.204,42 EUR 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Das Eigenkapital wurde in gesetzlich vorgeschriebener Höhe mit 25.000,00 Euro von der Gesellschafterin eingezahlt. Die Organisation der Gesellschaft ist sehr schlank strukturiert. Sie besitzt kein Anlagevermögen. Die administrativen Aufgaben werden, soweit erforderlich, weitestgehend von der Gesellschafterin und der Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Aachen, Aachen, (E.V.A.) als Dienstleistung erbracht. Die von der STAWAG Abwasser erbrachte operative Dienstleistung für die STAWAG wird auf der Basis sämtlicher monatlich angefallener Aufwendungen wiederum der alleinigen Auftraggeberin STAWAG monatlich in Rechnung gestellt. Die Liquidität ist hierdurch gesichert. Die Bilanzsumme in Höhe von 293.491,20 Euro (Vorjahr: 346.783,51 Euro) ist im Geschäftsjahr 2013 aufgrund der geringeren Forderung aus Cash-Pool-Guthaben gegen die E.V.A. um 53.292,31 Euro zurückgegangen. Die Gesellschaft ist in die Konzernfinanzierung der E.V.A. eingebunden. Die Finanzmittel werden über den Cash-Pool der E.V.A. bereitgestellt. Forderungen gegen die Gesellschafterin werden mit den entsprechenden Verbindlichkeiten verrechnet und sind in den passivierten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin enthalten. Wegen der Teilnahme am Konzern-Cash-Peeling der E.V.A. sind in 2013, ebenso wie im Vorjahr, keine liquiden Mittel bei der STAWAG Abwasser vorhanden. Es handelt sich bei der Gesellschaft um eine reine Dienstleistungsgesellschaft, die sämtliche Einrichtungen der Gesellschafterin nutzt. Auf Anlagevermögen mit technischen Einrichtungen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde ganz verzichtet. Der Finanzbedarf wird daher weitestgehend durch die Höhe der Personalkosten bestimmt. Aufgrund der monatlichen Weiterberechnung aller erbrachten Leistungen an die Gesellschafterin erhält die STAWAG Abwasser die hierfür erforderlichen Finanzmittel. Alle Leistungen und Aufwendungen werden zuzüglich eines Gewinnaufschlags weiterberechnet. Dies führt zu einem positiven Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Das Geschäftsjahr 2013 konnte aufgrund dieser Umstände, wie erwartet, positiv abgeschlossen werden. Erfreulicherweise wurde im Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis in Höhe von 45 Teuro erzielt, das an die Gesellschafterin abgeführt werden konnte. Prognostiziert war lediglich ein Ergebnis in Höhe von 26 TEuro. Die Ergebnissteigerung von 19 Teuro resultiert im Wesentlichen mit etwa 18 TEuro aus der teilweisen Auflösung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen. Im Weiteren ergeben sich im Geschäftsjahr 2013 gegenüber der Planungsrechnung in allen Positionen sowohl kleinere positive als auch negative Abweichungen, die sich insgesamt aber weitestgehend aufheben. 4. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge oder Ereignisse eingetreten, die das im vorliegenden Abschluss vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft beeinflussen. 5. Prognosebericht einschließlich Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Gesellschafterin hat zum 1. Januar 2006 die Betriebsführung des städtischen Abwasserkanalnetzes von der Stadt Aachen übernommen und hierzu einen Betriebsführungsvertrag abgeschlossen, der frühestens - vorbehaltlich eines außerordentlichen Kündigungsrechtes in besonderen Fällen bei Verstößen - zum 31. Dezember 2025 gekündigt werden kann. Hierdurch sind der Perso135 naleinsatz und damit die Dienstleistung der STAWAG Abwasser langfristig gesichert. Der am 15. Dezember 2005 zwischen STAWAG und STAWAG Abwasser GmbH geschlossene Dienstleistungsvertrag richtet sich gern. § 4 nach der Laufzeit dieses zwischen der STAWAG und der Stadt Aachen abgeschlossenen Betriebsführungsvertrags. Da die von der Gesellschafterin im Rahmen dieses Betriebsführungsvertrags, zu erbringenden Leistungen maßgeblich durch das Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt Aachen beeinflusst werden, sind Risiken hinsichtlich Wartung und Instandhaltung sowie Erneuerung und Erweiterung des Abwasserkanalnetzes, also der Geschäftstätigkeit im Allgemeinen, auch in den kommenden Geschäftsjahren nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind für die Zukunft auch nicht erkennbar. Dies führt dazu, dass für das Geschäftsjahr 2014 wieder ein Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von etwa 25 TEuro (2013: 45 TEuro) auf dem Niveau früherer Geschäftsjahre erwartet wird. 136 STAWAG Energie GmbH Aachen Allgemeine Angaben Firma STAWAG Energie GmbH Sitz Lombardenstr. 12-22, 52070 Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 1999 Gesellschafter Stadtwerke Aachen AG (100%) Geschäftsführer Frank Brösse Dirk Gottschalk Gremien Gesellschafterversammlung, Beirat Stammkapital 3.000.000,00 EUR Mitarbeiter 30 (Vorjahr 26) (Durchschnitt) Internet www.stawag.de Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Anlagen zur Energieumwandlung, das Halten von Beteiligungen an Anlagen zur Energieumwandlung sowie die Verwertung der in den Anlagen erzeugten Energie für den Gesellschafter. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die geeignet sind, dem Gesellschaftszweck mittelbar oder unmittelbar zu dienen. Die Tätigkeiten der Gesellschafter auf dem Gebiet der Energiedienstleistungen bleiben davon unberührt. Die Gesellschaft kann Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art gründen, pachten, erwerben, sich an solchen Unternehmen beteiligen, die Geschäftsführung und Vertretung derselben übernehmen, Zweigniederlassungen errichten sowie sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen. Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Außerdem kann ein stellvertretender Geschäftsführer im Sinne des§ 44 GmbHG bestellt werden. Beirat Zur Beratung von Maßnahmen der Geschäftsführung kann die Gesellschafterversammlung einen Beirat bestellen, der aus drei sachverständigen Mitgliedern besteht, von denen mindestens eines Angehöriger der steuerberatenden Berufe sein soll. Mindestens ein Mitglied wird gemäߧ 113 Absatz 2 GO NRW vom Rat der Stadt Aachen bestellt. Gesellschafterversammlung Jeder Gesellschafter entsendet ein Mitglied in die Gesellschafterversammlung. Alleiniger Gesellschafter ist die Stadtwerke Aachen AG (STAWAG). 137 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände III. Wertpapiere (Anteile an verb. Untern.) 2011 2012 2013 35.036 77% 41.144 54% 62.218 78% 3 3 1 0% 0% 0% 12.368 27% 12.515 16% 11.566 14% 22.665 50% 28.626 37% 50.651 63% 10.713 23% 35.166 46% 17.507 22% 1.708 4% 2.105 1.847 2% 1.209 2% 5% 21.614 28% 7.251 9% 6.900 15% 11.701 15% 9.046 11% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten 0% 4 0% 0 0% 37 0% 40 0% 74 0% Bilanzsumme Aktiva 45.785 76.350 79.799 A. 29.784 65% 37.546 49% 47.950 60% Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten 3.000 7% 26.784 58% 1.140 2% 3.000 4% 34.546 45% 1.251 2% 3.000 4% 44.950 56% 2.317 3% 14.862 32% 37.553 49% 29.533 37% 45.785 76.350 79.799 2011 2012 2013 13.425 13.759 16.157 422 1.999 2.911 Betriebsleistung 13.847 15.758 19.068 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 10.059 11.127 12.139 Personalaufwand 1.208 1.875 2.269 Abschreibungen 1.125 1.468 1.724 Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.809 1.729 2.371 -353 -441 565 40 817 346 Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0 0 448 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 850 824 386 1.116 1.425 Finanzergebnis -346 551 193 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -699 109 758 0 0 0 -759 -732 -470 60 842 1.228 0 0 0 Bilanzsumme Passiva Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Betriebserfolg Erträge aus Beteiligungen Zinsen und ähnliche Aufwendungen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Gewinnabführung Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 138 1 Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine unmittelbare Verbindung zum städtischen Haushalt besteht nicht. Mittelbar ist der Haushalt der Stadt Aachen über Ergebnisübernahmeverträge innerhalb des EVA - Konzerns und eine entsprechende Ausschüttung der EVA an die Stadt Aachen betroffen. Lagebericht 1. Grundlagen des Unternehmens Mit der STAWAG Energie GmbH etabliert die STAWAG als eines von wenigen Energieunternehmen in Deutschland eine eigene Projektentwicklungsgesellschaft für erneuerbare Energien, welche die komplette Wertschöpfungskette von der Auswahl geeigneter Standorte über Planung, Entwicklung bis hin zu Bau und Betriebsführung abdeckt. Die Gesellschaft ist in den Bereichen Windenergie, Photovoltaik, Biomasse und Kraft-Wärme-Kopplung tätig. Darüber hinaus werden den Kunden Contracting-Modelle angeboten. Die STAWAG Energie GmbH ist hundertprozentige Tochter der Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft (STAWAG). Das Geschäftsjahr umfasst das Kalenderjahr. Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 gelten für die Gesellschaft die nachfolgenden Rechtsverhältnisse: Rechtsverhältnisse zum 31.12.2013 Firma STAWAG Energie GmbH Sitz Aachen Handelsregister Amtsgericht Aachen HRB 7739 Gesellschafter Stadtwerke Aachen AG, Aachen Gezeichnetes Kapital EUR 3.000.000 Gegenstand Betrieb von Anlagen zur Energieumwandlung, Halten von Beteiligungen an Anlagen zur Energieumwandlung sowie die Verwertung der in den Anlagen erzeugten Energie für den Gesellschafter Geschäftsführer Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Frank Brösse, Aachen Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dirk Gottschalk, Steinhagen Geschäftsadresse Lombardenstraße 12-22, 52070 Aachen Finanzamt Aachen Steuernummer 201/5931/1121 Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland schreitet weiter voran. Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil regenerativer Energien an der Gesamtenergieproduktion um 6 Prozent gestiegen. In der Stromerzeugung hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz einen großen Anteil an dieser Entwicklung und galt daher lange in seiner Grundidee international als vorbildlich. Hier konnte der Anteil an der gesamten Stromproduktion um 5 Prozent auf 147,2 Mrd. KWh gesteigert werden. Der zweitgrößte Energieträger ist die Windenergie mit einem Anteil von 15 Prozent, während die Sonnenenergie (Photovoltaik und Solarthermie) einen Anteil von 11 Prozent an der gesamten regenerativen Energieproduktion hat. Zu 12 Prozent ist Biogas Bestandteil der Gesamtenergieproduktion im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung ist auch 2013 weiter gewachsen und beträgt nach vorläufigen Berechnungen rund 24 Prozent. Trotz des eher schwachen Windangebotes im Geschäftsjahr haben der weitere Ausbau der Windenergie und ein windstarker Dezember nach vorläufigen Berechnungen mit über 53 Mrd. KWh zur Stromproduktion beigetragen. Bei allen positiven Effekten der Energiewende bewirkten jedoch der massive Anstieg der EEGUmlage und die damit (trotz sinkenden Strompreises) verbundenen Preissteigerungen für den Endverbraucher eine Diskussion um die weitere Entwicklung des EEG. Aktuell werden auf Basis eines Gesetzentwurfes Möglichkeiten zur Novellierung des EEG diskutiert. Die Kabinettsbeschlüsse 139 zur EEG-Novelle durchlaufen derzeit das parlamentarische Verfahren, das reformierte EEG soll zum 1. August 2014 in Kraft treten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in eigenen Anlagen 46 GWh thermische und 34 GWh elektrische Energie erzeugt. Die Beteiligungen der STAWAG Energie produzierten darüber hinaus rund 205 GW elektrische Energie. Während die PV- und Windenergieanlagen aufgrund der Witterung 2 Prozent weniger Strom als im Vorjahr produzierten, stiegen insbesondere aufgrund des kalten Jahresbeginns 2013 die Wärme- und damit die Stromproduktion in den Blockheizkraftwerken um 9 Prozent bzw. 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft das bestehende Anlagenportfolio um eine Solaranlage und ein BHKW ergänzt. Über Beteiligungsgesellschaften wurden fünf Windparks mit einer Gesamtleistung von 48 MW errichtet. Zwei weitere Windparks, die eine Gesamtleistung von 25 MW haben werden, waren zum Jahresende im Bau. Auch aufgrund der erfolgreichen Weiterveräußerung von Beteiligungsanteilen an Projektgesellschaften lag das Ergebnis der Gesellschaft mit 1,2 Mio. Euro um über 0,3 Mio. Euro über den Erwartungen. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung des Unternehmens werden die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen: • Erzeugte Energie (eigene Anlagen): thermische und elektrische Energie, die in den Anlagen der Gesellschaft erzeugt wird (d.h. ohne Beteiligungen) • Gesamtleistung: Umsatzerlöse mit konzernverbundenen Unternehmen sowie mit konzernfremden Dritten, sonstige betriebliche Erträge (vor allem aus dem Verkauf von Anteilen an verbundenen Unternehmen) sowie zu einem geringen Anteil Bestandsveränderungen • Betriebsergebnis • Jahresüberschuss (incl. Erträgen aus Beteiligungen) • Cashflow I: Jahresüberschuss vor Gewinnabführung zzgl. Abschreibungen • Cashflow II: Cashflow I zzgl. Veränderung der Rückstellungen In der nachfolgenden Tabelle sind die Plan- und Istwerte gegenübergestellt und sowohl absolute als auch prozentuale Abweichungen aufgeführt: Plan 2013 Ist 2013 Abw. Erzeugte Energie 74 GWh 80 GWh 6 GWh 8% Gesamtleistung 19.361 TEUR 19.068 TEUR -293 TEUR -2% Betriebsergebnis 377 TEUR 565 TEUR 188 TEUR 50% Jahresüberschuss 849 TEUR 1.228 TEUR 379 TEUR 45% Cashflow I 2.276 TEUR 2.952 TEUR 676 TEUR 30% Cashflow II 2.299 TEUR 4.017 TEUR 1.719 TEUR 75% Die Energieproduktion liegt vor allem aufgrund erhöhter Produktion in den Blockheizkraftwerken um 8 Prozent über der Planung. Die Gesamtleistung liegt um rund 2 Prozent unter dem Planwert für das abgelaufene Geschäftsjahr. Aufgrund von Projektverzögerungen konnten Erträge nicht mehr im Geschäftsjahr 2013 realisiert werden. Dennoch konnte aufgrund deutlich unter Plan liegender sonstiger betrieblicher Aufwendungen ein um 50 Prozent gegenüber dem Plan erhöhtes Betriebsergebnis erreicht werden. Der vor Gewinnabführung an den Gesellschafter ausgewiesene Jahresüberschuss liegt mit 1.228 TEuro um 45 Prozent über der ursprünglichen Planung. 140 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr (13.763 TEuro) um 17 Prozent auf 16.151 TEuro angestiegen. Witterungsbedingt wurde in den Blockheizkraftwerken deutlich mehr Wärme als im Vorjahr produziert, zugleich stieg die Stromproduktion aus den BHKWs deutlich an. Die Erlöse aus der Biogaseinspeisung stiegen um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr (3.246 TEuro) auf nunmehr 3.675 TEuro. Neben dem Geschäft mit Bestandsanlagen ist die STAWAG Energie GmbH zunehmend als Projektentwickler vor allem im Windenergiebereich tätig. Durch den Verkauf von Anteilen an erworbenen bzw. selbst entwickelten Wind- und Solarparks werden entsprechende Erlöse realisiert. So wurden durch die Veräußerung von Anteilen an verbundenen Unternehmen sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 2.704 TEuro (+833 TEuro gegenüber dem Vorjahr) erwirtschaftet. Weitere Steigerungen in anderen Bereichen führten dazu, dass die sonstigen betrieblichen Erträge im abgelaufenen Jahr um 46 Prozent auf 2.911 TEuro (Vorjahr: 1.999 TEuro) gestiegen sind. Insgesamt erhöhte sich die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge) der STAWAG Energie GmbH gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent von 15.758 TEuro auf nunmehr 19.068 TEuro. Entsprechend der erhöhten Produktion in den Blockheizkraftwerken erhöhten sich die Materialeinsatzkosten gegenüber dem Vorjahr um 1.090 TEuro auf 10.262 TEuro (Vorjahr: 9.171 TEuro), während die Aufwendungen für bezogene Leistungen (vor allem Betriebsführungskosten und Netzentgelte) knapp unter Vorjahresniveau liegen (2013: 1.877 TEuro, 2012: 1.956 TEuro). Aus dem planmäßigen Ausbau eigener Projektentwicklungskapazitäten resultierten gegenüber dem Vorjahreswert (1.875 TEuro) höhere Personalkosten von 2.269 TEuro im Geschäftsjahr 2013. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 642 TEuro auf 2.371 TEuro gestiegen. Neben Kosten für avifaunistische Gutachten im Rahmen unserer Projektentwicklung sind erstmals Rückstellungen für Gewerbesteuerlasten in Höhe von 288 TEuro aufwandswirksam erfasst, die die STAWAG Energie GmbH in Zusammenhang mit dem Verkauf von Anteilen zu tragen hat. Insgesamt konnte das Betriebsergebnis der STAWAG Energie GmbH im abgelaufenen Jahr um 1.006 TEuro auf 565 TEuro (Vorjahr: -441 TEuro) gesteigert werden, wozu die Anteilsverkäufe und die gestiegene Wärme- und Stromproduktion in den Blockheizkraftwerken maßgeblich beitrugen. Das Beteiligungsergebnis Beträgt 346 TEuro. Neben der STAWAG Solar GmbH mit einem anteiligen Ergebnis in Höhe von 254 TEuro tragen zwei weitere Beteiligungen mit 92 TEuro zum Ergebnis des Geschäftsjahres bei. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens konnten mit der Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG in Höhe von 448 TEuro erzielt werden. Die Zinsaufwendungen weisen einen Anstieg um 309 TEuro auf 1.425 TEuro auf (Vorjahr: 1.116 TEuro). Davon betreffen 850 TEuro (Vorjahr: 1.000 TEuro) verbundene Unternehmen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge liegen mit 824 TEuro (Vorjahr: 850 TEuro) nahezu auf Vorjahresniveau und resultieren ebenfalls aus der Gewährung von Gesellschafterdarlehen. Der Ertrag aus sonstigen Steuern lag im abgelaufenen Jahr um 263 TEuro unter dem des Vorjahres (732 TEuro). Hier werden vor allem Energiesteuerrückerstattungen bilanziert. Aufgrund von Änderungen in der steuerrechtlichen Behandlung der Energiesteuern hat sich die Rückzahlung eines Teils der Erstattung auf das Folgejahr verzögert. Insgesamt erwirtschaftete die STAWAG Energie GmbH somit für das Geschäftsjahr 2013 einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 1.228 TEuro. Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2012 mit einem Jahresüberschuss von 842 TEuro ist damit ein Anstieg um 386 TEuro erzielt worden. Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Aufgrund der Vergütung des eingespeisten Stroms durch den jeweiligen Netzbetreiber sind Forderungsausfälle i.d.R. nicht zu erwarten. Dasselbe gilt für Lieferungen z.B. von Gas an das Mutterunternehmen. 141 Zum 31. Dezember 2013 verfügt die Gesellschaft über Forderungen von insgesamt 7.251 TEuro. Gegenüber dem 31. Dezember 2012 konnten die Forderungen damit signifikant um 14.362 TEuro reduziert werden, was vor allem aus der planmäßigen Rückführung von gewährten Gesellschafterdarlehen resultiert. Vermögenslage lm Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 hat sich die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2013 von 76.350 TEuro um 3.449 TEuro auf 79.799 TEuro (+5 Prozent) erhöht. lm abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft das bestehende Anlagenportfolio um eine Solaranlage und ein BHKW ergänzt. Aufgrund der Abschreibung ist das Sachanlagevermögen in diesem Zeitraum um 949 TEuro auf 11.566 TEuro gesunken. Große Projekte werden aus finanztechnischen Gründen in eigenen Projektgesellschaften geführt, so dass das Finanzanlagevermögen 2013 um 22.025 TEuro auf 50.651 TEuro gestiegen ist. Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahresstichtag um 638 TEuro auf 1.209 TEuro gesunken, was vor allem auf den Verbrauch von Biogas in den Blockheizkraftwerken zurückzuführen ist. Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden Geschäftsanteile ausgewiesen, die zur Veräußerung anstehen. Die STAWAG Energie GmbH beabsichtigt weiterhin, Anteile an verbundenen Unternehmen zu veräußern. Der Kassenbestand blieb aufgrund des Cash-Poolings im Konzernverbund auf niedrigem Niveau. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag (40 TEuro) leicht um 33 TEuro und beinhaltet im Wesentlichen vorausgezahlte Mieten und Versicherungen. Auf der Kapitalseite ergeben sich die folgenden Veränderungen: lm abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zur Projektfinanzierung vom Gesellschafter 10.403 TEuro in die Kapitalrücklage eingestellt, so dass sich das Eigenkapital um 28 Prozent von im Vorjahr 37.546 TEuro auf 47.950 TEuro zum Bilanzstichtag erhöhte. Die Eigenkapitalquote stieg dadurch im Berichtsjahr von 49 Prozent auf 60 Prozent zum 31. Dezember 2013. Die Rückstellungen wuchsen gegenüber dem Vorjahr (1.252 TEuro) auf 2.317 TEuro zum 31.12.2013. Hier schlagen z.B. Gewerbesteuerlasten, die die STAWAG Energie GmbH erstmals in Zusammenhang mit dem Verkauf von Anteilen zu tragen hat, zu Buche. Die Verbindlichkeiten wurden gegenüber dem Vorjahresende (37.553 TEuro) um 8.020 TEuro verringert. Neben der planmäßigen Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen wurde ein im Konzernverbund erhaltenes Gesellschafterdarlehen durch ein externes Darlehen abgelöst. Dadurch erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 15.096 TEuro auf 15.324 TEuro (Vorjahresstichtag: 227 TEuro). Zusammenfassend stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der STAWAG Energie GmbH als geordnet dar. Die Gesellschaft hat den im Gesellschaftsvertrag vorgegebenen Zweck "Betrieb von Anlagen zur Energieumwandlung, Halten von Beteiligungen an Anlagen zur Energieumwandlung sowie die Verwertung der in den Anlagen erzeugten Energie für den Gesellschafter" im Geschäftsjahr voll erfüllt. Die Geschäftsführung der STAWAG Energie GmbH wertet die Gesamtentwicklung des Geschäftsjahres 2013 in einem teilweise schwierigen Marktumfeld als positiv und sieht die Erwartungen als übertroffen an. 2. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. 142 3. Prognosebericht Die folgenden Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Planung von Bedeutung sind, werden nachstehend für die Jahre 2014 und 2015 prognostiziert. An der Entwicklung dieser Kennzahlen bemessen sich die Zukunftsaussichten. Plan 2014 Plan 2015 Erzeugte Energie 76 GWh 75 GWh Gesamtleistung 19.224 TEUR 19.095 TEUR Betriebsergebnis 964 TEUR 1.809 TEUR Jahresüberschuss 2.794 TEUR 3.969 TEUR Cashflow I 4.470 TEUR 5.435 TEUR Cashflow II 4.587 TEUR 5.461 TEUR lm Jahr 2014 plant die Gesellschaft, eine Gesamtleistung in Höhe von 19.224 TEuro und im Geschäftsjahr 2015 eine Gesamtleistung in Höhe von 19.095 TEuro zu erreichen. Hauptfokus liegt auch im kommenden Geschäftsjahr auf dem Bereich der Windenergie, in dem wir beabsichtigen, in Kooperation mit der STAWAG Solar GmbH Windparks mit einer Gesamtleistung von 80 MW zu errichten. Aus der Projektentwicklung sowie dem Verkauf von Gesellschaftsanteilen erwarten wir dabei im kommenden Geschäftsjahr Erlöse in Höhe von gut 4,5 Mio. Euro. Hinsichtlich der Energieproduktion in den PV-Anlagen der Gesellschaft gehen wir von einem durchschnittlichen Sonnenjahr aus. Ebenso ist der in den Heizzentralen und BHKWs erzeugten Wärme ein durchschnittliches Verbrauchsjahr unterstellt. Die Vergütung des eingespeisten Stroms erfolgt nach dem Erneuerbare Energien Gesetz und ist damit keinen Schwankungen unterworfen. Kostensteigerungen sind in adäquatem Maße in den Planungen berücksichtigt. Die Energieproduktion ohne die Produktion in den Beteiligungen wird auf Höhe des Plans für das vergangene Geschäftsjahr erwartet. Dementsprechend gehen wir für 2014 von einem auf 964 TEuro gestiegenen Betriebsergebnis aus. Aufgrund der Erlöse der Beteiligungen der STAWAG Energie GmbH rechnet die Gesellschaft für das kommende Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss vor Gewinnabführung an den Gesellschafter in Höhe von 2.794 TEuro. 4. Chancen-/Risikobericht Die STAWAG Energie GmbH ist in das konzernweite Risiko-Management-System der E.V.A. eingebunden. Zusätzlich werden ausgewählte Geschäftsvorgänge durch die Revision des Konzerns überprüft. Mit diesem Instrumentarium werden nach Art und Umfang Frühwarnsignale definiert und bestandsgefährdende Risiken erkannt. Als Ergebnis der Risikoinventur liegen für 2013 keine den Unternehmensbestand gefährdenden Risiken vor. Der Trianel Windpark Borkum befindet sich seit Sommer 2013 in der abschließenden Bauphase. Zum 17. Januar 2014 sind 17 von 40 Windenergieanlagen errichtet, die Errichtung der 18. und 19. Anlage ist bis auf den Rotorstern abgeschlossen. Auch die Innerparkverkabelung hat gute Fortschritte gemacht, 26 Kabel sind verlegt, 10 Anlagen sind komplett angeschlossen. Obwohl für alle wesentlichen ausstehenden Schritte davon auszugehen ist, dass sie technisch und organisatorisch umgesetzt werden können, ist es nach Einschätzung der STAWAG Energie GmbH derzeit trotz des Baufortschritts nicht möglich, eine Reduzierung des Risikos zu begründen. Die Erfahrungen zeigen, dass zusätzlich zur hohen Wetterabhängigkeit auch weiterhin technische Probleme auftauchen können, die die Fertigstellung zwar nicht verhindern, aber die Kosten zur Fertigstellung des Windparks weiter erhöhen können. Aufgrund dessen wird die STAWAG Energie GmbH auch weiterhin keine Zuschreibung des im Geschäftsjahr 2009 abgeschriebenen Beteiligungsansatzes vornehmen. Die an den bislang errichteten Windenergieanlagen verfügbaren Messdaten sind jedoch ein Indiz dafür, dass die bisherigen Betrachtungen zu konservativ angelegt waren und die Winderträge des fertig gestellten Parks über den bisherigen Planungen liegen könnten. Alle technischen Anlagen der STAWAG Energie GmbH unterliegen dem allgemeinen Anlagenausfallrisiko bzw. dem Risiko unerwarteter Stillstände. Risiken über das betriebsübliche Maß hinaus sind bei den derzeit installierten Anlagen nicht erkennbar. Darüber hinaus ist die Ertragssituation in bekanntem Maße wetterabhängig (Photovoltaik und Wind in Bezug auf den produzierten Strom, Wärme- und Blockheizkraftwerke hinsichtlich der vom Endverbraucher abgerufenen Energie). Durch den Erzeugungsmix sowie eine Diversifikation der Anlagenstandorte auch außerhalb 143 Aachens wird diese Wetterabhängigkeit teilweise vermindert. Im Rahmen der technischen Betriebsführung überwachen wir und die von uns beauftragten Unternehmen die Anlagen täglich, Wartungsintervalle erfolgen entsprechend den Vorgaben der Anlagenhersteller, so dass das Anlagenausfallrisiko minimiert wird. Im Rahmen der Planung gehen wir von einem durchschnittlichen Verbrauchs-/Produktionsjahr aus. Diese Planung bietet neben dem Risiko wetterbedingt niedriger Erträge zugleich die Chance, dass die Planungen in einzelnen Jahren übertroffen werden können. Der überwiegende Teil unserer Energieproduktion erfolgt nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und wird mit im Konzern verbundenen Unternehmen bzw. mit dem jeweiligen Netzbetreiber abgerechnet. Mit einem Ausfall unserer Forderungen ist daher nicht zu rechnen. Bei den stromproduzierenden Anlagen ist der Netzbetreiber zur Abnahme des Stroms verpflichtet, so dass die Vergütung des Stroms keinen verbrauchsabhängigen Schwankungen unterliegt. Preisänderungsrisiken sind wir erst ab dem Zeitpunkt ausgesetzt, ab dem die auf 20 Jahre gesetzlich geregelte Einspeisevergütung entfällt. Beschaffungsseitigen Preisänderungsrisiken sind wir im betriebsüblichen Maße ausgesetzt. Das zuvor Gesagte gilt in gleichem Maße für die Beteiligungen der STAWAG Energie. Diese sind zum überwiegenden Teil fremdfinanziert und damit grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko unterworfen. Bei der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit des jeweiligen Projekts wird jedoch bereits eine Steigerung des aktuell niedrigen Zinsniveaus angenommen, so dass der Effekt zukünftiger Zinssteigerungen in ausreichendem Maße berücksichtig ist. Die Gesellschaft trägt das allgemeine Projektentwicklungsrisiko. Aufgrund externer Faktoren, die von der STAWAG Energie nur teilweise beeinflussbar sind, kann sich im Laufe eines Projektes herausstellen, dass dieses technisch nicht realisierbar ist bzw. eine Realisierung unwirtschaftlich sein würde und daher die Entwicklung abgebrochen werden muss. Des Weiteren können bei realisierten Projekten unerwartete behördliche Auflagen zu Ertragsverlusten führen. Behördliche Auflagen und Verzögerungen im Genehmigungsprozess können dazu führen, dass Projekte nicht im geplanten Zeitrahmen umgesetzt werden können. Daher besteht ein hohes Risiko, dass Erträge aus der Projektentwicklung erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden können. Während die Bestandsanlagen der STAWAG Energie GmbH bzw. der zugehörigen Beteiligungen hinsichtlich des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) Bestandsschutz genießen, hat sich die aus CDU, CSU und SPD bestehende Regierungskoalition im Koalitionsvertrag der 18. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages auf eine Reihe von Vorgaben zur Reform des EEG verständigt, durch die der Strompreis für den Endverbraucher stabilisiert werden soll. Angestrebt wird eine Reform mit dem Ziel einer Verabschiedung im Bundestag im Sommer 2014. Von der endgültigen Ausgestaltung der Reform wird es abhängen, ob die von der Regierungskoalition angestrebten Ziele erreicht werden und wie groß die Perspektive im Bereich der Erneuerbaren Energien in Zukunft sein wird. Die wirtschaftlichen Erfolge, die die STAWAG Energie erwartet, übersteigen die zuvor dargestellten Risiken. Insgesamt wird mit einer positiven Entwicklung für 2014 gerechnet. 144 Exkurs: Die Projektgesellschaften der STAWAG Energie GmbH Mit der Gründung der „STAWAG Energie GmbH“ im Jahr 2003 etabliert die STAWAG als eines von wenigen Energieunternehmen in Deutschland eine eigene Projektentwicklungsgesellschaft für erneuerbare Energie - Anlagen, die die komplette Wertschöpfungskette von der Auswahl geeigneter Standorte über Planung, Entwicklung und Finanzierung bis hin zu Bau und Betriebsführung betreut. Sie ist eine 100-prozentige Tochter der STAWAG und zieht eine erfolgreiche Bilanz für die ersten zehn Jahre ihres Bestehens. Zum Unternehmen gehören mittlerweile Stromerzeugungsanlagen (Beteiligungen anteilig gerechnet) mit einer Gesamtleistung von gut 130 Megawatt. Das Portfolio der STAWAG Energie: Leistung Jahresproduktion Versorgte Haushalte Photovoltaik 61 MW el 61 GWh el 17.300 Turnow-Preilack Giebelstadt Windenergie onshore 54 MW el 123 GWh el 35.200 Hunsrück Windenergie offshore 10 MW el 40 GWh el 11.400 Windpark Borkum (Trianel) Bio-Erdgas 10 MW Gas BHKW 6 MW el Wärme 4 MW therm Wasser 0,25 MW el Summe 131,25 MW el Beispiele Kerpen, Straelen 24 GWh el 6.800 1.700 Roetgen 1 GWh el 350 Schmithof Aachen 249 GWh el 72.750 145 Anteile der STAWAG Energie an verbundenen Unternehmen: Gesellschaft Sitz Anteil Eigenkapital (EUR) Jahresergebnis (EUR) STAWAG Energie Komplementär GmbH Aachen 100% 26.677 8.147 Solaranlage Giebestadt II GmbH & Co.KG Aachen 90% 7.510.857 364.165 Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG Aachen 59% 6.007.149 350.054 Solarpark Gödenroth GmbH & Co. KG Aachen 100% 690.753 37.553 Solarpark Ilbesheim GmbH & Co.KG Aachen 100% 1.031.033 91.764 Windpark Laudert GmbH & Co. KG Aachen 100% 2.392.053 22.571 Solar Power Turnow West I GmbH & Co. KG Wörrstadt 100% 3.156.793 -15.912 Solar Power Turnow West II GmbH & Co. KG Wörrstadt 100% 3.259.152 70.637 Infrastruktur Turnow West GmbH & Co. KG Wörrstadt 100% 0 102.316 Seit 2008 engagiert sich die STAWAG Energie verstärkt im Bereich der Erzeugung von regenerativem Strom aus Photovoltaik und Windkraft. Die regenerativen Energieprojekte werden überwiegend in Zweckgesellschaften abgebildet, d.h. in Gesellschaften, die eigens für ein abgrenzbares Photovoltaik/Windpark-Projekt gegründet werden. Dies erfolgt meistens in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG, da diese Rechtsform günstige und sichere Finanzierungsmöglichkeiten bietet und das finanzielle Risiko dadurch beschränkt wird. Hauptrisiko und zugleich auch die Hauptchance besteht für die Gesellschaften in wechselhaftem Wind- bzw. Sonnenertrag. Entsprechende Gutachten im Vorfeld der Projektierungen liefern hier eine seriöse Basis für die jeweilige Risiko- bzw. Potentialeinschätzung. Aktuell produziert die STAWAG Energie rund 250 Millionen Kilowattstunden grünen Strom in eigenen Anlagen, gemeinsam mit Partnern sind es über 400 Millionen kWh jährlich. In Planung befinden sich Anlagen mit einer Gesamtleistung von 500 MW. Somit wird intensiv an dem strategischen Ziel der STAWAG Energie gearbeitet, bis 2020 pro Jahr 600 Millionen Kilowattstunden aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. 146 STAWAG Netz GmbH Aachen Allgemeine Angaben Firma STAWAG Netz GmbH (Umfirmierung zum 01.10.2014 in INFRAWEST GmbH) Sitz Lombardenstr. 12-22, 52070 Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 2004 Gesellschafter Stadtwerke Aachen AG (100%) Geschäftsführer Stefan Ohmen Gremien Gesellschafterversammlung Stammkapital 25.000,00 EUR Mitarbeiter 26 (Vorjahr 23) (Durchschnitt) Internet www.infrawest.de Gegenstand des Unternehmens Die STAWAG Netz GmbH ist seit dem 01.01.2005 die Betreiberin der Strom-, Gas-, Wasser-, Wärme- und Telekommunikationsnetze im Stadtgebiet Aachen und stellt diese allen Netznutzern diskriminierungsfrei zur Verfügung. Hierzu wurden sämtliche für den Netzbetrieb in Aachen erforderlichen Anlagen und Leitungen von der Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft, Aachen, (STAWAG) gepachtet. Zum 01.01.2014 hat die STAWAG Netz GmbH nunmehr auch den Stromnetzbetrieb in der Gemeinde Simmerath und der Stadt Monschau übernommen. Hierzu wurden entsprechende Pachtverträge mit den jeweiligen Eigentumsgesellschaften der STAWAG Infrastruktur Simmerath GmbH & Co. KG, Simmerath, und der STAWAG Infrastruktur Monschau GmbH & Co. KG, Monschau, geschlossen. Die STAWAG Netz GmbH ist neben allen Belangen der Netznutzung im Sinne einer dauerhaften Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit auch für die Instandhaltung, die Substanzerhaltung und die Weiterentwicklung der Versorgungsnetze und -anlagen zuständig. Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Die Geschäftsführer werden durch Gesellschafterbeschluss bestellt und abberufen. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so gibt sich die Geschäftsführung eine Geschäftsordnung, die der Zustimmung der Gesellschafterversammlung bedarf. Gesellschafterversammlung Die Rechte der Stadt Aachen aus der Gemeindeordnung des Landes NRW werden durch den Vorstand der Stadtwerke Aachen AG (STAWAG) in seiner Eigenschaft als Gesellschafter wahrgenommen, der seinerseits der Kontrolle durch den Aufsichtsrat und die Hauptversammlung der STAWAG unterliegt. 147 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. 2011 2012 2013 Anlagevermögen 92 1% 61 0% 45 0% I. Immaterielle Vermögensgegenstände 86 1% 57 0% 40 0% II. Sachanlagen 6 0% 4 0% 5 0% 0 0% 0 0% 0 0% 9.033 99% 48.573 100 14.200 100 0% 0 0% 0 0% 9.029 99% 48.573 100 14.200 100 III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände III. Wertpapiere 0 0 0% 0 0% 0 0% 4 0% 0 0% 0 0% 11 0% 25 0% 0 0% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. I. 48.659 14.246 Eigenkapital 25 0% 25 0% 25 0% Gezeichnetes Kapital 25 0% 25 0% 25 0% 4.150 9% 1.287 9% B. Rückstellungen 3.247 36% C. Verbindlichkeiten 5.864 64% D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 0 12.933 91% 0 0 0% 14.246 2011 2012 2013 115.789 128.106 133.906 1.894 754 454 Betriebsleistung 117.683 128.860 134.359 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 104.027 112.076 123.799 2.039 2.069 2.258 56 46 49 Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.475 20.366 19.919 Betriebserfolg -8.914 -5.697 -11.666 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7 126 0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32 509 364 -25 -383 -364 -8.939 -6.080 -12.030 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 -32 -14 sonstige Steuern 0 0 0 8.939 6.048 12.017 0 0 0 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Abschreibungen Finanzergebnis Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Erträge aus Verlustübernahme Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 9.136 0% 44.484 91% 48.659 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 148 9.136 0% Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine unmittelbare Verbindung zum städtischen Haushalt besteht nicht. Mittelbar ist der Haushalt der Stadt Aachen über Ergebnisübernahmeverträge innerhalb des EVA - Konzerns und eine entsprechende Ausschüttung der EVA an die Stadt Aachen betroffen. Lagebericht 1. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell und Unternehmensgegenstand Die STAWAG Netz GmbH ist seit dem 01.01.2005 die Betreiberin der Strom-, Gas-, Wasser-, Wärme- und Telekommunikationsnetze im Stadtgebiet Aachen und stellt diese allen Netznutzern diskriminierungsfrei zur Verfügung. Hierzu wurden sämtliche für den Netzbetrieb in Aachen erforderlichen Anlagen und Leitungen von der Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft, Aachen, (STAWAG) gepachtet. Zum 01.01.2014 hat die STAWAG Netz GmbH nunmehr auch den Stromnetzbetrieb in der Gemeinde Simmerath und der Stadt Monschau übernommen. Hierzu wurden entsprechende Pachtverträge mit den jeweiligen Eigentumsgesellschaften der STAWAG Infrastruktur Simmerath GmbH & Co. KG, Simmerath, und der STAWAG Infrastruktur Monschau GmbH & Co. KG, Monschau, geschlossen. Die STAWAG Netz GmbH ist neben allen Belangen der Netznutzung im Sinne einer dauerhaften Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit auch für die Instandhaltung, die Substanzerhaltung und die Weiterentwicklung der Versorgungsnetze und -anlagen zuständig. Die Regulierung des Netzzugangs und der Netznutzungsentgelte erfolgt für die Stromnetze durch die Bundesnetzagentur in Bonn und für das Gasnetz durch die Landesregulierungsbehörde NRW in Düsseldorf. Die STAWAG und die STAWAG Netz GmbH haben sich auch im Geschäftsjahr 2013 wieder an diversen Konzessionsvergabeverfahren beteiligt. Die STAWAG Netz GmbH nimmt in diesen Angeboten stets die Rolle des Strom- und/oder Gasnetzbetreibers im Rahmen des auch für das Netzgebiet Aachen praktizierten Pachtmodells ein. Im Geschäftsjahr 2013 konnte in diesem Zusammenhang gemeinsam mit der enewa GmbH, Wachtberg, ein neuer Konzessionsvertrag mit der Gemeinde Wachtberg zum Betrieb des Stromnetzes in Wachtberg geschlossen werden. Die Verhandlungen mit dem bisherigen Konzessionär zur Übernahme der Stromnetze dauern aktuell noch an. Parallel hat sich die STAWAG Netz GmbH auch noch an weiteren Konzessionsvergabeverfahren beteiligt, die allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen sind. Nachdem zum 01.01.2014 die Aufnahme des Stromnetzbetriebs in Simmerath und Monschau erfolgte, ist nach jetzigem Stand die Aufnahme des Netzbetriebs in weiteren Konzessionsgebieten durch die STAWAG Netz GmbH zum 01.01.2016 vorgesehen. Strategische Zielrichtungen Strategie der STAWAG Netz GmbH ist es hierbei durch die sukzessive Erweiterung des Versorgungsgebiets die Effizienzvorgaben der Regulierungsbehörden aus der Anreizregulierung erreichen und durch die Erschließung weiterer Synergiepotentiale künftig auch übertreffen zu können. Hierbei sind als weitere wesentliche Unternehmensziele die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit sowie die Erhaltung der Netzsubstanz und damit auch Sicherung einer im Rahmen der Anreizregulierung zugestandenen Kapitalverzinsung für die jeweiligen Eigentümer der von der STAWAG Netz GmbH betriebenen Netze zu beachten. Steuerungssysteme Zusätzlich zu einer einmal jährlich erstellten Unternehmensplanung, aus der resultierend quartalsweise Plan-Ist-Vergleiche mit Abweichungsanalysen und entsprechende Forecastrechnungen für den Gesellschafter erstellt werden, gibt es eine sehr tiefgehende Kostenrechnung mit einer Bottom-Up Planung auf Kostenstellenebene, deren Plan-Ist-Abweichungen monatlich an die Geschäftsführung berichtet werden. 149 Zusätzlich zu dieser Unternehmensplanung der STAWAG Netz GmbH ist die Gesellschaft auch für die Erstellung der maßnahmenscharfen Investitionsplanungen für die betriebenen Netze verantwortlich. Der Investitionsplan umfasst alle aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Investitionen dürfen von der STAWAG Netz GmbH grundsätzlich nur im Rahmen des genehmigten Plans initiiert werden. Für alle genehmigten Mittel sind entsprechende Planpositionen im SAP-System gepflegt. Bei Anforderung einer Investition über die Eröffnung eines Investitionsauftrages wird von der kaufmännischen Steuerung geprüft, ob eine Mitteldeckung in Höhe der vorliegenden Angebote besteht oder ggf. über Umschichtung oder Nachträge eine Deckung herbeigeführt werden muss. Über den Zeitraum der Erstellung der Investition erfolgt ein permanenter Controlling-Prozess gemeinsam mit dem dienstleistend für die STAWAG Netz GmbH tätigen Center Netzservice der STAWAG. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen, regulatorische Erlösobergrenzen Gemeinsam mit den Verordnungen über den Zugang zu den Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetzen (StromNZV und GasNZV) sowie den Verordnungen über die Entgelte für den Zugang zu den Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetzen (StromNEV und GasNEV) bilden die Verordnung über die Anreizregulierung der Energieversorgungsnetze (ARegV) und das zuletzt mit Datum vom 23.07.2013 geänderte Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) den maßgeblichen energierechtlichen Rahmen, in dem sich die Netzbetreiber in Deutschland bewegen. Im Konzept der Anreizregulierung ist vorgesehen, dass die Netzbetreiber von den Regulierungsbehörden für die Dauer einer Regulierungsperiode von fünf Jahren (im Gasbereich zunächst vier Jahre) weitgehend unabhängig von der tatsächlichen eigenen Kostenentwicklung einen festen Erlöspfad als Obergrenze vorgegeben bekommen. Grundlage der Festlegung des Erlöspfades sind die Ergebnisse einer von den Regulierungsbehörden auf der Grundlage der Daten sogenannter Basisjahre durchgeführten Kostenprüfung. Die Entwicklung der Erlösobergrenze in den einzelnen Jahren einer Regulierungsperiode wird maßgeblich von der unternehmensindividuellen Effizienz bestimmt, die mithilfe eines zentralen deutschlandweiten Unternehmensvergleichs (Benchmarking) für jedes Unternehmen von der Regulierungsbehörde ermittelt wird. Die unternehmensindividuellen Effizienzwerte der STAWAG Netz GmbH für die erste Regulierungsperiode lagen sowohl im Strombereich (Effizienzwert 94,8 %) als auch im Gasbereich (Effizienzwert 88,2 %) oberhalb der Durchschnittswerte der gesamten Branche und vergleichbarer anderer Unternehmen. Im Strombereich wurde der STAWAG Netz GmbH von der Bundesnetzagentur die Festlegung der Erlösobergrenzen für die Jahre 2009 bis 2013 (Beschluss BK 8-08/0738-11 vom 15.01.2009) am 16.01.2009 zugestellt. Ausgehend von den Erlösobergrenzenfestlegungen der Behörden, deren Gültigkeit sich grundsätzlich auf die gesamte Regulierungsperiode bezieht, haben die Netzbetreiber jährlich zum 01.01. eines Jahres die Erlösobergrenze nach § 4 Abs. 3 Satz 1 ARegV anzupassen und die hieraus resultierenden Netzentgelte samt Verprobungsrechnung sowie die schriftliche Dokumentation der Entgeltermittlung bei den Regulierungsbehörden vorzulegen. Für das Jahr 2013 resultierte hieraus für den Strombereich eine Erlösobergrenze in Höhe von 48,4 Mio. € (Vorjahr: 47,4 Mio. €). Die Abweichungen zur Erlösobergrenze des Jahres 2012 resultieren hierbei insbesondere aus gestiegenen dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteilen (+0,6 Mio. €), die sich insbesondere aus gestiegenen Kosten für betriebliche und tarifvertragliche Vereinbarungen zu Lohnzusatz- und Versorgungsleistungen ergeben. Zusätzlich wirkten sich der Wegfall der periodenübergreifenden Saldierung der Jahre 2007 und 2008 (+0,2 Mio. €) sowie der gewährte Inflationsausgleich positiv auf die Erlösobergrenze aus. Für das Stromnetz beginnt die zweite Regulierungsperiode der Anreizregulierung zum 01.01.2014. Ein abschließender Bescheid zur Festlegung der kalenderjährlichen Erlösobergrenzen für die Jahre 2014 bis 2018 liegt der STAWAG Netz GmbH aktuell noch nicht vor. Im Berichtszeitraum hat die Bundesnetzagentur im Strombereich die Kostenprüfung als Grundlage für die Erlösobergrenzenfestlegung abgeschlossen. Hiernach wurden die beantragten Kosten um etwa sechs Prozent von der Behörde gekürzt. Das Ausgangsniveau für die Erlösobergrenzenfestlegung liegt bereinigt um die vorgelagerten Netzkosten allerdings 0,9 Mio. € oder 2,5 % oberhalb des Ausgangsniveaus der ersten Regulierungsperiode. Im Rahmen des letzten Anhörungsschreibens vom 13.12.2013 ist darüber hinaus für die zweite Regulierungsperiode eine Effizienz von 94,37 % (erste Regulierungsperiode 94,80 %) für die STAWAG Netz GmbH ermittelt worden. Zusätzlich wurde der STAWAG Netz GmbH im Berichtszeitraum auch ein Anhörungsschreiben zur Festlegung des Qualitätselements für die Jahre 2014 bis 2016 übersandt. Hiernach wird die STAWAG Netz GmbH auch in die150 sem Zeitraum jährlich etwa 150 T€ als Bonus wegen der überdurchschnittlich guten Versorgungsqualität als Aufschlag auf die festgelegten Erlösobergrenzen erhalten. Der endgültige Bescheid der Behörde hierzu steht aktuell ebenfalls noch aus. Im Gasbereich wurde der STAWAG Netz GmbH vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen als Landesregulierungsbehörde die Festlegung der Erlösobergrenzen für die Jahre 2009 bis 2012 (Beschluss vom 12.01.2009, AZ 421-38-20/1.1 ARegV) am 16.01.2009 zugestellt. Für das Gasnetz hat die zweite Regulierungsperiode bereits zum 01.01.2013 begonnen. Die entsprechende Kostenprüfung wurde durch die Landesregulierungsbehörde bereits im Jahr 2012 abgeschlossen. Hiernach wurden die beantragten Kosten um etwa vier Prozent von der Behörde gekürzt. Das Ausgangsniveau für die Erlösobergrenzenfestlegung liegt bereinigt um die vorgelagerten Netzkosten allerdings 1,1 Mio. € oder 5,7 % oberhalb des Ausgangsniveaus der ersten Regulierungsperiode. Ein abschließender Bescheid zur Festlegung der kalenderjährlichen Erlösobergrenzen für die Jahre 2013 bis 2017 wurde der STAWAG Netz GmbH erst mit Datum vom 21.03.2014 zugestellt. Der Effizienzwert der STAWAG Netz GmbH für die zweite Regulierungsperiode im Gasnetz wurde hierin mit 91,93 % und damit fast vier Prozent oberhalb des Wertes aus der ersten Regulierungsperiode festgelegt. Im Gasbereich liegt die zulässige Erlösobergrenze für das Jahr 2013 mit etwa 26,2 Mio. € etwa 2,2 Mio. € oder 9,2 % über der für das Jahr 2012 genehmigten Erlösobergrenze. Diese Abweichungen resultieren insbesondere aus dem höheren Ausgangsniveau als Ergebnis der Kostenprüfung für die zweite Regulierungsperiode sowie des höheren Effizienzwertes (1,2 Mio. €) und gestiegenen vorgelagerten Netzkosten (+1,0 Mio. €). Am 14.08.2013 sind durch die "Verordnung zur Änderung von Verordnungen auf dem Gebiet des Energiewirtschaftsrechts" die Strom- und Gasnetzentgeltverordnungen sowie die Anreizregulierungsverordnung geändert worden. Neben der nunmehr verbindlichen Regelungen des sogenannten Poolings, d.h. der abrechnungstechnischen Zusammenfassung mehrerer Entnahmestellen, wurde insbesondere die bisherige Systematik zur Befreiung energieintensiver Unternehmen von den Netzentgelten auch vor dem Hintergrund europarechtlicher Bedenken vom Verordnungsgeber vollständig neu geregelt. Nunmehr ist keine Komplettbefreiung von den Netzentgelten für diese Unternehmen mehr möglich; lediglich eine Reduzierung auf ein gestaffeltes Netzentgelt ist für stromintensive Unternehmen unter bestimmten Bedingungen künftig noch möglich. Die Änderungen der Strom- und Gasnetzentgeltverordnungen betrafen darüber hinaus die nunmehr verordnungsrechtliche Regelung zur Ermittlung von sogenannten Tagesneuwerten im Zuge der Netzentgeltkalkulation, die bis dato in Form von Allgemeinverfügungen durch die Bundesnetzagentur festgelegt wurden, sowie die explizite Aufnahme eines Risikozuschlags für das sogenannte überschießende Eigenkapital in die Verordnungstexte. Beide Regelungen wurden in den oben beschriebenen Anhörungs- und Festlegungsverfahren für die Erlösobergrenzen der zweiten Regulierungsperiode für die STAWAG Netz GmbH bereits durch die Behörden berücksichtigt. Im Zuge der Änderung der Anreizregulierungsverordnung wurde neben der Möglichkeit einer künftigen teilweisen Anerkennung von Forschungs- und Entwicklungskosten im Rahmen der Festlegung der Erlösobergrenzen auch die Möglichkeit zur Beantragung sogenannter Investitionsmaßnahmen für Verteilnetzbetreiber im Hochspannungsbereich vereinfacht. Sonstige gesetzliche Rahmenbedingungen für den Netzbetrieb Nachdem im Jahr 2012 das erst am 01.01.2012 vollständig überarbeitete Erneuerbare-EnergienGesetz (EEG) erneut grundlegend überarbeitet wurde, haben im Geschäftsjahr zunächst keine weiteren Anpassungen an diesem Gesetz stattgefunden. Aktuell wird allerdings seitens des zuständigen Bundeswirtschaftsministeriums an einer weiteren grundlegenden Novelle des EEG gearbeitet, die nach aktuellem Stand zum 01.08.2014 in Kraft treten wird. Zusätzlich wurden die Netzbetreiber in Deutschland durch entsprechende Gesetzes- und Verordnungsregelungen zur Erhebung weiterer Umlagen von den Netzkunden verpflichtet. Nachdem ab dem 01.01.2012 bereits die sogenannte "§19-StromNEV-Umlage" und ab dem 01.01.2013 auch die Erhebung der sogenannten "Offshore-Haftungsumlage" zusätzlich zum KWK151 Zuschlag und der Konzessionsabgabe gemeinsam mit den Netznutzungsentgelten von den Netzkunden zu vereinnahmen waren, werden die Netzbetreiber seit dem 01.01.2014 auch noch zur Erhebung der sogenannten "Abschalt-Umlage" verpflichtet. Mit dieser neuen Regelung werden die Möglichkeiten der Übertragungsnetzbetreiber, auf Erzeugungsanlagen zuzugreifen, erweitert. So sollen große industrielle Stromverbraucher künftig bei drohender Instabilität vom Netz genommen werden können. Schwankungen im Netz und Netzausfälle sollen durch dieses kurzfristige und zeitweise Abschalten von großen Stromverbrauchern ausgeglichen werden. Im Gegenzug für die drastische Senkung ihres Stromverbrauchs erhalten diese Betreiber dann eine Prämie, die über die "Abschalt-Umlage" auf die Verbraucher umgelegt wird. Die Systemstabilisierungsverordnung (SysStabV) vom 20.07.2012 verpflichtet die Verteilernetzbetreiber zur Nachrüstung der Wechselrichter von Photovoltaikanlagen. Die dafür erforderlichen Kosten dürfen gemäß § 10 Abs. 1 SysStabV hälftig in die Netzentgelte eingerechnet werden. Sie gelten gemäß § 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 ARegV als dauerhaft nicht beeinflussbare Kosten. Bei der jährlichen Anpassung der Erlösobergrenze sind sie gemäß § 4 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2,3. Hs. ARegV mit den im Planjahr zu erwartenden Kosten anzusetzen (analog zu den Kosten für vorgelagerte Netze und Dezentralvergütungen). Abhängig von der Anlagengröße und dem jeweiligen Inbetriebnahmedatum muss die Umrüstung dieser Anlagen schrittweise bis zum 31.12.2014 erfolgt sein. Im Netzgebiet der STAWAG Netz GmbH mussten die ersten Anlagen bis zum 31.08.2013 umgerüstet werden. Die entsprechenden administrativen und technischen Vorbereitungen wurden im Geschäftsjahr von der STAWAG Netz GmbH erarbeitet und für die ersten Umrüstungstranchen auch bereits umgesetzt. Darüber hinaus wurden im Berichtszeitraum auch die Anforderungen an das künftige Einspeisemanagement für dezentrale Erzeugungsanlagen vollumfänglich umgesetzt. Zusätzlich wurde auch in diesem Jahr die "Vereinbarung über die Kooperation gemäß § 20 Abs. 1 b) EnWG zwischen den Betreibern von in Deutschland gelegenen Gasversorgungsnetzen" an die veränderten Marktbedingungen angepasst. Die entsprechende sogenannte Kooperationsvereinbarung VI (KoV VI) wurde zum 01.07.2013 veröffentlicht und anschließend bis zum 01.10.2013 durch die STAWAG Netz GmbH umgesetzt. Auch im Geschäftsjahr 2013 hat die Bundesnetzagentur den Weg der verbindlichen Ausgestaltung der Abwicklungs- und Kommunikationsprozesse durch Veröffentlichung zahlreicher Änderungsmitteilungen zu den bereits bekannten Festlegungen sowie der Vorbereitung weiterer Festlegungen verfolgt. Die von der Bundesnetzagentur Ende Oktober 2012 neu festgelegten Marktprozesse für Einspeisestellen orientierten sich weitgehend an den bekannten Geschäftsprozessen zur Kundenbelieferung mit Elektrizität (GPKE) und wurden zum 01.10.2013 umgesetzt. Auch im Geschäftsjahr 2013 wurden in der STAWAG Netz GmbH zusätzlich zu den bereits genannten Punkten wieder erhebliche personelle Ressourcen gebunden, um den umfangreichen Veröffentlichungs- und Berichtspflichten im Zusammenhang mit der Regulierung der Strom- und Gasnetze nachkommen zu können. Am 14.10.2013 hat die Bundesnetzagentur unter anderem auch gegen die STAWAG Netz GmbH gem. § 65 Abs. 1 EnWG wegen des Verdachts des Verstoßes gegen § 7a Abs. 6 EnWG ein Aufsichtsverfahren aufgrund einer Verwechslungsgefahr und Ähnlichkeit in der Namensgebung ("STAWAG Netz GmbH" und Vertriebsgesellschaft "Stadtwerke Aachen AG") sowie in der Verwendung des Logos eingeleitet (Aktenzeichen BK6-13-216). Nachdem die STAWAG Netz GmbH hierzu im Dezember schriftlich Stellung genommen hatte und erste Gespräche mit der Bundesnetzagentur geführt wurden, ist nach aktuellem Stand davon auszugehen, dass die STAWAG Netz GmbH noch im Laufe des Jahres 2014 umfirmieren wird und fortan dann auch einen anderen Markenauftritt haben wird. Wesentliche Baumaßnahmen im Jahr 2013 Im Geschäftsjahr konnte die spartenübergreifende Erschließung des Gewerbeparks Brand sowie des Forschungsstandortes Campus Melaten mit ersten Netzanschlüssen abgeschlossen werden und kurzfristig ein Großkunde auf dem grenzüberschreitenden Gewerbegebiet Avantis an das Stromund Gasnetz angeschlossen werden. Zusätzlich wurden die große Heizzentrale im Preuswald sowie das angrenzende Kinderheim über eine umfangreiche Netzerweiterung an das Gasnetz angebunden. Wesentliche spartenübergreifende Bauprojekte der STAWAG Netz GmbH im Jahr 2013 - insbesondere zur langfristigen Substanzerhaltung der Versorgungsinfrastruktur - waren Leitungslegungen 152 im Driescher Hof, in den Atzenbenden/Am Ravelsbrand, in der Elsaßstraße, Adenauer Allee, Jülicher Straße, Gartenstraße, Am Rosenhügel/ Tittardsfeld und der Promenadenstraße. Die Stromplanungen zur zukünftigen Umstellung von 10 auf 20 kV im Südost-Gebiet im Aachener Süden wurden ebenfalls weiter vorangetrieben. Für das Wassernetz in der Oberzone wurde für die Wassertransportleitungen eine Zielnetzplanung durchgeführt, die eine an die verminderte Wasserabgabe mittelfristige Neustrukturierung der Zone mit gleichzeitiger erheblicher Einsparung an Betriebsmitteln vorsieht. Geschäftsverlauf und finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung des Unternehmens werden die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen: Plan 2013 Ist 2013 Strom (GWh) 1.384 Gas (GWh) 2.579 Abweichung absolut in % 1.340 - 44 - 3,2 % 2.597 +18 +0,7% Netzeinspeisung Wasser (Mio. cbm) 23 22 -1 -4,5% 337 362 +25 +7,4% Umsatzerlöse verbundene Unternehmen (Mio. €) 83,09 88,78 5,69 +6,8% Umsatzerlöse Dritte (Mio. €) 44,90 45,12 0,22 +0,5% 2,14 2,26 0,12 +5,61% Wärme (kWh) Personalaufwand (Mio. €) Mitarbeiterzahlen 25,00 26,25 1,25 +5,0% Ergebnis (Mio. €) - 7,35 -12,02 -4,67 -63,5 Im Geschäftsjahr 2013 wurden 1.340 GWh und somit ca. 44 GWh weniger als in der Planung angenommen in das Stromnetz der STAWAG Netz GmbH eingespeist. Im Gasbereich waren es witterungsbedingt mit 2.597 GWh ca. 18 GWh bzw. 0,7 % mehr als noch in der Planung prognostiziert. Die Netzeinspeisung im Wärmebereich lag zum Ende des Jahres witterungsbedingt und infolge zusätzlicher neuer Anschlüsse mit etwa 7,4 % ebenfalls deutlich oberhalb des Planwertes. Im Wasserbereich lagen die Absätze im Geschäftsjahr 2013 leicht unterhalb des Planwertes. Die Umsatzerlöse aus Netznutzung inkl. der vereinnahmten Konzessionsabgaben, der jeweiligen KWK-Zuschläge, der "§19-StromNEV-Umlage" sowie der zum 01.01.2013 neu eingeführten "§17Offshore-Umlage" und der EEG-Gutschriften des Übertragungsnetzbetreibers liegen mit 133,9 Mio. € insbesondere wegen der Einführung der neuen Umlagen und gestiegener Umlagensätze insgesamt etwa 5,91 Mio. € oberhalb des Planwertes. Auf den Umsatz mit verbundenen Unternehmen entfielen hierbei etwa 5,69 Mio. € und den Umsatz mit Dritten Unternehmen etwa 0,22 Mio. € der gesamten Planabweichung. Im Geschäftsjahr 2013 waren im Jahresdurchschnitt 26,25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der STAWAG Netz GmbH beschäftigt. Zum 01.04.2013 wurden drei weitere Mitarbeiter aus dem STAWAG Netzservice in die STAWAG Netz GmbH überführt, die für die operative Abwicklung von Netzanschlussanfragen im Bezugsbereich verantwortlich sind. Diese Mitarbeiter erbringen diese Aufgabe nunmehr unmittelbar bei der STAWAG Netz GmbH. Durch diese organisatorische Veränderung erfolgt die Kommunikation gegenüber Netzkunden zu den Themen Netznutzung und Netzanschluss (Bezug und Einspeisung) ausschließlich durch Mitarbeiter der STAWAG Netz GmbH und des Dienstleisters FACTUR Billing Solutions GmbH, Aachen. Die Kommunikation aus dem vertikal integrierten Unternehmen der STAWAG ist somit ausgeschlossen. Im Berichtszeitraum wurden zusätzlich im 2. Quartal eine neue Mitarbeiterin im Bereich Assetmanagement und im 3. Quartal noch eine Mitarbeiterin für den Bereich der Assistenz der Abteilungen Assetmanagement und Netzwirtschaft neu eingestellt. Gleichzeitig schied zum Ende des Jahres ein Mitarbeiter aus dem Bereich Assetmanagement aus. Das Durchschnittsalter der Belegschaft betrug zum 31.12.2013 etwa 43,37 Jahre bei einer durchschnittlichen Konzernzugehörigkeit von 15,82 Jahren. 153 Darüber hinaus hat die STAWAG Netz GmbH im Berichtszeitraum einen Doktoranden sowie zusätzlich über mehrere Monate hinweg Praktikanten zur Unterstützung der Bereiche Innovations- und Assetmanagement beschäftigt. Die Ausgestaltung der STAWAG Netz GmbH als sogenannte Managementgesellschaft stellt hohe Anforderungen an die fachliche Qualifikation der Mitarbeiter. So beträgt der Anteil der Mitarbeiter mit einer Fachhochschul- oder Hochschulausbildung aktuell etwa 41 Prozent. Aufgrund der sehr spezifischen Anforderungen an die Mitarbeiter der STAWAG Netz GmbH werden darüber hinaus alle Mitarbeiter regelmäßig in spezifischen Belangen des Netzmanagements und der Netzwirtschaft geschult. Die STAWAG Netz GmbH ist in das Qualitätsmanagement der STAWAG eingebunden. Im Jahr 2012 wurde zuletzt ein sogenanntes Rezertifizierungsaudit durchgeführt. Als Ergebnis dieses Audits liegt ein Zertifikat vor, dass die Erfüllung der Anforderungen nach ISO 9001:2008 bis zum 14.01.2016 bestätigt. In 2013 wurde folglich nur ein so genanntes Zwischen- bzw. Überwachungsaudit durchgeführt. Als Ergebnis wurde die obengenannte Erfüllung weiterhin bestätigt. Für das Jahr 2014 wird erstmals auch eine sogenannte TSM-Zertifizierung angestrebt. Das Technische Sicherheitsmanagement (TSM) ist ein bewährtes Instrument des Qualitätsmanagements. Es umfasst die Organisationsstrukturen, Verantwortlichkeiten, Fach- und Entscheidungskompetenzen, Verfahren, Prozesse und die zum bestimmungsgemäßen Betrieb erforderlichen Mittel im überprüften Unternehmen. Im Jahr 2012 wurde die künftige Einführung des Technischen Sicherheitsmanagement bei der STAWAG Netz GmbH beschlossen. Im Herbst 2013 fand nunmehr ein erstes Voraudit statt. Die endgültige Zertifizierung wird im Laufe des Jahres 2014 durchgeführt. Der ermittelte Handlungsbedarf umfasst Anforderungen aus Gesetzen und Regelwerken, Aktualisierung und Neuerstellung von Dokumenten, Anpassung von Arbeitsabläufen, Organisation und Mitarbeiterqualifikation. Diese Aufgaben werden bis zu der anstehenden Zertifizierungsprüfung endgültig bearbeitet. Als weiterer wesentlicher Indikator wird die Versorgungssicherheit des Netzes gesehen. Aufschluss hierüber gibt der SAIDI-Wert. Er gibt Auskunft darüber, wie lange die ungeplanten durchschnittlichen Versorgungsunterbrechungen pro Kunde und Jahr anhielten. Angestrebt wird hierbei ein möglichst niedriger Wert, um die Versorgungssicherheit auf einem höchstmöglichen Niveau zu halten. Mit 7,78 Minuten liegt der Wert der STAWAG Netz GmbH für 2012 im Stromnetz weit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt in Höhe von 15,91 Minuten und bestätigt die hohe Versorgungssicherheit. Das Ergebnis der STAWAG Netz GmbH nach sonstigen Steuern beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr etwa -12,02 Mio. € und liegt damit etwa 4,67 Mio. € unterhalb des in der Planung prognostizierten Niveaus. Ursächlich für diese deutliche Ergebnisabweichung ist insbesondere eine Störung im Hochspannungsnetz, die von einer im Auftrag von Straßen NRW tätigen Firma verursacht wurde. Infolge dieses Ereignisses am 17.06.2013 mussten zur Vermeidung von großflächigen Versorgungsunterbrechungen in Aachen Umschaltungen im Hochspanungsnetz vorgenommen werden, die zu einer deutlichen Überschreitung der Jahreshöchstlast in der Übergabestelle UA Aachen führten. Aufgrund der regulatorischen Regelungen bedeutete dies für die STAWAG Netz GmbH, dass für die monatlichen Abrechnungen des vorgelagerten Netzbetreibers fortan diese - wenn auch lediglich an zwei Tagen aufgetretene - Leistungsspitze als Grundlage für den Jahresleistungspreis herangezogen wurde. Die im Jahr 2013 zusätzlich zu entrichtenden Beträge an den vorgelagerten Netzbetreiber werden der STAWAG Netz GmbH zwar in der Zukunft über den Mechanismus des Regulierungskontos inkl. einer entsprechenden Verzinsung wieder erstattet werden, entfalteten allerdings für das Geschäftsjahr 2013 eine vollständige negative Ergebniswirkung in Höhe von etwa 5,2 Mio. €. Zusätzlich zu den bereits erwähnten Mechanismen des Regulierungskontos wird die STAWAG Netz GmbH alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Schadensverursacher vollumfänglich für den entstandenen Sach- und Vermögensschaden haftbar zu machen. Die Geschäftsführung der STAWAG Netz GmbH bewertet die Entwicklung der o. g. Kennzahlen der Gesellschaft, insbesondere wenn man von der beschriebenen Störung im Hochspannungsnetz und deren finanziellen Auswirkungen absieht, insgesamt als zufriedenstellend. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2013 wurden insgesamt 1.340 GWh und damit etwa 1,0 % weniger als noch im Geschäftsjahr 2012 in das von der STAWAG Netz GmbH betriebene Stromnetz eingespeist. Für 154 insgesamt 263 Netznutzungskunden (229 Lieferanten und 34 Netzkunden mit eigenem Netznutzungsvertrag - Vorjahr: 208/24) wurde Energie durchgeleitet. Etwa 1.268 GWh und damit etwa 95 % der Gesamtmenge wurden aus dem Netz der Westnetz GmbH, Dortmund, in das Stromnetz der STAWAG Netz GmbH eingespeist. Die restlichen etwa 72 GWh wurden mit Hilfe dezentraler Anlagen in Aachen erzeugt und nach Maßgabe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWK-G) in das öffentliche Netz eingespeist. Im Gasbereich betrug die von der STAWAG Netz GmbH abgewickelte Netzdurchleitung für insgesamt 144 Lieferanten (Vorjahr: 146) und 13 Netzkunden mit direkten Netznutzungsverträgen (Vorjahr: 13) 2.597 GWh und damit etwa 5,0 % mehr als noch im Jahr 2012. Dieser Absatzanstieg resultiert aus der im Vergleich zum Vorjahr deutlich kälteren Witterung im Kalenderjahr 2013. Durch das von der STAWAG Netz GmbH betriebene Wassernetz wurden im Jahr 2013 etwa 22,2 Mio. cbm (Vorjahr: 22,9 Mio. cbm) und durch das Wärmenetz etwa 362 Mio. kWh (Vorjahr: 335 Mio. kWh) transportiert. Hierbei sind ebenfalls die im Vergleich zum Vorjahr deutlich kältere Witterung sowie die Realisierung zusätzlicher Netzanschlüsse für den Mehrabsatz im Wärmebereich ursächlich. Die Umsatzerlöse der STAWAG Netz GmbH betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 für alle Medien gemeinsam 133,9 Mio. € und lagen damit um etwa 5,8 Mio. € über den Umsatzerlösen des Vorjahres. Ausschlaggebend hierfür waren eine um etwa 1,0 Mio. € höhere Erlösobergrenze im Strombereich und eine um 2,2 Mio. € höhere Erlösobergrenze im Gasbereich. Zusätzlich stiegen die Umsatzerlöse im Fernwärmebereich im Vergleich zum Vorjahr witterungsbedingt leicht an (+0,7 Mio. €). Ein weiterer Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der zum 01.01.2013 neu eingeführten Offshore-Umlage sowie gestiegener Umlagensätze bestehender Abgaben (+2,8 Mio. €). Diesen zusätzlichen Umsatzerlösen stehen jedoch auch entsprechend gestiegene Aufwendungen in ähnlicher Größe entgegen. Insgesamt 66 % oder 88,8 Mio. € des Umsatzes der STAWAG Netz GmbH wurde mit verbundenen Unternehmen und 34 % oder 45,1 Mio. € mit Dritten Unternehmen außerhalb des Konzerns erwirtschaftet. Sonstige betriebliche Erträge fielen in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €) an, die vornehmlich aus den durchgeführten Sperrungen und Entsperrungen im Auftrag der jeweiligen Lieferanten und der Auflösung von Rückstellungen für Klageverfahren entstanden sind. Der um 5,5 Mio. € auf 134,4 Mio. € gestiegenen Gesamtleistung standen im Geschäftsjahr 2013 um 11,4 Mio. € gestiegene Aufwendungen in Höhe von 146,0 Mio. € gegenüber, so dass die STAWAG Netz GmbH insgesamt im Vergleich zum Vorjahr ein deutlich schlechteres Betriebsergebnis in Höhe von -11,7 Mio. € erwirtschaftet hat. Hierbei stiegen im Einzelnen die Materialaufwendungen für Fremdlieferungen und Fremdleistungen insgesamt um etwa 11,7 Mio. € auf nunmehr 123,8 Mio. €. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere höhere Aufwendungen für angefallene Mehr/Mindermengenabrechnungen im Gasbereich (+1,9 Mio. €) sowie höhere ausgezahlte Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbare-EnergienGesetz und nach dem Kraft-WärmeKopplungsgesetz, der sogenannten "§ 19 StromNEV-Umlage" und der „Offshoreumlage" (+3,8 Mio. €). Weitere Gründe sind gestiegene Kosten für die Nutzung der vorgelagerten Netze insbesondere aus der bereits beschriebenen Störung im 110-kV-Stromnetz der STAWAG Netz GmbH (+5,7 Mio. €) und gestiegene Pachtaufwendungen (+1,7 Mio. €). Teilweise kompensiert werden diese Effekte durch eine geringere Inanspruchnahme von technischen Dienstleistungen des STAWAG Netzservice (-0,4 Mio. €) und geringere Aufwendungen für die Beschaffung der Verlustenergie im Strom- (-0,2 Mio. €), Gas-(-0,6 Mio. €) und Wasserbereich (-0,2 Mio. €). Der Personalaufwand erreichte im Jahr 2013 eine Höhe von 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine Höhe von 19,9 Mio. € (Vorjahr: 20,4 Mio. €). Ausschlaggebend für den Anstieg der Personalkosten ist wie bereits oben beschrieben insbesondere die Entsendung von drei zusätzlichen Mitarbeitern aus dem STAWAG Netzservice zur STAWAG Netz GmbH ab dem 01.04.2013. Abschreibungen spielten mit einer Höhe von 48,9 T€ auch im Geschäftsjahr 2013 aufgrund der Ausgestaltung der STAWAG Netz GmbH als Pacht- und Dienstleistungsgesellschaft keine wesentliche Rolle. Das Finanzergebnis der STAWAG Netz GmbH ist im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 364,1 T€ ähnlich negativ wie im vorangegangenen Geschäftsjahr (Vorjahr: -383,2 T€). 155 Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der STAWAG Netz GmbH nach sonstigen Steuern (14 T€) beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr -12.016,6 T€, welches gemäß dem bestehenden Ergebnisabführungs- und Verlustübernahmevertrag in voller Höhe vom Anteilseigner STAWAG ausgeglichen wird. Finanzlage Seit dem Jahr 2010 ist die STAWAG Netz GmbH in das Cash-Pooling des Konzerns der Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Aachen, Aachen, (E.V.A.) eingebunden und hat auf dieser Basis im Geschäftsjahr 2013 mehrmals kurzfristig Finanzmittel in Anspruch genommen. Zusätzlich resultierte aus der Entscheidung zum Verzicht auf die Abschlagsbeträge von Lieferanten ab dem 01.01.2012 ein zusätzlicher erheblicher Finanzbedarf der Gesellschaft. Bedingt durch die fehlende Liquidität aus der Erhebung der Abschlagsbeträge sind zunächst die Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling erheblich angestiegen. Im Jahr 2013 wurden nunmehr ab dem 01.12.2013 zwei Gesellschafterdarlehen mit der STAWAG zur mittelfristigen Finanzierung dieses Liquiditätsbedarfs abgeschlossen. Zum Ende eines Jahres stehen diesen Verbindlichkeiten aus dem Verzicht auf die Erhebung von Abschlagsbeträgen in etwa gleicher Größenordnung Forderungen aus noch nicht abgerechneten Netzdurchleitungen gegen den entsprechenden Lieferanten entgegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter STAWAG betragen nach entsprechender Saldierung und inkl. der Forderungen aus der Verlustübernahme zum 31.12.2013 9.073 T€. Vermögenslage Die Bilanzsumme der STAWAG Netz GmbH betrug zum Bilanzstichtag 14,2 Mio. €, wobei aufgrund der Ausgestaltung als reine Pacht- und Dienstleistungsgesellschaft auf der Vermögensseite das Anlagevermögen mit 45 T€ und auf der Kapitalseite das Eigenkapital mit 25 T€ keine wesentliche Höhe erreichten. Das Umlaufvermögen betrug 14,2 Mio. € (Vorjahr: 48,6 Mio. €) und setzt sich ausschließlich aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen zusammen. Der deutliche Rückgang der Forderungen gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der bereits beschriebenen Umfinanzierung des Liquiditätsbedarfs aus dem Verzicht zur Erhebung von Abschlägen bei den Energielieferanten über Gesellschafterdarlehen der STAWAG und der hieraus zum Jahresende resultierenden Saldierung mit den Forderungen aus noch nicht abgerechneten Netznutzungsentgelten. Die Rückstellungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt etwa 1,3 Mio. E. Hiervon entfallen 0,2 Mio. € auf Rückstellungen für die Mehr- und Mindermengenabrechnung im Gasbereich, 0,4 Mio. € auf Rückstellungen für die endgültige Abrechnung der vorgelagerten Netznutzung mit der Westnetz GmbH für das Jahr 2011,0,3 Mio. € auf Rückstellungen für von Sonderkunden im Gasbereich erhobene Konzessionsabgaben und 0,2 Mio. € auf Rückstellungen für Rückzahlungsforderungen aus dem Insolvenzverfahren der Teldafax GmbH. Des Weiteren entfallen auf Rückstellungen für Urlaubsübergänge und Flexguthaben 0,1 Mio. € und weitere 40 T€ für die Prämien aus Zielvereinbarungen. Die Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 12,9 Mio. € (Vorjahr: 44,5 Mio. €) und setzen sich aus Verbindlichkeiten für Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,9 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 42,1 Mio. €), Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 9,1 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) zusammen. Der deutliche Unterschied bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber dem Gesellschafter STAWAG resultiert auch auf der Passivseite aus der bereits beschriebenen Umfinanzierung des Liquiditätsbedarfs aus dem Verzicht zur Erhebung von Abschlägen. Die Geschäftsführung der STAWAG Netz GmbH bewertet die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft insbesondere vor dem Hintergrund der Einbindung in den STAWAGKonzernverbund als stabil. Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die STAWAG Netz GmbH ist nach § 3 Nr. 18 EnWG ein Energieversorgungsunternehmen und nach § 3 Nr. 38 EnWG über den STAWAG-Konzern vertikal integriert. Die STAWAG Netz GmbH ist in den Segmenten Elektrizitäts- und Gasverteilung tätig. Die Berichterstattung über die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage gemäß § 6b EnWG erfolgt im Rahmen der Erläuterungen zu den beigefügten Tätigkeitsabschlüssen. 156 Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung Die Gesellschaft hat den im Gesellschaftervertrag vorgegeben und der Aufsichtsbehörde von der Stadt Aachen angezeigten öffentlichen Zweck "der Betrieb, die Instandhaltung/Erhaltung und der Ausbau von Versorgungsnetzen für Elektrizität, Gas, Wasser, Wärme und Wasser und Telekommunikation für den Gesellschafter sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte" im Geschäftsjahr voll erfüllt. 3. Nachtragsbericht Zum 01.01.2014 erfolgte die Aufnahme des Stromnetzbetriebs in der Gemeinde Simmerath und der Stadt Monschau durch die STAWAG Netz GmbH. Der Übergang der Betriebsverantwortung vom bisherigen Netzbetreiber auf die STAWAG Netz GmbH erfolgte gleichermaßen unproblematisch wie die ersten Wochen des operativen Netzbetriebs in diesen neuen Netzgebieten. Der endgültige Bescheid zur Festlegung der kalenderjährlichen Erlösobergrenzen im Gasbereich für die Jahre 2013 bis 2017 wurde der STAWAG Netz GmbH mit Datum vom 21.03.2014 zugestellt. Aktuell überprüft die STAWAG Netz GmbH den Bescheid und die Einlegung von Rechtsmitteln hiergegen. Nachdem im Geschäftsjahr die Kostenprüfung im Strombereich als Grundlage für die Festlegung der Erlösobergrenzen für die zweite Regulierungsperiode abgeschlossen werden konnte und der STAWAG Netz GmbH auch der entsprechende vorläufige Effizienzwert mit einem Anhörungsschreiben vom 13.12.2013 mitgeteilt wurde, hat die STAWAG Netz GmbH hierzu fristgerecht am 14.01.2014 eine umfängliche Stellungnahme an die Bundesnetzagentur übermittelt. Eine Rückmeldung hierzu bzw. ein endgültiger Erlösobergrenzenbescheid für die zweite Regulierungsperiode im Strombereich liegt der STAWAG Netz GmbH bis zum heutigen Tage nicht vor. Gemäß den von den jeweiligen Regulierungsbehörden erteilten Bescheiden über die Festsetzung von Erlösobergrenzen haben die Netzbetreiber jährlich zum 01.01. eines Jahres die Erlösobergrenze nach § 4 Abs. 3 Satz 1 ARegV anzupassen und die hieraus resultierenden Netzentgelte samt Verprobungsrechnung sowie die schriftliche Dokumentation der Entgeltermittlung bei den Regulierungsbehörden vorzulegen. Die STAWAG Netz GmbH hat diese Daten für die Erlösobergrenze des Jahres 2014 am 27.12.2013 für den Strombereich an die Bundesnetzagentur und für den Gasbereich ebenfalls am 27.12.2013 an die Landesregulierungsbehörde NRW übermittelt. Eine Rückmeldung der Behörden hierzu steht bis zum heutigen Tage noch aus. 4. Prognosebericht einschließlich Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die STAWAG Netz GmbH ist in das Risikomanagementsystem des E.V.A.-Konzerns eingebunden. Zusätzlich werden ausgewählte Geschäftsprozesse durch die Revision des Konzerns analysiert. Die STAWAG Netz GmbH hat gegen die Festlegung der Erlösobergrenzen Strom für die erste Regulierungsperiode Rechtsbeschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt. Da in dem Festlegungsbescheid jedoch bereits alle aktuell noch strittigen Punkte zum Nachteil der STAWAG Netz GmbH verarbeitet wurden, sind durch den Ausgang dieses Gerichtsverfahrens keine zusätzlichen negativen Auswirkungen auf die zukünftigen Erlöse der Netzgesellschaft zu erwarten. Die Wiederaufnahme des zwischenzeitlich ruhend gestellten Verfahrens wird ab Mitte des Jahres 2014 erwartet. Darüber hinaus hat die STAWAG Netz GmbH Rechtsbeschwerde gegen den Festlegungsbescheid der Bundesnetzagentur zum Qualitätselement für die Jahre 2012 und 2013 sowie die damit im Zusammenhang stehenden weiteren Festlegungen der Behörde auch zu den Datenerhebungen im Zusammenhang mit dem Qualitätselement für die Jahre 2014 bis 2016 und die für den Gasbereich festgelegten Indexreihen Rechtsbeschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingereicht. Aus allen genannten Verfahren sind nach aktuellem Kenntnisstand über das Prozesskostenrisiko hinaus keinerlei negative Auswirkungen auf die zukünftigen Erlöse der STAWAG Netz GmbH zu erwarten. Die letzten Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise in Deutschland werden nach jetzigem Kenntnisstand keine kurz- und mittelfristigen Auswirkungen auf die STAWAG Netz GmbH haben, da das Absatzrisiko durch die Einführung der Anreizregulierung auf die Netznutzer übertragen wurde. Abweichungen bei den Umsatzerlösen positiver oder negativer Art gegenüber der Erlösobergrenze werden auf einem Regulierungskonto gesammelt und im Laufe der nächsten Regulierungsperiode verzinst wieder ausgeglichen. Kurzfristig sind daher für die STAWAG Netz GmbH lediglich witterungsbedingte Mindererlöse insbesondere im Gasbereich als Ergebnisrisiko zu benennen. Langfristige Wirkungen durch den etwaigen dauerhaften Wegfall einzelner Großkunden 157 und deren Auswirkungen auf die zukünftigen Effizienzwerte der STAWAG Netz GmbH in der Anreizregulierung sind nach momentanem Kenntnisstand nicht zu erwarten. Die damalige RWE Rhein-Ruhr Verteilnetz GmbH, Wesel, hat den Netznutzungsvertrag mit der STAWAG Netz GmbH vom 03./23.08.2004 zum 31.12.2009 gekündigt. Seitdem besteht aufgrund einer Reihe unterschiedlicher Ansichten der Vertragspartner zur konkreten Netzanschluss- und Netznutzungssituation ein vertragsloser Zustand. Diesbezüglich im Geschäftsjahr weiter geführte Gespräche zwischen den Vertragspartnern haben zwar zu einer teilweisen Einigung geführt, ein Vertragsabschluss konnte bisher aber nicht erreicht werden. Die diesbezüglichen Gespräche werden im Jahr 2014 mit dem umfirmierten Vertragspartner Westnetz GmbH, Dortmund, fortgeführt. Dem Risiko einer deutlichen Ergebnisabweichung durch eine Versorgungsunterbrechung, wie sie im Jahr 2013 aufgetreten ist, und einen daraus resultierenden deutlichen Anstieg der vorgelagerten Netzkosten wird die STAWAG Netz GmbH künftig dadurch begegnen, dass aktuell die technischen und finanziellen Bedingungen zur kurzfristigen Realisierung einer weiteren unabhängigen Hochspannungstrasse zum Ausgleich derartiger Lastverlagerungen untersucht werden. Durch die Einführung der Anreizregulierung seit dem 01.01.2009 und der damit verbundenen schrittweise Entkopplung von Kosten und Erlösen sowie der Einführung von Regulierungsperioden von vier bzw. fünf Jahren ist mittelfristig insgesamt eine erhöhte Planungssicherheit bezüglich der Netznutzungsentgelte im Strom- und Gasbereich gegeben. Zur internen Steuerung des Unternehmens werden die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen: Ist 2013 Plan 2014 Plan 2015 Strom (GWh) 1.340 1.375* 1.378* Gas (GWh) 2.597 2.580 2.580 Netzeinspeisung Wasser (Mio. cbm) 22 23 23 362 348 355 Umsatzerlöse verbundene Unternehmen (Mio. €) 88,78 81,42 78,48 Umsatzerlöse Dritte (Mio. €) 45,12 56,06 59,50 2,26 2,60 2,69 26,25 30,5 30,5 -8,77 -9,11 Wärme (kWh) Personalaufwand (Mio. €) Mitarbeiterzahlen Ergebnis (Mio. €) -12,02 * noch ohne die Netzgebiete Simmerath und Monschau Bei der Netzeinspeisung wird in allen Versorgungsmedien ohne die Berücksichtigung neuer Netzgebiete und bereinigt um entsprechende Witterungseffekte eine weitgehend konstante Entwicklung in den kommenden Jahren erwartet. Die Umsatzerlöse der STAWAG Netz GmbH werden in den Jahren 2014 und 2015 planmäßig insbesondere durch die Hinzunahme des Stromnetzbetriebs in Simmerath und Monschau im Vergleich zum Jahr 2013 deutlich ansteigen. Der Personalaufwand wird durch die vollständige Berücksichtigung der im Jahr 2013 erfolgten Einstellungen sowie zwei weiteren Neueinstellungen zum 01.01.2014 im Jahr 2014 um etwa 350 T€ bzw. 15 % oberhalb der Werte des Jahres 2013 liegen. Durch die geplante Übernahme des Netzbetriebs in weiteren Netzgebieten zum 01.01.2016 wird mittelfristig ein weiterer Anstieg der Umsatzerlöse und auch eine sukzessive Ergebnisverbesserung für die STAWAG Netz GmbH erwartet. Zusätzlich findet im Jahr 2014 - initiiert durch die Bundesnetzagentur - ein breit angelegter Evaluierungsprozess zu den Auswirkungen der Anreizregulierung auch auf die anstehende Umsetzung der Energiewende statt. Die Geschäftsführung der STAWAG Netz GmbH verbindet mit diesem Evaluierungsprozess die Hoffnung, dass in diesem Zuge die investitionshemmende Wirkung des in der Anreizregulierung aktuell angelegten Zeitverzugs zwischen der Tätigkeit einer Investition und deren Erlöswirksamkeit von bis zu sieben Jahren abgemildert oder gar vollständig eliminiert werden könnte. 158 Für die Sparten Wasser, Fernwärme und Telekommunikation sind nach momentanem Kenntnisstand für die STAWAG Netz GmbH kurz- und mittelfristig keinerlei gravierende Veränderungen bei den Umsätzen aus Netznutzung und den Spartenergebnissen zu erwarten. Insgesamt wird für die Jahre 2014 und 2015 zwar wiederum ein negatives Geschäftsergebnis, allerdings deutlich oberhalb des Jahresergebnisses 2013 erwartet. Aus den vorgenannten Entwicklungen leitet die Geschäftsführung der STAWAG Netz GmbH große Chancen weiteren Wachstums ab und blickt trotz der aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen optimistisch in die unternehmerische Zukunft der Gesellschaft. 159 04 Bereich Verkehr Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs- AG Aachen Allgemeine Angaben Firma Aachener Straßenbahn Gesellschafter und Energieversorgungs AG Sitz Neuköllner Str. 1, 52068 Aachen Rechtsform AG Gründungsjahr 1880 Vorstand Michael Carmincke Gremien Hauptversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 6.021.120,00 EUR Mitarbeiter 611 (Vorjahr 642) (31.12.) Internet www.aseag.de Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Bau, der Erwerb und der Betrieb von Straßenbahnen, Obuslinien und Omnibuslinien zur Personen- und Güterbeförderung, sowie der Bau und die Bewirtschaftung von Parkhäusern und Parkplätzen. Außerdem gehört die Durchführung von Gelegenheitsverkehren dazu. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, ihren Betrieb ganz oder teilweise zu verpachten. Sie kann sich an Unternehmen, die ihrem Zweck förderlich erscheinen, beteiligen, solche Unternehmungen erwerben oder pachten, veräußern oder verpachten und Interessengemeinschaftsverträge abschließen; sie kann ferner jederzeit Personen- und Güterförderungsbetrieb von Schienenfahrzeugen ganz oder teilweise auf Betrieb mit anderen Fahrzeugen umstellen. Die Gesellschaft kann Grundstücke und Grundstücksrechte ankaufen und veräußern. Organe des Unternehmens Vorstand: Michael Carmincke Aufsichtsrat: Vorsitzender stellv. Vorsitzender 2. stellv. Vors. bis 7.1. 2. stellv. Vors. ab 17.4. ab 8.1.2013 Heiner Höfken (SPD) Peter Timmermanns Claus Schramm Leo Buse Roger Gülpen Helmut Etschenberg Karl-Heinz Goldin Hans-Albert Heinrich Roland Jahn (Grüne) Ratsmitglied StädteRegion Aachen Busfahrer ASEAG kfm. Angestellter E.V.A. Angestellter Werkstatt ASEAG Städteregionsrat Freigest. Betriebsratsv. ASEAG Busfahrer ASEAG Ratsmitglied 163 Michael Janßen (CDU) Marcel Philipp Alfred Sonders Josef Stiel Ratsmitglied Oberbürgermeister Bürgermeister Stadt Alsdorf StädteRegion Aachen Zusammensetzung der Organe Vorstand Der Vorstand besteht aus mindestens einer Person. Die genaue Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat; diesem obliegt auch der Erlass einer Geschäftsordnung für die Vorstandsmitglieder. Ist nur ein Vorstandsmitglied vorhanden, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder vorhanden, so wird die Gesellschaft entweder durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinschaftlich mit einem Prokuristen vertreten. Der Aufsichtsrat kann bestimmen, dass einzelne Vorstandsmitglieder befugt sind, die Gesellschaft allein zu vertreten. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus 12 Mitgliedern. Die E.V.A. entsendet den Oberbürgermeister der Stadt Aachen und den Landrat des Kreises Aachen oder einen vom Oberbürgermeister bzw. Landrat vorgeschlagenen Beamten oder Angestellten der Stadt bzw. des Kreises in den Aufsichtsrat. Die übrigen derjenigen Sitze, die nicht nach Maßgabe des Drittelbeteiligungsgesetzes besetzt werden, sollen sich zur Hälfte auf die Stadt und zur Hälfte auf den Kreis verteilen. Die Aufsichtsratsmitglieder werden, vorbehaltlich der in Satz 2 dieses Absatzes getroffenen Regelung, auf die Dauer der durch §102 Abs. 1 AktG zugelassenen Frist gewählt. Die Amtszeit der auf Vorschlag der Stadt Aachen und des Kreises Aachen gewählten Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die innerhalb von vier Monaten nach Ablauf der Wahlperiode des Rates der Stadt Aachen beziehungsweise des Kreistages des Kreises Aachen abzuhalten ist. Sie werden durch einen mit einfacher Mehrheit zu fassenden Beschluss der Hauptversammlung abberufen, wenn der Rat der Stadt Aachen beziehungsweise der Kreistag des Kreises Aachen von ihrem Abberufungsrecht [...] Gebrauch gemacht haben. Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte für die festgelegte Amtsdauer [...] einen Vorsitzenden, einen ersten und zweiten Stellvertreter. Hierbei gilt als Richtlinie, dass der Vorsitzende ein von der Stadt Aachen, der erste stellvertretende Vorsitzende ein vom Kreis Aachen und der zweite stellvertretende Vorsitzende ein von den Arbeitnehmern gestelltes Mitglied sein soll. Der Aufsichtsrat ist befugt, aus seiner Mitte Aufsichtsbeiräte zu bilden und deren Aufgaben und Befugnisse in einer Geschäftsordnung festzusetzen. Vertretung der Stadt Aachen in der Hauptversammlung Der Oberbürgermeister oder Vertreter. Beide haben das Recht, einen anderen Beamten oder einen Angestellten zu bevollmächtigen. 164 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 2011 2012 77.116 66% B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 55.077 47% 61 III. Finanzanlagen 38.516 33% III. Wertpapiere 0% 82.069 66% 39 0% 19.009 16% 21.945 18% 36.007 31% 60.085 48% 61.800 53% 41.900 34% 484 Vermögensgegenstände 2013 0% 409 0% 50.575 43% 40.729 33% 0 0% 0 0% 10.741 9% 761 1% 26 0% 770 1% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital 740 1% 116.372 9.332 116.903 8% 124.738 9.332 8% 9.332 7% I. Gezeichnetes Kapital 6.021 5% 6.021 5% II. Kapitalrücklage 3.311 3% 3.311 3% 0 0% 1.238 1% B. Zuschüsse C. Rückstellungen 90.994 78% D. Verbindlichkeiten 14.870 13% E. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 0 1.175 116.372 0% 1% 96.939 83% 9.329 8% 1.303 1% 116.903 100.860 81% 11.913 10% 1.395 1% 124.738 165 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 47.619 51.643 50.878 7.051 5.615 6.412 Betriebsleistung 54.670 57.258 57.290 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 25.628 27.515 29.931 Personalaufwand 31.621 33.769 31.322 Abschreibungen 4.093 3.635 3.537 Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.231 8.374 8.593 -15.904 -16.035 -16.092 6 8 14 1.836 4.194 0 31 120 372 244 Wertpapiere des Umlaufvermögens 6.000 3 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.043 5.149 -2.656 -10.634 -4.780 -18.560 -30.849 -19.036 765 765 765 -765 -765 -765 0 0 0 107 117 108 19.432 31.731 19.909 0 0 0 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Betriebserfolg Erträge aus Beteiligungen Erträge aus Gewinnabführungsverträgen Aufwendungen aus Verlustübernahme Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Finanzergebnis Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentliche Aufwendungen außerordentliches Ergebnis Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Erträge aus Verlustübernahme Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine unmittelbare Verbindung zum städtischen Haushalt besteht nicht. Mittelbar ist der Haushalt der Stadt Aachen über Ergebnisübernahmeverträge innerhalb des EVA - Konzerns und eine entsprechende Ausschüttung der E.V.A. an die Stadt Aachen betroffen. Lagebericht Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Grundlagen des Geschäftsmodells der Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG (ASEAG) ergeben sich aus der Satzung des Unternehmens. Hier heißt es: „Gegenstand der Gesellschaft sind der Bau, der Erwerb und der Betrieb von Straßenbahnen, Obuslinien und Omnibuslinien sowie Eisenbahnen zur Personen- und Güterbeförderung in der Region Aachen und alle damit im Zusammenhang stehenden begleitenden Tätigkeiten. Gegenstand der Gesellschaft ist ferner der Bau und die Bewirtschaftung von Parkhäusern und Parkplätzen. Gegenstand der Gesellschaft ist zudem für eigene Zwecke die Erprobung alternativer Antriebsformen und 166 Mobilitätskonzepte zum Betrieb von Straßenbahnen, Obuslinien, Omnibuslinien und Eisenbahnen zur Personen- und Güterbeförderung und die Beteiligung an Gesellschaften mit dem vorgenannten Gesellschaftszweck.“ Im Laufe der langjährigen Geschichte der ASEAG haben sich die Schwerpunkte innerhalb des satzungsgemäßen Geschäftsmodells verschoben, so dass derzeitig der Betrieb von Omnibuslinien zur Personenbeförderung in der Region Aachen, der Bau und die Bewirtschaftung von Parkhäusern und Parkplätzen und die Erprobung alternativer Antriebsformen und Mobilitätskonzepte im unmittelbaren Fokus der Geschäftstätigkeit liegen. Dabei werden sämtliche Aktivitäten im Hinblick auf den Bau und die Bewirtschaftung von Parkhäusern und Parkplätzen durch die 100%ige Tochtergesellschaft Aachener Parkhaus GmbH, Aachen (APAG) wahrgenommen, so dass bezüglich dieser Aktivitäten auf den Geschäftsbericht der APAG verwiesen wird. Angestrebt wird weiterhin auch die Teilnahme an der nunmehr für 2014 erwarteten Ausschreibung der „Euregiobahn“-SPNV-Leistung, die ausschließlich im Gebiet des Aachener Verkehrsverbundes erfolgen soll. Diese Ausschreibung hat sich seitens der Vergabestelle mehrfach verzögert. Der Betrieb von Omnibuslinien zur Personenbeförderung ist durch eine Betrauung aus dem Jahr 2007 noch bis zum 31.12.2017 abgesichert. Der Vorstand strebt eine Direktvergabe der Leistungen an die ASEAG gemäß EU VO 1370/2007 ab 2018 an. Die Erprobung alternativer Antriebsformen und Mobilitätskonzepte erfolgt im kleineren Umfang im laufenden Betrieb. Größere Tests bzw. Vorhaben werden in der Regel im Rahmen von geförderten Projekten durchgeführt. Forschung und Entwicklung Um technisch auf einem aktuellen Stand zu bleiben und bei Diskussionen mit Verkehrsexperten, Politikern und Bürgern weiterhin als kompetenter Partner im Bereich des ÖPNV wahrgenommen zu werden und nicht zuletzt, um Möglichkeiten der Geschäftsfelderweiterung im Umfeld der derzeitigen Kernleistung auszuloten, beteiligt sich die ASEAG an verschiedenen Forschungsprojekten als Partner. Dies sind insbesondere die Projekte „Mobility Broker“ und „CIVITAS DYN@MO“. Das Projekt „Mobility Broker“, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), wird seit Oktober 2013 von der ASEAG geleitet. Ziel des Projekts ist die Zusammenführung aller Mobilitätsangebote einer Region auf einem Marktplatz, der auf Grund einer präferenzbasierten Auswahl (Fahrzeit, Umsteigeanzahl, Preis, Verkehrsmitteltyp) den Reisenden sowohl unimodale, als auch intermodale Mobilitätsangebote vermittelt. Schnittstelle zu dem Markplatz soll eine mobile Anwendung sein, die es den Anwendern jederzeit an jedem Ort ermöglicht, ein passendes Mobilitätsangebot (Pedelec, Elektrofahrzeug, Bus, Bahn, Taxi oder Mitfahrgelegenheit) anzufordern. Grundlage ist ein integriertes Mobilitätskonzept für flexible Intermodalität, das insbesondere die erste und letzte Meile von Reiseketten verbessert und durch Angebote der Elektromobilität ergänzt. Das Projekt ist dabei auf eine Laufzeit von 2,5 Jahren angelegt. Der Eigenanteil der ASEAG beläuft sich auf rund 1,3 Mio. EUR. Das Projekt wird zusammen mit der RWTH Aachen und drei weiteren Partnern betrieben. Das Projekt „CIVITAS DYN@MO“ ist ein EU-Projekt, an welchem 27 Partner aus vier europäischen Städten (neben Aachen: Palma de Mallorca, Gdynia und Koprivnica) teilnehmen. Das Projektvolumen über alle Partner beträgt über 13 Mio. EUR über einen Zeitraum von 4 Jahren. Ziel des Projektes ist eine nachhaltige Verkehrsentwicklung sowie die Erarbeitung von konkreten praktischen Lösungen, wie man die Mobilität in Städten besser organisiert. Die ASEAG ist einer der Projektpartner, ihr obliegt die Erprobung von Hybrid- und Elektrobussen im Linienverkehr. Hierzu wird beispielsweise auch im Rahmen eines separaten Programms ein Bus zu einem Elektrobus mit Batteriebetrieb umgebaut, so dass die technischen Abteilungen der ASEAG vertieftes Wissen über diese Antriebstechnologie erwerben können. Beide Projekte sind in 2013 gestartet. Projektzeitplanbedingt liegen bisher keine abschließenden Forschungsergebnisse vor. Eine Aktivierung von Projektergebnissen ist derzeitig nicht vorgesehen. Auch wurden bisher keine Entwicklungskosten aktiviert, so dass diesbezüglich auch keine Abschreibungen anfallen. 167 Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Verlauf des Jahres 2012 hatte sich die konjunkturelle Lage auch in Deutschland eingetrübt. Gründe dafür waren vor allem die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und die gebremste Entwicklung der Weltwirtschaft. Im Sommer 2013 begann sich dieser Zustand zu bessern. Anders jedoch als in der Vergangenheit wurde die Wirtschaftsentwicklung 2013 durch eine starke Binnennachfrage, weniger dagegen durch den sonst so robusten Außenhandel, der diesmal nur um 0,6 % wuchs, angeregt. Der private Konsum entpuppte sich mit einem deutlichen Plus von 0,9 % als Wachstumsmotor. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2013 mit 41,8 Millionen das siebte Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Der VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) geht in seinem Jahresbericht 2013 darauf ein, dass die Verkehrsentwicklung naturgemäß abhängig von gesellschaftlichen, demografischen und vor allem gesamtwirtschaftlichen Faktoren ist. Für das Berichtsjahr konnte weiterhin ein moderates Wachstum im Personenverkehr verzeichnet werden. In allen Sparten des Personennahverkehrs stieg die Nachfrage nach den Leistungen der VDV-Unternehmen weiter an. Die Fahrgastzahlen der Sparte Bus konnte im Jahr 2013 Fahrgastzuwächse von 1 % verzeichnen. Dies trifft vor allem auf die gut ausgebauten Verkehrssysteme in Großstädten und nahe den Ballungszentren zu. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2013 haben deutlich mehr Mitarbeiter den Fahrdienst der ASEAG verlassen als vorgesehen. Gründe hierfür waren frühzeitige Renteneintritte und eine überdurchschnittliche Zahl von Erkrankungen. Dies führte vorübergehend zu Engpässen im Fahrdienst. Um dem entgegen zu wirken, wurde in der zweiten Jahreshälfte damit begonnen, das Fahrpersonal aufzustocken. Da diese neuen Mitarbeiter allerdings erst ausgebildet werden mussten, erfolgte eine Entlastung erst mit einer entsprechenden Verzögerung. Mit Wirkung zum 1.1.2013 wurde das bis dahin im Besitz der ASEAG stehende Parkhaus Adalbertsteinweg durch Ausgliederung zu Buchwerten auf die Aachener Parkhaus GmbH (APAG) übertragen. Sämtliche Aktivitäten zur Parkraumbewirtschaftung erfolgen nun ausschließlich direkt bei dieser Tochtergesellschaft. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung des Unternehmens werden die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen: -Betriebsleistung in Nutzkilometer -Beförderte Personen -Anzahl Mitarbeiter -Jahresergebnis 168 Wirtschaftsplan Jahresabschluss +/- beförderte Personen 8.933 6.323 15.256 66.993 8.578 6.535 15.113 65.649 -355 212 -143 -1.344 Beförderungserlöse Zuschüsse Abgaben gemäß Verkehrsvertrag 45.356 7.257 -1.772 44.415 6.755 -1.753 -941 -502 19 -6.281 -16.536 -6.133 -16.968 148 -432 23 -743 31 -1.163 8 -420 630 -32.266 601 -31.322 -29 944 -1.452 -2.126 -674 -19.913 -19.909 4 1.746 50 -144 1.748 23 65 2 -27 209 (in Tausend) Nutz-km eigene Leistung Nutz-km angemietete Leistung Kosten Treibstoff Kosten Busanmietungen gemietete Fahrer (ESBUS) Kosten Fahreranmietungen (ESBUS) eigene Mitarbeiter gesamt Kosten Personal darin enthalten: Kosten Altersversorgung (o. Zinsen) Ergebnis ASEAG darin enthalten: Ergebnis APAG Ergebnis ASEAG-Reisen Ergebnis ESBUS Die Verkehrserlöse verfehlten unsere geplanten Erwartungen um - 0,9 Mio. EUR. Darüber hinaus waren im Bereich der Umsatzerlöse Einbußen bei den Zuschüssen für Schwerbehindertenbeförderungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR hinzunehmen, die sich aus einer im Berichtsjahr durchgeführten Zählung ergaben. Aufgrund der vorgenannten Ausfälle des eigenen Fahrpersonals mussten verstärkt Subunternehmer eingesetzt werden, um dies bei der Erstellung unserer Betriebsleistung zu kompensieren. Dadurch reduzierte sich unsere eigene Leistung um 350.000 Nutz-km und die angemietete Leistung erhöhte sich um 212.000 Nutz-km. Die restlichen Nutz-km resultieren aus tatsächlich ausgefallenen Fahrten. Deswegen und wegen der reduzierten Schwerbehindertenquote kommt es auch zu einer Reduzierung der beförderten Personen um 1,344 Mio. Fahrgäste. Die Kosten für angemietete Leistungen stiegen daher gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. EUR an. Die Treibstoffkosten vielen demzufolge etwas geringer aus. Stärker als geplant entwickelt sich der Übergang von Fahrpersonal der ESBUS Eschweiler Bus- und Servicegesellschaft mbH (ESBUS). Hier wurden durchschnittlich acht Mitarbeiter mehr eingestellt und an die ASEAG abgestellt als ursprünglich angenommen. Allerdings reichte dies nicht aus, um alle Personalabgänge bei der ASEAG aufzufangen. Durch eine schnellere Umschichtung der Mitarbeiter im Fahrdienst zur Fahrbetriebsgesellschaft ESBUS wurden im Berichtsjahr 29 Mitarbeiter weniger beschäftigt als geplant. Dadurch konnten höhere Aufwendungen für Altersversorgung und höhere Aufwendungen für angemietete Fahrer kompensiert werden. Das Beteiligungsergebnis fiel aufgrund einer höheren Ergebnisabführung von ESBUS infolge von Sondereffekten um 0,2 Mio. EUR höher aus. Das Planergebnis konnte erreicht werden, so dass das Ergebnis als günstig zu bewerten ist. Ertragslage Die ASEAG hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem Fehlbetrag vor Verlustübernahme von 19,9 Mio. EUR abgeschlossen. Dies bedeutet gegenüber dem, mit außerordentlichen Vorgängen belasteten Vorjahr aufgrund der außerordentlichen Wertminderung der Beteiligung an der APAG i.H.v. 6,0 Mio. EUR sowie der durch Sondereffekte verursachten Verlustübernahme i.H.v. 4,1 Mio. EUR für die APAG eine Ergebnisverbesserung um 11,8 Mio. EUR. 169 Die Umsatzerlöse verringerten sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 0,8 Mio. EUR auf 50,8 Mio. EUR; was unter anderem auf einen Rückgang der beförderten Personen, insbesondere der Schwerbehinderten, zurückzuführen ist. Der Verkauf von Fahrkarten stieg dabei um 0,4 Mio. EUR an. Die Zuschusserlöse sanken, insbesondere aufgrund geringerer Mittel für die Beförderung von Schwerbehinderten, um 0,7 Mio. EUR. Eine im Berichtsjahr vorgenommene Zählung ergab erstmalig eine Reduzierung auf den Regel-Prozentsatz für diese Zuwendungen. Die a-periodischen Erlöse lagen um 0,4 Mio. EUR unter denen des Vorjahres. 170 Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 0,8 Mio. EUR auf 6,4 Mio. EUR an. Ursächlich sind hierfür im Wesentlichen a-periodische Erträge eines Gewährleistungsfalls im Werkstattbereich in Höhe von 0,3 Mio. EUR sowie Zuschusszahlungen für das Mobility-Projekt (0,1 Mio. EUR) und aus der ÖPNV-Pauschale der Stadt Aachen (0,3 Mio. EUR). Der Materialaufwand erhöhte sich insgesamt um 2,4 Mio. EUR auf 29,9 Mio. EUR. Die Kosten für Fahrzeugmieten stiegen dabei um 0,9 Mio. EUR, die Kosten für Fahrerabstellung um 1,0 Mio. EUR an. Der Personalaufwand reduzierte sich insgesamt um 2,4 Mio. EUR. Dies resultiert aus der durchschnittlichen Anzahl von Mitarbeitern, die von 626 auf 601 gesunken ist, sowie um 2,0 Mio. EUR geringeren Aufwendungen für Altersversorgung. Die planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen bedingt durch Investitionsverschiebungen um 0,1 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen 0,2 Mio. EUR geringfügig über dem Vorjahreswert. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen enthalten im Wesentlichen die Gewinnabführungserträge der APAG i.H.v. 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: Verlustübernahme von 4,1 Mio. EUR). Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR resultieren aus einer weiteren Zuführung von einem Fünfzehntel des Bewertungsunterschieds der Pensionsrückstellungen gemäß BilMoG. Die in den nächsten Jahren noch zuzuführenden Bewertungsunterschiede zur Pensionsrückstellung belaufen sich insgesamt noch auf ca. 8,4 Mio. EUR. Zwischen der ASEAG und der Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mit beschränkter Haftung Aachen (E.V.A.) besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Aufgrund dieses Vertrages wird der Verlust der ASEAG von der E.V.A. ausgeglichen. Finanzlage Mittelverwendung Mittelherkunft 30,7 Mio. Euro Zugänge Finanzanlagen 4,1 Zunahme kurzfr. Verbindl./Rückst. 9,5 Abnahme Umlaufvermögen 9,7 Abna hme Finanzmittel 24,1 0,2 2,5 Investitionen 6,6 Anlagenabgänge Zunahme langfr. Verbindl./Rückst. 1,2 Zunahme Zuschüsse 3,5 Abschreibungen Sachanlagen Im Berichtsjahr belief sich das Finanzvolumen der ASEAG auf 30,7 Mio. EUR. Die Zugänge bei den Finanzanlagen betreffen zwei Ausleihungen an die APAG mit Laufzeiten bis 2015 (3,0 Mio. EUR) bzw. 2023 (2,0 Mio. EUR) sowie drei Ausleihungen an die E.V.A. in Höhe von insgesamt 19,0 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis 2015. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus der Anschaffung von 18 Gelenkbussen und einem Hybridbus. 171 Die Mittelherkunft erfolgte mit 9,7 Mio. EUR aus kurzfristigen Finanzmitteln und mit 9,4 Mio. EUR aus der Reduzierung der Forderungen, die im Wesentlichen aus der Zahlung der E.V.A. aufgrund des Verlustausgleichsanspruchs resultieren. Darüber hinaus ergaben sich weitere Finanzierungsmittel aus der Zunahme der kurz- und langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten von insgesamt 6,6 Mio. EUR, die größtenteils aus Anpassungen der Pensionsrückstellungen erfolgten. 3,5 Mio. EUR standen durch Abschreibungen des Sachanlagevermögens zur Verfügung. Erhaltene Zuschusszahlungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR werden im Folgejahr nach Fertigstellung der zum Bilanzstichtag im Bau befindlichen dynamischen Fahrgastinformationssysteme (DFI) mit den entsprechenden Anschaffungskosten verrechnet. Vermögenslage Vermögen Kapital 124,7 Mio. Euro Finanzmittel inkl. Cash-Pool 16,9 übriges Umlaufvermögen 25,7 Finanzanlagen 60,1 Immaterielle Vermögensgegenstände/ Sachanlagen 1,2 Zus chüsse 16,0 kurzfr. Rückst./ Verbindlichkeiten RAP 9,3 Eigenkapital 98,2 langfr. Rückstellungen/ Verbindlichkeiten 22,0 Die Bilanzsumme beträgt im Berichtsjahr 124,7 Mio. EUR und liegt um 7,8 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Das Finanzanlagevermögen bildet 48,2 % der Bilanzsumme und beinhaltet neben 24,0 Mio. EUR Ausleihungen mit 35,4 Mio. EUR den Beteiligungsbuchwert an der APAG. Der Anteil des Sachanlagevermögens beträgt 17,6 % und besteht im Wesentlichen aus Fahrzeugen für Personenverkehr. Die Finanzmittel betragen 13,5 % des Gesamtvermögens und resultieren maßgeblich aus dem unter den Forderungen gegen E.V.A. ausgewiesenen Cash-Pool in Höhe von 16,1 Mio. EUR sowie Kassen- und Bankguthaben in Höhe von 0,8 Mio. EUR. Das übrige Umlaufvermögen besteht größtenteils aus der Verlustausgleichsforderung und beträgt 20,7 % der Bilanzsumme. Die Kapitalseite weist insgesamt 107,5 Mio. EUR mittel- und langfristige Mittel aus, die sowohl das Anlagevermögen als auch Teile des Umlaufvermögens langfristig abdecken. Die hauptsächlich aus Pensionsverpflichtungen resultierenden mittel- und langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten betragen 78,7 % der Bilanzsumme. Der Anteil der kurzfristigen Zuschüsse, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und des Rechnungsabgrenzungspostens beträgt 13,8 %, die Eigenkapitalquote beträgt 7,5 %. 172 Nachtragsbericht Es sind keine Vorgänge oder Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die das im vorliegenden Abschluss vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. Mitarbeiter Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte die ASEAG 611 Mitarbeiter/-innen. Die Anzahl der Mitarbeiter/-innen reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 31 Mitarbeiter. 6 Eintritten standen 37 Austritte gegenüber. Hierin spiegelt sich die Strategie der Leistungsverschiebung von der ASEAG hin zur Tochtergesellschaft ESBUS wieder, bei der entsprechend Personal aufgebaut wurde. Auch im Jahr 2013 wurden wieder umfangreiche Fahrerschulungen durchgeführt. In allen Bereichen bietet die ASEAG weitere Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen an. Die ASEAG bildet jährlich vier Auszubildende zur „Fachkraft im Fahrbetrieb“ (FIF) aus. Die anerkannte Berufsausbildung schließt nach zweieinhalb bzw. drei Jahren mit einer IHKAbschlussprüfung ab. Ziel ist es, zum einen die Altersstruktur der im Unternehmen beschäftigten Busfahrer ausgewogener zu gestalten und zum anderen, dass die jungen Leute neben dem Busfahren selbst eine Vielzahl weiterer Qualifikationen rund um den ÖPNV erhalten. Während ihrer Berufsausbildung lernen die Auszubildenden zunächst anderthalb Jahre lang kaufmännische und organisatorische Themen der ASEAG kennen und werden danach in der Fahrschule und im Fahrbetrieb ausgebildet. Nach erfolgreich abgeschlossener Berufsausbildung wird allen Auszubildenden ein Arbeitsvertrag im Fahrdienst angeboten. Auch in den kommenden Jahren wird dieses Ausbildungsplatzangebot aufrechterhalten. 173 Prognosebericht Die kommenden Geschäftsjahre 2014 bis 2018 werden geprägt sein von der Vorbereitung der Neustrukturierung des Verkehrsmarktes im Verkehrsgebiet des Aachener Verkehrsverbundes (AVV). Mit Ende der Betrauungen der kommunalen Unternehmen im AVV zum Jahresende 2017 steht der AVV vor der Herausforderung, die Vergabe der Verkehrsleistung für die Zeit ab 2018 zu organisieren. Hierbei geht die ASEAG nach dem derzeitigen Stand der Diskussionen mit dem AVV und politischen Vertretern der Stadt Aachen und der Städteregion Aachen davon aus, dass die ASEAG für ihre bisherigen Leistungen (ca. 15 Mio. Nutz-km) eine Direktvergabe nach Maßgabe der EU VO 1370/2007 erhalten wird. Analog trifft dies auch für die übrigen kommunalen Verkehrsunternehmen im AVV zu. Das Vergabeverfahren für die Leistungen, die zurzeit überwiegend von privaten Verkehrsunternehmen erbracht werden, ist zurzeit noch ungeklärt, da seitens des AVV noch diverse rechtliche Schritte geklärt werden müssen, um ein ordentliches Vergabeverfahren zu realisieren. Eine Direktvergabe weiterer Leistungen unmittelbar an die ASEAG ist dabei ebenfalls 174 nicht auszuschließen, zumal einige Verkehrsleistungen in das Netz der ASEAG gut zu integrieren wären. Mit dem nach sehr langen Verhandlungen mit ver.di abgeschlossenen Manteltarifvertrag und dem Ausbau der Eschweiler Bus- und Servicegesellschaft mbH, Eschweiler (ESBUS) zur Fahrbetriebstochter ist hier vorerst eine relative Planungssicherheit eingetreten. Nach derzeitigem Stand ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Mitarbeiter im Fahrdienst etwa in 2017 auf die im Tarifvertrag vorgesehene Zahl von 325 Mitarbeitern abgeschmolzen ist. In den übrigen Funktionsbereichen der ASEAG werden keine nennenswerten Änderungen erwartet, so dass wir insgesamt von einem Personalbestand von 545 ausgehen Erhebliche Mehrkosten, die aus dem alten Manteltarifvertrag und der dort verankerten Rückführung der Fremdvergabequote entstanden wären, konnten vermieden werden. Auch wenn hierdurch für die ASEAG an dieser Kostenseite Stabilität erreicht werden konnte, gefährden hohe Lohnforderungen der Gewerkschaften weiterhin die Ergebnisentwicklung der ASEAG. In Verbindung mit Sonderzulagen beläuft sich die Tarifforderung der aktuellen Tarifrunde auf über 10 % für die in Verkehrsunternehmen besonders stark vertretenen Gruppe des Fahrpersonals. Darüber hinaus bedroht das Tariftreue- und Vergabegesetz NRW (TVgG) weiterhin die mit der Fremdvergabe erzielten Kostenvorteile. Darüber hinaus werden die kommenden Jahr voraussichtlich durch weiter fallende Abzinsungssätze für die Bewertung der Pensionsrückstellungen, eine zunehmende Lebenserwartung sowie die Neubewertung der Pensionsrückstellungen wegen des BilMoG (je ein Fünfzehntel des zum 1. Januar 2010 festgestellten gesamten Unterschiedsbetrags) zur Bildung zusätzlicher Pensionsrückstellungen führen und so das Ergebnis der ASEAG vor Verlustübernahme durch die E.V.A. belasten. Neben diesen Rahmenbedingungen werden steigende Umsatzerlöse, konstante Ausgleichszahlungen für die Schülerbeförderung (§ 11 a ÖPNVG-NRW) und abnehmenden Ausgleichszahlungen für Schwerbehinderte (§ 148 SGB IX), neue Zuschüsse für das Mobilitätsticket (Sozialticket) sowie der Entwicklung der Dieselpreise das Ergebnis beeinflussen. Das Niveau der Ausgleichszahlungen nach § 11a ÖPNVG-NRW (Schülerbeförderung) hat sich im Jahr 2013 stabilisiert und wird auch in den Folgejahren in etwa konstant bleiben. Der Rückgang der Schwerbehindertenquote ist deutlich stärker als erwartet ausgefallen, so dass die ASEAG ihre Schwerbehindertenzählung im Jahr 2013 vorzeitig abgebrochen hat, da sich abzeichnete, dass kein unternehmensspezifischer Zuschusssatz nach § 148 Abs. 5 SGB IX mehr erreicht werden konnte. Im Ergebnis ist die ASEAG somit auf den Landessatz zurückgefallen. Dies geht mit erheblichen Einnahmeeinbußen einher, die sich nunmehr in den Planungen bis 2018 widerspiegeln. Eine wesentliche Ursache für den sehr starken Rückgang ist dabei, dass in der Stadt Aachen, in der der ÖPNV insbesondere durch die ansässigen Studenten geprägt wird, der doppelte Jahrgang der Studierenden im Jahr 2013 einen stärkeren Einfluss auf die Schwerbehindertenquote hatte als erwartet. Mit Erreichen des Landessatzes sind keine nennenswerten weiteren negativen Entwicklungen aus diesem Zuschusssegment mehr zu erwarten. Die Auswirkungen des Mobiltickets (Sozialtickets) und den damit einhergehenden Zuschüssen sind derzeitig noch nicht abschließend zu beurteilen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es zu erheblichen Mengeneinbrüchen im Segment des Bartarifes (z.B. Einzelfahrscheine, Tageskarten), die unter anderem auch auf Verschiebungen hin zum Mobilticket zurückgeführt werden. Eine detaillierte Untersuchung der Verschiebungen zwischen den Ticketarten und daraus resultierende Effekte auf die Gesamteinnahmen inkl. der Zuschüsse läuft derzeitig in Zusammenarbeit mit dem AVV. Der Jahresfehlbetrag für das Jahr 2013 beträgt 19,9 Mio. EUR und liegt zum einen exakt auf Planniveau und zum anderen um ca. 11,8 Mio. EUR unter dem Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme des Geschäftsjahres 2012, das stark durch Sondereinflüsse (insbesondere Pensionsrückstellungen und Abschreibungen i. V. m. der APAG) geprägt war. Für das Geschäftsjahr 2014 ist ein Fehlbetrag von 20,6 Mio. EUR geplant. Dabei gilt weiterhin, dass die allgemeinen Kostensteigerungen im Wesentlichen durch Mehrerlöse gedeckt werden; die Ergebnisverschlechterung resultiert daher weniger aus inflationären Gesichtspunkten, sondern insbesondere aus erhöhten technischen und kundenseitigen Anforderungen, die sich in zunehmendem Aufwand widerspiegeln. Moderne Fahrgastinformationsmedien (z.B. Dynamische Fahrgastinformationssäulen, Internet und APP), zeitgemäße Vertriebsinfrastruktur (z.B. elektronisches Fahrgeldmanagement) und Fahrzeuge mit modernen Antriebsformen (Euro 6-, Hybrid- oder Elektrobusse) sind kapital- und wartungsintensiv, ohne dass im verbliebenen Geschäft wesentliche Einsparungen generiert werden können. Dabei sich gegebenenfalls ergebende Mehrerlöse durch eine Attraktivitätssteigerung des ÖPNV sind nur sehr schwer zu beziffern und daher bisher nicht Bestandteil der Planung. Kostensteigerungen im Bereich des Dieselverbrauchs werden beim Eigenverbrauch zwar teilweise durch Preissicherungen aufgefangen, führen aber dennoch zu einer Ergebnisbelastung. Dies ist auch bei den Subunternehmen wegen bestehender Preisgleitklauseln zu berücksichtigen, so dass steigende Vergütungssätze zu erwarten sind. 175 Positive Unterstützung erhält das Ergebnis durch das wieder ansteigende Beteiligungsergebnis der APAG, die in 2013 gut 1,7 Mio. EUR Ergebnis an die ASEAG abgeführt hat und auch für die Zukunft eine positive Geschäftsentwicklung erwartet, nachdem im Jahr 2012 durch Sondereinflüsse ein negatives Ergebnis durch die ASEAG auszugleichen war. Der mittelfristige Wirtschaftsplan für den Zeitraum von 2014 bis 2018 geht von einem negativen Ergebnis vor Verlustübernahme zwischen - 20,6 Mio. EUR und - 21,9 Mio. EUR für die Jahre bis 2017 aus, bevor es im Jahr 2018 zu einer Ergebnisverbesserung auf - 18,7 Mio. EUR kommt. Die deutliche Ergebnisverbesserung im Jahr 2018 ist im Wesentlichen auf den Entfall der Einnahmenanspruchsverträge im AVV zurückzuführen, wodurch mehr Einnahmen bei der ASEAG verbleiben werden. Grundsätzlich gilt weiterhin, dass Erlössteigerungen einen Großteil der Kostensteigerungen auffangen werden. Die Verschlechterung des mittelfristigen Ergebnisses gegenüber der letzten Mittelfristplanung in den ersten 4 Jahren der Planung resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Zuschüssen für die Schwerbehindertenbeförderung – die ASEAG ist von einem unternehmensspezifischen Fördersatz von 5,29 % auf einen landeseinheitlichen Fördersatz von 3,79 % zurückgefallen – und aus der Entscheidung, verstärkt in IT-Lösungen zu investieren, die in anderen Verkehrsräumen in NRW zum Großteil bereits zum Standard gehören (z.B. Elektronisches Fahrgeldmanagement). Kurzfristige Abschreibungszeiträume dieser Wirtschaftsgüter werden das Ergebnis der nächsten Jahre belasten. Das Programm zur Modernisierung der Busflotte ist mittlerweile abgeschlossen. Anstehende Investitionen dienen nunmehr primär dazu, den erreichten hohen technischen Stand der Busflotte zu erhalten und technische Fortschritte entsprechend in den Busbestand kontinuierlich einfließen zu lassen. Im Jahr 2014 werden 5 Solobusse und 9 Gelenkbusse mit der Euro 6-Abgasnorm angeschafft. Darüber hinaus wird im Rahmen eines EU-weiten Projektes zur Elektromobilität der Einsatz von Elektrobussen im Linienverkehr untersucht werden. Neben den Forschungsergebnissen erwartet die ASEAG insbesondere einen Know-how-Zugewinn im Bereich dieser Antriebstechnik, die die ASEAG anstelle der Hybridtechnologie als mittel- bis langfristige Zukunftstechnologie im ÖPNV ansieht. Das Ziel eines umweltverträglichen ÖPNV bleibt somit weiterhin bestehen. Die Teilnahme an den Projekten „Mobility Broker“ und „Civitas Dyn@mo“ sind dabei ein wesentlicher Baustein. Darüber hinaus soll die Vermarktung des ÖPNV, insbesondere in der Region, intensiviert werden. Hier bilden u.a. Überlegungen zu einer weiteren Optimierung bedarfsorientierter Verkehre einen Schwerpunkt der geplanten Aktivitäten. Ziel der ASEAG ist es dabei, sich als Mobilitätsdienstleister mit Leistungen zu positionieren, die über die reine Busleistung hinausgehen. Zeitgleich sollen u. a. durch einen mobilen Datenzugriff auf aktuelle Abfahrtspläne und die flexible Nutzungsmöglichkeit unterschiedlicher Verkehrsmittel Zugangshemmnisse zum ÖPNV abgebaut werden – mit dem Ausbau der dynamischen Fahrgastinformation und der ASEAGmobil App, die Abfahrtzeiten in Echtzeit anzeigt, ist ein erster wesentlicher Schritt im Geschäftsjahr 2013 erfolgt. Die Zielsetzung eines ökologisch hochwertigen ÖPNV liegt im Trend der Branche. Die ASEAG verfolgt insgesamt weiterhin das Ziel, sich als kommunales Verkehrsunternehmen und zuverlässigen Dienstleister für Stadt und StädteRegion Aachen zu positionieren und diese Position zu einem umfassenden Mobilitätsdienstleister auszubauen. Mit der förmlichen Betrauung der ASEAG bis zum Jahr 2017, die durch ihre Aufgabenträger Stadt und Kreis Aachen im Jahr 2007 erfolgt ist, ist eine gute Basis geschaffen worden, um den neuen Anforderungen der EU-Verordnung über öffentliche Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße (VO 1370/2007) und des ÖPNV-Gesetzes NRW gerecht zu werden. Hierauf aufbauend strebt die ASEAG eine Direktvergabe der Leistung an. Eine entsprechende Vorabbekanntmachung erwartet die ASEAG im Geschäftsjahr 2015. Darüber hinaus bleibt ein Ziel der ASEAG, sich den ökonomischen und ökologischen Anforderungen unserer Gesellschaft zu stellen und damit den spezifischen Anforderungen der Bürger der StädteRegion Aachen an einen nutzerorientierten ÖPNV gerecht zu werden. Dabei gilt es für die ASEAG, sich im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Anforderungen und angebotsorientierten Zielen zu bewähren. Neben den vorstehend dargelegten Aktivitäten auf dem Weg zum umfassenden Mobilitätsdienstleister in der StädteRegion Aachen beabsichtigt die ASEAG, sich zusammen mit einem Partner an der für nunmehr für 2014 erwarteten Ausschreibung für die Euregiobahn (geplante Betriebsaufnahme nun voraussichtlich 2018) zu beteiligen. 176 Aufgrund des insgesamt positiven Trends der letzten Jahre gehen wir davon aus, dass wir trotz des leichten Rückgangs der Fahrgäste in 2013 im Jahr 2014 sowohl bei den Beförderungserlösen als auch bei den Fahrgastzahlen ganzjährig betrachtet Steigerungen zu erwarten haben. Chancen und Risikobericht Unternehmerisches Handeln ist stets mit Chancen und Risiken verbunden. Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten und zu dokumentieren. Darauf basierend werden Maßnahmen zur Steuerung, Begrenzung und Minimierung der Risiken ergriffen. In die Analysen fließen die denkbaren externen Marktrisiken, operative Betriebsrisiken sowie finanzwirtschaftliche Risiken mit ein. Um dies sicherzustellen, ist das Chancen- und Risikomanagementsystem konsequent in die bestehenden Steuerungs- und Controlling-Prozesse integriert. Im Rahmen der Unternehmenssteuerung werden allgemeine Markt- und Erlösrisiken im Zuge der Überwachung der Entwicklung von Erlösen, Mengen und Kosten in der Planung, der Vorhersage für das Jahresendergebnis und im Berichtswesen erfasst und gesteuert. Zusätzlich ist ein Risikomanagementsystem im Sinne von AktG § 91 Abs. 2 auf der Ebene der Konzernmutter implementiert, in das die ASEAG integriert ist und das alle weiteren Risiken erfasst. Berichte zum Risikomanagement erfolgen unmittelbar an den Vorstand. Darüber hinaus fungieren die interne Revision und der Abschlussprüfer bei der Jahresabschlussprüfung als unabhängige Kontrollinstanzen. Zum 1. Januar 2010 ist eine konzernweite Unternehmensverfassung in Kraft getreten. Diese sieht u. a. Regelungen zum Wettbewerbsrecht, zur Antikorruption, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, zum Datenschutz und zur Umsetzung der Verfassung vor. Wie in den Vorjahren wurden auch im Geschäftsjahr 2013 in allen Unternehmensbereichen regelmäßig systematische und vollständige Risikoerhebungen vorgenommen. Im Rahmen der halbjährlichen Aktualisierung bzw. Überprüfung wurden alle wesentlichen Risiken identifiziert, analysiert, bewertet und dokumentiert, und zwar nach ihrer potenziellen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Zum 31. Dezember 2010 war es in Folge eines Arbeitsgerichtsurteils Anfang 2011 notwendig geworden, eine außerordentliche Pensionsrückstellung in Höhe von 19,14 Mio. EUR zu bilden; die Pensionsrückstellung valutiert zum 31. Dezember 2013 in Höhe von 23,06 Mio. EUR. Das dazugehörige Gerichtsverfahren befindet sich zurzeit in der Revision beim Bundesarbeitsgericht (BAG). Die seitens der ASEAG angestrebte Berufung beim Landesarbeitsgericht ist zu Gunsten der ASEAG entschieden worden. Mit einem Urteil des BAG ist voraussichtlich im Geschäftsjahr 2014 zu rechnen, da der erste Gerichtstermin nunmehr auf Juni 2014 terminiert worden ist. Weitere ca. 70 Klagen zum gleichen grundsätzlichen Sachverhalt sind inzwischen bei der ASEAG eingegangen, wurden aber aufgrund des beim BAG anhängigen Verfahrens vorerst zurückgestellt. Bilanziell wurde nach heutigem Kenntnisstand ausreichend Vorsorge getroffen. Im Zusammenhang mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) stellt das Ergebnis der einmaligen Neubewertung bei Einführung der Pensionsrückstellungen ein ergebnisbelastendes Risiko dar, welches im Rahmen der Fünf-Jahres-Planung bereits bewertet und eingeplant ist. Dennoch kann es durch sich verändernde Rahmenparameter (Zinssätze, Versicherungstafeln u. ä.) auch weiterhin zu erheblichen Belastungen des Ergebnisses durch Anpassungen der Pensionsrückstellungen kommen. Eine diesbezügliche bilanzielle Vorsorge ist handelsrechtlich nicht möglich und wurde auch nicht in der mittelfristigen Wirtschaftsplanung berücksichtigt. Durch die von der EU angestrebte Liberalisierung des Verkehrsmarktes mit einem „kontrollierten“ Wettbewerb und den damit verbundenen Restrisiken bei der Direktvergabe wird sich die Lage im ÖPNV entscheidend weiter verändern. In Übereinstimmung mit der neuen EU-Verordnung zur Regelung des ÖPNV (VO 1370/2007) wird die ASEAG der Mobilitätsdienstleister in Stadt und StädteRegion Aachen bis 2017 bleiben. Der Ratsbeschluss, der eine Konkretisierung der Betrauung bis Ende 2017 vorsieht, wurde am 21. November 2007 gefasst. Dieser Sachverhalt bedeutet für die ASEAG einen gewissen Bestandsschutz für die nächsten Jahre. Die ASEAG setzt sich jedoch schon heute mit den Anforderungen, die mit der Umsetzung der VO1370/2007 einhergehen, auseinander und beabsichtigt, bereits vor dem Ablauf der Betrauung im Jahr 2017 einzelne Komponenten der Verordnung in Abstimmung mit den Aufgabenträgern in separaten Absprachen zu realisieren (z. B. Anreizsysteme). Die derzeitigen politischen Signale berechtigen zu der Annahme, dass die ASEAG auch für den Zeitraum 2018 bis 2027 durch eine Direktvergabe der Mobilitätsdienstleister in der Region bleibt. Neben den rechtlichen Risiken aus der Verordnung VO 1370/2007 zur Direktvergabe ergibt sich aus dem seit Mai 2012 in Nordrhein-Westfalen geltenden Tariftreue- und Vergabegesetz (TVgG-NRW), 177 welches durch den Minister für Arbeit, Integration und Soziales im Herbst 2012 für den ÖPNV konkretisiert wurde, ein zusätzliches Kostenrisiko bei der Beauftragung der Subunternehmer. Das im Auftrag der ASEAG erstellte Rechtsgutachten der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek kommt zwar zu dem Ergebnis, dass die ASEAG und die Subunternehmerverträge der ASEAG nicht vom TVgG-NRW betroffen sind – die bisherige Rechtsprechung führte bisher nicht zu einer abschließenden Rechtsmeinung, da i.d.R. anhängige Verfahren an höhere Instanzen verwiesen wurden. Ein weiteres wesentliches bilanzielles Risiko ist die künftige Werthaltigkeit der Beteiligung an der APAG. Rückläufige Ergebnisse in den vergangenen Jahren haben im Jahresabschluss 2012 zu einer Korrektur des Beteiligungswertes geführt. Sollten die von der Geschäftsführung und dem Gesellschafter eingeleiteten Maßnahmen und die mit dem Projekt Parkhaus Tivoli verbundenen verbliebenen Erwartungen mittelfristig nicht vollumfänglich greifen bzw. eintreten, besteht das Risiko eines weiteren Korrekturbedarfs des Beteiligungsansatzes. Mit dem erfolgreichen Start zweier neuer Parkobjekte und der besser als erwartet anlaufenden Vermarktung des Tivoli-Parkhauses an Dritte nimmt die Gefahr der Notwendigkeit einer Korrektur des Beteiligungswertes jedoch ab. Weitere wesentliche Risiken ergeben sich aus Umweltbelangen, die es erforderlich machen können, dass die ASEAG schneller als geplant kostenintensive schadstoffreduzierende oder umweltpolitische Maßnahmen einzuleiten hätte. Auch wenn sich die Zuschusssituation gemäß der aktuellen Rechtslage im Bereich der Schülerbeförderung verbessert hat, bleibt ein wesentliches Risiko der ASEAG weiterhin die Abhängigkeit von Zuschüssen und Fördermitteln und die damit verbundene Notwendigkeit, wegfallende Zuschüsse durch andere geeignete Maßnahmen zu kompensieren. So hält die Tendenz rückläufiger Schwerbehindertenquoten an. Im Geschäftsjahr 2013 ist die ASEAG dadurch früher als erwartet auf das gesetzliche Niveau zurückgefallen. Hierdurch reduziert sich das zukünftige Risiko im Hinblick auf die Schwerbehindertenquote zwar erheblich, bleibt aber im Grundsatz bestehen. Bezüglich der Zuschusssituation ist gegenüber den Vorjahren hinzugekommen, dass die Verkaufszahlen im Mobil-Ticket (Sozialticket) tendenziell steigen, die dazugehörigen Ausgleichszahlungen jedoch nicht per Gesetz festgelegt sind, sondern lediglich von Jahr zu Jahr bereitgestellt werden und insgesamt gedeckelt sind. Ein weiteres wesentliches Risiko ist die zunehmende Anzahl leistungsgeminderter Mitarbeiter, die insbesondere nicht mehr im Fahrdienst eingesetzt werden können. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine operativen Risiken bekannt, die zu einer Gefährdung einzelner Betriebsbereiche oder des gesamten Unternehmens führen könnten. Nach Überprüfung der Risikosituation kommen wir zu dem Ergebnis, dass wir ausreichend versichert sind und genügend bilanzielle Vorsorge getroffen haben. Der Fortbestand der ASEAG ist gesichert, wenn die E.V.A. langfristig den Verlust der ASEAG ausgleichen kann. Sollte der Ausgleich gefährdet sein, ist die Geschäftsführung der E.V.A. gefordert, Maßnahmen zur Sicherstellung einzuleiten. Insgesamt wird mit einem negativen Planergebnis für 2014 vor Verlustübernahme i.H.v. 20,6 Mio. EUR gerechnet, welches bei Eintritt als zufriedenstellend angesehen wird. 178 Aachener Parkhaus GmbH Aachen Allgemeine Angaben Firma Aachener Parkhaus GmbH Sitz Neuköllner Str. 1, 52068 Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 1995 Gesellschafter Geschäftsführer Joachim Adler Herbert Sliwinski Gremien Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 51.129,19 EUR Mitarbeiter 22 (Vorjahr 20,5) (Durchschnitt) Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Schaffung und Vorhaltung von allgemein zugänglichen Parkflächen durch den Bau und die Bewirtschaftung von Parkhäusern, Parkplätzen sowie Anlagen, die diesem Betrieb dienen, und alle damit verbundenen Dienstleistungen. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Joachim Adler, Herbert Sliwinski Aufsichtsrat: Vorsitzender Stellv. Vorsitzender Beratender Teilnehmer Beratender Teilnehmer Roland Jahn (Grüne) Heiner März (SPD) Gisela Nacken Gaby Breuer (CDU) Egbert Form (CDU) Rolf Kitt (CDU) Michael Servos (SPD) Dr. Klaus Vossen (FDP) Claus Schramm Karl-Heinz Goldin Ratsmitglied Sachkundiger Bürger Beigeordnete Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied sachkundiger Bürger Betriebsratsvors. ASEAG, bis 10.7.13 Betriebsratsvors. ASEAG, ab 10.7.13 Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Geschäftsführer werden durch die Gesellschafterversammlung bestellt oder abberufen. 179 Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus acht stimmberechtigten Mitgliedern. Eines dieser stimmberechtigten Mitglieder ist der Oberbürgermeister als geborenes Mitglied oder ein von ihm vorgeschlagener Beamter oder Angestellter der Stadt Aachen. Die übrigen Mitglieder werden durch den Rat entsandt. Ein vom Betriebsrat benannter Vertreter der Arbeitnehmer der Betriebsführerin, der “Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-Aktiengesellschaft” - ASEAG - nimmt an den Aufsichtsratssitzungen beratend teil. Gesellschafterversammlung Den Vorsitz in der Gesellschafterversammlung führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats, bei seiner Verhinderung sein Stellvertreter. Alleiniger Gesellschafter ist die ASEAG. Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 2011 22.830 99% Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 2013 6.852 70% 8.604 92% 89 III. Finanzanlagen B. 2012 228 1% III. Wertpapiere 42 0% 4.763 48% 6.561 70% 2.000 20% 2.000 21% 2.965 30% 511 5% 0% 0 0% 2.954 30% 500 5% 0 Vermögensgegenstände 1% 0 0% 0 0% 11 0% 11 0% 17 0% 201 2% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage 21 0% 23.078 4.817 21% III. Gewinnrücklagen B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 180 9.834 9.316 1.051 11% 1.211 13% 51 1% 200 2% 0 0% 11 0% 1.000 10% 232 1% 18.021 78% 8 23.078 0% 458 5% 8.322 85% 3 9.834 0% 1.000 11% 565 6% 7.537 81% 3 9.316 0% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 9.127 9.411 9.791 sonstige betriebliche Erträge 4.622 244 255 13.749 9.655 10.046 3.604 4.720 4.761 Personalaufwand 930 966 1.080 Abschreibungen 622 799 498 Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.259 5.613 1.576 Betriebserfolg 7.334 -2.443 2.131 153 0 34 2 Wertpapiere des Umlaufvermögens 5.107 0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 404 212 -347 -5.324 -210 6.987 -7.767 1.921 0 0 0 143 143 174 0 4.144 0 Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 2.079 0 1.748 Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 4.766 -3.766 0 0 3.766 0 4.766 0 0 0 0 0 Betriebsleistung Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Finanzergebnis Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Erträge aus Verlustübernahme Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen Einstellung in andere Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine unmittelbare Verbindung zum städtischen Haushalt besteht nicht. Mittelbar ist der Haushalt der Stadt Aachen über Ergebnisübernahmeverträge innerhalb des EVA - Konzerns und eine entsprechende Ausschüttung der E.V.A. an die Stadt Aachen betroffen. Lagebericht 1. Grundlage des Unternehmens Die Aachener Parkhausgesellschaft GmbH (APAG), bewirtschaftet in Aachen 15 Parkhäuser und objekte, davon sind 14 öffentlich zugänglich. Mit gut 10.000 Stellplätzen, wovon 7.134 von der APAG gepachtet oder gemietet sind, bewirtschaften wir ca. 75 % der privatwirtschaftlich betriebenen Parkflächen in Aachen. Die Parkhäuser und Parkobjekte, überwiegend zentral im Innenstadtbereich gelegen, sind 24h für unsere Kunden geöffnet. Wir bieten unterschiedlichste Produkte rund um das Parken an und bedienen alle strategisch wichtigen Zielgruppen, wie z.B. Kurz- und Mietparker. Als Besonderheit sind hier ca. 10.000 Miet- und „Nupsi“-Parker zu nennen. Hierbei handelt es sich um eine transpondergesteuerte Abfertigungstechnik. Registrierung und Abrechnung erfolgen online mit direkten Systemschnittstellen. Durch die Gewinnung des Uniklinikums und die Ausstattung der Mitarbeiter 181 mit dieser Parktechnologie konnte die Verbreitung des Nupsi in Aachen deutlich vorangetrieben werden, wodurch positive Effekte auch auf Bestandsparkhäuser zu erwarten sind. Das 24h täglich besetzte Servicecenter gewährleistet die Steuerung aller Anlagen über modernste Leitstandtechnik, den Sprechkontakt zu allen Parkhäusern, zentrale Störmeldungen, sowie einen mobilen Service. Eine Videozentrale mit der Aufschaltung von insgesamt über 800 Kameras und Gegensprechstellen garantiert ein Höchstmaß an Sicherheit. Unser Know-how in diesem Bereich setzen wir zunehmend auch für die Überwachung von Objekten, z.B. Industriebauten, Rechenzentren, außerhalb unserer eigenen Parkobjekte ein. Seit vielen Jahren sind wir darüber hinaus für die Stadt Aachen ein verlässlicher Partner bei der Bewirtschaftung von ca. 300 Parkscheinautomaten. Eingebunden im kommunalen Konzernverbund der Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Aachen (E.V.A.) und dank der engen Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG (ASEAG) bieten wir unseren Geschäftspartnern ein Höchstmaß an Kontinuität und Sicherheit. Im November 2008 wurde ein Leasingvertrag in Verbindung mit einer Kaufoption mit der Alemannia Aachen Stadion GmbH über die Nutzung des Tivoli-Parkhauses geschlossen. Nach der erfolgten Abnahme ist das Parkhaus Tivoli zum 1. Januar 2011 in das wirtschaftliche Eigentum der APAG übergegangen. Nach den Wertberichtigungen und Beendigung des Finanzierungsleasing im Geschäftsjahr 2012 aufgrund der Insolvenzen der beiden Alemannia Gesellschaften wurde im Geschäftsjahr 2013 mit der Alemannia Aachen GmbH ein neuer Mietvertrag geschlossen, der die Nutzung des Parkhauses langfristig neu regelt. Durch Zusagen der Stadt Aachen scheint der Tivoli als zukünftiger Spielort der Alemannia Aachen GmbH gesichert. Die Überlegungen, das Parkhaus aus der Insolvenzmasse zu einem Preis deutlich unter dem Niveau der Kaufoption zu erwerben, um an zukünftigen Entwicklungen am Sportpark Soers teilnehmen zu können, bestehen fort und werden voraussichtlich im März/April 2014 zu einem beurkundeten Kaufvertrag führen. Der mit der Alemannia Aachen Stadion GmbH bestehende Leasingvertrag ist derzeitig hinsichtlich der Leasingrate deutlich reduziert und beschränkt sich auf 20 % der mit der Alemannia Aachen GmbH erzielten Einnahmen. Im Jahr 2008 wurde darüber hinaus ein Vertrag über den Verkauf des Grundstücks Büchel an die STRABAG unterschrieben. Das Parkhaus blieb bis zur Zahlung des Kaufpreises im Eigentum der APAG. Die Kaufpreiszahlung erfolgte im Dezember 2011, wodurch der Eigentumsübergang vollzogen wurde. Die Bewirtschaftung erfolgt bis zum Zeitpunkt des geplanten Abrisses weiterhin durch die APAG. Nach dem Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile durch die Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-Aktiengesellschaft (ASEAG) besteht seit dem 1. Januar 2003 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Der mit der ASEAG bestehende Vertrag über die technische und kaufmännische Betriebsführung der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2013 einvernehmlich aufgehoben und in einen Dienstleistungsvertrag der ASEAG für die APAG überführt. Allgemeine kaufmännische Verwaltungsleistungen werden von der Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mit beschränkter Haftung Aachen, Aachen, (E.V.A.) ausgeführt. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftlichen- und branchenbezogenen Rahmenbedingungen haben nur einen sehr begrenzten Einfluss auf den Geschäftsverlauf der APAG. Wesentlich relevanter sind eher subjektive Kriterien, wie die Baustellensituation rund um die von der APAG betriebenen Parkflächen und die seitens der APAG nicht beeinflussbaren allgemeinen Frequentierung der Aachener Innenstadtbereiche, sei es für Einkaufs- oder Freizeitzwecke. Bezüglich der baulichen Situation ist für das Jahr 2013 festzustellen, dass besonders im Umkreis des Parkhauses Rathaus die im Jahre 2012 noch über sechs Monate existierende Baustelle entfallen ist, was einer der wesentlichen Gründe für die deutlich über 100 TEUR gestiegenen Parkerlöse ist. Geschäftsverlauf Nachdem im Vorjahr aufgrund einer Sonderabschreibung des Parkhauses Tivoli erstmalig von der ASEAG eine Verlustübernahme in Höhe von 4,1 Mio. EUR vor Auflösung von Gewinnrücklagen von 182 3,8 Mio. EUR vorgenommen werden musste, konnte im laufenden Geschäftsjahr plangemäß wieder eine Gewinnabführung in Höhe von 1,7 Mio. EUR erwirtschaftet werden. Dazu haben unter anderem die beiden neuen Projekte Parkplatz Zollamtstrasse und vor allem die Bewirtschaftung der Parkflächen am Universitätsklinikum Aachen (UKA) beigetragen, das in der zweiten Jahreshälfte angelaufen ist. Mit Wirkung zum 1.1.2013 wurde, das bis dahin im Eigentum der ASEAG stehende Parkhaus Adalbertsteinweg durch Eingliederung zu Buchwerten auf die APAG gemäß § 123 Absatz 3 Nr. 1 UmwG übertragen. Demzufolge wurden 149 TEUR dem Gezeichneten Kapital und 11 TEUR der Kapitalrücklage zugeführt. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung des Unternehmens werden die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen: - Anzahl Parkplätze Anzahl Kurzparkvorgänge Anzahl Dauerparker Jahresergebnis (in Tausend) Anzahl Parkplätze Anzahl Kurzparkvorgänge Umsatzerlöse Kurzparker Anzahl Dauerparker Umsatzerlöse Dauerparker Pacht Parkhäuser Jahresergebnis Wirtschaftsplan Jahresabschluss +/- 7.787 10.394 2.607 1.748.891 7.351 2.415 2.445.635 696.744 7.173 2.763 -178 348 1.574 1.740 166 -2.495 -2.428 67 1.746 1.748 2 Bei der Erstellung des Wirtschaftsplans wurde noch davon ausgegangen, dass das Parkhaus Büchel im August abgerissen und die Parkflächen UKA bereits ab Februar bewirtschaftet werden sollten. Tatsächlich hat sich nun der Abriss des Parkhauses Büchel nach voraussichtlich 2015 verschoben und die vollständige Bewirtschaftung der Parkflächen UKA erfolgte erst im November. Daraus resultiert im Wesentlichen die Planabweichung der Kurzparkerlöse. Darüber hinaus begann ab April die ungeplante Bewirtschaftung des Parkplatzes Zollamtstrasse. Der Anstieg der Dauerparkerlöse ergibt sich ebenfalls aus der Verschiebung des Abrisses des Parkhauses Büchel sowie aus der Verlagerung neuer Dauerparker aus dem Parkplatz Zollamtstrasse zum Parkhaus Hauptbahnhof. Darüber hinaus waren ungeplante Zuwächse in fast allen übrigen Parkhäusern zu verzeichnen. Auch die Reduzierung der Pachtaufwendungen ist eine Folge der vorgenannten Verschiebungen. Darüber hinaus entfielen infolge der Eingliederung des Parkhauses Adalbertsteinweg die dementsprechenden Pachtzahlungen. Ertragslage Die Umsatzerlöse des Jahres 2013 liegen mit 9.791 TEUR um 400 TEUR (4,3 %) über dem Vorjahreswert. Neben den starken Umsatzeinbrüchen in Höhe von 422 TEUR im Parkhaus TIVOLI aufgrund der Insolvenz des Ankermieters Alemannia Aachen, konnten aufgrund von zwei neuen Projekten Zuwächse erzielt werden, die dies sogar überkompensieren. Für die Bewirtschaftung der Parkplätze Zollamtstrasse wurden erstmalig 164 TEUR und für die Parkflächen UKA erstmalig 407 TEUR an Umsatzerlösen generiert. Die restlichen Zuwächse resultieren aus stärkeren Frequentierungen in fast allen anderen Parkhäusern. Tarifanpassungen wurden im Berichtsjahr keine vorgenommen. Bei 183 den Kurzparkern stiegen die Erlöse insgesamt um 678 TEUR (10,4 %) und bei den Dauerparkern um 102 TEUR (6,2%). Die sonstigen Erlöse reduzierten sich um 425 TEUR (-51,1%). Die Materialaufwendungen erhöhten sich insgesamt lediglich um 41 TEUR (0,9%). Geringere Bewachungskosten aufgrund von Verschiebungen zu eigenen Personalkosten, sowie geringere Pachtaufwendungen standen höhere Instandhaltungskosten gegenüber. Die Pachtzahlungen reduzierten sich einerseits um 257 TEUR durch die Übertragung des Parkhauses Adalbertsteinweg in das Eigentum der APAG, andererseits erhöhten sie sich aufgrund der erstmalig anfallenden Aufwendungen für die Parkflächen Zollamtstrasse (95 TEUR) und UKA (110 TEUR). Die Personalaufwendungen stiegen aufgrund von Tariferhöhungen und Verschiebungen von bisherigem ASEAG-Personal insgesamt um 113 TEUR (11,7 %) auf 1.080 TEUR. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die APAG 22,0 (Vorjahr 20,5) eigene Mitarbeiter ohne Aushilfen. Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von 1.748 TEUR wird aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages in voller Höhe an die ASEAG abgeführt. Das Vorjahr war durch Wertberichtigungen und Beendigung des Finanzierungsleasings geprägt. Finanz- und Vermögenslage Verm ögen Kapital 9,3 Mio. EUR Umlauf v erm. Eigenkapital Sonstige Rückst./ Verbindlichk. Verbindlichk. gegenüber Kreditinstituten Sachanlagevermögen Verbindlichk. gegenüber Gesellschaftern Finanzanlagen Alemannia RAP Die Bilanzsumme reduzierte sich um 0,5 Mio. EUR auf 9,3 Mio. EUR. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen durch Investitionen in die Parkflächen des UKA um weitere 1,8 Mio. EUR. Das Finanzanlagevermögen beinhaltet weiterhin eine Darlehensüberlassung an die Alemannia Aachen Stadion GmbH, Aachen, die infolge des Insolvenzverfahrens bis auf 2,0 Mio. EUR wertberichtigt wurde. Der Darlehensvertrag hat eine Laufzeit bis zum 21. Mai 2027. Das Umlauf-vermögen reduzierte sich überwiegend aufgrund der getilgten Verlustanspruchsforderung des Vorjahres um 2,5 Mio. EUR. Der Erhöhung des Eigenkapitals von 0,2 Mio. EUR infolge der Übertragung des Parkhauses Adalbert-steinweg stand ein um 0,8 Mio. EUR geringeres Fremdkapital gegenüber. Zum Jahresbeginn standen Mittel aus zwei Darlehen zur Verfügung. Ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von 4,0 Mio. EUR konnte aufgrund des Verlustausgleichs des Vorjahres zurückgezahlt werden. Ein Bankdarlehen in Höhe von 7,0 Mio. EUR wurde zum 1. August 2013 vorzeitig getilgt. Stattdessen wurden zwei neue Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 5,0 Mio. EUR aufgenommen. Darüber hinaus stehen weitere kurzfristige Mittel aus der Gewinnabführungsverpflichtung in Höhe von 1,7 Mio. EUR bis zur Fälligkeit Mitte 2014 zur Verfügung. Im Rahmen der Cash-Pooling-Vereinbarung mit der E.V.A. kann die Gesellschaft jederzeit über kurzfristige Finanzmittel verfügen. 184 Das Geschäftsjahr 2013 stellt sich insgesamt sehr positiv dar. Im Hinblick auf die besonders ergebnisrelevanten Kurzparkereinnahmen konnte der negative Trend des Geschäftsjahres 2012, der sich auch noch zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 fortgesetzt hat und zu einem Einnahmeminus nach dem 1. Quartal gegenüber 2012 von ca. 6,3 % geführt hat, komplett gedreht werden. Auf den Bestandspark-flächen konnte zum Jahresende insgesamt ein Einnahmeplus von ca. 3,2 % verzeichnet werden, die für das Jahr erwartete Erholung ist somit eingetreten. Wesentliche Ursachen für den deutlich positiven Trend im bisherigen Bestandsgeschäft sind geringere Einflüsse durch Baustellen und ein hervorragendes letztes Quartal. Hier lagen die Einnahmen – ohne Uniklinikum und Hauptbahnhof – in den Monaten Oktober und November jeweils um über 10 % gegenüber den Vorjahreswerten. Unter Berücksichtigung der beiden neuen Parkplätze am Uniklinikum und am Hauptbahnhof stiegen die Kurzparkereinnahmen sogar um ca. 15,7 %, auch wenn hiervon aufgrund der für 2013 geltenden Übergangsregelung während der Bauphase noch ein Teil der Einnahmen am Uniklinikum an das Uniklinikum einnahmemindernd abgeführt wurde; ab 2014 erfolgen Pachtzahlungen, so dass sämtliche Einnahmen bei der APAG verbleiben. Entwicklung der Kurzparkervorgänge Trotz der positiven Entwicklung des Jahres 2013 im Bestandsgeschäft liegt die Zukunft des Unternehmens in der Gewinnung von Neuprojekten wie Uniklinikum und Hauptbahnhof, da nicht zu erwarten ist, dass nur aus dem Bestandsgeschäft heraus eine signifikante Umsatzsteigerung zu erzielen ist, zumal mittelfristig mit dem Projekt Aquis Plaza weiterer Parkraum in der Aachener Innenstadt entsteht, der nicht durch die APAG bewirtschaftet wird. Als weiteres neues Projekt konnte im Geschäftsjahr 2013 ein kleinerer Parkplatz in Aachen gewonnen werden, der nach aktueller Planung im 2. Quartal 2014 in Betrieb gehen wird. Dieser Parkplatz liegt räumlich an einem Ort in Aachen, an dem die APAG noch nicht vertreten ist, so dass ein Einfluss auf vorhandene Parkhäuser nicht zu erwarten ist. Diese Wachstumsstrategie soll zukünftig auch überregional fortgesetzt werden. Der positive Trend bei der Entwicklung der Dauerparkeinnahmen, der im Jahr 2012 noch primär aus einer Preiserhöhung resultierte, konnte auch im Jahr 2013 mengenmäßig fortgesetzt werden. In den Bestandshäusern stiegen die Einnahmen um gut 3% und unter Berücksichtigung der Dauerparker aus den neuen Projekten stiegen die Einnahmen sogar um über 5% gegenüber 2012. 3. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge oder Ereignisse eingetreten, die das im vorliegen-den Abschluss vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft beeinflussen. 4. Prognosebericht einschließlich Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Hinsichtlich des Parkhauses Büchel sind nach Geschäftsjahresende neue Entwicklungen aufgetaucht: Aus der Presse war zu entnehmen, dass die STRABAG beabsichtigt, dass Gelände weiter zu veräußern oder dies sogar bereits getan hat. Ein Abriss in 2014 rückt dadurch in weite Ferne, da 185 nunmehr ganz neue Planungen aufgesetzt werden müssen – in der Presse wird nunmehr das erste Quartal 2015 erwähnt – konkrete Aussagen durch die STRABAG liegen derzeitig der APAG jedoch noch nicht vor. Darüber hinaus sind laufende Gespräche bezüglich einer Pachtanpassung gescheitert, so dass die Gesellschaft nunmehr prüft, in wie weit trotz bestehender Verträge rechtliche Schritte eingeleitet werden können. Beim Projekt Parkhauses Tivoli haben sich nach den Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2012 im Jahr 2013 positive Tendenzen ergeben. Zum einen geht die APAG weiterhin davon aus, dass das Parkhaus aus der Insolvenzmasse erworben wird. Ein entsprechender Kaufvertrag ist mit allen betroffenen Parteien vorbereitet und sollte nach derzeitiger Planung im März/April 2014 beurkundet werden. Zum anderen konnten Mietverträge für die Zukunft abgeschlossen werden. Unternehmen, die sich in der Nähe des Tivolis neu ansiedeln, haben bereits Verträge für über 300 Parkplätze geschlossen, für weitere etwa 100 Parkplätze laufen Verhandlungen. Mit der Alemannia, die derzeitig gerade ihr Insolvenzverfahren beendet, konnte ein Mietvertrag geschlossen werden, der in der 4. Liga zumindest eine Grundmiete für die APAG sichert und Chancen bei einem Wiederaufstieg bietet. Maßgeblich für die APAG im Hinblick auf die Mieteinnahmen bleibt hier der sportliche Erfolg der Alemannia Aachen GmbH. Aus der Insolvenz-masse ist jedoch nicht mit nennenswerten Zahlungen zu rechnen, da die Ausschüttungsquote lediglich bei ca. 1,4 % liegt. Neben der Absicht der Geschäftsführung, auch in Zukunft weitere Projekte zu gewinnen, beobachtet die APAG städtische Projekte wie die geplante Neugestaltung des Bushofes und den Bau des Einkaufszentrums Aquis Plaza mit erhöhter Aufmerksamkeit, da hierdurch Eingriffe in die bisherigen Verkehrsströme und Kaufverhalten erfolgen werden, deren Auswirkungen auf das Parkverhalten in Aachen zurzeit noch nicht absehbar sind. Die seitens der Stadt Aachen geplante Wiedereinführung der Stadtbahn ist hingegen im Rahmen eines Ratsbürgerbescheids abgelehnt worden, so dass hieraus keine Veränderungen auf Verkehrsströme mehr zu erwarten sind. Ergänzend zu den reinen Parkhausprojekten hat die APAG im Geschäftsjahr 2013 damit begonnen, ihren modernen Videoleitstand auch für die technische Gebäudesicherung einzusetzen. Die im Geschäftsjahr 2012 ins Leben gerufene lose Partnerschaft mit einer Sicherheitsfirma und einem Anbieter von Sicherheitstechnik hat 2013 zu ersten Abschlüssen geführt, die im Geschäftsjahr 2014 zum Tragen kommen. Weitere interessante Projekte sind in Bearbeitung. Nach den erheblichen Investitionen im Geschäftsjahr 2013 sind für das Geschäftsjahr 2014 derzeitig lediglich Investitionen von ca. 0,2 Mio. EUR im Wirtschatplan enthalten. Sollte es noch in 2014 gelingen, ein weiteres Großprojekt zu gewinnen und umzusetzen, könnte die Summe entsprechend steigen. Grundsätzliche Finanzierungsmöglichkeiten wurden, losgelöst von konkreten Projekten, mit der zuständigen Abteilung der Konzernholding, der Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft Aachen (E.V.A) geklärt. Auch im Geschäftsjahr 2013 hat die APAG mit Hilfe eines adäquaten Risikomanagementsystems und basierend auf dem im gesamten E.V.A.-Konzern gültigen Risiko-Handbuch eine Risikoinventur zur Identifizierung der Risiken durchgeführt und die Ergebnisse dokumentiert. Hierbei sind insbesondere die Risiken von Bedeutung, die sich aus den Verpflichtungen im Zusammenhang mit langfristigen Pachtverträgen ergeben. Dies können neben den vertraglichen Pachtzahlungen insbesondere auch Instandhaltungsverpflichtungen bzw. Reinvestitionsverpflichtungen sein, die mit zunehmendem Alter der angepachteten Objekte tendenziell ansteigen. Im Rahmen der Risikoinventur zum 31.12.2013 wurde ein Risiko im Zusammenhang mit der Insolvenz der Alemannia Aachen GmbH aufgenommen. Dieses Risiko ist mit der Annahme des Insolvenzplans der Alemannia Aachen GmbH im Januar 2014 durch die Gläubigerversammlung nunmehr eher als gering einzuschätzen. Den Fortbestand der APAG gefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Der Wirtschaftsplan für 2014 sieht Umsatzerlöse von 10.733 TEUR und ein Ergebnis in Höhe von 1.483 TEUR vor. Aus der aktuell sehr positiven Geschäftsentwicklung, insbesondere bei den Neuprojekten Uniklinikum und Hauptbahnhof, die derzeitig ergebnisseitig beide über den Planwerten liegen, wird der aus dem Oktober 2013 stammende Wirtschaftsplan aus heutiger Sicht voraussichtlich übertroffen. Die Mittelfristplanung geht davon aus, dass langfristig ein Ergebnis von ca. 1,8 Mio. EUR pro Jahr erreicht werden kann. Neben der Realisierung von neuen Projekten wird diese Ergebnisentwicklung durch die im Jahr 2013 vollzogene Eigentumsübertragung des Parkhauses Adalbertsteinweg von der Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs-AG zum Buchwert auf die APAG gestützt. Hierdurch werden die Parkraumbewirtschaftungsaktivitäten im Konzern weiter gebündelt und bisherige Pachtzahlungen entfallen. Als wesentliche Risiken, dies sich auf den Wirtschaftsplan 2014 auswirken können sind die Durchsetzung marktgerechter Preisgestaltung in Verbindung mit der Preisentwicklung von Wettbewerbern zu nennen. 186 5. Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung Die Gesellschaft hat den im Gesellschaftsvertrag vorgegebenen und der Aufsichtsbehörde der Stadt Aachen angezeigten öffentlichen Zweck "Schaffung und Vorhaltung von allgemein zugänglichen Park-plätzen" im Berichtsjahr voll erfüllt. 187 Eschweiler Bus- und Servicegesellschaft mbH Eschweiler Allgemeine Angaben Firma Eschweiler Bus- und Servicegesellschaft mbH Sitz Bourscheidtstr. 9, 52249 Eschweiler Rechtsform GmbH Gründungsjahr 2000 (Jahr des Erwerbs der Geschäftsanteile Gesellschafter der Horst Taeter Verkehrsunternehmen GmbH Durch die ASEAG) 2003 Umfirmierung in ESBUS Geschäftsführer Hermann Paetz Bernhard Breuer Gremien Gesellschafterversammlung Stammkapital 25.600,00 EUR Mitarbeiter 50 (Vorjahr 26) (Durchschnitt) Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Verkehrsunternehmens zur Personenbeförderung im öffentlichen Linienverkehr und alle damit verbundenen Dienstleistungen. Die Geschäftstätigkeit betrifft ausschließlich die Vermietung von Bussen und die Personalgestellung an die Muttergesellschaft ASEAG. Die Dienstleistungen wurden auf den der ASEAG konzessionierten Linien erbracht. Wegen der eingeschränkten geschäftlichen Tätigkeit der Gesellschaft ist ein Branchenvergleich nicht möglich. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Hermann Paetz, Bernhard Breuer Gesellschafterversammlung Alleinige Gesellschafterin ist die Aachener Straßenbahn und Energieversorgungs - AG (ASEAG) 189 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. 2011 2012 174 81% Immaterielle Vermögensgegenstände B. Umlaufvermögen I. 126 36% 0 II. Sachanlagen 14 6% Vorräte 2013 0% 78 31% 0 0% 126 36% 78 31% 193 55% 171 68% 0 0% 0% 193 55% 171 68% II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital I. 28 13% 216 Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten 26 12% 37 17% 154 71% 0 9% 352 Gezeichnetes Kapital B. 32 0% 3 252 26 7% 26 10% 26 7% 26 10% 30 9% 75 30% 296 84% 152 60% 0 0% 0 Bilanzsumme Passiva 216 352 252 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 1.326 1.599 2.410 26 26 273 sonstige betriebliche Erträge Betriebsleistung 1.351 1.625 2.683 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 457 525 494 Personalaufwand 670 854 1.822 Abschreibungen 50 47 33 Sonstige betriebliche Aufwendungen 217 242 265 Betriebserfolg -43 -44 69 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6 4 -8 -6 -4 -51 -49 65 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3 0 0 sonstige Steuern 0 0 0 54 49 -65 0 0 0 Finanzergebnis Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Erträge aus Verlustübernahme (+)/ abgeführter Gewinn (-) Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine unmittelbare Verbindung zum städtischen Haushalt besteht nicht. Mittelbar ist der Haushalt der Stadt Aachen über Ergebnisübernahmeverträge innerhalb des E.V.A. - Konzerns und eine entsprechende Ausschüttung der E.V.A. an die Stadt Aachen betroffen. 190 1% 0% Lagebericht 1. Grundlage des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Verkehrsunternehmens zur Personenbeförderung im öffentlichen Linienverkehr und aller damit verbundenen Dienstleistungen. Die Geschäftstätigkeit betrifft die Personenbeförderung im Auftrag der Muttergesellschaft ASEAG auf deren konzessionierten Linien. Ab dem Geschäftsjahr 2012 wurde damit begonnen, Leistungen, die durch Fahrpersonalabgänge bei der ASEAG frei wurden, durch bei ESBUS neueingestellte Mitarbeiter zu erbringen. Die entsprechenden Dienste wurden aus der Dienstmasse der ASEAG zu ESBUS verlagert. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Wegen der eingeschränkten geschäftlichen Tätigkeit der Gesellschaft ist ein Branchenvergleich nicht möglich. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft weist einen Gewinn vor Gewinnabführung von 65 T€ aus. Das bedeutet eine Verbesserung um 114 T€ gegenüber dem Vorjahr. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Steuerung des Unternehmens werden die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen: • • • Nutz-km Mitarbeiter Jahresergebnis Die Planabweichung beim Jahresergebnis resultiert maßgeblich aus a-periodischen Erträgen aus dem Verkauf von Bussen in Höhe von 128 T€. Wie aus der Tabelle ersichtlich reduzierte sich die Betriebsleistung aufgrund einer geringeren Auftragsvergabe der ASEAG um rund 70 tausend Nutz-km und die abgestellten Fahrer erhöhten sich um 10 Mitarbeiter. (in Tausend) Nutz-km Umsatzerlöse eigene Fahrleistung abgestellte Fahrer (Jahresdurchschnitt) Umsatzerlöse Fahrerabstellung sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand eigene Fahrer Personalaufwand abgestellte Fahrer Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen Zinsaufwendungen Jahresergebnis Wirtschaftsplan Jahresabschluss +/- 563 493 -70 1.457 1.303 -154 23 33 +10 735 1.107 +372 12 -580 -758 -735 -38 -230 -7 -144 273 -495 -658 -1.164 -33 -265 -4 64 +261 +85 +100 -429 +5 -35 +3 208 Ertragslage Ergebnisbeeinflussend waren im Wesentlichen a-periodische Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von 128 T€ infolge des Verkaufs von drei Bussen. Die Erlöse aus Personenbeförderungen sanken gegenüber dem Vorjahr um 125 T€ auf 1.302 T€. Dabei reduzierte sich die Fahrleistung um 48 Tkm auf 493 Tkm (Vorjahr 541 Tkm). Der durch191 schnittliche Vergütungssatz belief sich im Geschäftsjahr auf 2,64 € (Vorjahr 2,54 €, exklusive aperiodische Erlöse). Seit Mai 2012 werden Personalkosten für abgestellte Busfahrer in voller Höhe an die ASEAG weiterberechnet. Im Berichtsjahr wurden demzufolge für durchschnittlich 33 Mitarbeiter (Vorjahr im Zeitraum Mai-Dezember: 9 Mitarbeiter) Erlöse in Höhe von 1.107 T€ (Vorjahr 171 T€) erzielt. Die Materialaufwendungen reduzierten sich insgesamt um 31 T€ auf 495 T€. Dabei sanken die Treibstoffkosten (267 T€) um 39 T€ und die Instandhaltungskosten (45 T€) um 40 T€. Die Kosten für Fahrzeuganmietungen stiegen infolge der Fahrzeugverkäufe um 50 T€ auf 161 T€. Von den durchschnittlich 50,2 Mitarbeiteräquivalenten (Vorjahr 25,6) waren 17,5 (Vorjahr 19,1) zur Erbringung der eigenen Fahrleistung erforderlich. Die restlichen Mitarbeiter betreffen Busfahrer, die an die ASEAG abgestellt werden. Zum Jahresende waren insgesamt 71,8 Mitarbeiteräquivalente beschäftigt. Die Vergütungen werden aufgrund eines mit ver.di abgeschlossenen Haustarifvertrages gewährt. Die Abschreibungen wurden fast ausschließlich für Fahrzeuge aufgewendet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund gestiegener Verwaltungskosten um insgesamt 23 T€ auf 265 T€. Aufwendungen, die das abgestellte ASEAG-Fahrerpersonal betreffen, werden an die ASEAG weiterberechnet und unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird der Gewinn an die ASEAG abgeführt. Vermögens- und Finanzlage Im Geschäftsjahr 2013 standen der Gesellschaft für die Personenbeförderung durchschnittlich vier (Vorjahr sechs) eigene Busse und fünf (Vorjahr vier) Dauerleihgaben der ASEAG zur Verfügung. Aufgrund der Neuanschaffung eines Busses im Jahr 2010 wurde mit der ASEAG ein Investitionskredit in Höhe von 150 T€ mit einer Laufzeit von neun Jahren abgeschlossen. Die Tilgung erfolgt in neun gleichbleibenden Jahresraten. Aufgrund des Cash-Pooling im EVA-Konzern werden die flüssigen Mittel ausschließlich bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Im Umfeld des gemeinsamen Betriebes der ESBUS mit der ASEAG entwickelt sich die strategisch geplante Stärkung der Geschäftstätigkeit der ESBUS im Sinne einer deutlichen Ausweitung der Fahrergestellung für die ASEAG sehr positiv. Der eingeschlagene Weg mit einer Vergrößerung der Fahrerschaft bei ESBUS durch Neueinstellungen wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen. 3. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben. 4. Prognosebericht einschließlich Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Neben der Fahrleistungserbringung für die Muttergesellschaft ASEAG ist die Aufgabe von ESBUS auch weiterhin eine strategische. Das heißt, bei einer eventuellen Ausschreibung von Linienkonzessionen oder aber auch im Rahmen des Genehmigungswettbewerbs bestehen über ESBUS mit marktorientierten Kostensätzen gute Chancen, Leistungen zu erwerben und im E.V.A.-Konzern zu halten. Es wurde die Möglichkeit geschaffen, neue Mitarbeiter für den Fahrdienst und die Leistungserstellung auf ASEAG konzessionierten Linien künftig bei ESBUS unter günstigen Bedingungen einzustellen. Gleichzeitig wird die ESBUS in ihrer Position und am Markt gestärkt. ESBUS wird als kommunales Tochterunternehmen stärker in den Fokus von wirtschaftlich zu betreibender ÖPNV-Leistung gestellt und wird helfen, die Kosten für die Leistungserstellung im Konzern niedrig zu halten. 192 Im Berichtsjahr wurde juristisch bestätigt, dass ein „gemeinsamer Betrieb“ zwischen ASEAG und ESBUS vorliegt. Grund hierfür sind gemeinsame betriebliche Strukturen (Personalleitung, gemeinsamer Betriebsrat, gemeinsame Verwendung von Betriebsmitteln u.s.w.) und eine wachsende Leistungserbringung für die ASEAG (bei der ASEAG ausscheidende Mitarbeiter werden durch Einstellungen bei ESBUS ersetzt). Weiterhin wird ESBUS „schlank“ geführt und die notwendigen Leistungen werden über Dienstleistungsverträge bei Dritten oder im E.V.A.- Konzern eingekauft. Im Herbst des Jahres 2013 wurde ein Wirtschaftsplan erstellt, der für das Geschäftsjahr 2014 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 113 T€ prognostizierte. Dabei wurde von einer weiter sinkenden Betriebsleistung auf rund 453 tausend Nutz-km und von einer weiter steigenden Personalabstellung von durchschnittlich 82 Mitarbeitern ausgegangen. Zwischenzeitlich wurden bereits Maßnahmen ergriffen, die eine Reduzierung dieses Fehlbetrages erwarten lassen. Die ESBUS hat im Geschäftsjahr 2013 mit Hilfe eines adäquaten Risikomanagementsystems und basierend auf dem im gesamten E.V.A.-Konzern gültigen Risiko-Handbuch eine Risikoinventur zur Identifizierung der Risiken durchgeführt und die Ergebnisse dokumentiert. Den Fortbestand der ESBUS gefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 193 Flugplatz AachenMerzbrück GmbH Würselen Allgemeine Angaben Firma Flugplatz Aachen-Merzbrück GmbH Sitz Merzbrück 216, 52146 Würselen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 1995 Gesellschafter Geschäftsführer Uwe Zink Gremien Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 57.000,00 EUR Mitarbeiter 15 (Vorjahr 11) (Durchschnitt) Internet www.flugplatz-aachen.de Gegenstand des Unternehmens Aufgabe des Unternehmens ist es, den Verkehrslandeplatz und das Segelfluggelände AachenMerzbrück zu betreiben, zu unterhalten und auszubauen. Dabei sind die Belange des Umweltschutzes, insbesondere die „Verordnung über die zeitliche Einschränkung des Flugbetriebes mit Leichtflugzeugen und Motorseglern und Landeplätzen“ vom 5. Januar 1999 zu beachten. Der Flugplatz dient der Allgemeinen Luftfahrt und Luftfahrzeugen bis 5,7 t Höchstabfluggewicht. Er steht ferner der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und Fachhochschule Aachen für wissenschaftliche und Forschungszwecke zur Verfügung. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Uwe Zink Aufsichtsrat Vorsitzender stellv. Vorsitzende beratend Arno Nelles Annekathrin Grehling Alexander Gilson (CDU) Peter Gartzen Hermann Gödde Manfred Zitzen Günter Kuckelkorn Prof. Dr. Rudolf Mathar Hans-Josef Bülles Monika Frohn Bürgermeister Würselen Stadtkämmerin Ratsmitglied Eschweiler Eschweiler Geschäftsführer SEW Städteregion Aachen Fluggemeinschaft Aachen e.V. Lärmschutzbeirat IHK 195 Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Der Geschäftsführer wird von der Gesellschafterversammlung bestellt. Aufsichtsrat Die Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat, dessen Mitglieder von den Gesellschaftern wie folgt entsandt werden: Stadt AC 2 Mitgl., Stadt Eschweiler 2 Mitgl., Stadtentwicklung Würselen 2 Mitgl., FGA 1 Mitgl., StädteRegion AC 1 Mitgl.. Für jedes Aufsichtsratsmitglied ist von dem entsendenden Gesellschafter ein Vertreter zu bestimmen. Die von den Gesellschaftern entsandten Mitglieder können von dem Gesellschafter, der sie entsandt hat, jeder Zeit abberufen und durch andere Personen ersetzt werden. Der AR wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter. Zum Vorsitzenden des AR soll der jeweilige Bürgermeister der Stadt Würselen gewählt werden, zum stellvertretenden Vorsitzenden soll eines der beiden Aufsichtsratsmitglieder der Stadt Aachen gewählt werden. Vertretung der Stadt Aachen in der Gesellschafterversammlung Der Oberbürgermeister oder Vertreter. Beide haben das Recht, einen anderen Beamten oder einen Angestellten zu bevollmächtigen. Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) 2011 2012 2013 A. 1.670 85% 1.628 80% 1.685 81% Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 6 303 15% Vermögensgegenstände III. Wertpapiere 0% 5 0% 1.622 79% 1.680 80% 417 20% 405 19% 1 0% 2 0% 84 4% 61 3% 0 0% 0 0% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage 332 16% 0 0% 1.974 161 0% 2.045 8% 0 0% 2.090 249 12% 338 16% 57 3% 57 3% 114 6% 156 7% 0 0% 0 0% IV. Gewinn-/ Verlustvortrag 31 2% 78 4% V. 48 2% 47 2% III. Gewinnrücklagen Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag B. Sonderposten f. Zuschüsse u. Zulagen 11 1% 1 0% 0 0% C. Rückstellungen 35 2% 33 2% 33 2% D. Verbindlichkeiten E. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 196 0 342 16% 1.767 90% 0 1.974 0% 1.718 84% 45 2.045 2% 1.684 81% 35 2.090 2% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 211 212 233 93 92 80 304 304 314 2 3 3 Personalaufwand 171 165 184 Abschreibungen 25 25 14 107 97 100 -1 14 12 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 1 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 70 68 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Betriebsleistung Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebserfolg Finanzergebnis -72 -69 -67 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -73 -56 -55 Erträge aus Zuschüssen der Gesellschafter 105 104 102 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0 sonstige Steuern 0 0 0 33 48 47 Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt An der von der Gesellschafterversammlung beschlossenen Ergebnisverwendung ist die Stadt Aachen entsprechend ihrem Anteil am Stammkapital beteiligt. Die Gesellschafterversammlung hat den Vortrag des Ergebnisses auf neue Rechnung beschlossen. Die Stadt zahlte einen Pachtkostenzuschuss in Höhe von 7,2 TEUR. Darüber hinaus beteiligte sich die Stadt Aachen mit 29,3 TEUR am Kapitaldienst für Planungsdarlehen. Lagebericht Im Geschäftsjahr 2013 haben der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung je zweimal getagt. Das Jahresergebnis 2012, die Entlastung des Geschäftsführers und die Entlastung des Aufsichtsrates wurden in der 71. Sitzung des Aufsichtsrates bzw. in der 50. Gesellschafterversammlung am 15.07.2013 beschlossen. Die aus dem Gesellschaftervertrag resultierende Verpflichtung zur Erhaltung des öffentlichen Zweckes der Gesellschaft und die Erreichung dieses Zweckes wurden im Berichtsjahr erfüllt. Darstellung der Geschäftsentwicklung 2013 1. Planfeststellungsverfahren Nach dem Erörterungstermin am 19.02.2013 in Alsdorf hat die Bezirksregierung in Düsseldorf noch einige ergänzende Fragen gestellt, die aus der Sicht der Geschäfts-führung keine grundsätzlichen oder neuen Aspekte aufgeworfen haben. Dem Planfeststellungsbeschluss steht somit nichts im Wege. 2. Inbetriebnahme Euregiobahn und Haltepunkt Merzbrück Die Eisenbahntrasse am Landeplatz Merzbrück ist planfestgestellt. Die beabsichtigte Elektrifizierung der Strecke und die Beleuchtung des Haltepunktes führen jedoch zu Kollisionen mit dem bestehenden und planfestgestellten Lichtraumprofil der bestehenden Start- und Landebahn. 197 Mit der geplanten Verschwenkung der Start- und Landebahn würden die Probleme gelöst. Die Euregiobahn könnte danach problemlos gebaut und betrieben werden. 3. Flugbewegungen/Entgeltordnung Mit dem 01.04.2013 wurden nach 14 Jahren die Landegebühren und Sonderleistungen (z.B. Start außerhalb der Betriebszeiten) erhöht. Das Betriebsergebnis in 2014 muss zeigen, ob die Gebührenerhöhung insgesamt mitgetragen wird. Grundsätzlich wurden die Gebühren für laute Flugzeuge gegenüber kleinen Flugzeugen und Flugzeugen mit Schalldämpfer um über 25 % erhöht. Flugbewegungen: Flugbewegungen insgesamt Flugbewegungen gewerblich 2012 39342 2013 39778 Segelflug UL 16384 954 3544 16828 2514 2636 Die Flugbewegungen lagen 2013 leicht höher als 2012. Im Rückgang der Ultraleichtflieger zeichnet sich eine mögliche Auswirkung durch die Gebührenerhöhung ab. 4. Personalentwicklung Der Umbau der Personalstruktur wurde auch in 2013 weitergeführt. Die Geschäftsführung hat mit dem Monat April 2014 einen neuen Platzwart eingestellt. 5. Zusammenarbeit der FAM mit Schule und Wissenschaft Seit Bestehen der Flugplatz Aachen-Merzbrück GmbH werden für Kitas und Schulen Führungen angeboten. Seit der Zusammenarbeit mit der Bildungszugabe in 2013 haben 356 Kinder und Jugendliche die Einführung in die Abläufe des Verkehrslandeplatzes erhalten. Die Kontakte zur FH und RWTH als auch zum BK Alsdorf, die die Einrichtungen und Möglichkeiten des Platzes nutzen, wurden erhalten. Die Geschäftsführung bemüht sich um eine Intensivierung dieser Zusammenarbeit. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung des Landeplatzes war grundsätzlich positiv. Die Verwaltung der Hangars durch die FAM für die Stadt Aachen und die Städteregion wäre grundsätzlich für den Betrieb und die Weiterentwicklung des Platzes konsequent. Das wirtschaftliche Ergebnis könnte damit weiter gefestigt werden. Wichtig wird aber die Frage des Planfeststellungsbeschlusses und die Realisierung der Verschwenkung der Start- und Landebahn sein, die zu mehr Sicherheit, weniger Lärm und einem besseren Angebot führen würden. 198 AVV - ZV Aachener Verkehrsverbund Aachen Allgemeine Angaben Firma Zweckverband Aachener Verkehrsverbund Sitz Aachen Rechtsform Zweckverband Gründungsjahr 1994 Verb.vorsteher Stephan Pusch Gremien Verbandsversammlung Stammkapital Zweckverband verfügt lt. Satzung Gesellschafter über keine Stammeinlage Mitarbeiter - Internet www.avv.de Gegenstand des Unternehmens Der Zweckverband hat im Verbundraum insbesondere folgende Aufgaben: - Beschlussfassung über allgemeine verkehrspolitische Leitlinien für den öffentlichen Personennahverkehr unter Beachtung der Planungen des ZV NVR, - Hinwirkung darauf, dass die Verbandsmitglieder die vom Zweckverband gegründete Aachener Verkehrsverbund GmbH (Verbundgesellschaft) bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unterstützen und die Beschlüsse des Zweckverbandes in ihrem Einflussbereich umsetzen, -Hinwirkung darauf, dass die Verbandsmitglieder die Verkehrskonzeptionen und Qualitätsstandards sowie die dazu ergangenen Richtlinien der Verbundgesellschaft in ihren Planungen beachten und die Verbundgesellschaft als Träger öffentlicher Belange anerkennen, -Aufstellung von Rahmenvorgaben für die Betrauung von Verbundverkehrsunternehmen (ASEAG, DKB und west) durch die Verbandsmitglieder mit der Erfüllung gemeinwirtschaftlicher Verpflichtungen sowie Abschluss von gesonderten Kooperationsverträgen mit anderen Verkehrsunternehmen im Öffentlichen Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV) gemäß § 11. -Finanzierung der Ausgleichszahlungen für die Erfüllung gemeinwirtschaftlicher Verpflichtungen unter Beachtung des Gemeinschafts- und nationalen Rechts, -Förderung des ÖPNV im Rahmen der vom Land NRW gewährten Mittel gemäß § 11a und § 11 Abs. 2 ÖPNVG NRW sowie zur Förderung des Sozialtickets als eigene Aufgabe nach näherer Maßgabe von § 13 dieser Satzung. Hierzu übertragen die Verbandsmitglieder die Aufgabenwahrnehmung gemäß § 11a und § 11 Abs. 2 ÖPNVG NRW sowie gemäß den Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Sozialtickets im Öffentlichen Personennahverkehr NordrheinWestfalen (Richtlinien Sozialticket 2011) in der jeweils geltenden Fassung auf den Zweckverband. Der Zweckverband leitet die ihm gewährten Mittel an die im Verbundraum tätigen öffentlichen oder privaten Verkehrsunternehmen, Verbandsmitglieder, Gemeinden, Zweckverbände oder sonstigen juristischen Personen des privaten Rechts, die Zwecke des ÖPNV verfolgen, weiter oder verwendet sie im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben selbst. 199 -Wahrnehmung der Aufgaben eines Trägers öffentlicher Belange (TöB) in seinem Zuständigkeitsbereich. Organe des Unternehmens Verbandsvorsteher Stephan Pusch Verbandsversammlung Vorsitzender Stellvertreter Stellvertreter bis 11.6.2013 ab 11.6.2013 Roland Jahn Jörg Hamel Reimund Billmann Stadt Aachen Gaby Breuer (CDU) Gisela Nacken Michael Servos (SPD) Michael Janßen (CDU) Heiner März (SPD) StädteRegion Aachen Helmut Etschenberg Marc Peters Axel Wirtz Otto Zimmermann Kreis Düren Dieter Hockel Joseph Krott Wolfgang Spelthahn Hansbert Schruff Kreis Heinsberg Liane Jüngling Josef Nießen Willi Paffen Michael Stock Ulrich Horst Ratsherr Kreis Düren StädteRegion Ratsmitglied Beigeordnete Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Zusammensetzung der Organe Organe des Zweckverbandes sind die Verbandsversammlung und der Verbandsvorsteher. Verbandsvorsteher Der Verbandsvorsteher und seine Stellvertreter werden aus dem Kreis der Hauptverwaltungsbeamten oder mit Zustimmung ihres Dienstvorgesetzten aus dem Kreis der allgemeinen Vertreter oder der leitenden Bediensteten der Verbandsmitglieder von der Verbandsversammlung für die Dauer von drei Jahren, höchstens jedoch für die Dauer ihres Hauptamtes, gewählt. Der Verbandsvorsteher und seine Stellvertreter dürfen der Verbandsversammlung angehören. Ist dies nicht der Fall, sind sie jedoch berechtigt und auf Verlangen der Verbandsversammlung verpflichtet, an deren Sitzungen und an den Sitzungen gebildeter Ausschüsse teilzunehmen. Verbandsversammlung Die Verbandsversammlung besteht aus den Vertretern der Verbandsmitglieder. Die Vertreter werden durch die Vertretungskörperschaft für deren Wahlzeit aus ihrer Mitte oder aus den Dienstkräften des Verbandsmitglieds gewählt. Für jeden Vertreter ist ein Stellvertreter für den Fall der Verhinderung zu wählen. Jedes Verbandsmitglied entsendet fünf Vertreter in die Verbandsversammlung, darunter seinen Hauptverwaltungsbeamten oder einen von diesem benannten Bediensteten. 200 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen 2011 2012 2013 153 1% 153 1% 153 1% I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0% 0 0% 0 0% II. Sachanlagen 0 0% 0 0% 0 0% 153 1% 153 1% 153 1% III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände III. Wertpapiere 4.237 18% 6.802 26% 9.471 32% 0 0% 0 0% 0 0% 0 0% 0 0% 30 0% 0 0% 0 0% 0 0% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. 4.237 18% 6.802 26% 9.441 32% 19.241 81% 19.218 73% 19.598 67% 23.631 26.173 29.221 Eigenkapital 505 2% 517 2% 518 2% Allgemeine Rücklagen 500 2% 505 2% 517 2% 5 0% 12 0% 1 0% 10 0% 7 0% 13 0% Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.781 16% 6.385 24% 9.092 31% 19.335 82% 19.264 74% 19.598 67% 23.631 26.173 29.221 2011 2012 2013 14.975 18.389 18.710 5 4 0 14.980 18.393 18.710 101 112 0 0 0 0 14.808 18.209 18.679 69 69 31 Ergebnis der lfd. Verwaltungstätigkeit 1 4 0 Finanzerträge 4 8 1 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0 0 Finanzergebnis 4 8 1 Ordentliches Jahresergebnis 5 12 1 außerordentliches Ergebnis 0 0 0 Jahresergebnis 5 12 1 Bilanzsumme Passiva Ergebnisrechnung (TEUR) Zuwendungen und allgemeine Umlagen sonstige ordentliche Erträge Ordentliche Erträge Personalaufwendungen Bilanzielle Abschreibung Transferaufwendungen sonstige ordentliche Aufwendungen 201 Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine direkte Verbindung zum städtischen Haushalt besteht nicht. Lagebericht Die Haushaltswirtschaft des Zweckverband Aachener Verkehrsverbund (ZV AVV) wird nach den Vorschriften des Gesetzes über das "Neue Kommunale Finanzmanagement" (NKF) aufgestellt. Die Vorschriften des NKF sind infolgedessen auch Grundlage des Jahresabschlusses 2013. Im Haushaltsjahr 2013 hat der ZV AVV vom Land NRW über die Bezirksregierung Köln eine Zuwendung gemäß § 11 Abs. 2 des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in NordrheinWestfalen (ÖPNVG NRW) in Höhe von 4.557.709,86 EUR als ÖPNV-Pauschale erhalten. Diese Mittel sind vom ZV AVV um insgesamt 11.378,73 EUR aufgestockt worden. Dabei handelt es sich um Zinseinnahmen von Verkehrsunternehmen in Höhe von 9.112,49 EUR sowie um Zinsen aus den Mitteln der ÖPNV-Pauschale, die im Kalenderjahr 2013 erwirtschaftet wurden, in Höhe von 2.266,24 EUR. Davon konnte ein Betrag in Höhe von 908,46 EUR nicht fristgerecht verwendet werden und wurde an die Bezirksregierung Köln zurückerstattet. Somit standen insgesamt Mittel in Höhe von 4.568.180,13 EUR zur Förderung des ÖPNV gemäß § 13 Abs. 2 der Satzung für den ZV AVV zur Verfügung. Ein Anteil in Höhe von 673.348,11 EUR ist gemäß der AVV-Förderrichtlinie im Jahr 2013 zweckentsprechend verwendet worden. Die zum Jahresabschluss 2013 verbliebenen Zuwendungen sind in Höhe von 3.894.820,14 EUR im ersten Halbjahr des Jahres 2014 zweckentsprechend verwendet worden. Die übrigen Mittel in Höhe von 11,88 EUR werden nach Absprache mit der Bezirksregierung Köln im Förderjahr 2014 ausgeschüttet. Darüber hinaus hat der ZV AVV im Berichtsjahr vom Land NRW über die Bezirksregierung Köln eine Zuwendung gemäß § 11a ÖPNVG NRW in Höhe von 10.873.121,34 EUR als AusbildungsverkehrPauschale erhalten. Ein Anteil in Höhe von 9.761.326,27 EUR ist im Jahr 2013 zweckentsprechend gemäß der AVV-Richtlinie zur Verwendung der Ausbildungsverkehr-Pauschale gemäß § 11a ÖPNVG NRW verwendet worden. Die restlichen Mittel in Höhe von 1.111.795,07 EUR sowie die im Kalenderjahr 2013 aus der Bewirtschaftung der Ausbildungsverkehr-Pauschale entstandenen Zinserträge in Höhe von 2.855,89 EUR sind im ersten Halbjahr 2014 zweckentsprechend verwendet worden. Auf der Grundlage einer entsprechenden Abrechnung betreffend das Förderjahr 2011 wurden darüber hinaus 840.568,87 EUR an Verkehrsunternehmen ausgeschüttet, was zu einer entsprechenden Minderung bei den Verbindlichkeiten aus Transfermitteln führte. Zur Förderung des Mobil-Tickets im AVV hat der ZV AVV im Berichtsjahr vom Land NRW über die Bezirksregierung Köln eine Zuwendung gemäß den Richtlinien Sozialticket 2011 in Höhe von 2.106.405,00 EUR erhalten, welche im Rahmen einer Nachzahlung auf insgesamt 3.466.000,00 EUR aufgestockt wurde. Darüber hinaus standen aus dem Jahr 2012 Restmittel in Höhe von 594.177,57 EUR zur Verwendung im Berichtsjahr zur Verfügung. Ein Anteil in Höhe von 2.436.646,97 EUR ist den Verkehrsunternehmen für das Jahr 2013 als Abschlagszahlung zweckentsprechend gemäß der Richtlinie des Zweckverband Aachener Verkehrsverbund zur Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Mobil-Tickets im AVV ausgezahlt worden. Weitere Mittel in Höhe von 1.359.595,00 EUR wurden im Rahmen einer Nachzahlung an die Verkehrsunternehmen im ersten Halbjahr 2014 zweckentsprechend verwendet. Auf der Grundlage einer entsprechenden Abrechnung betreffend das Förderjahr 2011 wurden darüber hinaus 791,80 EUR an Verkehrsunternehmen ausgeschüttet, was zu einer entsprechenden Minderung bei den Verbindlichkeiten aus Transfermitteln führte. Die restlichen Mittel in Höhe von 263.143,80 EUR wurden im Jahr 2014 zweckentsprechend verwendet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben und belaufen sich auf 153.000,00 EUR. Es handelt sich hierbei um die Beteiligung an der Aachener Verkehrsverbund GmbH, deren alleiniger Gesellschafter der Zweckverband AVV ist. Der ZV AVV finanzierte seinen Eigenaufwand durch die seitens des ZV NVR bereitgestellte ÖPNVPauschale gemäß § 11 Abs. 1 ÖPNVG NRW. Insgesamt führte das Haushaltsjahr zu dem ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von 1.155,66 EUR. Die erheblichen Abweichungen zwischen den Haushaltsansätzen beim Gesamtaufwand und dem Gesamtertrag einerseits und der Ergebnisrechnung andererseits basieren in erster Linie auf der Differenz zwischen der prognostizierten Verbandsumlage zur Deckung des ÖPNV-Defizits im Busbereich und dem tatsächlichen Ergebnis. Wie in den Jahren zuvor hat der ZV AVV lediglich einen Spitzenausgleich zwischen den Verbandsmitgliedern durchgeführt. Der Mittelfluss zwischen den 202 Verbandsmitgliedern und deren eigenen kommunalen Verkehrsunternehmen ist konform mit der Zweckverbandssatzung auf direktem Weg vorgenommen worden. Entsprechend hat sich der über den Zweckverbandshaushalt vollzogene Mittelfluss verringert. Seit dem 01.01.2013 wird die Funktion der Geschäftsstelle des ZV AVV in vollem Umfang durch die Aachener Verkehrsverbund GmbH (AVV GmbH) wahrgenommen. Durch den hiermit verbundenen Übergang der Mitarbeiter der Geschäftsstelle des ZV AVV an die AVV GmbH entfällt der beim ZV AVV bis zum 31.12.2012 angefallene Personalaufwand seit dem Geschäftsjahr 2013. Wie in den zurückliegenden Jahren wird der ZV AVV auch zukünftig seine Aufgaben erfüllen können. Die Hauptaufgaben bestehen darin, die Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs sicherzustellen und erhaltene Zuschüsse in gleicher Höhe weiterzuleiten. Ein Risiko bezüglich der notwendigen Mittel ist nicht erkennbar, da nur über bereits erhaltene bzw. zugesagte Mittel verfügt werden kann. Seit dem Jahr 2008 erhält der ZV AVV für seinen Eigenaufwand eine in die ÖPNV-Pauschale gemäß § 11 Abs. 1 ÖPNVG NRW integrierte Zuwendung. Diese wird dem ZV NVR, dessen Verbandsmitglied der ZV AVV ist, zugewiesen. ln der Satzung des ZV NVR ist festgelegt, dass ein Anteil an der Pauschale nach § 11 Abs. 1 ÖPNVG NRW an den ZV AVV und an die AVV GmbH weiterzuleiten ist. Die vorgenannten Mittel sind in der Regel ausreichend, um den Eigenaufwand des ZV AVV zu decken. Sollte dies im Einzelfall nicht der Fall sein, ist ein ausreichender Rücklagenbestand vorhanden. Die Finanzierung des ZV AVV wird vor diesem Hintergrund als gesichert angesehen. Für die Zukunft werden darüber hinaus keinerlei Risiken gesehen. Dies gilt auch unter Einbeziehung des Wirtschaftsplans für das Haushaltsjahr 2015. 203 Aachener Verkehrsverbund GmbH Aachen Allgemeine Angaben Firma Aachener Verkehrsverbund GmbH Sitz Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 1994 Gesellschafter Zweckverband Aachener Verkehrsverbund (ZV AVV) Geschäftsführer Hans Joachim Sistenich Heiko Sedlaczek Gremien Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 25.600,00 EUR Mitarbeiter 14 (Vorjahr 12) (Durchschnitt) Internet www.avv.de Gegenstand des Unternehmens Die Gesellschaft fördert das vom ZV AVV verfolgte Ziel, für die Bevölkerung ein bedarfsgerechtes Bus- und Bahnangebot zu erbringen und die Marktchancen im Aachener Verkehrsverbund unter Beachtung marktwirtschaftlicher Grundsätze auszuschöpfen und durch gezielte Maßnahmen und Investitionen zu verbessern. Sie unterstützt den ZV AVV bei seiner Aufgabenerfüllung und unterstützt die im Verbundraum tätigen Verkehrsunternehmen in dem Bemühen, sparsam zu wirtschaften und alle Möglichkeiten zur Rationalisierung auszuschöpfen. Die Gesellschaft kann weitere, dem Gesellschaftszweck dienende Aufgaben übernehmen, insbesondere zur Ausschöpfung von Marktchancen, Rationalisierungspotentialen und der technischen Vereinheitlichung der Verkehrssysteme. Organe des Unternehmens Geschäftsführer Hans Joachim Sistenich Heiko Sedlaczek Aufsichtsrat Vorsitzender 1. Stellvertreter 2. Stellvertreter Axel Wirtz Willi Paffen Gaby Breuer (CDU) Michael Carmincke Ulrich Titz Bernd Böhnke Michael Stock Dr. Karl Josef Strank Joseph Krott StädteRegion Kreis Heinsberg Ratsmitglied Vorstand ASEAG Kreis Düren Geschäftsführer DKB Kreis Heinsberg StädteRegion Kreis Düren 205 bis 11.6.2013 ab 11.6.2013 bis 31.8.2013 ab 1.9.2013 Michael Servos (SPD) Heiner März (SPD) Gisela Nacken Markus Palic Udo Winkens Stephan Pusch Wolfgang Spelthahn Peter Strauch Volker Wiegand-Majewsky Ratsmitglied Ratsmitglied Beigeordnete West Energie und Verkehr West Energie und Verkehr Kreis Heinsberg Kreis Düren Stadt Baesweiler StädteRegion Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Geschäftsführung besteht aus einem oder mehreren Geschäftsführern. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer gemeinschaftlich oder durch einen Geschäftsführer zusammen mit einem Prokuristen vertreten. Gesellschafterversammlung Die Gesellschafterversammlung wird durch die Geschäftsführung einberufen, soweit es die Geschäftslage erfordert, oder auf Weisung des Verbandsvorstehers des ZV AVV. Alleiniger Gesellschafter ist der ZV AVV. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens 12 und höchstens 16 stimmberechtigten Mitgliedern. Der ZV AVV bestellt je Verbandsmitglied drei stimmberechtigte Mitglieder. Auf Wunsch eines Verbandsmitgliedes bestellt er ein weiteres stimmberechtigtes Mitglied, das nicht der Verwaltung oder der Vertretungskörperschaft eines Verbandsmitgliedes angehört und über besondere Sachkunde auf dem Gebiet des ÖPNV verfügt. Für jedes Aufsichtsratsmitglied ist ein Stellvertreter zu wählen. Der Verbandsvorsteher des ZV AVV ist, sofern er nicht von der Verbandsversammlung als Mitglied des Aufsichtsrates bestellt wird, beratendes Mitglied des Aufsichtsrates. 206 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen 2011 2012 131 12% 2013 110 10% 143 7% I. Immaterielle Vermögensgegenstände 74 7% 60 5% 73 4% II. Sachanlagen 57 5% 50 5% 70 4% B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 939 88% 0 0% 151 14% III. Wertpapiere 0% 986 90% 0 0% 201 18% 0 0% 1.845 93% 0 0% 488 24% 0 0% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital 788 74% 2 0% 1.072 785 72% 1 0% 1.097 193 18% 1.357 68% 6 0% 1.993 572 52% 1.136 57% I. Gezeichnetes Kapital 26 2% 26 2% 26 1% II. Kapitalrücklage 57 5% 57 5% 57 3% III. Bilanzgewinn 110 10% 489 45% 1.053 53% B. Rückstellungen 381 36% 379 35% 447 22% C. Verbindlichkeiten 498 46% 146 13% 396 20% D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 1 0 0% 14 1.097 1.993 2011 2012 2013 573 504 956 sonstige betriebliche Erträge 1.354 1.446 1.599 Betriebsleistung 1.927 1.950 2.555 0 0 0 Personalaufwand 941 925 1.167 Abschreibungen 48 55 64 Sonstige betriebliche Aufwendungen 819 578 744 Betriebserfolg 119 392 580 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3 2 2 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14 14 15 Finanzergebnis -11 -12 -13 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 108 380 567 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0 sonstige Steuern 2 1 3 106 379 564 Gewinnvortrag 4 110 489 Bilanzgewinn 110 489 1.053 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 1.072 0% 1% 207 Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine unmittelbare Verbindung zum städtischen Haushalt besteht nicht. Lagebericht Die Gesellschaft dient ausschließlich Zwecken des öffentlichen Personennahverkehrs und nimmt im Rahmen des Aachener Verkehrsverbundes die im Gesellschaftsvertrag der AVV GmbH aufgeführten Aufgaben insbesondere durch Beratung und Koordination wahr. Darstellung der Ertragslage Die Finanzierung der Aufwendungen der AVV GmbH erfolgte im Geschäftsjahr 2013 im Wesentlichen durch die Verwendung der seitens des Landes NRW über den Zweckverband Nahverkehr Rheinland (ZV NVR) anteilig zur Verfügung gestellten ÖPNV-Pauschale nach § 11 Abs. 1 des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr in Nordrhein-Westfalen (ÖPNVG NRW) und durch Kooperationsverträge vereinbarte Zuschüsse der Verkehrsunternehmen im AVV. Des Weiteren wurden im Jahr 2013 erneut Mittel aus der Zuwendung gemäß § 11 a ÖPNVG NRW vom Zweckverband Aachener Verkehrsverbund (ZV AVV) zur Finanzierung von Maßnahmen, die der Fortentwicklung von Tarif- und Verkehrsangeboten sowie der Verbesserung der Qualität im Ausbildungsverkehr dienen, oder für die mit der Abwicklung der Pauschale verbundenen Aufwendungen, in Höhe von rd. 163 T€ gewährt. Darüber hinaus wurden für bestimmte Projekte und Marketingmaßnahmen Erlöse aus der anteiligen Weiterberechnung der entstandenen Aufwendungen an die jeweiligen Projektpartner erzielt. Hinsichtlich der ÖPNV-Pauschale wurden der AVV GmbH 1.042 T€ zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erzielte Erträge resultieren aus INTERREG-Mitteln für in der Euregio Maas-Rhein umzusetzende Projekte wie "M³ - Mobilität ohne Grenzen in der Euregio Maas-Rhein", "RoCK- Regions of Connected Knowledge" und “Citizens' Rail”. Die erzielten Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus vertraglich vereinbarten Beteiligungen der Verkehrsunternehmen im AVV an den Aufwendungen der Verbundgesellschaft Diese vertraglichen Vereinbarungen wurden in 2009 mit allen im Verbundraum tätigen Verkehrsunternehmen infolge neuer bzw. modifizierter Kooperationsverträge abgeschlossen. Ergänzend zu den bereits genannten Kooperationsverträgen wurde ein weiterer gemeinsamer Vertrag (Verbundbeteiligungsvertrag) mit allen im Verbundraum tätigen Verkehrsunternehmen geschlossen, der zur Stärkung der Wirtschaftlichkeit der AVV GmbH beiträgt und ab dem Jahr 2013 gültig ist. Als Bemessungsgrundlage für diesen finanziellen Betrag in Höhe von 0,5 %, den jedes im Verbundraum tätige Verkehrsunternehmen zahlt, dient die endgültige Einnahmenaufteilungsrechnung im AVV eines jeden Jahres. Darüber hinaus erhält die Verbundgesellschaft zur Beteiligung an ihrem Aufwand ab dem Jahr 2013 von den vier Verbandsmitgliedern des ZV AVV Mittel in Höhe von jeweils 25 T€, die über den ZV AVV ausgezahlt werden. Weitere Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der Kostenbeteiligung einzelner Partner an Marketingmaßnahmen. Die Aufwendungen der Verbundgesellschaft bestehen im Wesentlichen aus Personalaufwendungen einschließlich Sozialabgaben und Altersvorsorge in Höhe von rd. 1.167 T€ und liegen damit über Vorjahresniveau. Grund hierfür ist die allgemeine Anpassung des TVöD sowie die Einstellung weiterer Personale, die zur Sicherung der Aufgabenwahrnehmung der Verbundgesellschaft und infolge der Ausweitung des Aufgabenspektrums, wie beispielsweise der Einführung eines e-Ticketings im AVV, erforderlich war. Darüber hinaus wurde ab dem Berichtsjahr das Personal des ZV AVV in die Verbundgesellschaft übernommen sowie eine zweite Geschäftsführerposition geschaffen. Die betrieblichen Aufwendungen zur Sicherung des Betriebsablaufes der Verbundgesellschaft liegen über dem Vorjahresniveau, wobei die Aufwendungen für Werbung, Inserate und Drucksachen wieder auf dem Niveau des Jahres 2011 liegen. 208 Die Finanz- und Personalverwaltung wird seit Bestehen der AVV GmbH extern über Geschäftsbesorgungsverträge erledigt und erfolgt über die E.V.A. (Energieversorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Aachen). Insgesamt konnte das Geschäftsjahr mit einem positiven Jahresergebnis von rd. 564 T€ beendet werden, was deutlich über der Budgetplanung liegt. Es sei darauf hingewiesen, dass die erzielten Überschüsse zur Kompensation zukünftig zu erwartender Mittelkürzungen seitens des Landes NRW dienen werden. Ausblick Im Hinblick auf die anteilige Verwendung der ÖPNV-Pauschale für die Finanzierung von Regiekosten gilt auch weiterhin § 11 Abs. 1 ÖPNVG NRW, wonach die Mittel u. a. für Zwecke des ÖPNV verwendet werden können. Entsprechend dem am 01.01.2013 in Kraft getretenen novellierten ÖPNVG NRW dürfen die Zweckverbände aber nur noch höchstens 2% (statt 3 %) der Pauschalen nach § 11 Abs. 1 für Regiekosten verwenden. Es wurde jedoch von Seiten des Verkehrsministeriums NRW zugestanden, dass Sachaufwände, die über die eigentlichen Regiekosten hinausgehen, im Jahr 2013 mit bis zu 0,8% und im Jahr 2014 mit bis zu 0,7% der SPNV-Pauschalen nach § 11 Abs. 1 ÖPNVG NRW gefördert werden. Der Personalaufwand für die AVV GmbH wird infolge weiterer Aufgabenwahrnehmungen durch die Verbundgesellschaft und dadurch notwendige Einstellung weiterer Personale in 2014 steigen. Für das Jahr 2014 wird die Verbundgesellschaft erneut Mittel aus der AusbildungsverkehrPauschale gemäß § 11a ÖPNVG NRW in Höhe von rd. 163 T€ erhalten. Hinsichtlich der INTERREG-Mittel sind Erträge und Aufwendungen auf dem Niveau der Mittel für 2013 budgetiert. Darüber hinaus wird die Verbundgesellschaft auch weiterhin bemüht sein, Zuschüsse von dritter Seite für verbundweit greifende und euregionale Maßnahmen zu erhalten. Für das Geschäftsjahr 2014 sind bei der AVV GmbH selbst keine bestandsgefährdenden Risiken gegeben. 209 05 Bereiche Tourismus, Wirtschaft,Wohnen Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH Aachen Allgemeine Angaben Firma Aachener Gesellschaft für Innovation Und Technologietransfer mbH Sitz Technologiezentrum am Europaplatz Dennewartstr. 25-27, 52068 Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 1983 Geschäftsführer Dr. Helmut Greif Ulrich Schirowski (bis 6.2.13) Gremien Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 3.253.000,00 EUR Mitarbeiter 30 (Vorjahr 42) (Durchschnitt) Internet www.agit.de Gesellschafter: Stadt Aachen 29,86% Städteregion Aachen 15,38% WFG StädteRegion Aachen 1,60% Kreis Düren 8,54% Kreis Heinsberg 4,27% Kreis Euskirchen 4,27% IHK 12,95% HWK 4,27% Sparkassen Aachener Region 18,76% FH Aachen 0,09% Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist es Innovation und Technologietransfer zu fördern, Technologiezentren zu errichten und zu betreiben, Beratungs- und andere Dienstleistungen anzubieten, Vorhaben der angewandten Forschung und Entwicklung durchzuführen, Urheberrechte und Know how zu vermitteln und zu verwerten, sowie Vorhaben auf dem Gebiet der technologieorientierten Wirtschaftsförderung und Standortwerbung für die Region im In- und Ausland. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Dr. Helmut Greif, Ulrich Schirowski 213 Aufsichtsrat: Vorsitzender stv. Vorsitzender ab 14.1.13 stv. Vorsitzender stv. Vorsitzender bis 1.4.13 ab 1.4.13 Prof. Dr. Johannes Gartzen Prof. Dr. Christopher Schlick Dieter Wolf Günter Rosenke Marcel Philipp (CDU) Friedrich Beckers (CDU) Rolf Kitt (CDU) Karin Schmitt-Promny (Grüne) Karl Schultheis (SPD) Helmut Etschenberg Dr. Axel Thomas Georg Beyß Stephan Pusch Assessor Jürgen Drewes Michael F. Bayer Peter Deckers Hubert Herpers Thomas Pennartz IHK Aachen/ FH Aachen IHK Aachen Städteregion Landrat Kreis Euskirchen Oberbürgermeister Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Städteregionsrat WFG Kreis Aachen Kreisdirektor Kreis Düren Landrat Kreis Heinsberg IHK Aachen IHK Aachen Handwerkskammer Aachen Sparkasse Aachen Sparkasse Düren Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Geschäftsführer werden durch den Aufsichtsrat bestellt, angestellt und abberufen. Aufsichtsrat Die Stadt Aachen ist mit 5 Mitgliedern vertreten. Die Mitglieder aus dem Bereich der kommunalen Gebietskörperschaften werden für die Dauer einer Wahlzeit der Kommunalvertretungen in den Aufsichtsrat entsandt. Sie bleiben bis zur jeweiligen Entscheidung eines Nachfolgers im Amt. Die Bestellung von stellvertretenden Mitgliedern für den Fall der Verhinderung ist zulässig. Vertretung der Stadt Aachen in der Gesellschafterversammlung Der Oberbürgermeister oder Vertreter. Beide haben das Recht, einen anderen Beamten oder einen Angestellten zu bevollmächtigen. 214 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) 2011 2012 2013 A. 8.833 86% 7.945 83% 7.085 81% Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 2 7.892 82% III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 0% 51 1.495 14% 1.671 17% 0 Vermögensgegenstände 1% 0% 1.540 16% III. Wertpapiere 0 0% 7.035 81% 49 1% 1.628 19% 0 0% 1.356 16% 0 0% 0 0% 131 1% 273 3% 0 0% 2 0% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage 2 0% 10.330 1.103 11% III. Gewinnrücklagen IV. Gewinn-/ Verlustvortrag V. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag B. Sonderposten f. Zuschüsse u. Zulagen C. Rückstellungen D. Verbindlichkeiten E. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 4.189 41% 139 1% 4.884 47% 15 10.330 0% 9.617 8.715 1.150 12% 1.160 13% 3.253 3.253 0 0 0 0 -2.150 -2.103 47 10 3.551 37% 139 1% 4.773 50% 5 9.617 0% 2.901 33% 175 2% 4.480 51% 0 0% 8.715 215 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 3.014 3.369 3.697 sonstige betriebliche Erträge 3.371 3.866 2.280 Betriebsleistung 6.385 7.234 5.977 27 0 0 2.684 2.397 1.664 910 914 902 2.804 3.615 3.147 -40 309 264 1 0 157 148 Materialaufwand/ Aufw. F. bezogene Leistungen Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebserfolg sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Finanzergebnis -161 -156 -148 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -201 153 116 0 0 0 97 106 106 -298 47 10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Die Zuschüsse teilen sich die Gesellschafter Stadt Aachen, Kreis Aachen, Kreis Düren, Kreis Euskirchen und Kreis Heinsberg im Verhältnis ihrer Geschäftsanteile zueinander. Der Zuschuss der Stadt Aachen für das Jahr 2013 betrug rd. 564 TEUR incl. TZA II und ZBMT. Lagebericht Vorbemerkung zum Jahr 2013 Das Jahr 2013 war das Jahr 1 der AGITneu nach dem Restrukturierungsprozess der Region Aachen. Die AGIT hat sich von einem Großteil ihrer Aufgaben getrennt und sich ihrem Auftrag gemäß neu aufgestellt. Die nach den Prinzipien des Profit Center zu führenden Geschäftsbereiche „Technologiezentrumsmanagement“ und „Wirtschaftsförderung“ haben zu einer Veränderung der finanziellen Bewertung beider Bereiche geführt. Bei der Darstellung der AGIT-Leistungen wird auf diese Aufteilung so weit wie möglich Bezug genommen. Dadurch ist das Jahr 2013 geprägt durch diese Aufgabenverteilung zwischen Zweckverband (ZV) der Region Aachen und der AGITneu bzw. AGIT 2.0. Mitarbeiter wurden vom ZV übernommen oder haben das Unternehmen verlassen; Aufgaben und Projekte wurden übergeben oder aufgrund vertraglicher Vereinbarungen weitergeführt. Mit dieser neuen Aufgabenteilung zwischen ZV und AGIT hat sich auch die AGIT einer strategischen Neuausrichtung unterworfen. Die sogenannte AGITneu wird sich in Zukunft wieder verstärkt auf ihre klassischen Aufgaben konzentrieren: der technologieorientierten Beratung, der Betreuung von Ansiedlungen, der Innovationsförderung und dem Business Development Support, aber auch dem klassischen Technologietransfer sowohl im regionalen als auch im überregionalen, grenzüberschreitenden Kontext. Durch diese Arbeitsteilung mit dem ZV und der Fokussierung auf ihre Kernkompetenzen hat die AGIT ihr Personal deutlich in 2013 gegenüber 2012 reduziert. Entsprechend dieses neuen Aufgabenprofils hat sich die AGIT in 2013 eine neue Organisationstruktur mit den Geschäftsbereichen „Technologiezentrumsmanagement“ und technologieorientierte „Wirtschaftsförderung“ gegeben. Beide Bereiche arbeiten finanziell streng getrennt als Profit Center. Der vorliegende Bericht nimmt deswegen weitgehend Bezug auf die Geschäftsbereichsaufteilung. 216 Gleichzeitig konnte im Rahmen dieser Neuausrichtung die FH Aachen als neuer Gesellschafter hinzugewonnen werden, so dass damit die regionalen Hochschulen erstmals als Gesellschafter in der AGIT vertreten sind. Dies bedeutet einen neuen Meilenstein in der Entwicklung der AGIT und eine verstärkte Hinwendung zu den klassischen Aufgaben der AGIT, dem Technologie- und Wissenstransfer sowie der Innovationsförderung. Die FH Aachen verfügt über einen Sitz im Aufsichtsrat. Die Anzahl der Aufsichtsratssitze wurde damit wieder auf den ursprünglichen Stand von 17 heraufgesetzt. Sowohl inhaltliche als auch finanzielle Vergleiche zum Vorjahr sind deshalb nur mit Einschränkungen möglich. I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die AGIT ist eine Agentur für Innovation und Technologietransfer, die eine technologieorientierte Wirtschaftsförderung betreibt. Gegenstand des Unternehmens sind laut Satzung die Förderung und Entwicklung der Wirtschaftsregion Aachen in allen relevanten Entwicklungsfeldern, die geeignet sind, den Wirtschaftsraum wettbewerbsfähig fortzuentwickeln. Für die gesamte Region Aachen hat die Gesellschaft die Aufgabe, mit den hierfür geeigneten Partnern aus den Bereichen Wissenschaft (Hochschulen/Qualifikationseinrichtungen), Wirtschaft, Politik und Verbänden, auch grenzüberschreitend, die gemeinsam definierten Zielprojekte zu erarbeiten und umzusetzen. Hierzu gehören die Errichtung und der Betrieb von Technologiezentren, das Angebot von Beratungs- und anderen Dienstleistungen, die Durchführung von Vorhaben auf dem Gebiet der technologieorientierten Wirtschaftsförderung, die Vermittlung und Verwertung von Urheberrechten und Know-how, die Standortwerbung für die Region im In- und Ausland und die Vermittlung und Moderation von strukturpolitischen Fördermaßnahmen des Landes NRW, des Bundes und der EU. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die den Gesellschaftszweck fördern. Sie kann sich hierbei anderer Unternehmen bedienen, andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, vertreten, sich an solchen Unternehmen beteiligen und Zweigniederlassungen errichten. Entsprechend dieses Aufgabenprofils hat die AGIT ab 2013 zwei finanziell streng voneinander geteilte Geschäftsbereiche. − Der Geschäftsbereich „Technologiezentrumsmanagement“ betreibt das TZA BA I, das sich − 2. im Eigentum der AGIT befindet, und das TZA BA II, das nach Auslauf des Leasingvertrages 7/2019 von der AGIT erworben wird. Das MTZ und das ZBMT werden von der AGIT als DLAuftrag für die Stadt Aachen betrieben. Der Geschäftsbereich „Wirtschaftsförderung“ ist unterteilt in die Geschäftsfelder „Beratung technologieorientier Unternehmen“ (BTOU), „Ansiedlungswerbung und Investorenberatung“ (A & I) sowie „Technologie-Transfer & Business Development Support“ (TT & BDS). Forschung und Entwicklung Die AGIT hat keine eigene F+E-Abteilung. Neue Dienstleistungen werden in Abstimmung mit der Region Aachen und den Stake- und Shareholdern der AGIT in Form von Pilotprojekten erarbeitet, die meist öffentlich gefördert und durch Eigenanteile der Gesellschafter hinterlegt sind. Nach dieser Pilot- und Testphase wird über die Einführung dieser Dienstleistung durch die AGIT und die Finanzierung der Dienstleistung entschieden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Natürlich wirken sich die europäische Wirtschaftskrise und die Weltwirtschaftskrise auf das Nachfrageverhalten bei Ansiedlungen aus, in den letzten Jahren aber deutlich weniger als in der Phase nach dem 11. September in 2001. Genau genommen ist sogar ein gegenläufiger Trend zu beobachten, denn Deutschland ist wirtschaftlich erstaunlich robust und damit für Investoren interessanter als vergleichbare andere europäische Länder. Die gute Konjunktur in Deutschland und die hervorragenden beruflichen Chancen für Absolventen der ingenieurwissenschaftlichen und technischen Disziplinen führen in ganz Deutschland zu einem Rückgang von innovativen und technologieorientierten Gründungen. Auch hier bildet die Region Aachen, zumindest was die Gründungsfirmen angeht, die die AGIT betreut, eine Ausnahme. 217 Im Bereich der Aufträge konnte die AGIT ihre Position in 2013 halten. In der öffentlichen Projektförderung ergeben sich in 2013 jedoch deutliche Einschränkungen, denn die Ziel-2-Programme und Interreg-Programme liefen in 2013 aus. Es wurden nur noch die laufenden Projekte bearbeitet, die jedoch wegen Projektverlängerungen noch in das Jahr 2014 hineinreichen. Die neue Programmperiode begann zwar offiziell in 2014, jedoch sind die Durchführungsbestimmungen noch nicht bekannt und die Ausschreibungen stehen noch aus. Neue Projekte kommen somit nur verzögert zur Anwendung und deshalb ist mit einem deutlichen Rückgang dieser Aktivitäten in 2014 und auch noch in 2015 zu rechnen. Zudem sollen sich nach aktuellem Stand die Zuwendungsbedingungen (Förderungsanteile) so deutlich ändern, dass nicht gewährleistet ist, ob die AGIT-Gesellschafter ggf. diese deutlich höheren, jedoch notwendigen Eigenleistungsanteile aufbringen wollen und werden. 2. Geschäftsverlauf Die zwei Geschäftsbereiche der AGIT „Technologiezentrumsmanagement“ und technologieorientierte „Wirtschaftsförderung“ werden in ihrem Geschäftsverlauf beschrieben. Die konkreten Projekte und Aufträge werden inhaltlich nur summarisch dargestellt. Sie sind im Jahresbericht aufgeführt und können auch auf der Internetseite der AGIT eingesehen werden. Das Jahr 2013 war geprägt von der Neuorientierung der AGIT und den Maßnahmen, die für diese Entwicklung notwendig waren. Da zum 31.12.2012 viele Projekte ausgelaufen sind bzw. Projekte an den ZV überführt wurden, hat sich die Mitarbeiterzahl von ca. 40 Personen in 2012 auf ca. 30 Personen in 2013 reduziert. Der Personalaufwand hat sich entsprechend rückläufig entwickelt. Unter Berücksichtigung der erhaltenen Gesellschafterzuschüsse ist der Geschäftsverlauf 2013 im Bereich „Technologiezentrumsmanagement“ zufriedenstellend. Geschäftsbereich I: Technologiezentrumsmanagement (TZM) Die große Nachfrage von jungen Unternehmen und Technologieunternehmen nach Miet- flächen setzte sich erfreulicherweise auch in 2013 in den drei von der AGIT betriebenen und betreuten Technologiezentren TZA, MTZ und ZBMT fort. Die Auslastung des Technologiezentrums am Europaplatz konnte gegen Jahresende wieder auf ein hohes Niveau von fast 100 % gefahren werden, nachdem Mitte des Jahres der größte Mieter des TZA über 10 % der Fläche freigemacht hat. Der Erlösrückgang war somit geringer als in der Planung vorgesehen und das Ergebnis in Summe für das TZA ist positiv. Das MTZ war in 2013 wie in den letzten Jahren mit 100 % wieder voll ausgelastet und erzielte vor Umlage zentraler Dienste ein positives Ergebnis. Erfreulicherweise konnte auch das im Sommer 2011 in Betrieb genommene ZBMT in 2013 am Ende des Jahres Vollauslastung vermelden. Hier muss jedoch angemerkt werden, dass wegen erheblicher technischer Mängel am Gebäude Mietminderungen entstanden sind. Mehr als erfreulich entwickelt sich der Bereich Seminarraum- und Kongressraumvermietung im TZA. Mit über 40.000 Personen in 2013 wurde die größte Teilnehmerzahl gezählt und der bisher höchste Umsatz erzielt. Geschäftsbereich II: Wirtschaftsförderung a. Beratung technologieorientierter Unternehmen (Geschäftsfeld I) Die betriebswirtschaftliche Unterstützung für technologieorientierte Gründer und Unternehmen von der Ideenphase bis hin zur Etablierung am Markt seitens der AGIT lag in 2013 qualitativ und quantitativ auf dem hohen Niveau der Vorjahre (Gründungsquote aus den erfolgten Beratungen liegt bei 50 % (Vorjahr 42 %)). Die 27 (Vorjahr 30) neu gegründeten Unternehmen werden laut Businessplan im ersten Jahr nach der Gründung 67 Arbeitsplätze (Vorjahr 130) schaffen mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 4,4 Mio. € (Vorjahr 8,3 Mio. €). Die Region Aachen bleibt damit bei den technologieorientierten Gründungen stabil, wogegen deutschlandweit ein deutlicher Rückgang der Gründer zu verzeichnen ist. Im Auftrag der Stadt Aachen, der StädteRegion Aachen und der Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg wurde in 2013 erstmalig das neue Konzept des Innovationspreis Region Aachen in Kooperation mit den AC²-Gründungs- und Wachstumswettbewerben durchgeführt. 218 b. Investorenberatung (Geschäftsfeld II) Im Jahr 2013 betreute die AGIT 60 potenzielle Investoren (Vorjahr 65). Insgesamt 13 Unternehmen (Vorjahr 8), die von der AGIT oder den regionalen Partnern begleitet wurden, entschieden sich für eine Investition in der Technologieregion Aachen. Bei 4 Unternehmen (Vorjahr 2) handelt es sich um Unternehmen, die bereits in der Region Aachen ansässig waren und sich bei der kreisübergreifenden Suche nach einem neuen Standort an die AGIT gewandt haben. Die Technologieregion Aachen beteiligt sich seit 2011 an der Marketingkampagne des Landes NRW, die von NRW.INVEST GmbH verantwortet wird und die mit dem Slogan “Germany at its best“ wirbt, auch im Jahr 2013. In Kooperation mit NRW.INVEST wurden Investorenseminare in Russland, der Türkei und in China sowie Korea durchgeführt. 2013 besuchten 14 Delegationen aus dem Inund Ausland die AGIT. c. Technologietransfer & Business Development Support (Geschäftsfeld III) Neben der Gründung und Ansiedlung neuer Unternehmen in der Region Aachen stellt die Betreuung der bereits hier ansässigen, insbesondere technologieorientierten, kleinen und mittleren Unternehmen für die AGIT eine wichtige Aufgabe dar. Dabei geht es einerseits um die Förderung der Zusammenarbeit zwischen regionaler Hochschul- bzw. Forschungslandschaft und Wirtschaft (Science to Business – S2B), andererseits um die Förderung der Kooperation von Unternehmen untereinander (Business to Business – B2B). Im Bereich S2B stehen Aktivitäten des Technologietransfers im Vordergrund. Im Jahr 2013 sind hier insbesondere die zahlreichen Unterstützungsleistungen im Rahmen des Projektes TeTRRA hervorzuheben, das die Zusammenarbeit zwischen mittelständischem Gewerbe und Hochschulen intensiv in der gesamten Region Aachen unterstützt. Ebenfalls zu nennen sind die Aktivitäten in WegbergWildenrath (GALILEO), die demselben Ziel dienen und die Chancen, die durch das europäische Satellitensystem möglich werden, in den Vordergrund der Aktivitäten rücken. Nachdem die AGIT in den letzten zwanzig Jahren zahlreiche Business-Netzwerke in den technologischen Stärkefeldern der Region Aachen mit gegründet und unterstützt hat, die nunmehr eigene Strukturen und Aktivitäten entfalten, konzentrieren wir uns nunmehr im Bereich B2B vor allem auf die neuen Herausforderungen, die sich im erweiterten grenzüberschreitenden Umfeld stellen. Hier geht es insbesondere darum, die besonderen Stärken der „Hochtechnologie-Hot-spots“ im gesamten Raum zwischen Eindhoven (NL), Leuven (B) und Aachen (D) noch deutlich stärker für die Wirtschaft zu erschließen. Mit zwei grenzüberschreitenden Modellprojekten, TTC und GCS, konnten hier in 2013 markante Zeichen gesetzt werden, in dem über zwanzig KMU-getriebene Forschungsund Entwicklungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von rd. 15 Mio. € über die Grenzen hinweg stimuliert und begleitet werden konnten. Mit der südlimburgischen Industriebank LIOF (NL) wurde in diesem Kontext deshalb in 2013 eine strategische Partnerschaft eingegangen und eine Vereinbarung unterzeichnet, die allen Bereichen der Wirtschaftsförderung der AGIT zugute kommen soll und insbesondere die euregionale Zusammenarbeit stärkt. Sowohl für Technologietransfer als auch Business Development Support relevant waren darüber hinaus die Aktivitäten im Rahmen des „Industrie-Dialogs Region Aachen“, die gemeinsam mit anderen Akteuren aus der gesamten Region initiiert worden sind, um die Bedürfnisse der Unternehmen aus dem produzierenden und verarbeitenden Gewerbe in den Mittelpunkt neuer Aktivitäten zu stellen. Diese Aufgaben werden in wesentlichen Teilen mittels DL-Auftrag oder über Projekte durchgeführt. Dabei greift die AGIT auf die nordrhein-westfälisch-europäische Strukturfondsförderung und hierbei vor allem das NRW-EU Ziel-2-Programm 2007-2013 (EFRE) bzw. auf die Interreg-Förderung zu, die ebenfalls von NRW co-finanziert wird. Unternehmenskommunikation Im Rahmen ihrer Unternehmenskommunikation wurde wegen der regionalen Strukturreform das Magazin Region Aachen46 letztmalig 2013 mit dem neuen ZV der Region Aachen herausgegeben. Der im Mai 2012 neu gestaltete Internetauftritt wurde auf die AGIT 2.0 angepasst. Um den Standort Region Aachen sowie die Dienstleistungen der AGIT in den Medien bekannter zu machen, wurden im Jahr 2013 im Rahmen der Pressearbeit insgesamt 37 (Vorjahr 39) Pressemitteilungen, redaktionelle Artikel und Fernseh- und Radioberichte verbreitet und lanciert. Hieraus entstanden 176 (Vorjahr 195) Veröffentlichungen. In Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderern der Region Aachen konnten bis 2013 insgesamt 40 Firmen für die Standortwerbekampagne „Wussten Sie 219 schon, dass…?“ gewonnen werden. Für diese Kampagne wurde die AGIT mit dem zweiten „Platz des Aachener Marketingpreises“ ausgezeichnet. 3. Lage a) Ertragslage Das Geschäftsjahr 2013 brachte eine deutliche Reduzierung des Projektvolumens, was mit der Strukturreform zusammenhängt. AGIT 2.0 wurde um wesentliche Aufgabenbereiche, wie etwa die „Regionalagentur“ (RA) oder die Projekte „Frau und Beruf“, „SAG AN“, „Region Aachen Innovativ“, „Region Aachen visávis“, „Region Aachen.think“ sowie die „Landesinitiative zur Fachkräftesicherung“ etc. reduziert. Hierdurch ergeben sich natürlich entsprechend reduzierte Projekteinnahmen in 2013. Die Umsatzerlöse nahmen deutlich gegenüber 2012 mit einem Wert von 328 T€ auf jetzt 3.697 T€ zu, was primär mit den Koordinierungsleistungen in Projekten zusammenhängt und mit der Seminarraumvermietung im TZA, die in 2013 ihren bisher größten Umsatz erzielte. Für das ZBMT war 2013 das zweite volle Geschäftsjahr und die Auslastung stieg auf fast 100 %. Die Umsatzerlöse im ZBMT stiegen leicht an. Die Umsatzerlöse werden insbesondere im Bereich des Technologiezentrumsmanagement erwirtschaftet. Das Ergebnis für das TZM liegt bei 41 T€, die nachrichtlich in die Instandhaltungsrücklage überführt wird. Dieser Wert ist deutlich besser als der Planwert. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 1.586 T€ auf nunmehr 2.280 T€ (Vorjahr 3.866 T€) und setzen sich im Wesentlichen aus Zuschüssen der Gesellschafter (1.241 T€), Erträgen aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (650 T€) sowie Zuschüssen aus dem Bundes- und Landeshaushalt (308 T€) zusammen. Durch die Reduzierung der Gesellschafterzuschüsse in der Grundfinanzierung der AGIT gegenüber 2012 und die Weitergabe von Projekten an den ZV erklärt sich der hohe Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge. Gesellschafterzuschüsse und Projekterlöse werden primär im Geschäftsbereich „Wirtschaftsförderung“ verausgabt. Das Gesamtergebnis 2013 muss betrachtet werden unter der Prämisse der strikten Trennung der Geschäftsbereiche „TZM“ und „Wirtschaftsförderung“, die als jeweils eigene Profit Center fungieren. In dem Ergebnis laut GuV von 10 T€ (Vorjahr 47 T€) hat die AGIT ihr Wirtschaftsziel weitgehend erreicht, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, das hierin das negative Ergebnis des TZA BA II in Höhe von -286 T€ bereits enthalten ist. Hingewiesen werden sollte zudem noch auf die Tatsache, dass die steigende Leasingrate mit ihrem hohen Tilgungsanteil von 310 T€ erheblich zur Tilgung des TZA BA II beiträgt, so dass 2019 der Rückkaufswert von 1.800 T€ erreicht werden kann. Nach Berücksichtigung der laufenden Zuschüsse der Gesellschafter für wirtschaftsfördernde Maßnahmen verbleibt damit für die Gesellschaft ein Jahresüberschuss in Höhe von 10 T€ (Vorjahr 47 T€). Dieser Wert liegt im erwarteten Bereich bzw. ist etwas besser als das Planergebnis und begründet sich aus der Finanzierungsstruktur der AGITneu ab dem Jahr 2013. GB „Technologiezentrumsmanagement“ (TZM) Trotz der hohen Instandhaltungsaufwendungen und des Auszugs des größten AGIT-Mieters im TZA BA II sowie der Neuregelungen im Profit Centerbereich „TZM“ mit der Verrechnung des negativen Ergebnisses vom TZA BA II mit dem Überschuss aus dem TZA BA I, konnte ein Überschuss von insgesamt 41 T€ erzielt werden; dieser Überschuss wird vertragsgemäß nachrichtlich in eine außerbilanzielle Instandhaltungsrücklage überführt. Das Geschäftsbereichsergebnis ist umso erfreulicher, als mit dem Auszug des größten Mieters des TZA in 2013 eine Fläche von über 10 % freigemacht wurde. Diese Lücke konnte jedoch noch in 2013 weitgehend durch eine schnelle Neuvermietung reduziert und durch eine Steigerung der Seminarraum- und Kongressraumvermietung zum Teil kompensiert werden. Mit ca. 150 T€ hat dieser Teilbereich des TZM seinen bisher besten Umsatz erzielt, mit einer Teilnehmerzahl von über 40.000 Personen. Positiv wirkte sich zudem die Tatsache aus, dass verschiedene Darlehen ausliefen und neu verhandelt wurden, so ein Darlehen für das TZA I und das Darlehen für den Leasingvertrag für das TZA II. Letzteres führte zu deutlich besseren Finanzierungkonditionen (ca. 45 T€) in 2013. Die notwendigen und geplanten Instandhaltungsmaßnahmen wurden alle durchgeführt, was zu dem deutlich schlechteren Ergebnis gegenüber 2012 beigetragen hat. Das Ergebnis des TZM hätte auch deutlich besser ausfallen können, wenn nicht die hohen Sonderaufwendungen für die Verträge von AGITneu (Notargebühren, Beratungsgebühren) angefallen wären. Die Gesellschaft hat unter Berücksichtigung der Personalkosten und der Umlage der Zentralen Dienste für das TZA BA I einen Überschuss in Höhe von 327 T€ (Vorjahr 383 T€) erzielt. Die Gründe 220 für diesen deutlichen Überschussrückgang liegen eindeutig in den erhöhten Instandhaltungsaufwendungen gegenüber 2012 für die Dachsanierung im TZA BA I sowie den erstmalig zu leistenden Umlagekosten. Im TZA BA II entstand ein Verlust von rund 286 T€ (Vorjahr Verlust von 114 T€), der ebenfalls auf erhöhte Instandhaltungsaufwendungen, den erstmalig zu leistenden Umlagekosten sowie Rechts- und Beratungskosten wegen der Satzungsänderung zurückzuführen ist. Da durch die AGIT-Neuregelung der Zuschuss durch die Stadt Aachen und die StädteRegion Aachen nicht mehr zum Tragen kommt (Vorjahr 98 T€), wurde dieses gegenüber 2012 deutlich schlechtere Ergebnis erreicht, das jedoch mit 41 T€ deutlich über dem Planergebnis liegt. Hierbei sollte zumindest erwähnt werden, dass der Tilgungsanteil der Leasingrate für das TZA BA II 279 T€ in 2013 betrug. Im MTZ, das in 2013 wiederum zu 100 % ausgelastet war, lag das Ergebnis vor Verlustübernahme bei knapp -9 T€ (Vorjahr Überschuss von 19 T€). Die Verschlechterung gegenüber 2012 ergibt sich aus einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse und aus den erstmalig zu leistenden Umlagekosten. Der Fehlbetrag wird von der Stadt Aachen ausgeglichen. In 2011 wurde das ZBMT sukzessiv ab Juli in Betrieb genommen. Durch zahlreiche Baumängel (Heizung, Lüftung, Aufzug) konnte eine Vermietung nicht entlang der vorgesehenen Zeitachse erfolgen, die damit zu erheblichen Mietminderungen geführt haben. Auch in 2013 konnten nicht alle diese Mängel beseitigt werden, so dass weiterhin Mietminderungen entstanden sind, die das Ergebnis negativ beeinflussen. Ebenso mussten Forderungsverluste im Bereich der NK eingeplant werden. Das Ergebnis von ca. -191 T€ vor Verlustübernahme (Vorjahr -182 T€) ist noch etwas schlechter als 2012, weil auch hier erstmalig die Umlagekosten berücksichtigt wurden und zudem der Betreuungsaufwand deutlich höher war als in 2012 sowie die Rechts- und Beratungskosten (+7 T€) stark angestiegen sind. Das Ergebnis ist wenig zufriedenstellend, belastet die AGIT jedoch nicht, da über eine Verlustabdeckungsvereinbarung mit der Stadt Aachen dieser Verlust ausgeglichen wird. Erfreulich ist die Tatsache, dass in 2013 trotz immer noch erheblicher Mietmängel im ZBMT der Vermietungsstand bei 100 % liegt, was sich in den höheren Mieterlösen (+6 T€) zeigt. GB „Wirtschaftsförderung“ Der Bereich technologieorientierte „Wirtschaftsförderung“ konnte ein nicht ausgeglichenes Ergebnis vorweisen. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Projekte aus AGITalt bzw. aus den Vorjahren durch nicht Erstattung von erbrachten Leistungen zu Forderungsverlusten geführt haben. Obwohl die Gesellschafter in 2013 auch bereit waren, neben der finanziellen Grundausstattung der AGIT in Höhe von 845 T€ auch die laut Zuwendungsbescheid aufzubringenden Eigenanteile in Höhe von ca. 169 T€ für die durchzuführenden Projekte zu übernehmen, reichten die Zuwendungen nicht aus, die Forderungsverluste der früheren Jahre auszugleichen. Bei einer Gesamtzuwendung seitens der AGIT-Gesellschafter in Höhe von 1.014 T€ und bei einem Gesamtkostenblock für den Bereich „Wirtschaftsförderung“, einschließlich der durchgeführten Projekte, in Höhe von 1.565 T€, würden Gesellschafterzuschüsse in Höhe von 1.045 T€ benötigt. Die Differenz von ca. 31 T€ zu den genehmigten Planmitteln für 2013 in Höhe von 1.014 T€ sind laut Gesellschaftervertrag von den Gesellschaftern aufzubringen. Die Projekte sind ab 2013 an den Zweckverband überführt worden. Insgesamt zeigt sich, dass die von den Gesellschaftern bereitgestellten Mittel für die Kernaufgaben der AGIT auskömmlich waren. b) Finanzlage Der Bestand an Finanzmitteln ist im Berichtsjahr insgesamt um 142 T€ auf 273 T€ gestiegen. Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden in Höhe von 46 T€ getätigt. Die Liquidität 1. Grades (liquide Mittel / kurzfristiges Fremdkapital) beträgt 10 % (Vorjahr 7 %). Auf Grund hoher Außenstände, die insbesondere im Bereich der Projektförderung entstanden sind, hat sich trotz eines systematischen Forderungs- und Kostenmanagements in 2013 eine gleichbleibend schlechte Liquiditätssituation für die AGIT ergeben. Die volle Höhe des Kontokorrentkredites von 850 T€ musste auch in 2013 in Anspruch genommen werden. Die daraus resultierende Zinsbelastung lag mit ca. 12 T€ jedoch auf Grund des niedrigen Zinsniveaus unter dem Wert des Vorjahres (ca. 16 T€ in 2012). Insgesamt konnte die Zinsbelastung deutlich reduziert werden, da ein Darlehen für das TZA BA I neu verhandelt wurde; ebenso wurde der Leasingvertrag neu verhandelt mit dem Ergebnis deutlich besserer Konditionen. GB „Technologiezentrumsmanagement“ (TZM) Liquiditätsmäßig machen sich die baulichen Mängel im ZBMT negativ bemerkbar, denn die NKAbrechnung für 2012 konnte noch nicht abgeschlossen werden. Etwa 50 % der Nebenkosten werden von der AGIT vorfinanziert, da die NK-Vorauszahlung noch nicht den tatsächlichen Kosten angepasst werden konnte. Dieser Sachverhalt gilt auch für 2013 und belastet die Liquidität der 221 Gesellschaft. Zur Finanzierung des nicht übernommenen Teils des Vorjahresverlustes im TZA II wurde ein Darlehen in Höhe von 114 T€ aufgenommen. Im Umfang von 153 T€ wurden Darlehen zurückgezahlt. GB „Wirtschaftsförderung“ Durch die Zahlung der Projekteigenanteile durch die Gesellschafter in 2013 konnte im Projektbereich die Projektfinanzierung und die Liquidität verbessert werden. Die Projektbearbeitung erfolgt nach dem Kostendeckungsprinzip. Jedoch müssen die Projekte größtenteils immer noch vorfinanziert werden, da die Projektabrechnung nach dem Kostenerstattungsprinzip sehr zeitverzögert stattfindet und Auszahlungen oft erst 1,5 Jahre nach erbrachter Leistung erfolgen; zudem gibt es keine Projektvorschüsse. Die Forderungen im Projektbereich haben sich auch wegen der Weitergabe von Projekten an den Zweckverband etwas entspannt; sie liegen zum Stichtag 31.12.2013 aber immer noch bei 973 T€ (Vorjahr 1.044 T€). c) Vermögenslage Die Vermögenslage des Unternehmens ist wie in Vorjahren durch eine hohe Anlagenintensität (Anlagevermögen / Gesamtvermögen) von 81 % (Vorjahr 83 %) wegen des in früheren Jahren errichteten TZA gekennzeichnet. Insgesamt entwickelt sich das Vermögen durch die Abschreibung des Gebäudes rückläufig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich leicht. Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen sonstigen Forderungen aus Projektförderungen verringerten sich deutlich aufgrund reduzierter Außenstände bei den zugesagten Fördermitteln auf 973 T€ (Vorjahr 1.044 T€). Diese Entwicklung korrespondiert mit der Reduzierung der Projekte in 2013. Obwohl sich der Bestand an liquiden Mitteln verglichen mit dem Vorjahr erhöht hat, war unterjährig die vollständige Inanspruchnahme des Euribor-Kredites notwendig. Das positive Ergebnis 2013 laut GuV hat zur Konsequenz, dass auf der Passivseite das Eigenkapital nicht weiter aufgebraucht wird. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) beträgt 13 % (Vorjahr 12 %). Unter Berücksichtigung des Sonderpostens ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 47 % (Vorjahr 49 %). Der Sonderposten wird entsprechend der Abschreibung der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst. Im Berichtsjahr ist der Sonderposten um 650 T€ gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-39 T€) haben sich ebenso wie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-116 T€) und die sonstigen Verbindlichkeiten (-138 T€) im Berichtsjahr reduziert. Unter strategischen Gesichtspunkte hält die AGIT acht Beteiligungen an Betreibergesellschaften für TGZ (Technologie- und Gründerzentren) und Wirtschaftsförderungsgesellschaften. Weitere wesentliche Sachverhalte zu diesen Beteiligungen als die beiden unten angeführten gibt es nicht zu berichten. − Bereits in 2012 hat die Gesellschafterversammlung der ESC Euro-Service-Center Geilenkirchen GmbH, Geilenkirchen, die Auflösung der Gesellschaft beschlossen und einen Liquidator bestimmt. Die Gesellschaft war in 2013 nicht mehr aktiv. − Bei der Beteiligung an der TAE GmbH - Technik Agentur Euskirchen, Euskirchen, ist die AGIT nachschusspflichtig. Aufgrund der negativen Geschäftsentwicklung hat die Gesellschafterversammlung der TAE GmbH die Abdeckung des Verlustes durch zu leistende Nachschüsse beschlossen. Die AGIT hat im abgelaufenen Jahr daher einen Nachschuss zur Verlustabdeckung von rd. 1,8 T€ (Vorjahr 4 T€) geleistet. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die AGIT arbeitet in jedem Geschäftsfeld mit Leistungsindikatoren, die anforderungsgerecht monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich erhoben und bewertet werden. Nach unserem QM-System steht der jeweilige „Kunde“ und Auftraggeber (AG) und dessen Zufriedenheit mit dem Ergebnis im Vordergrund. Folgende Kennzahlen werden, für jeden Geschäftsbereich (GB) spezifiziert, verwandt. Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzieller Leistungsindikator für den GB „TZM“ wird das Ergebnis herangezogen. Ein „positives Ergebnis“ wird unter der Voraussetzung, dass die notwendigen Maßnahmen für die Werterhaltung des TZA durchgeführt werden, als Zielerreichung akzeptiert. In 2013 wurde dieses Ziel unter 222 Berücksichtigung von Gesellschafterzuschüssen (Stadt Aachen) in Höhe von 200 T€ erreicht. Weiter wird die Anlagenintensität zur finanziellen Bewertung der AGIT hinzugezogen. Die Vermögenslage des Unternehmens ist wie in Vorjahren durch eine hohe Anlagenintensität (81 %) wegen des in früheren Jahren errichteten TZA gekennzeichnet. Insgesamt entwickelt sich das Vermögen korrespondierend zur AfA des Gebäudes rückläufig. Für den GB „Wirtschaftsförderung“ wird als finanzieller Leistungsindikator die Budgeteinhaltung bzw. Kostendeckung als Kriterium festgelegt. Dies wird auf die einzelnen Aufgabenfelder (BTOU, A&I, TT&BDS) heruntergebrochen. Auch hier wurde in 2013 das Ziel der Budgeteinhaltung erreicht. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren GB „Technologiezentrumsmanagement“ (TZM) Nach den Leistungsindikatoren „Auslastung“ sowie „Einzüge/Auszüge“ erfüllt die AGIT ihr Soll, denn alle Zentren sind mit 100 % voll ausgelastet (95 % gilt als „Vollauslastung“) und der Einzug von neuen Firmen mit 12 Einzügen bei einem Bestand von 95 Firmen bzw. Auszug von etablierten Firmen liegt ebenfalls im Soll (> 12,5 % pro Jahr). GB „Wirtschaftsförderung“ Nach dem Leistungsindikator „Gründung“ von Unternehmen“ (Anzahl) im Geschäftsfeld „Beratung technologieorientier Unternehmen“ (BTOU) liegt die AGIT im Soll der letzten Jahre. Nach dem Leistungsindikator „Angesiedelte Unternehmen“ (Anzahl) im Geschäftsfeld „Ansiedlungswerbung und Investorenberatung“ (A & I) ist in 2013 das bisher beste Ergebnis seit 10 Jahren festzustellen. Bezogen auf die geschaffenen Arbeitsplätze gab es schon bessere Jahre. Im Geschäftsfeld „Technologie-Transfer & Business Development Support“ (TT & BDS) werden insbesondere Aufträge und Projekte bearbeitet. Inhaltlich wird die „Zufriedenheit“ der Auftraggeber (AG) bzw. Zuwendungsgeber als Indikator verwendet. Je nach Auftrag und Projekt wird dies unterschiedlich ermittelt. In 2013 wurde dieses Ziel, bis auf kleine Schwankungen im Projektbereich, erreicht. Weitere Parameter bzw. Indikatoren, die systematisch beobachtet werden sind: − Vorcast: Projekte und Aufträge (monatliche Erfassung) − Liquiditätsplan (monatlich) − Forderungsmanagement (Forderung aus Projekten). III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres wie folgt eingetreten. Liquidität Die hohe Anzahl und das Volumen der Projekte haben in den letzten Jahren zu einer angespannten Liquidität der AGIT geführt. In 2014 hat sich gezeigt, dass die getroffenen Maßnahmen einer deutlichen Reduzierung der Projekte, die in großen Teilen zum ZV übergegangen sind, zu einer deutlichen Verringerung der Vorfinanzierungsleistungen und damit auch zu einer deutlichen Verbesserung der Liquidität geführt haben. Der Euribor-Kreditrahmen wird ab 4/2014 nur noch knapp zur Hälfte in Anspruch genommen. Diese Inanspruchnahme resultiert auch weiterhin aus der Vorfinanzierung der Projekte, aber auch aus den NK des ZBMT. Die dargelegte Verbesserung ist auch dadurch eingetreten, dass die Gesellschafter den Eigenanteil der Projekte für 2013 durch zusätzliche Zuschüsse in Höhe von ca. 170 € finanziert haben. IV. Prognosebericht Liquidität Wie im Nachtragsbericht ausgeführt, hat sich durch die getroffenen Maßnahmen die Liquidität der AGIT in 2014 deutlich verbessert. Der Euribor-Kreditrahmen wird ab 4/2014 nur noch knapp zur Hälfte in Anspruch genommen und die Situation wird sich im Laufe des Jahres projektseitig weiter verbessern. Die ZBMT-Problematik mit der NK-Vorauszahlung ist im Klärungsprozess begriffen. Ab 2015 dürften sich keine Liquiditätsprobleme mehr für die AGIT ergeben, unter der Voraussetzung einer stabilen Wirtschaftslage. 223 GB „Technologiezentrumsmanagement“ (TZM) Inspektionen am Technologiezentrum am Europaplatz, die nach jeder Winterperiode verstärkt durchgeführt werden, haben ergeben, dass spätestens im Jahr 2012 eine größere Dachsanierung am Gebäude erforderlich wurde. Die ersten Dachsanierungen erfolgten in 2012. Weitere Sanierungen wurden in 2013 entsprechend der Planung durchgeführt bzw. werden auch in 2014 durchgeführt. Die vom Gutachten ermittelten Instandhaltungsaufwände von ca. 350 T€/Jahr für die nächsten 10 Jahre sind aus heutiger Sicht realistisch, da sich immer wieder neue Problemlagen auftun. Die hohe Auslastung von 100 % im TZA in 2014 wird die Kostensituation etwas abmildern, so dass in diesem Jahr unter Berücksichtigung von Gesellschafterzuschüssen (Stadt Aachen) auch mit einem positiven Ergebnis im TZM gerechnet werden kann. Dies gilt bei stabiler Wirtschaftslage auch für die nächsten Jahre. Auch wenn die Leasingrate im TZA BA II jährlich deutlich ansteigt, kann für die Jahre 2015 bis 6/2019 bei einer hohen Auslastung durchaus ein positives Ergebnis erreicht werden. Mittels Dienstleistungsvertrag betreut das Technologiezentrumsmanagement der AGIT auch das MTZ und ZBMT. Das MTZ wird vertragsgemäß zum 1.1.2015 an das UKA übergeben. Der Betreuungsvertrag der AGIT mit GEGRA bzw. der Stadt Aachen endet damit. Alle Verträge wurden gekündigt. Ein Risiko besteht nicht mehr. Nach aktuellem Stand wird das MTZ auch in 2014 in etwa ein neutrales Ergebnis erzielen können. Obwohl erhebliche bauliche Mängel am ZBMT in 2013 zu Mietminderungen geführt haben, und möglicherweise auch in 2014 zu Mietminderungen führen werden, belasten diese nicht die AGIT, da die Stadt Aachen die Gesamtverluste mittels einer Verlustausgleichsregelung vollständig ausgleicht. In 2014 sind diese Mängel (Aufzug) inzwischen behoben, jedoch taten sich in 2013 im Zuge der Nebenkostenabrechnung neue Probleme auf. Somit ist in 2014 zwar mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung zu rechnen, jedoch nicht in der geplanten Höhe laut Wirtschafts- und Stellenplan der AGIT, obwohl das Zentrum zu 100 % ausgelastet ist. 2015 wird sich der Geschäftsbetrieb voraussichtlich stabilisieren, da bis dahin alle Probleme mit den Mietern ausgeräumt sein dürften. Dann laufen jedoch auch schon die ersten Mietverträge aus; bisher wurden aber alle Mietoptionen seitens der Mieter eingelöst. GB „Wirtschaftsförderung“ Das im Jahre 2011 entwickelte Reformkonzept, das zu neuen, verbesserten Strukturen in der Region führen soll, wurde ab dem 1.1.2013 mit der Gründung des Zweckverbandes Region Aachen (ZV) und der AGITneu umgesetzt. Die AGITneu konzentriert sich im Bereich der technologieorientierten Wirtschaftsförderung auf ihre Kernaufgaben und führt deutlich weniger Projekte durch als bisher oder ausschließlich Projekte, die in ihr Kernportfolio passen und die zu 100 % finanziert sind. In 2013 betrug das Auftrags- und Projektvolumen für die AGITneu 1.070 T€. Für 2014 sind bisher noch keine weiteren neuen Projekte, die von den Gesellschaftern mit Eigenanteilen hinterlegt sein müssen, vorgesehen, sondern es werden vorhandene Projekte und Aufträge kostenneutral verlängert bzw. vertraglich zu Ende geführt. Das Auftrags- und Projektvolumen hat für 2014 einen Planwert von 615 T€. Die geplanten Personalmaßnahmen für AGITneu in diesem Bereich laut konzipiertem AGITneu-Stellenplan konnten bisher plangemäß durchgeführt werden. In 2014 kann damit gerechnet werden, dass alle Projekte, die die AGIT noch aus 2012 aufgrund rechtlicher Verpflichtungen übernommen hat, vollständig geprüft sind. Erst dann kann definitiv gesagt werden, ob alle Leistungen anerkannt und genehmigt wurden. Die Prüfungen in 2013 und 2014 haben gezeigt, dass dies in dem einen oder anderen Falle eintritt und zu Forderungsverlusten geführt hat und somit auch in 2014 weitere Forderungsverluste eintreten können. Zudem mussten Projekte aufgrund von Verträgen über den ursprünglichen Zeitraum hinaus weitergeführt werden, die nicht durch Eigenanteile hinterlegt sind. Für 2014 laufen die Kernaufgaben der AGIT stabil. Die Ergebnisse im Arbeitsfeld BTOU lassen ähnlich hohe Gründerraten erkennen wie in 2013. Das Ansiedlungsgeschäft im ersten Halbjahr 2014 pendelt sich auf niedrigem Niveau ein, was oft der Fall ist nach einem sehr guten Jahr wie in 2013. Die vorhandenen Aufträge und Projekte werden vertraglich zu Ende geführt. Neue Projekte wurden in geringem Umfang eingeworben und nur dann durchgeführt, wenn Sie mit 100 % der Kosten durch Einnahmen gedeckt sind. Das Auftrags- und Projektvolumen kann aus heutiger Sicht planmäßig abgearbeitet werden. Hinsichtlich der Anerkennung der Projektkosten müssen die Projektprüfungen in 2014 abgewartet werden. Für 2014 lässt sich zurzeit die Prognose erstellen, dass die geplanten Ziele und Ergebnisse des Wirtschafts- und Stellenplanes 2014 weitgehend erreicht werden können. 224 Gesamtergebnis 2014 Laut Wirtschaftsplan wird für das Geschäftsjahr 2014 mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis gerechnet. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht In 2013 wurde ein Auftrags- und Projektvolumen von 1.070 T€ (Vorjahr 1.773 T€) bearbeitet und damit das Niveau von 2012 sowie 2011 deutlich – wie geplant – unterschritten. Das Projektvolumen wurde seitens der AGIT-Gesellschafter durch entsprechende Eigenanteile in 2013 hinterlegt, so dass nur noch durch nicht anerkannte Projektkosten Risiken entstehen. Risiken aus Arbeitsverträgen ergaben sich nicht, da Projekt- und Arbeitsverträge befristet sind und eine kontinuierliche Anpassung des Personalbestands an den Umfang der Projektarbeiten damit ermöglicht wird. Mit dem Beschluss der Gesellschafter vom 21.11.2012, den Eigenanteil der Projekte zzgl. Gemeinkosten in 2013 zu genehmigen, hat sich diese Problematik deutlich entschärft. Damit wird zudem die Liquidität nach einer begründbaren Übergangszeit in 2013 (Forderungen aus 2012 und 2013) ab Mitte 2014 deutlich verbessert, was sich bereits zeigt. Hinzu kommt, dass ein Großteil der Projekte (Regionalagentur, Frau und Beruf, etc.) an den neuen Zweckverband mit Übergangsdatum 1.1.2013 überführt wurde und damit für die AGIT in 2012 abgeschlossen wurde. Damit fällt die weitere Vorfinanzierung dieser Projekte weg. In 2014 liegt das Plan-Projektvolumen in der AGITneu mit ca. 615 T€ deutlich unter dem Niveau von 2013. Dies reduziert deutlich etwaige Liquiditätsprobleme. Natürlich können auch für 2014 – wie das Jahr 2013 gezeigt hat – leichte Forderungsverluste in Projekten entstehen. Durch die in der Sitzung im Februar 2013 beschlossene weitergehende Neuregelung der Verlustabdeckung für TZA BA II im Rahmen einer Vereinbarung zwischen der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen auf der einen Seite sowie den anderen Gesellschaftern auf der anderen Seite, ergeben sich bis 6/2019 (Dauer des Vertrages / Auslauf des Leasingvertrages) unter normalen wirtschaftlichen Verhältnissen keine Risiken für die AGIT. Die vorgesehenen Instandhaltungsmaßnahmen im Bereich des TZA BA I und BA II werden auch in 2014 und 2015 durchgeführt werden. Das in Auftrag gegebene Instandhaltungsgutachten hat einen Finanzierungsrahmen von 350 T€/Jahr für die nächsten 10 Jahre ermittelt. Diese Werte wurden bereits in die Wirtschaftspläne der nächsten Jahre übernommen. Zur Verbesserung ihrer Prozessabläufe hat die AGIT im Rahmen der Neuausrichtung in 2013 ein Qualitätsmanagementsystem (QM-System) entwickelt, das als Test in 2014 eingeführt werden soll. Teil dieses QM-Systems ist ein Risikomanagementsystem (RM-System), dass wesentliche Kennzahlen periodisch verfolgt. 2. Chancenbericht Auf Grund der vorgesehenen finanziellen Trennung von „Technologiezentrumsmanagement“ und „Wirtschaftsförderung“ ergab sich die Notwendigkeit vollständig neuer Wirtschafts- und Stellenpläne 2013 und 2014. In einer Arbeitsgruppe wurden alle Kostengruppen der „Zentralen Dienste“ (ZD) bewertet und weitgehend den Sparten zugeordnet. Die verbleibenden Kosten der „ZD“ wurden mit unterschiedlichen sachgerechten Schlüsseln auf die Bereiche verteilt. Gegenüber der bisherigen Vorgehensweise der Verteilung der „ZD“ auf die Bereiche nach „Personenanzahl“ (VZÄ) wurde der Schlüssel „Personalkosten“ gewählt, der als sachgerechter für die AGITneu als der bisherige Schlüssel eingestuft wurde. Nach der Prüfung der Spartengewinnermittlung 2013 durch die Wirtschaftsprüfer für das TZA I / II und das MTZ sowie das ZBMT zeigt sich, dass bei gleich bleibender hoher Auslastung von fast 100 % nur unwesentliche Veränderungen in den Einnahmen zu erwarten sind, das umgekehrt die Werte aber auch gehalten werden können. Die geplanten Maßnahmen zur Werterhaltung des TZA können damit wie vorgesehen durchgeführt werden. Ein Ankauf des TZA BA II ab 7/2019 durch die AGIT kann dann planmäßig erfolgen. Im Bereich Personal- und Sachkosten werden sich nur Veränderungen auf Grund der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst ergeben. Im Planbudget sind entsprechende Erhöhungen berücksichtigt, die den aktuellen Verhandlungsergebnissen entsprechen. Um weitere finanzielle Risiken zu vermeiden, werden auf Seiten der AGIT alle Arbeitsverträge der Projektmitarbeiter den Projektlaufzeiten angepasst. 225 Die Ausgliederung des AIC in eine neue Gesellschaft (aric), die für Ende 2009 geplant war, musste aufgrund veränderter Rahmenbedingungen, verzögerter Projektzuwendungen und der Klärung wichtiger Detailfragen in 2011 in der geplanten Form aufgegeben werden. In 2012 wurden eine Kooperationsvereinbarung mit der RWTH Aachen und ein Zuwendungsvertrag mit dem Kreis Heinsberg erarbeitet, die in 2013 unterzeichnet und in Kraft treten sollen. Der Zuwendungsbescheid wurde vom Kreis Heinsberg ab dem 01.07.2013 vollzogen. Beim Kooperationsvertrag mit der RWTH Aachen gab es noch strittige Punkte, so dass erst Mitte 2014 mit einer Vertragsunterzeichnung zu rechnen ist. Diese Vereinbarungen, die auch eine finanzielle Beteiligung des Kreises Heinsberg vorsehen, sollen Kosten und Eigenanteile in Projekten absichern und die AGITAktivitäten im Arbeitsbereich GALILEO vor Ort in Wegberg-Wildenrath unterstützen. 3. Gesamtaussage Mit der Förderung von technologieorientierten Gründungen, der Unterstützung von Wachstumsfirmen, der Förderung von Innovation und Technologietransfer, der Ansiedlungswerbung und Investorenberatung sowie der Unterstützung des Business Development Supports in der Region Aachen steht die Gesellschaft auch weiterhin vor interessanten Aufgaben. Die weltweite Arbeitsteilung und die Wirtschaftskrise in Europa, die sich in Ansiedlungsveränderungen niederschlägt, und die hohe weltweite Innovationsdynamik, die eine rein regionale Innovationspolitik immer schwieriger macht, führen zu immer anspruchsvolleren Aufgabenstellungen, denen die AGIT begegnen muss. Der Lösungsraum für die Anforderungen wird immer komplexer. Die Bewältigung dieser Aufgaben ist durch die Neuaufstellung der AGIT in 2013 und die Fokussierung der AGIT auf diese Schwerpunkte deutlich erleichtert und verbessert worden. Das neue Finanzierungsmodell der AGIT ab 2013, das eine konsequente finanzielle Trennung von „Technologiezentrumsmanagement“ (das quasi als Profit Center arbeitet) und technologieorientierter „Wirtschaftsförderung“ (die rein durch Zuwendungen der Gesellschafter getragen wird) vorsieht, hat sich als richtige Entscheidung und Perspektive für die AGIT herausgestellt. Diese Aussage gilt nicht nur für die finanzielle Situation, sondern auch für die inhaltliche Ausrichtung der Fokussierung auf die Kernkompetenzen der AGIT. Die Risiken im Bereich technologieorientierte „Wirtschaftsförderung“, die sich noch aus den alten Vertragsbindungen ergeben können, insbesondere aus den Projekten aus dem Jahr 2012, die nicht alle an den ZV übergeben wurden und die in 2013 und 2014 von der AGIT fortgeführt werden müssen, sind überschaubar. Hier können nach erfolgter Projektprüfung durch die Zuwendungsgeber Forderungsverluste entstehen bzw. es sind auch in 2014 noch Eigenleistungen zu erbringen, die sich aus den Verträgen ergeben. Aufgrund der hohen Auslastung und der guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland sowie der vertraglich vereinbarten Verlustübernahmeregelungen ergeben sich für den Zeitraum bis Mitte 2019 im GB „Technologiezentrumsmanagement“ aus heutiger Sicht keine wesentlichen finanziellen Risiken für die AGIT. Für 2014 kann aus heutiger Sicht deshalb gesagt werden, dass die Gesellschaft das Plan-Ergebnis erreichen kann, sofern keine gravierenden Sondereffekte eintreten. Die strategische Ausrichtung der AGIT 2.0 ist deshalb auf einem guten Weg. 226 Grenzüberschreitendes Gewerbegebiet AachenHeerlen N.V. Heerlen Allgemeine Angaben Firma Grenzüberschreitendes Gewerbegebiet Gesellschafter Aachen-Heerlen N.V. Sitz Snellius 8, NL – 6422 RM Heerlen Rechtsform AG nach niederländischem Recht Gründungsjahr 1998 Geschäftsführer Prof. Dr. Manfred Sicking Frau M.F.A. de Wit-Romans Gremien Hauptversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 4.991.582,00 EUR Mitarbeiter 2,9 (Durchschnitt) Internet www.avantis.org Gegenstand des Unternehmens Zweck der Gesellschaft ist ein hochwertiges, grenzüberschreitendes Gewerbegebiet im Grenzgebiet Aachen – Heerlen zu realisieren. Mit der Realisierung wird beabsichtigt, der Euregio MaasRhein starke wirtschaftliche Impulse durch Investitionen zu geben, die Arbeitsplätze und Erwerbsquellen schaffen. Die Gesellschaft hat ferner die Aufgabe, für ein zuverlässiges und zweckmäßiges Funktionieren der von ihr angebotenen Gewerbegebietseinrichtungen zu sorgen. Der Gesellschaftszweck wird unter anderem durch folgende Maßnahmen erreicht: - Erwerb von Grundstücken, - Anlegen infrastruktureller Einrichtungen, wie Straßen, Erschließungswege, Energieversorgung, Telekommunikationseinrichtungen, Entwässerungssysteme, Einrichtungen des öffentlichen Personennahverkehrs, oder die Beauftragung hierzu, - Akquirieren von Unternehmen, die sich im Gewerbegebiet niederlassen - Auftritt als zentrale Dienststelle für sämtliche im Gewerbegebiet ansässige Unternehmen - Unterhaltung des Gewerbegebietes als Ganzes auf einem hochwertigen Niveau - Gewährung von Hilfestellungen beim Erlangen aller für die Ansiedlung oder den Betrieb von Unternehmen erforderlichen Genehmigungen sowie möglicher Fördermittel und beim Lösen von damit in Beziehung stehenden Problemen, und zwar mit allen Mitteln, die diesem Zweck im weitesten Sinne förderlich sind, soweit dies mit den Kräften der Gesellschaft möglich ist. 227 Organe des Unternehmens Geschäftsführer Prof. Dr. Manfred Sicking, Frau M.F.A. de Wit-Romans Aufsichtsrat Vorsitzender Leo Voorpijl Annekathrin Grehling Nico Aarts Michael Bernhart LIOF Stadtkämmerin Gemeinde Heerlen Land NRW Zusammensetzung der Organe Vorstand Die Hauptversammlung legt die Zahl der Vorstandsmitglieder fest. Die Hauptversammlung bestimmt die Mitglieder des Vorstandes. Dem Vorstand obliegt die Leitung der Gesellschaft. Die Hauptversammlung ist befugt, dem Vorstand schriftlich allgemeine Richtlinien für die Unternehmenspolitik zu geben. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus vier Mitgliedern. Die Mitglieder des Aufsichtsrates werden von der Hauptversammlung aufgrund eines bindenden Vorschlags gewählt, der wie folgt unterbreitet wird: das Aufsichtsratsmitglied A von der Stadt Aachen, das Aufsichtsratsmitglied B von der Gemeinde Heerlen, das Aufsichtsratsmitglied C durch die Versammlung der Aktionäre C und das Aufsichtsratsmitglied D durch die Versammlung der Aktionäre D. Die Hauptversammlung bestellt den Vorsitzenden des Aufsichtsrates und seinen Stellvertreter. Vertretung der Stadt Aachen in der Hauptversammlung Der Oberbürgermeister oder Vertreter. Beide haben das Recht, einen anderen Beamten oder einen Angestellten zu bevollmächtigen. Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) 2011 2012 2013 Anlagevermögen 3.711 12% 3.251 11% 3.244 12% Umlaufvermögen 27.516 88% 26.241 89% 24.464 88% 0 0 0 0% Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 228 0% 31.227 29.492 2.990 10% 153 0% 0% 27.708 1.603 5% -1.387 -5% 172 1% 191 1% 28.085 90% 27.717 94% 0 0 31.227 0% 29.492 0% 28.904 104% 0 27.708 0% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 Erträge Verkauf + Vermietung von Stellplätzen 517 374 2.799 Änderung Grundstücksbewirtschaftung 776 -209 -4.148 80 428 120 -14 -22 -705 1.359 571 -1.934 Infrastrukturkosten 211 166 116 Personalkosten 382 201 151 Abschreibungen -104 9 7 488 392 414 0 0 0 978 766 688 Zinsergebnis -1.593 -728 -368 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.211 -923 -2.990 -255 475 0 15 12 0 -941 -1.386 -2.990 Sonstige Erträge Kosten im Zusammenhang mit Verkauf Summe der Betriebserlöse sonstige betriebliche Aufwendungen Erhaltene Fördermittel Summe Kosten abzgl. erh. Fördermittel Steuern Anteil am Gewinn aus Beteiligungen an anderen Unternehmen Ergebnis nach Steuern Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine unmittelbare Verbindung zum städtischen Haushalt besteht nicht. 229 AVANTIS Services N.V. Heerlen Allgemeine Angaben Firma AVANTIS Services N.V. Sitz Snellius 8, NL – 6422 RM Heerlen Rechtsform AG nach niederländischem Recht Gründungsjahr 2002 Gesellschafter Geschäftsführer Prof. Dr. Manfred Sicking, Frau M.F.A. de Wit-Romans Gremien Hauptversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 300.000,00 EUR Mitarbeiter - Gegenstand des Unternehmens Ihr Zweck ist die Erbringung von Dienstleistungen für im Gewerbegebiet Avantis angesiedelte Unternehmen, kurz: das so genannte Park-Management. Dabei handelt es sich um eine moderne Form der Gewerbegebietsverwaltung, die langfristig eine hochwertige Qualität des Gewerbegebiets gewährleistet. Haupttätigkeitsbereiche sind die Instandhaltung der umfassenden Grünanlagen und die Gewährleistung der Sicherheit der Nutzer des Gewerbegebiets. Ferner gehören die Instandhaltung der (eigenen) Straßen und die Abfallentsorgung zu den Aufgaben der Gesellschaft. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Prof. Dr. Manfred Sicking, Frau M.F.A. de Wit-Romans Aufsichtsrat: Vorsitzender Leo Voorpijl Annekathrin Grehling Nico Aarts Michael Bernhart (ab 12/12) LIOF Stadtkämmerin Gemeinde Heerlen Land NRW Zusammensetzung der Organe Vorstand Die Geschäftsführer werden durch Gesellschafterbeschluss bestellt und abberufen. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus 4 Mitgliedern. Bei der Wahl durch die Hauptversammlung hat die Stadt Aachen ein Vorschlagsrecht für ein Aufsichtsratmitglied. 231 Gesellschaftervertreter Die Hauptversammlung besteht aus jeweils einem Vertreter der Gesellschafter. Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) Anlagevermögen Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten 2011 0 2012 0% 406 100% 0 0% 0% 413 100% 0 0% 0% 498 100% 0 0% 406 Eigenkapital 279 69% 316 76% 316 64% Verbindlichkeiten 127 31% 97 24% 182 36% 0 0% 0 0% 0 0% Bilanzsumme Passiva 413 0 Bilanzsumme Aktiva Rechnungsabgrenzungsposten 498 406 413 498 2011 2012 2013 Beitrag der Städte 240 233 238 Beiträge angesiedelter Unternehmen +Dienstleistung Glasfaser 106 110 120 Summe Erlöse 346 344 358 Betriebskosten 126 127 183 Unterhaltskosten 130 106 111 Allgemeine Kosten 48 78 66 304 311 360 4 4 3 46 37 1 0 0 0 46 37 1 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) Summe Kosten Zinsergebnis Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern Ergebnis nach Steuern Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine unmittelbare Verbindung zum städtischen Haushalt besteht nicht. 232 0 2013 Kur- und Badegesellschaft mbH Aachen Allgemeine Angaben Firma Kur- und Badegesellschaft mbH Sitz Krefelder Str. 123, 52070 Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 1932 Gesellschafter Geschäftsführer Werner Schlösser Gremien Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 205.000,00 EUR Mitarbeiter 48 (Vorjahr 45) (Durchschnitt) Internet www.bad-aachen.de www.carolus-thermen.de Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eigener oder fremder Einrichtungen, sowie die Übernahme von Aufgaben, die im Zusammenhang mit dem Kur- und Badewesen, der Förderung des Aachen-Tourismus, sowie der wirtschaftlichen Entwicklung von Bad Aachen stehen. Die Gesellschaft ist insbesondere berechtigt, eine Freizeit-Therme in Aachen im eigenen Namen und für eigene Rechnung zu errichten, zu erhalten, zu betreiben oder zu verpachten, insbesondere auch durch Erwerb eines Erbbaurechts und durch Beteiligung an einer Betriebsgesellschaft. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Werner Schlösser Aufsichtsrat: Vorsitzender stellv. Vorsitzende Dr. Ralf Otten (CDU) Rosa Höller-Radtke (SPD) Annekathrin Grehling David Hasse (Grüne) Björn Jansen (SPD) Ernst-Rudolf Kühn (CDU) Ursula Palm-Schwarzer Jonas Paul (Grüne) Margret Schulz (SPD) Klaus Trommler (FDP) Ruth Wilms (CDU) Ratsmitglied Ratsmitglied Kämmerin Ratsmitglied Bürgermeister Ratsmitglied Arbeitnehmervertreterin Ratsmitglied Ratsmitglied sachkundiger Bürger Ratsmitglied 233 Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Bestellung und Abberufung der Geschäftsführer sowie die Festsetzung der Dienstbezüge derselben erfolgt durch die Versammlung der Gesellschafter. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens fünf Mitgliedern. Die Aufsichtsratsmitglieder werden von der Gesellschafterversammlung gewählt. Eines der Mitglieder ist der Oberbürgermeister als geborenes Mitglied oder ein von ihm vorgeschlagener Beamter oder Angestellter der Stadt. Ein Aufsichtsratsmitglied wird von den Arbeitnehmern der Gesellschafterversammlung zur Wahl vorgeschlagen. Das von den Arbeitnehmern vorzuschlagende Aufsichtsratsmitglied wird von diesen in allgemeiner, geheimer, gleicher und unmittelbarer Wahl bestimmt. Die Aufsichtsratsmitglieder werden jeweils für eine Ratsperiode gewählt. Die Amtsdauer entspricht der Ratsperiode. Nach Ablauf der Ratsperiode bleiben die Aufsichtsratsmitglieder bis zum Vollzug der Neuwahl im Amt. Ist ein Aufsichtsratsmitglied auch Ratsmitglied und scheidet es als Ratsmitglied vor Ende der Ratsperiode aus, so endet auch sein Amt als Aufsichtsratsmitglied. Das Aufsichtsratsmitglied bleibt jedoch bis zum Vollzug der Neuwahl eines Nachfolgers im Amt. Vertretung der Stadt Aachen in der Gesellschafterversammlung Der Oberbürgermeister oder Vertreter. Beide haben das Recht, einen anderen Beamten oder einen Angestellten zu bevollmächtigen. Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 2011 2012 37.523 98% B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 36.728 96% 12 III. Finanzanlagen 805 2% Vermögensgegenstände 2013 0% 35.672 97% 8 0% 18.663 49% 17.424 47% 18.052 47% 18.241 50% 1.479 4% 1.052 3% 68 0% 76 0% 335 1% 239 1% 1.076 3% 736 2% 5 0% 5 0% III. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital I. 0% 38.333 205 38.212 1% Gezeichnetes Kapital B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 234 5 286 1% 36.509 95% 1.332 38.333 3% 36.729 205 1% 205 1% 205 1% 205 1% 555 1% 376 1% 36.144 95% 1.308 38.212 3% 34.762 95% 1.386 36.729 4% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 7.321 7.639 7.414 425 445 476 Betriebsleistung 7.746 8.084 7.890 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 1.874 1.972 2.071 Personalaufwand 2.068 2.068 2.123 Abschreibungen 1.517 1.520 1.275 Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.099 3.293 3.172 -812 -770 -751 1.228 1.073 Wertpapiere des Umlaufvermögens 1 0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.864 1.628 -727 -637 -555 -1.539 -1.407 -1.307 87 87 87 1.626 1.494 1.394 0 0 0 sonstige betriebliche Erträge Betriebserfolg sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Finanzergebnis Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sonstige Steuern Erträge aus Verlustübernahme Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Das außerordentliche Ergebnis der Kur- und Badegesellschaft entspricht der Verlustübernahme durch die Stadt Aachen. Lagebericht (Auszug) A Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Branchenentwicklung und Entwicklung der Gesamtwirtschaft a) Branchenentwicklung Die Kur- und Badegesellschaft mbH ist mit ihrer Geschäftstätigkeit keiner klar umrissenen Branche zuzuordnen. Insofern liegen auch keine gesicherten Informationen über Branchenstruktur und konjunktur vor. Mit dem wesentlichen Unternehmensteil, den Carolus Thermen Bad Aachen, bewegt sich die Gesellschaft im Bereich der freizeitorientierten Bäder, hier aber im Spezialsegment der freizeitorientierten Thermal- und Mineralbäder. Da diese freizeitorientierten Thermal- und Mineralbäder teilweise kommunalwirtschaftlich, teilweise aber auch privatwirtschaftlich betrieben werden, gibt es keine verlässlichen Aussagen zur Marktsituation und -entwicklung dieses Bädertyps. b) Entwicklung der Gesamtwirtschaft Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland hat in seiner Pressemitteilung vom 13.11.2013 folgendes ausgeführt: „Die aktuelle wirtschaftliche Situation und die gute Position Deutschlands im Vergleich zu den Krisenländern des Euro-Raums scheinen vielfach den Blick auf die großen zukünftigen Herausforderungen verstellt zu haben. So gehen derzeit diskutierte Maßnahmen, wie die Mütterrente, die 235 Aufstockung von niedrigen Renten oder großzügige Ausnahmen von der Rente mit 67, überwiegend zu Lasten kommender Generationen. Die Herausforderungen werden um ein Vielfaches schwerer zu bewältigen sein, wenn die Reformen der Agenda 2010 verwässert oder teilweise zurückgenommen werden. Gleiches gilt für wachstums- und beschäftigungsfeindliche Maßnahmen, wie den Mindestlohn oder Steuererhöhungen.“ Das ifo Institut für Wirtschaftsförderung e.V. München berichtet in einer Pressemitteilung aus dem Januar 2014 zum Bereich der Dienstleistungen wie folgt: „Der ifo-Geschäftsklimaindikator für das Dienstleistungsgewerbe (ohne Handel, Kreditgewerbe, Leasing, Versicherungen und ohne Staat) ist im Dezember deutlich gestiegen. Die Dienstleister stuften ihre aktuelle Geschäftslage erneut spürbar positiver ein und waren hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden Halbjahr noch zuversichtlicher als im November. Die Unternehmen rechneten für die nahe Zukunft mit einem – sich allerdings etwas abschwächenden – Umsatzwachstum und planten, den Personalbestand nur noch moderat zu vergrößern.“ Aus den vom ifo Institut für Wirtschaftsförderung e.V. veröffentlichten Tabellen und Graphiken ist zu entnehmen, dass der ifo-Geschäftsklimaindikator für das Dienstleistungsgewerbe im zweiten Quartal 2013 tendenziell abgesunken, im zweiten Halbjahr 2013 aber dann wieder angestiegen ist. Insbesondere zum Ende des Jahres 2013 ergaben sich deutlich bessere Einschätzungen der Geschäftslage. Der Indikator für das Gastgewerbe blieb jedoch deutlich unter dem Indikator für den Gesamtbereich der Dienstleistungen. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im vergangenen Jahr um 2,95 % auf 7,414 Mio. Euro gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 6,97 % auf 0,476 Mio. Euro. Die Summe aus Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen ist um 2,4 % auf 7,890 Mio. Euro gesunken. Insgesamt besuchten im vergangenen Wirtschaftsjahr 342.726 Gäste die Carolus Thermen Bad Aachen. Die Besucherzahlen lagen damit um 2,86 % unter dem Vorjahr. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Carolus Thermen Bad Aachen im Jahr 2013 an zwölf Tagen wegen dringend notwendiger Instandhaltungsmaßnahmen geschlossen blieben. Der Tagesdurchschnitt der Besucher lag daher im Wirtschaftsjahr 2013 bei 971 Gästen und damit um 0,73 % höher als im Vorjahr. Das Preissystem der Carolus Thermen Bad Aachen blieb im Jahr 2013 unverändert. Die Gastronomie verzeichnete einen Umsatzrückgang von 0,56 % auf 1,259 Mio. Euro. Die Umsätze aus dem Bereich Kurverwaltung sanken um 0,39 % auf 0,539 Mio. Euro. Die Umsätze aus Managementaufgaben stiegen um 6,55 % auf 0,094 Mio. Euro. 3. Investitionen Die Zugänge im Anlagevermögen betrugen im vergangenen Wirtschaftsjahr insgesamt TEUR. 160,4 Hiervon entfielen 0,9 TEUR auf immaterielle Wirtschaftsgüter, 14,4 TEUR auf Bauten auf fremden Grundstücken, 15,4 TEUR auf technische Anlagen und Maschinen, 125,3 TEUR auf Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie 4,4 TEUR auf Anlagen im Bau. 4. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben Kredite wurden im Jahr 2013 nicht aufgenommen. 5. Umweltschutz Die Gesellschaft bemüht sich um aktiven Umweltschutz. 236 Zur Absicherung dieser Aktivitäten hat sie in den Wirtschaftsjahren 2005/2006 am regionalen Projekt ÖKOPROFIT teilgenommen. In diesem Projekt ging es um konkrete Einsparmaßnahmen für Energie, Abfall, Wasser und Abwasser sowie um Rechtssicherheit beim Umgang mit Gefahrstoffen und Erfolge im Umweltschutz. Zum Ende des Jahres 2006 wurde ein spezialisiertes Ingenieurbüro damit beauftragt, gezielt nach weiteren Energieeinsparmöglichkeiten in den Carolus Thermen Bad Aachen zu suchen. In diesem Zusammenhang ergaben sich erhebliche Einsparungen bei den Energieverbrauchsmengen, die allerdings komplett wieder durch deutliche Steigerungen der Energiepreise aufgefangen wurden. Zum Ende des Jahres 2013 wurde ein anderes Aachener Ingenieurbüro beauftragt, nach weiteren Energie-Einsparmöglichkeiten in den Carolus Thermen Bad Aachen zu suchen. Hierbei sollen auch Maßnahmen erarbeitet werden, die sich ggf. nur mittelfristig refinanzieren. Aufgrund der Art ihrer Tätigkeit hat die Gesellschaft keine speziellen umweltrelevanten Problematiken. 6. Personal- und Sozialbereich a) Angaben zur Belegschaft Zum Ende des Jahres 2013 setzte sich die Belegschaft der Gesellschaft wie folgt zusammen: Geschäftsführung und Verwaltung inkl. Geschäftsführer Carolus Thermen Bad Aachen Kurverwaltung Bad Aachen insgesamt davon im Erziehungsurlaub davon in der Freizeitphase der Altersteilzeit 3 41 5 49 1 3 Da sechs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer teilzeitbeschäftigt sind, entsprechen die 49 genannten Stellen tatsächlich nur 43,2 Stellen im Vollzeit-Äquivalent (39 Std./Woche). Nicht zum Personalbestand der Gesellschaft gehören die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Personalreserve, Facility-Management, Parkhaus, Gastronomie und Fremdreinigung der Carolus Thermen Bad Aachen. In diesen Bereichen sind ca. 100 weitere Personen regelmäßig in den Carolus Thermen Bad Aachen tätig. Nicht zum angestellten Personal gehören ebenfalls die im Spa und im Shop der Carolus Thermen Bad Aachen tätigen Personen, da diese Bereiche durch selbstständige Unternehmerinnen geführt werden. Die Vergütung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Gesellschaft erfolgt nach einem Haustarifvertrag auf der Basis des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD). Zurzeit sind zwei Auszubildende zur Kauffrau/zum Kaufmann für Tourismus und Freizeit bei der Gesellschaft beschäftigt. Weitere Auszubildende sind in der Gastronomie der Carolus Thermen Bad Aachen bei dem verantwortlichen Managementunternehmen tätig. b) Betriebliche Sozialleistungen Entsprechend den Regelungen des Tarifvertrages erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kur- und Badegesellschaft mbH eine betriebliche Altersversorgung über die Rheinische Zusatzversorgungskasse. Der Gesamtaufwand hierfür belief sich im vergangenen Wirtschaftsjahr auf 0,124 Mio. Euro. Darüber hinaus erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf entsprechenden Antrag die tarifvertraglich vorgesehenen Vermögenswirksamen Leistungen. Der Gesamtaufwand hierfür betrug im vergangenen Wirtschaftsjahr 0,002 Mio. Euro. 237 c) Aus- und Weiterbildung Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen regelmäßig die ihnen angebotenen inner- und außerbetrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen. d) Gesundheits- und Arbeitsschutz Die Gesellschaft bedient sich eines externen Arbeitsmediziners und einer externen Fachkraft für Arbeitssicherheit, die in regelmäßigen Abständen die Betriebsstellen des Unternehmens besuchen und kontrollieren. In regelmäßigen Sitzungen mit der verantwortlichen Betriebsleitung werden alle anstehenden Fragen diskutiert und gelöst. 7. Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres Im Laufe des Jahres 2013 wurden Entwurfsplanungen für den ersten Teil eines Masterplans für die Carolus Thermen Bad Aachen vorgelegt. Diese Planungen fanden grundsätzlich auch die Zustimmung des Aufsichtsrates. Allerdings sah sich die Stadt Aachen als Gesellschafterin nicht in der Lage, die aus der Realisierung entstehenden zwangsläufigen Belastungen des Jahresergebnisses in den Jahren der Umsetzung des Masterplans zu tragen. Die weiteren Arbeiten an einem Masterplan für die Carolus Thermen Bad Aachen wurden daher zunächst eingestellt. B Darstellung der Unternehmenslage 1. Vermögenslage Das Anlagevermögen wurde zum 31.12.2013 mit insgesamt 35,672 Mio. Euro bilanziert. Hiervon entfallen 0,007 Mio. Euro auf immaterielle Vermögensgegenstände. Der größte Teil des Anlagevermögens (16,453 Mio. Euro) steht in der Position „Grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremdem Boden“ und bezieht sich überwiegend auf die Carolus Thermen Bad Aachen. Weitere 0,466 Mio. Euro wurden bilanziert für technische Anlagen und Maschinen. 0,494 Mio. Euro stellen den aktuellen Wert der Betriebs- und Geschäftsausstattung dar, 0,011 Mio. Euro resultieren aus Anlagen im Bau. Unter der Position „Finanzanlagen“ wurden zum 31.12.2013 insgesamt 18,241 Mio. Euro ausgewiesen. Zum einen handelt es sich um ein Wertpapier (Stadionanleihe der Alemannia GmbH), das vorsichtshalber nur noch mit einem Erinnerungswert von 1,00 Euro bilanziert ist. Zum anderen werden hier die bisher von der Stadt Aachen als alleiniger Gesellschafterin noch nicht eingezahlten Verlustübernahmen der Jahre 1998 bis 2013 sowie die darauf entfallende Verzinsung (5,5 % per anno) bilanziert. Das gesamte Umlaufvermögen wurde mit 1,052 Mio. Euro ausgewiesen. Hiervon entfallen 0,076 Mio. Euro auf Vorräte und 0,736 Mio. Euro auf liquide Mittel. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden bilanziert in einer Höhe von 0,034 Mio. Euro. Sonstige Vermögensgegenstände wurden bilanziert in einer Gesamthöhe von 0,206 Mio. Euro. Ergänzt um aktivische Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 0,005 Mio. Euro ergibt sich eine Bilanzsumme von 36,729 Mio. Euro. 238 Auf der Passivseite der Bilanz zeigen sich folgende wesentliche Positionen: Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten 0,205 Mio. Euro 0,376 Mio. Euro 34,762 Mio. Euro 1,386 Mio. Euro Der wesentliche Teil der Verbindlichkeiten (34,104 Mio. Euro) resultiert aus langfristigen Bankkrediten zur Finanzierung der Carolus Thermen Bad Aachen. 2. Finanzlage Die Liquidität der Gesellschaft war über das gesamte Wirtschaftsjahr 2013 gesichert. Zum Bilanzstichtag (31.12.2013) beliefen sich die liquiden Mittel auf 0,736 Mio. Euro. 3. Ertragslage Die Gesellschaft deckte aus ihren Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen zunächst vollständig den Materialaufwand, den Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Abschreibungen in einer Gesamthöhe von 1,275 Mio. Euro, Zinserträge von 1,073 Mio. Euro und Zinsaufwendungen von 1,628 Mio. Euro führten dann zunächst zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von -1,307 Mio. Euro. Regelmäßig abzudecken sind darüber hinaus sonstige Steuern in Höhe von 0,087 Mio. Euro (Grundsteuern). Der durch die Stadt Aachen als alleiniger Gesellschafterin übernommene Verlust belief sich daher im Wirtschaftsjahr 2013 auf 1,394 Mio. Euro. Das Bilanzergebnis ist ausgeglichen. Diese Zahlen dokumentieren, dass die Gesellschaft aus ihrer eigenen Ertragskraft die laufenden Kosten decken kann. Die aus dem Bau der Carolus Thermen Bad Aachen resultierenden Zinsaufwendungen und Abschreibungen führen trotz erheblicher Zinserlöse zu einem negativen Ergebnis, das von der Gesellschafterin vollständig abgedeckt wird. Insofern ist nicht nur die Liquidität, sondern auch die Bestandskraft des Unternehmens gesichert. 4. Besondere Darstellung zur Entwicklung und Lage des Unternehmens Die relativ kleinen Geschäftsbereiche Kurverwaltung und Managementaufgaben sind nicht nur kostendeckend, sondern tragen zur Finanzierung der Verwaltungsgemeinkosten bei. Die Carolus Thermen Bad Aachen erwirtschaften geringfügig mehr als ihre laufenden Betriebs- und Unterhaltungskosten. In der Liquiditätsbetrachtung können durch die quartalsweise erfolgenden Vorauszahlungen auf die Verlustübernahme durch die Stadt Aachen als alleiniger Gesellschafterin auch die Zins- und Tilgungsleistungen sowie notwendige Neu- und Ersatzinvestitionen gedeckt werden. In Anbetracht des sehr niedrigen Eigenkapitals und der dadurch notwendigen 100 %-igen Kreditfinanzierung der Carolus Thermen Bad Aachen entstehen nach wie vor erhebliche Zinsaufwendungen, die aus dem laufenden Betrieb nicht zu erwirtschaften sind. Gleiches gilt für die Abschreibungen, die sich allerdings seit dem Wirtschaftsjahr 2011 deutlich verringert haben. Der zusammenfassende Blick auf die letzten dreizehn Geschäftsjahre (2001 bis 2013), in denen die Gesellschaft die Carolus Thermen Bad Aachen betrieben hat, zeigt, dass die mittel- und langfristigen Planungen für die Gesellschaft grundsätzlich eingehalten werden. So stieg das EBITDA in den Jahren bis 2006/2007 zunächst kontinuierlich an, sank dann durch Sondereinflüsse in den Jahren 2008/2009 deutlich ab, lag aber in 2010 mit 0,819 Mio. Euro sogar geringfügig über dem bisher besten Ergebnis aus dem Geschäftsjahr 2006 (0,816 Mio. Euro). Für das Wirtschaftsjahr 2013 berechnet sich das EBITDA auf 0,307 Mio. Euro und verschlechterte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 0,452 Mio. Euro. 239 Aufgrund der zwölftägigen Schließzeit im Juli 2013 lagen die Umsätze im Wirtschaftsjahr 2013 deutlich unter den Umsätzen des Vorjahres. Der Personalaufwand stieg um 2,66 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen u.a. aufgrund von Einsparmaßnahmen in einzelnen Bereichen um 3,67 % unter dem Vorjahresergebnis. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Gesellschaft seit 2009 ihr Ergebnis vor Verlustübernahme von Jahr zu Jahr verbessert hat. Das Ergebnis 2013 war mit -1,394 Mio. Euro um 100 T€ bzw. 6,69 % besser als das Ergebnis des Vorjahres. C Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung (Risiko-Bericht) 1. Wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotenziale Grundsätzlich ist der Bestand der Gesellschaft durch die Stadt Aachen als alleiniger Gesellschafterin abgesichert. Die alleinige Gesellschafterin übernimmt regelmäßig die aufgelaufenen Verluste und garantiert damit ein ausgeglichenes Bilanzergebnis. Auch wenn die Gesellschaft bis auf Weiteres von dieser Absicherung durch die Stadt Aachen abhängig sein wird, zeigen die Geschäftsentwicklungen der vergangenen Jahre, dass sich die Wirtschaftlichkeit der Gesellschaft kontinuierlich verbessert. Dies gilt insbesondere für den überwiegenden Geschäftsbereich, die Carolus Thermen Bad Aachen. 2. Sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens Im Laufe des Wirtschaftsjahres 2008 hat das Finanzamt Aachen-Stadt den Einsprüchen der Gesellschaft gegen die aufgrund der Betriebsprüfung für die Jahre 1999 bis 2001 ergangenen Steuerbescheide der Jahre 1999 bis 2007 in vollem Umfang entsprochen. Folglich sind die Verlustübernahmen der Stadt Aachen – wie bislang erklärt – als verdeckte Einlagen zu behandeln. Darüber hinaus ist keine verdeckte Gewinnausschüttung wegen Gewinnlosigkeit der Gesellschaft anzunehmen. Demnach ergeben sich für die Jahre 2003 bis 2007 aufgrund der zu bilanzierenden Verluste keine Gewerbesteuern. Die gebildeten Rückstellungen für Gewerbesteuern und Nachzahlungszinsen waren zum 31.12.2008 aufzulösen. Die Gesellschaft hat daher zum 31.12.2013 nach wie vor ihre vollständigen Verlustvorträge in Höhe von 42,194 Mio. Euro im Bereich der Körperschaftssteuer und 33 Mio. Euro im Bereich der Gewerbesteuer zur Verfügung. 3. Masterplan für die Carolus Thermen Bad Aachen Im Laufe der Jahre 2012 und 2013 wurde intensiv an einem Masterplan für die Carolus Thermen Bad Aachen gearbeitet, der in den Folgejahren realisiert werden sollte. Ziel des Masterplans soll es sein, mögliche Besucher- und Umsatzrückgänge durch Abnutzung und Attraktivitätsverlust der Carolus Thermen Bad Aachen zu verhindern sowie Besucherzahlen und Umsätze wieder um rund 10 % steigern zu können. Bei den planerischen Vorarbeiten zu diesem Masterplan wurde deutlich, dass die Realisierung sowohl Investitionen wie auch zusätzlichen Instandhaltungsaufwand erfordert. Der zusätzliche Instandhaltungsaufwand sowie die auf Investitionen entfallenden neuen Abschreibungen würden das Ergebnis der Gesellschaft für ca. drei Jahre belasten, bevor die durchgeführten Maßnahmen deutliche Ergebnisverbesserungen erbringen können. Eine kaufmännische Investitionsrechnung hat deutlich gezeigt, dass sich die Investitionen wie auch der zusätzliche Instandhaltungsaufwand innerhalb von zehn Jahren amortisieren würden. Die Stadt Aachen als alleinige Gesellschafterin sieht sich jedoch nicht in der Lage, die Belastungen des Geschäftsergebnisses in den Jahren der Durchführung zu tragen, so dass die Arbeiten am Masterplan gestoppt werden mussten. 240 Es steht zu befürchten, dass bei weiterer Verschiebung des Masterplans Besucher- und Umsatzrückgänge bei gleichzeitig steigendem Instandhaltungsaufwand auftreten, was ebenfalls zu einer Verschlechterung der Jahresergebnisse führen würde. D Sonstige Angaben (§ 289 Abs. 2 HGB) Gemäß § 108 Abs. 2 Ziffer 2 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen ist die Gesellschaft verpflichtet, im Lagebericht zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und zur Zweckerreichung Stellung zu nehmen. Mit den Carolus Thermen Bad Aachen hat die Stadt Aachen als staatlich anerkanntes Heilbad einen neuen Schwerpunkt gesetzt. Sie ist damit den Forderungen nach einer grundsätzlichen Umorientierung der staatlich anerkannten Heilbäder nachgekommen. Neben dem stationären Kurwesen wird mit den Carolus Thermen Bad Aachen ein zeitgemäßes Wellness-Angebot breiten Bevölkerungsschichten zur Verfügung gestellt. Die staatlich anerkannten Heilquellen, die sich im Eigentum der Stadt Aachen befinden, und das daraus gewonnene überaus wertvolle Mineral-Thermalwasser werden in den Carolus Thermen Bad Aachen in einer zeitgemäßen Form genutzt. Die Angebote der Carolus Thermen Bad Aachen haben insbesondere auch zu einer Entlastung der Krankenkassen geführt, da nunmehr gesundheitsorientierte und gesundheitsfördernde Nutzungen des Mineral-Thermalwassers auf Selbstzahlerbasis erfolgen. Die Stadt Aachen hat damit ihre fast 2000-jährige Badetradition in einer modernen und zeitgemäßen Form weiterentwickelt und einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung ihrer HeilbadAnerkennung geleistet. Nicht zuletzt wurden im Zusammenhang mit Errichtung und Eröffnung der Carolus Thermen Bad Aachen die bisherigen überaus defizitären Thermalbadehäuser Kurbad Quellenhof und Römerbad geschlossen. Beide Immobilien konnten durch die Stadt Aachen als Eigentümerin veräußert werden. Mit der Tätigkeit der Gesellschaft, insbesondere der Errichtung und dem Betrieb der Carolus Thermen Bad Aachen, erfüllt die Stadt Aachen die öffentliche Zwecksetzung als staatlich anerkanntes Heilbad. Die bisher erreichten Besucherzahlen zeigen eindeutig auch einen hohen Grad der Zweckerreichung. 241 gewoge AG Aachen Allgemeine Angaben Firma gewoge AG Sitz Kleinmarschierstr. 54-58, Gesellschafter 52062 Aachen Rechtsform AG Gründungsjahr 1891 Vorstand Bernd Botzenhardt, Frank H. Adolphs Gremien Hauptversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 12.300.000,00 EUR Mitarbeiter 55 (Vorjahr 53) (31.12.) Internet www.gewoge-aachen.de Gegenstand des Unternehmens Zweck der Gesellschaft ist eine qualitativen und quantitativen Erfordernissen entsprechende Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum. Dabei werden die sozial und wirtschaftlich benachteiligten Bevölkerungskreise mit besonderem Augenmerk berücksichtigt. Die Gesellschaft darf auch sonstige Geschäfte betreiben, sofern sie dem Gesellschaftszweck mittelbar oder unmittelbar dienlich sind. Die Gesellschaft kann auch Gebäude für öffentliche, soziale und kulturelle Zwecke sowie für gewerbliche Nutzung errichten und bewirtschaften. Zur Erfüllung des Zwecks kann die Gesellschaft Immobilien in allen Rechts- und Nutzungsformen errichten, erwerben, veräußern, vermieten, bewirtschaften, betreuen und verwalten. Bei Veräußerung von Wohnungseigentum aus dem Bestand der Gesellschaft wird dem Mieter eine vorrangige Erwerbsmöglichkeit eingeräumt. Die Gesellschaft führt ihre Geschäfte nach wirtschaftlichen Grundsätzen. Organe des Unternehmens Vorstand: Bernd Botzenhardt, Frank H. Adolphs Aufsichtsrat: Vorsitzender stellv. Vorsitzender Hermann Josef Pilgram (Grüne) Manfred Kuckelkorn (SPD) Dr. Christian Becker Wolfgang Boenke (CDU) Norbert vom Dorp Martina Hörmann (Grüne) Franz Jansen Heinz-Willi Laeven Norbert Lauffs Wolfgang Pomp René Rademacher Ralf Schaffrath Ratsmitglied Ratsmitglied Vorstand STAWAG Ratsmitglied Arbeitnehmervertreter Ratsmitglied Sparkasse Sparkasse Sparkasse Arbeitnehmervertreter Arbeitnehmervertreter Arbeitnehmervertreter 243 Wolfgang Scheen Prof. Dr. Manfred Sicking Dr. Klaus Vossen (FDP) Arbeitnehmervertreter Stadt Aachen sachk. Bürger Zusammensetzung der Organe Vorstand Der Vorstand besteht aus einer oder mehreren Personen. Vorstandsmitglieder werden durch Beschluss des Aufsichtsrates auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder eine vorzeitige Verlängerung der Amtszeit, die auch mehrfach erfolgen kann, ist jeweils für höchstens fünf Jahre zulässig. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstandes ernennen. Der Vorstand hat die Gesellschaft unter eigener Verantwortung zu leiten. Er hat die ihm obliegenden Pflichten mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters nach Maßgabe der Gesetze und dieser Satzung zu erfüllen. Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus 15 Personen. Neun Mitglieder werden von der Hauptversammlung gewählt. Dabei dürfen fünf Mitglieder von der Stadt Aachen bzw. von einem an deren Stelle tretenden Aktionär, drei Mitglieder von der Sparkassen Immobilien GmbH bzw. eines an deren Stelle tretenden Aktionärs und ein Mitglied von den sonstigen Aktionären vorgeschlagen werden. Ein Mitglied stellt die Stadt Aachen. Sie entsendet als Mitglied den Oberbürgermeister oder einen von ihm bestellten Beamten oder Angestellten. Die Arbeitnehmervertreter entsenden fünf Mitglieder. Vertretung der Stadt Aachen in der Hauptversammlung Der Oberbürgermeister oder Vertreter. Beide haben das Recht, einen anderen Beamten oder einen Angestellten zu bevollmächtigen. 244 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 2011 2012 125.687 81% B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen u. so. Verm.gegenstände 28.969 19% III. Flüssige Mittel und Bausparguthaben C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital 124.878 81% 234 III. Finanzanlagen 2013 0% 0% 155.128 5 4 0% 0% 29.737 19% 28.313 18% 10.943 7% 11.426 7% 659 0% 472 0% 385 0% 16.415 11% 311 0% 153.971 39.922 26% 39.922 26% 12.300 I. Gezeichnetes Kapital 12.300 II. Gewinnrücklagen 23.676 15% III. Bilanzgewinn 0% 125.190 81% 155.001 38.720 25% 153 124.640 80% 18.135 12% 472 125.347 81% 8% 8% 24.321 16% 3.946 3% 3.301 2% 604 0% 245 0% 4.003 3% 3.701 2% - Einstellungen in die ges. Rücklage 200 0% 185 0% - Einst. in andere Gewinnrücklagen 460 0% 460 0% 4.136 3% 3.568 2% - Gewinnvortrag - Jahresüberschuss B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 3.931 3% 112.428 72% 110.907 72% 110.458 72% 49 37 24 0% 155.001 153.971 2011 2012 2013 29.055 30.317 31.339 566 642 908 Betriebsleistung 29.622 30.959 32.248 Materialaufw. / Aufw. für bezogene Leistungen 13.730 14.024 14.993 Personalaufwand 2.871 3.174 3.524 Abschreibungen 4.087 4.221 4.332 Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.065 1.470 1.917 Betriebserfolg 6.869 8.070 7.483 254 271 2.444 2.349 -2.128 -2.190 -2.078 4.741 5.880 5.404 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 637 977 805 sonstige Steuern 889 901 899 3.215 4.003 3.701 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge 155.128 0% sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Finanzergebnis Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 0% 245 Verbindungen zum städtischen Haushalt Es erfolgt eine jährliche Dividendenzahlung an Eurogress Aachen (Betrieb gewerblicher Art). 2014 wurden aus dem Geschäftsjahr 2013 der gewoge AG rd. 1,7 Mio. EUR ausgeschüttet. Lagebericht 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses Konjunkturelle Entwicklung und Kapitalmarkt Das weltwirtschaftliche Umfeld hat sich 2013 insgesamt verbessert. Die Belebung der Weltkonjunktur konnte vor allem in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften festgestellt werden, während sich das Expansionstempo in den Schwellenländern dagegen kaum erhöht hat. Die zu beobachtende Verbesserung der Stimmung hat wohl auch fundamentale Ursachen: Manches, was seit der Finanzkrise die wirtschaftliche Aktivität belastet hat, verliert langsam an Bedeutung. Die Wirtschaft in den USA hat die Einschnitte in die öffentlichen Haushalte recht gut verkraftet und Japan ist es durch eine sehr expansive Wirtschaftspolitik gelungen, die Konjunktur deutlich zu beleben. Die Notenbanken aller großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften haben angekündigt, im nächsten Jahr auf expansivem Kurs zu bleiben. Schwerer ist es vorherzusagen, wann aus Sicht der Notenbanken die Zeit kommt, eine behutsame Rücknahme des geldpolitischen Expansionsgrades einzuleiten. Turbulenzen an den Finanzmärkten aufstrebender Schwellenländer wie Brasilien oder Türkei drücken ein wenig die Stimmung und auch die schwächere Expansion in China, das die weltwirtschaftliche Dynamik des vergangenen Jahrzehnts geprägt hat, fällt ins Gewicht, sind doch einige Schwellenländer längst wichtige Handelspartner geworden. Nach zwei Rezessionsjahren nahm die reale Wirtschaftsleistung im Euroraum 2013 erstmals wieder zu. Die Verbesserung der Konjunktur ist zu einem guten Teil auf die Außenwirtschaft zurückzuführen. Die Ausfuhren nahmen deutlich zu, und trotz anziehender Importnachfrage stiegen auch die Nettoexporte des Euroraums. Zum ersten Mal seit zwei Jahren legte die Binnennachfrage ebenfalls leicht zu und privater Konsum und die Bruttoanlageinvestitionen wurden geringfügig ausgeweitet. Zwar gab es noch erhebliche Unterschiede zwischen den Wachstumsraten der Euroländer, aber inzwischen hat sich die Lage in fast allen Ländern verbessert und es gibt Anzeichen für eine Trendwende. Die Stimmungsindikatoren deuten jedenfalls auf eine allmähliche konjunkturelle Erholung im Euroraum hin. Da die Sparmaßnahmen im nächsten Jahr wohl beibehalten, aber nicht mehr verschärft werden, gehen von ihnen dann keine negativen Wachstumsimpulse mehr aus. Zusätzlich hat die Lohn- und Preiszurückhaltung in den Krisenländern dazu geführt, dass die Wettbewerbsfähigkeit über eine reale Abwertung zugenommen hat. Im Dienstleistungsbereich und vor allem unter den Verbrauchern ist die Zuversicht deutlich gestiegen. Achillesferse bleibt allerdings die hohe Arbeitslosigkeit. Zudem dürfte die Neuverschuldung in einigen Krisenländern wie Spanien, aber auch in Frankreich, selbst 2014 Jahr die Drei-Prozent-Defizitgrenze übersteigen. Noch gibt es also keinen Grund, sich zurückzulehnen. Sollten die Reformen ins Stocken geraten, droht ein erneuter Vertrauensverlust an den Finanzmärkten. Daten Euro-Raum (2013/2014 geschätzt) Reales Bruttoinlandsprodukt Verbraucherpreise Arbeitslosenquote 2011 2012 2013 2014 + 1,6 % + 2,7 % 10,2 % - 0,7 % + 2,5 % 11,4 % - 0,4 % + 1,4 % 12,2 % + 0,9 % + 1,6 % 12,3 % Die deutsche Wirtschaft als größte Volkswirtschaft der EU und (nach den USA, China und Japan) viertgrößte der Welt hat sich im Jahresdurchschnitt 2013 insgesamt als stabil erwiesen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 0,4 % höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP noch kräftiger gewachsen (2012 um 0,7 % und 2011 sogar um 3,3 %). 2013 wirkten sich offensichtlich die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung belastend aus. Die starke Binnennachfrage konnte dies nur bedingt kompensieren. Zum dritten Mal in Folge konnte Deutschland die Euro-Regeln für Neuverschuldung einhalten (Defizitquote von höchstens 3,0 % des BIP) und Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen schlossen mit einem ausgeglichenen Haushalt ab. 246 Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts war der Konsum wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft: Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 0,9 %, die des Staates um 0,7 %. Dagegen entwickelten sich die Investitionen unterschiedlich: Im Inland investierten Unternehmen und Staat zusammen 2,4 % weniger in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge als ein Jahr zuvor. Die preisbereinigten Bauinvestitionen hingegen blieben mit plus 0,1 % nahezu auf Vorjahresniveau (Wohnbauten: +0,7%, Nichtwohnbauten: -0,9%) während die sonstigen Anlagen um 3% stiegen. Ist-Daten (preisbereinigt, verkettet) 2011 2012 2013 +3,3% +0,7% +0,4% Bruttoinlandsprodukt Private Konsumausgaben Konsumausgaben des Staates Ausrüstungsinvestitionen Bauinvestitionen Sonstige Anlagen +2,3% +1,0% +5,8% +7,8% +4,5% +0,8% +1,0% -4,0% -1,4% + 3,4% Prognose 2014 +1,8% +0,9% +0,7% -2,4% +0,1% +3,0% +1,4% +1,0% +7,0% +4,2% +3,8% Quelle: Statistisches Bundesamt (Ist-Daten), Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose (Prognose) Der sonst so robuste deutsche Außenhandel büßte im Jahresdurchschnitt 2013 angesichts eines weiterhin schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds an Dynamik ein: Deutschland exportierte preisbereinigt zwar insgesamt 0,8 % mehr Waren und Dienstleistungen als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stiegen die Importe aber fast 1,0 %. Die Differenz zwischen Exporten und Importen, der Außenbeitrag, bremste dadurch das BIP-Wachstum 2013 leicht. Auf dem Kapitalmarkt war die Zinsentwicklung zwischen Anfang und Ende 2013 im mittel- und langfristigen Bereich der Volumina über 1 Mio. Euro durch höhere Schwankungen als im Vorjahr gekennzeichnet. Nach zwischenzeitlich deutlichem Anstieg pendelten sich die Zinssätze wieder annähernd auf das Niveau am Anfang des Betrachtungszeitraums ein. Die von der deutschen Bundesbank veröffentlichten Effektivzinssätze für Kredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften (Neugeschäft) entwickelten sich wie folgt: Zinsentwicklung Darlehn < 1 Mio. € 5,00% 4,50% 4,00% 3,50% 3,00% 2,50% 2,00% 1,50% 1,00% 0,50% 0,00% 2012 2013 < 1 Jahr 2012 2013 1-5 Jahre 2012 2013 > 5 Jahre 247 Zinsentwicklung Darlehn > 1 Mio. € 5,00% 4,50% 4,00% 3,50% 3,00% 2,50% 2,00% 1,50% 1,00% 0,50% 0,00% 2012 2013 < 1 Jahr 2012 2013 1-5 Jahre 2012 2013 > 5 Jahre Die Situation am Arbeitsmarkt Obwohl die Zahl der Erwerbstätigen den Vorjahreswert nochmals um rund 200.000 im Durchschnitt des Jahres 2013 übersteigt, sieht es bei der Arbeitslosigkeit nicht ganz so gut aus. Die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit registrierten Erwerbslosen ist zwar mit ca. 2,9 Millionen die zweitniedrigste seit 1991, dennoch stieg die Zahl im Dezember 2013 um 33.000 gegenüber dem Dezember 2012. Dies bedeutet eine unveränderte Arbeitslosenquote von 6,7 %. Im Bereich der Städteregion Aachen sind insgesamt 26.196 Arbeitslose registriert. Dies bedeutet eine Quote von 9,2 % (Stadt Aachen: 9,3 %). Für 2014 gehen die Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten eher von einer annähernd konstanten Arbeitslosenquote aus. In NRW ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar 2014 um gut 39.000 auf fast 790.000 gestiegen. Trotzdem habe sich der Arbeitsmarkt „besser als erwartet“ entwickelt, teilte die Regionaldirektion NRW in Düsseldorf mit. Der übliche Januar-Anstieg sei so niedrig ausgefallen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Das sei nicht ausschließlich auf den bisher milden Winter zurückzuführen. Die Arbeitgeber zeigten wieder „eine größere Einstellungsbereitschaft“. Ob dies auch zu sinkenden Arbeitslosenzahlen führe, werde sich aber erst mit der Frühjahrsbelebung sagen lassen. Der Ausblick auf 2014 Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen in ihrem Herbstgutachten 2013 davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft am Beginn eines Aufschwungs befindet. Gründe liegen darin, dass die Weltwirtschaft wieder etwas stärker expandiert und die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Krise im Euroraum deutlich abgenommen hat. Der Private Konsum profitiert von günstigen Beschäftigungs- und Einkommensaussichten. Für das reale Bruttoinlandsprodukt wird nach nur 0,4 % im Berichtsjahr eine Expansion um 1,8 % in 2014 erwartet. Die Verbraucherpreise dürften dabei moderat um 1,9 % in 2014 steigen (2013: 1,6 %). Der Staatshaushalt sollte auch weiterhin einen Überschuss aufweisen. Risiken für die deutsche Konjunktur resultieren insbesondere daraus, dass die Lage im Euroraum immer noch fragil und ein erneutes Aufflammen der Krise weiterhin nicht auszuschließen ist. Die in den vergangenen Jahren geschaffenen Instrumente zur Stabilisierung der Finanzmärkte haben die Lage nur vorerst beruhigt, stellen aber keine dauerhafte Lösung dar. Ein Erlahmen der politischen Bemühungen um einen tragfähigen Ordnungsrahmen für die Europäische Währungsunion oder ein Nachlassen der Konsolidierungs- und Reformanstrengungen in den Krisenstaaten könnte zu erneuten Anspannungen auf den Finanzmärkten führen. Der Immobilienmarkt Der starke Preisanstieg von Immobilienaktien aus 2012 wurde gebremst. So verzeichnete der DIMAX© nur noch ein Plus von rund 3,1 % gegenüber dem Vorjahr (2012: + 32 %). Das Segment der deutschen Immobilienaktien hat dennoch in den letzten Jahren an Boden gut gemacht und sich 248 zur bedeutendsten indirekten Anlageklasse für deutsche Immobilien entwickelt. Zwar muss die deutsche Immobilienaktie im internationalen Vergleich immer noch viel aufholen, doch gibt es gute Gründe, an ein weiteres Erstarken der Anlageklasse auch in Deutschland zu glauben. Im aktuellen Marktumfeld mit Inflationssorgen und Unsicherheit ist die Nachfrage nach Immobilienanlagen in Deutschland als sichere Anlageform groß. Die Immobilienaktie wird hier weiter eine wichtige Rolle spielen, ist sie doch die liquideste Form aller Immobilienanlagen. Die bauwirtschaftliche Situation Die deutsche Bauwirtschaft hat das vergangene Jahr mit einer Jahresendrallye abgeschlossen. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mitteilt, ist der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Dezember 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat um nominal 13,7 % gestiegen. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein moderates Umsatzplus von nominal 3,1 % (real: + 1,5 %). Damit wurden die Erwartungen der Bauverbände vom Jahresbeginn 2013 von 2,0 % übertroffen. Von der guten Entwicklung zum Jahresende profitierten sämtliche Bausparten: Am besten schnitt aber der Öffentliche Bau ab. Die Bauunternehmen profitierten im Dezember von der - zum Jahresende zunehmenden - Rechnungsbegleichung der öffentlichen Auftraggeber: Der Umsatz lag um 20,0 % über dem Niveau des Vorjahresmonats (2013: + 4,6 %). Auch für die Zukunft sind die Bauunternehmen gut aufgestellt: Der Auftragseingang stieg im Dezember um 24,3 % (2013: + 4,0 %). Auch der Wohnungsbau legte zum Jahresende 2013 noch einmal kräftig zu: Weiterhin unterstützt von den niedrigen Zinsen, der guten Arbeitsmarktlage und dem Wunsch von Kapitalanlegern nach einer wertbeständigen Investition zogen sowohl der baugewerbliche Umsatz (+ 16,5 %) als auch der Auftragseingang (+ 13,8 %) im Dezember an (2013: 4,0 % bzw. 6,2 %). Von den expansiveren Investitionsplänen der Industrie profitierte der Wirtschaftsbau: Die Baubetriebe wiesen für diese Bausparte für den Monat Dezember beim Umsatz (+ 7,1 %) und beim Auftragseingang (+ 7,9 %) ein Plus aus (2013: 1,1 % bzw. 2,4 %). Von Januar bis November 2013 wurde in Deutschland der Bau von 246.763 Wohnungen (einschließlich Bestandsmaßnahmen) genehmigt. Das waren 12,9 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Von den im Zeitraum von Januar bis November 2013 genehmigten Wohnungen waren 220.215 Neubauwohnungen und damit 12,1 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die deutsche Bauwirtschaft rechnet für 2014 mit einem Umsatzplus von 3,5 %. Damit wird der Umsatz knapp unter 100 Mrd. bei 98,6 Mrd. Euro liegen. Besonders der Wohnungsbau soll die Baukonjunktur beleben und um 5 % auf 35,3 Mrd. Euro steigen. Auch der Wirtschaftsbau wird sich weiter erholen und mit einem einem Plus von 2,5 % rechnen können. Im Hinblick auf den Wohnungsbau rechnen die Verbände mit rund 250.000 neuen Wohnungen, die 2014 gebaut werden dürften. Darauf lassen alle Frühindikatoren schließen. Darüber hinaus sind die Rahmenbedingungen im Wohnungsbau weiter günstig. Das gilt zum einen für die Zahl der Erwerbstätigen und zum anderen für die anhaltend günstigen Konditionen für Immobilienkredite. Die regionale Situation im Mietwohnungsbereich Weiterhin ist eine erhöhte Nachfrage im Segment der 1-2 Zimmerwohnungen spürbar. Interessenten sind dabei vorwiegend Studenten, Berufseinsteiger und Singles. Obwohl die vergangenen Berichtszeiträume zeigen, dass gerade diese Zielgruppe grundsätzlich auch eine hohe Fluktuation auslöst, sind in diesem Wohnungssegment kaum leerstandsbedingte Ausfälle zu verzeichnen. Dies steht in Zusammenhang mit der hohen Wohnungsnachfrage in Aachen. Dabei ist die Kategorie der Minderverdienenden nach wie vor mit rund 47 % auch die größte Nachfragegruppe. Weiterhin angespannt ist auch der Wohnungsmarkt für mittlere und große Familien. Bedingt durch eine allgemein zurückhaltende Neubautätigkeit in diesem Segment und der Belegung geeigneter Wohnräume durch Studentenwohngemeinschaften ist mit keiner kurzfristigen Entspannung zu rechnen. Umso mehr muss daher die konsequente Modernisierung der Bestandsobjekte im Vordergrund stehen. Neben der qualitativen Wohnwertverbesserung steht dabei auch insbesondere die Schaffung neuer und moderner Grundrisse für die Zielgruppe kleinerer und mittlerer Familien im Vordergrund. Während die Anzahl der Haushalte seit 2008 permanent angestiegen ist, verringerte sich die Haushaltsgröße stetig auf 1,77 Personen im Durchschnitt (Verhältnis der Gesamthaushalte zur Gesamtbevölkerung, Stand: 31.12.2012). Im Bezirk Aachen Mitte liegt die Haushaltsgröße sogar nur bei 1,64 Personen/Haushalt. Die Entwicklung beider Werte bestätigt die Annahmen der Vorjahre hinsichtlich des Trends kleiner werdender Haushalte und einem steigenden Wohnflächenverbrauch pro Kopf und Wohnung. 249 1.2 Finanzielle Leistungsindikatoren Insbesondere die im Jahr 2013 anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage solcher Zielgruppen, die die Gesellschaft auch satzungsgemäß in besonderem Maß mit Wohnraum versorgen möchte, führte dazu, dass das in den Planungen kalkulierte Mietausfallrisiko von 2,0 % voll ausgeschöpft wurde. Trotz intensiver Mieterbetreuung und Engagement im sozialen Mieterservice und der Mietschuldnerberatung der Gesellschaft standen dem Ansatz von T€ 600 Miet- und Umlagenausfallwagnis Ausfälle in Höhe von insgesamt T€ 930 gegenüber. Die Vermietungssituation selbst hat sich im Jahr 2013 moderat verändert. Zum Jahresende waren 96,8 % des gesamten Wohnungsbestandes vermietet, der Leerstand stieg aufgrund erhöhter Modernisierungstätigkeit stichtagsbezogen um insgesamt 38 Wohneinheiten. Fluktuationsbedingt waren am Jahresende 84 Wohnungen (+38) nicht vermietet, wegen laufender Modernisierung und ähnlicher Gründe waren 64 Wohnungen (+/0) zum Stichtag nicht vermietbar. Die Erlösschmälerungen ohne Umlagenausfall lagen mit T€ 570 somit 31,6 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert (T€ 433). Die Fluktuationsrate hingegen bewegte sich mit 8,0 % auf dem Niveau des letzten Jahres (7,9 %), wobei die Gründe für die Beendigung der Mietverhältnisse sehr vielfältig waren. Die Instandhaltungsaufwendungen stiegen in 2013 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 3.862) um T€ 368 auf T€ 4.230. Dabei wurden besonders die Modernisierungen und Instandsetzungsarbeiten nach Mieterwechsel intensiviert. Im Berichtsjahr wurde die Gesamtfläche als Bezugsgröße um Garagenund Stellplatznutzflächen bereinigt. Bezogen auf die so neu ermittelte Gesamtfläche ergaben sich verausgabte Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von € 12,93 pro m² (Vorjahr € 11,00 pro m²). Die Gesamtkapitalrentabilität (Jahresüberschuss vor Ertragsteuern und Fremdkapitalzinsen im Verhältnis zur Bilanzsumme) beträgt 4,5 % und liegt 0,3 % unter der des Vorjahres. Die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss vor Ertragsteuern im Verhältnis zum Eigenkapital) beträgt 11,3 % und liegt 1,2 % unter der des Vorjahres. Die durchschnittliche Sollmiete bezogen auf die neu ermittelte Gesamtfläche nettokalt beträgt € 5,22 (2012: € 4,73) pro Quadratmeter und Monat und liegt damit über dem Durchschnitt (€ 5,05 lt. VdW-Jahresstatistik 2012) vergleichbarer Wohnungsunternehmen im Verbandsgebiet Rheinland Westfalen. 1.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Am Jahresende waren 56 hauptamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Den 34 kaufmännischen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen standen dabei 12 Technische sowie 10 Gewerbliche gegenüber. Im Jahresdurchschnitt hatte die Gesellschaft zwei Auszubildende. Darüber hinaus waren 41 Mitarbeiter nebenberuflich (Minijob) als Hauswarte für die Gesellschaft tätig. 36,4 % der hauptamtlichen Mitarbeiter weisen eine Betriebszugehörigkeit von mehr als 15 Jahren auf. 20,0 % der Mitarbeiter sind zwischen 20 und 34 Jahren alt, 32,7 % zwischen 35 und 49 und 47,3 % zwischen 50 und 65 Jahren. Durch die Teilnahme an ex- und internen Fortbildungsmaßnahmen zu vielfältigen fachspezifischen Themen und zur Optimierung der unternehmensinternen IT-Nutzung konnte die Qualifikation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kontinuierlich verbessert werden, sodass sie den vielfältigen und weiter wachsenden Anforderungen an den jeweiligen Arbeitsplätzen gerecht werden können. Um die in der EU gesetzten energiepolitischen Ziele für das Jahr 2020 zu erreichen wurde unter anderem das Smart-City-Partnerschaftsmodell EUGUGLE initiiert. Die Gesellschaft stellt sich den Herausforderungen des Umweltschutzes und nimmt im Rahmen der Partnerschaft mit der Stadt Aachen an diesem Projekt teil. 1.4 Servicestellen Neben der Hauptverwaltung in der Kleinmarschierstraße betreibt die Gesellschaft in den beiden großen Wohngebieten Gut Kullen und Driescher Hof sowie im Bereich Aachen Nord jeweils eine wirtschaftlich unselbstständige Servicestelle mit regelmäßigen Sprechstunden mit Kundenberatern und Hausmeistern. 2. Darstellung der Lage 2.1 Ertragslage Die Unternehmensleitung beurteilt den Geschäftsverlauf 2013 als zufrieden stellend. Das Ergebnis vor Ertragssteuern beträgt T€ 4.506 (Vorjahr T€ 4.980) und setzt sich zusammen aus dem Betriebsergebnis in Höhe von T€ 4.106 (Vorjahr T€ 4.615), dem Beteiligungs- und Finanzergebnis von T€ 247 (Vorjahr T€ 228) und dem neutralen Ergebnis von T€ 153 (Vorjahr T€ 137). 250 Das positive Betriebsergebnis wird im Wesentlichen von dem Leistungsbereich Hausbewirtschaftung getragen. Zum 31. Dezember 2013 weist die Gesellschaft einen Bestand von 4.688 Wohnungen (davon 2.402 öffentlich geförderte bzw. 168 mit Mietpreisbindung), 36 Gewerbeeinheiten und 2.066 Garagen und Stellplätze aus. Den aus der Hausbewirtschaftung erwirtschafteten Erträgen in Höhe von T€ 29.989 (Vorjahr T€ 29.053) stehen Aufwendungen in Höhe von T€ 24.604 (Vorjahr T€ 23.525) gegenüber. Die Ergebnisveränderung von - T€ 143 gegenüber 2012 resultiert im Wesentlichen aus höheren Instandhaltungskosten (T€ 302), höheren Abschreibungen auf Forderungen (T€ 203) und Sachanlagen (T€ 103) sowie einer Steigerung verrechneter Verwaltungskosten (T€ 67) bei höheren Mieterträgen (T€ +589). Die positiven Ergebnisse in den Leistungsbereichen Hausbewirtschaftung (T€ 5.385) und den sonstigen Geschäftsvorfällen (T€ 9) wurden durch die Ergebnisse in den Geschäftsbereichen der Bautätigkeit, Verkaufstätigkeit und Betreuungstätigkeit reduziert. Der im Vergleich zum Jahr 2012 um T€ 161 erhöhte Fehlbetrag aus der Bautätigkeit (T€ -852) besteht aus verrechneten Personal- und Sachaufwendungen, denen eine geringere Zunahme aktivierter Eigenleistungen gegenüberstanden. Das Ergebnis im Betreuungsbereich wird insbesondere durch höhere verrechnete Personal- und Sachaufwendungen um 251 T€ belastet und schließt mit einem negativen Ergebnis von T€ 402 ab. Das positive Ergebnis des neutralen Bereichs von T€ 153 (Vorjahr T€ 137) wird im Wesentlichen verursacht durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 124) sowie einer Erstattung für Vorjahre (T€ 14). Die Aufwendungen für die Verwaltung beliefen sich insgesamt auf T€ 5.283 (Vorjahr T€ 4.735), wobei hauptsächlich Erhöhungen der Personalaufwendungen sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu verzeichnen sind. Die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft schließt mit einem Jahresüberschuss von T€ 3.701 ab (Vorjahr T€ 4.003). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Umsatzerlösen für die Hausbewirtschaftung. Zum Jahresende werden T€ 460 in andere Gewinnrücklagen und T€ 185 in die gesetzliche Rücklage eingestellt, sodass sich mit dem Gewinnvortrag in Höhe von T€ 245 ein Bilanzgewinn von T€ 3.301 ergibt. Auch bei der künftigen Entwicklung wird durch das Ausschöpfen von vorliegendem Mietsteigerungspotenzial im Bestand und im Zusammenhang mit durchgeführten Objektmodernisierungen von einer Erhöhung der Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung ausgegangen. Im Bauträgergeschäft wird für 2014 nicht mit Ergebnisbeiträgen gerechnet. Preissteigerungen bei den Betriebskosten sowie eine erweiterte Instandsetzungs- und Modernisierungstätigkeit zur nachhaltigen Bestandsentwicklung führen jedoch auch im Aufwandsbereich zu höheren Planwerten. In der Summe wird für 2014 mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 3.604 und einem Jahresüberschuss nach Steuern von T€ 3.087 gerechnet. 2.2 Finanzlage Die langfristigen Vermögenswerte sind durch zur Verfügung stehende langfristige Finanzierungsmittel gedeckt. Darüber hinaus stehen nicht gebundene Mittel von T€ 9.552 zur Verfügung. Sie werden in voller Höhe zur Deckung des Finanzierungsbedarfs im mittelfristigen Bereich eingesetzt. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Überschuss an kurzfristig realisierbaren Vermögenswerten über die kurzfristig fällig werdenden Verbindlichkeiten von T€ 8.418. Die mit Grundpfandrechten gesicherten Verbindlichkeiten teilen sich auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (T€ 95.904) und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern (T€ 407). 72,5 % der Verbindlichkeiten (T€ 80.062) haben eine Restlaufzeit von über fünf Jahren, 11,2 % (T€ 12.391) von ein bis fünf Jahren und 16,3 % (T€ 18.005) sind kurzfristig fällig. Der wesentliche Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht aus erhaltenen Anzahlungen für Betriebs- und Heizkosten. Den kurzfristigen Verbindlichkeiten stehen ausreichende kurzfristig verfügbare Mittel gegenüber. Die Kapitalflussrechnung weist einen Cashflow in Höhe von T€ 7.962 (Vorjahr T€ 8.277) aus und einen Finanzmittelbestand am 31. Dezember 2013 von T€ 15.920. Die Liquidität war über das ganze Jahr gesichert. Die Gesellschaft konnte zu jeder Zeit ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen. Bei der Liquiditätsfortschreibung wird davon ausgegangen, dass bei der Modernisierungstätigkeit keine wesentlichen Kostenüberschreitungen eintreten, die vorgesehenen Fremdmittel wie geplant zufließen sowie die Ansätze im Wirtschaftsplan 2014 eingehalten werden. 2.3 Vermögenslage 251 Die Bilanzsumme nimmt in 2013 um T€ 1.030 auf T€ 153.971 ab. Die Veränderung auf der Aktivseite wird im Wesentlichen durch Verminderungen der flüssigen Mittel bestimmt. Dagegen stehen ein leichte Erhöhung des Anlagevermögens, da den Investitionen geringere Abschreibungen gegenüber stehen sowie eine Erhöhung des Umlaufvermögens, hauptsächlich durch unfertige Leistungen. Von der Bilanzsumme entfallen zum Bilanzstichtag T€ 125.624 oder 81,6 % auf langfristiges Vermögen, hauptsächlich auf bebaute Grundstücke des Anlagevermögens. Das kurz- und mittelfristige Vermögen beläuft sich auf T€ 28.347 bzw. 18,4 % der Bilanzsumme. Die Kapitalstruktur in der Entwicklung: 2011 2012 2013 T€ % T€ % T€ % Eigenkapital 35.918 23,1 37.120 23,9 37.120 24,1 Fremdkapital – langfristig 100.728 64,9 98.457 63,5 98.056 63,7 Fremdkapital - mittel- und kurzfristig 18.482 12,0 19.424 12,6 18.795 12,2 Gesamtkapital 155.128 100,0 155.001 100,0 153.971 100,0 Die Vermögensstruktur in der Entwicklung: 2011 2012 2013 T€ % T€ % T€ % Anlagevermögen - u.a. langfristig 126.115 81,3 125.222 80,8 125.624 81,6 Umlaufvermögen – mittelfristig 1.279 0,8 1.279 0,8 1.279 0,8 Umlaufvermögen – kurzfristig 27.734 17,9 28.500 18,4 27.068 17,6 Gesamtvermögen 155.128 100,0 155.001 100,0 153.971 100,0 Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital stellen die fristengerechte Finanzierung des langfristigen Vermögens sicher. Die in Durchführung und Planung befindlichen Baumaßnahmen des Anlagevermögens werden weitgehend durch Eigenmittel aus Überschüssen oder durch Fremdmittel finanziert. Die gesamten Investitionen des Jahres 2013 in Höhe von T€ 4.803 verteilen sich auf die Teilaktivierung von Modernisierungskosten von bebauten Grundstücken (T€ 3.873 – 80,6 %), die Modernisierung der Geschäftsstelle (T€ 5 – 0,1 %), Bauvorbereitungskosten (T€ 836 – 17,4 %), sowie immaterielle Vermögensgegenstände und Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 89 – 1,9 %). 3. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung oder weiterer Risikobehaftung ersichtlich geworden. 4. Risikobericht 4.1 Risiken der künftigen Entwicklung Die abklingende Wirtschaftskrise hatte bisher keine negativen Einflüsse auf das Unternehmen. Akut drohende Entwicklungen sind derzeit nicht erkennbar. Die Marktposition kann bei weiterhin erfolgreicher Geschäftstätigkeit als gefestigt betrachtet werden. Ein eventuell erneutes Aufflammen einer Schulden- und Vertrauenskrise hätte für die gesamte Wirtschaft in Deutschland Folgen, deren Effekte auch für das Unternehmen als mögliches Risiko einer künftigen Entwicklung aufzuführen sind. Die Gesellschaft beobachtet weiter aufmerksam die externen Veränderungen. Mit der Bankenkrise haben die Kreditgeber mit veränderten Vergaberichtlinien, Risikoaufschlägen und einer zurückhal- 252 tenden Darlehnsvergabe reagiert. Auch auf Grund der aktuellen Konditionslage sollen in naher Zukunft vermehrt Volltilger als Finanzierungsinstrument genutzt werden. Eine angebotsbezogene Risikominimierung bei der Bestandsentwicklung wird durch eine genaue Objektauswahl über ein mehrstufiges Selektionsverfahren sichergestellt. Als Entscheidungsgrundlage dienen dabei die Ergebnisse zukunftsgerichteter Investitionsrechnungen. Daneben unterstützt eine fortlaufende Marktbeobachtung die Einschätzung sich ergebender Potentiale. Für den hauptsächlichen Geschäftsbereich der Wohnungsbewirtschaftung werden weiterhin die Mietrückstände und das entsprechende Abschreibungserfordernis auf Mietforderungen kritisch beobachtet. Eine Gefährdung des Unternehmens ergibt sich hieraus aber nicht. Im Geschäftsjahr wurde eine leichte Steigerung der Rückstände bei abnehmender Zahlungsmoral beobachtet. Um dieser Entwicklung nachhaltig entgegenzuwirken, erfolgt neben dem eigenen sozialen Management eine enge Zusammenarbeit mit der ARGE, die weiter intensiviert wird. Zusätzlich arbeitet die Gesellschaft mit der SCHUFA Holding AG zusammen, um durch frühzeitige Bonitätsprüfung von Wohnungsinteressenten Problemsituationen für das Unternehmen im Vorfeld auszuschließen oder zu minimieren. Allen erkennbaren Risiken wurde durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Der Versicherungsschutz für die Immobilienbestände und die sonstigen Gefahren aus dem Geschäftsbetrieb wurde weiter optimiert. Mit der in 2012 erfolgreich abgeschlossen Verjüngung des ERP-Systems wurden die Anforderungen an eine leistungs- und zukunftsfähige IT sichergestellt. Umfangreiche Schulungsmaßnahmen sorgen für eine ständige Optimierung und eine reibungslose Migration der Prozesse in der Datenverarbeitung. 4.2 Chancen der künftigen Entwicklung Die im mehrjährigen Wirtschaftsplan definierten Ergebnisse werden vorwiegend aus dem Kerngeschäft Wohnungsbewirtschaftung durch Bestandsaufbau, -entwicklung und -pflege erzielt. Ein aktives und strategisches Portfolio Management trägt zur wertorientierten Bestandsentwicklung bei, wobei eine nachhaltig erzielbare Wirtschaftlichkeit im Fokus der Entwicklung für die Gesellschaft angemessen berücksichtigt werden soll. Zur Verjüngung der Gebäudestruktur sieht die Neubautätigkeit der kommenden Jahre die Neuschaffung von Mietflächen und Ersatzbauten vor. Neben der traditionell bereits hohen Nachfrage an Kleinstwohnungen im mittleren und unteren Preissegment, wird durch das Projekt RWTH Campus, bei dem auf einer Fläche von rund 800.000 m² etappenweise bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden sollen, künftig auch die Nachfrage nach hochwertigeren Wohnungsangeboten steigen. Durch die Verzahnung von Zielgruppenorientierung und Bestandsentwicklungsplanung innerhalb des bestehenden Portfoliomanagements integriert die Bestandsentwicklung neben technischen, betriebswirtschaftlichen und satzungsgemäßen Belangen vermehrt diese Entwicklungen und wird ständig, zur weiteren Optimierung unseres Bestandes und dessen Marktfähigkeit, aktualisiert und ergänzt. 4.3 Finanzinstrumente Nach den mehrjährigen Wirtschafts- und Finanzplänen sind Risiken, dass liquide Mittel zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten nicht ausreichend zur Verfügung stehen, ebenso wie Zahlungsstromschwankungen nicht erkennbar. Geschäfte, die als derivative Finanzinstrumente definiert werden, wurden nicht abgeschlossen. Der Abschluss der entsprechenden Verträge bedarf der Genehmigung durch den Vorstand. Finanzanlagen tätigt das Unternehmen vorwiegend in der Form der klassischen Festgeldanlage. Der Vorstand beachtet das seit dem 1. Mai 1998 geltende Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) durch ein Risikomanagementsystem. Das systematische Verfahren ermöglicht für die verschiedenen Beobachtungsbereiche und -felder die Darstellung von geschäftlichen Entwicklungen, die eventuell zu einer Risikosituation für das Unternehmen führen können und wird ständig weiter entwickelt. Es sind geeignete Frühwarnziele definiert, damit wirtschaftliche und rechtliche bestandsgefährdende Entwicklungen rechtzeitig erkannt werden können. Zur Absicherung gegen mögliche Liquiditätsrisiken und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. 253 5. Prognosebericht Auch in den kommenden Jahren werden die Aktivitäten der Gesellschaft stark vom Geschäftsfeld der Wohnungsbewirtschaftung geprägt, wobei neben der Betreuung und Verwaltung der Bestände die Schwerpunkte auf der weiteren Bestandspflege, -optimierung und Quartiersentwicklung liegen werden. Vorgesehen ist dabei auch die Bebauung verfügbarer Grundstücke zur Bestandsergänzung und -entwicklung. Daneben sollen auch die Geschäftsbereiche Verwaltungsleistung und Baubetreuung für Dritte weiter betrieben und ausgebaut werden. Zurückhaltung zeigen wird die Gesellschaft im Jahr 2014 bei Bauträgergeschäften. Im Segment Gewerbeimmobilien beobachtet die Gesellschaft eine leichte Veränderung auf dem Nachfragemarkt und wird bei zukünftigen Projekten mit entsprechenden Aktivitäten reagieren. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für 2014 lässt durch die Intensivierung von Bestandsinvestitionen bei höheren Ergebnissen aus der Sparte Baubetreuung einen leichten Rückgang erwarten. Für das Jahr 2015 wird ein ähnliches Ergebnis prognostiziert. Aus der Wirtschaftsund Finanzplanung ergeben sich auch in den darauf folgenden Jahren positive Jahresergebnisse. 6. Ergänzende Angaben nach § 108 Abs. 2 Nr. 2 GO NRW Nach den Bestimmungen der Satzung hat die Gesellschaft eine qualitativen und quantitativen Erfordernissen entsprechende Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum sicherzustellen und dabei mit besonderem Augenmerk die sozial und wirtschaftlich benachteiligten Bevölkerungskreise zu berücksichtigen. Dieser wichtigen öffentlichen Aufgabe für den Mehrheitsaktionär, die Stadt Aachen, und damit der öffentlichen Zwecksetzung ist die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013 in vollem Maße nachgekommen. Neben technischen und wirtschaftlichen Betreuungsleistungen für die Stadt Aachen werden in Erfüllung der genannten satzungsmäßigen Aufgabe unverändert Maßnahmen geplant und durchgeführt, die der Pflege des Wohnungsbestandes, der Wohnumfeldverbesserung oder der Energieeinsparung dienen. 7. Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG Die Stadt Aachen hält in ihrem Eigenbetrieb „Eurogress“ die Mehrheit der Anteile an der gewoge AG. Der Vorstand hat deshalb einen Abhängigkeitsbericht erstellt und zur Prüfung vorgelegt. Die Schlusserklärung darin lautet: „Ich erkläre hiermit, dass bei jedem in diesem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäft unsere Gesellschaft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtpflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen. Es sind auch keinerlei Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der Stadt Aachen vorgenommen oder unterlassen worden.“ 254 Gewerbegrundstücksgesellschaft mbH Aachen Allgemeine Angaben Firma Gewerbegrundstücksgesellschaft mbH Sitz Kleinmarschierstr. 54 – 58, 52062 Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 1990 Gesellschafter Geschäftsführer Prof. Dr. Manfred Sicking Ralf Wagemann Gremien Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 1.024.000,00 EUR Mitarbeiter 1(Vorjahr 1) (Durchschnitt) Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist es, gewerbliche Flächen zu beschaffen und bereitzustellen, insbesondere durch Erstellung, Vermietung und Verkauf eigener gewerblicher Objekte im Stadtgebiet Aachen. Organe des Unternehmens Geschäftsführer: Prof. Dr. Manfred Sicking, Ralf Wagemann Aufsichtsrat: Vorsitzender Manfred Kuckelkorn (SPD) Eberhard Büchel (CDU) Annekathrin Grehling Norbert Laufs Franz Klecker Ratsmitglied Ratsmitglied Stadtkämmerin Sparkasse Generali Real Estate S.p.A. Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Gesellschaft hat zwei Geschäftsführer. Ein Geschäftsführer wird von der Stadt Aachen vorgeschlagen oder gestellt, der andere wird von der Sparkasse Aachen gestellt. Der Geschäftsführung obliegt die Führung der Geschäfte nach Maßgabe der Gesetze und des Gesellschaftsvertrages. Die Gesellschaft wird durch ihre Geschäftsführer jeweils einzeln vertreten. 255 Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat besteht aus fünf Mitgliedern. Die Stadt Aachen stellt drei, die Sparkasse Aachen und die Generali Deutschland Immobilien GmbH je ein Mitglied. Eines der von der Stadt gestellten Mitglieder ist der Oberbürgermeister oder ein von ihm vorgeschlagener Beamter oder Angestellter. Die übrigen von der Stadt gestellten Mitglieder werden durch den Rat entsandt, die anderen Mitglieder durch die Vorstände bzw. Geschäftsführungen ihrer Körperschaft. Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter. Vertretung der Stadt Aachen in der Gesellschafterversammlung Der Oberbürgermeister oder Vertreter. Beide haben das Recht, einen anderen Beamten oder einen Angestellten zu bevollmächtigen. Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) 2011 2012 2013 A. 9.202 94% 9.453 94% 9.165 93% Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 0 0% 9.453 94% 573 6% Vermögensgegenstände III. Wertpapiere 0 0% 9.165 93% 656 6% 670 7% 0 0% 0 0% 234 2% 223 2% 0 0% 0 0% 422 4% 447 5% 0 0% 0 0% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten 0 0% Bilanzsumme Aktiva 9.775 A. 1.089 11% Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage 10.109 III. Gewinnrücklagen IV. Gewinn-/ Verlustvortrag V. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 256 10 0% 8.676 89% 0 9.775 0% 9.835 1.086 11% 1.086 11% 1.024 10% 1.024 10% 0 0% 0 0% 43 0% 43 0% 0 0% 0 0% 19 0% 19 0% 10 0% 10 0% 9.013 89% 0 10.109 0% 8.739 89% 0 9.835 0% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 499 712 711 sonstige betriebliche Erträge incl. Zuwendungen eines Gesellschafters 1.784 130 183 Betriebsleistung 2.283 843 895 0 0 0 20 16 19 1.829 291 291 89 122 186 345 413 399 1 1 378 364 -303 -377 -363 42 36 36 0 0 0 sonstige Steuern 20 16 16 Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 22 19 19 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebserfolg sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Finanzergebnis Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Eine von der Gesellschafterversammlung beschlossene Gewinnausschüttung erfolgt im Verhältnis der Beteiligung der Minderheitsgesellschafter am Stammkapital. Die Stadt ist verpflichtet, alle Aufwendungen auszugleichen, die im Zusammenhang mit Erwerb, Erschließung und Bebauung, Veräußerung, Vermietung einschl. der Personal-, Sach- und Fremdkapitalkosten der Gesellschaft entstehen, soweit sie nicht durch Erlöse und Zuschüsse gedeckt sind. Ferner ist sicherzustellen, dass die Gesellschaft für die eingesetzten Eigenmittel eine Mindestverzinsung von 5,5% jährlich erhält (ab 1.7.2011: 4,17%) und dieser Gewinn durch Beschluss der Gesellschafterversammlung an die Minderheitsgesellschafter auszuschütten ist. Unter anderem zur Sicherstellung der garantierten Gewinnausschüttung hat die GEGRA 2013 einen Zuschuss der Stadt Aachen i.H.v. rd. 41 TEUR erhalten. Lagebericht 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1.1 Darstellung des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft (GmbH) mit Sitz in Aachen, das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Gesellschafter sind die Stadt Aachen (55%), die Sparkasse Aachen (30%) und die Generali Real Estate S.p.A. (15%). Gegenstand der Gesellschaft ist gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages die Beschaffung und die Bereitstellung gewerblicher Flächen, insbesondere durch Erstellung, Vermietung und Verkauf eigener gewerblicher Objekte im Stadtgebiet Aachen. Die Gesellschaft ist Eigentümerin des 2. BA des Medizintechnischen Zentrums (MTZ) in unmittelbarer Nähe des Klinikums Aachen. Das Gebäude ist für 10 Jahre an die AGIT – Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologie mbH – vermietet. Der 1. BA des MTZ wurde im Jahr 2009 verkauft. Im Mai 2010 wurde mit dem Neubau eines Zentrums für Bio-Medizintechnik als erstes Gebäude des RWTH-Campus begonnen. Das Gebäude wurde im September 2011 fertig gestellt und bezogen. Die wirtschaftliche Grundlage der Gesellschaft ist durch die Mietverträge sowie durch eine vertragliche Vereinbarung mit der Stadt Aachen gesichert, nach der sich diese verpflichtet, die nicht durch 257 Ertrag gedeckten Aufwendungen der Gesellschaft einschließlich einer Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals der Minderheitsgesellschafter jährlich auszugleichen. Die gesamtwirtschaftlicheSituation Das weltwirtschaftliche Umfeld hat sich 2013 insgesamt verbessert. Die Belebung der Weltkonjunktur konnte vor allem in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften festgestellt werden, während sich das Expansionstempo in den Schwellenländern dagegen kaum erhöht hat. Die Wirtschaft in den USA hat die Einschnitte in die öffentlichen Haushalte recht gut verkraftet und Japan ist es durch eine sehr expansive Wirtschaftspolitik gelungen, die Konjunktur deutlich zu beleben. Die Notenbanken aller großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften haben angekündigt, im nächsten Jahr auf expansivem Kurs zu bleiben. Schwerer ist es vorherzusagen, wann aus Sicht der Notenbanken die Zeit kommt, eine behutsame Rücknahme des geldpolitischen Expansionsgrades einzuleiten. Nach zwei Rezessionsjahren nahm die reale Wirtschaftsleistung im Euroraum 2013 erstmals wieder zu. Die Verbesserung der Konjunktur ist zu einem guten Teil auf die Außenwirtschaft zurückzuführen. Die Ausfuhren nahmen deutlich zu, und trotz anziehender Importnachfrage stiegen auch die Nettoexporte des Euroraums. Zum ersten Mal seit zwei Jahren legte die Binnennachfrage ebenfalls leicht zu und privater Konsum und die Bruttoanlageinvestitionen wurden geringfügig ausgeweitet. Zwar gab es noch erhebliche Unterschiede zwischen den Wachstumsraten der Euroländer, aber inzwischen hat sich die Lage in fast allen Ländern verbessert und es gibt Anzeichen für eine Trendwende. Die deutsche Wirtschaft als größte Volkswirtschaft der EU und (nach den USA, China und Japan) viertgrößte der Welt hat sich im Jahresdurchschnitt 2013 insgesamt als stabil erwiesen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 0,4 % höher als im Vorjahr. Zum dritten Mal in Folge konnte Deutschland die Euro-Regeln für Neuverschuldung einhalten (Defizitquote von höchstens 3,0 % des BIP) und Bund, Länder, Gemeinden und Sozialkassen schlossen mit einem ausgeglichenen Haushalt ab. Obwohl die Zahl der Erwerbstätigen den Vorjahreswert nochmals um rund 200.000 im Durchschnitt des Jahres 2013 übersteigt, sieht es bei der Arbeitslosigkeit nicht ganz so gut aus. Die Zahl der der bei der Bundesagentur für Arbeit registrierten Erwerbslosen ist zwar mit ca. 2,9 Millionen die zweitniedrigste seit 1991, dennoch stieg die Zahl im Dezember 2013 um 33.000 gegenüber dem Dezember 2012. Dies bedeutet eine Arbeitslosenquote von unverändert 6,7% (Dezember 2012: 6,7%). Die deutsche Bauwirtschaft hat das vergangene Jahr mit einer Jahresendrallye abgeschlossen. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie mitteilte, ist der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Dezember 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat um nominal 13,7 % gestiegen. Für das Gesamtjahr ergabt sich ein moderates Umsatzplus von nominal 3,1 % (real: + 1,5 %). Damit wurden die Erwartungen der Bauverbände vom Jahresbeginn 2013 von 2,0 % übertroffen. Auf dem Kapitalmarkt war die Zinsentwicklung zwischen Anfang und Ende 2013 im mittel- und langfristigen Bereich der Volumina über 1 Mio. Euro durch höhere Schwankungen als im Vorjahr gekennzeichnet. Nach zwischenzeitlich deutlichem Anstieg pendelten sich die Zinssätze wieder annähernd auf das Niveau am Anfang des Betrachtungszeitraums ein. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen in ihrem Herbstgutachten 2013 davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft am Beginn eines Aufschwungs befindet. Gründe liegen darin, dass die Weltwirtschaft wieder etwas stärker expandiert und die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Krise im Euroraum deutlich abgenommen hat. Der Private Konsum profitiert von günstigen Beschäftigungs- und Einkommensaussichten. Das reale Bruttoinlandsprodukt wird nach nur 0,4 % in diesem Jahr im Jahr 2014 um 1,8 % expandieren. Die Verbraucherpreise dürften dabei moderat um 1,6 % in diesem und um 1,9 % im kommenden Jahr steigen. Der Staatshaushalt durfte weiterhin einen Überschuss aufweisen. Geschäftsentwicklung Die Unternehmensleitung beurteilt den Geschäftsverlauf als grundsätzlich zufrieden stellend. Das Ergebnis 2013 weist keine gravierenden Änderungen zum Plan auf, der geplante Überschuss wurde erreicht. Vor dem Hintergrund des RWTH Aachen-Zukunftsprogramms der Exzellenzinitiative (CampusKonzept) hat die Gesellschaft den Neubau eines Zentrums für Bio-Medizintechnik (ZBMT) in unmit258 telbarer Nähe zum Universitätsklinikum im September 2011 fertig gestellt. Im ZBMT werden sowohl Gründerfirmen als auch Campus-Unternehmen angesiedelt. Mit der RWTH Aachen Campus GmbH wurde für einen Großteil der Flächen ein langfristiger Mietzinsgarantievertrag (20 Jahre) abgeschlossen, der mit Bezugsfertigkeit des gesamten Gebäudes wirksam wurde. Die restlichen Flächen sind langfristig an die AGIT vermietet, welche diese an Gründerfirmen untervermietet. 1.2 Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesamtkapitalrentabilität (Jahresüberschuss vor Ertragsteuern + Fremdkapitalzinsen im Verhältnis zur Bilanzsumme) beträgt 3,9% (Vorjahr 3,9%). Auch die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss vor Ertragsteuern im Verhältnis zum Eigenkapital) hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert und beträgt 1,8%. 1.3 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Neben zwei Geschäftsführern und einem Prokuristen ist weiter kein eigenes Personal im Unternehmen beschäftigt. Wegen der geringen Größe hat die Gesellschaft keine umfangreiche Organisation ausgebaut. Im Übrigen hat die Gesellschaft der gewoge AG die Führung ihrer Geschäfte im Rahmen eines Betriebsführungsvertrages übertragen. 2. Darstellung der Lage 2.1 Ertragslage Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Jahresüberschuss von T€ 19 erzielt. Das Ergebnis setzt sich zusammen aus dem Betriebsergebnis in Höhe von T€ 44 (Vorjahr T€ 46), dem Finanzergebnis von T€ 25 (Vorjahr T€ - 26) und dem neutralen Ergebnis von € 0 (Vorjahr € - 1). Das Betriebsergebnis ist im Wesentlichen beeinflusst durch Erträge aus der Bewirtschaftung des ZBMT und dem MTZ (2. BA.). Das Finanzergebnis resultiert überwiegend aus Aufwendungen für das MTZ 1. BA, denen keine Erträge gegenüber stehen. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2013 ermöglicht die Ausschüttung einer Dividende an die Minderheitsgesellschafter. Nach dem Wirtschaftsplan wird für das Jahr 2014 ein voraussichtlicher Jahresüberschuss von T€ 19 erwartet. Aufgrund des Mietvertrages und der Erstattung von Fehlbeträgen durch die Stadt Aachen kann die Ertragslage als gesichert bezeichnet werden. 2.2 Finanzlage Die langfristigen Vermögenswerte sind in voller Höhe durch zur Verfügung stehende langfristige Finanzierungsmittel gedeckt. Der nicht zur Finanzierung langfristig gebundener Vermögenswerte eingesetzte Betrag in Höhe von T€ 539 entspricht der Stichtagsliquidität. Die Kapitalflussrechnung weist einen Cashflow in Höhe von T€ 310 (Vorjahr T€ 310) aus und einen Finanzmittelbestand am 31. Dezember 2013 von T€ 447. Die Liquidität war über das ganze Jahr gesichert. Die Gesellschaft konnte zu jeder Zeit ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen. Die Zahlungsbereitschaft ist unter Berücksichtigung der Ausgleichsverpflichtung der Stadt Aachen auch 2014 gewährleistet. 2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Jahr 2013 um T€ 274 oder 2,71 % auf T€ 9.835 vermindert. Die Veränderung auf der Aktivseite wird im Wesentlichen verursacht durch planmäßige Abschreibungen des Sachanlagevermögens (T€ 291) sowie Investitionen von T€ 3. Auf der Passivseite haben sich die langfristigen Fremdmittel, insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, infolge planmäßiger Darlehenstilgungen um T€ 271 verringert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich hingegen im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen nicht verändert. Die Vermögensstruktur weist T€ 9.165 (93,19%) Anlagevermögen und T€ 670 (6,81%) Umlaufvermögen aus. Die Kapitalstruktur zeigt T€ 8.637 (87,82%) langfristige und T€ 131 (1,33%) kurzfristige Verbindlichkeiten sowie T€ 1.067 (10,85%) Eigenkapital. 259 Der mehrjährige Vergleich der Kapitalstruktur zeigt folgende Entwicklung: 2011 2012 2013 T€ % T€ % T€ % Eigenkapital 1.067 10,9 1.067 10,5 1.067 10,8 Fremdkapital - langfristig 8.410 86,0 8.908 88,1 8.637 87,8 298 3,1 134 1,4 131 1,4 9.775 100,0 10.109 100,0 9.835 100,0 Fremdkapital - mittel- und kurzfristig Gesamtkapital Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital stellen die fristengerechte Finanzierung des langfristigen Vermögens sicher. Die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet. 3. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung oder weiterer Risikobehaftung ersichtlich geworden. 4. Risikobericht In den geschäftlichen Aktivitäten der Gesellschaft werden insbesondere aufgrund der langfristigen Vermietung der Gewerbeflächen an die AGIT als Generalmieter und der Ausgleichsverpflichtung der Stadt Aachen zum jetzigen Zeitpunkt keine Risiken der künftigen Entwicklung gesehen, sofern der Mieter AGIT seinen Verpflichtungen regelmäßig nachkommt. Auch die Bewirtschaftung des Neubaus ZBMT bedeutet für die Gesellschaft kein erhöhtes Risiko, da für einen Großteil der Flächen ein langfristiger Mietzinsgarantievertrag mit der Campus GmbH abgeschlossen wurde. Risiken aus Verpflichtungen aus Finanzinstrumenten existieren nicht. Mögliche negative Auswirkungen aus Zahlungsstromschwankungen sind nicht erkennbar. Geschäfte, die als derivate Finanzinstrumente definiert werden, wurden nicht abgeschlossen. Finanzanlagen erfolgen vorwiegend durch klassische Festgeldanlagen. Das Ausfallrisiko der AGIT GmbH und der RWTH-Campus GmbH wird aufgrund der Gesellschafterstrukturen als gering eingeschätzt. Chancen für die voraussichtliche Entwicklung können sich aus der Neuaquise für weitere Gewerbeimmobilien ergeben. Zum Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) und seinen Auswirkungen hat die Geschäftsführung im Hinblick auf die geringe Größe der Gesellschaft und ihren überschaubaren Geschäftsumfang kein umfassendes Früherkennungssystem aufgebaut. Fehlentwicklungen können aber kurzfristig aufgrund von Quartalsberichten erkannt werden. 5. Prognosebericht Die voraussichtliche Entwicklung geht von der Fortführung der Vermietungen des 2. Bauabschnitts des MTZ bis 2014 sowie der Bewirtschaftung des ZBMT aus. Die Gesellschaft betreibt nach wie vor Neuaquise für den Gewerbebau. Kurzfristig wird aber nicht mit der Realisierung zukünftiger Baumaßnahmen gerechnet. 6. Ergänzende Angaben nach § 108 Abs. 2 Nr. 2 GO NRW Hinsichtlich der öffentlichen Zwecksetzung ist die GEGRA (Gewerbegrundstücksgesellschaft mbH) ihren satzungsgemäßen Aufgaben nachgekommen. 260 EUROGRESS AACHEN Betriebs-GmbH Aachen Allgemeine Angaben Firma EUROGRESS AACHEN Betriebs-GmbH Sitz Monheimsallee 48, 52062 Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 2006 Gesellschafter Geschäftsführer Kristina Wulf Gremien Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat Stammkapital 25.000,00 EUR Mitarbeiter 54 (Vorjahr 31) (Durchschnitt) Internet www.eurogress-aachen.de Gegenstand des Unternehmens Die Aufgabe der Gesellschaft ist die Vorbereitung und Durchführung von Tagungen, Konzerten, Ausstellungen und sonstigen gesellschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen, insbesondere im Gebäude des Eigenbetriebs EUROGRESS AACHEN, aber auch außerhalb. Insgesamt soll durch die Gesellschaft eine größere Selbständigkeit und Flexibilität sowie bessere Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Partnern erreicht werden. Organe des Unternehmens Geschäftsführer Kristina Wulf Aufsichtsrat Vorsitzender stellv. Vorsitzende Klaus-Dieter Jacoby (CDU) Rosa Höller-Radtke (SPD) Aida Beslagic (Grüne) Ruth Crumbach-Trommler (FDP) Alexander Gilson (CDU) Boris Linden (SPD) Hermann-Josef Pilgram (Grüne) Franz Plum (CDU) Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied sachk. Bürger 261 Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Bestellung und Abberufung des Geschäftsführers obliegt der Gesellschafterversammlung. Aufsichtsrat Zwischen dem Aufsichtsrat der Gesellschaft und dem Betriebsausschuss des Eigenbetriebs EUROGRESS Aachen soll gem. Gesellschaftsvertrag Personalunion bestehen. Vertretung der Stadt Aachen in der Gesellschafterversammlung Der Oberbürgermeister oder Vertreter. Beide haben das Recht, einen anderen Beamten oder einen Angestellten zu bevollmächtigen. Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 2011 0 2012 0% B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 14 10% 17 8% 0% 0 0% 14 10% 17 8% 0 0% 0 III. Finanzanlagen 0 143 100 Vermögensgegenstände III. Wertpapiere 2013 0% 128 90% 0 0% 1 1% 0 0% 203 91% 0 0% 28 13% 0 0% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital 1 1% 143 1 0% 143 61 43% 175 79% 2 1% 222 76 54% 71 32% I. Gezeichnetes Kapital 25 18% 25 11% II. Bilanzgewinn 51 36% 46 21% B. Rückstellungen 25 17% 28 20% 34 15% C. Verbindlichkeiten 57 40% 38 27% 116 52% D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 262 127 89% 0 143 0% 0 143 0% 0 222 0% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 122 133 200 sonstige betriebliche Erträge 209 238 312 Betriebsleistung 331 371 512 0 13 23 239 269 404 0 2 6 Sonstige betriebliche Aufwendungen 57 63 83 Betriebserfolg 35 23 -4 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1 2 1 0 -1 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 36 23 -6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11 7 -1 0 0 0 24 15 -5 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen Personalaufwand Abschreibungen Finanzergebnis sonstige Steuern Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Der Jahresabschluss schließt mit einem Jahresfehlbetrag i.H.v. EUR 4.917,68 ab, der auf neue Rechnung vorgetragen wurde. Ein Zuschuss wurde nicht gezahlt. Lagebericht I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die Aufgabe der Gesellschaft ist die Vorbereitung und Durchführung von Tagungen, Konzerten, Ausstellungen und sonstigen gesellschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen im Gebäude des Eigenbetriebes EUROGRESS AACHEN, aber auch außerhalb. Die Gesellschaft soll durch eine größere Selbständigkeit und Flexibilität für das EUROGRESS AACHEN eine bessere Kooperationsmöglichkeit mit anderen Partnern erreichen. II. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjähr 2013 schließt bei einem Veranstaltungsvolumen von drei Veranstaltungen mit einem Jahresfehlbetrag von 5 TEUR ab und liegt damit um 20 TEUR unter dem Jahresüberschuss des Vorjahres mit 15 TEUR. Grundsätzlich hat sich das Geschäftsjahr nahezu plangemäß entwickelt. Als besonderes Ereignis wäre hinsichtlich der Vergleichsmöglichkeiten zum Vorjahresabschluss zu berichten, dass die Eurogress Aachen Betriebs-GmbH ab September 2013 das Reinigungsmanagement für die Reinigung des Gebäudes Eurogress Aachen ingesourct hat und sich durch diese Maßnahme neben der Erhöhung der Umsätze auch die Anzahl der Mitarbeiter deutlich erhöht hat. Desweiteren ist der Personalbedarf auch aufgrund der verstärkten Personalnachfrage im Eurogress Aachen stark angestiegen, was zu nochmal erhöhten Erlösen aus der Weiterberechnung von Löhnen und gleichzeitig gestiegenen Personalaufwendungen geführt hat. 263 2. Lage a. Ertragslage Die Ergebnisstruktur stellt sich wie folgt dar: 2013 TEUR % 2012 TEUR % TEUR Veränderung % Umsatzerlöse 200 39,06 133 35,85 67 50,4% So. betriebliche Erträge 312 60,94 238 64,15 74 31,1% Gesamtleistung 512 100,00 371 100,00 141 38,0% Materialaufwand -23 -4,49 -13 -3,50 -10 76,9% Personalaufwand -404 -78,91 -269 -72,51 -135 50,2% -6 -1,17 -2 -0,54 -4 200,0% Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen -84 -16,41 -64 -17,25 -20 31,3% Betriebsergebnis -5 -0,98 23 6,20 -28 -121,7% Finanzergebnis -1 -0,20 0 0,00 -1 0,0% Ertragssteuern 1 0,20 -8 -2,16 9 -112,5% -5 -0,98 15 4,04 -20 -133,3% Jahresüberschuss (Durch Rundungen können in den nachfolgenden Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.) Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Veranstaltungskosten für Fremdveranstaltungen um 10 TEUR erhöht, weil zusätzlich externe Räumlichkeiten angemietet werden mussten. Differenziert nach Umsatzsparten ergeben sich die nachfolgenden Umsatzerlöse: 2013 2012 EUR EUR 109.508,30 104.194,56 und technischen Geräten 16.424,00 15.293,00 Eigenveranstaltungen 12.003,28 11.104,14 Reinigung 60.319,52 0,00 1.982,77 1.984,02 200.237,87 132.575,72 Überlassung von Räumen Überlassung von Dienstleistungen Sonstige Erlöse Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten die üblichen Kosten für Geschäftsbesorgung, Energie und Reinigung sowie Rechtsberatung und sonstige Kosten. Im Detail ergibt sich folgende Übersicht: 2013 EUR EUR Geschäftsbesorgungskosten 30.035,68 19.886,36 Kosten für Energie und Reinigung 10.729,29 10.000,97 1.317,78 432,70 Werbe- und Reisekosten Rechts- und Beratungskosten Reinigungs- und Hygenieartikel Sonstige Kosten 264 2012 9.247,41 9.187,98 14.595,65 0,00 17.484,55 23.660,82 83.410,36 63.168,83 Die Finanzergebnisstruktur setzt sich wie folgt zusammen: Zinsen und ähnliche Erträge Zinsaufwendungen 2013 2012 EUR EUR 307,88 555,90 -1.705,01 -603,36 -1.397,13 -47,46 b. Finanzlage Die EUROGRSS AACHEN Betriebs-GmbH führt ein Bankkonto bei der Sparkasse Aachen. Das Konto bei der Aachener Bank eG wurde unterjährig aufgelöst. Daneben wird eine Barkasse geführt. Weitere Einzelheiten zur Finanzlage ergeben sich aufgrund der nachfolgenden Kapitalflussrechnung: Kapitalflussrechnung 2013 2012 EUR EUR -5 15 des Anlagevermögens 6 2 Änderung der Rückstellungen 6 3 -28 1 Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) 78 -18 Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 57 3 -9 -16 0 0 Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten Abschreibungen auf Gegenstände Zu-/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie anderer Aktiva (sofern keine Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sowie anderer Passiva (sofern keine Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens Cashflow aus der Investitionstätigkeit -9 -16 Einzahlungen in das Eigenkapital 0 0 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 0 Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 48 -13 Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 127 140 Finanzmittelfonds am Ende der Periode 175 127 c. Vermögenslage Die Vermögensstruktur stellt sich wie folgt dar: 31.12.2013 TEUR % Anlagevermögen Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.12.2012 TEUR % Veränderung TEUR % 17 7,7 14 9,8 3 21,43 4 1,8 1 0,7 3 * 26 11,7 1 0,7 25 * 30 13,5 2 1,4 28 * 175 78,8 127 88,8 48 37,80 205 92,3 129 90,2 76 58,90 222 100,0 143 100,0 79 55,24 Umlaufvermögen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige inklusive RAP Liquide Mittel Gesamtvermögen 265 Das Kapital setzt sich zusammen aus: 31.12.2013 TEUR % 31.12.2012 Veränderung TEUR % TEUR % Eigenkapital Gezeichnetes Kapital 25 11,3 25 17,5 0 0 Bilanzgewinn 46 20,7 51 35,7 -5 -9,8 Bilanzielles Eigenkapital 71 32 76 53,1 -5 -6,6 0 0 7 4,9 -7 -100 34 15,3 21 14,7 13 61,9 34 15,3 28 19,6 6 21,4 1 0,5 1 0,7 0 0 1 0,5 0 0 1 * 111 50 32 22,4 79 * 4 1,7 6 4,2 -2 -33,3 117 52,7 39 27,3 78 200 151 68 67 46,9 84 125,4 222 100 143 100 79 55,2 Fremdkapital Rückstellungen Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen gegenüber Gesellschaftern Sonstige Gesamtkapital Die Rückstellungen des laufenden Jahres ergeben sich wie folgt: 31.12.2013 EUR Steuerrückstellungen Stand 01.01.2013 6.932,00 Inanspruchnahme 6.910,60 Auflösung 21,40 0,00 Zuführung 0,00 Stand 31.12.2013 0,00 Sonstige Rückstellungen Stand 01.01.2013 20.891,88 Inanspruchnahme -20.637,48 Auflösung -254,40 0,00 Zuführung 34.391,52 Stand 31.12.2013 34.391,52 Einzelheiten zur Zusammensetzung und detaillierten Entwicklung der Rückstellungen sind dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich unmittelbar aus dem Wirtschaftsplan. Die Überprüfung erfolgt unmittelbar durch Soll-Ist-Analyse. 266 III. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. IV. Prognosebericht Auch 2014 werden wieder der große Kongress „Aachener Kolloquium Fahrzeug und Motorentechnik“ und das „Neujahrkonzert“ durchgeführt. Zwar wird auch wieder die Veranstaltung des Kabarettisten Jürgen B. Hausmann stattfinden, aber nicht mehr in Form einer Eigenveranstaltung sondern als Fremdveranstaltung, die über einen Tourneebetreuer abgewickelt wird. V. Chancen und Risikobericht Die Geschäftsführung hat es als ihre Aufgabe angesehen, Risiken, die sich auf die EUROGRESS AACHEN Betriebs-GmbH auswirken können, zu identifizieren und angemessen zu steuern. Wesentliche Bestandteile des Risikomanagements sind u. a. der jährliche Wirtschaftsplan (insbesondere Erfolgsplan). Dabei werden die wirtschaftlichen Ergebnisse aller Veranstaltungen durch eine entsprechende Nachkalkulation kontrolliert. Wesentliche Risiken, die den Bestand der GmbH gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft nutzt keine gesonderten Finanzinstrumente im Sinne dieser Vorschrift. VII. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. 267 Aachener Stadion Beteiligungs GmbH Aachen Allgemeine Angaben Firma Aachener Stadion Beteiligungs GmbH Sitz bis 7/2013: Aureliusstraße 2, 52062 Aachen Gesellschafter seit 7/2013: Adalbertsteinweg 59, 52070 Aachen Rechtsform GmbH Gründungsjahr 2012 Geschäftsführer Thomas Hübner (bis 5/2013) Dr. Lothar Barth (ab 5/2013) Gremien Gesellschafterversammlung Stammkapital 25.000,00 EUR Mitarbeiter - Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an der Alemannia Aachen Stadion GmbH zur Unterstützung des Betriebes eines Stadions im Rahmen der Förderung sozialer und kultureller Betreuung der Einwohner der Stadt Aachen, insbesondere für städtische Veranstaltungen auf dem Gebiet der Jugend- und Sportförderung. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar gefördert werden kann. Zusammensetzung der Organe Geschäftsführung Die Bestellung und Abberufung des Geschäftsführers obliegt der Gesellschafterversammlung. Vertretung der Stadt Aachen in der Gesellschafterversammlung Der Oberbürgermeister oder Vertreter. Beide haben das Recht, einen anderen Beamten oder einen Angestellten zu bevollmächtigen. 269 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. 2012 2013 Anlagevermögen 0 0% 0 0% I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0% 0 0% II. Sachanlagen 0 0% 0 0% 0 0% 0 0% 2.924 14% 6.375 33% 0% 0 0% 2.609 12% 8 0% III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände III. Wertpapiere 0 0 0% 0% 315 1% 6.366 33% 0 0% 0 0% 18.292 86% 12.879 67% 21.216 19.254 IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten D. Nicht durch Eigenkapital ged. Fehlbetrag Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage III. Gewinn-/ Verlustvortrag IV. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag V. Nicht durch Eigenkapital ged. Fehlbetrag B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 0 0% 0 25 25 3.000 3.000 0 -21.317 -21.317 5.412 18.292 12.879 2.044 10% 19.171 90% 0 21.216 0% 41 0% 19.213 100% 0 19.254 2012 Rumpfgeschäftsjahr 270 0% 0% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2012 2013 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 0 0 sonstige betriebliche Erträge 1 0 Betriebsleistung 1 0 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 0 0 Personalaufwand 4 3 Abschreibungen 0 0 130 215 -134 -218 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 256 1 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 210 371 46 -370 -88 -588 0 6.000 21.229 0 -21.229 6.000 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 sonstige Steuern 0 0 -21.317 5.412 Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebserfolg Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentliche Erträge außerordentliche Aufwendungen außerordentliches Ergebnis Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 2012 Rumpfgeschäftsjahr Verbindungen zum städtischen Haushalt Zahlung eines zweckgebundenen Ertragszuschusses in Höhe von 6.000 TEUR zur Bedienung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Ab 2015 hat sich der Gesellschafter zunächst für die Jahre 2015 und 2016 zur Zahlung eines Liquiditätszuschusses verpflichtet, der jährlich auf 2 Mio. EUR limitiert ist. Lagebericht I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die Aachener Stadion Beteiligungs GmbH wurde im Mai 2012 gegründet, um die Umfinanzierung des Aachener Fußballstadions zu begleiten und zu unterstützen. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung an der Alemannia Aachen Stadion GmbH zur Unterstützung des Betriebes eines Stadions im Rahmen der Förderung sozialer und kultureller Betreuung der Einwohner der Stadt Aachen, insbesondere für städtische Veranstaltungen auf dem Gebiet der Jugend- und Sportförderung. Zu diesem Zweck hatte die Gesellschaft Anteile an der Alemannia Aachen Stadion GmbH in Höhe von 8,54 % erworben, unter gleichzeitiger Einräumung eines Sitzes im Aufsichtsrat der Gesellschaft. Für die Umfinanzierung der Verbindlichkeiten des Fußballstadions gewährte die Aachener Stadion Beteiligungs GmbH der Alemannia Aachen Stadion GmbH ein Darlehen in Höhe von 18,85 Mio. €, das durch Grundpfandrechte auf dem Erbpachtgrundstück der Alemannia Aachen Stadion GmbH abgesichert ist. Die Refinanzierung erfolgte über Gesellschafterdarlehen, sowie über ein Darlehen von einem Kreditinstitut, das in voller Höhe durch eine Bürgschaftserklärung des Gesellschafters gesichert ist. 271 Das der Alemannia Aachen Stadion GmbH gewährte Darlehen konnte aufgrund der im Dezember 2012 eröffneten Insolvenz nicht bedient werden, woraus das Erfordernis einer Abwertung der Darlehensforderungen und des Beteiligungsansatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr entstand. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden diese abgewerteten Ansätze beibehalten, weil keine Gründe für eine Wertaufholung gegeben waren. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2013 war einerseits geprägt von der Abwicklung der Insolvenzen des Aachener Fußballvereins und der Betreibergesellschaft des Fußballstadions, andererseits von der langfristigen Sicherstellung der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft und den Planungsbemühungen rund um die Neukonzeptionierung der Nutzungsmöglichkeiten des Stadions. Die Gesellschaft hat in 2013 alle mit der Abwicklung der Insolvenz der Betreibergesellschaft des Stadions in Verbindung stehenden Geschäftsvorfälle und Verpflichtungen abgewickelt, so dass zunächst der Fokus auf die eigene Zahlungsfähigkeit gerichtet werden konnte. Hierfür wurde durch den Gesellschafter ein zweckgebundener Ertragszuschuss in Höhe von 6 Mio. € an die Gesellschaft gezahlt und ein Rangrücktritt für das bestehende Darlehen vereinbart. In Kooperation mit der Stadt Aachen wurden anschließend Bemühungen bezüglich eines Verkaufs des Fußballstadions an Investoren angestellt, die jedoch abgebrochen werden mussten, ohne einen potentiellen Käufer für das Stadion gefunden zu haben. Dies hat die Gesellschaft dazu veranlasst, zunächst die Option eigener Kaufabsichten zu prüfen. Die hierfür erforderlichen Prüfungs- und Planungsmaßnahmen seitens der Gesellschaft sind insoweit abgeschlossen, als dass ein Kauf des Fußballstadions unter Inanspruchnahme weiterer Unterstützung und Förderung durch den Gesellschafter möglich scheint. Dafür erforderlich sind Anpassungen der gegebenen Rahmenbedingungen, unter anderem der Erwerb weiterer Anteile an der Alemannia Aachen Stadion GmbH, der für den Jahresbeginn 2015 geplant ist, sowie die Zusicherung des Gesellschafters zur Zahlung laufender Liquiditätszuschüsse. 2. Lage (Durch Rundung von Zahlen können innerhalb der folgenden Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten. Zu beachten ist, dass das Geschäftsjahr 2012 ein Rumpfgeschäftsjahr vom 09.05.2012 bis 31.12.2012 war.) a. Ertragslage Die Ergebnisstruktur des Geschäftsjahres 2013 stellt sich wie folgt dar: Sonstige betriebliche Erträge 2012 Veränderung TEUR TEUR TEUR 0 1 -1 Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen -3 -4 1 -215 -131 -84 Betriebsergebnis -218 -134 -84 1 256 -255 Zinsaufwand -371 -210 -161 Finanzergebnis -370 46 -416 6.000 0 6.000 0 -21.229 21.229 Außerordentliches Ergebnis 6.000 -21.229 27.229 Jahresüberschuss/-fehlbetrag 5.412 -21.317 26.729 Zinserträge Außerordentliche Erträge Außerordentl. Aufwendungen 272 2013 Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2013 weder Umsatzerlöse noch sonstige betriebliche Erträge. Die Personalaufwendungen bestehen aus dem Gehalt für den ehemaligen Geschäftsführer, den dazugehörigen Sozialabgaben sowie den Beiträgen zur Berufsgenossenschaft. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen nur Aufwendungen für Rechtsberatung und Abschlusskosten enthalten. Das Finanzergebnis beinhaltet die anteiligen Zinserträge für ein Festgeld, die Zinsen für die eingeforderte Kapitalrücklage sowie die Zinsaufwendungen für die Darlehen. In Höhe von 6 Mio. € hat der Gesellschafter einen Ertragszuschuss geleistet, der im außerordentlichen Ergebnis enthalten ist. Der Jahresüberschuss beträgt T€ 5.412 und liegt damit um T€ 26.729 über dem Ergebnis des Vorjahres, das überwiegend durch Sondereffekte geprägt war. b. Finanzlage Die Gesellschaft verfügt am Bilanzstichtag über Bankguthaben in Höhe von T€ 6.366. Zur Sicherung der zukünftigen Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft, hat der Gesellschafter einen Rangrücktritt für das gewährte Darlehen erklärt. Daneben hat sich der Gesellschafter aufgrund vertraglicher Vereinbarung im Geschäftsjahr 2013 dazu verpflichtet, der Gesellschaft zur Refinanzierung einen Ertragszuschuss in Höhe von 6 Mio. € zu leisten. Diese Vereinbarungen sind in die Finanz- und Wirtschaftspläne der Gesellschaft eingegangen. Zwar wird sich das Jahresergebnis der Gesellschaft in den kommenden Jahren voraussichtlich als Fehlbetrag entwickeln, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit wird aber durch den Gesellschafter durch die Zahlung von Liquiditätszuschüssen gewährleistet. Weitere Einzelheiten zu der Finanzlage ergeben sich aufgrund der nachfolgenden Kapitalflussrechnung: Periodenergebnis (vor außerordentlichen Posten) +/- Zu- / Abnahme der Rückstellungen 2013 2012 TEUR -588 TEUR -88 -2.003 20 1 -224 156 49 -2.434 -243 0 -18.990 -/+ Zu- / Abnahme der Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie anderer Aktiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) +/- Zu- / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sowie anderer Passiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen = Cashflow aus der Investitionstätigkeit + Einzahlung in die Kapitalrücklage + Einzahlung aus Gewährung eines Gesellschafterzuschusses + Einzahlung aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten + Einzahlung aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 0 -18.990 2.600 400 6.000 0 0 11.142 0 8.066 -115 -85 - Auszahlung aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 8.485 19.523 Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 6.051 290 + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 315 25 = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.366 315 273 c. Vermögenslage Das Anlagevermögen ist bis auf einen Erinnerungswert von 0,50 € abgeschrieben. Das Umlaufvermögen der Gesellschaft setzt sich aus dem Erinnerungswert einer abgewerteten Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von 0,50 €, der Forderung gegen den Gesellschafter zur Zahlung der Zinsen aus der eingeforderten Kapitalrücklage und abgegrenzten Zinserträgen aus einer Festgeldanlage zusammen. Daneben besteht liquides Vermögen in Höhe von T€ 6.366 und eine Rechnungsabgrenzung mit T€ 0,2. Aufgrund des Jahresfehlbetrages im Vorjahr in Höhe von 21,3 Mio. € ist das Eigenkapital aufgezehrt, der nicht durch das Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt 12,9 Mio. €. Das Gesamtvermögen setzt sich wie folgt zusammen: 31.12.2013 31.12.2012 Veränderung TEUR TEUR TEUR 0 0 0 Forderungen und so. Vermögensgegenstände Forderungen gegen ein Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 Forderungen gegen den Gesellschafter 8 2.609 -2.601 Sonstige Vermögensgegenstände inkl. RAP 0 0 0 6.366 315 6.051 12.880 18.292 -5.412 19.254 21.216 -1.962 19.254 21.216 -1.962 Anlagevermögen Finanzanlagen Beteiligungen Umlaufvermögen Liquide Mittel Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Gesamtvermögen Die Kapitalstruktur setzt sich wie folgt zusammen: 31.12.2013 TEUR Gezeichnetes Kapital Rücklagen Verlustvortrag Jahresüberschuss/-fehlbetrag Nicht d. Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Eigenkapital 31.12.2012 Veränderung TEUR TEUR 25 25 0 3.000 3.000 0 -21.317 0 -21.317 5.412 -21.317 26.729 12.880 18.292 -5.412 0 0 0 41 2.044 -2.003 10.942 11.057 -115 Fremdkapital Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten - gegenüber Kreditinstituten - aus Lieferungen und Leistungen - gegenüber dem Gesellschafter - Sonstige Gesamtkapital 274 84 48 36 8.186 8.066 120 1 1 0 19.213 19.171 41 19.254 21.216 -1.962 19.254 21.216 -1.962 Das Eigenkapital der Gesellschaft ist aufgezehrt. Einzelheiten zur Zusammensetzung und detaillierten Entwicklung der Rückstellungen sind dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen. Das Fremdkapital in Höhe von 19,2 Mio. € besteht aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 10,9 Mio. €, mit T€ 84 aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, mit 8,2 Mio. € aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sowie mit T€ 1 aus sonstigen Verbindlichkeiten. In den Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter enthalten ist mit 7,995 Mio. € ein vom Gesellschafter gewährtes Darlehen sowie die darauf angefallenen Zinsen für die Jahre 2012 und 2013. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Die finanziellen Leistungsindikatoren ergeben sich unmittelbar aus dem Wirtschaftsplan. Die Überprüfung erfolgt unmittelbar durch Soll-Ist-Analyse. III. Nachtragsbericht Die Gesellschaft hat sich im laufenden Geschäftsjahr nicht wie geplant entwickelt, da auf der Einnahmenseite die ursprünglichen Zins- und Tilgungsbeiträge nicht von der Darlehensnehmerin bedient werden konnten. Die Gesellschaft ist in der Lage, die ausstehenden Zahlungsverpflichtungen einzuhalten und wird künftig über die Gewährung von Liquiditätszuschüssen des Gesellschafters dazu in der Lage sein. Da die Gesellschaft davon ausgeht, dass der Erwerb des Tivoli in 2015 erfolgen wird, sind bereits in 2014 Bemühungen um eine Vermarktung der dann zur Verfügung stehenden Flächen gestartet worden. Vor diesem Hintergrund hat die Gesellschaft im 2. Halbjahr 2014 eine neue Mitarbeiterin für diesen Bereich eingestellt. Für den weiteren Betrieb des Tivoli relevant ist der bautechnische Zustand des Stadions: Das Stadion ist am 22. Oktober 2009 abgenommen worden. Mit der Fa. Hellmich hat man seinerzeit eine Gewährleistungsfrist von 5 Jahren vereinbart, welche entsprechend am 22. Oktober 2014 endete. Demgemäß hat man nun im Rahmen einer Ortsbegehung die verschiedenen Mängel aufgenommen, wobei solche mit einem Wert von unter 1.000 € nicht in die Begutachtung mit eingeflossen sind, da diese allenfalls Vergleichspotenzial hätten. Nichtsdestotrotz hat man insgesamt ein Mängelvolumen in Höhe von 2,1 Mio. € netto festgestellt. Hierunter fielen Undichtigkeiten im Dachbereich sowie im Untergrund auf der Ebene 0, Mängel im Bereich der Baukonstruktiven, in den Migua-Profilen und Mängel in den technischen Gewerken. Auch fehle teilweise die Rasenheizung. Schließlich sind noch die Mängel aufgrund nicht stattgefundener Wartung in den letzten Jahren zu nennen. Mit der Fa. Hellmich wurde eine Vereinbarung getroffen, dass bis zum Jahresende auf die Erhebung der Verjährungseinrede wegen der Gewährleistungsmängel verzichtet wird. Ferner hat man der Fa. Hellmich Nacherfüllungsaufforderungen unter Beifügung des Gutachtens der BFT Cognos übersandt und mit ihr besprochen, ob eine Nachbesserung auf freiwilliger Basis stattfinden werde. Diesem Angebot wurde durch die Fa. Hellmich abgelehnt. Der Insolvenzverwalter der Alemannia Aachen Stadion GmbH hat im November 2014 daher gegen die Fa. Hellmich zu allen gestellten Prozessanträgen Klage erhoben. IV. Prognosebericht Die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft hängt unmittelbar davon ab, ob das Aachener Fußballstadion „Tivoli“ erworben wird. Um dieser Ungewissheit Rechnung zu tragen, wurde für die kommenden Jahre ein zweigleisiger Wirtschaftsplan aufgestellt. Die Wirtschaftsplanung in Alternative I geht davon aus, dass die Gesellschaft – mit Ausnahme der reinen Finanzierungstätigkeit – keine weiteren Leistungen erbringt. In Alternative II ist zusätzlich der Erwerb und der Betrieb des Tivoli mit eingeplant. Mittelfristig soll eine Weiterveräußerung an einen Investor erfolgen. 275 V. Chancen und Risikobericht 1. Risikobericht - branchenspezifische Risiken, ertragsorientierte und finanzwirtschaftliche Risiken Die Entwicklung der Gesellschaft ist im Wesentlichen abhängig von der Zuschussgewährung des Gesellschafters. Wesentliche Risiken, die den Bestand der Aachener Stadion Beteiligungs GmbH gefährden können, sind derzeit insoweit nicht erkennbar, als dass über den Gesellschafter jederzeit die Zahlungsfähigkeit gewährleistet wird. Darüber hinaus besteht aufgrund des Gegenstands des Unternehmens ein relativ überschaubarer Planungsinhalt. 2. Chancenbericht Es werden seitens der Gesellschaft Verhandlungen über die weitere Zukunft des Stadions angestrebt, die direkten Einfluss auf den Fortbestand der Gesellschaft und deren Gesellschaftszweck haben werden. 3. Gesamtaussage Die Geschäftsführung hat es als ihre Aufgabe angesehen, Risiken, die sich auf Aachener Stadion Beteiligungs GmbH auswirken können, zu identifizieren und angemessen zu steuern. Wesentliche Bestandteile des Risikomanagements sind u. a. der jährliche Wirtschaftsplan (Erfolgs- und Vermögensplan), und der 5-jährige Finanzplan. Des Weiteren werden Quartalsabschlüsse erstellt und, sofern vorhanden, Planabweichungen systematisch analysiert und als Grundlage für Steuerungsmechanismen ausgewertet. Neben dem System der internen Kontrollen bestehen Schnittstellen zu verschiedenen Ämtern der Stadt Aachen (Finanzsteuerung, Beteiligungsverwaltung, Rechnungsprüfungsamt, Rechtsamt), die wesentliche Aufgaben übernehmen und damit die Kontrollsicherheit erhöhen. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft nutzt keine gesonderten Finanzinstrumente im Sinne dieser Vorschrift. VII. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. 276 0ʰ Bereich Eigenbetriebe Aachener Stadtbetrieb Allgemeine Angaben Firma Aachener Stadtbetrieb Sitz Madrider Ring 20, 52078 Aachen Rechtsform eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gründungsjahr 2003 Betriebsleitung Thomas Thalau, Peter Maier Gremien Betriebsausschuss, Rat der Stadt Aachen Stammkapital 1.000.000,00 EUR Mitarbeiter 639 (Vorjahr 635) Internet www.aachen.de Gegenstand des Unternehmens Zweck und Gegenstand der Einrichtung ist die Durchführung sowie die Gewährleistung der Aufgaben der Abfallwirtschaft, soweit keine Übertragung von Aufgaben hieraus auf den Zweckverband Entsorgungsregion West (ZEW) erfolgt, der Straßenreinigung und des Winterdienstes, der Grünund Freiflächenpflege einschließlich der Pflege und Unterhaltung der Sportanlagen und Spielplätze sowie des Friedhofswesens, der Straßen- und Brückenunterhaltung nebst der Bereitstellung der zur Gewährleistung der Aufgabenerfüllung notwendigen Hilfs- und Nebenbetriebe (wie z. B. Gärtnerei, Werkstatt und allgemeiner, betriebsbezogener Fahreinsatz). Darüber hinaus obliegt dem Eigenbetrieb die Verwaltung, Unterhaltung und Beschaffung des gesamten städtischen Fuhr- und Maschinenparks, soweit es sich nicht um Fahrzeuge und Maschinen für die städtische Feuerwehr (FB 37) handelt. Organe des Unternehmens Betriebsleitung: Thomas Thalau, Peter Maier Betriebsausschuss: Vorsitzende Stellv. Vorsitzende Claus Haase (SPD) Christian Krenkel (CDU) Friedrich Beckers (CDU) Peter Blum (FDP) Ferdinand Corsten (CDU) Achim Ferrari (Grüne) Lasse Klopstein (Die Linke) Jürgen Lang (CDU) Jochen Luczak (Grüne) Dr. Heike Wolf (SPD) Johannes Blees Prof. Dr. Tobias Kronenberg Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied sachk. Bürger sachk. Bürger Ratsmitglied Ratsmitglied sachk. Bürger sachk. Bürger 279 Zusammensetzung der Organe Betriebsleitung Die Betriebsleitung besteht aus einem/r Operativen und einem/r Kaufmännischen Betriebsleiter/Betriebsleiterin. Die Vertretung innerhalb der Betriebsleitung nehmen die Betriebsleiter/Betriebsleiterinnen gegenseitig wahr. Die Geschäftsverteilung innerhalb der Betriebsleitung regelt der Oberbürgermeister/die Oberbürgermeisterin mit der Zustimmung des Betriebsausschusses durch eine Dienstanweisung. Betriebsausschuss Der Rat der Stadt bildet auf der Grundlage der Gemeindeordnung für das Land NordrheinWestfalen, der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen und der Hauptsatzung der Stadt Aachen für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung "Aachener Stadtbetrieb" einen besonderen "Betriebsausschuss Aachener Stadtbetrieb". Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige 2012 2013 22.617 89% 23.037 90% 0 0 0% 0% 23.042 90% 32 0% 22.617 89% 23.037 90% 23.010 90% 0 0 0 0% 2.698 11% 0% 2.488 10% 0% 2.470 10% 665 3% 720 3% 702 3% 2.032 8% 1.767 7% 1.767 7% III. Wertpapiere 0 0% 0 0% 0 0% Kassenbestand, Postbankguthaben IV. und Guthaben bei Kreditinstituten 1 0% 1 0% 1 0% Rechnungsabgrenzungsposten 14 0% 20 0% 16 0% Vermögensgegenstände C. Bilanzsumme Aktiva A. 25.329 25.545 25.528 Eigenkapital 6.667 26% 7.767 30% 7.985 31% I. Gezeichnetes Kapital 1.000 1.000 1.000 II. Kapitalrücklage 5.123 20% III. Gewinnrücklagen IV. Gewinn-/ Verlustvortrag V. andere Gewinnrücklagen B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 280 2011 4% -308 -1% 4% 5.667 22% 4% 5.667 22% 0 0% 1.100 4% 852 3% 1.100 4% 218 1% 0 0% 0 0% 0 0% 5.729 23% 3.891 15% 2.697 11% 12.933 51% 13.887 54% 14.846 58% 0 0 0 25.329 0% 25.545 0% 25.528 0% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 58.385 58.280 59.760 579 681 573 Betriebsleistung 58.964 58.961 60.333 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 21.499 21.044 21.686 Personalaufwand 27.615 28.358 29.928 Abschreibungen 2.407 2.504 2.655 Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.946 5.394 5.445 Betriebserfolg 1.497 1.661 619 2 0 0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 535 495 455 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 964 1.166 164 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 60 17 -114 sonstige Steuern 52 49 58 852 1.100 220 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Der wesentliche Anteil der Umsatzerlöse wird aus den Betriebskostenzuschüssen (T€ 57.129) erwirtschaftet, welche die Stadt Aachen dem Aachener Stadtbetrieb zur Erfüllung seiner in § 2 der Betriebssatzung genannten Aufgaben überweist. Diese wurden in den jeweiligen Sparten Friedhof und Krematorium (T€ 6.927), Straßenreinigung/Winterdienst (T€ 6.196), Abfallwirtschaft (T€ 28.243), Straßenunterhaltung (T€ 5.605) sowie Grün- und Freiflächenpflege (T€ 10.158) auf der Position Betriebskostenzuschüsse vereinnahmt. Die tatsächlichen Gebührenentgelte der Sparten Abfallwirtschaft, Friedhofswesen und Straßenreinigung werden nicht vom Aachener Stadtbetrieb, sondern vom Fachbereich Steuern und Kasse der Stadtverwaltung Aachen ertragswirksam gebucht. Unabhängig von diesen Gebühreneinnahmen soll der Aachener Stadtbetrieb seine Betriebskostenzuschüsse zur Deckung seiner Aufwendungen in Höhe des Ansatzes im Wirtschaftsplan erhalten. Lagebericht (Auszug) Prognose-, Chancen- und Risikobericht Als rechtlich unselbständiges Sondervermögen der Stadt Aachen ist der Aachener Stadtbetrieb grundsätzlich nicht insolvenzgefährdet. Mit der Finanzierung durch kostendeckende Gebühren nach KAG NW können für die Wahrnehmung der gebührenrelevanten Aufgaben, in den Bereichen Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Friedhofswesen, wirtschaftliche Risiken weitgehend ausgeschlossen werden. Außerdem wird die permanente Liquidität des Betriebes durch den Fachbereich Steuern und Kasse sichergestellt, welcher den Saldo des betriebseigenen Bankkontos tagesaktuell ausgleicht. Technische Risiken sind grundsätzlich als gering einzustufen, da der Aachener Stadtbetrieb alle technischen Anlagen (Fahrzeuge, Geräte und Maschinen) durch laufende Überwachungen, Untersuchungen und umfangreiche Instandhaltungsarbeiten sowie technisch relevante Investitionen ständig auf dem Stand der Technik hält. Auch die Aufgaben, die der Aachener Stadtbetrieb im freiwilligen Bereich wahrnimmt, haben einen hohen Stellenwert in der Daseinsvorsorge und sind letztlich für den Standort Aachen sehr wichtig. Beispielsweise sind im Aufgabenbereich der Grün- und Freiflächenpflege, das Angebot von Sportund Spielplätzen wichtige Parameter für gewerbliche Neuansiedlungen und für Familien in dieser Stadt. 281 Chancen und Risiken Das den Anforderungen des § 10 EigVO entsprechende Risikomanagement weist darüber hinaus die folgenden (theoretisch möglichen) Risiken aus, welche den Betrieb in seinem Bestand gefährden könnten: • • • • Kommunalpolitik verfolgt andere Ziele als der Aachener Stadtbetrieb Betriebskostenzuschüsse werden gekürzt Änderung der für den Stadtbetrieb relevanten Rechtslage Liquidität ist nicht ausreichend gesichert Die Einstufung als Toprisiko ergibt sich aus der Kombination von Höchstschadenswert und Eintrittswahrscheinlichkeit. Die vorgenannten Risiken können in ihrer Maximalausprägung einen wesentlichen Schaden für den Aachener Stadtbetrieb verursachen. Nach aktueller Einschätzung ist eine Bestandsgefährdung des Betriebes nicht gegeben. Wie in den Vorjahren schon geschehen, sollen durch weitere Optimierung des Technikeinsatzes und durch Aufgabenkritik Fremdvergaben reduziert und weitestgehend durch eigenes Personal kompensiert werden. Durch den Ausbau und den zielgerichteten Einsatz der IT-Applikationen wird die prozessorientierte Ablauforganisation des Aachener Stadtbetriebes weiter optimiert. Insbesondere durch die Betriebsführungssoftware bfs.dot soll künftig die Arbeits- und Tourenplanung spartenübergreifend zusammengeführt werden. Oberstes Gebot bei allen Maßnahmen bleibt die Erhaltung der qualitativen Aufgabenwahrnehmung unter dem Vorbehalt einer stabilen Planungsgröße für den städtischen Haushalt. Bedingt durch die aktuelle Haushaltslage der Stadt Aachen und die Bedienung der Ansprüche an die Dienstleistungsqualität des Aachener Stadtbetriebes sieht die Betriebsleitung weiterhin die Problemstellung, dass die gewährten Betriebskostenzuschüsse, insbesondere im freiwilligen Bereich, die voraussichtlichen Kosten wie bereits in der Wirtschaftsplanung 2013 nicht vollständig decken. Nach der Kommunalwahl im Jahr 2014 steht dem Rat der Stadt Aachen eine Mehrheit von CDU und SPD vor. Der von den Mehrheitsfraktionen aufgestellte Koalitionsvertrag unterstreicht auch die besondere Bedeutung des Aachener Stadtbetriebes als Dienstleister für die Stadt Aachen. Eine Privatisierung von Dienstleistungen oder Veräußerung von städtischen Gesellschaften ist nicht vorgesehen. Zudem setzt die Politik eindeutige Schwerpunkte auf die Qualität der Straßen, die Bedeutung von Grünanlegen, das Angebot von Sport- und Spieleinrichtungen sowie die Verlässlichkeit der Entsorgung. Für die Umsetzung dieser Ziele steht insbesondere der Aachener Stadtbetrieb. Auch soll hiernach die Gebührenstruktur des Stadtbetriebes überarbeitet und stärker an die tatsächlich entstehenden Kosten der jeweiligen Leistungen angelehnt werden, um langfristige Preisstabilität zu gewährleisten. Das Projekt „Sauberes Aachen“ wird gestärkt, wobei die zur Verfügung gestellten Ressourcen gegebenenfalls angepasst werden müssen. Die Wirtschaftsplanung für das Wirtschaftsjahr 2014 enthält sowohl für das Wirtschaftsjahr 2014 als auch für die Folgejahre jeweils Jahresfehlbeträge von über 1,0 Mio. €. 282 Gebäudemanagement der Stadt Aachen Allgemeine Angaben Firma Gebäudemanagement der Stadt Aachen Sitz Lagerhausstr. 20, 52058 Aachen Rechtsform eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gründungsjahr 2004 Betriebsleitung Klaus Schavan, Vera Ferber Gremien Betriebsausschuss, Rat der Stadt Aachen Stammkapital 1.000.000,00 EUR Mitarbeiter 193 (Vorjahr 194) Internet www.aachen.de Gegenstand des Unternehmens Gegenstand und Zweck des Gebäudemanagements der Stadt Aachen einschließlich etwaiger Hilfsund Nebenbetriebe ist die zentrale Bewirtschaftung von bebauten städtischen Liegenschaften wie Verwaltungsgebäuden, Schulen, Kindertagesstätten, Brunnenanlagen, Denkmälern und sonstigen Gebäuden, die der Stadt Aachen zur Erfüllung ihrer Aufgaben dienen, einschließlich dazugehörender Grünflächen. Organe des Unternehmens Betriebsleitung: Klaus Schavan, Vera Ferber Betriebsausschuss: Vorsitzende Stellv. Vorsitzender beratendes Mitglied Martina Hörmann (Grüne) Manfred Kuckelkorn (SPD) Klaus-Dieter Jacoby (CDU) Eleonore Keller (SPD) Jürgen Römer (CDU) Ulrich Gaube (Grüne) Paul Rütgers (CDU) Dr. Klaus Vossen (FDP) Jens Wegener (Die Linke) Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied sachk. Bürger sachk. Bürger sachk. Bürger sachk. Bürger 283 Zusammensetzung der Organe Betriebsleitung Die Betriebsleitung besteht aus einem/einer Technischen und einem Kaufmännischen Betriebsleiter/-in. Zusätzlich können ständige Stellvertreter bestellt werden, die im Vertretungsfall die Rechte und Pflichten des vertretenen Betriebsleiters wahrnehmen. Die Bestellung erfolgt auf Vorschlag des jeweiligen Betriebsleiters durch den Rat der Stadt. Die Geschäftsverteilung und Vertretungsregelung innerhalb der Betriebsleitung regelt der Oberbürgermeister mit Zustimmung des Betriebsausschusses durch Dienstanweisung. Betriebsausschuss Auf der Grundlage der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen, der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen und der Hauptsatzung der Stadt Aachen bildet der Rat der Stadt für den Betrieb Gebäudemanagement einen besonderen „Betriebsausschuss Gebäudemanagement“. Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. II. B. 2013 572.104 93% 581.516 95% 579.136 96% Sachanlagen 572.104 93% 581.516 95% 579.136 96% I. Vorräte II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Rechnungsabgrenzungsposten 41.883 7% 28.050 5% 22.429 4% 45 0% 93 0% 67 0% 41.838 7% 27.957 5% 22.362 4% 7 0% 48 0% 39 0% Bilanzsumme Aktiva 613.994 609.614 601.604 A. 229.941 37% 218.083 36% 207.057 34% Eigenkapital I. Stammkapital II. Kapitalrücklage III. Gewinnrücklagen IV. Gewinn-/ Verlustvortrag 1.000 0% 272.083 44% 1.623 0% 1.000 0% 272.083 45% 1.623 0% 1.000 0% 273.097 45% 1.623 0% -34.941 -6% -44.765 -7% -56.623 -9% Jahresgewinn-/verlust -9.824 -2% -11.858 -2% -12.040 -2% B. Sonderposten aus Investitionszuschüssen 83.936 14% 95.191 16% 96.817 16% C. Rückstellungen D. Verbindlichkeiten E. Rechnungsabgrenzungsposten V. Bilanzsumme Passiva 284 2012 Anlagevermögen Umlaufvermögen C. 2011 7.963 1% 292.131 48% 23 613.994 0% 6.223 1% 288.044 47% 2.073 609.614 0% 4.622 1% 291.158 48% 1.950 601.604 0% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 58.589 57.005 55.479 7.117 4.070 8.238 Betriebsleistung 65.706 61.075 63.717 Aufwendungen für Objektbewirtschaftung 36.790 33.674 34.268 8.949 9.206 9.377 16.925 16.406 19.106 Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.028 2.551 1.908 Betriebserfolg 1.014 -762 -942 1 0 0 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.839 11.095 11.097 Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -9.824 -11.857 -12.039 0 1 1 -9.824 -11.858 -12.040 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Abschreibungen auf Sachanlagen sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sonstige Steuern Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Der Jahresabschluss schließt mit einem Jahresverlust i.H.v. EUR 12.040.115,52 EUR ab, der auf eue Rechnung vorgetragen wurde. Ein Zuschuss wurde in Höhe von 40.634.017,78 EUR gezahlt. Lagebericht (Auszug) Chancen- und Risikobericht Risikobericht Nachfolgend soll dargestellt werden, welche: • • • Risikomanagementziele die Einrichtung verfolgt, Methoden zur Risikobegrenzung/-ausschluss angewendet werden und Risiken für den Betrieb tatsächlich gegeben sind. Risikomanagementziele Ziel des betrieblichen Risikomanagements ist ein planvoller Umgang mit Risiken. Risiken sollen frühzeitig und systematisch erkannt, in Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen bewertet und durch entsprechende Gegenmaßnahmen nach Möglichkeit ausgeschlossen oder – sofern dies nicht möglich ist – zumindest in ihren möglichen negativen Auswirkungen begrenzt werden. Risiken und Methoden zur Begrenzung / Ausschluss Vor dem Hintergrund der Rahmenvereinbarung mit dem Oberbürgermeister und dem Rat der Stadt werden einige der nachfolgend genannten Risiken – i.W. die durch den Betrieb nicht beeinflussbaren Faktoren – vom Einrichtungsträger übernommen, siehe dazu die Hinweise auf die Rahmenvereinbarung bei den nachfolgend dargestellten Risiken. Die Ausgestaltung der Beziehungen zu dem Einrichtungsträger als sog. nahe stehende Person wurde bereits unter 2.2 und 2.3 erläutert. Festzuhalten ist, dass die Vereinbarungen von beiden Seiten bislang eingehalten wurden und die Zusammenarbeit in diesen Fragen, u.a. mit der städtischen Finanzsteuerung, gut funktioniert. 285 Die maßgeblichen möglichen Risiken für die Einrichtung stellen sich wie folgt dar: Preiserhöhungen bzw. Tarifsteigerungen Erhöhungen, insbesondere im Energiebereich, treten regelmäßig jährlich ein. Vereinbarungsgemäß werden Mehrausgaben aufgrund von Preiserhöhungen der Einrichtung zusätzlich zur Verfügung gestellt. Nichts desto trotz gewinnt ein professionelles Energiemanagement immer mehr an Bedeutung, siehe dazu auch die Empfehlungen und eingeleitete Maßnahmen (Personalaufstockung) im Positionspapier der Betriebsleitung. Die tariflich bedingten Steigerungen im Bereich der Personalkosten werden ebenfalls vereinbarungsgemäß der Einrichtung zur Verfügung gestellt. Im Bereich der Kosten für Baumaßnahmen (Instandhaltung sowie Neu-, Um- und Erweiterungsbau) ist seit 2010 ein deutlicher Preisanstieg zu verzeichnen gewesen. Im Investitionsbereich (Neu-, Umund Erweiterungsbau) wurden in Vorjahren im städtischen Haushalt keine Preissteigerungen berücksichtigt. Dies wurde erstmalig für den Haushalt bzw. Wirtschaftsplan 2014 anders gehandhabt: bei größeren Maßnahmen wurden Preissteigerungen eingeplant, weiterhin auch die absehbaren Mehrausgaben aufgrund der neuen HOAI. Im Bereich der Instandhaltungsaufwendungen wird der Inflationsausgleich dem Betrieb im Rahmen der Wirtschaftspläne zur Verfügung gestellt. Folgekosten von Neubauvorhaben und Nutzungsintensivierungen Neu-, und Erweiterungsbau und Nutzungsintensivierungen, z.B. im Rahmen von Mensenausbau und Ganztagsbeschulung, ziehen höhere Betriebskosten nach sich. Bis zur Umsetzung des Vermieter-Mieter-Modells und Ausweis in den Nutzerbudgets werden diese vereinbarungsgemäß der Einrichtung zusätzlich zur Verfügung gestellt. Durch Folgekostenberechnungen im Rahmen der Baubeschluss-Vorlagen werden Folgekosten transparent ausgewiesen. Seit 2010 wird durch politisch beschlossene Planungsanweisungen sichergestellt, dass bauliche Maßnahmen zur Folgekostensenkung im Rahmen von Bauprojekten konsequent umgesetzt werden. Unterlassene Instandhaltung Der Instandhaltungsstau an Gebäuden wurde durch die Einrichtung in Vorjahren erfasst und bewertet und über Wertkorrekturen beim Anlagevermögen berücksichtigt. Er wird über Programme verwaltungsintern systematisch und schrittweise behoben. Daneben wurden seit der Gründung der Einrichtung die Mittel für die Bauunterhaltung aus Einsparungen deutlich erhöht. Dennoch entsprechen die Mittel für die laufende Instandhaltung nicht dem anerkannten Richtwert der KGSt von 1,2 % der Wiederherstellkosten, so dass mit weiterem Instandhaltungsstau in Folgejahren zu rechnen ist. Alle Gebäude werden mindestens einmal jährlich begutachtet und auf einen etwaigen neuen Instandhaltungsstau überprüft. Vermögensverzehr Die Anlagen im Bau betragen zum Bilanzstichtag 2013 26,66 Mio. € (u. A. Route Charlemagne). Nach deren Fertigstellung fallen zukünftig hohe Abschreibungen an, die den entsprechenden Werteverzehr widerspiegeln. Rücklagenverzehr Das Synergie- und Rationalisierungspotential ist ausgeschöpft; die Bildung von angemessenen Rücklagen und Erzielung einer marktüblichen Verzinsung des Eigenkapitals gemäß § 10 Absatz 3 und 5 EigVO NRW nicht mehr möglich. Die Eigenkapitalausstattung der Einrichtung schmilzt durch die Nicht-Erstattung der Abschreibungen kontinuierlich. So ergeben sich in den Jahren 2008 bis 2013 insgesamt Verluste in Höhe von 68,703 Mio. €. Langfristig kann diese Entwicklung die angemessene Kapitalausstattung des Betriebes gefährden. Zudem erhöhen sich durch die unterlassene Tilgung der Trägerdarlehen die Zinsaufwendungen bei gleichzeitiger Neuaufnahme von Darlehen. Diese werden jedoch als Kostenbestandteile dem Eigenbetrieb vollständig erstattet. 286 Anlagenintensität Der hohe Anteil von bebauten Grundstücken am Gesamtvermögen, die sog. Anlageintensität, führt zu einer hohen Fixkostenbelastung in Form von Abschreibungen und einer hohen mittel- bis langfristigen Kapitalbindung. Die hohe Fixkostenbelastung wirkt sich besonders negativ bei rückläufiger Beschäftigung (= Umsätze, wie z. B. Haushaltskürzungen), aus. Deshalb ist eine mittel- bis langfristige Unternehmenspolitik erforderlich. Grundlage für die Unternehmenspolitik sollte die langfristige Planung gewünschter Entwicklungen der städtischen Gebäude in Form von Gebäudebedarfsplänen sein. Diese sind durch die Bedarfsträger nach fachlichen Prioritäten und unter Berücksichtigung des demographischen Wandels zu erstellen (z.B. Schulentwicklungsplan). Investitionen an Gebäuden werden vor ihrer Durchführung zur Vermeidung von Fehlallokation mit Blick auf eine mittel- bis langfristig gewährleistete Nutzung mit den Bedarfsträgern abgestimmt. Politik und Verwaltung beschäftigen sich zunehmend mit der Frage nach dem Erhalt bzw. der Aufgabe von nicht mehr benötigten Standorten. Sach- oder Personenschäden Auf der Grundlage der Vermögensbewertung wurden bei Gründung die Versicherungswerte der Gebäudeversicherungen überprüft. Risiken aus dem Gebäudebetrieb oder durch Fehlverhalten der Mitarbeiter/innen sind teilweise über Haftpflicht- bzw. Vermögenseigenschadenversicherungen abgedeckt. Risiken aus Sturmschäden wurden auf der Basis einer Risikoabschätzung nur in ausgewählten Objekten versichert. Hier deutet sich u.U. eine Zunahme von Sturmereignissen an; ein Abschluss von Sturmversicherungen für den gesamten Gebäudebestand ist jedoch weiterhin nicht wirtschaftlich. Sach- und Personenschäden sollen vermieden werden durch jährliche Begehungen und Instandhaltungsstrategien, die die Gebäudesicherheit und den Substanzerhalt im Fokus halten. Zu geringe Personalausstattung Die Haushaltskonsolidierung machte in Vorjahren einen erheblichen Personalabbau erforderlich. Der Personalabbau wurde in der Rahmenvereinbarung geregelt: insgesamt 30 % aller Stellen sollten sozialverträglich abgebaut werden. Dieser Abbau wäre möglich gewesen, ohne die Aufgabenerfüllung zu gefährden, allerdings nur bei gleichbleibendem Aufgabenumfang. Die in 2007 stattgefundene überörtliche Prüfung der Gemeindeprüfungsanstalt hatte ergeben, dass die Einrichtung sich im interkommunalen Vergleich auf einem der Spitzenplätze befindet. Im Bereich Energiemanagement und bei den Bewirtschaftungsausgaben stellte sie den Benchmark, ebenso wird im Bereich Organisation und Steuerung einer der beiden Spitzenwerte (Erfüllungsgrad > 80 %) erreicht. Die Kennzahl im Bereich Personal zeigte, dass die Einrichtung im Vergleich mit Abstand die niedrigsten Personalkosten in der Bewirtschaftung aufweist. Die Personalkennzahl bestätigt aus Sicht der Betriebsleitung die vor dem Hintergrund von gestiegenem Arbeitsvolumen zwischenzeitlich zu geringe Personalausstattung. Der Aufgabenumfang der Einrichtung hat seit Gründung in 2004 erheblich zugenommen. Seit 2009 bewegt sich das umzusetzende Investitionsvolumen auf einem deutlich erhöhten Niveau im Vergleich zum Volumen bei Betriebsgründung. Weiterhin werden Planung und Durchführung von Baumaßnahmen insgesamt durch höhere Technisierung, zunehmende Vorschriften- und Verfahrensdichte, energetische Anforderungen und anspruchsvolle Abstimmungsprozesse komplexer. Auch eine gestiegene Erwartungshaltung und Anforderungen von internen und externen Partnern, städtische Verwaltung und Politik ist zu verzeichnen, unter anderem auch hinsichtlich Beratung, Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen und Erstellung von Berichten und Auswertungen. Ein Betrieb in der Größenordnung benötigt der Einrichtung ein institutionalisiertes Controlling. Dies ist bereits aus Gründen des zwischenzeitlich vorgeschriebenen Risikomanagements auch aus Sicht der Betriebsleitung unerlässlich, eine Stelle wurde im August 2013 eingerichtet. Das CAFM- System (i.W. SAP) macht ebenfalls eine personelle Betreuung erforderlich. Die Personalressourcen – Stellen – sind jedoch nicht mitgewachsen. Das Instrument der temporären Personalgewinnung wird zwar seit 2009 intensiv genutzt, erweist sich aber vor dem Hintergrund des anhaltend hohen Arbeitsvolumens und der Tatsache, dass beispielsweise Fachingenieure kaum auf dem Markt verfügbar sind und bei Befristung von Stellen eine Besetzung nahezu unmöglich ist, auf Dauer als nicht sinnvoll. Es wird auch weiterhin unabdingbar sein, Kapazitätsschwankungen und außergewöhnliche Belastungen durch den Einsatz von befristetem Personal und/oder Personaldienstleistern auffangen zu können. 287 Der zunehmende Arbeitsaufwand und das anhaltend hohe Umsetzungsvolumen der letzten Jahre zeigen jedoch, dass das Stellenkontingent der Einrichtung angehoben und an den aktuellen Aufgabenumfang angepasst werden muss. Aus diesem Grund wurde am 13.05.2014 dem Betriebsausschuss ein Positionspapier der Betriebsleitung vorgestellt, das mindestens 16 zusätzliche VollzeitStellen vorsieht und in den Wirtschaftsplanberatungen für das Jahr 2015 Berücksichtigung finden soll. Fachkräftemangel Im TVöD wurde insgesamt das Gehaltsniveau bei den Einstiegsgehältern nach unten abgesenkt. Vor dem Hintergrund sich abzeichnender altersbedingter Fluktuation und des sich abzeichnenden Fachkräftemangels, z.B. im Ingenieur- und im kaufmännischen Bereich, ergeben sich in der Praxis Probleme bei der Gewinnung von qualifiziertem Personal. Verschärft wird das Problem durch die zeitlichen Befristungen, die aufgrund fehlender Stellenkapazitäten jedoch derzeit angewendet werden müssen. Risiken aus dem Aufgabenspektrum bzw. Gebäudebetrieb Aus dem Unternehmenszweck der Gebäudewirtschaft erwachsen neben den oben genannten Risiken zahlreiche weitere Risiken. Die Betriebsleitung trägt eine hohe Verantwortung für die Organisation der Einrichtung. Beispielhaft aufgeführt seien: • • • • Ausschluss bzw. Minimierung von Betreiberrisiken, die Gewährleistung schneller Reaktionszeiten bei Gefahr in Verzug, ausreichende Fachlichkeit des Personals, frühzeitige Gefahrerkennung und -vermeidung. Dazu sind unter anderem erforderlich: • • • • • • eindeutige Regelungen über Zuständigkeiten, Befugnisse, Abläufe, Informationsflüsse, Frühwarnsysteme/ -mechanismen, ausreichende DV-Unterstützung, Maßnahmen zur Korruptionsprävention, ausreichende Personalausstattung, Qualifikation des Personals. Folgende Maßnahmen wurden i.S. eines systematischen Risikomanagements und Optimierung des Internen Kontrollsystems (§ 10 EigVO NRW) umgesetzt: Eindeutige Regelungen über Zuständigkeiten, Befugnisse, Abläufe, Informationsflüsse Neben den klassischen und bereits im Einsatz befindlichen Instrumenten (u.a. Berichtswesen, Abteilungsleiter- und Betriebsleiterbesprechungen, monatliche Budgetkontrolle, eindeutige Budget- und Projektverantwortlichkeiten, Benchmarking, Zentrale Störannahme, 24-StundenRufbereitschaft) werden bestehende Regelungen (Dienst- und Handlungsanweisungen etc.) systematisch zusammengeführt, auf Aktualität überprüft und etwaige Regelungslücken geschlossen. Die bereits bestehenden Anweisungen werden aufgrund ihrer Fülle und Komplexität regelmäßig in den Teambesprechungen thematisiert und erläutert. Wichtig hierbei ist es, eine angemessene Relation von Regularien und Sicherungssystemen einerseits und Handlungsfähigkeit und Flexibilität der Einrichtung andererseits zu erhalten. Frühwarnsysteme / -mechanismen Das bestehende Risikomanagement wurde im März 2012 durch einen Workshop auf Führungsebene überprüft. Im August 2012 wurde eine neue Stelle aus dem Stellenbestand erstmalig gebildet und personell besetzt, die sich u.a. mit dem Thema Risikomanagement beschäftigt und den weiteren Ausbau und DV-Einsatz forciert. Zwischenzeitlich konnten im Rahmen des Projektes eine Softwarelösung eingeführt, unter Einbezug der Fachabteilungen ein umfassender Risikokatalog erarbeitet und eine Probebewertung (Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen) durchgeführt werden. Bis Ende 2014 wird die Echtbewertung einschließlich systematischer Darstellung der Gegenmaßnahmen abgeschlossen sein. Im Ergebnis wird somit ab 2015 ein flächendeckendes und unterjähriges Risikomanagement incl. Risikomanagementbericht umgesetzt sein. 288 DV-Unterstützung Zahlreiche im Einsatz befindliche DV-Lösungen unterstützen die Aufgaben der Objektbewirtschaftung, Instandhaltung incl. Wartungen/Prüfungen und Projektsteuerung, u.a. durch umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten sowie die Abrufmöglichkeit aktueller Statusinformationen. Korruptionsprävention Der Korruptionsprävention dienen zahlreiche und umfassende organisatorische, personelle und DV-technische Maßnahmen. Beispielhaft genannt seien das konsequent umgesetzte Vier-AugenPrinzip, das Prinzip der Funktionstrennung, Regelung von Unterschriftsbefugnissen und Abläufen, Streuung bei der Auftragsvergabe im Bereich der Kleinaufträge und regelmäßige Auswertung/Überwachung der Streuung, konsequente Anwendung von VOL/VOB/VOF sowie Inanspruchnahme von Seminaren und Publikationen zur Korruptionsprävention. Personalausstattung Zur Erhöhung der Personalausstattung auf ein den Aufgaben angemessenes Niveau wurde durch die Betriebsleitung den Entscheidungsträgern in 2014 ein sog. Positionspapier vorgelegt, das sich in der Beratung befindet. Der Qualifikation der Mitarbeiter/innen wird durch regelmäßige und an den Aufgaben ausgerichtete Fortbildung zu allen für sie relevanten Sach- und Führungsthemen Rechnung getragen. Empfehlungen der Betriebsleitung an die Entscheidungsgremien zur Risikobegrenzung: Anpassung des bestehenden Stellenplans der Einrichtung an das erhebliche gestiegene Aufgabenvolumen, siehe Positionspapier. Erhöhung der für Instandhaltung zur Verfügung stehenden Mittel, da der Wert 1,2 % der Wiederherstellkosten deutlich unterschritten wird und sich somit weiterer Instandhaltungsstau abzeichnet; zusätzlich: Aufgabe von nicht mehr benötigten Liegenschaften bzw. Gebäuden zur Reduzierung von gebäudewirtschaftlichen Aufwendungen und Konzentration der verfügbaren Mittel. Überführung aller Gebäude – auch der denkmalgeschützten Sonderbauten – in das Sondervermögen der Einrichtung zur Bündelung aller damit verbundenen Aufgaben in einer Hand. Beibehaltung der Reparaturprogramme für schulische und nicht-schulische Gebäude und des Brandschutz-Programms; Aufstockung der jährlich zur Verfügung stehenden Mittel, um den Instandhaltungsstau zügiger abzubauen. Angemessene Erhöhung der Einnahmen von externen Mietern/Nutzern; dies setzt u.a. die Intensivierung der Raumnutzung (z.B. durch Untervermietung), Anreizsysteme im Rahmen Vermieter-Mieter-Modell und politische Beschlussfassungen in den Bereichen Entgeltordnungen voraus. Abrechnung zukünftiger Gebäudenutzungen auf Basis einer Vollkostenrechnung (Erstattung auch der Abschreibungen in voller Höhe). Chancenbericht Die ersten Wirtschaftsjahre der Einrichtung haben vorrangig dazu gedient, die Gebäudewirtschaft zu optimieren und die vereinbarten Einsparungen zu realisieren. Auch die künftigen Wirtschaftsjahre sollen zur Fortführung der Optimierung der Einrichtung im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses dienen: weitere Optimierung der Abläufe und Informationsflüsse, Einbezug der Mitarbeiter/innen in Entscheidungsprozesse, Berücksichtigung von Anregungen und Verbesserungsvorschlägen und letztlich ein konstruktiv-partnerschaftlicher Dialog werden bewusst gepflegt und auf allen Hierarchieebenen eingefordert. Der Bereich Energiemanagement wurde in Vorjahren aus dem Stellenbestand personell aufgestockt, um der wachsenden wirtschaftlichen und ökologischen Bedeutung dieses Bereiches Rechnung zu tragen und die Spitzenstellung im interkommunalen Vergleich weiter auszubauen. Dieser 289 strategisch wichtige Bereich wird aus Sicht der Betriebsleitung jedoch noch weiter personell auszubauen sein. Bei positiven Entscheidungen zum Positionspapier kann dies erfolgen. Die Betriebsleitung erwartet Einsparungen im Bereich der Energiekosten, durch die letztlich keine Mehrbelastung entsteht. Seit 2011 steht die durch die Einrichtung entwickelte Software EView im Internet/Intranet zur Verfügung: Gebäudenutzer können sich – zur Vorbereitung auf das Vermieter-Modell und die damit verbundene Ressourcenverantwortung – jederzeit zeitnah über die Verbrauchsentwicklung ihrer Gebäude informieren. Aktuell wird EView gemeinsam mit der Regio IT in die Branchenlösung e2watch überführt. Pilotbereich ist derzeit die Städteregion, in weiteren Ausbauschritten soll e2watch auch Interessenten auf Landes- oder kommunaler Ebene angeboten werden. Diese Entwicklung gilt es personell zu unterstützen, ohne dass die übrigen Themen des Energiemanagements leiden. Die allgemeine Arbeitszufriedenheit ist aus Sicht der Betriebsleitung auch weiterhin gut. Nicht zuletzt die gute Zusammenarbeit mit dem Dienststellenpersonalrat ermöglicht es, Konfliktpotential frühzeitig zu erkennen und Lösungen zu finden. Die anhaltend positive Entwicklung des Betriebes – trotz verschlechterter Rahmenbedingungen – ist insbesondere der guten und engagierten Arbeit der Abteilungsleiter/innen und der Mitarbeiter/innen der Einrichtung zu verdanken. Die Betriebsleitung erhofft sich weiterhin, künftig die Einrichtung noch eindeutiger im Sinne eines Dienstleisters positionieren zu können. Der in den ersten Betriebsjahren aus Gründen der Haushaltsentlastung verfolgte und mit Vorstand und Politik vereinbarte Konsolidierungskurs hat teilweise zu nicht unerheblichen Konflikten zwischen der Einrichtung als „Dienstleister“ und den Wünschen der Kunden bzw. Gebäudenutzern geführt. Zur Steigerung der Kundenzufriedenheit, aber auch zur Sicherung der Qualität der Fremdreinigung wurden in Vorjahren zwei Stellen für Reinigungskontrolleure durch Umwandlung frei werden- der Stellen im Bereich der Eigenreinigung gebildet. Diese kümmern sich mit stichprobenartigen Kontrollen um die Reinigungsqualität vor Ort. Die Erfahrungen mit dem Einsatz von Reinigungskontrolleuren sind ausgesprochen positiv. Die in Vorjahren realisierten Kosteneinsparungen dürfen nicht zu einer Unterschreitung der ausgeschriebenen Qualität führen. Chancen für die Zukunft werden auch weiterhin in der Umsetzung des Vermieter-Mieter-Modells gesehen, um bei den Gebäudenutzern Einflussmöglichkeiten, Partizipation und Kostenbewusstsein zu stärken und mittel- bis langfristig weitere Einsparungen, u.a. durch intensivere Flächennutzung, Entwicklung von Raumbedarfsplänen und ggfls. Flächenreduzierung, zu erreichen. Zur Umsetzung des Modells besteht noch erheblicher Klärungsbedarf mit der städtischen Finanzsteuerung, u.a. aufgrund der Nicht-Erstattung von Abschreibungen, die jedoch wesentlicher Bestandteil einer Kostenmietberechnung sind, aber auch hinsichtlich der für eine Mietkalkulation anzusetzen- den Bodenwertverzinsung. Der Verkauf nicht betriebsnotwendiger Flächen kann erheblich zur Haushaltskonsolidierung beitragen. Die bereits in Vorjahren begonnene Veräußerung von nicht mehr benötigten Gebäuden wird weiter verfolgt. So sind auch in Folgejahren weitere Verkäufe vorgesehen, insbesondere im Bereich von nicht mehr für schulische Zwecke benötigten Liegenschaften und Gebäuden. Positiv im Sinne eines aktiven Portfoliomanagements ist die Entwicklung, dass nicht mehr benötigte oder untergenutzte Objekte aufgegeben werden und somit die Anstrengungen zum Erhalt der Vermögenssubstanz der Gebäude, die mittel- bis langfristig im Bestand erhalten bleiben sollen, verstärkt werden können. Diese Entwicklung wird jedoch durch zusätzlichen Flächenbedarf (Flächenzugänge durch Neu- und Erweiterungsbau und Anmietungen) kompensiert. So ist seit Betriebsgründung insgesamt ein Flächenzuwachs zu verzeichnen. Die überörtliche vergleichende Prüfung der Gemeindeprüfungsanstalt hatte in Vorjahren ergeben, dass die Einrichtung im Vergleich der 23 Kommunen einen Spitzenplatz in der Gesamtbewertung einnimmt. Explizit erwähnt wurden durch die GPA die professionelle Organisation und Steuerung, die hervorragende Datenbasis, ein vorbildliches Berichtwesen und Energiemanagement und die im Vergleich geringsten Bewirtschaftungsausgaben. Der interkommunale Vergleich wurde auf freiwilliger Basis fortgesetzt: so beteiligt sich die Einrichtung seit 2007 an dem IKON-Vergleichsring der KGSt für den Bereich von Schul-, Verwaltungsgebäuden und Kindertagesstätten und seit 2010 auch zum Thema Gebäudereinigung. Ab 2013 nimmt der Betrieb außerdem an drei verschiedenen Vergleichsringen zur Personalbemessung teil: IKON-Vergleichsring, Arbeitskreis Deutscher Städtetag NRW für Gebäudewirtschaft und Arbeitskreis des Verbandes Kommunaler Immobilienbewirtschaftender Gesellschafen (VKIG). 290 Aus den Vergleichsringen und dem interkommunalen Erfahrungsaustausch erwachsen Anregungen für weitere Optimierungen, und teilweise ergibt sich neuer Handlungsbedarf. Der Erfahrungsaustausch dient darüber hinaus auch einer regelmäßigen Kontrolle und Sicherung des bereits erreichten Standards im interkommunalen Vergleich. 291 Stadttheater und Musikdirektion Allgemeine Angaben Firma Stadttheater und Musikdirektion Sitz Hubertusstr. 2 – 8, 52064 Aachen Rechtsform eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gründungsjahr 1992 Betriebsleitung Michael Schmitz-Aufterbeck, Udo Rüber Gremien Betriebsausschuss, Rat der Stadt Aachen Stammkapital 511.291,88 EUR Mitarbeiter 333 (Vorjahr 333) Internet www.aachen.de Gegenstand des Unternehmens Der Betrieb ist integraler Bestandteil des kulturellen Lebens in der Stadt Aachen. Aufgabe des Betriebes ist die Pflege und Förderung des kulturellen Lebens durch eigene Veranstaltungen in den Sparten der darstellenden Künste und der Musik. Das Interesse der Jugend an Musik und Theater soll durch spezielle Veranstaltungen gefördert werden. Organe des Unternehmens Betriebsleitung: Michael Schmitz-Aufterbeck, Udo Rüber Betriebsausschuss: Vorsitzender stellv. Vorsitzende Josef Hubert Bruynswyck (CDU) Sibylle Reuß (SPD) Manfred Bausch (SPD) Hildegard Bechholds Aida Beslagic (Grüne) Ruth Crumbach-Trommler (FDP) Matthias Fischer (Die Linke) Bernd Hoppenstock (SPD) Maria Keller (SPD) Udo Mattes (CDU) Stefan Oppelt (SPD) Hermann Josef Pilgram (Grüne) Dr. Marcus Radaélli (CDU) Josef Roos Dr. Margarethe Schmeer (CDU) Ingo Wahlen (CDU) Ruth Wilms (CDU) Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Sachk. Einwohnerin Ratsmitglied Ratsmitglied sachk. Bürger stv. sachk. Bürger Ratsmitglied sachk. Bürger sachk. Bürger Ratsmitglied stv. sachk. Bürger stv. sachk. Einwohner Ratsmitglied sachk. Bürger Ratsmitglied 293 Zusammensetzung der Organe Betriebsleitung Die Betriebsleitung besteht aus bis zu drei Betriebsleitern. Zusätzlich können ständige Stellvertreter bestellt werden, die im Vertretungsfall die Rechte und Pflichten des vertretenen Betriebsleiters wahrnehmen. Die Bestellung erfolgt auf Vorschlag der Betriebsleitung durch den Rat. Betriebsausschuss Für den Betrieb Stadttheater und Musikdirektion Aachen bildet der Rat auf der Grundlage der GO NW, der Eigenbetriebsverordnung und der Hauptsatzung der Stadt Aachen einen besonderen „Betriebsausschuss Stadttheater und Volkshochschule“. Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) 10/11 11/12 12/13 A. 3.652 45% 3.292 50% 2.900 40% Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände III. Wertpapiere 2 0% 3.650 45% 7 0% 3.286 50% 0 0% 5 0% 2.895 40% 0 0% 396 5% 44 1% 346 4% 0 0% 0 0% 0 0% 5 0% 5 0% 5 0% 102 1% 88 1% 91 1% 4.030 49% 0 0% 0 0% 3.231 49% 55 1% 3.171 48% 0 0% 4.267 59% 56 1% 4.206 58% IV. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Bilanzsumme Aktiva A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage III. Gewinnrücklagen IV. Gewinn-/ Verlustvortrag V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag VI. andere Gewinnrücklagen 6.612 7.257 0 0% 992 15% 511 6% 511 8% 0 0% 481 7% 0 0% 0 0% 0 0% 0 0% 0 0% 0 0% 0 0% 0 0% 0 0% -4.541 4.030 49% 0 0% 1.713 24% 511 7% 1.202 17% B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 2.102 26% 1.820 28% 1.548 21% C. Rückstellungen 2.543 31% 2.816 43% 2.798 39% D. Verbindlichkeiten 1.846 23% 869 13% 1.051 14% E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.689 21% 115 Bilanzsumme Passiva 294 8.180 8.180 6.612 2% 147 7.257 2% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 10/11 11/12 12/13 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 2.005 2.155 2.209 939 1.045 1.162 Betriebsleistung 2.943 3.200 3.371 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 2.148 1.795 1.935 14.693 14.580 15.229 249 229 221 3.885 3.796 4.261 -18.032 -17.199 -18.275 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 18 2 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12 0 6 -18.043 -17.181 -18.279 0 0 0 25 0 0 -25 0 0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0 sonstige Steuern 2 2 2 -18.070 -17.183 -18.282 sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebserfolg Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit außerordentliche Erträge außerordentliche Aufwendungen außerordentliches Ergebnis Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag vor Betriebskostenzuschuss Verbindungen zum städtischen Haushalt Der Jahresabschluss der Spielzeit 2012/2013 schließt mit einem Jahresverlust i.H.v. EUR 18.281.541,05 € ab. Es wurden für die Spielzeit 2012/2013 Betriebskostenzuschüsse in Höhe von 19.002.174,80 € gezahlt. Lagebericht (Asuszug) Chancen- und Risikobericht Theater Aachen versteht sich als ein Teil Aachens und seiner Region und kooperiert aktiv mit Partnern aus Kultur, Wirtschaft und Politik. Ziel ist es dabei, die Ertragslage derart abzusichern, dass die gewohnt qualitativ hochwertige künstlerische Arbeit möglich bleibt, ohne von den Schwankungen eines städtischen Haushaltes direkt betroffen zu sein. Konkret bedeutet dies zunächst vor allem immer wieder gezielte Bewerbung unserer Produktionen und Produkte, um sie sowohl für unser Stammpublikum immer wieder aufs Neue, aber auch für potenziell neue Theater- und Konzertgäste besonders interessant zu machen. Hervorzuheben ist hier die im GJ 2012/13 begonnene und seither zum Standard ausgebaute Arbeit mit Video-Trailern zu den jeweils aktuellen Produktionen. Die Gäste einmal ins Haus „gelockt“, gilt es ihnen gesellschaftlich, vielleicht auch kulinarisch ein ansprechendes Angebot zu offerieren, das dabei aber – gerade für einkommensschwächere Besucherschichten – auch immer noch bezahlbar sein muss. Neue Strategien zur Service- Verbesserung und zur Modernisierung der Preisgestaltung sind der Betriebsleitung ein wichtiges Anliegen. Die Betriebsleitung ist weiterhin davon überzeugt, dass projektbezogene Kooperationen mit den Theatern der freien Szene durchaus die Möglichkeit bieten, neue „Geschäftsfelder“ und damit neue Besucherschichten zu erschließen. Die Betriebsleitung bekennt sich damit ausdrücklich zur Bereitschaft, Kooperationen insbes. auch mit der so genannten „Freien Szene“ einzugehen, da wir 295 überzeugt sind, dass hiermit ein Mehrwert für alle Beteiligten erzielt werden kann. Vermeintlicher Konkurrenz soll hiermit ausdrücklich eine Absage erteilt und entgegengewirkt werden. Erste Gespräche mit verantwortlichen Vertretern der „Freien Szene“ bewerten wir als durchaus aussichtsreich. Daneben widmen wir uns ganz gezielt und stetig der Pflege und dem Ausbau geschäftlicher Kontakte innerhalb der Stadt und Region Aachen mit dem Ziel, Kooperationspartner und Sponsoren zu gewinnen. Neben der bewährten Unterstützung durch die Sparkasse Aachen konnte so im GJ 2012/13 insbes. die Zusammenarbeit mit dem Porsche-Zentrum Aachen deutlich ausgebaut werden. Auch wenn die Gewinnung von Sponsoren speziell innerhalb der Aachener Wirtschaft immer noch extrem anspruchsvoll ist, zeigen derartige Erfolge doch eine gewisse „Katalysator“-Wirkung: Auch andere Unternehmen erkennen offenbar, dass es für das eigene Image in der Öffentlichkeit durchaus förderlich ist, Kooperationen oder Partnerschaften mit einem für die Region wichtigen und erfolgreichen Kulturbetrieb einzugehen. Für die Akquise von Drittmitteln insgesamt führt dies doch zu einer spürbaren Erleichterung. Flankiert werden diese – in Sachen Erfolgswahrscheinlichkeit letztlich naturgemäß mit einem relativ hohen Maß an Unsicherheit behafteten – Maßnahmen zur Ertragssteigerung von Sparmaßnahmen auf der Aufwandsseite. Hier ist insbesondere die auch im Ergebnis deutlich ablesbare Zurückhaltung bei der Nachbesetzung offener Stellen sowie beim Ersatz für Fälle von Langzeiterkrankung zu nennen. Die Herausforderung hier ist und bleibt jedoch weiterhin, die jeweils verfügbaren Ressourcen nicht über alle Maße hinaus zu beanspruchen. Ebenso zurückhaltend und auf das absolut notwendigste beschränkt erfolgt der Mitteleinsatz beim Sachaufwand und den Investitionen, wenngleich hier die von außen herangetragenen Preissteigerungen einerseits sowie der in Folge langjährigen Investitionsstaus steigende Reparaturbedarf oftmals nur sehr bedingt abwendbar sind. Gesamtaussage Von existenzieller Bedeutung für den Betrieb ist stets die politische wie auch die gesellschaftliche Legitimation. Sie bilden das Fundament für das wichtigste finanzielle Standbein des Betriebs, den Betriebskostenzuschuss des Rechtsträgers. Seitens der politischen Entscheidungsträger waren aus Sicht der Betriebsleitung im Geschäftsjahr 2012/13 und sind auch aktuell keinerlei „schwindende“ Signale oder Tendenzen erkennbar. Zur Akzeptanz des Theaters durch die und in der Gesellschaft geben die an anderer Stelle schon dargestellten Besucherzahlen deutlichen Aufschluss. Beides gilt es nachhaltig zu sichern, vor allem durch eine immer wieder aufs Neue ausgewogene und ansprechende Programmgestaltung – zur Erhaltung des Theater Aachen als eine der wichtigsten Kulturstätten für die Menschen in der Stadt und Region Aachen. Letztlich müssen das Angebot und der Service im Theater Aachen dazu führen, dass es in einer medial überfütterten Gesellschaft wieder „chic“ ist, ins Theater zu gehen. 296 EUROGRESS Aachen Allgemeine Angaben Firma EUROGRESS AACHEN Sitz Monheimsallee 48, 52062 Aachen Rechtsform Eigenbetrieb Gründungsjahr 1979 Betriebsleitung Kristina Wulf Gremien Betriebsausschuss, Rat der Stadt Aachen Stammkapital 25.564,59 EUR Mitarbeiter 24 (Vorjahr 22) Internet www.aachen.de Gegenstand des Unternehmens Die Aufgabe des Betriebes ist die Bereitstellung von Räumen sowie technischen Hilfsmitteln und Dienstleistungen zur Vorbereitung und Durchführung von Tagungen, Konzerten, Ausstellungen und sonstigen gesellschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen. Organe des Unternehmens Betriebsleitung: Kristina Wulf Betriebsausschuss: Vorsitzender stellv. Vorsitzende Klaus-Dieter Jacoby (CDU) Rosa Höller-Radtke (SPD) Aida Beslagic (Grüne) Ruth Crumbach-Trommler (FDP) Alexander Gilson (CDU) Boris Linden (SPD) Hermann-Josef Pilgram (Grüne) Franz Plum (CDU) Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied sachk. Bürger 297 Zusammensetzung der Organe Betriebsleitung Die Betriebsleitung im Sinne des § 2 EigVO NRW besteht aus dem Betriebsleiter. Zusätzlich wird ein ständiger Stellvertreter bestellt, der im Vertretungsfall die Rechte und Pflichten des Betriebsleiters wahrnimmt. Die Bestellung des Stellvertreters erfolgt auf Vorschlag des Betriebsleiters durch den Rat. Betriebsausschuss Für den Betrieb Eurogress bildet der Rat auf der Grundlage der Gemeindeordnung NRW, der Eigenbetriebsverordnung NRW und der Hauptsatzung der Stadt Aachen einen besonderen Betriebsausschuss Eurogress. Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände III. Wertpapiere IV. C. Kassenbestand, Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 2012 48.446 97% 81 0% 2013 49.715 98% 83 0% 48.714 98% 65 0% 32.796 66% 34.062 67% 33.080 66% 15.569 31% 15.569 31% 15.569 31% 1.368 3% 1.147 2% 1.223 2% 11 0% 12 0% 3 0% 1.355 3% 1.131 2% 1.208 2% 0 0% 0 0% 0 0% 2 0% 4 0% 13 0% 25 0% 19 0% 15 0% Bilanzsumme Aktiva 49.839 50.880 49.953 A. 19.139 38% 18.445 36% 18.294 37% Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage 26 0% 26 0% 26 0% 19.091 38% 18.401 36% 18.252 37% III. Gewinnrücklagen 0 0% 0 0% 0 0% IV. Gewinn-/ Verlustvortrag 0 0% 0 0% 0 0% 22 0% 19 0% 16 0% 438 1% 672 1% 688 1% V. andere Gewinnrücklagen B. Rückstellungen C. Verbindlichkeiten D. Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme Passiva 298 2011 30.263 61% 31.763 62% 30.971 62% 0 0 0 49.839 0% 50.880 0% 49.953 0% Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 2.688 2.661 3.391 47 34 50 2.735 2.695 3.441 934 856 1.385 Personalaufwand 1.512 1.493 1.584 Abschreibungen 1.367 1.432 1.482 Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.794 1.327 1.341 -2.872 -2.413 -2.350 1.701 1.701 2.247 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19 15 4 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 906 924 1.002 -2.058 -1.620 -1.101 0 0 0 102 96 99 -2.160 -1.717 -1.200 sonstige betriebliche Erträge Betriebsleistung Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen Betriebserfolg Erträge aus Beteiligungen Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sonstige Steuern Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Der Jahresabschluss schließt mit einer Unterdeckung i.H.v. 1.200.382,55 EUR ab, die mit dem Rücklagenkapital gemäß Betriebssatzung verrechnet wurde. Es wurde ein Betriebskostenzuschuss i.H.v. 1.051.700,00 EUR gezahlt, der ebenfalls mit dem Rücklagenkapital verrechnet wurde. Lagebericht (Auszug) Chancen und Risikobericht Risikobericht Branchenspezifische Risiken Das Meeting- & EventBarometer 2014 des GCB German Convention Bureau e.V. und des Europäischen Verbandes der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC e.V.) sagt für das Jahr 2014 grundsätzlich eine positive Prognose voraus. Aufgrund der sehr hohen Diversifizierung unseres Kundenportfolios sind einzelne Branchenrisiken nicht erkennbar. Grundsätzlich werden Risiken nur gesehen, wenn sich aufgrund von politischen oder wirtschaftlichen Maßnahmen die Kaufkraft unserer Kunden vermindert und allgemeine Sparzwänge zu weniger Veranstaltungen führen. Darüber hinaus besteht bezüglich des Veranstaltungsgeschäftes grundsätzlich eine Planungssicherheit, da sich die Kundenstruktur aus ca. 80-85% Stammkunden und aus ca. 15-20% wechselnder Kundschaft zusammensetzt. Hier könnte sich allerdings negativ auf Großveranstaltungen auswirken, dass die Casino-Gastronomie der Westspiel nach Beendigung unseres Cateringvertrags vollständig die Tätigkeiten im Casino und den anhängenden Räumlichkeiten eingestellt hat, so dass nicht wie in der Vergangenheit gewohnt auf deren Räumlichkeiten zurück gegriffen werden kann und eine Anmietung dieser Räumlichkeiten seitens unseres neuen Cateringpartners nicht immer und auch nicht immer kostenneutral erfolgen kann. Für die Räumlichkeiten im Tivoli besteht eine Planungssicherheit aktuell noch nicht, da einige Kunden aufgrund der bestehenden Unsicherheiten bezüglich der langfristigen Planbarkeit von Veranstaltungen auf andere Veranstaltungsorte ausgewichen sind. Langfristig denkbar wäre eine gute Auslastungs- und Ertragssituation, die aber einerseits davon abhängig ist, wie sich der Fuß299 ballsport der Alemannia Aachen und andererseits wie sich die Perspektiven im Stadion eigentümerseitig entwickeln. Ertragsorientierte Risiken Das EUROGRESS AACHEN wird auch in Zukunft mit den Zuschüssen seiner Trägerkörperschaft Stadt Aachen rechnen müssen, da der Betrieb auch mit gravierenden Einsparungen und auch unter der Berücksichtigung von Umsatzsteigerungen weiterhin Verluste erwirtschaften wird. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Liquiditätslage ist durch die städtische Trägerschaft gesichert. Chancenbericht Grundsätzlich bietet der Kongressstandort mit der Anbindung an die sich dynamisch entwickelnde Exzellenz-Universität RWTH ausreichend Möglichkeiten zur Ausweitung der Geschäfte. Gerade für größere Kongresse über 400 Teilnehmern bietet sich in der Stadt nur das Eurogress als Kongresshaus. Einschränkungen ergeben sich insoweit nur für Veranstaltungen mit über 2.000 Teilnehmern. Gesamtaussage Die Betriebsleitung hat es als ihre Aufgabe angesehen, Risiken, die sich auf das EUROGRESS AACHEN auswirken können, zu identifizieren und angemessen zu steuern. Wesentliche Bestandteile des Risikomanagements sind u. a. der jährliche Wirtschaftsplan (Erfolgs- und Vermögensplan), die Stellenübersicht und der 5-jährige Finanzplan. Des Weiteren werden Quartalsabschlüsse erstellt und, sofern vorhanden, Planabweichungen systematisch analysiert und als Grundlage für Steuerungsmechanismen ausgewertet. Neben dem System der internen Kontrollen bestehen Schnittstellen zu verschiedenen Ämtern der Stadt Aachen (Beteiligungsverwaltung, Gebäudemanagement, Rechnungsprüfungsamt, Rechtsamt), die wesentliche Aufgaben übernehmen und damit die Kontrollsicherheit erhöhen. Wesentliche Risiken, die den Bestand des EUROGRESS AACHEN gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar. 300 Volkshochschule Aachen Allgemeine Angaben Firma Volkshochschule Aachen Sitz Peterstraße 21 - 25, 52062 Aachen Rechtsform eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gründungsjahr 1997 Betriebsleitung Dr. Beate Blüggel Gremien Betriebsausschuss, Rat der Stadt Aachen Stammkapital 51.129,19 EUR Mitarbeiter 70 (Vorjahr 73) Internet www.vhs-aachen.de Gegenstand des Unternehmens Die Volkshochschule hat die durch das Weiterbildungsgesetz und diese Satzung vorgegebenen Aufgaben zu erfüllen. Sie hat ein bedarfsgerechtes und flächendeckendes Weiterbildungsangebot in allen Sachbereichen des Weiterbildungsgesetzes anzubieten und durchzuführen. Die Volkshochschule hält ein ständig verfügbares und qualitativ hochwertiges Angebot unter Berücksichtigung der orts- und bevölkerungsspezifischen Bildungsbedürfnisse vor. Sie bietet Teilhabemöglichkeit für alle unter zumutbaren Bedingungen, insbesondere für durch Vorbildung und soziale Situation benachteiligte Gruppen. Die Volkshochschule reagiert auf aktuellen Bildungsbedarf und fördert neue Bildungsbedürfnisse. Organe des Unternehmens Betriebsleitung: Dr. Beate Blüggel Betriebsausschuss: Vorsitzender stellv. Vorsitzende Nicht stimmberechtigte Mitglieder: Josef Hubert Bruynswyck (CDU) Sibylle Reuß (SPD) Manfred Bausch (SPD) Aida Beslagic (Grüne) Ruth Crumbach-Trommler (FDP) Maria Keller (SPD) Hermann Josef Pilgram (Grüne) Dr. Margarethe Schmeer (CDU) Ruth Wilms (CDU) Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Matthias Fischer (Die Linke) Udo Mattes (CDU) Ingo Wahlen (CDU) Hildegard Bechholds Josef Roos Stefan Oppelt (SPD) Dr. Marcus Radaélli (CDU) sachk. Bürger sachk. Bürger sachk. Bürger sachk. Einwohnerin stv. sachk. Einwohner stv. sachk. Bürger stv. sachk. Bürger Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied 301 Zusammensetzung der Organe Betriebsleitung Der Direktor der Volkshochschule ist Betriebsleiter im Sinne des § 2 EigVO NW. Seine mit dieser Stellung verbundenen Sonderrechte ergeben sich abschließend aus dieser Satzung und aus der Dienstanweisung, die der Oberbürgermeister erlässt. Leitungsrat Der LR behandelt laufende Geschäfte, stimmt Entscheidungskriterien ab und klärt Verfahrensfragen. Der LR hat beratende Funktion gegenüber dem Direktor der Volkshochschule. Der LR tagt in der Regel einmal wöchentlich unter der Leitung des Direktors der Volkshochschule. Mitglieder des LR sind der Direktor der Volkshochschule, die beiden Abteilungsleiter, zwei gewählte Vertreter der planerisch tätigen pädagogischen Mitarbeitenden und ein gewählter Vertreter der Verwaltungsmitarbeitenden. Näheres regelt ein Geschäftsverteilungsplan. Weitere Mitarbeitende können hinzugezogen werden. Mitarbeitendekonferenz Die Mitarbeitendekonferenz (MK) berät zur Vorbereitung von Entscheidungen des Direktors der Volkshochschule und zur Koordinierung der Arbeit der Volkshochschule alle die Volkshochschule betreffenden Fragen von wesentlicher Bedeutung. Die MK tagt in der Regel alle zwei Wochen unter Vorsitz des Direktors der Volkshochschule. Mitglieder der MK sind die Mitglieder des Leitungsrates, die planerisch tätigen pädagogischen Mitarbeitenden sowie zwei gewählte Vertreter der Verwaltungsmitarbeitenden der Volkshochschule. Weitere Mitarbeitende können hinzugezogen werden. Betriebsausschuss Der Rat der Stadt bildet auf der Grundlage der Gemeindeordnung für das Land NordrheinWestfalen, der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen, des Weiterbildungsgesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen und der Hauptsatzung der Stadt Aachen für den Betrieb „Volkshochschule“ einen besonderen „Betriebsausschuss Stadttheater und Volkshochschule“. 302 Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2011 2012 261 34% 3 0% 258 33% 0 0% 507 65% 0 0% 505 65% 2013 298 24% 6 0% 292 23% 0 0% 821 65% 0 0% 819 65% 314 33% 3 0% 310 32% 0 0% 642 67% 0 0% 640 67% III. Wertpapiere 0 0% 0 0% 0 0% Kassenbestand, Postbankguthaben IV. und Guthaben bei Kreditinstituten 2 0% 2 0% 2 0% Rechnungsabgrenzungsposten 6 1% 140 11% 5 1% C. Bilanzsumme Aktiva A. 775 1.259 961 Eigenkapital 60 8% 65 5% 51 5% I. Gezeichnetes Kapital 51 7% 51 4% 51 5% II. Kapitalrücklage III. Gewinnrücklagen IV. Gewinn-/ Verlustvortrag V. andere Gewinnrücklagen 4.122 0 4.080 0% -4.113 0 0 4.147 0% -4.066 0% 0 0 0% -4.147 0% 0 0% B. Rückstellungen 253 33% 519 41% 475 49% C. Verbindlichkeiten 345 44% 330 26% 260 27% D. Rechnungsabgrenzungsposten 117 15% 345 27% 175 18% Bilanzsumme Passiva 775 1.259 961 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 5.633 6.027 6.046 52 45 47 Betriebsleistung 5.685 6.073 6.093 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen 2.684 2.478 2.650 Personalaufwand 5.376 5.767 5.723 25 45 44 1.710 1.847 1.822 -4.110 -4.063 -4.146 2 2 1 -4.112 -4.066 -4.146 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0 sonstige Steuern 0 0 0 -4.113 -4.066 -4.146 sonstige betriebliche Erträge Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebserfolg Zinsen und ähnliche Aufwendungen Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag 303 Verbindungen zum städtischen Haushalt Der Jahresabschluss schließt mit einem Jahresverlust i.H.v. EUR 4.146.595,29 EUR ab, der mit dem Rücklagenkapital verrechnet wurde. Es wurde 2013 ein Betriebskostenzuschuss in Höhe von 3.930.600,00 EUR und ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbedarf in Höhe von 201.876,24 EUR gezahlt. Lagebericht (Auszug) Chancen und Risikobericht Risikobericht Branchenspezifische Risiken Für die Volkshochschule als kommunales Weiterbildungszentrum der Stadt Aachen gilt es, das Programmangebot für alle Bürgerinnen und Bürger vorzuhalten und als Quasi-Eigenbetrieb wirtschaftlich zu handeln. Jedoch ist die Nachfrage von Teilnehmenden einerseits an ein günstiges und bezahlbares Weiterbildungsangebot gekoppelt und andererseits auch abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung in der Stadt. Außerdem sind Ermäßigungsregelungen politisch gewünscht. Ertragsorientierte Risiken Wiederum war es nicht möglich, den Ansatz bei den betrieblichen Erträgen zu halten, sie lagen 6,9% unter dem Ansatz. Zwar konnten die Teilnehmendenentgelte gesteigert werden und übertrafen den Ansatz (mit 4,4%), aber im Drittmittelbereich konnte der Ansatz nicht erreicht werden (obwohl sie sich im Vergleich zum Vorjahr um 46 TEUR erhöhten). Der Projektmarkt unter- liegt immer wieder großen Schwankungen, der einzubringende Eigenanteil bei Projekten ist höher geworden und die bereitgestellten Mittel reduzierten sich im Laufe der Zeit. Die Aufwendungen konnten um rd. 2,1% reduziert werden. Es wird auch im kommenden Jahr 2014 nur mit weiterer Anstrengung möglich sein, das geplante Jahresergebnis zu halten. Im Entwurf des Wirtschaftsplanes für 2014 wird davon ausgegangen, dass die Rücklagen aufgebraucht sind und der Eigenbetrieb durch Drittmittelakquise, Erhöhung von Teilnehmendenentgelten einerseits und Einsparungen durch Verrentung/Pensionierung von Beschäftigten andererseits seine Finanzierung sicherstellt. Letzteres ist nur möglich durch u.a. eine Organisationsentwicklung, die die demografische Entwicklung der Mitarbeitenden berücksichtigt und auch in ein daraus resultierendes Personalentwicklungskonzept mündet. Finanzwirtschaftliche Risiken Wie bereits bei der Kapitalflussrechnung angemerkt, ist die Liquiditätssituation stabil, da die Einnahmen und Ausgaben der Volkshochschule von der Stadt Aachen abgewickelt werden. Hinzuweisen ist jedoch auf die knappe Eigenkapitalausstattung. Chancenbericht Die Angebotspalette an Weiterbildungsangeboten ist vielfältig und bietet immer wieder Möglichkeiten der Neu-Ausrichtung und Schwerpunktverlagerung. Durch unser Qualitätsmanagement ist sichergestellt, dass unser Angebot am Weiterbildungsmarkt höchste Ansprüche erfüllt. Unter Beweis gestellt wird das auch bei den innovativen, drittmittelgeförderten Modellprojekten, die im Anschluss weitergeführt werden bzw. als Vorlage für weitere Beteiligungen dienen. Gesamtaussage Risiken in der zukünftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in dem schwierigen Projektmittelmarkt und den weiteren Konsolidierungsanforderungen für den Haushalt der Stadt Aachen. Für Erstgenanntes ist eine große interne Flexibilität Voraussetzung, um weitere Drittmittel einzuwerben. Um den Konsolidierungsanforderungen gerecht zu werden, wird auf die Kommission Volkshochschule verwiesen. Wir gehen jedoch davon aus, dass hier ein erfolgversprechender Konsens erreicht wird. 304 Kulturbetrieb der Stadt Aachen Allgemeine Angaben Firma Kulturbetrieb der Stadt Aachen Sitz Mozartstr. 2-10, 52064 Aachen Rechtsform eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gründungsjahr 2006 Betriebsleitung Olaf Müller Gremien Betriebsausschuss, Rat der Stadt Aachen Stammkapital 1,00 EUR Mitarbeiter 228 (Vorjahr 228) Internet www.aachen.de Gegenstand des Unternehmens Gegenstand und Zweck der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung „Kulturbetrieb der Stadt Aachen“ ist der Betrieb und die Unterhaltung von Kunst- und Kultureinrichtungen der Stadt und die Mitgestaltung und Förderung des städtischen Kulturlebens. Organe des Unternehmens Betriebsleitung: Olaf Müller Betriebsausschuss: Vorsitzende Stellv. Vorsitzende Seniorenbeirat Migrationsrat Dr. Margarete Schmeer (CDU) Sibylle Reuß (SPD) Manfred Bausch (SPD) Aida Beslagic (Grüne) Huber Bruynswyck (CDU) Ruth Crumbach-Trommler (FDP) Caroline Herff (CDU) Hermann Josef Pilgram (Grüne) Karl Schultheis (SPD) Ruth Wilms (CDU) Marlies Diepelt (SPD) Ursula Epstein (Die Linke) Christa Hettich (CDU) Lilli Philippen (SPD) Thomas Reissen (Grüne) Anke Adelt (CDU) Andrea Derichs (CDU) Prof. Willi Keim Muteber Kasaci Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Ratsmitglied Sachk. Bürger/in Sachk. Bürger/in Sachk. Bürger/in Sachk. Bürger/in Sachk. Bürger/in Sachk. Bürger/in Sachk. Bürger/in Universitätsprofessor 305 Zusammensetzung der Organe Betriebsleitung Die Betriebsleitung nach der EigVO NRW nimmt in der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung „Kulturbetrieb der Stadt Aachen“ der Betriebsleiter wahr. Der Leiter des Geschäftsbereichs Kulturservice nimmt die ständige Vertretung wahr. Die Bestellung erfolgt auf Vorschlag der Betriebsleitung durch den Rat der Stadt. Die Geschäftsverteilung und Vertretungsregelungen innerhalb der Betriebsleitung regelt der Oberbürgermeister mit Zustimmung des Betriebsausschusses durch Dienstanweisung. Betriebsausschuss Auf der Grundlage der GO NRW, der EigVO NRW, der Hauptsatzung der Stadt Aachen bildet der Rat der Stadt für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung „Kulturbetrieb der Stadt Aachen“ den „Betriebsausschuss Kultur“. Wirtschaftliche Verhältnisse Bilanz (TEUR) A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen I. Vorräte II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände III. Wertpapiere Kassenbestand, Postbankguthaben IV. und Guthaben bei Kreditinstituten C. Rechnungsabgrenzungsposten 2012 2013 83.222 93% 83.426 91% 9 7 0% 0% 84.095 93% 106 0% 83.213 93% 83.420 91% 83.990 93% 0 0% 0 0% 0 0% 6.497 7% 7.786 9% 6.085 7% 389 0% 257 0% 284 0% 2.064 2% 2.155 2% 2.222 2% 0 0% 0 0% 0 0% 4.043 4% 5.374 6% 3.580 4% 129 0% 123 0% 124 0% Bilanzsumme Aktiva 89.847 91.335 90.305 A. 83.957 93% 84.325 92% 85.651 95% 0 0 0 Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital II. Kapitalrücklage 0% 79.248 88% 0% 79.277 87% 0% 79.277 88% III. Gewinnrücklagen 887 1% 1.088 1% 1.598 2% IV. Gewinn-/ Verlustvortrag 151 0% 178 0% 285 0% andere Gewinnrücklagen 3.671 4% 3.782 4% 4.491 5% B. Rückstellungen 4.679 5% 4.604 5% 3.480 4% C. Verbindlichkeiten 1.169 1% 2.254 2% 1.073 1% D. Rechnungsabgrenzungsposten 42 0% 152 0% 101 0% V. Bilanzsumme Passiva 306 2011 89.847 91.335 90.305 Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) 2011 2012 2013 Umsatzerlöse incl. Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 2.596 2.373 2.634 sonstige betriebliche Erträge 17.430 16.778 19.078 Betriebsleistung 20.026 19.151 21.712 0 0 0 8.015 8.753 9.504 157 262 233 11.562 9.908 11.354 292 229 620 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0 2 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0 0 292 229 622 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1 1 4 sonstige Steuern 0 0 0 292 228 618 Materialaufwand/ Aufwand für bezogene Leistungen Personalaufwand Abschreibungen Sonstige betriebliche Aufwendungen Betriebserfolg Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Verbindungen zum städtischen Haushalt Der Jahresabschluss schließt mit einer Überdeckung i.H.v. EUR 285.488,92 ab. Es wurden Betriebskostenzuschüsse i.H.v. 16.532.994,30 EUR gezahlt. Lagebericht (Auszug) Prognosebericht Im Jahr 2013 wurde insbesondere das Karlsjahr 2014 in die Entwicklung des Kulturbetriebs einbezogen. Nach Beschlusslage soll für das Karlsjahr ein eigenes Produkt innerhalb des städtischen Haushalts gebildet werden, dies wurde bisher allerdings nicht vorgenommen. Das Gesamtvolumen liegt bei 3,5 Mio. €. Hiervon sind 500.000,00 € seitens des städtischen Haushalts gedeckt. Die offizielle Eröffnung des Karlsjahrs 2014 erfolgt am 19.06.2014, die Häuser sind für Besucher ab dem 20.06.2014 bis einschließlich 21.09.2014 geöffnet. Die Eröffnung der Route Charlemagne (Centre Charlemagne) ist für 2014 geplant. Chancen- und Risikobericht Risikobericht Als Risiken sind politische Beschlüsse die nicht im Wirtschaftsplan eingestellt wurden zu betrachten, sowie Personalangelegenheiten. Ebenso sind fehlende Erträge, sinkende Besucherzahlen und wegfallende Spenden und Zuschüsse ein Risiko für den Betrieb. Teilbudgets müssen eingehalten werden, um ein positives oder neutrales Jahresergebnis zu erzielen. Zur Überwachung und Früherkennung von Risiken hat der Kulturbetrieb ein Risikomanagementsystem entwickelt und im Einsatz. 307 Chancenbericht Vor allem die Sanierung und Verbesserung der räumlichen Lage des Stadtarchivs und der Route Charlemagne stellen insgesamt eine Chance für den Betrieb dar, da hier mit höheren Erträgen und vor allem ansteigenden Besucherzahlen zu rechnen ist.. Gesamtaussage Durch die Zuschüsse des Rechtsträgers kann weiterhin der Zweck des Betriebs erfüllt werden. Auch für 2014 werden die Zuschüsse gezahlt. 308 Aachen Beteiligungsbericht 2014 Aachen Beteiligungsbericht 2014 Stadt Aachen Der Oberbürgermeister Beteiligungscontrolling Hackländerstraße 1, 52064 Aachen beteiligungen@mail.aachen.de www.aachen.de/beteiligungen Fotos: Andreas Herrmann, Bernd Schröder www.aachen.de www.aachen.de/beteiligungen