Daten
Kommune
Nettersheim
Größe
96 kB
Datum
18.09.2018
Erstellt
25.09.18, 09:03
Aktualisiert
25.09.18, 09:03
Stichworte
Inhalt der Datei
Beschluss
aus der 17. Sitzung des Entwicklungs-, Planungs-, Bau- und Umweltausschusses der
Gemeinde Nettersheim
(X. Legislaturperiode) am Dienstag, 18.09.2018
im Holzkompetenzzentrum in Nettersheim.
Punkt 10:
Bekämpfung von Motorradlärm
- Vorlage 1017 /X.L. -
Ausschussmitglied Caspers teilt mit, dass er als Betroffener die Vorlage sehr begrüße.
Es sei wichtig, etwas gegen die Lärmbelästigungen zu unternehmen.
Nach Meinung von Ausschussmitglied Pospig sei es sehr schwierig, hier adäquate
Lösungen zu finden. Im Grunde sei das Ansinnen zu begrüßen, aber es dürften keine
falschen Erwartungen geweckt werden.
Der Bürgermeister führt an, dass die Belästigungen für die Anwohner solcher
Straßenstrecken, die es vielfach in der Eifel und anderen Mittelgebirgsregionen gebe,
teilweise unerträglich seien. Nun gehe es darum, nicht allein, sondern im Verbund mit
anderen Kommunen, Polizei, Bundestagsabgeordneten, etc. Lösungen herbeizuführen.
Es sei sicherlich auch eine differenzierte Betrachtung erforderlich, da im
Touristikbereich auch eine Wertstellung mit den Motorradfahrern einhergehe. Es gehe
vor allem um diejenigen, die sich nicht an die StVO hielten und durch ausgebaute
Schalldämpfer erheblichen Lärm verursachten. Hier seien nicht nur landesrechtliche
Maßnahmen erforderlich, sondern auch nach Bundes- und EU-Recht. Für April 2019
sei ein diesbezügliches Symposium auf Vogelsang geplant.
Ausschussmitglied
Kurth
weist
darauf
hin,
dass
teilweise
regelrechte
Rennveranstaltungen durchgeführt würden, bei denen die Motorradfahrer die Strecken
mehrmals rauf und runter führen. Dies sei ein unhaltbarer Zustand für die Anwohner
solcher Strecken. Hier gehe es selbstverständlich nicht um die normalen
Fahrzeugführer, die durch die Eifel führen.
Ausschussmitglied Mayer weist auf die verschiedenen Verordnungen EU-weit hin.
Abhilfe könne nur geschafft werden, wenn die Polizei häufig vor Ort an diesen
bekannten Strecken Präsenz zeige. Dies sei die einzige Maßnahme, die helfen könnte.
Eine anwesende Bürgerin aus Holzmülheim berichtet, dass vor allem an den
Wochenenden regelrechte Rennen veranstaltet würden. Oft handele es sich auch um
Jugendliche aus der Umgebung. Die Polizei komme trotz telefonischer Beschwerden
aus der Bevölkerung aufgrund Personalmangels oft gar nicht. Der Zustand sei
unerträglich. Sie wünsche sich mehr Präsenz von Polizei und Ordnungsamt.
Ein anderer betroffener Anwohner informiert, dass man sich an einem der
vergangenen Wochenenden mit mehreren Bürgern aus Holzmülheim an Feldwegen
und Einfahrten postiert habe und die Fahrer gezielt angesprochen habe. Die
Kennzeichen der Verursacher seien bekannt, dies nütze allerdings nichts, da man
Beweise brauche. Seiner Meinung nach könnten verkehrslenkende Maßnahmen mit
einfachen Mitteln zum Erfolg führen. In den Niederlanden finde man z.B. oft Drempel
zur
Geschwindigkeitsreduzierung.
Alternative
wäre
vielleicht
auch
eine
Lärmschutzwand.
Ausschussmitglied Josef Falkenberg weist darauf hin, dass Holzmülheim stark
betroffen sei. Hier müssten dringend gemeinsame Lösungen gefunden werden.
In Holzmülheim sei die Lage tatsächlich extrem, so Ausschussmitglied Hilger.
Vielleicht könne man hier solche geschwindigkeitsreduzieren Maßnahmen wie eben
beschrieben beantragen und im Rahmen der Verkehrsschau ansprechen.
Beschlussempfehlung:
Der Gemeinderat beschließt, den Bürgermeister zu beauftragen, geeignete
Maßnahmen gegen die Belästigung durch Motorradlärm in unserem Gemeindegebiet
zu veranlassen. Gleichzeitig bestätigt der Gemeinderat den Forderungskatalog der
Arbeitsgemeinschaft Region Nationalpark Eifel gegen Motorradlärm vom 9.7.2018.
Abstimmungsergebnis:
einstimmig ja
Niederschrift der Sitzung des Entwicklungs-, Planungs-, Bau- und Umweltausschusses vom 18.09.2018
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