Daten
Kommune
Kall
Größe
87 kB
Datum
18.09.2018
Erstellt
02.11.18, 18:08
Aktualisiert
02.11.18, 18:08
Stichworte
Inhalt der Datei
BESCHLUSS
aus der 23. Sitzung
des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde
Kall
vom 18.09.2018
ÖFFENTLICHER TEIL
Zu 6.
Projektaufruf Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den
Bereichen Sport, Jugend und Kultur“
Vorlagen-Nr.: 186/2018
Beratungsverlauf:
Bürgermeister Esser geht näher auf die Vorlage ein und erläutert die Hintergründe des
Ansinnens. Teile des Hallenbades könnten für ein Jugendzentrum genutzt werden,
insbesondere der Bereich Richtung Liegewiese. Dort bestehe im Bereich des nichtüberdachten
Anbaus ohnehin Investitionsbedarf. Er weist auf eine aktuelle Version der Anlage
„Förderanträge“ hin.
Herr Sohn weist darauf hin, dass zunächst der Ausschuss für Liegenschaften, Forst und Umwelt
zuständig gewesen wäre. Die SPD-Fraktion werde einer Teilnahme am Programm nicht
zustimmen. Aufgrund der Vielzahl bereits laufender Maßnahmen werde befürchtet, dass weitere
Projekte den finanziellen und organisatorischen Rahmen übersteigen. Zudem befürworte die
SPD-Fraktion kein Jugendzentrum an diesem Standort; hier seien Alternativen denkbar (z.B.
Gebäude Grundschule Kall). Wie die übrigen Fraktionen, spreche auch die SPD-Fraktion sich
ausdrücklich für den Erhalt des Hallenbades aus. Analog der bisher gefassten Beschlüsse
bestehe auch weiterhin Konsens, dass Investitionen getätigt werden sollen (Technik). Es gehe
aber darum, das Hallenbad in seiner bestehenden Form zu erhalten. Die von der Verwaltung
vorgeschlagene Programmteilnahme überschreite dieses Ansinnen deutlich und würde auch
zukünftig höhere Betriebskosten und damit auch ein höheres Defizit als bisher bedingen.
Herr Lorenz verliest eine Stellungnahme der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, wonach nicht
noch zusätzliche Maßnahmen begonnen werden sollen. Zudem bedeute die geplante
Maßnahme auch höhere Folgekosten in Zukunft. Auch er gibt zu bedenken, dass für ein
Jugendzentrum noch andere Standorte geeignet scheinen.
Herr Dr. Wolter macht ebenfalls auf die Vielzahl der aktuell laufenden Maßnahmen
aufmerksam. Auch er spricht sich dafür aus, das Hallenbad in seiner bisherigen Form zu
erhalten und die hierfür notwendigen Investitionen zu tätigen, jedoch keine darüber
hinausgehenden Maßnahmen zu ergreifen. Kall dürfe sich organisatorisch und finanziell nicht
übernehmen. Daher werde auch die FDP-Fraktion einer Programmteilnahme nicht zustimmen.
Herr Heller gibt zu bedenken, dass es sich hier lediglich um eine Vorstufe im Rahmen eines
Bundeswettbewerbs handelt. Bürgermeister Esser ergänzt, dass ein Ausstieg jederzeit möglich
ist. Er bittet um Zustimmung, damit diese Option vorerst offen gehalten werden kann. Auf
Nachfrage von Herrn Frauenrath bestätigt er, dass die geplante Maßnahme und die Planungen
zur Südtangente sich nicht behindern.
Herr Spilles sieht eine positive Entwicklung bei einer Teilnahme und spricht sich daher für den
Beschlussvorschlag der Verwaltung aus. Er bittet darum, im Beschluss festzuhalten, dass es
sich lediglich um die Teilnahme an einem Projektaufruf handelt und die zuständigen Gremien
über jede Einzelmaßnahme entscheiden werden.
Beschluss:
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt dem Rat, einer Teilnahme der Gemeinde Kall
am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport,
Jugend und Kultur“ mit dem Projekt „Sanierung und Modernisierung Hallenbad Kall“
einschließlich Anbau eines Jugend- und Integrationsgebäudes nicht zuzustimmen.
Abstimmungsergebnis:
Mehrheitlich bei 7 Gegenstimmen
Beschluss der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vom 18.09.2018
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