Daten
Kommune
Nettersheim
Größe
138 kB
Datum
18.09.2018
Erstellt
25.09.18, 09:03
Aktualisiert
25.09.18, 09:03
Stichworte
Inhalt der Datei
Beschluss
aus der 17. Sitzung des Entwicklungs-, Planungs-, Bau- und Umweltausschusses der
Gemeinde Nettersheim
(X. Legislaturperiode) am Dienstag, 18.09.2018
im Holzkompetenzzentrum in Nettersheim.
Punkt
8:
Breitbandversorgung innerhalb des Gemeindegebietes
- Vorlage 1005 /X.L. -
Ausschussmitglied Hilger weist auf zwei Punkte zum Thema hin. Einmal müsse
dringend hinsichtlich des Anschlusses des Ortes Roderath etwas unternommen
werden. Seit Jahren gebe es die verschiedensten Pläne zur Lösung der Problematik,
aber bis jetzt sei nichts geschehen.
Weiterhin bitte er darauf hinzuwirken, dass die Leitung nach Marmagen komplett
unterirdisch verlegt werde.
Zum Thema Roderath weist der Bürgermeister darauf hin, dass heute auch einige
Zuhörer diesbezüglich der Sitzung folgten. Der Ort sei weiterhin der „weißeste Fleck“
im Kreis Euskirchen. Dies sehe auch der Kreis so. Heute seien nochmals Gespräche
geführt worden, um zu forcieren, dass im Rahmen des Programms der Kreise Düren
und Euskirchen möglichst die am schlechtesten versorgten Orte bevorzugt umgesetzt
würden. Es sei in Aussicht gestellt worden, dass Roderath mit vorne auf der Liste
stünde. Die Bewilligung seitens der Bundesregierung stehe allerdings noch aus, man
rechne aber tagtäglich damit. Roderath habe sicherlich am längsten warten müssen,
werde allerdings dann auch die beste Versorgung mit Glasfaser bis in die Häuser
bekommen. Im Zuge der Verlegung wolle man auch darauf achten, dass möglichst
auch anstehende straßenbauliche Maßnahmen mit einhergehen könnten.
Er bedaure die Verzögerung in Roderath außerordentlich. Es habe in der
Vergangenheit mehrere Ausschreibungen gegeben, für Roderath sei aber nie ein
Angebot abgegeben worden.
Bezüglich der Leitung nach Marmagen liege es allein in der Verantwortung der
Telekom, ob die Anbindung über eine Erdleitung oder Freileitung über Masten erfolge.
Diese Rechte basierten noch auf einem alten Telekommunikationsgesetz und hier
habe man keine Möglichkeit der Einwirkung.
Auf Nachfrage von Herrn Dederichs, ob die Bereitschaft der Bürger, in Roderath bei
der Verlegung mitzuwirken, eine Anbindung beschleunigen könnte, teilt der
Bürgermeister mit, dass diese Geste leider gar keine Wirkung mehr habe. Die Projekte
seien zwischenzeitlich zu 100 % finanziert, daher spiele das für eine Realisierung
keine Rolle mehr.
Ausschussmitglied Hilger fragt an, ob nicht nach den langen Jahren Wartezeit ein
anderes Level des Einsatzes der Gemeinde folgen müsse, gegebenenfalls mehr
Eigeninitiative der Gemeinde, Einsatz eigener Haushaltsmittel, Personal etc. Die
Lebensbedingungen im Gemeindegebiet müssten ja für alle Bürger gleich sein.
Ausschussmitglied Kurth weist darauf hin, dass bislang seitens des Kreises kein fester
Termin für die Realisierung genannt sei. Wenn hierüber Klarheit bestehe, sei es auch
leichter eine Entscheidung zu treffen. Eine Alternativlösung bedeute zudem wieder
eine Anbindung in abgespeckter Form. Man müsse auf jeden Fall darauf drängen, noch
in diesem Jahr eine verlässliche Aussage zu bekommen.
Von Ausschussmitglied Mayer wird angemerkt, dass die Telekom ein börsennotiertes
Unternehmen sei und daher hauptsächlich an der finanziellen Komponente interessiert
sei. Die Belange der Gemeinde interessierten hier weniger.
Der Bürgermeister legt nochmals dar, dass bis zur Bewilligung der Fördermittel
gewartet werden müsse. Dies sei leider nicht zu ändern. Wenn der Ort Roderath dann
weit vorne auf der Liste stehe, sei dies ein erster Schritt zum Erfolg.
Bezüglich der Mobilfunkanbindung D1 des Ortes Roderath weist er darauf hin, dass
derzeit Gespräche stattfinden, um gegebenenfalls über eine mobile Antennenanlage
eine Teilverbesserung zu erreichen.
Ausschussmitglied Pospig weist darauf hin, dass man bei einer hoffentlich baldigen
Breitbandanbindung in Roderath zumindest dann die optimale Lösung erreichen
werde. In den anderen Orten ohne Glasfaserkabel in die Häuser sei zu befürchten,
dass zukünftig aufgrund des schnell voranschreitenden technischen Wandels wieder
Probleme auftreten würden.
Auf die Wortmeldung eines Bürgers aus Roderath bestätigt der Bürgermeister, dass
der Kreis selbst Roderath als „weißesten Fleck“ im Kreis bezeichnet habe. Das
Bewusstsein sei also da, dass Roderath der aktuell am schlechtesten mit Breitband
versorgte Ort sei. Schulen und Gewerbegebiete seien ebenfalls in vorderer Priorität
angesiedelt. Seiner Meinung nach müssten Dörfer allerdings Vorrang vor der
Anbindung von Einzelgehöften haben. Gemeinsam mit dem Kreis werde man frühzeitig
vor der Glasfaserverlegung über die straßenbaulichen Maßnahmen nachdenken, um
weitere Verzögerungen zu vermeiden.
Beschlussempfehlung:
Der Rat nimmt den Sachstand zur Umsetzung der Breitbandversorgung innerhalb des
Gemeindegebietes Nettersheim zustimmend zur Kenntnis mit dem Ziele, dass
möglichst kurzfristig erste Maßnahmen in Abstimmung mit dem Kreis Euskirchen über
das Förderprojekt realisiert werden können. Weiterhin beschließt der Rat zu
untersuchen, inwieweit für die Ortslage Roderath bis zur Anbindung mit Glasfaser eine
Niederschrift der Sitzung des Entwicklungs-, Planungs-, Bau- und Umweltausschusses vom 18.09.2018
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Übergangslösung über eine anderweitige Versorgungstechnik gefunden werden kann.
Abstimmungsergebnis:
einstimmig ja
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