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Beschlussvorlage (Holzvermarktung)

Daten

Kommune
Nettersheim
Größe
225 kB
Datum
11.12.2018
Erstellt
31.10.18, 11:02
Aktualisiert
31.10.18, 11:02
Beschlussvorlage (Holzvermarktung) Beschlussvorlage (Holzvermarktung) Beschlussvorlage (Holzvermarktung)

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Inhalt der Datei

GEMEINDE NETTERSHEIM DER BÜRGERMEISTER SFB III - Vorlage 1036 /X.L. Datum: 31.10.2018 An den Ausschuss für Forst- und Landwirtschaft Sitzungstag: 06.11.2018 Haupt- und Finanzausschuss Sitzungstag: 04.12.2018 Gemeinderat Sitzungstag: 11.12.2018 zur Beratung in öffentlicher Sitzung Bezeichnung des Tagesordnungspunktes: Holzvermarktung Die Vorlage berührt nicht den Etat des lfd. Haushaltsjahres. Die Vorlage berührt den Etat auf der Ertrags- und/oder Einzahlungsseite. Die Vorlage berührt den Etat auf der Aufwands- und /oder Auszahlungsseite Mittel stehen haushaltsrechtlich zur Verfügung. Mittel sollen über-/außerplanmäßig bereitgestellt werden Deckungsvorschlag: Es entstehen Folgekosten – siehe anliegende Folgekostenberechnung. Anlagen: Ja Nein 2 Beschlussvorschlag: Der Gemeinderat nimmt die Ausführungen zur Holzmarktlage zur Kenntnis. Begründung: Nadelholz In Deutschland wird die Sturmholzmenge durch den Sturm Friederike mittlerweile auf 20 Mio. Fm geschätzt. Der Käferholzanfall wird in Deutschland auf mindestens 12 Mio. fm geschätzt (s. auch Vorlage 991/X.L. Z1). In Deutschland sind besonders die fichtengeprägten Sturmschadensgebiete betroffen, wo die Borkenkäferkalamität wegen der hohen Verfügbarkeit bruttauglichen Materials das Ausmaß einer Naturkatastrophe erreicht. Doch auch in nicht vom Sturm betroffenen Regionen wird besonders auf flachgründigen Standorten von einem erheblichen Käferholzanfall berichtet. Die Aufarbeitung und Vermarktung des Sturmholzes liegt in den betroffenen Regionen zumeist zwischen 70 und 90 %. Außerhalb der Sturmschadensgebiete wurde der Frischholzeinschlag in den vergangenen Monaten häufig in normalem Umfang fortgesetzt. Beides führte bereits vor der Aufarbeitung des Käferholzes zu einem Überangebot auf den Rundholzmärkten. Logistikprobleme wegen fehlender Lkw- und Bahnkapazitäten und Anfuhrbeschränkungen führten dazu, dass in den Hauptsturmschadensgebieten noch große Mengen Rundholz im Wald lagern. Die Qualität des teilweise seit Monaten am Waldweg bereitgestellten Holzes leidet. Mit zunehmendem Zwangsanfall durch Borkenkäfer wurde die Sturmholzaufarbeitung zumeist eingestellt. In Abhängigkeit vom Witterungsverlauf planen viele Forstbetriebe, etwa Anfang Oktober die Käferholzaufarbeitung bis Februar einzustellen und entweder in den Laubholzeinschlag zu wechseln oder die Sturmholzaufarbeitung fortzuführen. Am heimischen Markt sind wegen des Überangebots vertraglich nicht gebundene Mengen kaum noch absetzbar. Erst mit nachlassender Bereitstellung von Käferund Sturmholz in den kommenden Monaten ist mit Entlastung zu rechnen. Es ist zu erwarten, dass sich der Markt zweiteilt. Die Preise für frische, weiße Fichtensägeholzqualitäten werden vermutlich steigen, während sich der Markt für schlechtere Qualitäten erst langsam erholen dürfte. Der verfügte Einschlagsstopp für Frischholz in einigen Bundesländern könnte für Entlastung sorgen. Zwangsanfälle durch Sturm, Trockenheit und Borkenkäfer belasten die Rundholzmärkte, beim Nadelholz durch ein großes Angebot und beim Laubholz durch einen gebremsten Start in die Saison. 3 Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes rechnet in den Jahren 2018 und 2019 mit einem Anstieg der fertiggestellten Wohneinheiten von 5 %. Die Lage und die Aussichten im Wohnungsbau sind also nach wie vor sehr positiv. In der deutschen Holzindustrie wurden in den ersten fünf Monaten des Jahres ebenfalls steigende Umsätze verzeichnet. Bei den Sägewerken machte die Umsatzsteigerung 5,3 % aus. Überdurchschnittlich war hier der Anstieg von 19,1 % im Auslandsgeschäft, während das Inlandsgeschäft mit -1,1 % sogar etwas nachgab. Situation der Sägeindustrie Nach dem Ende der Ferienzeit weiteten die Sägewerke ihre Produktion im September wieder deutlich aus. Dennoch schätzten die Sägewerke ihre Geschäftslage im August als unverändert positiv ein. Die Rundholzversorgung ist mehr als ausreichend. Der Anteil qualitativ schlechter Sortimente nimmt durch den steigenden Käferholzanfall und einen höheren Anteil an überlagertem Sturmholz zu. Ein hohes Rundholzangebot bei sinkenden Rundholzpreisen auf der einen Seite und stabile auf relativ hohem Niveau liegende Schnittholz- und Sägerestholzpreise kennzeichnen die sehr gute wirtschaftliche Lage der Nadelholzsägewerke. Quellen: u. a. EUWID, Holzzentralblatt, Holzjournal, Forstpraxis Transportproblem Dies besteht darin, dass die Förster das Holz nicht mehr aus dem Wald bekommen. Auch der Bahntransport bietet keinen Ausweg, weil die Deutsche Bahn in der Vergangenheit nicht nur Holzverladebahnhöfe und Strecken stillgelegt hat, sondern auch ihre Waggonzahlen von ehemals 5.000 auf 1.000 Stück abgebaut hat. Der Holzabfluss stockt außerdem, weil die Holzindustrie auf vollen Lagern sitzt Aufgrund des Vorgesagten gestaltet sich die Erstellung des Forstwirtschaftsplanes als schwierig. Laubholz Der Laubholzmarkt ist im Bereich der Buche und Eiche stabil. Die Preise für Buchenstammholz bewegen sich auf Vorjahresniveau. Die Preise für Eichenstammholz haben leicht angezogen. Auch die Preise für Buchenheizholz sind im letzten Quartal leicht angezogen und bewegen sich derzeit zwischen 52,00 und 55,00 €/fm frei Waldweg. gez. Pracht ____________________ Bürgermeister