Daten
Kommune
Nettersheim
Größe
147 kB
Datum
06.11.2018
Erstellt
21.11.18, 11:03
Aktualisiert
21.11.18, 11:03
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Inhalt der Datei
Beschluss
aus der 14. Sitzung des Ausschusses für Forst- und Landwirtschaft der Gemeinde
Nettersheim
(X. Legislaturperiode) am Dienstag, 06.11.2018
im Holzkompetenzzentrum in Nettersheim.
Punkt
6:
Antrag der UNA-Fraktion zu Alleen, Bäumen an Straßen, Wegen
und bestimmten Flächen in der Gemeinde Nettersheim
- Vorlage 1038 /X.L. -
Für die UNA-Fraktion erläutert Antragsteller Franz-Josef Zingsheim die Einzelheiten
des Antrags. Zu Punkt 2 führt er aus, dass an der Straße zwischen Engelgau und
Roderath in den letzten Jahren viele Bäume entfernt worden seien. Es sei allerdings
ein im Kreiseigentum befindlicher relativ breiter Randstreifen vorhanden, wo man
sicherlich an geeigneten Stellen Ersatzbepflanzungen vornehmen könne.
In diesem Zusammenhang berichtet Herr Zingsheim, dass zwischen Jonaskreuz und
der B51 die dort wirtschaftenden Landwirte außerhalb ihrer bewirtschafteten Flächen
teilweise bis zu 50 cm an die Straße heran pflügten und den Randstreifen damit quasi
entfernten. Dies sei insbesondere auch im Sinne des Insektenschutzes nicht
hinzunehmen.
Der Vorsitzende schlägt vor, die einzelnen Punkte des Antrags getrennt zu beraten
und auch getrennt abzustimmen. Hierzu besteht Einvernehmen.
Für die CDU-Fraktion erklärt Herr Kurth, dass seine Fraktion zu Punkt 1 zustimmen
könne. Allerdings wäre es sinnvoll, eine geeignete Fläche zu finden, wo alle Bäume
gepflanzt werden könnten, um einen mehrjährigen Bezug zum „Baum des Jahres“ zu
gewährleisten.
Ausschussmitglied
Geißler
weist
daraufhin,
dass
die
dem
Pflanzgarten
gegenüberliegende „Europafläche“ ggf. einen geeigneten Standort darstellen könnte.
Der Bürgermeister bestätigt dies. Der Rat habe vor rund 10 Jahren beschlossen, einen
„Europäischen Jugendwald“ auf dieser Fläche anzulegen. Erste Bäume habe man
seinerzeit gemeinsam mit einer Delegation aus Zutendaal gepflanzt. Die vorhandenen
Bäume seien aufgrund Verbisses allerdings nicht sehr hoch. An diesem Standort sei
eine Art Schulwald mit den jeweiligen „Bäumen des Jahres“ gut vorstellbar. Die Fläche
befinde sich unmittelbar am Erlebnispfad. Da wohl eine Gatterung notwendig werde,
um Schäden zu vermeiden, schlage er vor, zur Finanzierung einen Antrag z.B. aus
dem Heimatförderprogramm zu stellen. Seit 1989 gebe es die Aktion „Baum des
Jahres“, führt der Bürgermeister weiter aus, so dass an die 30 Bäume dort jetzt schon
gepflanzt werden könnten. Denkbar sei ggf. eine jährliche Pflanzaktion gemeinsam mit
den Schulen.
Zu den Punkten 2 und 3 des Antrags der UNA-Fraktion ergibt sich eine längere
Diskussion. Seitens der CDU- und SPD-Ausschussmitglieder wird deutlich gemacht,
dass an den im Antrag genannten Straßen aus Gründen der Verkehrssicherheit eine
Neupflanzung von Bäumen nah an der Fahrbahn ausgeschlossen sei.
Ausschussmitglied Geißler begrüßt zwar die Förderung von Alleen, spricht sich aber
ebenfalls gegen die beiden im UNA-Antrag vorgeschlagenen Strecken aus. Er
favorisiert stattdessen Pflanzungen an der Strecke von Nettersheim nach Marmagen.
Der Bürgermeister ergänzt, dass es bezüglich der Straße von Engelgau nach Roderath
vor einiger Zeit einmal die Anregung gegeben habe, den Kreis zu bitten, in diesem
Bereich eine weitere Bepflanzung vorzusehen. Der Kreis habe dies zwar zustimmend
aufgenommen, allerdings werde die angesprochene Trassenführung ggf. irgendwann
noch einmal benötigt, so dass aktuell von einer Bepflanzung abgesehen werde. An
anderer Stelle weiter entfernt sei ggf. eine Pflanzung denkbar.
Bezüglich des von Herrn Zingsheim angesprochenen Fehlverhaltens der Landwirte teilt
er mit, dass dies weiter zu untersuchen sei und die Eigentümer ggf. anzuschreiben
seien.
Der Vorsitzende weist darauf hin, dass heute nicht unbedingt konkrete Beschlüsse zu
möglichen Standorten zu fassen seien, aber weitere Maßnahmen zur Standortfindung
auf den Weg gebracht werden könnten. Ggf. könne man auch darüber nachdenken,
jemanden mit der Untersuchung geeigneter Flächen zu beauftragen oder aber eine
Kommission hierzu zu bilden.
Der Bürgermeister führt aus, dass in den letzten 30 Jahren diesbezüglich viel
geschehen sei. Zahlreiche Alleen seien gepflanzt worden. Die Durchgrünung der
Dörfer sei immer vordergründiges Thema gewesen. Hier sei z.B. die Aktion „Bürger
pflanzen Laubbäume“ genannt, die seit vielen Jahren durchgeführt werde. Seines
Erachtens sei keine gutachterliche Untersuchung notwendig. Es stünden bereits
Bäume überall da, wo es möglich sei. Ersatzbepflanzungen würden selbstverständlich
weiterhin erfolgen. Aber die Pflanzung weiterer Bäume z.B. an Wirtschaftswegen sehe
er kritisch. Die Landwirte würden hier sicherlich Veto einlegen, da aufgrund der immer
größer werdenden Geräte eine Bewirtschaftung der Felder dann schwierig werde.
Ausschussmitglied Mayer schlägt vor, die Punkte 2 und 3 des Antrags vorerst
herauszunehmen und nur über die Punkte 1 und 4 abstimmen zu lassen. Die UNA
könne ggf. später nochmals einen gesonderten Antrag formulieren.
Für die CDU-Fraktion teilt Herr Kurth mit, dass man den Vorschlag von Herrn Mayer
mit unterstütze. Eine Abstimmung zu den Punkten 2 und 3 sei ohne vorherige
detaillierte Beratung in der Fraktion nicht möglich.
Der Ausschussvorsitzende bestätigt nach Rücksprache mit dem Antragsteller Franz-
Niederschrift der Sitzung des Ausschusses für Forst- und Landwirtschaft vom 06.11.2018
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Josef Zingsheim, dass die UNA-Fraktion die Punkte 2 und 3 des Antrags zunächst
zurückstellt und ggf. zu einem späteren Zeitpunkt diesbezüglich konkretere
Vorschläge unterbreiten wird. Gegebenenfalls könnten die Fraktionen bereits intern
einmal über mögliche zusätzliche Bepflanzungen insbesondere an den drei von der
UNA und Herrn Geißler angesprochenen Straßen beraten, schlägt er abschließend vor.
Beschluss:
Auf der Grundlage des Antrages der UNA-Fraktion (Punkte 1 und 4) wird folgender
Beschluss gefasst:
Zukünftig soll regelmäßig eine Pflanzaktion mit dem „Baum des Jahres“ gemeinsam
mit den Schulen durchgeführt werden. Die Pflanzungen sollen konzentriert auf einer
Fläche erfolgen, um einen langjährigen Bezug zur Aktion „Baum des Jahres“ zu
gewährleisten. Auch soll eine Nachpflanzung der bisherigen Bäume des Jahres
angestrebt werden. Die Verwaltung wird beauftragt, die Fläche des „Europäischen
Jugendwaldes“ auf eine diesbezügliche Eignung zu prüfen.
Eine Finanzierung
erfolgen.
der
Abstimmungsergebnis:
Maßnahme
soll
durch
entsprechende
Förderprogramme
einstimmig ja
Niederschrift der Sitzung des Ausschusses für Forst- und Landwirtschaft vom 06.11.2018
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