Daten
Kommune
Nettersheim
Größe
135 kB
Datum
27.11.2018
Erstellt
30.11.18, 12:00
Aktualisiert
30.11.18, 12:00
Stichworte
Inhalt der Datei
Beschluss
aus der 11. Sitzung des Betriebsausschusses der Gemeinde Nettersheim
(X. Legislaturperiode) am Dienstag, 27.11.2018
im Holzkompetenzzentrum in Nettersheim.
Punkt
9:
Erlass des Wirtschaftsplans 2019 für das Gemeindewasserwerk
- Vorlage 1071 /X.L. -
Der Bürgermeister erläutert, dass auch das Gemeindewasserwerk ähnlich wie der
Eigenbetrieb Abwasser ein besonderes Jahr hinter sich habe. Abweichungen ergäben
sich unter anderem dadurch, dass die Ortslage Marmagen über den Olefverband
versorgt werde. Der Wasserbezug über den Wasserbeschaffungsverband Hermesberg
zeige entsprechend den aktuellen Bezugszahlen für das Gemeindegebiet Nettersheim
in 2018 einen Mehrbezug gegenüber dem Vorjahr in Höhe von rd. 2.000 cbm. Auf
Seiten des Verbandsgebietes Mechernich sei dieser Mehrbezug nicht entstanden, da
dort teilweise Engpässe über die zusätzliche Versorgung aus anderen Quellen
gesteuert würden.
Durch
den
erhöhten
Wasserbezug
entstünden
folglich
höhere
Wasserbeschaffungskosten. Allein 55 Cent pro cbm der Wassergebühr würden nur den
Wasserbezugspreis an den Wasserbeschaffungsverband Hermesberg abdecken. Auch
hier macht der Bürgermeister auf die möglichen Folgewirkungen der diesjährigen
Dürre für die Wasserwirtschaft und -versorgung des kommenden Jahres aufmerksam.
Hinzu komme, dass sich in der nahenden Frostperiode die Wasserspeicher über
Niederschläge nicht füllen könnten.
Der Wasserverbrauch sei gegenüber den Vorjahren in diesem Jahr um ca. 10.000 m³
gestiegen, führt der Bürgermeister weiter aus. Für das kommende Wirtschaftsjahr sei
wieder ein leichter Rückgang der Menge auf 272.000 € gemessen an dem üblichen
Verbrauch in Vorjahren angenommen worden. Hierin berücksichtigt sei der sukzessive
Anschluss neuer Häuser in den Neubaugebieten in Nettersheim und Zingsheim.
Aufgrund der aktuellen Baulandentwicklung werde in den kommenden Jahren die Zahl
der Anschlüsse steigen, was im Hinblick auf die Gebührengestaltung von besonderer
Bedeutung sei.
Die Wasserverluste habe man weiter deutlich reduzieren können. Der Wert von
14,63 %, was einer Menge von rd. 40.000 cbm entspreche, sei zwar immer noch
hoch, aber doch wesentlich geringer als noch vor einigen Jahren. Für diese
Wasserverluste würden allerdings keine Gebühren eingenommen, während aber der
entsprechende Bezug an den Wasserbeschaffungsverband zu zahlen sei. Außerdem sei
zu berücksichtigen, dass der mit der Reduzierung der Wasserverluste verbundene,
kontinuierliche Sanierungsaufwand voll zu Lasten des Gebührenhaushaltes gehe.
Der
Bürgermeister
weist
auf
das
Mitte
des
Jahres
beschlossene
Wasserversorgungskonzept hin, in dem u.a. auch auf die zukünftige Ausrichtung des
Wasserwerks eingegangen worden sei. Das Gemeindewasserwerk als kleiner Betrieb
sei nicht an einen Großverband angeschlossen, wie dies andernorts häufig der Fall sei.
Im Rahmen der aktuellen Bestrebungen einer Vernetzung von ene und e-regio seien
z.B. auch drei Wasserwerke involviert. In Zukunft sollte man im Hinblick auf
Notversorgungslösungen durchaus über Kooperationen nachdenken.
Die vorgeschlagene Wasserpreisanpassung sei eher marginal. Im Gebührenvergleich
mit den benachbarten Kommunen liege die Gemeinde mit dieser Gebühr nach wie vor
im Mittelfeld, erklärt der Bürgermeister.
Beschlussempfehlung:
Der Rat beschließt den Wirtschaftsplan des Gemeindewasserwerkes
Wirtschaftsjahr 2019 in der der Vorlage 1071 beigefügten Fassung.
Abstimmungsergebnis:
für
das
einstimmig ja
Niederschrift der Sitzung des Betriebsausschusses vom 27.11.2018
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